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Gegen einen Großkonzern wie BAYER Widerstand und Gegenwehr zu organisieren kostet nicht nur Kraft und Zeit, sondern auch Geld. Spenden sind hier erbeten oder direkt überweisen:

                      

GLS-Bank

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BLZ 430 609 67

 

 

Ihre Meinung, ihre Kritik, ihre Fragen sind mir immer Willkommen: mailto:webmaster@ kalle-der-rote.de

Tatort Bayer AG - Bayer ist überall

 

 

Der Bayer-Konzern ist nicht besonders böse oder gut oder kriminell, sondern steht hier einfach exemplarisch für alle anderen Großkonzerne, der Ordnung des Kapitals, für Ausbeutung, für Kriege und für andere lohnende Verbrechen!

18.12.2012 – CBGnetwork - Explosion im US-Werk Institute:

Video zu tödlichem BAYER-Störfall veröffentlicht

Im Jahr 2008 kam es im BAYER-Werk Institute (USA) zu einer folgenschweren Explosion. Zwei Arbeiter verloren ihr Leben. Der US-Kongress kam in einer Untersuchung zu dem Ergebnis, dass nur glückliche Umstände eine Katastrophe vergleichbar mit der von Bhopal 1984 verhinderten.

Die Coordination gegen BAYER-Gefahren und örtliche Initiativen hatten zuvor jahrelang vor den Risiken der Fabrik gewarnt. Institute war das letzte Werk in den USA, in dem die Bhopal-Chemikalie Methylisocyanat (MIC) in großen Mengen produziert und gelagert wurde. Nach dem Störfall kooperierte die CBG mit der US-Aufsichtsbehörde Chemical Safety Board (CSB) bei der Aufklärung der Unglücksursachen.

Das Chemical Safety Board veröffentlichte nun einen Film zu den Ursachen des Störfalls. In dem 14-minütigen Video sind zudem Empfehlungen zur Verbesserung der Sicherheit in der Chemie-Industrie enthalten. Die Coordination gegen BAYER-Gefahren hat den Film mit deutschen Untertiteln versehen. Auch eine DVD-Version ist in Planung.

Video online (mit dt. Untertiteln): www.youtube.com/watch?v=r_avSiUwXMw

Jan Pehrke vom Vorstand der CBG: „Der Film zeigt eindrucksvoll, welche Risiken Konzerne wie BAYER auf der Jagd nach Profiten in Kauf nehmen. Mehr dazu (24 KB)

 

12.12.2012CBGnetwork - Jetzt spenden! - Freiheit der Wissenschaft in Gefahr

Verwaltungsgericht Köln verweigert Einsichtnahme in Kooperationsvertrag Uni Köln - BAYER´/ Prozess geht in die nächste Runde

Der SPIEGEL druckt in seiner aktuellen Ausgabe ein Interview mit Philipp Mimkes von der Coordination gegen BAYER-Gefahren. Auch die taz, die FAZ und der Deutschlandfunk berichten.

Das Verwaltungsgericht Köln hat in der vergangenen Woche eine Einsichtnahme in den Kooperationsvertrag der Uniklinik Köln mit der Bayer AG verweigert. Philipp Mimkes von der Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) hatte im Mai 2011 Klage eingereicht, da weder das Unternehmen noch die Universität Fragen zur Ausgestaltung der Zusammenarbeit beantwortet hatten.

Die CBG befürchtet eine Ausrichtung der Forschung an öffentlichen Einrichtungen nach rein wirtschaftlichen Kriterien. Transparency International, IPPNW, medico international, der AStA der Uni Köln und der Verband demokratischer Ärztinnen und Ärzte haben sich der Forderung nach einer Offenlegen des Vertrags angeschlossen. Mehr dazu (24 KB)

 

06.12.2012 – CBGnetwork - Verwaltungsgericht Köln verweigert Einsichtnahme

Forschungskooperation zwischen Uni Köln und Bayer findet weiter im Geheimen statt / Berufung angekündigt / Spenden erbeten

Coordination gegen BAYER-Gefahren, 6. Dezember-- Das Verwaltungsgericht Köln hat heute den Antrag auf Einsichtnahme in den zwischen der Uniklinik Köln und der Bayer HealthCare AG geschlossenen Kooperationsvertrag abgewiesen. Philipp Mimkes, Absolvent der Universität Köln und Mitglied der Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG), hatte im Mai 2011 Klage eingereicht, da weder das Unternehmen noch die Universität Fragen zur Ausgestaltung der Zusammenarbeit beantwortet hatten. Die CBG befürchtet eine Ausrichtung der Forschung an öffentlichen Einrichtungen nach rein wirtschaftlichen Kriterien.

Das Urteil wurde damit begründet, dass das Informationsfreiheitsgesetz des Landes NRW den Bereich der Forschung ausklammere. Hierzu erklärt Philipp Mimkes: „Das Ergebnis der heutigen Verhandlung stand offenkundig schon vorher fest. Das Gericht hat den in Frage stehenden Vertrag gar nicht erst eingesehen und hat auch nicht das Votum des NRW-Landesbeauftragten für Informationsfreiheit berücksichtigt, wonach die Vereinbarung organisatorische Regelungen enthält, nicht aber Angaben zur Forschung im engeren Sinn.“ Der Landesbeauftragte hatte den Antrag auf Einsichtnahme positiv beschieden und einen Informationsanspruch festgestellt. Mehr dazu (20 KB)

 

15.11.2012 – CBGnetwork - Damit wir nicht abstürzen: Rettungsschirme gesucht!

Rettungsschirme gesuchtBitte helfen Sie uns: BAYER-Kritiker brauchen noch 115 neue Mitglieder

Das weltweit einzige Netzwerk, das einem der großen Multis kontinuierlich die Stirn bietet, ist weiter in Gefahr. Die Existenz der „legendären Coordination gegen BAYER-Gefahren“ (taz) steht noch immer auf dem Spiel. Wirtschaftskrise und Sozialabbau haben die Förderbeiträge ins Trudeln gebracht, bei ständig steigenden Kosten. Zugleich erhalten wir keinerlei Förderung aus staatlichen oder kirchlichen Quellen – der Preis konsequent konzernkritischer Ausrichtung.

Seit dem Beginn unserer Rettungskampagne im Sommer 2011 sind bereits 285 Mitglieder neu zu uns gestoßen. 30 Mitglieder haben sogar als „Garanten“ Verantwortung für unsere finanzielle Basis übernommen, indem sie einen jährlichen Beitrag von mehr als 500 Euro zahlen.

Herzlichen Dank für die großartige Solidarität!

Doch gerettet sind wir - leider - noch nicht. Durch Sparmaßnahmen und durch die neuen Mitglieder konnten wir bislang 71 Prozent unseres jährlichen Defizits decken. Damit sind wir noch nicht über den Berg.

Wenn auch Sie meinen, dass den Konzernen mehr denn je auf die Finger gesehen werden muss und dass die Coordination gegen BAYER-Gefahren nach 34 Jahren erfolgreicher Arbeit nicht sterben darf, dann erhöhen Sie Ihren Beitrag, werden Sie Mitglied oder Garant/in oder spenden Sie regelmäßig.

So können Sie helfen: Mehr dazu (24 KB)

 

02.11.2012 - cbgnetwork - Kooperationsvertrag Uniklinik Köln  Bayer HealthCare

6. Dez.: Verhandlung am Verwaltungsgericht Köln

Treffen von Unterstützern und Prozessbeobachtern:

ZEIT: Donnerstag, 6. Dezember, ab 8.45 Uhr

ORT: Verwaltungsgericht Köln, Apellhofplatz, Eingang Burgmauer (300m vom Hbf Köln)

Im Frühjahr 2008 vereinbarte der BAYER-Konzern mit der Kölner Universität eine Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Pharma-Forschung. Die Vertragsbedingungen bleiben bis heute im Dunklen. Die Coordination gegen BAYER-Gefahren befürchtet eine Ausrichtung der pharmakologischen Forschung an öffentlichen Einrichtungen nach rein wirtschaftlichen Kriterien.

Insgesamt zehn Verbände, darunter Transparency International, medico, die IPPNW und der Kölner AStA unterstützen unsere Forderung, den Vertragstext offen zu legen. Auch der Beauftragte für Informationsfreiheit des Landes NRW befürwortet unser Anliegen. Trotzdem wird uns eine Einsichtnahme weiterhin verweigert. Die CBG hat daher Klage eingereicht.

Das Verwaltungsgericht Köln hat nun eine mündliche Verhandlung angesetzt, und zwar am Donnerstag, den 6. Dezember um 9.30 Uhr. Nach Angaben des Gerichts stehen etwa 50 Besucherplätze zu Verfügung.

Zu dem Prozess finden Sie anbei einen aktuellen Artikel des Kölner Stadt-Anzeigers. Weitere Informationen finden sich unter: http://www.cbgnetwork.de/2730.html

Die CBG ist zur Finanzierung des Verfahrens auf Unterstützung angewiesen. Sie können auf unserer website oder über PayPal (http://tiny.cc/cbg) spenden. Mehr dazu (104 KB)

 

31.10.2012 - cbgnetwork - BAYER, BASF und MONSANTO gegen Kennzeichnungspflicht

USA: Millionenspenden der Gentech-Industrie

Die Chemie-Konzerne BAYER und BASF beteiligen sich mit millionenschweren Spenden an einer Kampagne amerikanischer Gentechnik- und Pestizid-Hersteller. Die Industrie will damit eine Initiative von Umweltverbänden zur Deklaration gentechnisch veränderter Lebensmittel stoppen. Die im Bundesstaat Kalifornien eingebrachte Proposition 37, die eine Kennzeichnungspflicht nach europäischem Vorbild fordert, wird parallel zur Präsidentschaftswahl am 6. November zur Abstimmung gebracht.

Die Unternehmen investieren über 40 Millionen Dollar in ihre Werbekampagne, die vor allem aus TV Spots besteht - rund zehnmal so viel wie die Befürworter der Initiative. Größter Finanzier ist der Weltmarktführer für gentechnisch verändertes Saatgut, Monsanto, mit 7 Millionen Dollar. Es folgen DuPont (4,9 Mio), BAYER und BASF (jeweils 2 Mio), Pepsi, Nestlé und Coca Cola. Das Hauptargument der Industrie ist, dass eine Deklarationspflicht die Kosten für die Hersteller um „Milliarden Dollar erhöhen“ würde - eine absurde Behauptung, für die jeglicher Beleg fehlt.

Philipp Mimkes von der Coordination gegen BAYER-Gefahren: „Die Gentechnik-Multis messen mit zweierlei Maß: in Europa ist die Deklaration von gentechnisch veränderten Inhaltsstoffen selbstverständlich. In den USA hingegen soll eine solche Kennzeichnung mit fadenscheinigen Argumenten verhindert werden. Die Rechte von Verbraucherinnen und Verbrauchern werden dadurch mit Füßen getreten!“. Scharfe Kritik äußert auch Gary Ruskin von der Initiative California Right to Know: „BAYER und BASF schicken ihr Geld um die halbe Welt, um Müttern und Vätern weiszumachen, sie hätten nicht das Recht zu wissen, was sich im Essen ihrer Kinder befindet!“. Mehr dazu (96 KB)

 

26.09.2012 – CBGnetwork - Gefährliche Rohrleitung von Dormagen nach Krefeld-Uerdingen

Noch bis zum 5. Oktober mitmachen und eine eigene Einwendung schreiben! Mit dem Einwendungs-Generator kann jeder einen individuellen Text erstellen.

Coordination reicht Einwendung gegen CO-Pipeline ein

Die Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) hat heute bei der Bezirksregierung Düsseldorf eine Einwendung gegen das Änderungsverfahren zur Genehmigung der umstrittenen CO-Pipeline eingereicht. Darin werden besonders die Risiken für die Anwohnerinnen und Anwohner, das fehlende Allgemeinwohl und die Schaffung eines gefährlichen Präzedenzfalls kritisiert.

Wörtlich heißt es: „Dem Bau der hochgefährlichen Leitung liegen ausschließlich verringerte Kosten für das Unternehmen - also privatwirtschaftliche Interessen - zu Grunde. Enteignungen lassen sich aber nicht durch geringere Kosten für ein Unternehmen rechtfertigen, sondern allenfalls durch Vorteile für das Allgemeinwohl. Damit ist die Rechtmäßigkeit der Enteignungen hinfällig.“ Die CBG ruft die Bevölkerung auf, bis zum 5. Oktober eigene Einwendungen einzureichen. Unterstützung hierbei gibt es. Mehr dazu (88 KB)

 

20.09.2012 – CBGnetwork – PM - Klage von Lipobay-Geschädigtem

Argentinien: BAYER zu Entschädigung verurteilt

Der BAYER-Konzern ist in Argentinien zu einer Zahlung von 968.000 Pesos (rund 160.000 Euro) an einen Lipobay-Geschädigten verurteilt worden. Der Kläger, Flavio Rein, hatte nach einmonatiger Einnahme des Cholesterin-Senkers irreversible Muskelschädigungen (Rhabdomyolyse), Sehstörungen und Nierenschäden erlitten.

Das Verfahren hatte sich über insgesamt neun Jahre hingezogen. Das Berufungsgericht in Buenos Aires (Cámara Nacional de Apelaciones en lo Civil) stellte am 22. August 2012 fest, dass BAYER weder die Ärzte noch die Patienten angemessen über die Risiken des Präparats informiert hatte und bestätigte damit ein Urteil aus dem Vorjahr (die Entscheidung im Wortlaut finden Sie hier). Da der Konzern die Frist, den Obersten Gerichtshof von Argentinien anzurufen, verstreichen ließ, wird das Urteil in dieser Woche rechtskräftig.

Nach Angaben argentinischer Medien handelt es sich weltweit erst um die zweite Verurteilung des Konzerns in Sachen Lipobay. Philipp Mimkes von der Coordination gegen BAYER-Gefahren: „Das Gericht hat eindeutig ein schuldhaftes Verhalten des Konzerns festgestellt. Mehr dazu (20 KB)

 

04.09.2012 - CBGnetwork - Zeitschrift "Stichwort BAYER" unterstützen

Konzernkritik konkret: Stichwort BAYER - Faktenreich, interessant, spannend.

Stichwort BAYER ist einmalig in der Zeitschriftenlandschaft.

Stichwort BAYER (SWB) enthüllt, was hinter Konzernmauern geschieht. SWB deckt Zusammenhänge auf. SWB macht Druck gegen Konzernmacht und Konzernverbrechen. Für Umweltschutz, Frieden und Gerechtigkeit. Am Beispiel des BAYER-Konzerns.

Stichwort BAYER erscheint viermal im Jahr. Seit nunmehr 30 Jahren. Herausgegeben von der Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG). Stichwort BAYER ist mit Tausenden von Leser/innen ein wichtiges Stück Gegenöffentlichkeit.

Dicke Gewinne bringt SWB allerdings nicht. Im Gegenteil: Stichwort BAYER ist in ernster Gefahr. Es droht die komplette Einstellung der Zeitschrift. Über die Abo-Gebühren (derzeit 30 Euro jährlich) lassen sich die Kosten jedenfalls nicht decken. Das Abo (30 Euro jährlich) wäre unerschwinglich, wenn darüber die Kosten für Recherche, Redaktion, Layout, Druck und Versand gedeckt werden müssten.

Die Einstellung von Stichwort BAYER wäre ein großer politischer Verlust. Die Pressefreiheit in unserem Land wird immer mehr den Profiten geopfert. Zunehmend bestimmen die Konzerne die Inhalte der Berichterstattung.

Jan Pehrke, leitender SWB-Redakteur: "Wenn Ihnen daran gelegen ist, dass wir mit Stichwort BAYER weiterhin den Konzernen auf die Finger klopfen, dass das einzige Forum für Gegenöffentlichkeit zu einem großen Multi nicht stirbt, dann …. Mehr dazu (16 KB)

 

27.07.2012 – CBGnetwork - Indien: neue Todesfälle bei Medikamenten-Tests

Novartis, BAYER, Pfizer an der Spitze / Probanden kennen Risiken meist nicht / aktuelle TV-Reportage

Nach aktuellen Angaben der indischen Regierung starben im vergangenen Jahr 438 Probanden bei der Durchführung von Klinischen Studien. Eine von der Zeitung Business Standard eingesehene Aufstellung des Drugs Controller General of India (DCGI) für 2011 zeigt, dass allein bei Pharma-Tests von Novartis 57 Testpersonen starben. Auf der Liste folgen BAYER und Pfizer mit je 20 Todesfällen und Bristol Mayer Squibb mit 19.

Philipp Mimkes von der Coordination gegen BAYER-Gefahren: „Novartis, BAYER und Co. setzen das Leben indischer Probanden wissentlich aufs Spiel. Recherchen vor Ort zeigen immer wieder, dass die Studienteilnehmer nicht über die Gefahren der getesteten Medikamente informiert werden – häufig wissen sie nicht einmal, dass sie an einer Studie teilnehmen. Es ist daher heuchlerisch, wenn die Pharmaunternehmen behaupten, in Indien die selben Standards anzulegen wie in Europa!“. Bereits im Zeitraum von 2007 bis 2010 waren bei Tests von BAYER 138 Inderinnen und Inder ums Leben gekommen, allein vier Personen starben an Nebenwirkungen des umstrittenen Gerinnungshemmers Xarelto. BAYER zahlte den Hinterbliebenen Entschädigungen von lediglich 5.250 Dollar.

Die Coordination gegen BAYER-Gefahren hatte in der jüngsten BAYER-Hauptversammlung eine Aufstellung aller in Indien untersuchten Medikamenten, der beauftragten Subunternehmen sowie der Häufigkeit von Nebenwirkungen und Todesfällen verlangt, jedoch keine Antwort erhalten. „Pharma-Studien in Ländern des Südens müssen nach denselben Sicherheitsstandards durchgeführt werden wie in Europa oder den USA. Geschädigte und Hinterbliebene müssen die gleichen Entschädigungen erhalten – nur dann werden gefährliche Billig-Studien unattraktiv“, so Mimkes weiter. Mehr dazu (96 KB)

 

05.06. 2012 – CBGnetwork - BASF, Bayer und Syngenta die Rote Karte zeigen!

Coordination gegen BAYER-Gefahren

Welt-Umwelttag: Aktion gegen hochgefährliche Pestizide

BASF, Bayer und Syngenta die Rote Karte zeigen!

Anlässlich des heutigen Welt-Umwelttags unterstützt die Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) die internationale Kampagne gegen die Vermarktung hochgefährlicher Pestizide. Die CBG ruft zu Unterschriften und Protestaktionen auf.

Allein die drei größten Pestizid-Konzerne BASF, Bayer und Syngenta, die fast die Hälfte des Pestizid-Weltmarkts kontrollieren, vermarkten jeweils mehr als fünfzig hochgefährliche Wirkstoffe, die u.a. Krebs auslösen, Nervenschäden und Unfruchtbarkeit verursachen, das Hormonsystem schädigen oder die Biodiversität gefährden können. Die Kampagne „Pestizid-Konzernen die rote Karte zeigen“ wurde vom Pestizid Aktions-Netzwerk (PAN) initiiert. Mehr dazu (16 KB)

 

04.05.2012 – UZ - Bayer-Aktionärsversammlung

im Zeichen der Kritik Demonstration vor dem Saal und Redebeiträge von Kritischen AktionärInnen klagten Konzern an

Am 27. April 2012 hat Bayer dafür Sorge getragen, dass die etwa 3 000 nach Köln anreisenden Bayer-AktionärInnen keinen Kontakt mit den zahlreich vor der Hauptversammlung demonstrierenden KritikerInnen hatten: Der Konzern hat das Areal großräumig mit Sperrgittern umzäunt, die Busse mit den AktionärInnen fuhren durch spezielle Einlässe, die DemonstrantInnen mussten draußen bleiben. Einmal mehr stellte der Konzern sein mangelndes Demokratie-Verständnis unter Beweis, er sperrte Kritik kurzerhand aus.

Das änderte jedoch nichts daran, dass deutlich wurde, dass der Konzern massiv im Kreuzfeuer umfangreicher Kritik steht. Die Presse titelte "Bayer: Zwischen Jubel und Tribunal".

Bei den Protesten vor dem Saal ging es um tödliche Menschenversuche, Arbeitsplatzvernichtung, gefährliche Medikamente mit tödlichen Risiken, Nanotechnik, verweigerte Entschädigungen für die Opfer von Bayer-Pharmazeutika, die ultragefährliche CO-Pipeline durch dichtbesiedelte Ballungsgebiete, millionenfache Tierversuche und immer wieder um das weltweite Bienensterben durch Bayer-Gifte, das die Lebensgrundlagen der Menschheit in Gefahr bringt. Zu den Protesten waren auf Einladung der Coordination gegen Bayer-Gefahren (CBG) Imker aus Österreich und andere Gäste aus dem In- und Ausland angereist. Mehr dazu (76 KB)

 

25.04.2012 - CBGnetwork - Kritiker: Tote durch Bayer-Tests

Rheinische Post -- Die Vorwürfe klingen hart, die die Verfasser der Gegenanträge zur Bayer-Hauptversammlung am kommenden Freitag erheben. Auf 15 Seiten ist aufgelistet, was vor allem die Vereinigung Coordination gegen Bayer-Gefahren dem Konzern und seinen Managern, aber auch dem Aufsichtsgremium um Manfred Schneider vorwirft.

Der muss sich in seiner letzten Aktionärsversammlung als Aufsichtsratschef die Kritik gefallen lassen, dass Bayer immer mehr gefährliche Medikamenten-Tests in Schwellenländer verlege. "Dort locken ein großes Reservoir an Probanden, niedrige Preise, schnelle Verfahren und geringe behördliche Aufsicht. Allein in Indien kam es bei Menschenversuchen von Bayer zu mindestens 138 Todesfällen", kritisiert Axel Köhler-Schnura vom Vorstand der Coordination gegen Bayer-Gefahren. Unter anderem lasse Bayer in Indien sein Krebsmittel Nexavar, das Thrombose-Präparat Xarelto und das Potenzmittel Levitra testen. Das indische Gesundheitsministerium verzeichnete innerhalb der vergangenen vier Jahre 138 Todesfälle bei Versuchsteilnehmern, vier davon bei Xarelto-Tests. "Bayer hat den Hinterbliebenen Entschädigungen von gerade mal 5250 Dollar gezahlt – in Europa drohen in solchen Fällen Millionenklagen", schreibt Köhler-Schnura. Allein deshalb sei der Vorstand von den Aktionären nicht zu entlasten. Vielmehr solle Bayer relevante Daten zu klinischen Studien in Indien offenlegen. Mehr dazu (100 KB)

 

Konzernmacht im Visier05.03.2012 – CBGnetwork - Politkünstler kritisieren Konzernmacht

Spanische Polit-Künstler PSJM: Konzernmacht im Visier

Das Künstlerduo PSJM beschäftigt sich mit den Kehrseiten des grenzenlosen Konsums und der Okkupierung öffentlicher Räume durch multinationale Konzerne. Eine Ausstellung in Berlin zeigte jüngst Arbeiten, mit denen Missstände wie Kinderarbeit und Umweltzerstörung angeprangert werden. Auch eine Grafik zu BAYER findet sich darunter.

Passend zum gegenwärtigen Abriss der alten BAYER-Konzernzentrale in Leverkusen hat die spanische Künstlergruppe PSJM die Grafik „Struggle Bayer“ veröffentlicht. In einem weiteren Motiv werden zwergenhafte Personen dargestellt, die ein Deutsche Bank-Symbol umstürzen. Die Künstler propagieren nicht die Zerstörung der Konzerne; sie wollen jedoch aufzeigen, dass es der Gesellschaft möglich ist, sich gegen die scheinbare Übermacht der Firmen zur Wehr zu setzen.

Hinter dem Kürzel PSJM stecken die Künstler Cynthia Viera and Pablo San José, deren Bilder kürzlich in einer Ausstellung in Berlin zu sehen waren. Ziel ihrer Arbeit ist es, mit modernen Marketingmitteln die Werbestrategien großer Unternehmen transparent zu machen und die Kehrseite der bunten Konsumwelt anzuprangern. Hierbei kooperieren sie auch mit der Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG).

Auch andere Arbeiten von PSJM beschäftigen sich mit dem Treiben der Multis. So wird in „Corporate Armies“ ein Szenario entworfen, in dem große Firmen mit eigenen Armeen ausgestattet sind - keine allzu ferne Vision angesichts der paramilitärischen Gruppen, die mit Coca Cola in Kolumbien, mit Shell in Nigeria oder mit Gazprom in Russland kooperieren. Auch zeigt die Berliner Ausstellung Videos, in denen gepanzerte Truppen von Walmart, Visa und Nike um die Vorherrschaft kämpfen. Tuschezeichnungen apokalyptischer Firmen-Kämpfe im Stil historischer Schlachtengemälde sowie 3D-Kampfroboter mit Firmenemblemen vervollständigen die Horrorvision eines unternehmerischen Gewaltmonopols. Mehr dazu (120 KB)

 

16.02.2012 – CBGnetwork - Mengenangaben gelagerter Chemikalien veröffentlicht

Im Dormagener BAYER-Werk werden große Mengen „giftige“ und „sehr giftige“ Chemikalien gehandhabt, allein 50.000 Tonnen bei BAYER CropScience und 20.000 Tonnen bei BAYER MaterialScience. Darunter befinden sich Stoffe wie TDI, Phosgen, Acrylnitril und Propylenoxid. Hinzu kommen leichtentzündliche Stoffe (CropScience: 9.900 Tonnen, MaterialScience 2.070 Tonnen, Currenta: 1.140 Tonnen, INEOS: 120 Tonnen). Die Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) erhielt die Daten über eine Anfrage nach dem Umweltinformationsgesetz. Die Angaben sind aufgeschlüsselt nach den Teilfirmen BAYER CropScience und BAYER MaterialScience, der Tochterfirma Currenta* sowie der BAYER-Abspaltung Lanxess.

Prof. Jürgen Rochlitz, Mitglied der vom Bundes-Umweltministerium eingesetzten Kommission für Anlagensicherheit und Beiratsmitglied der Coordination gegen BAYER-Gefahren, kommentiert: „Die Aufstellung zeigt, dass bei BAYER weiterhin große Mengen hochgefährlicher Stoffe verwendet werden. Dementsprechend ist die Veröffentlichung der Daten ein Fortschritt in Sachen Transparenz, nicht aber in Richtung hin zu einer Substitution risikoreicher Chemikalien.“ Rochlitz fordert zum Schutz von Anwohnern und Belegschaft ein Höchstmaß an Sicherheitsmaßnahmen, z.B. Betonhüllen um phosgenführende Anlagen.   Mehr dazu (104 KB)

 

24.01.2012 - CBGnetwork - geplante TDI-Anlage im BAYER-Werk Dormagen: Betonhülle zum Schutz vor Giftgas gefordert

Die BASF gab am Freitag bekannt, in Ludwigshafen eine neue TDI-Anlage zu bauen. Die Fabrik soll mit 300.000 Jahrestonnen die selbe Kapazität erhalten wie die von der BAYER MaterialScience AG geplante Anlage in Dormagen.

Die beiden Projekte unterscheiden sich jedoch in einem wichtigen Punkt: die BASF will die gefährlichsten Anlagenteile mit einer Betonhülle umgeben. Umweltverbände hatten ebendies im Erörterungstermin für die BAYER-Anlage im vergangenen Oktober gefordert. Auch eine entsprechende Anlage von Dow Chemicals in Stade ist mit einer Betonkuppel versehen. Die Fabrik in Dormagen hingegen soll nur mit einer Blechhülle geschützt werden; der Standort befindet sich lediglich 300m von der Werksgrenze entfernt.

Philipp Mimkes von der Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG): „Wir sind nach wie vor gegen die Genehmigung einer Anlage, die über Jahrzehnte hinweg die Herstellung von Phosgen zementiert. Sollte es dennoch zu einer Genehmigung kommen, so muss zumindest der Einsatz der bestmöglichen Sicherheitstechnik gewährleistet sein. Eine Einhausung aus Beton bietet in jedem Fall einen höheren Schutz gegen Feuer, Explosionen oder eine Beschädigung von außen als die von BAYER geplante Blechhülle.“ Mehr dazu (88 KB)

 

19.01.2012 - CBGnetwork - Baytril: BAYER profitiert von Massentierhaltung

60% aller Antibiotika landen im Tierstall / immer mehr resistente Keime / Demonstration am Samstag in Berlin

Mehr als die Hälfte der weltweiten Antibiotika-Produktion landet im Viehstall. In der Folge entstehen massenhaft resistente Keime, die nach der Schlachtung im Schweine-, Rinder- oder Hähnchenfleisch nachweisbar sind. Eine mitunter tödliche Gefahr.

Zu den großen Profiteuren der Massentierhaltung gehört der Leverkusener BAYER-Konzern. Allein mit dem Tierantibiotikum Baytril machte BAYER im Jahr 2010 einen Umsatz von 166 Mio Euro, elf Prozent mehr als im Vorjahr. BAYER ist weltweit das viertgrößte Unternehmen im Bereich Veterinärmedizin.

Philipp Mimkes von der Coordination gegen BAYER-Gefahren: „Ohne die Produkte von BAYER & Co. wäre die Haltung Tausender Tiere auf engstem Raum gar nicht möglich. BAYER profitiert von den katastrophalen Zuständen in der Massentierhaltung, bei der ständig neue Krankheiten auftreten, und ist daher für die Entstehung antibiotika-resistenter Keime mitverantwortlich."

In vielen Zuchtbetrieben gehören Baytril-Spritzen zum Alltag. Das Präparat wird seit 1995 in großem Umfang zur Behandlung von Infektionskrankheiten von Hühnern, Kälbern, Rindern, Puten und Schweinen eingesetzt. Der Wirkstoff von Baytril (Enrofloxacin) gehört zu den Fluochinolonen - wie auch die von BAYER vertriebenen Humanantibiotika CIPROBAY (Ciprofloxacin) und AVALOX (Moxifloxacin). Der großflächige Einsatz von Baytril führt dazu, dass gängige Humanantibiotika immer häufiger unwirksam werden. Mehr dazu (92 KB)

 

13.01.2012 - CBGnetwork - Mehr Werbung, weniger Innovation

Fast neun Milliarden Euro gab der Leverkusener Multi im letzten Jahr für Werbung, „Kundenberatung“, Pharma-ReferentInnen und sonstige Vertriebskosten aus. Und es darf noch ein bisschen mehr sein. BAYER-Chef Marijn Dekkers will den Marketing-Etat weiter erhöhen und das Geld dafür durch Arbeitsplatzvernichtung erwirtschaften. „Die neuen Produkte müssen schließlich auch verkauft werden“, meint er.  Die Westdeutsche Zeitung fürchtet nicht zu Unrecht schon das Schlimmste. „Das riecht nach Mauscheleien zwischen Pharma-Firmen, Ärzten und Apothekern. Davon sollte Dekkers lieber die Finger lassen“, rät das Blatt.

„Meine größte Aufgabe als CEO von BAYER ist es, unsere Innovationskraft zu stärken und die Vermarktung unserer Innovationen zu verbessern“, sagte der neue Vorstandsvorsitzende Marijn Dekkers bei seinem ersten großen öffentlichen Auftritt im Dezember 2010. Taten sind den Worten jedoch nur teilweise gefolgt. Die Innovationskraft stärkte der Konzern-Chef nicht. Mit 3,1 Milliarden Euro bewegen sich die Forschungsausgaben 2011 nur auf demselben Niveau wie im Vorjahr. Zudem schließt Dekkers eigene Entwicklungsabteilungen und bedient sich mehr außer Haus bei Firmen, die ein Präparat liefern, das bloß noch des Feintunings bedarf. Dafür kündigte er eine drastische Erhöhung der Marketing-Aufwendungen an. „Die neuen Produkte müssen schließlich auch verkauft werden“, so lautet die Begründung.

Doch das kostet. Darum kündigte der BAYER-Boss in einem Atemzug mit der Verkaufsoffensive und einem größeren Engagement in den Schwellenländern ein 800 Millionen Euro schweres Rationalisierungsprogramm an, das an den alten Standorten 4.500 Arbeitsplätze vernichtet. Und um bereits ein wenig von dem neuen Geist zu künden, legte er sich marketing-technisch schon einmal ziemlich ins Zeug und warb mit dem Slogan „Mehr Innovation, weniger Administration“ für das Sparpaket. Mehr dazu (176 KB)

 

22.12.2011 – CBGnetwork - Vogel- und Bienensterben durch Pestizide verursacht

Neues Buch „Das Ende der Artenvielfalt“ von Dr. Henk Tennekes

In seinem neuen Buch „Das Ende der Artenvielfalt“ belegt der holländische Toxikologe Dr. Henk Tennekes den Zusammenhang zwischen dem großräumigen Einsatz von Pestiziden und dem Rückgang zahlreicher europäischer Vogel- und Insektenarten. Die Agrochemikalien vergiften Käfer, Bienen, Fliegen, Schmetterlingen und Motten. Hierdurch wird der Bestand vieler Vogelarten gefährdet, da mit den Insekten eine Hauptnahrungsquelle wegfällt. 

Hauptverantwortlich für diese Entwicklung sind Ackergifte aus der Gruppe der Neonikontinoide. Weltmarktführer für Produkte dieser Substanzklasse ist die Monheimer Firma BAYER CropScience. Der Wirkstoff Imidacloprid gilt als meistverkauftes Pestizid weltweit, die BAYER AG erlöste damit allein im vergangenen Jahr 600 Millionen Euro. Das ebenfalls von BAYER produzierte Clothianidin hatte vor zwei Jahren das großflächige Bienensterben in Süddeutschland verursacht. Mehr dazu (128 KB)

 

16.12.2011 – CBGnetwork - Rettungskampagne geht weiter

WIR BRAUCHEN GESCHENKE-kCoordination gegen BAYER-Gefahren braucht 400 neue Mitglieder

Die Existenz der Coordination gegen BAYER-Gefahren steht weiter auf dem Spiel. Sozialabbau und Wirtschaftskrise haben die Spenden in den letzten Jahren stark sinken lassen, bei steigenden Kosten. Zugleich erhalten wir keinerlei Förderung aus staatlichen oder kirchlichen Quellen - der Preis konsequent konzernkritischer Ausrichtung. Doch ein weltweit aktives Netzwerk kommt ohne Geld nicht aus, auch nicht bei weitgehend ehrenamtlicher Arbeit.

Seit Anfang des Jahres sind 213 neue Mitglieder zu uns gestoßen. Zudem stärken 23 neue Garanten mit Jahresbeiträgen ab 500 Euro unsere Finanzbasis. Und 150 Spender/innen haben größere oder kleinere Beträge überwiesen. DANKE, ganz herzlichen Dank!

Doch es reicht leider noch nicht. Bitte werden Sie Fördermitglied oder vielleicht sogar Garant/in. Oder spenden Sie unter dem Stichwort „KonzernKritik retten“. Damit wir auch weiterhin die Schattenseiten der BAYER-Profite aufdecken können! Mehr dazu (128 KB)

 

14.12.2011 – CBGnetwork - BASF, Bayer, Dow, Monsanto, DuPont, Syngenta: MenschenrechtsMenschenrechts-Tribunal verurteilt die sechs groessten Pestizidhersteller-k-Tribunal verurteilt die sechs größten Pestizidhersteller

In der vergangenen Woche fand im indischen Bangalore das Permanent Peoples´ Tribunal (PPT) zu Vergiftungen durch Pestizide statt. Mehr als 200 Betroffene und Umweltschützer aus aller Welt präsentierten dem Tribunal Fälle von Umweltzerstörung und schwersten Gesundheitsschäden. Das PPT begann am 27. Jahrestag der Bhopal-Katastrophe, die durch eine Explosion in einer Pestizidfabrik des Konzerns Union Carbide (heute Dow Chemicals) verursacht wurde.

Die Coordination gegen BAYER-Gefahren war zu den 4-tägigen Anhörungen eingeladen worden, um den Fall der weltweiten Bienensterben durch sogenannte Neonicotinoide zu dokumentieren. Der BAYER-Konzern ist Weltmarktführer für diese Art von Insektiziden, die in vielen Ländern wegen Risiken für Bienen nicht mehr frei verkauft werden dürfen - so auch in Deutschland, wo im Jahr 2008 ein flächendeckendes Bienensterben durch den Einsatz des BAYER-Pestizids Clothianidin verursacht wurde.

Die Jury verurteilte in ihrer Abschlusserklärung die sechs Unternehmen, die den Weltmarkt für Pestizide und Saatgut dominieren, wegen schwerster Umwelt- und Gesundheitsschäden. Anbei finden Sie hierzu zwei aktuelle Artikel sowie Fotos vom Tribunal. Mehr dazu (184 KB)

 

09.12.2011 – FTD - Umsatzträger - Bayer-Pille im Visier der US-Behörden

Bayer-Pille im Visier der US-Behoerden-kWeiterer Dämpfer in den USA: Experten fordern schärfere Vorschriften für den zweitwichtigsten Umsatzbringer des Unternehmens - die Antibabypille.

Die Bayer-Pillen Yasmin und Yaz sollen wegen dem Wirkstoff Drospirenon demnächst nur noch unter schärferen Einnahmevorschriften erhältlich sein. Hintergrund sind Studien, die bei den Verhütungsmitteln ein erhöhtes Thrombose-Risiko festgestellt haben.

Das Pharmaunternehmen hat bereits mit Tausenden Klagen zu kämpfen. Schärfere Vorschriften würden bedeuten, dass Ärzte dann womöglich lieber Präparate empfehlen, die weniger Risikohinweise enthalten.

Ein von der US-Gesundheitsbehörde FDA beauftragtes Beratergremium von Medizinexperten entschied am Donnerstag mit 21 zu fünf Stimmen, Risiken und Vorteile der Pillen würden in den aktuellen Beipackzetteln nicht adäquat wiedergegeben. Die US-Gesundheitsbehörde folgt in der Regel den Empfehlungen ihrer Beratergremien.

Die Verhütungsmittel sind ein sehr wichtiges Produkt im Bayer-Pharmageschäft. 2010 machte Bayer trotz eines scharfen Rückgangs mit diesen noch einen Umsatz von rund 1,1 Mrd. Euro. Nach dem Multiple-Sklerose-Mittel Betaferon sind die Präparate damit der zweitwichtigste Pharma-Umsatzbringer. Die Pillen sind in jüngster Zeit aber nicht nur wegen der Diskussionen um mögliche Risiken bei der Einnahme, sondern auch durch Nachahmerpräparate in den USA unter Druck geraten. In den USA kam Bayer allein mit der Pille Yaz nach Daten von IMS Health trotz der Konkurrenz durch Nachahmerpräparate noch auf 374 Mio. Dollar Jahresumsatz. Mehr dazu (136 KB)

 

07.11.2011 – Der Tagesspiegel - Medikamententests in Indien - Pharmakonzerne: Gestorben wird anderswo

Pharmakonzerne testen ihre Arzneimittel zunehmend in Indien. Doch dort häufen sich die Todesfälle - und viele Menschen wissen womöglich nicht, worauf sie sich einlassen.

Hierzulande ist es leicht, ein Mittel gegen ganz schwere Leiden zu bekommen. Einfach mit dem Rezept in die Apotheke, da liegen die Schachteln etwas versteckt in Schubladen hinter den Regalen mit Hustensaft: Betaferon kann Multiple-Sklerose-Beschwerden lindern, mancher Nierenkrebs-Patient fragt nach Nexavar. Bis derartige Medikamente hier zum Verkauf zugelassen werden, haben sie eine weite Reise hinter sich – und die führt besonders oft über Indien.

In Delhi leben 16 Millionen Menschen, vier mal so viele wie im Großraum Berlin, aber auf weniger als der Hälfte der Fläche Berlins. Mindestens ein Fünftel der Bewohner Delhis lebt in Slums oder engen Gassen der Altstadt.

Es sind Millionen, die nicht genug zu essen haben, nicht lesen und schreiben können, krank sind und sich keine Behandlung leisten können. Das macht es internationalen Pharmakonzernen leicht, Probanden für ihre Medikamententests zu finden.

Das Land gilt als besonders gefragt für klinische Studien, unter anderem, weil sich die medizinischen Ergebnisse leicht auf Europäer und Nordamerikaner übertragen lassen. Dass viele Inder Englisch sprechen, ist ein Vorteil gegenüber dem Testland China. Einer Studie der Universität Hongkong zufolge haben Pharmakonzerne in den USA in Indien derzeit rund 300 klinische Studien in den Phasen II und III registriert. In diesen Stadien ist das Medikament auf dem Weg der Erforschung schon so weit, dass es am Menschen erprobt werden darf. Für einen Test braucht man mehrere tausend Menschen, deshalb ist das auch der teuerste Teil der Medikamentenentwicklung. Mehr dazu (112 KB)

 

25.10.2011 - CBGnetwork - Indien: Todesfälle bei Pharma-Studien

Offener Brief an BAYER-Chef Marijn Dekkers

Immer mehr Pharma-Studien werden nach Indien verlagert. Die Zahl der Geschädigten nimmt von Jahr zu Jahr zu. Im Zeitraum von 2007 bis 2010 starben 1.600 Inder/innen bei klinischen Studien, allein 138 bei Tests der Firma BAYER. Die Coordination gegen BAYER-Gefahren fordert in einem Brief an den Vorstandsvorsitzenden Aufklärung.

Im vergangenen Jahr starben nach Angaben des indischen Gesundheitsministeriums 668 Menschen bei Pharma-Tests. In den Jahren zuvor war die Zahl stark gestiegen - von 137 im Jahr 2007 auf 288 (2008) und 637 (2009). Ein Großteil der Studien wurde im Auftrag von internationalen Firmen wie Novartis, Pfizer und Merck durchgeführt. Allein bei der Durchführung klinischer Studien von BAYER kamen innerhalb von vier Jahren 138 Versuchspersonen ums Leben.

Die Todesfälle sind zum Teil auf Vorerkrankungen der Probanden zurückzuführen, z.B. Krebs. Offiziell wurden aber im vergangenen Jahr 22 Fälle tödlicher Nebenwirkungen bestätigt, darunter vier bei Studien für das Thrombosemittel Xarelto von BAYER (Wirkstoff Rivaroxaban). Da die Daten auf Angaben der Pharmafirmen basieren und keine unabhängigen Kontrollen durchgeführt werden, dürften die tatsächliche Zahlen weit höher liegen. BAYER hat den Hinterbliebenen der Xarelto-Opfer Entschädigungen von durchschnittlich 5.250 Dollar gezahlt. Mehr dazu (112 KB) Der Offene Brief (516 KB)

 

14.10.2011 - CBGnetwork - BAYER-Werk Berkeley: Belegschaft erkämpft verbesserten Tarifvertrag

BAYER-Werk Berkeley420 Beschäftigte / landesweite Unterstützung / Tarifverträge nur für 14% der US-Belegschaft 

Die Belegschaft des amerikanischen BAYER-Werks in Berkeley hat nach monatelanger Auseinandersetzung einen deutlich verbesserten Tarifvertrag durchgesetzt. Neben jährlichen Gehalts-Steigerungen von 3,1% über einen Zeitraum von vier Jahren wurde eine Sicherung der Arbeitsplätze sowie eine Begrenzung der Krankenversicherungskosten auf 18% des Gehalts erreicht. Von der Regelung profitieren 420 Mitarbeiter. Ein erstes Angebot von BAYER war von der Belegschaft mit großer Mehrheit abgelehnt worden.  

Donal Mahon von der Gewerkschaft International Longshore and Warehouse Union (ILWU) in einer Stellungnahme: „Bayer macht, so wie viele andere Unternehmen, Milliardenumsätze – aber damit sie den Arbeitern davon einen Teil abgeben, benötigt man gewerkschaftliche Organisation, Proteste sowie Druck von außerhalb und innerhalb der Werke.“ Mit dem Bluter-Präparat Kogenate, das ausschließlich in Berkeley hergestellt wurde, machte die Firma im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro. Mehr dazu (124 KB)

 

11.10.2011 - CBGnetwork - TDI-Anlage: Bayer-Gegner fordern besseren Schutz

Genehmigungsverfahren geht in die nächste Runde

Das Genehmigungsverfahren für die neue TDI-Anlage im Chempark läuft. In der vergangenen Woche trafen sich Vertreter der Bezirksregierung, von Bayer und den Umweltverbänden, um mögliche Risiken zu erörtern.

11. Okt. -- Dass zwei statt der angesetzten sechs Tage ausgereicht haben, um die 17 Punkte umfassende Tagesordnung abzuarbeiten, wertet Dr. Ralf Guether als positives Zeichen [Anm. CBG: es waren von vornherein nur zwei Tage vorgesehen]. Der Sprecher des Bayer-Teilkonzerns MaterialScience (BMS) spricht von einer „konstruktiven Atmosphäre“, die er bei beiden Erörterungsterminen im Technischen Rathaus erlebt habe. Die Bezirksregierung hatte die Gespräche im Rahmen des Genehmigungsverfahrens für die TDI-Anlage anberaumt, die BMS im Chempark Dormagen bauen und 2014 in Betrieb nehmen will.

CBG fordert stabilere Einhausung - Die Antragsunterlagen lagen im Juni öffentlich aus, 60 Einwendungen gingen bei der Bezirksregierung Köln als zuständiger Behörde anschließend ein. Insbesondere die Coordination gegen Bayer-Gefahren (CBG) verfolgt das Projekt mit Skepsis. Sie lehnt energie- und rohstoffintensive Produktionsverfahren wie jenes zur TDI-Herstellung ab und zweifelt an der Sicherheit des geplanten Betriebs, in dem laufend Phosgen vorgehalten werden soll. „Dass die Anlage eingehaust wird, ist schon ein Schritt in die richtige Richtung“, sagt CBG-Vertreter Philipp Mimkes. Er nutzte den Geprächstermin, um gleichwohl auf einen noch besseren Schutzmechanismus zu dringen. Zwar verhindere das Gehäuse um die Anlage den Austritt von Phosgen, halte aber einer Explosion oder Beschädigung von außen nicht stand. Die CBG verweist auf eine ähnliche Anlage des Unternehmens Dow Chemicals in Stade, deren Schutzhülle durch eine Betonkuppel wesentlich resistenter gegen Druck sei. Mehr dazu (108 KB)

 

26.09.2011 - CBGnetwork.org - Carl Duisberg: „Ein verbrecherisches Genie“

150. Geburtstag des BAYER-Generaldirektors am 29. Sept. / Coordination fordert Umbenennung von Straßen und Entzug der Ehrenbürgerschaft / verantwortlich für Giftgas-Einsatz und Zwangsarbeit

Am Donnerstag jährt sich zum 150. Mal der Geburtstag von Carl Duisberg, dem langjährigen Generaldirektor der BAYER AG und geistigen Vater der IG FARBEN. Der Chemiker war maßgeblich für den Aufstieg der einstigen Farbenfabrik BAYER verantwortlich. Im 1. Weltkrieg setzte er den Einsatz von Giftgas durch, betrieb die Deportation belgischer Zwangsarbeiter und forderte die Annexion großer Gebiete in Osteuropa. Höhepunkt von Duisbergs Lebenswerk war der Zusammenschluss der deutschen Chemie-Industrie zur IG FARBEN.

Jan Pehrke, Vorstandsmitglied der Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG): „Carl Duisberg ging für Profite buchstäblich über Leichen. Wegen seiner Verantwortung für den Einsatz von Giftgas, die Ausbeutung von Zwangsarbeitern und die enge Zusammenarbeit mit dem Nazi-Regime taugt der ehemalige BAYER-Generaldirektor nicht als Vorbild für künftige Generationen!“. Die CBG fordert eine Umbenennung der nach Duisberg benannten Schulen (z.B. das Carl Duisberg Gymnasium in Wuppertal), Straßen (so in Bonn, Krefeld, Dortmund und Leverkusen) sowie der gemeinnützigen Carl Duisberg-Centren. In einem Brief an den Leverkusener Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn fordert das Netzwerk zudem die Aberkennung der Ehrenbürgerwürde von Leverkusen.

Schon Ende des 19. Jahrhunderts hatte Carl Duisberg rücksichtslos die Vermarktung von Heroin als angeblich harmlosem Hustenmittel betrieben. BAYER warb damals weltweit für seine „Wundermittel“ Aspirin und Heroin. Als ein Wissenschaftler das Suchtpotential von Heroin anprangerte, äußerte Duisberg - zu diesem Zeitpunkt Prokurist bei BAYER - man müsse die „Gegner mundtot schlagen“. Obwohl sich rasch die Gefahr der Abhängigkeit herausstellte, führte der Konzern den gewinnbringenden Verkauf über Jahrzehnte hinweg fort. Mehr dazu (108 KB)

 

16.09.2011 - CBGnetwork - BAYER nimmt tödliche Pestizide vom Markt

Erfolg für Umweltverbände / Kampagnen seit den 80er Jahren / „Zwölf Jahre später als versprochen!“

Der BAYER-Konzern hat gestern angekündigt, die Pestizide der höchsten Gefahrenklasse vom Markt zu nehmen. Bis Ende 2012 soll der Verkauf aller Wirkstoffe der WHO-Klasse 1 auslaufen.

Philipp Mimkes von der Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG): „Ein großer Erfolg für Umweltverbände und Landarbeiter-Organisationen in aller Welt, die seit Jahrzehnten gegen den Einsatz tödlicher Pestizide kämpfen. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass die BAYER AG ihr Versprechen, die Wirkstoffe der obersten Gefahrenklasse bis zum Jahr 2000 vom Markt zu nehmen, gebrochen hat. Viele Menschenleben hätten in der Zwischenzeit gerettet werden können! Beschämend ist zudem, dass sich der Konzern erst entschloss, diese chemischen Zeitbomben auszumustern, als sie nicht mehr genügend Profit abwarfen.“

Die CBG hatte einen Offenen Brief an den BAYER-Vorstand geschrieben, der von 200 Organisationen aus 40 Ländern unterstützt wurde. Mehrfach forderten Aktivisten in der Hauptversammlung des Konzerns einen Verkaufs-Stopp für alle Klasse 1-Pestizide. Mehr dazu (104 KB); Zum Offenen Brief

 

15.09.2011 - CBGnetwork - Eine Leiharbeiterin berichtet: Isoliert in BAYER-World

Ungefähr 650 Leiharbeiter/innen beschäftigt der Leverkusener Multi nach eigenen Angaben. Ihr trauriges Los in der Pillen-Produktion beschrieb der Journalist Markus Breitscheitel in seinem Buch „Arm durch Arbeit“ (siehe Stichwort BAYER 4/2008). Geändert hat sich seitdem nichts, wie ein Erfahrungsbericht zeigt, den die COORDINATION GEGEN BAYER-GEFAHREN erhielt.   von Melanie Suchart*

Mein Name ist Melanie, ich bin 25 Jahre alt und verlor in Deutschland jegliche Hoffnung für Deutschland.

Im August 2010 kam ich zurück nach Berlin, zurück aus Australien. Ich freute mich sehr, meine FreundInnen wiederzusehen, wieder nach Berlin zu ziehen und zu leben.

Ich meldete mich arbeitssuchend, das Jobcenter in Neukölln gab mir eine Adresse nach der anderen, überwiegend Leiharbeitsfirmen, und ich bewarb mich fleißig. Im November wurde ich dann von JOBACTIVE (Anm. der Redaktion: im Februar 2010 von BAYER verkaufte Zeitarbeitsfirma) eingestellt. Mein Einsatzort war BAYER in Berlin, die Arbeit Verpackung der Anti-Baby-Pille. Mehr dazu (116 KB)

 

15.07.2011 - CBGnetwork - 75 Jahre spanischer Bürgerkrieg: Die Rolle der IG FARBEN

Am 17. Juli 1936 erhoben sich die Truppen Francisco Francos gegen die demokratisch legitimierte Regierung von Spanien. Die faschistischen Staaten Italien und Deutschland sowie zahlreiche Konzerne unterstützten die Putschisten. Zum 75. Jahrestag des Kriegsbeginns am Sonntag veröffentlicht die Coordination gegen BAYER-Gefahren heute einen Artikel zur Zusammenarbeit der IG Farben mit dem Franco-Regime.

15. Juli 2011 (CBG) -- Die IG Farben, die 1925 aus einem Zusammenschluss von BASF, BAYER, HOECHST und AGFA hervorging, war seinerzeit der größte Konzern Europas. Die IG besaß in Spanien 14 Niederlassungen und war dort das größte ausländische Unternehmen.

Anlässlich des 75. Jahrestags des Kriegsbeginns am 17. Juli erinnert die Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) an die Rolle der IG Farben im Bürgerkrieg. Jan Pehrke vom Vorstand der CBG: „Die IG Farben stand von Beginn an auf Seiten der Putschisten und leistete ihnen auf jede erdenkliche Art und Weise Beistand. Mehrmals wurden hohe Geldsummen an Franco gespendet. Die IG Farben unterstützte die Legion Vidal, die Sanitätstruppe der Putschisten. Und an die Kampftruppen lieferte die IG alles, was für die Kriegsführung benötigt wurde - Zellwolle für die Uniformen, Quecksilber, Chemikalien für den Bau von Bomben und Experten für chemische Kampfstoffe.“

Stolz hieß es in einem Memorandum der IG Farben: „Während der ganzen Dauer des spanischen Bürgerkriegs hat Deutschland und innerhalb Deutschlands 100-prozentig die AGFA es fertiggebracht, Spanien, d. h. die spanische Wehrmacht mit den unbedingt erforderlichen Mengen (...) zu versorgen“. In internen Schreiben rühmten IG-Manager den „vorbildlichen Kampfesmut“ der Franco-Truppen und erklärten die Eroberung von Toledo zum „Ruhmesblatt in der Geschichte Spaniens“.

Bei den Luftangriffen der „Legion Condor“ auf Guernica und andere baskischen Städte kam die von der IG Farben produzierte Brandbombe B1E zum Einsatz. Diese entwickelte eine Hitze von bis zu 2.400 Grad und entfachte eine Feuersbrunst, der mit Löschwasser nicht beizukommen war. Die genaue Zerstörungsleistung - in Guernica starben fast 1.700 Menschen - untersuchten Experten  minutiös. Hitler persönlich brüstete sich später, dass es ohne die Hilfe aus Deutschland und Italien „heute keinen Franco“ gäbe. Mehr dazu (24 KB) – Zum Artikel Zusammenarbeit der IG Farben mit dem Franco-Regime“.

 

13.07.2011 - CBGnetwork - Klima-Saurier im BAYER-Werk Krefeld verhindert!

Klima-Saurier im BAYER-Werk Krefeld verhindert-kWiderstand gegen Kohlekraftwerk erfolgreich / 21.500 Einwendungen eingereicht / „Gaskraftwerk nicht überdimensionieren!“

Die Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) begrüßt die Entscheidung der Trianel AG, auf den Bau des umstrittenen Kohlekraftwerks auf dem BAYER-Gelände in Krefeld zu verzichten. Das Kraftwerk sollte von der BAYER-Tochterfirma Currenta betrieben werden und Dampfenergie an BAYER liefern.

Philipp Mimkes vom Vorstand der CBG: „Der langjährige Widerstand von Anwohnern und Umweltverbänden hat sich endlich ausgezahlt. Der Bau dieses Klima-Dinosauriers hätte den Umstieg auf regenerative Energien über Jahrzehnte hinweg blockiert!“. Die CBG hatte in den vergangenen Jahren mehrfach in der BAYER-Hauptversammlung vor Tausenden von Aktionären einen Verzicht auf das Kohlekraftwerk gefordert.

Im vergangenen Jahr hatte die CBG zudem eine Stellungnahme zum Genehmigungs-Antrag von Trianel eingereicht. Das Kraftwerk hätte jährlich 4,4 Millionen Tonnen Kohlendioxid, 100 Tonnen Feinstaub, 1.700 Tonnen Stickstoffdioxid, 2.400 Tonnen Schwefeldioxid und große Mengen Schwermetalle emittiert. Auch wäre es zu einer starken Erwärmung des Rheins gekommen. Insgesamt waren mehr als 21.000 Einwendungen gesammelt worden. Mehr dazu (36 KB)

 

08.07.2011 – CBGnetworkk - „Konzern-Kritik vor dem Aus“

Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) startet Rettungskampagne / 350 neue Mitglieder notwendig / Gemeinnützigkeit seit Jahrzehnten verweigert / Alarm-Flyer wird ab heute bundesweit in Zeitungen und Zeitschriften gestreut

Die „legendäre Coordination gegen BAYER-Gefahren" (taz) ist weltweit das einzige Netzwerk, das einen der großen multinationalen Konzerne rund um die Uhr kritisch unter Beobachtung stellt. Seit 1978 hat die Coordination weit über hundert Kampagnen zu Störfällen, Pestiziden, Schadstoff-Emissionen, Gentechnik, risikoreichen Pharmaprodukten, der IG Farben-Geschichte und vielem mehr initiiert. 1991 siegte das Netzwerk gar in einem spektakulären Verfahren vor dem Bundes-Verfassungsgericht gegen BAYER. Die CBG versteht ihre Arbeit als beispielhaft für alle Konzerne.

Die Coordination ist jedoch akut in Gefahr. Sozialabbau und sinkende Realeinkommen haben die Spenden-Einnahmen stark sinken lassen. Die CBG muss daher eine Rettungskampagne starten. Bis zum Jahresende muss das Netzwerk 350 neue Mitglieder gewinnen, andernfalls geht das Licht aus*.

Bundesweit streuen Mitglieder des Vereins ab heute einen Alarm-Flyer. Morgen wird das Faltblatt der taz beiliegen. Danach wird es in zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften sozialer Bewegungen verbreitet. Mehr dazu (24 KB) – Zum Alarm-Flyer (1,47 MB)

 

31.05.2011 - CBGnetwork - Gefährliche Antibaby-Pillen Yasmin, Yaz und Yasminelle: - Klage gegen BAYER-Konzern eingereicht

In den USA starben 190 Frauen nach Einnahme von Antibaby-Pillen mit dem Hormon Drospirenon, mehr als 8.000 Klagen sind anhängig. In der jüngsten Hauptversammlung des BAYER-Konzerns hatten Geschädigte gegen die anhaltende Vermarktung der Präparate protestiert. Erstmals reicht nun eine deutsche Betroffene Klage gegen den Hersteller ein.

Felicitas Rohrer erlitt nach Einnahme der Antibabypille Yasminelle eine schwere Lungenembolie und war daraufhin 20 Minuten klinisch tot. Nur dank glücklicher Umstände konnte ihr Leben gerettet werden. Die 26-Jährige aus Bad Säckingen bei Freiburg erlitt jedoch dauerhafte Schäden. Zusammen mit anderen Betroffenen hat Felicitas Rohrer jüngst die Selbsthilfegruppe Drospirenon-Geschädigter gegründet und vor Tausenden von Aktionären in der BAYER-Hauptversammlung ein Ende der Vermarktung von Yasmin und Yasminelle gefordert.

Nun hat Rohrer als erste deutsche Geschädigte Zivilklage gegen die Bayer Vital GmbH, die das Präparat vertreibt, eingereicht. Die Firma wird auf „Schadensersatz und Schmerzensgeld wegen schädlicher Wirkungen des Präparates“ verklagt, so Rechtsanwalt Martin Jensch von der Kanzlei Dr. Schulze & Kollegen. „Wir haben die Forderungen bisher nicht beziffert, aber sie werden im Bereich von 200.000 Euro liegen“, so Jensch weiter. Auf das erhöhte Thrombose-Risiko sei in der Produktinformation nicht hingewiesen worden. Nach Ansicht des Anwalts haftet Bayer daher wegen „Inverkehrbringung eines Medikaments mit schädlichen Wirkungen, die über das vertretbare Maß hinausgehen“. Mehr dazu (24 KB)

 

13.05.2011 - CBGnetwork - Erweiterung der Polycarbonat-Produktion bei BAYER Uerdingen:

„Jetzt auf phosgenfreie Verfahren setzen!“

Der BAYER-Konzern hat in der vergangenen Woche angekündigt, die Produktion von Polycarbonat im Werk Krefeld-Uerdingen von 330.000 Tonnen auf 400.000 Tonnen pro Jahr zu erweitern. Die Umweltverbände Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) NRW und Coordination gegen BAYER-Gefahren fordern das Unternehmen auf, dabei phosgenfreie Verfahren zur Anwendung zu bringen.

Phosgen wird von BAYER als Vorprodukt bei der Herstellung von Polycarbonat verwendet. Andere Polycarbonat-Hersteller hingegen, z.B. die Firma SABIC in Cartagena/Spanien, kommen seit über zehn Jahren ohne Phosgen aus. Die Chemikalie gehörte im 1. Weltkrieg unter dem Namen „Grünkreuz“ zur ersten Generation tödlicher Giftgase.

Angelika Horster vom BUND Krefeld: „Die Umweltverträglichkeitsrichtlinie der EU schreibt vor, dass Alternativen mit geringerem Risiko geprüft werden müssen - in diesem Fall phosgenfreie Verfahren. Die Landesregierung muss auf BAYER einwirken, in unserem dicht besiedelten Land solche weniger gefährlichen Verfahren einzusetzen!“.

Philipp Mimkes von der Coordination gegen BAYER-Gefahren ergänzt: „Die Phosgen-Chemie gehört nach Atomkraftwerken zu den risikoreichsten Technologien in Deutschland. Fukushima zeigt, dass das Undenkbare möglich ist! Das Risiko, jährlich Hunderttausende Tonnen eines Giftgases zu produzieren, ist schlichtweg zu hoch - zumal es Alternativen gibt. Wir fordern, dass neue Werke nach dem neuesten Stand der Technik gebaut werden müssen.“ Mehr dazu (16 KB)

 

22.03.2011 – CBGnetwork - Gegenanträge zur BAYER-Hauptversammlung

Protestaktionen am 29. April in Köln / Schwerpunkte: Bienensterben durch BAYER-Pestizide, gefährliche Pharmazeutika und mangelnde Sicherheit in den Werken

22. März -- Die Coordination gegen BAYER-Gefahren hat heute Gegenanträge zur BAYER-Hauptversammlung am 29. April in Köln eingereicht. Wegen der Vielzahl schwerer Missstände fordern die Konzernkritiker die Nicht-Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat. Die Gegenanträge sind unten im vollen Wortlaut angehängt, sie werden auch auf der BAYER-homepage veröffentlicht.

Philipp Mimkes vom Vorstand der Coordination: „Der BAYER-Konzern ist für massive ökologische und soziale Probleme verantwortlich. Der Vorstand trägt hierfür die Verantwortung. Wir werden daher in der Versammlung die Nicht-Entlastung des Managements fordern.“

Schwerpunkte der Protestaktionen vor den Kölner Messehallen am 29. April sind die von BAYER-Pestiziden verursachten Bienensterben, die Risiken von Antibabypillen, die geplante Kohlenmonoxid-Pipeline quer durch NRW sowie Missbildungen durch das Präparat Duogynon. An der Versammlung nehmen neben Vorstand und Aufsichtsrat rund 4.000 Aktionärinnen und Aktionäre teil. Zahlreiche Kritiker haben angekündigt, in der Versammlung zu den Schattenseiten der Geschäftspolitik zu sprechen.

Interessenten sind herzlich eingeladen, an den Aktionen teilzunehmen. Gerne stehen wir unter Tel 0211 – 333 911 oder CBGnetwork@aol.com für Rückfragen zu Verfügung. Mehr dazu (36 KB)

 

14.03.2011 - CBGnetwork - BAYER erhöht Phosgen-Produktion in Brunsbüttel

Giftgas im 1. Weltkrieg / „phosgenfreie Verfahren zur Serienreife bringen“

Die Firma BAYER MaterialScience hat heute bekannt gegeben, die Kunststoff-Produktion im Werk Brunsbüttel mehr als zu verdoppeln. Statt 200.000 Tonnen des Weichschaums TDI sollen künftig 420.000 Tonnen des Hartschaums MDI produziert werden. Hierfür soll eine bestehende Anlage umgerüstet und wesentlich erweitert werden. Mit einer Inbetriebnahme sei 2015/16 zu rechnen.

MDI und TDI sind Vorprodukte bei der Herstellung von Polyurethanen. Mit der geplanten Erweiterung würde sich auch die Menge des tödlichen Gases Phosgen, das in der Polyurethan-Herstellung als Vorprodukt verwendet wird, jährlich um Zehntausende Tonnen erhöhen. Phosgen, das im 1. Weltkrieg von BAYER als Kampfgas produziert wurde, ist für den Menschen schon in geringsten Dosen tödlich. Die Phosgen-Chemie gilt als die gefährlichste Technologie in Deutschland nach der Atomkraft. Die Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) fordert seit Jahren phosgenfreie Verfahren in der Produktion von Kunststoffen. Entsprechende Verfahren existieren bislang nur im Labormaßstab. Mehr dazu (20 KB)

 

02.03.2011 - CBGnetwork - Abschreibungen durch Wegfall der Marke „Schering“: BAYER zahlt erneut weniger Steuern

Die BAYER AG rechnet sich vor dem Fiskus arm und kann dadurch erneut die Höhe der gezahlten Ertragssteuern reduzieren. Die Zeche wird von der arbeitenden Bevölkerung beglichen, deren Abgaben- und Steuerlast weiter steigt. Die Coordination gegen BAYER-Gefahren fordert eine angemessene Beteiligung großer Konzerne an der Finanzierung des Gemeinwesens.

Der Leverkusener BAYER-Konzern hat am Montag die Bilanz für das vergangene Geschäftsjahr vorgelegt. Darin ist unter anderem ein Verlust in Höhe von 405 Millionen Euro wegen des Wegfalls der Marke „Schering“ ausgewiesen. BAYER-Chef Marijn Dekkers hatte Anfang Februar angekündigt, weltweit nur noch unter dem Markennamen „BAYER“ aufzutreten und den Namen der 2006 übernommenen Schering AG aufzugeben.

Die Presse kommentiert dementsprechend: „Schering verdirbt Bayer die Bilanz“ (Berliner Morgenpost) und „Aus für Name Schering belastet Bayer-Bilanz“ (Die Welt). Tatsächlich handelt es sich bei dem Vorgang aber um eine Abschreibung - der angenommene Wert der Marke wird aus der Bilanz genommen -, nicht jedoch um reale Zahlungen.

Trotz ihres virtuellen Charakters führt die Abschreibung dazu, dass der Konzern für 2010 einen niedrigeren Profit ausweisen kann und daher weniger Steuern zahlt - obwohl Umsatz und Gewinn deutlich stiegen. Die von BAYER gezahlten Abgaben befinden sich bereits seit Jahren auf Talfahrt: Lagen die Ertragssteuern zwischen 1997 und 2000 noch bei rund einer Milliarde Euro, so fielen sie 2009 auf 511 Millionen Euro und nun auf 411 Millionen Euro. Mehr dazu (20 KB)

 

08.02.2011 – Tagesspiegel - Mögliche Stellenstreichungen: Berlins Bayer-Belegschaft bangt um Jobs

Berlins Bayer-Belegschaft bangt um Jobs-kDer Pharmakonzern Bayer dementiert die Streichung von 500 Stellen an den ehemaligen Schering-Standorten. Solange aber keine genaue Zahl bestätigt ist, bleibt die Angst vor Stellenstreichungen - vor allem in Berlin.

Die Belegschaft der Berliner Pharma-Tochter von Bayer ist irritiert, die Politiker sind verunsichert. Zwar hat der Leverkusener Konzern einen Medienbericht dementiert, nach dem an den ehemaligen Schering-Standorten 500 Stellen gestrichen werden sollen, davon die meisten in Berlin. Eine neue Zahl ist jedoch noch nicht auf dem Tisch – und damit bleibt für die 5000 Beschäftigten am Berliner Standort zunächst die Unsicherheit.

Arbeitnehmervertreter halten die Zahlen für zu hoch gegriffen. „Wir haben zwar befürchtet, dass Berlin vom Stellenabbau besonders betroffen sein wird, aber das scheint mir doch sehr viel“, sagt der Betriebsratsvorsitzende der Berliner Pharmatochter (ehemals Bayer Schering Pharma), Yüksel Karaaslan.

Die Zahl sei ihm aus den bisherigen Gesprächen der Konzernleitung mit den Arbeitnehmervertretern nicht bekannt. Auch die Gewerkschaft IG BCE kennt keine konkreten Zahlen. Dennoch sei die Belegschaft irritiert, sagt Karaaslan. „Der Frust sitzt sowieso tief.“ Mehr dazu (48 KB)

02.02.2011 – CBGnetwork - Nanotubes: Gefahren weitgehend unbekannt - weltgrößte Anlage entsteht in Leverkusen-

Nanotubes-kNeues Flugblatt: bitte ausdrucken und weiter verteilen (672 KB)

Die Bayer AG hat im vergangenen Jahr in Leverkusen die weltgrößte Produktionsanlage für sogenannte Carbon Nanotubes in Betrieb genommen. Nanotubes sind winzige Röhrchen aus Kohlenstoff, die u.a. in Lacken, beim Bau von Rotorblättern und in Sportartikeln eingesetzt werden sollen. Das Gefährdungspotential ist weitgehend unbekannt. Tierversuche zeigen jedoch, dass bestimmte Nanotubes die Entstehung von Krebs ähnlich wie Asbestfasern begünstigen können.

Die Coordination gegen BAYER-Gefahren fordert gemeinsam mit anderen Umweltverbänden, dass potentiell risikoreiche Produkte wie Nanotubes nur auf den Markt gebracht werden dürfen, wenn deren Ungefährlichkeit zweifelsfrei bewiesen ist. Wir protestieren zudem dagegen, dass die Anlage ohne reguläres Genehmigungsverfahren und ohne Beteiligung der Öffentlichkeit genehmigt wurde. Mehr dazu (16 KB)

 

20.01.2011 – CBGnetwork - Ein bisschen weniger Propaganda:

ein bisschen weniger Propaganda„Lichtskulptur“ von BAYER wird abgerissen

Der Leverkusener Multi BAYER hatte vor, sein altes Verwaltungsgebäude mittels 5,6 Millionen Leuchtdioden zur weltgrößten Medienskulptur umzurüsten. Seit 2007 wurde gewerkelt, aber „es ward Licht“ wollte es partout nicht heißen. „Spannungsspitzen“ ließen die Dioden reihenweise durchbrennen. Auf Ersatz aus dem fernen Japan musste BAYER drei Monate lang warten - doch auch die neuen Dioden hielten der Belastung des rauen rheinischen Klimas nicht stand. Mehr dazu (24 KB)

 

14.01.2011 - CBGnetwork - Klage in USA: Konzerne leisten Entschädigung an Bluter

wissentliche HIV-Infektion Tausender Bluter / „Warum verheimlicht BAYER Zahlungen in Millionenhöhe?“

Die Pharma-Unternehmen BAYER, Baxter, Behring und Alpha zahlen Entschädigungen in zweistelliger Millionenhöhe an Bluter aus 22 Ländern. Dies ist das Ergebnis eines Vergleichs, der Ende vergangenen Jahres in den USA geschlossen wurde. Mehrere Tausend mit HIV und Hepatitis C infizierten Hämophile hatten die Firmen zuvor an einem Bundesgericht in Chicago auf Schadenersatz verklagt.

Unter den Entschädigten befinden sich auch deutsche Hämophile, die an Hepatitis C erkrankt sind. Durch den Vergleich werden die Betroffenen und ihre Anwälte zu Stillschweigen verpflichtet. HIV-infizierte Bluter in Deutschland erhalten eine monatliche Rente und durften an der Sammelklage nicht teilnehmen.

Andreas Bemeleit vom Netzwerk Robin Blood, in dem sich betroffene Bluter zusammengeschlossen haben: „Dieser Vergleich zeigt, dass die Pharmaindustrie versucht, mit kleinem Geld die Gruppe der Betroffenen zu spalten. Zugleich bekennen sich BAYER und die drei weiteren Pharmaunternehmen durch diese Zahlungen zu ihrem schuldhaften Verhalten. Dies bestärkt uns, das Engagement für eine gerechte Entschädigung aller Betroffenen zu forcieren.“

Auch Philipp Mimkes von der Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) begrüßt den Vergleich als faktisches Schuldeingeständnis der beklagten Konzerne, kritisiert aber die Geheimhaltungspolitik der Unternehmen scharf: „Warum verheimlicht BAYER Zahlungen in Millionenhöhe? Warum wird nirgendwo über diesen richtungsweisenden Vergleich berichtet? Es ist empörend, dass die verantwortlichen Firmen von den Opfern ein Stillschweigen erpressen!“ Mehr dazu (20 KB)

 

12.01.2011 - CBGnetwork - BAYER stellt Produktion von Bhopal-Chemikalie MIC ein

Langjährige Forderung von Anwohnern erfüllt / tödlicher Störfall 2008 / Uralt-Pestizide verschwinden vom Markt / „Mitarbeiter müssen Ersatz-Arbeitsplätze erhalten!“

Der BAYER-Konzern hat gestern angekündigt, die Produktion und Lagerung der Chemikalie Methyl Isocyanat (MIC) in seinem US-Werk in Institute einzustellen. Zwei hochgefährliche Pestizide, Aldicarb und Carbaryl, für deren Herstellung MIC verwendet wird, sollen zudem vom Markt genommen werden. Damit kommt das Unternehmen den langjährigen Forderungen von Anwohnern und Umweltschützern nach.

MIC erlangte traurige Berühmtheit durch die Katastrophe von Bhopal, der mindestens 10.000 Menschen zum Opfer fielen. Das Werk in Institute galt als „Schwester-Fabrik“ von Bhopal und wurde 2001 von BAYER übernommen.

Die Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) fordert seit vielen Jahren die Beendigung der MIC- und Phosgen-Produktion in Institute und reichte hierzu wiederholt Gegenanträge zur BAYER-Hauptversammlung ein. Der BAYER-Vorstand hatte das Ansinnen bislang stets als „unbegründet“ zurückgewiesen. Zuletzt war es in der Anlage im August 2008 zu einer schweren Explosion gekommen, deren Erschütterungen in einem Umkreis von mehr als 15 Kilometer zu spüren waren. Zwei Arbeiter verloren dabei ihr Leben.

Philipp Mimkes vom Vorstand der CBG: „Dies ist ein großer Erfolg von Umweltschützern und Werks-Anwohnern nach einem über 25-jährigen Kampf. BAYER muss nun sicherstellen, dass die Mitarbeiter angemessene Ersatz-Arbeitsplätze erhalten. Zudem fordern wir grundsätzlich, dass die chemische Industrie auf den großtechnischen Einsatz tödlicher Chemikalien wie MIC und Phosgen verzichtet.“ Mehr dazu (20 KB)

 

06.01.2011 - CBGnetwork - Wiedereinführung des Wasserentnahme-Entgelts in NRW:

„WasserCent dient Umweltschutz“

Die Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) begrüßt die Pläne der NRW-Landesregierung, die Abschaffung des so genannten „WasserCent“ rückgängig zu machen. Das Wasser-Entnahmeentgelt dient der Finanzierung von Umweltschutz-Maßnahmen und ist nach Auffassung der CBG ein wichtiger Anreiz, den Wasserverbrauch zu verringern. Der im Jahr 2004 eingeführte WasserCent war von der Regierung Rüttgers auf Druck der Industrie abgeschafft worden. Statt bis 2018 schrittweise verringert und dann ganz abgeschafft zu werden, soll das Wasser-Entnahmeentgelt nach dem nun vorgelegten Gesetzentwurf beibehalten und leicht erhöht werden.

Philipp Mimkes von der Coordination gegen BAYER-Gefahren: „Der BAYER-Konzern verbraucht allein am Standort Leverkusen rund 130 Mio Kubikmeter Wasser pro Jahr - weit mehr als der Trinkwasserbedarf der benachbarten Millionenstadt Köln. Es ist richtig, dass dieser gewaltige Eingriff in die Umwelt mit einem Entgelt belegt wird. Nur so entsteht ein Anreiz, den Verbrauch zu verringern.“ Aufgrund alter "Wasserrechte" hatte BAYER jahrzehntelang keinerlei Abgaben für die Wasserentnahme geleistet, weswegen Investitionen in wassersparende Technologien unterblieben. „Besonders für Kühlwasser, das aufgeheizt in die Flüsse geleitet wird, sollte der WasserCent weiter erhöht werden. Die Erwärmung der Gewässer hat erhebliche Auswirkungen für Flora und Fauna“, so Mimkes weiter. Die Coordination gegen BAYER-Gefahren hatte 2009 eine Anfrage nach dem Umweltinformationsgesetz gestellt und daraufhin den Wasserverbrauch aller BAYER-Werke in NRW veröffentlicht. Mehr dazu (20 KB)

 

21.12.2010 - CBGnetwork – Nano-Risiken: Umweltverbände schreiben an Minister Remmel

„Grenzwerte willkürlich festgelegt“ / schärfere gesetzliche Regelungen gefordert / Gefahrenpotential weitgehend unbekannt

Der NRW-Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Coordination gegen BAYER-Gefahren verlangen in einem gemeinsamen Brief an den nordrhein-westfälischen Umweltminister Johannes Remmel einen besseren Schutz vor den Gefahren durch Nanopartikel. Die Umweltverbände fordern Remmel auf, sich auf Bundesebene für eine Überarbeitung des Bundesimmissionsschutz-Gesetzes und der Technischen Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft) einzusetzen, damit darin die spezifischen Risiken von Nanoteilchen berücksichtigt werden. Zudem müssten öffentliche Mittel für eine unabhängige Erforschung von Nano-Risiken bereitgestellt und eine Deklarationspflicht für Nanomaterialien in Konsumprodukten eingeführt werden.

Die Bayer AG hatte zu Beginn des Jahres in Leverkusen die nach eigenen Angaben weltgrößte Produktionsanlage für Carbon Nanotubes, winzige Röhrchen aus Kohlenstoff, eingeweiht. Die Firma vermarktet Nanotubes unter dem Handelsnamen Baytubes. Tierversuche haben gezeigt, dass bestimmte Nano-Röhrchen die Entstehung von Krebs ähnlich wie Asbestfasern begünstigen können. Die alte schwarz-gelbe Landesregierung hatte den von Bayer vorgeschlagenen Grenzwert von 0,05 mg Nanotubes pro Kubikmeter Raumluft in der Anlage akzeptiert. Mehr dazu (20 KB)

 

14.12.2010 - CBGnetwork - BAYER verramscht Uralt-Pestizide

WHO: extrem gefährlich / Vielzahl von Vergiftungsfällen / „Produktion muss vollständig beendet werden!“

Der BAYER-Konzern hat gestern bekannt gegeben, die Uralt-Pestizide Nemacur (Wirkstoff Fenamiphos) und Mocap (Ethoprophos) an die US-Firma Amvac Chemical Corp zu verkaufen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO stuft beide Wirkstoffe als „extrem gefährlich“ (Gefahrenklasse I) ein. In Deutschland sind Nemacur und Mocap seit langem verboten. Die Agrochemikalien gehören zur Substanzklasse der Organophosphate und sind für eine Vielzahl von Vergiftungsfällen verantwortlich.

Die Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) fordert seit den 80er Jahren die Einstellung der Produktion beider Wirkstoffe sowie einen Verkaufs-Stopp für alle Klasse I-Pestizide. Philipp Mimkes vom Vorstand der CBG: „Der Einsatz von Nemacur und Mocap ist eine Gefahr für Umwelt und Gesundheit und daher nicht zu rechtfertigen. BAYER hätte die Produktion längst einstellen müssen, statt diese Ultragifte jetzt noch profitabel zu verramschen!". Mitte der 90er Jahre  hatte der Chemie-Konzern aus Leverkusen versprochen, die Produktion von Klasse I-Pestiziden bis zum Jahr 2000 zu beenden, das Versprechen jedoch nicht eingehalten.

Nemacur wird beispielsweise im Bananen-Anbau eingesetzt, der Wirkstoff ist unter anderem für Vergiftungen auf den Philippinen und in Costa Rica verantwortlich. Zudem gehört der Einsatz von Nemacur zu den wahrscheinlichen Ursachen des sogenannten „toxischen Öl-Syndroms“, das 1981 in Spanien mindestens 300 Menschenleben und Tausende von gesundheitlich schwer geschädigten Opfern forderte. Die Coordination gegen BAYER-Gefahren veröffentlichte hierzu das Buch „Der Tod, der von den Feldern kam“. Mehr dazu (20 KB)

 

30.11.2010 - CBGnetwork - Zum morgigen Welt-Aids-Tag:

„Pharmaindustrie muss infizierte Bluter entschädigen!“

Anlässlich des Welt-Aids-Tags am 1. Dezember fordern die Coordination gegen BAYER-Gefahren und das Netzwerk Robin Blood eine langfristige Finanzierung des Entschädigungsfonds für HIV-infizierte Bluter durch die Pharmaindustrie. Das TV-Magazin Frontal 21 berichtet in seiner heutigen Sendung über die Weigerung der Firmen, den langjährigen Anteil von 36% der Zahlungen weiter zu tragen.

Bis 1986 waren Tausende Hämophile durch Blutprodukte mit dem HIV-Virus infiziert worden. Weltmarktführer zu diesem Zeitpunkt war der Leverkusener BAYER-Konzern. Der größte Teil der Infektionen hätte verhindert werden können, da seit 1982 Methoden vorlagen, das Virus durch eine Wärmebehandlung unschädlich zu machen. Nach dem Verbot unbehandelter Blutprodukte in den USA und Europa exportierte BAYER die übriggebliebenen Chargen nach Lateinamerika und Asien. Ein Untersuchungs-Ausschuss des Bundestags stellte ein schuldhaftes Versagen von Unternehmen und Aufsichtsbehörden fest.

Andreas Bemeleit vom Netzwerk Robin Blood, in dem sich Betroffene zusammengeschlossen haben: „Über siebzig Prozent der Infizierten haben mittlerweile AIDS. Sie sind nicht mehr in der Lage zu arbeiten und sind auf den Fonds angewiesen. Einen Gewinn aus der unerwartet langen Lebensdauer der Bluter macht im übrigen die Pharmaindustrie: Ein Patient braucht durchschnittlich Medikamente für 150.000 Euro jährlich. Die notwendigen Stiftungsmittel ließen sich aus den daraus erzielten Gewinnen leicht finanzieren.“ Mehr dazu (24 KB)

 

25.11.2010 - cbgnetwork - Duogynon-Opfer klagen gegen Bayer Schering

Das Magazin stern berichtet in seiner heutigen Ausgabe über eine Klage von Medikamenten-Opfern gegen die Firma Bayer Schering. Die Betroffenen fordern Einsichtnahme in alle Unterlagen des Konzerns zum Präparat Duogynon. Der Konzern lehnt dies wegen angeblicher Verjährung ab.

Spiegel Online weist heute nach, dass bei Schering schon 1967 intern über die Risiken diskutiert wurde. In einem Brief eines Mitarbeiters an die Schering-Zentrale heißt es: "Die offenkundige Korrelation zwischen der Zunahme angeborener Missbildungen und dem Verkauf des Schwangerschaftstests erscheint ziemlich alarmierend."

Andre Sommer, einer der Kläger: „Warum tauschten die Herren sich intern aus und schwiegen in der Öffentlichkeit?“. Allein bei Sommer meldeten sich bislang mehr als 180 Geschädigte. Rechtsanwalt Jörg Heynemann, der die Betroffenen vertritt, ergänzt: „Bayer argumentiert damit, dass das strafrechtliche Ermittlungsverfahren im Jahr 1982 eingestellt worden sei. Doch auch die Contergan-Geschädigten hatten sich strafrechtlich nicht durchsetzen können. Dennoch zweifelt heute niemand ernsthaft daran, dass die Betroffenen durch die Contergan-Einnahme ihrer Mütter geschädigt wurden. Es ist sehr bedauerlich, dass Bayer nicht die Offenheit und Transparenz zeigt, die Ursachen der Schädigungen ergebnisoffen aufzuklären.“

Tausende von Kindern hatten in den 60er und 70er Jahren schwere Fehlbildungen durch hormonelle Schwangerschaftstests erlitten. Die von der Firma Schering unter den Produktnamen Duogynon, Cumorit und Primodos vertriebenen Präparate führten unter anderem zu Herzfehlern, fehlenden Gliedmaßen, Gaumenspalten und Nierenschäden. Nach Angaben von Anwalt Heynemann ist die „statistische Signifikanz eines Zusammenhangs der Geburt behinderter Kinder und der Einnahme von Duogynon durch die Mütter ebenso offensichtlich wie im Fall der Contergan-Tragödie.“ Mehr dazu (20 KB)

 

19.11.2010 – cbgnetwork - Entlassungen trotz Rekordgewinnen

Trotz der Rekordgewinne in den vergangenen Jahren kündigt der BAYER-Konzern den Wegfall von weltweit 4.500 Arbeitsplätzen an. Damit bewahrheiten sich die Befürchtungen der Coordination gegen BAYER-Gefahren zum Amtsantritt des neuen Vorstandsvorsitzenden Marijn Dekkers, siehe: www.cbgnetwork.org/3524.html

Bayer Betriebsrat kritisiert Stellenabbau

Der Betriebsrat der Bayer AG hat den geplanten Stellenabbau des Konzerns aufs schärfste kritisiert. Die Maßnahmen seien nicht nachvollziehbar. Der Betriebsrat fordert eine alternative Planung. Bayer will bis übernächstes Jahr 1.700 Arbeitsplätze in Deutschland abbauen, mehrere hundert davon auch in Leverkusen. Mehr dazu (16 KB)

 

27.10.2010 – CBGnetwork - Werbung für Vitamine: BAYER zahlt 3,3 Mio. für falsche Versprechungen

Selen-Zusätze können Krebsrisiko nicht senken / Werbeaussagen „irreführend und skrupellos“

Der BAYER-Konzern zahlt 3,3 Millionen Dollar an die US-Bundesstaaten Oregon, Illinois und Kalifornien wegen unwahrer Behauptungen in TV-Spots und Zeitungsanzeigen. In dem Werbematerial für Vitaminprodukte der Serie ONE-A-DAY hieß es, dass die Zusätze Selen und Zink das Prostatakrebs-Risiko senken können. Eine gestern eingereichten Klageschrift des US-Bundesstaats Illinois stellt hingegen fest: „BAYER wusste, oder hätte wissen müssen, dass hohe Gaben von Zink und Selen das Risiko von aggressiven und tödlichen Prostata-Tumoren erhöhen können“. Die Klageschrift nennt die Werbeaussagen „irreführend und skrupellos“.

Vitaminpräparate, deren Beipackzettel die Falschaussagen enthielten, waren bis zum Mai 2010 im Handel. Die Werbekampagne, für die BAYER auch bekannte Baseball-Stars engagiert hatte, lief seit 2005. Die US-Medikamentenaufsicht FDA hatte 2007 festgestellt, dass Selen das Krebsrisiko nicht senkt. Das National Institute of Health hatte eine ursprünglich auf 12 Jahre angelegte Untersuchung von Vitamintabletten wegen erhöhter Nebenwirkungen vorzeitig abgebrochen. Mehr dazu (16 KB)

 

29.09.2010 - CBGnetwork - Arznei-Telegramm warnt vor sorglosem Testosteron-Gebrauch

unseriöses Marketing für Hormonpräparate / Studie wegen Risiken abgebrochen / „normale Alterserscheinungen nicht pathologisieren“

Das industrieunabhängige arznei-telegramm warnt in seiner aktuellen Ausgabe vor dem sorglosem Umgang mit Testosteron-Präparaten wie Nebido und Testogel. Eine Anwendung sei nur bei eindeutigen klinischen Symptomen zu empfehlen. Die Fachzeitung berichtet von einer aktuellen Studie mit einem Testosteron-Gel, die wegen schwerer Nebenwirkungen abgebrochen werden musste.

Größter Anbieter von Testosteron-Präparaten ist die Firma BAYER. Das Unternehmen verspricht „müden, lustlosen, unkonzentrierten und gestressten“ Männern „vital, aktiv und ausgeglichen“ zu werden, wenn sie einen angeblichen Testosteronmangel beheben. Nach Angaben von BAYER weisen in Deutschland 2 Millionen Männer zwischen 40 und 70 einen erniedrigten Testosteronspiegel auf. Tatsächlich sinkt die Testosteronkonzentration bei Männern ab 40 um etwa 1% jährlich. Ein kausaler Zusammenhang mit dem Auftreten von Altersbeschwerden ist nicht belegt. Mehr dazu (112 KB)

 

14.09.2010 - CBGnetwork - JETZT ANMELDEN: Tagung am Samstag, 13. November in Düsseldorf - Störfall-Risiken der chemischen Industrie

CO-Pipeline, Kohlekraftwerke und Phosgen-Produktion

Zeit: 13. November, 9.30 – 17.30 Uhr

Ort: Umweltzentrum Düsseldorf, Merowinger Str. 88

Eintritt: frei (Spende erwünscht)

Veranstalter: Coordination gegen BAYER-Gefahren e.V.

Nordrhein Westfalen ist eine der dichtest besiedelten Regionen Europas. Gleichzeitig findet sich in NRW die größte Anzahl gefährlicher Chemie-Werke Deutschlands: die Phosgen- und Pestizid-Produktion bei BAYER, die Blausäure-Herstellung bei DEGUSSA, Acrylnitril und Benzol bei INEOS, die riesigen Chemieanlagen in Marl, Raffinerien von SHELL und BP, etc.

Zu allem Überfluss will der BAYER-Konzern von seinem Dormagener Werk aus hochgiftiges Kohlenmonoxid per Pipeline nach Krefeld leiten. Dicht vorbei an Wohngebieten, Schulen und Kindergärten. Das jahrzehntelange Prinzip, wonach Gefahrstoffe nur am Ort ihrer Verwendung produziert werden, soll aufgegeben werden – ein gefährlicher Präzedenzfall. Tausende Anwohner sollen künftig im „Todesstreifen“ (O-Ton CDU-Bürgermeister von Monheim) leben. Mehr dazu (136 KB)

 

02.09.2010 - CBGnetwork - BAYER-Krebsmittel in der Kritik - NEXAVAR nutzt nichts

„Diese Zulassung von NEXAVAR ist ein wichtiger Schritt für japanische Patienten mit Nierenkrebs“, so BAYER-Manager Gunnar Riemann im Jahr 2008 anlässlich der Markteinführung in dem asiatischen Land. Der „Meilenstein im Kampf gegen Krebs“ (O-Ton BAYER), dessen Wirkstoff Sorafenib die Tumorzellen von der Blutzufuhr abschneiden und ihr Wachstum verlangsamen soll, darf allerdings erst in einem fortgeschrittenen Stadium der Krankheit und nach dem Scheitern anderer Mittel zum Einsatz kommen. Auch bei Leberkrebs müssen die ÄrztInnen zunächst andere Therapien versuchen.

Als einen gar so wichtigen Schritt nach vorn in der Krebsmedizin schätzen die Zulassungsbehörden dieses Medikament also offensichtlich nicht ein. Seine exakte Länge haben die Testreihen bestimmt: Um 3,4 Monate verlängert NEXAVAR das Leben von Nierenkrebs-PatientInnen im Vergleich zu ProbandInnen aus der Placebo-Gruppe; 2,8 Monate waren es für Leberzellkrebs-PatientInnen. Nach offizieller Statistik-Lesart gilt das als „nicht signifikant“. Aus diesem Grund resümiert der „Gemeinsame Bundesausschuss“: „Bei Sorafenib zeigte sich kein Vorteil bezogen auf das Gesamtüberleben“. In weiser Voraussicht hat BAYER deshalb noch ein anderes Behandlungsziel formuliert. Das Stoppen des Tumor-Wachstums wollte der Konzern als „sekundären Endpunkt“ des Tests erreichen. Dies schaffte NEXAVAR bei Nierenkrebs mit ca. sechs Monaten drei Monate länger als der Placebo, was zwar „signifikant“ ist, aber leider noch keine Aussage über die Erhöhung der Überlebenschancen erlaubt. Mehr dazu (120 KB)

 

28.07.2010 – CBGnetwork - Langzeitrisiken von Imidacloprid unterschätzt

Neue Studie zu BAYER-Pestiziden veröffentlicht / Oberflächengewässer belastet / weltweit meistverkauftes Insektizid / Bienensterben auch in Deutschland

Der niederländische Toxikologe Dr. Henk Tennekes weist in einer aktuellen Untersuchung nach, dass die Langzeitrisiken der Insektizide Imidacloprid und Thiacloprid weitaus größer sind, als bislang angenommen. Dies könne eine der Ursachen für die Bienenvolksterben in aller Welt sein. Die Studie The toxicity of neonicotinoid insecticides to arthropods is reinforced by exposure time erschien am 23. Juli in dem Fachmagazin Toxicology (online).

Dr. Henk Tennekes zu seinen Ergebnissen: "Das Risiko von Pestiziden wie Imidacloprid und Thiacloprid wird wahrscheinlich enorm unterschätzt, besonders für Wasserlebewesen und Bodenorganismen. Die bislang gültigen Grenzwerte wurden weitgehend aus Kurzzeit-Tests abgeleitet. Würde man Langzeit-Versuche durchführen, könnten schon bei wesentlich geringeren Konzentrationen verheerende Schäden auftreten. Damit kann erklärt werden, wieso schon geringe Mengen Imidacloprid längerfristig Bienensterben verursachen können“. Tennekes zeigt sich besorgt über die hohe Belastung von Oberflächengewässern mit schwer abbaubaren Agrochemikalien. So wiesen Messungen der niederländischen Umweltbehörde bis zu 320 Mikrogramm Imidacloprid pro Liter (µg/l) nach. Der EU-Grenzwert für Trinkwasser hingegen liegt bei 0,1 µg/l. Mehr dazu (116 KB)

 

21.07.2010 – FR - Kooperation mit Bayer AG

Bayer-uni-köln-kMantel des Schweigens über Unilabor

In Universitätslaboren forschen Wissenschaftler an neuen Medikamenten - doch wer ihr Gehalt bezahlt bleibt im Dunkeln. Jetzt werfen Datenschützer ein Auge auf die Kölner Kooperation mit dem Pharmaunternehmen Bayer.

Von Annika Joeres - Sie sitzen in staatlichen Universitäten im Labor, forschen an toxischen Stoffen und neuen Medikamenten. Wer die Wissenschaftler letztlich bezahlt und wem ihre Ergebnisse gehören, ist weitgehend unbekannt: Bislang wurde der Vertrag über eine Kooperation der Universität Köln mit der Bayer AG unter Verschluss gehalten.

Bald aber könnte die geheime Absprache zwischen der Hochschule und dem Chemiekonzern gelüftet werden. Denn jetzt pocht der Landesdatenschutzbeauftragte von Nordrhein-Westfalen, Ulrich Lepper, auf eine Veröffentlichung: "Die Rahmenvereinbarung ist offen zu legen", heißt es in einem Schreiben an die Universität. Der Datenschützer beruft sich dabei auf das sogenannte Informationsfreiheitsgesetz. Die junge Novelle spricht jedem Bürger das Recht zu, Zugang zu amtlichen Akten zu erhalten.

Doch die zweitgrößte Uni des Landes NRW schweigt eisern. Sie will nun ihrerseits Juristen beschäftigen. "Aus unserer Sicht ist die Wissenschaftsfreiheit höher einzuschätzen als die Informationsfreiheit", sagt Patrick Honecker, Sprecher der Kölner Hochschule. Mehr dazu (88 KB)

 

20.07.2010 –CBGnetwork - US-Gesundheitsreform: Wandel nach BAYER-Gusto

Die USA sind ein Garten Eden für die Pharma-Riesen. Mit zwei Billionen Dollar fließen alljährlich 16 Prozent des Bruttosozialproduktes in den Gesundheitsmarkt. Allerdings haben nicht alle Zutritt zu dem Profit-Paradies. Ca. 45 Millionen Menschen müssen draußen bleiben: Sie können sich keine Krankenversicherung leisten. Ihnen bleibt bloß eine Notversorgung, wie sie etwa selbstlose ZahnärztInnen offerieren, die in angemieteten Hallen am Fließband Zähne ziehen. Diese bietet jedoch keinen vollständigen Gesundheitsschutz. So sterben nach einer Studie der Harvard-Universität jährlich 45.000 US-AmerikanerInnen, nur weil ihnen eine Versicherungspolice fehlt.

Und die fehlt leicht. Die rendite-orientierten privaten Krankenversicherungen sortieren nämlich „schlechte Risiken“ gnadenlos aus. Wer an „AIDS“ erkrankt oder bei Vertragsabschluss seine Gallensteine verschweigt, verliert leicht seinen Versicherungsschutz. Aber selbst wer ihn hat, hat ihn oftmals nicht so ganz. Zu den 45 Millionen Unversicherten kommt noch einmal eine hohe Anzahl an Unterversicherten. Sie dürfen sich zwar kleinere Wehwehchen, aber keine schweren Gesundheitsstörungen leisten, wenn sie nicht ihr Hab und Gut verlieren wollen wie die 1,5 Millionen Menschen, deren Häuser jährlich wegen einer krankheitsbedingten privaten Insolvenz in die Zwangsvollstreckung gehen. Mehr dazu (132 KB)

 

09.07.2010 – CBGnetwork – PM: NRW Landesbeauftragte für Informationsfreiheit: Kooperation von Uni Köln und Bayer AG soll offengelegt werden

Antrag von zehn Gesundheits-Initiativen / Ausrichtung der Pharmaforschung ausschließlich auf Vermarktbarkeit befürchtet / „Signalwirkung für alle PPP-Projekte“

Nach Einschätzung der NRW Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit sollte der Kooperationsvertrag, den die Universität Köln und die Bayer HealthCare AG vor zwei Jahren geschlossen haben, offen gelegt werden. Damit unterstützt sie einen Antrag von zehn Gesundheits-Initiativen und studentischen Interessengruppen. Die Landesbeauftragte begründet in dem heute veröffentlichten Schreiben, weswegen die bisherige Weigerung von Universität und BAYER-Konzern, eine Einsichtnahme in den Vertrag zu ermöglichen, dem nordrhein-westfälischen Informationsfreiheitsgesetz widerspricht. Die Veröffentlichung war unter anderem von der BUKO Pharma-Kampagne, der Coordination gegen BAYER-Gefahren, medico international und dem Verein demokratischer Ärztinnen und Ärzte gefordert worden. Mehr dazu (120 KB)

 

25.06.2010 – CBGnetwork - Rot-Grüne Koalitionsverhandlungen:

„CO-Pipeline und neue Kohlekraftwerke jetzt stoppen!“

Anlässlich der rot-grünen Koalitionsverhandlungen fordert die Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) einen endgültigen Stopp der gefährlichen CO-Pipeline quer durch NRW sowie einen Verzicht auf alle neuen Kohlekraftwerke.

Philipp Mimkes vom Vorstand der CBG: „Die Bevölkerung lehnt die unnötige und gefährliche CO-Pipeline ab. Gleichzeitig würde der Bau von Kohlekraftwerken den Status von NRW als Europas Klimakiller Nummer eins über Jahrzehnte hinweg zementieren. Die neue Landesregierung muss dem Wohl von Bürgern und Umwelt Vorrang gegenüber den Interessen der Industrie einräumen - hierfür wird sich die SPD jedoch aus der Umklammerung der IG BCE befreien müssen.“ Jan Pehrke, ebenfalls im CBG-Vorstand, ergänzt: „Wir hoffen, dass die Grünen nicht zugunsten einer Macht-Perspektive von ihrer grundsätzlichen Ablehnung von Gentechnik, CO-Pipeline und Kohleverstromung abrücken. Wir benötigen deutliche Akzente für einen ökologischen Umbau der Wirtschaft!“. Mehr dazu (112 KB)

 

23.06.2010 - CBGnetwork - Versuchskaninchenstall »Dritte Welt«

Pharmafirmen testen ihre Produkte billig und praktisch unkontrollierbar in den ärmsten Regionen

»Auch als Ressource wird Indien für die Pharma-Sparte interessant«, schrieb das »Handelsblatt« schon 2007 über die Aktivitäten des Pharmakonzerns Bayer auf dem Subkontinent. »Er lässt dort bereits sechs neue Medikamente testen. Das bringt deutliche Ersparnisse und ein schnelleres Entwicklungstempo.« Die Firmen, die für den Leverkusener Multi klinische Studien übernehmen, sprechen eine ähnliche Sprache: Igate verweist auf ein »Rohmateriallager« von 40 Millionen AsthmatikerInnen, 34 Millionen DiabetikerInnen und 8 bis 10 Millionen HIV-Infizierten, das Institut Parexel wirbt mit »Rich-World-Illnesses« (Wohlstandskrankheiten) sowie Indiens genetischer Vielfalt als Standortfaktor, und CSC Pharmaceuticals hat »große Quantitäten« im Angebot, »die für klinische Tests offeriert werden können«.

Für diese Tests, die meist neue Anwendungsbereiche für alte Medikamente suchen, reicht das »Rohmateriallager Indien« aber nicht. Darum erschließt Bayer als zusätzliche »Ressourcen« Kolumbien, Pakistan, Moldawien, die Philippinen, China, Russland und andere Nationen mit hoher Armut. Mitbewerber gehen ähnlich vor, was Arzneitests in solchen Ländern rasant zunehmen lässt. Auf 18 000 bis 24 000 jährlich schätzt eine Untersuchung des niederländischen Forschungszentrums SOMO ihre Zahl. Mehr dazu (108KB)

 

31.05.2010 - CBGnetwork - Presserat verhängt „öffentliche Rüge“

Werbetext von Daimler und Bayer als redaktioneller Beitrag getarnt / Einflussnahme großer Unternehmen in der Kritik 

Der Deutsche Presserat hat heute einen Verstoß der Sindelfinger Zeitung / Böblinger Zeitung (SZBZ) gegen den Pressekodex festgestellt. Von den vier möglichen Sanktionsmöglichkeiten wurde die schärfste („öffentliche Rüge mit Abdruckverpflichtung“) verhängt.

Der Presserat hatte sich auf Antrag der Coordination gegen BAYER-Gefahren mit dem am 5. Februar erschienenen Artikel Grundstoff für Biodiesel-Produktion befasst. Darin wird ein Projekt der Firmen Daimler und Bayer zum Anbau der ölhaltigen Pflanze Jatropha in Indien vorgestellt. Als Autor wird SZBZ-Redakteur Werner Eberhardt genannt. Einen Tag zuvor war der Artikel jedoch wortgleich auf der homepage der Daimler AG erschienen. Als Copyright wurde angegeben „Daimler AG. Alle Rechte vorbehalten“. Da die Veröffentlichung in der SZBZ nicht als Anzeige gekennzeichnet war, verstößt der Abdruck gegen Ziffer 7 des Pressekodex („Trennung zwischen redaktionellem Text und Veröffentlichungen zu werblichen Zwecken“). Mehr dazu (20 KB)

 

17.05.2010 - CBGnetwork – Einwendungen gegen das Steinkohlekraftwerk im BAYER-Werk Krefeld

Ab dem 14. Mai 2010 wird der Antrag der Firma Trianel zum Bau eines Kohlekraftwerks in Krefeld-Uerdingen einen Monat lang ausgelegt. Bis zum 28. Juni haben Bürgerinnen und Bürger Gelegenheit, ihre Kritik an dem Vorhaben vorzubringen. Ein Erörterungstermin für die Einwender wird voraussichtlich ab 20. September 2010 in Krefeld stattfinden. Eine digitale Version der Antragsunterlagen finden Sie hier: http://www.brd.nrw.de/umweltschutz/immissionsschutz/Steinkohlekraftwerk_Krefeld-Uerdingen.html

Für das Krefelder Stadtgebiet werden zig-tausende Sammeleinwendungsvordrucke an die Privathaushalte ausgeliefert. Natürlich können Sie sich den Einwendungsvordruck auch digital downloaden und selbst ausdrucken: http://nuv-online.de/wp-content/uploads/2010/05/einwendung_krefeld_internet.pdf

In diesem Zusammenhang weisen wir auch darauf hin, dass aufgrund der klimaschädlichen Auswirkungen des Kraftwerks auch Einwendungen außerhalb von Krefeld und Duisburg bei diesem Verfahren akzeptiert werden.

Bis zu 10 Personen können sich je Vordruck durch ihre Anschrift und Unterschrift kritisch zum Kraftwerk äußern. Nur diejenigen Personen, die von der Möglichkeit einer Einwendung Gebrauch gemacht haben, dürfen auch an der Erörterung des Projektes ab dem 20. September im Seidenweberhaus teilnehmen. Mehr dazu (16 KB)

 

07.05.2010 - CBGnetwork – VDI - Chlorchemie verabschiedet sich von Steinzeittechnologie

Europäische Unternehmen sollen ihre Anlagen regelmäßig auf den neuesten Stand der Technik bringen – um die Energie- und Rohstoffeffizienz zu erhöhen und um Mensch und Umwelt besser zu schützen. Doch mancherorts haben noch sehr alte Anlagen eine Genehmigung. In der Chlorproduktion will Bayer jetzt seine Anlagen auf umweltverträglichere Verfahren umrüsten.

„Das Amalgamverfahren ist eine Steinzeittechnologie“, kritisiert Philipp Mimkes vom Umweltverband Coordination gegen Bayer-Gefahren in Düsseldorf. Seit Herbst 2007 dürfte kein Chlor mehr auf diese Weise hergestellt werden.

Die Chlorindustrie sieht das anders. „Es ist sehr wohl eine bewährte und optimierte Technik mit behördlicher Genehmigung“, betont Rainer Münstedt von Bayer MaterialScience. Er ist Standortleiter Basischemikalien im Chempark Uerdingen und u. a. für die Chlorchemie und Koppelprodukte zuständig. Mehr dazu (28 KB)

 

04.05.2010-CBGnetwork–PM–Kohlekraftwerkskritiker fühlen sich von Bayer hinters Licht geführt“

Seit Dezember 2006 fordern Kritiker des geplanten Steinkohlekraftwerks im Chempark Uerdingen den Bau eines Gas-und Dampfturbinenkraftwerks. Gebetsmühlenartig wurde von Bayer-Werksleitern entgegnet, dass dies nicht in das Energiekonzept des Uerdinger Chemparks passe. Man wolle sich nicht noch mehr vom Gas, besonders Russengas, abhängig machen und setze somit auf einen deutlichen Energiemix mit Kohle.

Tatsächlich hat man sich inzwischen eine neue Erdgaspipeline der Firma WINGAS ins Uerdinger Werk legen lassen, die von Düsseldorf-Hubbelrath bis Uerdingen parallel zur CO-Pipeline verläuft Mehr dazu (16 KB)

 

01.05.2010 - CBGnetwork – 50 Jahre „Pille“: Die andere Bilanz

Yasmin-Opfer: Bewegende Reden in BAYER-Hauptversammlung

Felicitas Rohrer und Kathrin Weigele erlitten nach der Einnahme von Antibaby-Pillen schwere Lungenembolien und bleibende Gesundheits-Schäden. Beide sprachen in der gestrigen BAYER-Hauptversammlung und lösten bei den rund 3000 Aktionären große Betroffenheit aus.

Felicitas Rohrer: „Ich habe die Pille Yasminelle nur acht Monate lang genommen und muss mein ganzes Leben dafür büßen. Nicht nur, dass ich mit der Nahtoderfahrung, den Operationen, den Narben und der langen Zeit in Krankenhäusern fertig werden muss – ich werde auch jeden Tag von neuem daran erinnert, was passiert ist. Die Folgen der Lungenembolie werden mich mein Leben lang begleiten, in Form von blutverdünnenden Medikamenten, einem Kompressionsstrumpf, Lymphabflussstörungen und Thromben, die immer noch in den Beckenvenen festsitzen. Die Pille hat meinen Körper kaputt gemacht, ohne dass ich etwas dafür kann. Ich habe nie geraucht, bin nicht übergewichtig und habe immer viel Sport getrieben. Deshalb muss Bayer Verantwortung übernehmen und nicht so tun, als gäbe es uns Opfer nicht“. Mehr dazu (24 KB)

 

29.04.2010 - CBGnetwork - BAYER: Neuer Chef mit Karikatur begrüßt

clip_image002-kNachdruck erlaubt / rund 15 Kritiker in morgiger Hauptversammlung

Die Coordination gegen BAYER-Gefahren begrüßt den designierten BAYER-Vorstandsvorsitzenden Marijn Dekkers anlässlich der morgigen BAYER-Hauptversammlung mit einer eigens angefertigten Karikatur.

Hubert Ostendorf vom Vorstand der Coordination gegen BAYER-Gefahren: „Die Bilanz von Marijn Dekkers als Manager in den USA lässt befürchten, dass BAYER auch künftig Gewinne zu Lasten der Mitarbeiter und der Umwelt erwirtschaften wird.“Mehr dazu (64 KB)

 

28.04.2010 - CBGnetwork - Nanotubes: Kritik in BAYER-Hauptversammlung

Gefahrenpotential weitgehend unbekannt / Umweltverbände fordern öffentliches Genehmigungsverfahren / weltgrößte Produktionsanlage in Leverkusen als „Technikum“ eingestuft / 4000 Aktionäre zur HV am Freitag erwartet

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) NRW, die Coordination gegen BAYER-Gefahren und der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) kritisieren die Inbetriebnahme einer Produktionsanlage für sogenannte Carbon Nanotubes in Leverkusen. Die weltweit größte Anlage ihrer Art, die Ende Januar die Produktion aufgenommen hat, war von der Bezirksregierung Köln als „Versuchsbetrieb“ eingestuft worden und deshalb von einem Genehmigungsverfahren nach den Vorschriften des Bundesimmissionsschutzgesetzes befreit. Der Bau der Fabrik beruht lediglich auf einer Genehmigung des Leverkusener Bauamts.

Claudia Baitinger vom BUND NRW: „Bei allem Respekt: ein Bauamt ist nicht in der Lage, die Risiken von neuartigen Stoffen zu prüfen. Wir fordern ein Genehmigungsverfahren unter Beteiligung der Öffentlichkeit sowie eine toxikologische Bewertung der in Leverkusen produzierten Nanotubes!“.  Baitinger wird zum Thema in der BAYER-Hauptversammlung am 30. April in den Kölner Messehallen sprechen. Rund 4.000 Aktionäre nehmen an der Veranstaltung teil. Mehr dazu (20 KB)

 

26.04.2010 - CBGnetwork - Köln: Proteste zur BAYER-Hauptversammlung

Noch Mitstreiter gesucht / CO-Pipeline, Pestizide und Antibabypillen in der Kritik

ORT: Messe Köln (Eingang Nord, Messehalle 7, Deutz-Mülheimer-Straße 111)

ZEIT: Freitag, 30. April, ab 8.30 Uhr

Am 30. April findet in Köln die Aktionärsversammlung der BAYER AG statt. Innerhalb und außerhalb der Hauptversammlung sind Kritiker aktiv und nehmen Stellung zur Kehrseite der Bilanz des Konzerns. Schwerpunkte der Proteste sind Nebenwirkungen der BAYER-Antibabypille „Yasmin“, die geplante CO-Pipeline quer durch NRW, Bienensterben durch BAYER-Pestizide und der Bau des Kohlekraftwerks im BAYER-Werk Uerdingen.

Es werden Aktionsgäste aus dem In- und Ausland erwartet. Jede weitere Unterstützung ist willkommen. Mehr dazu (16 KB)

16.04.2010 – CBGnetwork - BAYER: Erneute Millionenstrafe wegen Gen-Reis

Der BAYER-Konzern muss amerikanischen Bauern wegen der Verunreinigung von Feldern mit Gen-Reis rund 50 Millionen US-Dollar Schadenersatz zahlen. Das entschied gestern Abend eine Jury in Little Rock im US-Staat Arkansas.

Dies ist bereits die vierte und mit Abstand höchste Strafzahlung, zu der die Firma BAYER CropScience wegen der von ihr entwickelten Reissorte Liberty Link gerichtlich verpflichtet wurde. Die gegen das von BAYER produzierte Herbizid Glufosinat resistente Reis-Sorte LL 601 war im Jahr 2006 weltweit in den Handel geraten, obwohl hierfür keine Zulassung vorlag. BAYER und die Louisiana State University hatten einige Jahre zuvor Freilandversuche mit der genmanipulierten Sorte durchgeführt, bei der es wahrscheinlich zu den Auskreuzungen kam. Der genaue Hergang konnte trotz einer mehrjährigen Untersuchung nicht geklärt werden. Insgesamt fordern bis zu 3000 Landwirte in den USA Entschädigung. Der Schaden wird auf bis zu 1,3 Milliarden Dollar geschätzt. Mehr dazu (52 KB)

 

08.04.2010 – CBGnetwork - Bayer & Co. rüsten auf

Den großen Konzernen drohen schon bald die Rohstoffe auszugehen. Darum nehmen sie für die Nachschubsicherung zunehmend auch das Militär in die Pflicht. Lesen Sie hierzu einen Artikel von Jan Pehrke von der Coordination gegen BAYER-Gefahren, der heute in der Tageszeitung Neues Deutschland erschienen ist. Wir dokumentieren hier den ungekürzten Text

Die Rohstoffquellen der Konzerne versiegen - neue Strategien müssen her

Erdöl stellt für Bayer & Co. die mit Abstand wichtigste Rohstoffquelle dar. Über drei Prozent der Jahresproduktion geht an die Chemiebranche. Allein die bundesdeutschen Multis brauchen pro Jahr 14 Millionen Tonnen des Stoffes, dessen Reserven bereits zu rund 40 Prozent ausgeschöpft sind. Der Leverkusener Multi kann seinen Bedarf noch etwa 20 Jahre decken, prognostizieren Konzernstrategen, dann dürfte es knapp werden. Deshalb plädieren sie schon mal fürs Umverteilen und fordern, "einen größeren Anteil des Rohöls für die chemische Industrie zu verwenden" statt es - etwa in Heizungen - "einfach zu verfeuern".

Bereits jetzt führt die Abhängigkeit vom kostbaren Gut zu Kräfteverschiebungen auf dem Weltmarkt. So haben die Förderländer ihre Einnahmen genutzt, um eigene Industrien aufzubauen und so die Wertschöpfungskette zu verlängern. Besonders die in den Vereinigten Arabischen Emiraten ansässige International Petroleum Investment Company (IPIC) entwickelt sich mehr und mehr zu einem ernst zu nehmenden Konkurrenten für die westlichen Unternehmen. Sie hält seit Längerem eine Beteiligung an der österreichischen Firma Borealis und kaufte jüngst den bundesdeutschen Anlagebauer Ferrostal sowie den kanadischen Konzern Novo. Auch mit Bayer begann die IPIC Verhandlungen. Mehr dazu (52 KB)

 

24.03.2010 - CBGnetwork - BAYER-Hauptversammlung: Kritiker reichen Gegenanträge ein

Schwerpunkte: Risiken von Antibaby-Pillen, Klima-Emissionen von BAYER, Störfälle, CO-Pipeline und hoher Wasserverbrauch / Protestaktionen am 30. April in Köln angekündigt

Die Coordination gegen BAYER-Gefahren hat Gegenanträge zur BAYER-Hauptversammlung eingereicht. Wegen einer Vielzahl schwerer Missstände fordern die Konzernkritiker die Nicht-Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat. Die Gegenanträge wurden heute auf der BAYER-homepage unter www.hv2010.bayer.de/de/gegenantraege.aspx veröffentlicht. 

Schwerpunkte der Protestaktionen vor den Kölner Messehallen sind die Risiken von Antibabypillen („Yasmin“) und anderer Pharmazeutika, Klima-Emissionen von BAYER, die Gefahren der geplanten Kohlenmonoxid-Pipeline, gefährliche Pestizide, gentechnisch verändertes Saatgut sowie Störfälle bei BAYER. Mehrere Kritiker werden in der Versammlung sprechen. Interessenten sind herzlich eingeladen, an den Aktionen teilzunehmen. Mehr dazu (56 KB)

 

15.03.2010 - CBGnetwork - Schlaraffenland für Pharmahersteller

Das Neue Deutschland führte ein Interview mit Philipp Mimkes von der Coordination gegen BAYER-Gefahren zu den Plänen von Gesundheitsminister Rösler, die Arzneikosten zu senken. Weitere Informationen zum Einfluss der Pharma-Industrie auf Politik und Gesellschaft finden sich unter www.cbgnetwork.org/1.html

Die Lobby der Pharmaindustrie ist so einflussreich, dass selbst Bundesregierungen nicht dagegen ankommen, sagt Philipp Mimkes. Als Geschäftsführer der Coordination gegen Bayer-Gefahren (CBG) beschäftigt sich der Diplom-Physiker (42) seit Jahren mit den Machenschaften der Pharmabranche. Auch der neue Gesundheitsminister wird nicht für merklich sinkende Ausgaben für oft nutzlose Arzneimittel sorgen. Mit Mimkes sprach Kurt Stenger.

ND: Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) möchte den Anstieg der Arzneimittelkosten begrenzen. Beginnt bei Bayer und anderen forschenden Pharmaherstellern nun das große Zittern?

Mimkes: Das wage ich zu bezweifeln. Die genauen Vorschläge liegen zunächst einmal noch gar nicht auf dem Tisch, und der Widerstand auch aus den Reihen der FDP wächst. Ansätze zu einer wirklichen Kostenreduzierung im Gesundheitswesen sind aber gerade von der FDP, die bislang für knallharte Klientelpolitik steht, nicht zu erwarten. Schließlich hat Herr Rösler erst kürzlich den Chef des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), Peter Sawicki, demontiert. Dieser war einer der Wenigen, der sich getraut hat, der Pharmaindustrie die Stirn zu bieten. Von daher ist Skepsis angebracht. Mehr dazu (24 KB)

12.03.2010 – CBGnetwork - Indien: Störfall in Pestizid-Fabrik von BAYER

Hochgiftige Gase ausgetreten / Mitarbeiter getötet / Verkaufs-Stopp gefordert

In einer Fabrik von BAYER CropScience im indischen Ankleshwar kam es gestern früh zu einem schweren Unfall. Nach einem Feuer traten über einen Zeitraum von rund 90 Minuten die hochgiftigen Gase Mercaptan und Phosphortrichlorid aus. Ein 27-jähriger Ingenieur kam ums Leben. Der Störfall ereignete sich in einer Anlage, in der das hochgiftige Pestizid Ethoprop produziert wird.

Auch außerhalb der Fabrik wurden hohe Konzentrationen giftiger Stoffe gemessen. Ein Sprecher der Polizei berichtete gegenüber der Times of India: „Nachdem wir mehrere Beschwerden wegen Übelkeit und Erbrechen erhalten hatten, begannen wir mit den Luftmessungen. Diese ergaben eine hohe Konzentration von Chemikalien in der Luft.“ Mehr dazu (32 KB)

 

23.02.2010 – CBGnetwork - HIV-infizierte Bluter:

„BAYER muss Entschädigung sicherstellen“

Wissentliche Infizierung Tausender Bluter / Hilfsfonds fast leer / Industrie will Zahlung reduzieren

Die Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) fordert den BAYER-Konzern auf, die Finanzierung des Entschädigungsfonds für HIV-infizierte Bluter langfristig sicherzustellen. Bis 1986 waren Tausende Hämophile durch Blutprodukte des Unternehmens infiziert worden, obwohl seit 1982 Methoden vorlagen, das Virus durch eine Wärmebehandlung unschädlich zu machen.

Hubert Ostendorf vom Vorstand der CBG: „Als Hauptverantwortlicher des Skandals um HIV-verseuchte Blutprodukte darf sich die Firma BAYER nicht aus der Verantwortung stehlen! Den Opfern muss ein würdiges Leben ermöglicht werden. Die Kosten hierfür muss der Verursacher tragen, nicht die Allgemeinheit.“ Die Coordination gegen BAYER-Gefahren fordert zudem seit langem eine strafrechtliche Verfolgung der Zuständigen bei BAYER. Mehr dazu (20 KB)

 

12.02.2010 - CBGnetwork - „Die Macht der Pharma-Lobby ist riesig“

BAYER & Co. schassen Sawicki

„Hier ist im Prinzip der beste Pharma-Kritiker, den wir in Deutschland überhaupt gehabt haben, geopfert worden für die Interessen der Industrie“, so kommentierte der sozialdemokratische Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach den Rausschmiss Peter Sawickis als Leiter des Arzneimittel begutachtenden „Institutes für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen“ (IQWiG). Und in der Tat haben BAYER & Co. sich von Anfang an gegen eine solche Einrichtung im Allgemeinen und Sawicki als Chef im Besonderen gewehrt. Der Facharzt für Innere Medizin und Diabetologie war für BAYER kein Unbekannter, hatte er doch in der Vergangenheit Kritik an seinem Diabetikum GLUCOBAY und seinem Herz/Kreislauf-Präparat ADALAT geübt.

So hat dann der vom Leverkusener Multi gegründete „Verband der Forschenden Arzneimittel-Hersteller“ (VFA) dem IQWiG seit seinem Arbeitsbeginn im September 2004 keine Ruhe gelassen. Ob die Institution Insulin-Innovationen, Alzheimer-Mittel oder Cholesterinhemmer analysierte, Asthma- oder Prostata-Therapien bewertete oder zu Stammzellen-Transplantationen Position bezog - dem VFA passte die ganze Richtung nicht. Dabei hatte gerade BAYER eigentlich gar keinen besonderen Grund, dem Arznei-TÜV zu grollen. Es ließ keine Pille aus Leverkusen durchfallen und stellte ASPIRIN bei der Behandlung von Herzinfarkten und Schlaganfällen sogar ein gutes Zeugnis aus. Nur zu einem Medikament des Konzerns äußerte sich der IQWiG-Leiter während seiner Amtszeit kritisch: zu dem schließlich auch vom Markt genommenen, zur Blutstillung bei Operationen eingesetzten TRASYLOL. Mehr dazu (36 KB)

 

10.02.2010 – CBGnetwork - Generika: BAYER-Klage gegen indische Regierung abgewiesen

Urteil online unter: www.cbgnetwork.de/downloads/Bayer_v._Union_of_India.pdf

10. Feb - Der High Court im indischen Neu Delhi hat gestern eine Klage des Pharmaunternehmens BAYER gegen die indische Regierung sowie den Generika-Produzenten Cipla abgewiesen. Bayer hatte mit der Klage die Zulassung eines generischen Krebsmedikaments verhindern wollen. Das Verfahren galt als Musterprozess, da es multinationalen Unternehmen im Falle eines Erfolges künftig erlaubt hätte, die Zulassung von Generika mit Hilfe des Patentrechts zu verzögern.

Philipp Mimkes von der Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG): „Indien ist weltweit der wichtigste Lieferant günstiger Pharmazeutika. Das Urteil des High Court in Neu Delhi ist daher ein Meilenstein. Ein Erfolg von BAYER hätte schwerwiegende Folgen für die Gesundheitsversorgung gehabt - besonders für Patienten in armen Ländern.“

Dr. Christiane Fischer von der BUKO Pharma-Kampagne: „Das Urteil hilft, dass preiswerte Generika jetzt früher produziert werden können und jeder Tag früher rettet viele Menschenleben! Denn Patente sind für die Armen eine Frage von Leben und Tod!“. Mehr dazu (24 KB)

 

04.02.2010 – CBGnetwork - Spanien: BAYER zu Entschädigung verurteilt

„mangelhafte“ Warnung vor Risiken von Cholesterinsenkern / Gefahren firmenintern bekannt / strafrechtliche Konsequenzen gefordert

Der Gerichtshof von Cornellà de Llobregat, einem Vorort von Barcelona, hat den BAYER-Konzern zu einer Strafzahlung von 145.000 Euro verurteilt. Der Kläger, Cayo Yánez, hatte nach der Einnahme des Cholesterinsenkers Liposterol im Jahr 2001ein Nierenversagen erlitten und auf Entschädigung geklagt.

Liposterol enthielt den Wirkstoff Cerivastatin, der von BAYER unter den Namen Lipobay und Baycol weltweit vertrieben wurde. In Spanien hatte BAYER dem Unternehmen Vita Científica eine Lizenz erteilt, den Wirkstoff zusätzlich unter dem Produktnamen Liposterol zu verkaufen. Das Gericht hatte am 19. Januar zunächst Vita Científica verurteilt. Das Urteil wurde nun überarbeitet und die Entschädigungszahlung BAYER auferlegt. In der Urteilsbegründung heißt es, dass der Beipackzettel in „mangelhafter Weise“ vor den Gefahren eines Muskelzerfalls (Rhabdomyolyse), insbesondere den damit einhergehenden Nierenschäden, warnte.

BAYER hatte den Wirkstoff im August 2001 weltweit vom Markt genommen, nachdem es zu mindestens 100 Todesfällen gekommen war. Interne Dokumente, die durch Gerichtsverfahren in die Öffentlichkeit gelangten, zeigen, dass das Risiko firmenintern zuvor lange bekannt war – schwere Nebenwirkungen traten bis zu zehn mal häufiger auf als bei Produkten der Konkurrenz. Selbst ein BAYER-Mitarbeiter riet angesichts des stark erhöhten Risikos dazu, „den Marketing-Enthusiasmus zu dämpfen“. Die Firmenleitung ignorierte die Warnungen jedoch jahrelang. Mehr dazu (20 KB)

 

25. Januar 2010 – CBGnetwork – Wahlsieger BAYER: „Ein positives Signal“

Nicht nur zur Weihnachtszeit: Die neue schwarz-gelbe Koalition hat die Wunschliste großer Unternehmen in ihrem Regierungsprogramm konsequent abgearbeitet.

Ein bisschen BAYER musste auch direkt an den Koalitionsverhandlungen von CDU und FDP beteiligt sein: In den Präsentkörben, die den PolitikerInnen helfen sollten, die langen Nächte durchzustehen, fanden sich neben Schokoriegeln und Frucht-Mixen auch ASPIRIN-Packungen. Aber es lag wohl nicht nur daran, dass die Begehrlichkeiten des Leverkusener Multis der neuen Regierung kaum Kopfschmerzen bereiteten: Merkel & Co. kamen fast allen Wünschen des Unternehmens nach. So kann sich nun die Steuerabteilung des Konzerns ebenso über die im Koalitionsvertrag festgelegte Politik freuen wie die Pharma-, Gentechnik-, Kunststoff- und Pestizid-Sparte. Mehr dazu (40 KB)

 

25. Januar 2010 – CBGnetwork – CO2-Pipeline-Pressespiegel

Ruhr Nachrichten, 25. Januar 2010 Wegen Bombenverdachts:

Umstrittene Pipeline muss wieder ausgegraben werden

WAZ, 18.01.2010 Verwaltungsgericht bestellt zwei neutrale Gutachter

Die 3. Kammer des Verwaltungsgerichts beauftragt Spezialisten zur Erdbebensicherheit und Materialeignung im Rechtsstreit um die Kohlenmonoxid-Leitung von Bayer. In Mündelheim wurde bisher nur Metallschrott gefunden, so der Kampfmittelbeseitigungsdienst. Mehr dazu (16 KB)

 

15. Januar 2010 – CBGnetwork - USA: Verkauf von BAYER-Pestizid verboten

Gefahr für Bienen / weitere Verbote gefordert / „alle Studien offen legen“

In den USA ist von heute an der Verkauf des Pestizids Spirotetramat verboten. Vorausgegangen war eine Klage des Umweltverbands Natural Resources Defense Council (NRDC). Das NRDC hatte bemängelt, dass die Risiken für Bienen bei der Zulassung des Wirkstoffs nicht berücksichtigt worden waren. Spirotetramat ist in den BAYER-Produkten Movento and Ultor enthalten. In Deutschland ist das Insektizid nicht auf dem Markt, in Österreich hingegen erhielt es eine Zulassung.

Aaron Colangelo, Anwalt des NRDC: „Zwar hat die Umweltbehörde Environmental Protection Agency (EPA) Risiken von Movento für Bienen festgestellt. Diese Erkenntnisse wurden bei der Zulassung jedoch ignoriert.“ Nach Angaben der EPA zeigten die von BAYER eingereichten Unterlagen, dass Bienen das Pestizid mit der Nahrung in den Bienenstock einbringen, wodurch die Fortpflanzungsfähigkeit der Insekten beeinträchtigt werde. Die von Bienen aufgenommenen Mengen des Wirkstoffs führten zu einer „signifikanten Sterblichkeit“ und einer „massiven Verwirrung“ von Bienen und Larven. Dennoch war Movento in den USA im Juni 2008 zugelassen worden. „Wir dürfen nicht zulassen, dass BAYER solch ein unkontrolliertes Experiment an Bienen im ganzen Land durchführt – ohne eine vollständige Kenntnis der Folgen“, so Colangelo weiter. Mehr dazu (20 KB)

 

07. Januar 2010 – CBGnetwork - Feuer bei BAYER Leverkusen: A 59 wegen Rauch gesperrt

Bayer-SicherheitLangzeit-Untersuchung der Anwohner gefordert / Unfallrisiko steigt

Auf dem Gelände der Müllverbrennungsanlage des BAYER-Konzerns in Leverkusen-Bürrig kam es heute Mittag zu einem schweren Brand. Die angrenzende Autobahn A59 musste zeitweise in beide Richtungen gesperrt werden. Nach Angaben der Feuerwehr hatten Paletten mit Spraydosen und Lösungsmitteln in einem Sondermüll-Lager Feuer gefangen. Es kam zu einer "enormen Rauchentwicklung", der Rauch zog auch über die Innenstadt.

Anwohner wollen eine Explosion gehört haben und berichten, dass über dem Stadtteil Rheindorf ein Ascheregen niederging. Zeitweise war über der ganzen Stadt eine Rauchsäule zu sehen. Anwohner wurden aufgerufen, ihre Fenster zu schließen. Das Unternehmen verlautete, dass keine Gefahr für die Bevölkerung bestehe. Mehr dazu (48 KB)

 

15. Dezember 2009 – CBGnetwork - Klimawandel fördert Trend zum "Greenwashing"

dpa -- Auf einer saftgrünen Wiese weiden Schafe, in der Ferne ist unter schweren Wolken das Kernkraftwerk Brunsbüttel zu sehen. "Jahreserzeugung: 6 Mrd. kWh, CO2-Ausstoß: Null", ist an der Seite der Anzeige zu lesen. Links über der idyllischen Szenerie steht: "Deutschlands ungeliebte Klimaschützer". Ein anderer Slogan der Serie lautet: "Dieser Klimaschützer kämpft 24 Stunden am Tag für die Einhaltung des Kyoto-Abkommens." Auch wenn das AKW Brunsbüttel nach Zwischenfällen derzeit nicht mehr am Netz ist, die 2007 gestartete Kampagne des Deutschen Atomforums ist eines der bekanntesten Beispiele für das "Greenwashing". Aber auch Politiker neigen zur Grünfärberei - etwa bei dem Beschönigen von Klimabeschlüssen, monieren Klimaschützer. Mehr dazu (32 KB)

 

09. Dezember 2009 – CBGnetwork - GenReis: BAYER muss Schadenersatz leisten

$2 Mio Entschädigung / „EU-Importzulassung ablehnen!“

Das Bezirksgericht von St. Louis hat zwei Landwirten, deren Reisernte durch genmanipulierte Sorten der Bayer CropScience AG verunreinigt worden war, eine Entschädigung von knapp zwei Millionen Dollar zugesprochen. Das Verfahren gilt als Testlauf für bis zu 3000 Klagen geschädigter Reisbauern in den US-Bundesstaaten Missouri, Alabama, Arkansas, Texas und Mississippi.

„Dies ist ein großer Erfolg für alle amerikanischen Landwirte, die durch die Liberty Link-Kontamination geschädigt wurden“, so Johnny Hunter, einer der beiden Kläger. „Ich hoffe sehr, dass die Firma BAYER durch dieses Urteil gezwungen wird, ihre unverantwortlichen Testprogramme einzustellen“, so Hunter weiter. Die Geschworenen hatten die Sicherheitsvorkehrungen der Firma als „nachlässig“ bezeichnet und den Forderungen von Hunter fast vollständig stattgegeben. Adam Levitt, einer der Anwälte der Kläger, rechnet mit Schadenersatz-Zahlungen in Höhe von mehreren hundert Millionen Dollar. Die nächsten Verfahren finden im Januar statt. 

Im Jahr 2006 war gentechnisch veränderter Langkorn-Reis, der gegen das hochgefährliche Herbizid Glufosinat resistent ist („Liberty Link-Reis“), weltweit in Supermärkten aufgetaucht, obwohl zu diesem Zeitpunkt nirgendwo eine Zulassung für die Sorte vorlag. Rund 30% der US-amerikanischen Ernte war verunreinigt, die EU und Japan stoppten daraufhin Reisimporte aus Nordamerika. Laut einer Studie von Greenpeace entstand den betroffenen Landwirten ein Schaden von 1,2 Milliarden Dollar. BAYER und die Louisiana State University hatten einige Jahre zuvor Freilandversuche mit der genmanipulierten Sorte durchgeführt, bei der es wahrscheinlich zu den Auskreuzungen kam. Der genaue Hergang konnte trotz einer mehrjährigen Untersuchung nicht geklärt werden. Mehr dazu (36 KB)

 

07. Dezember 2009 – CBGnetwork - Zum Start der UN-Klimakonferenz: Mahnwache vor BAYER-Zentrale in Leverkusen

Mahnwache vor BAYER-Zentrale-kKonzern verweigert Annahme von Offenem Brief / Kohle- und Müllkraftwerke geplant

Anlässlich des heutigen Beginns des Weltklimagipfels in Kopenhagen fordern Umweltschützer eine drastische Reduktion des CO2-Ausstoßes der BAYER AG sowie einen Verzicht auf neue Kohle- und Müllkraftwerke. Vor der Konzernzentrale in Leverkusen wurde heute Vormittag eine Mahnwache abgehalten. Das Unternehmen verweigerte die Annahme eines Offenen Briefs an BAYER-Chef Werner Wenning. (24 KB)

Philipp Mimkes von der Coordination gegen BAYER-Gefahren: „Das Unternehmen BAYER bekennt sich öffentlich zum Klimaschutz. Trotzdem ist der jährliche CO2-Ausstoß des Konzerns mit rund 8 Mio Tonnen unvermindert hoch und soll bis zum Jahr 2020 in etwa konstant bleiben. Emissionen in dieser Höhe sind mit wirksamen Klimaschutz unvereinbar!“. Ein Grund für die hohen Emissionswerte des Unternehmens ist der Bezug von Energie aus Stein- und Braunkohlekraftwerken. Zudem sind in mehreren BAYER-Werken neue Kohle- und Müllkraftwerke geplant. Mehr dazu (92 KB)

02. Dezember 2009 – CBGnetwork - "Konzern-Gier ist für Bhopal verantwortlich"

Bhopal-kMorgen jährt sich die Katastrophe von Bhopal, der schwerste Chemie-Unfall der Geschichte, zum 25. Mal. Die Coordination gegen BAYER-Gefahren sprach zu diesem Anlass mit Rachna Dhingra (32) von der International Campaign for Justice in Bhopal. Der BAYER-Konzern betreibt in den USA das "Schwester-Werk" der Anlage von Bhopal, dort kam es im vergangenen Jahr zu einem schweren Störfall.

Rachna, warum engagieren Sie sich bei der INTERNATIONAL CAMPAIGN FOR JUSTICE IN BHOPAL?

Jeder Mensch ist durch eine persönliche Erfahrung motiviert. Für mich war es die Tatsache, dass das Unternehmen, für das ich arbeitete, mehr um seine Profite besorgt war als um das Wohlergehen der Menschen (Anmerkung: Es handelt sich dabei um den Konzern DOW CHEMICAL, der 2001 den Bhopal-Betreiber UNION CARBIDE übernommen hat). Ich kam nach Bhopal, um die Überlebenden bei ihrem Kampf um eine bessere Gesundheitsfürsorge, um sauberes Trinkwasser und um eine strafrechtliche Verfolgung der verantwortlichen Personen und Unternehmen zu unterstützen. Ein Vierteljahrhundert ist eine lange Zeit, um auf Gerechtigkeit zu warten, und ich hoffe, dass schlussendlich jedem Gerechtigkeit widerfährt. Mehr dazu (124 KB)

 

06. November 2009 – CBGnetwork - „Zahlungen an Mitarbeiter und Zulieferer systematisch verzögert“

Hohe Zinsgewinne für BAYER / Interview mit freien Mitarbeitern veröffentlicht / „Klima der Angst“

Freie Mitarbeiter des BAYER-Konzerns werfen dem Unternehmen vor, Zahlungen an Zulieferer und Mitarbeiter systematisch zu verzögern. Nach Aussage von Sprachlehrern, die seit mehr als fünfzehn Jahren für das Unternehmen arbeiten, sollen ausgehende Zahlungen zwei Monate und länger rausgezögert werden, während eingehende Zahlungen in kürzester Zeit reklamiert werden. Spesenabrechnungen von Mitarbeitern werden über Monate hinweg nicht beglichen.

Demnach existiert bei BAYER eine eigene Arbeitsgruppe, die sich mit der Verzögerung ausgehender Zahlungen beschäftigt. Consulting-Firmen sollen von BAYER angehalten werden, einer Bezahlung von Rechnungen erst nach 90 Tagen zuzustimmen. Durch die Maßnahmen würde BAYER jährlich mehrere hunderttausend Euro einsparen. Mehr dazu (32 KB)

 

04. November 2009 – CBGnetwork - Presse Info -  BAYER-Werk Antwerpen: Gewerkschaften lehnen Lohnkürzungen ab

Die belgischen Gewerkschaften Algemeen Belgisch Vakverbond (ABVV) und ACV Energie-Chemie lehnen die vom BAYER-Konzern geforderten freiwilligen Lohnsenkungen in der Antwerpener Kunststoff-Produktion ab. Das Unternehmen verlangt eine Kürzung des Lohns um 10% oder eine entsprechende Verlängerung der Arbeitszeit. Hierdurch sollen Einsparungen von jährlich 9 Millionen Euro erreicht werden. 

Levi Sollie, Vertrauensmann der ABVV im Antwerpener Werk: „BAYER Antwerpen hat im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn von 190 Millionen Euro verbucht. Vor diesem Hintergrund verlangen wir, dass das Management die Vereinbarungen zu Löhnen und Arbeitszeiten respektiert. Auch werden wir nicht zulassen, dass wir gegen die Kollegen im BAYER-Werk Uerdingen ausgespielt werden.“ Im Werk Krefeld-Uerdingen produziert BAYER ebenfalls Polycarbonate. „Die Vertrauensleute im Antwerpener Werk werden keiner sozialen Demontage zustimmen, wir werden weder zu Lohnsenkungen noch zu Arbeitszeitverlängerungen „Ja“ sagen. Es darf zwischen den einzelnen Werken keinen Wettkampf um die niedrigsten Löhne und die längste Arbeitszeit geben!“, so Sollie weiter. Mehr dazu (20 KB)

 

10. Oktober 2009 - CBGnetwork – Presse Info - BAYER geht in die Offensive

CO-Pipeline: Landesregierung leistet Rückendeckung

Der BAYER-Konzern geht - gestützt auf die Willfährigkeit der Landes- und der Bezirksregierung - in eine neue Offensive: "Wir halten an der CO-Pipeline fest!" ist das Motto der soeben gestarteten millionenschweren Kampagne. Der Chemie-Multi zeigt sich entschlossen, die Pipeline durchzupeitschen. Trotz eines beim Oberverwaltungsgericht Münster anhängigen Verfahrens gegen die Pipeline; trotz zweier negativer Urteile des Verwaltungsgerichts in Düsseldorf; trotz hunderter fachlich und sachlich fundierter Stellungnahmen und Gutachten; trotz der großflächigen tödlichen Gefahren für mehr als Hunderttausend Anwohner; und trotz der seit Jahren anhaltenden Proteste. Der Konzern ist entschlossen, seine Profite zu sichern. Koste es, was es wolle.

In historisch einmaliger Weise steht dem Vorhaben eine außergewöhnlich starke Phalanx der Ablehnung entgegen. Der Protest geht über alle Parteigrenzen hinweg, bezieht alle Stadt-, Gemeinde- und Kreisräte entlang der Trasse ein, wird getragen von Ärzten, Sicherheitskräften, Katastrophenschutz und anderen, wird mit persönlich geleisteten Unterschriften von mehr als 100.000 Menschen aus dem betroffenen Gebiet unterstützt. Mehr dazu (16 KB)

 

07. Oktober 2009 – CBGnetwork - Für Frauen lebensgefährlich

Neuartige Antibabypillen des Pharmakonzerns Bayer-Schering werben mit Lifestylefaktoren wie Gewichtsreduzierung und Aknebehandlung. Wegen schwerster Nebenwirkungen wie Embolien und Thrombosen kam es bisher zu mindestens 50 Todesfällen

Tanya Hayes litt seit ihrem elften Lebensjahr unter Akne. Die 24jährige Studentin ließ sich das Verhütungsmittel »Yasmin« verschreiben, da die Werbung für das Präparat eine positive Wirkung auf Hautausschläge versprach. Vier Monate nach der Einnahme von Yasmin, 2008, klagte die junge Frau plötzlich über Atembeschwerden und starken Husten, nahm diese Gesundheitsstörungen aber nicht allzu ernst. Wenig später folgte der Zusammenbruch: Auf einem Restaurantparkplatz versagte der Kreislauf, und knapp fünf Stunden später war Tanya Hayes tot. Die Notärzte diagnostizierten eine Lungenembolie infolge von verdicktem Blut »verursacht durch Faktoren, die mit der Einnahme von Verhütungsmitteln zusammenhängen«.

Die Schwerstbehinderung der 18jährigen Céline hängt ebenfalls mit der Einnahme von Yasmin zusammen. Die Schweizerin erlitt eine Lungenembolie, die das Gehirn von der Sauerstoffzufuhr abschnitt. Seither ist der Teenager ein Pflegefall, unfähig, sich zu artikulieren und selbständig zu bewegen. Der im Mai bekannt gewordene Fall löste in der Schweiz eine breite Diskussion über die Sicherheit von Antibabypillen sowie eine Untersuchung der Aufsichtsbehörde SwissMedic aus.

Vor zwei Wochen wurde nun der Todesfall der 21jährigen Yvonne B. bekannt. Die junge Frau litt seit Monaten unter Schmerzen im Brustbereich und hatte sich dreimal ärztlich untersuchen lassen. Erst als sie an einer Lungenembolie starb, rückte die wahrscheinliche Ursache in den Fokus – ihr Verhütungspräparat. Yvonne B. hatte seit Ende letzten Jahres das Präparat »Yaz« eingenommen, das ebenso wie »Yasmin« die Hormone Ethinylestradiol und Drospirenon enthält. Die Medikamentenaufsicht vermutet »einen Zusammenhang des Todes mit der Einnahme der Pille«. Mehr dazu (44 KB)

 

23. September 2009 – CBGnetwork - Standort-Erpressung: BAYER erhält $13 Mio Subventionen

US-Städte Berkeley und Oakland gewähren Steuernachlass / Konzern drohte mit Verlagerung

Nach massiven Drohungen des BAYER-Konzerns, Teile der Produktion des Blutgerinnungsmittels Kogenate zu verlagern, gewähren die US-Städte Berkeley und Oakland einen Steuernachlass von über $13 Millionen. Berkeley und Oakland erweitern hierfür eine bestehende Gewerbezone, in der günstigere Steuern und verbilligte Stromtarife gelten. BAYER kündigte daraufhin an, die Produktion von Kogenate im Werk Berkeley auszubauen. Mehr dazu (16 KB)

 

9. September 2009 - CBGnetwork - Kritik an Social Marketing-Kampagnen der Bayer AG

Coordination gegen BAYER-Gefahren - Presse Information- Sponsoring soll negative Berichterstattung in den Hintergrund drängen / Brief an ex-Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer

Die Coordination gegen BAYER-Gefahren kritisiert das sogenannte Social Marketing der Pharma-Industrie. Dieses diene lediglich dazu, Berichte über Nebenwirkungen und andere Probleme in den Hintergrund zu drängen. Die Bayer AG hatte gestern die Stiftung des mit €30.000 dotierten Aspirin Sozialpreis angekündigt, mit dem Sozialprojekte im Gesundheitsbereich ausgezeichnet werden sollen. Das Konzept für die Kampagne stammt von der Agentur Pleon, deren Bereich Health Care von der ehemaligen Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer geleitet wird. Pleon hatte im Vorjahr für Bayer auch eine Kampagne zum Thema Kinderarmut durchgeführt.

In einem Brief der Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) an Fischer heißt es: „Es geht uns nicht darum, das Engagement der beim Aspirin Sozialpreis teilnehmenden Organisationen in Frage zu stellen. Aber es ist wohl unstrittig, dass es der Bayer AG bei solchen aus der Portokasse finanzierten Kampagnen nicht um soziales Engagement, sondern ausschließlich um Werbung geht.“ Die von Pleon für Bayer organisierten Kampagnen seien nicht dazu angetan, die Bevölkerung zu informieren, sondern sollten ein positives Umfeld für Pharmaprodukte schaffen. „Wir können den Versuch des Konzerns, Aspirin als „Wunderpille“ zu vermarkten, nur verurteilen“, heißt es in dem Schreiben weiter. Bayer startete in den USA unlängst die Aspirin-Kampagne Expect Wonders, zu der auch die website www.WonderDrug.com gehört. Mehr dazu (20 KB)

 

01. September 2009 – CBGnetwork - „Gefährliche Antibaby-Pillen vom Markt nehmen!“

Presse Information vom 1. September 2009 - Coordination gegen BAYER-Gefahren

Erhöhtes Risiko von Thrombosen und Embolien / Werbung auf junge Frauen ausgerichtet / Geschädigte fordern Verbot / fünfzig Todesfälle in den USA geschätzt

Die Coordination gegen BAYER-Gefahren fordert ein Verbot der Antibaby-Pillen Yasmin, Yasminelle und Petibelle, deren Einnahme mit einem erhöhten Thrombose- und Embolie-Risiko verbunden ist. Jüngste Studien zeigen, dass Yasmin das Risiko gefährlicher Blutgerinnsel gegenüber älteren Präparaten fast verdoppelt. Der BAYER-Konzern erlöste mit der Yasmin-Produktgruppe im vergangenen Jahr 1,2 Milliarden Euro, BAYER ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer bei hormonellen Verhütungsmitteln. Mehr dazu (24 KB)

 

25. August 2009 - German-Foreign-Policy - Großkunde Pentagon

WASHINGTON/LEVERKUSEN/MÜNCHEN (Eigener Bericht) - Deutsche Konzerne sichern ihre Millionengeschäfte mit dem Pentagon durch Sonderzuwendungen an Beschäftigte der US-Streitkräfte ab. Dies berichten deutsche und US-amerikanische Nicht-Regierungsorganisationen. Demnach bezahlen vor allem Unternehmen der Pharma- und der Medizintechnik-Branche Mitarbeitern von US-Militärkrankenhäusern Reisekosten zu "Kongressen" und zu "Trainings", unter ihnen Prothesen-Hersteller, aber auch Bayer und Siemens. Beide Konzerne gehören schon seit Jahren zu den Geschäftspartnern des US-Verteidigungsministeriums. Die Ausgaben des Pentagon für die medizinische Versorgung der US-Soldaten sind mit den Kriegen in Afghanistan und im Irak stark gestiegen, Beobachtern zufolge könnten sich allein die Aufwendungen für Medikamente bis 2015 auf rund 15 Milliarden US-Dollar im Jahr verdoppeln. Zu den Firmen, die ihrer Lobbyarbeit beim US-Militär mit der Finanzierung von Reisekosten Nachdruck verleihen, gehören darüber hinaus Ausstatter wie der Sportartikel-Hersteller Adidas. Ein weiterer Interessent am Kriegsgeschäft, Boehringer Ingelheim, operierte bereits während des Krieges in Vietnam als Helfer des Pentagon und lieferte den Grundstoff für das Herbizid Agent Orange - mit bis heute fatalen Folgen für Hunderttausende Vietnamesen. Mehr dazu (42 KB)

 

24. August 2009 – Pressemitteilung – CBGnetwork - BAYER zahlt Reisekosten für Pentagon- Mitarbeiter

Offener Brief: „Keine Geschäfte mit Armeen!“

Das US-Verteidigungsministerium kauft jährlich für fast sieben Milliarden Dollar Arzneimittel ein. Dies sind rund 2% des amerikanischen Verbrauchs. Das Pentagon zählt auch zu den Großabnehmern von Medikamenten made by BAYER. Der Leverkusener Multi betreibt daher eine intensive Kundenpflege und lädt regelmäßig Beschäftigte der US-Streitkräfte, insbesondere Mitarbeiter von Armee-Krankenhäusern, zu Kongressen und „Fortbildungs“-Veranstaltungen ein. Die Kosten - allein die Reisen schlagen mit 46.000 Dollar zu Buche - scheinen für BAYER eine lohnende Investition zu sein. Mehr dazu (20 KB)

 

14. Juli 2009 – CBGnetwork - Kohlenmonoxid-Pipeline stoppen!

Aufkleber und neues Flugblatt streuen 

Düsseldorf, 14. Juli -- Die BAYER AG will weiterhin die umstrittene Kohlenmonoxid-Pipeline quer durch NRW in Betrieb nehmen – trotz der tödlichen Gefahr für Tausende von Anwohnern und trotz des Widerstands einer ganzen Region. Obwohl der Konzern mehrfach vor Gericht scheiterte, halten BAYER und Landesregierung an dem hochgefährlichen Projekt fest. Trotz der jüngsten juristischen Niederlage des Konzern vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf gilt es aber, den Widerstand fortzusetzen. Noch ist die Giftgasleitung nicht gestoppt! Mehr dazu (12 KB)

 

13. Juli 2009 – . CBGnetwork - Presse Information - Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) NRW - Coordination gegen BAYER-Gefahren - Dormagen: Kritik an geplantem Müllkraftwerk

hohe Emissionen / Rauchgasreinigung unzureichend / Müll-Importe befürchtet

Umweltverbände kritisieren den geplanten Bau eines Müllkraftwerks im Dormagener Bayer-Werk und fordern einen Stopp des Projekts. Der nordrhein-westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Coordination gegen BAYER-Gefahren, die Dormagener Agenda 21 e.V. sowie die Verbände Das Bessere Müllkonzept Bayern und Das Bessere Müllkonzept NRW befürchten, dass durch den Bau des Kraftwerks die Menge gesundheitsschädlicher Emissionen steigt und der überregionale Mülltourismus zunimmt. Mehr dazu (20 KB)

 

27. Mai 2009 - CO-Stellungnahme EU-Kanidatin Christiane Schnura

Sehr geehrter Herr Donner,

liebe Freundinnen und Freunde der Stoppt-CO-Bürgerinitiativen,

wie Sie vielleicht wissen, kandidiere ich für die DKP zum EU-Parlament. Auch wenn unsere Partei klein ist und stimmenmäßig bei dieser Wahl sicherlich gering abschneidet, sind wir nicht ohne Wirkung. In der außerparlamentarischen Aktion haben wir schon so manchen Druck erzeugt, der nachhaltig gewirkt hat. Nicht umsonst wird unsere Partei deshalb auch von den großen Parteien, insbesondere den konservativen und neoliberalen, gefürchtet. Unabhängig von den stark antikommunistisch geprägten und vielfach diffamierenden Angriffen und Vorwürfen gegen uns Kommunistinnen und Kommunisten.

Mir wurde die Frage der Stoppt-CO-Bürgerinitiativen an die EU-KanidatInnen übermittelt. Entsprechend gebe ich Ihnen gerne Antwort.

Es wird Sie sicher nicht überraschen, wenn ich ganz klar und unmißvertändlich für meine Person und meine Partei mitteile: Keine CO-Pipeline! Nicht hier, nicht anderswo! Nicht heute, nicht morgen! Nicht von BAYER, nicht von einem anderen Konzern! Mehr dazu (12 KB)

 

26. Mai 2009 – . CBGnetwork - Antrag der Firma Bayer Material Science AG auf Inbetriebnahme der CO-Pipeline abgelehnt

Das Verwaltungsgericht Düsseldorf gab soeben in einer Pressemitteilung bekannt, dass der Antrag der Bayer AG auf vorzeitige Inbetriebnahme der hochgefährlichen Kohlenmonoxid-Pipeline quer durch NRW abgelehnt wurde. Ein Erfolg für die zahlreichen Initiativen, die sich gegen den Bau engagieren! Das Gericht attestiert dem Unternehmen sogar, dass sich die Sicherheitslage keineswegs verbessert sondern sogar verschlechtert habe. Mehr dazu (16 KB)

 

14. Mai 2009 - Axel Koehler-Schnura - Aufstand bei BAYER

Liebe Freundinnen und Freunde,

Am 12. Mai fand in Düsseldorf die diesjährige Hauptversammlung stand. Von den Medien wurde einmal mehr weitestgehend tot geschwiegen, was dort stattfand: Massive international getragene Proteste und Kritik.

- die ca. vier- bis fünftausend anreisenden AktionärInnen wurden von einer Vielzahl Transparenten und mit Flugblättern empfangen - "Widerstand gegen BAYER global!", "Arbeitsplätze statt Profite!", "Keine CO-Pipeline!", "Weder GenGau noch Genklau!", "Schluss mit dem Bienenmorden!" usw.

- zahlreiche Organisationen - von ataac über Greenpeace Österreich bis Ärzte ohne Grenzen - demonstrierten mit der Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) gegen die Folgen und Auswirkungen der Profit-Gier der GroßaktionärInnen und des Managements des Konzerns in aller Welt; Mehr dazu (48 KB)

 

11. Mai 2009 – . CBGnetwork - Katastrophale Sicherheitslage in US-Bayerwerk in der Kritik

Nicht-Entlastung des Vorstands in morgiger Hauptversammlung gefordert / US-Kongress: Explosion in Institute hätte „Desaster von Bhopal in den Schatten stellen können“

Kritische Aktionäre fordern in der morgigen BAYER-Hauptversammlung aufgrund der katastrophalen Sicherheitslage im US-Werk Institute die Nicht-Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat. Die Fabrik gilt als „Schwester-Werk“ der Anlage in Bhopal, aus der 1984 rund 30 Tonnen der Chemikalie MIC austraten, wodurch über 10.000 Menschen den Tod fanden.  

Im vergangenen Jahr war es in Institute zu einer schweren Explosion gekommen, bei der zwei Mitarbeiter starben und tonnenweise Chemikalien austraten. Ein vom US-Kongress einberufener Untersuchungs-Ausschuss kam Ende April zu dem Ergebnis, dass die Region nur knapp an einer Katastrophe vorbeigeschrammt ist. Wörtlich heißt es in dem Untersuchungsbericht: „Die Explosion war besonders beunruhigend, weil ein mehrere Tonnen schwerer Rückstandsbehälter 15 Meter durch die Luft flog und praktisch alles auf seinem Weg zerstörte. Hätte dieses Geschoss den nahen MIC-Tank getroffen, hätten die Konsequenzen das Desaster in Bhopal 1984 in den Schatten stellen können.“ Mehr dazu (24 KB)

 

28. April 2009 – CBGnetwork - Einladung zur Protestaktion: BAYER-Hauptversammlung am 12. Mai

ORT: Messe Düsseldorf, Eingang zur Halle 8a

ZEIT: Dienstag, 12. Mai, ab 8.30 Uhr

Am 12. Mai findet in Düsseldorf die Aktionärsversammlung der BAYER AG statt. Innerhalb und außerhalb der Hauptversammlung sind Kritiker aktiv und nehmen Stellung zur Kehrseite der Rekord-Bilanz des Konzerns. Schwerpunkte der Proteste sind die geplante CO-Pipeline quer durch NRW, die aktuelle Wirtschaftskrise, Bienensterben durch BAYER-Pestizide, gentechnisch verändertes Saatgut und der Bau eines Kohlekraftwerks im BAYER-Werk Uerdingen. Wir erwarten Aktionsgäste aus dem In- und Ausland. Mehr dazu (16 KB)

 

17. April 2009 - Coordination gegen BAYER-Gefahren - Presse-Information - Keine Import-Zulassung für genmanipulierten Reis! Appell an Bundesregierung / EU berät kommende Woche

Die Coordination gegen BAYER-Gefahren und das Gen-ethische Netzwerk fordern die Bundesregierung auf, eine Importzulassung für die genmanipulierte Reis-Sorte LL62 abzulehnen. Der EU-Ausschuss für Lebensmittel und Tiergesundheit wird sich in seiner Sitzung am Montag mit dem Antrag der Firma BAYER befassen. Die Regierung von Luxemburg hat bereits angekündigt, gegen eine Zulassung zu stimmen. In einer ersten Abstimmung im Frühjahr 2004 hatten neun der damals fünfzehn EU-Staaten Bedenken gegen den Import von sogenanntem Liberty Link-Reis geäußert.

Liberty Link-Reis ist resistent gegen das von BAYER hergestellte Herbizid Glufosinat (Handelsname Liberty). Eine ebenfalls gegen Glufosinat resistente Reis-Sorte von BAYER war im Jahr 2006 für die bislang größte gentechnische Verunreinigung verantwortlich. Die Sorte LL 601 war weltweit in den Handel gelangt, obwohl zu diesem Zeitpunkt nirgendwo eine Zulassung vorlag. Christof Potthof vom Gen-ethischen Netzwerk: „Der Schaden dieses Kontaminations-Skandals für Handel und Landwirte betrug über einer Milliarde US Dollar. Bis heute ist unklar, wie es überhaupt zu der Kontamination kam, und bis heute hat BAYER hierfür keinen Schadensersatz geleistet“. In den USA ist eine Sammelklage betroffener Landwirte gegen BAYER anhängig. Mehr dazu (20 KB)

 

08. April 2009 - Bayer und seine Giftpipeline

Pressemitteilung der BIs gegen die CO-Pipeline

Büssows Vertrag: alles Bayer aber wer schützt das Gemeinwohl - Bayer verpflichtet sich zur Mehrung des eigenen Vermögens

Das OVG Münster ist in seiner Entscheidung von Dezember 2007 sehr deutlich: „Eine Enteignung ist allgemein nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig und bedarf der gesetzlichen Grundlage.

Die Umgehung der Notwendigkeit einer gesetzlichen Regelung hat RP Büssow schon in dem Planänderungsbeschluss vom 15. Oktober 2008 angekündigt. Und der jetzt vorgelegte Vertrag mit Bayer soll auf diesem Schleichweg das Verfahren für Bayer beschleunigen. Also ein weiterer Schritt von Büssow, die Bürger - und  Eigentumsrechte seinem Lieblingsunternehmen Bayer anzudienen und zu verhökern. Mehr dazu (20 KB)

 

02. April 2009 - Coordination gegen BAYER-Gefahren - Presse-Information - Tödlicher Störfall bei BAYER: Untersuchung im US-Kongress

Strafe wegen schwerer Verstöße gegen Sicherheitsbestimmungen / Bhopal-Chemikalien in großer Menge gelagert / frühzeitige Warnungen / BAYER will Untersuchungen verhindern

Das Energy and Commerce Committee des US-Kongresses wird am 21. April die Sicherheitslage im BAYER-Werk Institute untersuchen. Das Hearing wird sich besonders mit dem schweren Störfall im vergangenen August beschäftigen, bei dem zwei Mitarbeiter starben und Tausende Anwohner gefährdet wurden. Zwei Tage später ist zum selben Thema eine Anhörung der staatlichen Behörde Chemical Safety Board geplant. Die BAYER AG hatte zunächst versucht, eine öffentliche Aufklärung der Katastrophe mit Hinweis auf Anti-Terror-Gesetze zu verhindern.

Philipp Mimkes von der Coordination gegen BAYER-Gefahren: „Es ist höchst ungewöhnlich, dass sich der US-Kongress mit den Sicherheitsproblemen eines einzelnen Werks befasst. Dies ist aber angesichts der hohen Risiken, die von den Giftgas-Tanks in der Fabrik ausgehen, mehr als angemessen.“ Die Sicherheitslage in dem Werk im Bundesstaat West Virginia steht seit Jahrzehnten in der Kritik. „Nir­gendwo in den USA werden größere Mengen der tödlichen Chemikalie Methyl Isocyanat (MIC) produziert und gelagert als in Institute. Wir verurteilen den Versuch von BAYER, die Untersuchungen mit juristischen Tricks zu verhindern“, so Mimkes weiter.

Die Erschütterungen bei der Explosion waren in einem Umkreis von 15 Kilometern zu spüren, Tausende Anwohner durften über Stunden ihre Häuser nicht ver­lassen. Die amerikanische Arbeitsschutzbehörde OSHA stellte in einer Untersuchung des Störfalls “mangelhafte Sicherheits-Systeme, signifikante Mängel der Notfall-Abläufe und eine fehlerhafte Schulung der Mitarbeiter“ fest. Insgesamt fand die OSHA 13 schwere Ver­stöße gegen Sicherheitsbestimmungen und verhängte eine Strafe von $143.000. Mehr dazu (24 KB)

 

01. April 2009 - Coordination gegen BAYER-Gefahren - Greenpeace Österreich - Bayer will Gen-Reis verkaufen, der Gesundheit von Kindern gefährden kann

Greenpeace verleiht Preis für besondere Ignoranz an deutschen Pharma-Riesen

Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace protestierten heute vor dem Wiener Büro des deutschen Pharma-Konzerns Bayer. Dieser plant, einen gentechnisch veränderten Reis mit dem Namen 'LL62' auf den Lebensmittelmarkt zu bringen, der insbesondere für Kleinkinder eine Gesundheitsgefahr darstellen kann. Denn beim Anbau des Gentech-Reis wird das Unkrautvernichtungsmittel Glufosinat versprüht, das sich dann im Reis anreichern kann und schädlich auf das zentrale Nervensystem wirkt. Trotz dieser wissenschaftlichen Erkenntnisse hält Bayer an seinem Plan zur Vermarktung fest. Deshalb verlieh Greenpeace heute Vormittag an Bayer einen Preis für besondere Ignoranz gegenüber der Gesundheitsgefährdung von Menschen. Die Umweltorganisation forderte Bayer dabei auf, den Antrag auf Zulassung zurückzuziehen. Mehr dazu (16 KB)

 

27. März 2009 - Coordination gegen BAYER-Gefahren - BAYER will vorzeitige Inbetriebnahme der CO-Pipeline

Eilantrag beim Verwaltungsgericht Düsseldorf / Gegenantrag zur Hauptversammlung des Konzerns / „grundsätzliche Ablehnung des Projekts“

Die BAYER AG will die umstrittene Kohlenmonoxid-Pipeline von Dormagen nach Krefeld in Betrieb nehmen, bevor die Gerichte endgültig über das Projekt entschieden haben. Der Konzern hat nach Angaben eines Sprechers dazu in der vergangenen Woche einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht Düsseldorf gestellt. Begründet wird das Ansinnen ausgerechnet mit dem im Herbst geänderten Planfeststellungsbeschluss, obwohl dieser sicherheitstechnische Verschlechterungen gegenüber den ursprünglichen Planungen beinhaltet.

Jan Pehrke vom Vorstand der Coordination gegen BAYER-Gefahren erklärt hierzu: „Das Oberverwaltungsgericht in Münster hat festgestellt, dass kein öffentliches Interesse an dem Betrieb der Leitung besteht. Es ist ein starkes Stück, wenn BAYER nun bei einer unteren Instanz, die bisher alle Wünsche des Unternehmens willfährig umgesetzt hat, eine vorzeitige Inbetriebnahme beantragt. Wir bleiben bei unserer grundsätzlichen Ablehnung des Projekts: Das bisher geltende Prinzip, wonach Gefahrstoffe wie Kohlenmonoxid nur am Ort ihrer Verwendung produziert werden dürfen, muss erhalten bleiben.“ Die Pipeline ist noch nicht vollständig fertig gestellt. Auch ein Alarm- und Gefahrenabwehrplan liegt noch nicht vor. Mehr dazu (16 KB)

Die Gegenanträge zur Jahreshauptversammlung 2009 der Bayer AG (648 KB)

 

13. Februar 2009 - Coordination gegen BAYER-Gefahren - Kritik an Erhöhung der BAYER-Dividende

Mit scharfer Kritik reagiert die Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) auf die Ankündigung der BAYER AG, die Dividende der Aktionäre für das Geschäftsjahr 2008 zu erhöhen. Es sei nicht einzusehen, dass die Arbeitnehmer zu Arbeitszeitverkürzungen, Zwangsurlaub und Lohnsenkungen gezwungen wären, während die Anteilseigner keinen Beitrag zur Bewältigung der Wirtschaftskrise leisteten. BAYER will die Dividende von 1,35 Euro pro Aktie auf den Rekordwert von 1,40 Euro steigen lassen. Mehr dazu (16 KB)

 

13. Februar 2009 - Coordination gegen BAYER-Gefahren - Leverkusener Anzeiger - Glosse - Warum nicht?

Leverkusen wurde im Landtag neben einigen anderen Städten als möglicher AKW-Standort aufgeführt. Ein Kernkraftwerk in der Chemie-Stadt? Warum eigentlich nicht?

Das hat Leverkusen gerade noch gefehlt: ein Atomkraftwerk. Am Mittwoch fiel im Landtag das Reizwort im Zusammenhang mit der Stadt. Aufgebracht hat es Norbert Römer. Der Mann sollte sich auskennen: Er ist Energieexperte der SPD-Landtagsfraktion und zitierte aus einem Gutachten, das die Landesregierung in Auftrag gegeben hatte. In der Untersuchung sollen auch Gelsenkirchen, Hamm, Datteln, Rees, Würgassen und sogar Paderborn als mögliche AKW-Standorte aufgeführt sein. Sagt jedenfalls Norbert Römer. Dass er von FDP-Fraktionschef Gerhard Papke postwendend der Spintisiererei bezichtigt wurde, soll unsere Phantasie nicht bremsen. Mehr dazu (12 KB)

 

11. Februar 2009 - Coordination gegen BAYER-Gefahren - Profit kontra Patientenwohl

Bayer klagt gegen indische Arznei-Kopien

Der BAYER-Konzern hat die indische Regierung verklagt, um die Zulassung generischer Medikamente zu behindern. Ein Erfolg der Klage hätte schwerwiegende Konsequenzen für den Zugang zu preiswerten Medikamenten – nicht nur für indische Patienten, sondern für arme Menschen in weiten Teilen der Welt. Lesen Sie hierzu einen Artikel, der heute in der tageszeitung erschienen ist, sowie eine Stellungnahme von sechs indischen und deutschen Gesundheitsinitiativen.

Der deutsche Konzern will vor indischen Gerichten durchsetzen, dass ein preiswertes Krebsmedikament nicht zugelassen wird. Pharmakritiker befürchten einen Präzedenzfall.

Für arme Länder könnte es schwieriger werden, an günstige Kopien von Medikamenten, sogenannte Generika, zu kommen. Nach dem Pharmakonzern Novartis hat nun die Leverkusener Bayer AG die indischen Behörden verklagt. Der deutsche Pharmakonzern will mit dem Prozess verhindern, dass die indische Zulassungsbehörde für Medikamente (DCGI) einem preiswerten Nachahmerprodukt des Bayer-Krebsmittels Nexavar die Zulassung erteilt. Das Verfahren wird heute in einer Woche vorm höchsten Gericht der Hauptstadt New Delhi verhandelt. Mehr dazu (32 KB)

 

22. Januar 2009 - Coordination gegen BAYER-Gefahren - Pestizideinsatz: mutierte Fische mit zwei Köpfen

Bayer-Pestizide für Vergiftungen verantwortlich / Kritiker fordern Verkaufs-Stopp von Endosulfan

Berlin und Düsseldorf, 22. Januar 2009 - Im australischen Fluss Noosa werden Millionen deformierter Fische mit zwei Köpfen beobachtet. Nach dem Schlüpfen sterben die Fischlarven innerhalb von 48 Stunden, berichtet der auf Fische spezialisierte Veterinärmediziner Dr. Matt Landos. Eine Zuchtfarm allein verlor mehrere Millionen Larven.

Als Auslöser der Mutationen stehen Pestizide in Verdacht, die auf einer angrenzenden Macadamianuss-Plantage versprüht werden. Namentlich nennt Landos das Insektizid Endosulfan und das Fungizid Carbendazim, beide im Sortiment des Leverkusener Bayer-Konzerns. Bereits geringste Konzentrationen der Pestizide rufen Schäden des Hormonsystems sowie Entwicklungsstörungen bei Embryonen hervor, wie in Studien nachgewiesen wurde.

Endosulfan gehört zu den giftigsten Insektiziden, die sich weltweit auf dem Markt befinden. Immer wieder kommt es zu Vergiftungen, in mehr als fünfzig Ländern ist der Wirkstoff daher verboten. In Deutschland besitzt Endosulfan seit 1991 keine Zulassung mehr. Der Bayer-Konzern produziert Endosulfan jedoch weiterhin und exportiert es weltweit. Häufig wird das Pestizid (Bayer-Handelsnamen: MALIX, PHASER, THIODAN) gegen Insekten im Baumwollanbau eingesetzt. Allein im kleinen westafrikanischen Land Benin führte der Endosulfan-Einsatz innerhalb von zwei Jahren zu 348 Vergiftungen und 50 Todesfällen. In Indien starben im vergangenen November fünf Schüler, nachdem sie Endosulfan-vergiftete Milch getrunken hatten. Mehr dazu (20 KB)

 

09. Dezember 2008 - Coordination gegen BAYER-Gefahren - Die Namenlosen: Leiharbeit bei BAYER

"Wir unterstützen Menschen und Unternehmen in Veränderungsprozessen. Unser Anspruch ist es, sie auf dem Weg in eine neue berufliche Zukunft kompetent zu begleiten", heißt es auf der Internet-Seite von JOB@CTIVE, BAYERs nicht nur für den Konzern selber tätigen Agentur für "Personaldienstleistungen". Der Journalist Markus Breitscheidel vertraute sich auf seiner einjährigen Expedition durch den bundesdeutschen Niedriglohnsektor diesem Begleitschutz an. Er meldete sich auf eine Anzeige, mit der JOBACTIVE ProduktionshelferInnen "für einen renommierten Kunden in Berlin" suchte. Der "renommierte Kunde" war der Leverkusener Multi. Es handelte sich bei dem Job in der Berliner Antibabypillen-Produktion von BAYER SCHERING zwar nur um Leiharbeit, bzw. um eine Tätigkeit "im Rahmen der Arbeitnehmer-Überlassung", aber JOB@CTIVE lockte mit einer Festanstellung. "Nutzen Sie Ihre Chance, in unseren Kunden-Unternehmen auf sich aufmerksam zu machen und von ihren Leistungen zu überzeugen", zitiert Breitscheidel in seinem Buch "Arm durch Arbeit" aus dem Stellenangebot. Mehr dazu (36 KB)

 

18. November 2008 - Coordination gegen BAYER-Gefahren - Kooperationsvertrag der Uniklinik Köln mit der Bayer AG in der Kritik

Zehn Verbände und studentische Interessensvertretungen, darunter der Verein demokratischer Ärztinnen und Ärzte, medico international, die Kritischen Medizinstudierenden an der Uni Köln und die Coordination gegen BAYER-Gefahren, fordern die Universität Köln in einem Offenen Brief auf, den im Frühjahr geschlossenen Kooperationsvertrag mit der Bayer AG vollständig offen zu legen. Die Organisationen fürchten eine Neuausrichtung der pharmakologischen Forschung an der Kölner Uniklinik nach rein wirtschaftlichen Kriterien.

Bitte lesen Sie den heute veröffentlichten Brief im Wortlaut: Zum offenen Brief (20 KB)

 

07. November 2008-Coordination gegen BAYER-Gefahren-Wachsende Risiken: Gentech-Baumwolle von BAYER

In der vergangenen Woche hat die EU eine Importgenehmigung für gentechnisch veränderte Baumwolle erteilt. Die von Bayer CropScience angebotene Sorte LLCotton25 ist resistent gegen das hauseigene Herbizid Liberty Link. Die Zulassung gilt für den Bereich Nahrungs- und Futtermittel.

Lesen Sie zu den Risiken des Anbaus genveränderter Baumwolle einen Artikel von Jan Pehrke aus der aktuellen Ausgabe von Stichwort BAYER (Probeheft anfordern unter CBGnetwork@aol.com).

BAYER ist weltweit der zweitgrößte Hersteller von Baumwoll-Saatgut und drängt auf immer mehr Märkte. Vor allem für die kleinen Baumwoll-FarmerInnen in der "Dritten Welt" hat das fatale Folgen. Aber den Leverkusener Multi stört das nicht. Er will die Länder jetzt auch noch mit seinem "letzten Schrei", gentechnisch manipulierter Baumwolle, beglücken. Das arme Südafrika hat er zum Versuchsfeld für seine neuesten Labor-Kreationen auserkoren.

Das Geschäft mit der "grünen Gentechnik" beschränkt sich weitgehend auf Mais, Raps, Soja, Reis und Baumwolle. Nur diese fünf Pflanzen versprechen den Agro-Multis Maximal-Profite. BAYER hat sie alle im Angebot, baut aber besonders das Segment mit gentechnisch manipulierter Baumwolle aus, denn dieses verspricht die höchsten Wachstumsraten. In den USA, wo sich Gentech-Sorten schon auf 80 Prozent aller Baumwollfelder breit machen, erstand der Konzern 2006 die Unternehmen CALIFORNIA PLANTING COTTON SEED DISTRIBUTORS und RELIANCE GENETICS. Im letzten Jahr erwarb er dann für 310 Millionen Dollar die Baumwoll-Sparte von STONEVILLE - die teuerste Akquisition der Landwirtschaftsabteilung seit dem Erwerb von AVENTIS CROPSCIENCE. Der Global Player stieg so zum weltweit zweitgrößten Anbieter des Malvengewächses auf und arbeitet unermüdlich daran, ihm neue Absatzgebiete zu erschließen. Mehr dazu (36 KB)

 

07. November 2008-Coordination gegen BAYER-Gefahren - „Den Bock zum Gärtner gemacht“

CURRENTA-Geschäftsführer in Klimabeirat NRW berufen

Die Coordination gegen BAYER-Gefahren kritisiert die Berufung von Klaus Schäfer, Geschäftsführer der Currenta GmbH, in den neu gegründeten nordrhein-westfälischen Energie- und Klimarat. „Die Landesregierung hat einmal mehr den Bock zum Gärtner gemacht. Ausgerechnet ein Unternehmen, das den Bau klimafeindlicher Kohlekraftwerke vorantreibt und das gegen verbindliche Regeln zum Klimaschutz agitiert, soll die Energiepolitik des Landes mitbestimmen“, so Philipp Mimkes von der Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG). Mimkes kritisiert, dass für das mit 19 Personen besetzte Gremium kein einziger Vertreter von Umweltverbänden nominiert wurde.

Currenta gehört zu 60% dem BAYER-Konzern und zu 40% der BAYER-Ausgründung Lanxess. Auf dem BAYER-Werksgelände in Krefeld-Uerdingen soll ein Steinkohlekraftwerk gebaut werden, das jährlich allein 4,4 Millionen Tonnen CO2 emittieren würde, Betreiber soll die Currenta GmbH werden. Auch in den BAYER-Werken Brunsbüttel und Antwerpen sind neue Kohlekraftwerke geplant. Alle genannten Kraftwerke sollen mit Importkohle aus Übersee befeuert werden. Mehr dazu (20 KB)

 

24. Oktober 2008 - Coordination gegen BAYER-Gefahren - „Entscheidende Fragen nicht beantwortet“

nachgebesserte Genehmigung für CO-Pipeline:

Die Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) kritisiert die von der Bezirksregierung Düsseldorf überarbeitete Genehmigung der umstrittenen Kohlenmonoxid-Pipeline des Bayer-Konzerns. Es fehlt der Nachweis, dass die Pipeline dem Allgemeinwohl dient. „Die entscheidende Frage bleibt weiterhin offen: warum baut Bayer MaterialScience nicht am Standort Uerdingen eine moderne CO-Produktionsanlage? Dadurch ließe sich die Gefährdung der Bevölkerung entlang der Pipeline-Trasse vollständig vermeiden und zudem die Umwelt entlasten“, so Philipp Mimkes vom Vorstand der CBG. Mehr dazu (16 KB)

 

15. September 2008 - Coordination gegen BAYER-Gefahren

Patent-Raub: Ein BAYER-Mann packt aus

Der Patentstreit zwischen Heinz Süllhöfer und dem Leverkusener Multi um die Erfindung einer Maschine zur Herstellung von Kunststoffplatten beschäftigt die Gerichte bereits 41 Jahre. Jetzt dürfte neue Arbeit auf sie zukommen: Süllhöfer erhielt ein anonymes Schreiben eines BAYER-Ehemaligen mit geheimen Unterlagen, die weitere Beweise für BAYERs Patentklau liefern. Mehr dazu (24 KB)