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Antrittsrede des neu gewählten Präsidenten El Salvadors Mauricio Funes
Tony Saca musste die Präsidentenschärpe abgeben an den ersten demokratisch gewählten linken Präsidenten. Hier das Video zur Antrittsrede, natürlich auf spanisch gehalten. Zum Video
03.04.2012 – amerika21.de - El Salvador, Nicaragua und Honduras verstärken Zusammenarbeit
San Salvador. Bei einem Treffen in El Salvador haben sich der Präsident des Landes, Mauricio Funes, der honduranische De-facto-Präsident Porfirio Lobo und Nicaraguas Staatschef Daniel Ortega für eine engere Zusammenarbeit rund um den Golf von Fonseca ausgesprochen. In der Region leben rund drei Millionen Menschen. Historisch war die Region stets von territorialen Konflikten zwischen den drei Anrainerstaaten geprägt. Ziel der neuen Vereinbarung ist es, die Golfregion in eine Zone von Sicherheit und nachhaltiger Entwicklung zu machen.
Nicaraguas Regierungssprecherin und Präsidentengattin Rosario Murillo sagte, es gehe zudem darum, eine stärkere Zusammenarbeit zwischen den Verwaltungsbezirken zu fördern und bei Fragen von Migration sowie der Arbeitsmarktpolitik grenzübergreifend zusammenzuarbeiten. Auch stünden Fragen der Aufforstung, des Umweltschutzes, der Sicherheit und des nachhaltigen Fischfangs zur Debatte.
Die Teilnehmer des Treffens sprachen sich indes gegen die von ihrem guatemaltekischen Amtskollegen Otto Pérez Molina angeregte Legalisierung von Drogen aus, mit der dieser das Problem des Drogenschmuggels lösen will. Pérez Molina kritisierte, dass die Präsidenten aufgrund der Einflussnahme der USA nicht an einem Gipfeltreffen in Guatemala teilgenommen hätten. Mauricio Funes wies diesen Vorwurf zurück. (tsch/nuevodiario/PL) Der Artikel in PDF (84 KB)
23.06.2010 – jw -Krieg der »Maras«
In El Salvador eskaliert die Gewalt krimineller Banden. FMLN will Waffenbesitz strenger kontrollieren
Von André Scheer - Bei einem Überfall krimineller Banden auf einen vollbesetzten Linienbus in der 140000 Einwohner zählenden Stadt Mejicanos sind am Sonntag in El Salvador 14 Menschen getötet und 16 weitere verletzt worden. Die salvadorianische Polizei präsentierte am Montag abend acht Tatverdächtige, darunter vier Minderjährige, die den »Mara«-Banden angehören sollen.
Dem seit gut einem Jahr amtierenden Präsidenten Mauricio Funes, der als Kandidat der linken Befreiungsfront Farabundo Martí (FMLN) gewählt worden war, ist es bislang nicht gelungen, die Gewaltwelle in dem zentralamerikanischen Land einzudämmen. Seit seinem Amtsantritt ist die Zahl der Verbrechen sogar noch angestiegen und liegt mittlerweile Medienberichten zufolge bei durchschnittlich 16 Morden am Tag. »Die Gewalt in unserem Land hat strukturelle Ursachen. Diejenigen, die diese Taten begangen haben, sind Personen, die ihre Werte und den Respekt vor dem Leben verloren haben«, sagte Funes am Montag. Tatsächlich ist die Gewalt zumindest zum Teil ein Erbe des Bürgerkriegs bis 1992. Mehr dazu (72 KB)
03. Juni 2009 – jw - Von André Scheer - Radikale Wende
El Salvadors Staatspräsident Funes kündigt Revolution in der Gesellschafts-, Wirtschafts- und Sozialpolitik an
Nach Jahrzehnten rechter und rechtsextremer Regierungen gehört El Salvador nun zu den Ländern Lateinamerikas, in denen fortschrittliche Regierungen im Amt sind. Am Montag wurde Mauricio Funes von der Nationalen Befreiungsfront Farabundo Martí (FMLN) offiziell in sein Amt als neuer Präsident des mittelamerikanischen Landes eingeführt.
»Das salvadorianische Volk hat einen Wechsel gefordert, und der Wechsel beginnt jetzt«, sagte Funes in seiner Ansprache, nachdem er die Präsidentenschärpe aus den Händen seines Amtsvorgängers Antonio Saca entgegengenommen hatte. »Das salvadorianische Volk mußte einen langen Weg zurücklegen, um diesen Tag zu erreichen. Keine Anstrengung und kein Opfer waren umsonst«, erinnerte Funes an Jahrzehnte des Kampfes der FMLN, die sich in den 80er Jahren auch mit der Waffe in der Hand gegen das Regime und seine Todesschwadronen erhoben hatte. Symbolträchtig hatte Funes vor der Zeremonie auch das Grab des 1980 von solchen Gruppen ermordeten Erzbischofs Óscar Arnulfo Romero besucht und diesen als »geistigen Führer« einer neuen Politik und eines neuen Regierungsstils gewürdigt. Mehr dazu (24 KB)
1. Mai 2009 - Tropischer Obstsalat - Der 1. Mai in San Salvador
Der Internationale Tag der Arbeiter und Arbeiterinnen – hier und anderswo und bis hinein in die sozialen Organisationen und linken Parteien zum Tag der Arbeit verunstaltet – ist in El Salvador noch ein Barometer für die politische Stimmung im Lande.
Dieses Jahr ganz besonders, fiel er doch zwischen den Wahlsieg von Mauricio Funes und der FMLN am 15.März, den auch die Friedrich Ebert Stiftung (FES) „einen Aufbruch in der Geschichte des Landes“ nennt, und die Amtsübernahme Funes’ am kommenden 1.Juni. Also trafen am 1.Mai auf den Straßen San Salvadors Traditionen und Demoregien als Ausdruck von politischen Strategien zusammen, Stolz darüber, endlich einen Sieg errungen und eine Wende eingeleitet zu haben, und Erwartungen, vor allem an die Leitfigur, Mauricio Funes. Skeptische Stimmen, Unkenrufe, die jetzt auch schon wieder seit Monaten ertönen und manchmal anmuten, als sehe man das Pferd bereits im Schlachthaus, bevor es noch aus dem Stall gekommen ist, haben bei einem solchen Massenaufmarsch allenfalls am Rande, wo man alte FreundInnen und Bekannte trifft, Platz.
Neben altbekannten Gesichtern in der Stunden dauernden Demo auch alte Traditionen. Streckenweise wird der Marsch als Gänsemarsch organisiert, eine Gewerkschaft ordentlich hinter der anderen, mit gewaltigen Transparenten, Plakaten an Stangen, T-shirts in den jeweiligen Farben. Mehr dazu (484 KB)
19/20.01.2009 - Red Globe - FMLN gewinnt Parlamentswahlen
Die Nationale Befreiungsfront Farabundo Martí (FMLN) hat die gestrigen Parlamentswahlen in El Salvador gewonnen. Das berichtet der lateinamerikanische Fernsehsender TeleSur unter Berufung auf das Wahlgericht des zentralamerikanischen Landes. Nach Auszählung von gut der Hälfte der Stimmen liegt die frühere Guerrilla mit knapp 490.000 Stimmen vor der Rechtspartei Arena, die auf gut 437.000 Stimmen kommt.
In der 84 Sitze umfassenden Gesetzgebenden Versammlung wird die FMLN 37 Abgeordnete stellen, fünf mehr als bisher. Die Arena verliert einen Sitz und kommt auf 33 Vertreter. Die übrigen 14 Sitze verteilen sich auf kleinere Parteien. Mehr dazu (8 KB) - Aus der jw (16 KB) - Aus der TAZ (20 KB)
03.12.2008 - Spendenaufruf für die FMLN zu den Präsidentschaftswahlen im März 2009
Liebe FreundInnen der El Salvador-Solidarität, am 21.-23. November haben wir uns zu einem sehr interessanten El Salvador-Bundestreffen in Frankfurt/M. getroffen. Gemeinsam mit unseren beiden Gästen aus El Salvador, dem Menschenrechtsanwalt David Morales und Sandra Guevara, Direktorin der Frauenbewegung Melida Anaya Montes, haben wir uns unter anderem mit der politischen Konjunktur vor den Wahlen Anfang 2009 befasst.
Wir waren uns darin einig, dass die FMLN einerseits gute Chancen hat, mit ihrem populären Kandidaten Mauricio Funes die Präsidentschaftswahl im kommenden März zu gewinnen, andererseits aber die große Gefahr eines Wahlbetrugs seitens der regierenden ARENA-Partei besteht. Wir möchten mit unseren bescheidenen Mitteln alles dafür tun, ebendies zu verhindern. Ein Schritt dafür ist die Beteiligung an der Wahlbeobachtung durch verschiedene zivilgesellschaftliche Organisationen bei den Kommunal- und Parlamentswahlen im Januar und bei den Präsidentschaftswahlen im März 2009. Mehr dazu (16 KB) Der Spendenaufruf (12 KB)
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