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UZ-Extra zum Frauentag 2012 (1,19 MB)

UZ-Frauentag_2012

Ihre Meinung, ihre Kritik, ihre Fragen sind mir immer Willkommen: mailto:webmaster@kalle-der-rote.de

Hier geht es zum aktuellen “ROTLICHT” - Infos über die Arbeit der DKP in Essen.

Rotlicht 04-2012 (744 KB)

 

Rotlicht 10-2011 (608 KB)

 

Rotlicht 5-2011 (444 KB)

 

Rotlicht 4-2010 (480 KB)

 

Rotlicht 3-2010 (704 KB)

 

Rotlicht 2-2010 (636 KB)

 

Rotlicht 1-2010 (716 KB)

 

Rotlicht 5-2009 (288 KB)

 

Rotlicht 4-2009 (184 KB)

 

Rotlicht 3-2009 (280 KB)

 

Rotlicht 2-2009 (211 KB)

 

Rotlicht 1-2009 (284 KB)

 

Rotlicht 5-2008 (324 KB) Extrablatt zum Bankencrash

 

Rotlicht 4-2008 (328 KB)

 

Rotlicht 3-2008 (280 KB)

 

Rotlicht 2-2008 (308 KB)

 

Rotlicht 2-2008 Extra (204 KB)

 

Rotlicht 5-2007 (1,1 MB)

 

Rotlicht 3-2007 (272 KB)

 

Pressemitteilungen der DKP-Essen:

August 2009 - DKP-anders als die Anderen (190 KB) Zur Kommunalwahl

 

26.03.2009 - Auch in Essen Konsequenzen aus der Tragödie von Winnenden ziehen! (12 KB)

 

12.02.2009 - DKP bedankt sich bei Hertie-Beschäftigten (12 KB)

Essen anne Ruhr

Kulturhauptstadt war gestern, jetzt geht es nur noch um offene Rechnungen!

01.12.2012 – jw - Bibliothekenschützer erfolgreich

Essen beschließt Sparhaushalt und nimmt einzelne Kürzungen zurück. SPD-Bürgermeister mit Demokratieproblem

Von Wera Richter - Ordentlich Radau gab es am Mittwoch abend im und vor dem Essener Rathaus. Dort beschlossen die Abgeordneten gegen die Stimmen von Linkspartei und der Liste »Essen steht auf« den Sparhaushalt für 2013 und 2014. Die Debatte wurde begleitet von einem Streichkonzert von Musikschülern vor dem Gebäude; Jugendliche zogen mit einer Jubelparade zum Abstimmungsort, und von den Rängen des Ratssaals erklang der Slogan »Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Zukunft raubt«. Die Buchstaben auf den Hemden eines Teils der Protestierer bildeten das Wort »Bibliothekenschützer«.

Die konnten am Ende des Abends zufrieden sein. Der Rat der Ruhrgebietsstadt hat zwar eine ganze Reihe von Kürzungen im kulturellen und Bildungsbereich beschlossen, aber die ankündigten Sparpläne für die städtischen Bibliotheken zurückgenommen. Dort sollten 16 von 111 Planstellen gestrichen und die Öffnungszeiten um 17 Prozent verringert werden. Bei den Einrichtungen in den Stadtteilen Frohnhausen und Altenessen zum Beispiel wären zwei komplette Tage weggefallen. Gegen den Kahlschlag hatte sich die Initiative »Bibliotheken erhalten« gegründet und ein Bürgerbegehren angemeldet. In weniger als drei Wochen waren 3000 Unterschriften beisammen. »Wir hatten gerade Fahrt aufgenommen«, so Patrik Köbele, Mitglied der DKP und einer der Vertretungsberechtigen des Begehrens am Freitag im Gespräch mit junge Welt. »Bis Weihnachten wären wir locker bei 10000 gewesen«. Daß der Stadtrat seine Pläne nun vorauseilend zurückgenommen hat, bewerten die Aktivisten als großen Erfolg. »Aber es stehen weitere, beträchtliche Kürzungen ins Haus, die wir uns nicht bieten lassen können«, so Köbele. Mehr dazu (20 KB)

 

09.11.2012 – WAZ - NPD-Mahnwache - 60 Rechte treffen auf 250 Gegendemonstranten NPD-Mahnwache-kin Altenessen

Essen.   Am Jahrestag der Reichspogromnacht haben sich Freitagabend in Altenessen 60 NPD-Sympathisanten und 250 Gegendemonstranten gegenüber gestanden. Starke Polizeikräfte trennten die Demos. Die Altenessener Straße zwischen dem Allee-Center und der Alten Badeanstalt wurde komplett gesperrt.

250 Teilnehmer einer Gegendemonstration haben Freitagbend in Altenessen lautstark gegen den Versuch der NPD protestiert, den Jahrestag der Reichspogromnacht 1938, den Auftakt der systematischen Judenverfolgung, in einen Gedenktag an die Toten entlang der Mauer umzudeuten. Die Polizei meldete eine Festnahme nach einem Flaschenwurf. Schon am Nachmittag hatten rund 70 Menschen am Isinger Tor in Steele der Opfer des Nationalsozialismus gedacht und ein Verbot der NPD gefordert.

Die Polizei hatte sich auf Kundgebung und Gegendemo an der Alten Badeanstalt  in der Altenessener Ortsmitte sorgfältig vorbereitet. Zwischen Allee-Center und Badeanstalt war die Altenessener Straße abgesperrt. Auch einige Aufgänge des U-Bahnhofs Altenessen-Mitte waren gesperrt, damit Gegendemonstranten den Teilnehmern der NPD-Kundgebung nicht im Wortsinn in den Rücken fallen konnte. Mehr dazu (104 KB)

 

11.10..2012 - Essen stellt sich Quer - Neunter November - ohne Nazis

Essen stellt sich quer-kVergangenes Jahr trat die Essener NPD gemeinsam mit ihren Anhängern, den Freien Nationalisten,

ausgerechnet am 9. November auf dem Essener Webermarkt auf.

Mit den symbolisch mitgeführten Fackeln haben sie, wie in den Jahren zuvor in Borbeck, die Brandnacht des 9. November 1938 auf ihre Art „zelebriert“ - eine Verunglimpfung und Verhöhnung der jüdischen Opfer des Faschismus, eine Missachtung des Gedenkens an die Pogromnacht.

Wie in ganz Deutschland brannten auch in Essen vor 74 Jahren in der Nacht

vom 9. auf den 10. November 1938 die Synagogen.

Auch in Essen wurden Geschäfte und Wohnungen von Auch in Essen wurden Geschäfte und Wohnungen von Nazi-Schergen zertrümmert, jüdische Bürger verhaftet oder zusammengeschlagen. Hunderte Jüdinnen und Juden wurden in Konzentrationslager verschleppt und ermordet. Mit der Reichspogromnacht wurde ein weiteres Kapitel der Entrechtung und Verfolgung jüdischer Menschen eingeleitet. Dieses Kapitel endete in den Gaskammern von Auschwitz, ……………

Donnerstag, 11. Oktober 2012, 17.30 Uhr

Rüttenscheider Stern

Kundgebung: Neunter November - ohne Nazis

Mehr dazu (144 KB)

 

11.05.2012 - Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek - Vor 60 Jahren: Junger Kommunist vor Essener phlipp mueller-kGrugahalle von Polizei erschossen

Am 11. Mai 1952, kamen 30.000 junge Menschen aus der ganzen Bundesrepublik in Essen zu einer Jugendkarawane zusammen. Die Jugendkarawane war eine gemeinsame Initiative von Jugendverbänden verschiedener politischer Richtungen. Sie demonstrierten gegen die Wiederbewaffnung Westdeutschlands. Nur sieben Jahre nach dem Ende des Faschismus waren ihnen die Schrecken des Krieges mehr als bewußt. Sie alle hatten den Krieg selbst erlebt, hatten Angehörige, Freunde und ihr zu Hause verloren.

Regierungsbehörden verboten die Friedensdemonstration unter fadenscheinigen Gründen nur wenige Stunden vor Beginn, die Jugendlichen waren schon nach Essen unterwegs. Gegen sie wurde mit einem riesigen Polizeiaufgebot und dem Einsatz von Waffengewalt vorgegangen. Polizisten erschossen den 21-jährigen Kommunisten Philipp Müller, einen Arbeiter aus München. Er war das erste Todesopfer des kalten Krieges in Deutschland. Dutzende weitere Menschen wurden an diesem Tag, der als Essener Blutsonntag in die Geschichte einging, verletzt, zwei von ihnen erlitten schwere Schußverletzungen.

Die Medien stellten sich sofort an die Seite von Polizei und Regierung, die Demonstranten hätten zuerst geschossen, die Polizei habe in Notwehr gehandelt. Dagegen sprachen zahlreiche Zeugenaussagen, doch die Mörder Phillip Müllers wurden niemals angeklagt. Elf Demonstranten wurden hingegen zu insgesamt sechs Jahren und vier Monaten Gefängnis verurteilt.

Wogegen Philipp Müller demonstriert hat, ist heute traurige Realität:

Wir erleben, daß Deutschland wieder als imperiale Großmacht auftritt.

Die Bundeswehr war beteiligt an dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen Jugoslawien und sie führt seit zehn Jahren Krieg in Afghanistan. Mehr dazu (140 KB)

 

29.04.2012 - 1. Maifeier 2012 der DKP-Essen: Schluss mit der Bescheidenheit

Rettungsschirme für Alle

unter diesem Motto findet unsere 1. Maifeier der DKP am 29. April 2012 statt, zu der wir herzlich einladen.

Wir haben den Songwriter und Kabarettisten Fred Ape engagiert, der vielen von unseren Pressefesten bekannt ist und freuen uns auf ein unterhaltsames Programm.

Sonntag, 29.04.2012

Bürgerhaus Oststadt, Essen-Steele

Einlaß 15:30 Uhr, Beginn 16:00 Uhr - Das Flugblatt dazu (524 KB) und zur Internationalen 1.Mai-Veranstaltung auf Zeche CARL

 

28.04.2012 – derwesten.de - Pro NRW ohne Lobby bei Wahlkampfauftakt in Essen-Kray

Pro NRW ohne Lobby-kEssen-Kray.   Der Wahlkampf-Auftakt der rechtsgerichteten Partei Pro NRW und die Gegendemonstration vor der Moschee in Kray sind friedlich verlaufen. Am Freitag hatte das NRW-Innenministerium Pro NRW per Erlass verboten, die Mohammed-Karikaturen des dänischen Zeichners Kurt Westergaard zu zeigen.

Die vielfach als „Wolf im Schafspelz“ beizeichnete, rechts gerichtete Partei Pro NRW kommt bei ihrer Aktion „Freiheit statt Islam“ zum NRW-Wahlkampfauftakt eher als Schaf im Wolfspelz daher. Von den angekündigten drei Bussen fährt vor dem Platz am Tempelhof gerade mal einer vor, und das auch noch zu spät. Die rund 50 Pro NRW Anhänger hatten sich in Essen verfahren... Die für 11 Uhr angekündigte Kundgebung verzögert sich weiter, weil Beamten der Polizei-Einsatzhunderschaft das Fahrzeug und die Demonstranten umfassend durchsuchen. Anlass war die Aussage einiger Pro NRW-Mitglieder, sich im Zweifelsfall „zur Wehr setzen“ zu wollen. Tatsächlich beschlagnahmt die Polizei einige Messer. Mehr dazu (112 KB)

 

27.04.2012 – NRZ - Krayer Moschee - Polizei will Provokationen von "Pro NRW" in Krayer Moschee-kEssen einen Riegel vorschieben

Essen.  Nach Einschätzung von Experten wird die Splitterpartei "Pro NRW" unter dem Motto "Jetzt erst" recht eine „maximale Mobilisierung“ anstreben. Am Samstag suchen Anhänger der Gruppierung die Krayer Moschee auf. Neben dem üblichen Rechts-Links-Konflikt birgt die Konfrontation Konfliktpotenzial. Die Polizei gibt sich gewappnet: „Provokationen werden wir nicht zulassen.“

Der Auftritt der rechten „Pro NRW“ am Samstag vor der Krayer Moschee hat durch die Razzien gegen Rechtsextreme im Bergischen und die Durchsuchung des Büros von „Pro NRW“ in Radevormwald zusätzliche Brisanz gewonnen. Während DGB-Chef Dieter Hillebrand zum entschiedenen Protest gegen „fremdenfeindliche Ressentiments“ aufruft, spricht „Pro NRW“ vom „Höhepunkt einer Stigmatisierungskampagne“.

Nach Einschätzung von Experten wird die Splitterpartei unter dem Motto Jetzt erst recht eine „maximale Mobilisierung“ anstreben, zumal sie den Auftritt in Kray zum Auftakt der heißen Phase ihres Landtagswahlkampfes erklärt hat. Dafür hat sie sich rechte Prominenz aus Österreich und Flandern ins Boot geholt. Auch der Bundesvorsitzende der Republikaner Rolf Schlierer hat sich angekündigt. Die Republikaner, die selbst bei der Landtagswahl nicht antreten, wollen „Pro NW“ unterstützen. Mehr dazu (108 KB)

 

04.03.2012 – DKP-Essen - Kleider machen Leute - Leute machen Kleider

Ein politisches Programm des DKP-Frauenarbeitskreises mit Musik und Texten

Beim diesjährigen Programm des DKP-Frauenarbeitskreises zum  INTERNATIONALEN FRAUENTAG 2012 dreht sich alles um Kleidung, insbesondere um Hosen.

Unter welchen Bedingungen werden Jeans produziert? Von der Baumwolle bis zum Altkleidersack wird der Werdegang einer Blue Jeans dokumentiert.

Mit welchen modischen Finessen wurden und werden Frauen zur Handlungsunfähigkeit verdammt? Es werden vergnügliche Blicke gewährt vom  Korsett bis zum Mini-Rock.

Wer waren die mutigen Frauen, die sich mit dem Tragen von Hosen dem Hohn und Spott ihrer Mitmenschen ausgesetzt haben? Eine schwungvolle Modenschau gibt Auskunft darüber.

Dies und noch mehr gibt es am

Sonntag, den 4. März 2012

um 12.00 Uhr, Einlass 11.30 Uhr

in der Zeche Carl, Wilhelm-Nieswand -Allee 100

Eintrittskarten 5.-  € ermäßigt 3.-  €

Karten im Vorverkauf sind bei Genossinnen und Genossen der DKP und im Büro der DKP Essen erhältlich. Das Flugblatt dazu (228 KB)

 

31.01.2012 – VHS-VVN/BdA - Beate Klarsfeld: Für die restlose Aufklärung von Naziverbrechen

In Zusammenarbeit mit der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) Essen sowie dem Essener Friedens-Forum

Die in Frankreich respektvoll "Nazijägerin" genannte Beate Klarsfeld kämpft unermüdlich für die Aufklärung von Nazi-Verbrechen und für die Bestrafung der faschistischen Täter. So wie es ihr 1968 mit ihrer spektakulären Ohrfeige für Bundeskanzler Kiesinger, einem langjährigen und einflussreichen NSDAP-Mitglied, gelang. Ihr Versuch, den in Frankreich verurteilten, aber nahe Köln unbehelligt lebenden Kriegsverbrecher Kurt Lischka zu entführen, misslang. Aber 1971 verhinderte sie, dass der in Frankreich an Deportationen der Juden beteiligte Essener Anwalt und FDP-Abgeordnete Dr. Ernst Achenbach als EWG-Kommissar weiter Karriere machen konnte - ein Vorgang, der bis in die heutige Essener Lokalpolitik wirkt. Mehr dazu (460 KB)

 

24.01.2012 – FTD - Kopf des Tages: Petra Grotkamp - Das Phantom aus Essen

Petra Grotkamp - Das Phantom aus Essen-kNun ist sie eine der mächtigsten Medien-Lenkerinnen Europas. Doch anders als von Friede Springer oder Liz Mohn gibt es von ihr meist nur eines - Schweigen. von Bernhard Hübner Köln

Am Dienstag hat Petra Grotkamp ihr erstes großes Interview gegeben. In der eigenen Zeitung, der "WAZ", zusammen mit ihrem Mann Günther. Viele Fragen, 27 Antworten. Nur drei davon kamen von Petra Grotkamp. Mehr öffentliche Aussagen konnte selbst ihr eigener Chefredakteur nicht aus ihr herauslocken. Grotkamp mag zwar seit Montagabend eine der mächtigsten Medienunternehmerinnen Europas sein, doch das karge Interview zeigt: Sie wird auch in Zukunft im Verborgenen agieren, wie immer.

"Ich fühle mich dem Erbe meines Vaters und Gründers der Zeitungsgruppe, Jakob Funke, sehr verpflichtet und möchte dessen Werk in dem Familienunternehmen fortgesetzt sehen", sagte Grotkamp der "WAZ". Da hatte sie gerade die Hälfte gekauft. Insgesamt besitzt sie nun 66,7 Prozent an einem der größten Zeitungsverlage des Kontinents. Grotkamp steigt dank des Deals in die Liga der mächtigen Frauen in der Medienbranche auf, neben Bertelsmann-Eignerin Liz Mohn und Springer-Hauptaktionärin Friede Springer.

Aber da enden die Parallelen auch schon: Mohn tritt alle paar Tage öffentlich als Gesicht der Bertelsmann Stiftung auf, schreibt Bücher und Kolumnen. Springer wird häufig auf gesellschaftlichen Anlässen in Berlin gesehen. Und Grotkamp: Die 68-Jährige kommuniziert nur über Briefe ihres Anwalts - streng und autoritär. Fotos von ihr gibt es kaum. Die neue Mächtige bleibt ein Phantom.

Seit Sommer hatte Grotkamp um die Übernahme der "WAZ"-Mehrheit gekämpft, hatte ein feindliches Angebot des Springer-Verlags abgeblockt, mit den Miterben gerungen und Wochenlang über die Finanzierung des Deals gerungen, der auf rund 500 Mio. Euro geschätzt wird. Als nun endlich alles unterschrieben war, ließ sie ihren Anwalt nur ein karges Statement versenden. Grotkamp habe 50 Prozent erworben, das Kartellamt habe zugestimmt, und folgende Berater waren beteiligt. Mehr gab es nicht zu sagen. Mehr dazu (92 KB)

Das Ruhrgebiet – Das Armenhaus Deutschlands

22.12.2011 – Spiegel-Online - Wo Deutschland am ärmsten ist

Wo Deutschland am aermsten ist-kDie Armut geht auch in Zeiten guter Konjunktur nicht zurück. Rund zwölf Millionen Menschen sind armutsgefährdet, das sind 14,5 Prozent der Bevölkerung.

Die Armut in Deutschland hat sich von der wirtschaftlichen Entwicklung abgekoppelt. Das ist die Kernaussage eines Berichts des Paritätischen Wohlfahrtsverbands. Seit sechs Jahren ist die Armutsgefährdung demnach auf Rekordniveau, selbst im Boomjahr 2010 ging die Quote nur geringfügig zurück. Als armutsgefährdet gilt nach EU-Definition, wer über weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen bedarfsgewichteten Einkommens verfügt.

Der Sozialverband spricht von "verhärteter Armut". Dieses Phänomen zeige sich auch bei den Hartz-IV-Empfängern. Kurz nach der Einführung 2005 lag die Quote bei 10,3 Prozent. Im Sommer 2011 notierte der Wert fast unverändert bei 9,8 Prozent. Mit Verweis auf diese Zahlen kritisiert der Wohlfahrtsverband die "arbeitsmarktpolitischen Erfolgsmeldungen der Bundesregierung".

Viele regionale Unterschiede - Die wesentliche Aussage des Armutsberichts: "Deutschland ist nicht nur sozial, sondern auch regional ein tief zerrissenes Land." Die Quoten beruhen auf dem Mikrozensus, einer jährlichen Befragung von einem Prozent der deutschen Haushalte. Das entspricht mehreren hunderttausend Menschen. Mehr dazu (156 KB)

 

Aufruf zum 9. November „Essen stellt sich quer“

essen-querZweimal in Folge haben NPD Essen und ihre Anhänger, die „Freien Nationalisten“ ausgerechnet am 9. November eine Kundgebung auf dem Germaniaplatz in Borbeck abgehalten. Mit den symbolisch mitgeführten Fackeln haben sie die Brandnacht des 9. November 1938 auf ihre Art „zelebriert“, eine Verunglimpfung und Verhöhnung der jüdischen Opfer des Faschismus, eine Missachtung des Gedenkens an die Pogromnacht.

Wie in ganz Deutschland brannten auch in Essen vor 73 Jahren in der Nacht vom 9. auf den 10. November die Synagogen. Geschäfte und Wohnungen wurden von SS-Schergen zertrümmert, jüdische Bürger verhaftet, zusammengeschlagen, in KZs verschleppt, ermordet. Mit der Reichspogromnacht wurde ein weiteres Kapitel der Entrechtung und Verfolgung jüdischer Menschen eingeleitet. Es endete in den Gaskammern von Auschwitz, Treblinka, Majdanek, Belcek, in einer millionenfach industriell organisierten Massenvernichtung von Menschen, in einem in der bisherigen Geschichte einmaligen Verbrechen. Über 2000 Essener Jüdinnen und Juden wurden in Vernichtungslagern ermordet oder durch Kommandos der Faschisten in den von der deutschen Wehrmacht besetzten Gebieten des Ostens erschossen.

Wir verwahren uns dagegen, dass die Nazis diesen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust missbrauchen können, um in Borbeck oder in anderen Essener Stadtteilen rassistische, volksverhetzende, antisemitische und nationalistische Reden zu halten. Wir fordern die Polizeipräsidentin auf, jegliches Auftreten der Neonazis in Essen zu verbieten.

Verhindern Sie mit uns, dass Nazis in Borbeck oder anderswo in Essen ganz besonders an diesem Datum aber auch an anderen Tagen aufmarschieren. Unterstützen Sie diesen Aufruf und kommen Sie zur Demonstration und Gedenkkundgebung an die Pogromnacht am 09. November nach Borbeck.

Die Auftaktkundgebung beginnt um 18.00 Uhr am Germaniaplatz. Zum Aufruf (168 KB)

 

16.07.2011 - Essen rechts außen: Ein Überblick über die Essener rechte Szene seit 2005

Wir wollen Dir mit dieser Broschüre einen Überblick der Geschichte und Entwicklung der rechten Parteien - also DVU, REP, NPD und „pro NRW“ - in Essen geben. Weiter geht es mit einer Gegenüberstellung der Wahlergebnisse dieser Parteien bei den Kommunal-, Landtags- und Bundestagswahlen seit 2004. Im Anschluss daran beschäftigen wir uns mit den nicht Partei gebundenen Neonazis und zeigen ihre vor allem organisatorische Entwicklung in Essen auf. Nach einem kurzen Artikel über die vor allem bei Neonazis beliebte Modemarke „Thor Steinar“ und die in Essen seit 2009 ansässige Filiale „Oseberg“, findet ihr eine Chronik rechter Kundgebungen und Demonstrationen in Essen. Im Anschluss daran geben wir einen statistischen Überblick über den juristischen Umgang von Staatsanwaltschaft und Gerichten mit rechten Straftaten in Essen. Zum Abschluss wollen wir Euch dazu ermuntern euch antifaschistisch zu engagieren und zu organisieren.

Viel Spaß beim Lesen!

Die Broschüre gibt es auch in gedruckter Form und wird in Kürze an verschiedenen Stellen in Essen und Umgebung zur kostenlose Mitnahme ausliegen.

Zum download (6,52 MB)

Mit solidarischen Grüßen

Rote Antifa [Essen]

 

29.04.2011 – WAZ - Menschen im Ruhrgebiet sterben früher

Menschen im Ruhrgebiet sterben frueher-kVon Matthias Korfmann, Dinah Büssow - Essen. Die Lebenserwartung ist im Ruhrgebiet deutlich niedriger als im Münster- oder im Rheinland. Ein Gelsenkirchener Mann stirbt im Schnitt fünf Jahre früher als ein Bonner. Experten führen diese Unterschiede auf soziale Probleme zurück: „Arme sterben früher“, sagen sie.

Ruhrgebietsbürger sterben im Schnitt deutlich früher als Menschen im Münster- oder im Rheinland. Der Unterschied beträgt bis zu fünf Jahre bei Männern. Deren statistische Lebenserwartung liegt zum Beispiel in Bonn bei 79,3 und in Gelsenkirchen bei 74,6 Jahren. Der Unterschied ist so groß, dass sogar der übliche Abstand zwischen der Lebenserwartung von Frauen und Männern verschwindet. Heißt: Männer in Bonn leben im Schnitt so lange wie Frauen in Gelsenkirchen: 80 Jahre.

Die Daten, die das Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit (Liga) und Wissenschaftler der Ruhr-Uni-Bochum gesammelt haben, unterstreichen den Zusammenhang zwischen Lebenserwartung und Wohnort. „Arme sterben früher“, sagt der Bochumer Soziologe Peter Strohmeier. Arbeitslosigkeit, schlechtere Wohnquartiere, mehr Emissionen – all das führe zu diesen „bemerkenswerten Unterschieden.“ Besonders niedrig ist die Lebenserwartung dort, wo vergleichsweise viele Menschen in prekären Verhältnissen leben: in Gelsenkichen, Oberhausen und Duisburg. Männer werden dort im Schnitt 75, Frauen 80 Jahre alt. Zwischen drei und fünf Jahren länger leben die Bürger in Bonn, Münster und Paderborn. Mehr dazu (52 KB)

 

29.04.2011 - 1.Mai-Feier der DKP-Essen: "Fröhlich in die Armut"

29-04-2011Liebe Freunde, liebe Genossinnen und Genosen,

hiermit laden wir herzlich ein zu unserer 1. Mai-Feier.

Nach unserer erfolgreichen Veranstaltung zum Internationalen Frauentag mit ca. 150 Gästen freuen wir uns, euch Erich Schaffner mit seinem Programm "Fröhlich in die Armut" präsentieren zu dürfen. Erich wird am Klavier begleitet von Georg Klemp.

Freitag, 29. April 2011, Beginn: 19.00 Uhr

Bürgerhaus Oststadt - Essen Steele

(Der Linienbus 184 hält direkt vor dem Bürgerhaus, Haltestelle "Bürgerhaus Oststadt".)

Der Eintritt kostet 6 Euro, ermäßigt 4 Euro.

Karten im Vorverkauf sind erhältlich im Kreisbüro der DKP Essen, Tel.: 0201 23 56 45

Speisen und Getränke (Wein, Sekt, Bier, Softdrinks) sowie Cocktails werden angeboten. Der Flyer (248 KB) - Diese Einladung (266 KB)

 

30.03.2011 – Liebe  Freunde, scheinbar hatte die WAZ für diesen Artikel (vom 27.03.) etwas schlecht recherchiert. Nun der verlinkte Artikel in seiner Fassung vom 29.03.2011, die betreffene Stelle im Text ist markiert.

WAZ - Zeche Zollverein : Macht das Essener Bauamt Zollverein dicht?

Macht das Essener Bauamt Zollverein dicht-kVon Daniel Drepper - Essen. Zeche Zollverein sorgt weiterhin für Wirbel. Jetzt gibt es Ärger um angebliche Mängel beim Brandschutz in der Kohlenwäsche, die das Ruhrmuseum beherbergt. Die Schließung droht.

Bauexperten kritisieren Mängel im Sicherheitskonzept des Weltkulturerbes Zollverein. Ab Mittwoch könnte sogar die Schließung der Kohlenwäsche drohen. Die Stiftung Zollverein bestreitet die Vorwürfe weitgehend.

Für Kopfschmerzen sorgen auf Zollverein derzeit neben Finanzschwierigkeiten auch bauliche Probleme. Nach Informationen der WAZ-Medien-Gruppe hatte das städtische Bauamt in Essen bereits im Jahr 2009 erhebliche Mängel festgestellt, die bis heute nicht ausreichend beseitigt wurden.

Dabei geht es um wesentliche Punkte: Insider berichten etwa von Schwierigkeiten beim Brandschutz im zentralen Gebäude der Anlage, der Kohlenwäsche. Dort ist auch das Ruhrmuseum untergebracht. Das Bauamt teilte nach einer erneuten Brandschau vor Ort am 8. März mit, wenn Zollverein nicht bis zum 30. März einen konkreten Plan vorlege, um die Mängel zu beseitigen, müssten „ordnungsbehördliche Maßnahmen bis hin zur Nutzungsuntersagung des gesamten Gebäudes erwogen werden.“ Mehr dazu (32 KB)

 

19.02.2011 - Alternativer Trauerzug und -feier

19-02-2011Die Kulturhauptstadt geht dahin und mit ihr: Schwimmbäder, Sportanlagen, Jugendzentrum, Bibliotheken, …

die Bürgerliste Nord lädt ein zu Aktion "Trauerfeier", siehe Plakat. Gerne gesehen: natürlich schwarze Kleidung. Auch gerne gesehen: rote Fahnen! Und wer noch hat: Rotlicht mitbringen.

Also nix wie hin! Das Plakat dazu (220 KB)

 

07.02.2011 – WAZ - Konzept gegen Kinderarmut nicht für ganz Essen

Konzept gegen Kinderarmut nicht fuer ganz Essen-kVon Jörg Maibaum - Essen. Die Stadtverwaltung hat eine erste Ideen-Skizze „Kinderarmut bekämpfen“ erarbeitet. Dabei will man sich auf Gebiete konzentrieren, wo’s brennt. Betroffen sind rund 22.000 Kinder, deren motorische und sprachliche Entwicklung zu wünschen übrig lässt.

Es sollte nicht weniger sein als ein „umfassender Schlag“ gegen Kinderarmut. Vor über vier Jahren forderte SPD-Ratsherr Michael Franz ein neues Konzept gegen die mit Händen zu greifende Benachteiligung des Nachwuchses bildungs- und einkommensarmer Familien. Alle in der Stadt freizusetzenden finanziellen Mittel sollten fließen, sekundierte Sozialdemokrat Thomas Fresen in den Reihen der Rats-Opposition. Jetzt kann die SPD zeigen, wie ernst sie es damals meinte.

Die Stadtverwaltung hat eine erste Ideen-Skizze „Kinderarmut bekämpfen“ erarbeitet. Die ist zwar alles andere als umfassend. Doch ein Konzept für die Gesamtstadt zu erarbeiten, „ist nicht zu schaffen“, sagt Sozialdezernent Peter Renzel. Deshalb wolle man sich auf Gebiete konzentrieren, wo’s brennt. 15 Stadtteile, in denen mit 34.000 Kindern immerhin mehr als die Hälfte des Nachwuchses lebt, sind inzwischen anhand unterschiedlicher Messgrößen genauso identifiziert wie die ersten fünf „Hot Spots“. Die Befunde sind erschreckend und die Befürchtungen entsprechend groß, den nach wie vor ungebrochenen Trend zu mehr Kinderarmut gepaart mit ihrer räumlichen Konzentration mit den lokalen Waffen allein nicht wirklich brechen zu können. Mehr dazu (48 KB)

 

Das schreckliche Ende der Kulturhauptstadt 2010

27.12.2010 – WAZ - Schnee-Alltag wird in Essen immer beschwerlicher

Schnee-Alltag wird in Essen immer beschwerlicher-kVon Martin Spletter - Essen. In der vierten Schneewoche wird der Alltag wird für die Bürger immer beschwerlicher. Straßenbahnen fallen weiter aus, Müll bleibt liegen, den Tankstellen geht das Benzin aus. Eine Übersicht der größten Probleme.

…….. Mehr dazu (48 KB)

Der WAZ-Kommentar dazu - Für die EBE ist die Zeit der Ausreden vorbei

Dass sich Vorgesetzte vor ihre Leute stellen, ist ein schöner Reflex. Über die Fehlerhaftigkeit des dahinter stehenden Vorgangs sagt das selbstverständlich wenig aus. Wenn der Chef der Entsorgungsbetriebe, Klaus Kunze, wenn OB Reinhard Paß die EBE für ihren Winterdienst sogar loben, ist das allerdings ein starkes Stück. Statt blinden Korpsgeist zu praktizieren, wäre vielsagendes Schweigen noch die ehrlichere Lösung.

Denn es ist und bleibt ein Skandal, was in Essen passiert, egal was die Verantwortlichen in langen Traktaten an Ausreden zum Besten geben. Und es ist auch eine Tatsache, dass andere Städte besser klarkommen. In Bochum etwa, topographisch mit Essen vergleichbar, fahren die Straßenbahnen relativ normal. Kein Vergleich mit dem Essener Chaos. Der Hammer ist, dass die Evag sich aus falscher (Stadt)-Solidarität nicht traut, Ross und Reiter zu nennen. Lieber lässt man die Kunden frierend an der Straße stehen statt den Druck auf die EBE-Oberen zu erhöhen, damit diese endlich bessere Arbeit abliefert. Ist es zuviel verlangt, sich bei solchen Wetterlagen richtig reinzuhängen und den Ehrgeiz zu entwickeln, den die Bochumer Kollegen offenbar besitzen?

Stattdessen sucht man das Heil nun in der Abschottung. Aktuelle Anfragen der WAZ werden nicht oder nur noch verspätet beantwortet, offenbar weil wir die Missstände für den Geschmack der EBE zu klar zur Sprache bringen. Der Versuch, offensichtliches Versagen unter der Decke zu halten, ist allerdings - was uns betrifft - zum Scheitern verurteilt.

 

03.12.2010 – UZ - "Das lassen wir uns nicht bieten!"

Das lassen wir uns nicht bieten-kEin ganzer Stadtteil kämpfte gegen NPD-Kundgebung

"Wir werden nicht wegschauen, wenn Nazis in Katernberg aufmarschieren, um ihre rassistische und menschenfeindliche Hetze zu verbreiten! Wir lassen uns nicht durch vermeintliche Feindbilder von wirklichen sozialen Missständen ablenken." So hieß es in einem Aufruf, den weit über 150 Bürgerinnen und Bürger des Essener Stadtteils auf einer Bürgerversammlung beschlossen hatten. Und sie organisierten den Widerstand gegen eine Provokation der NPD, die am 27. November unter dem Motto "Gegen die Überfremdung unserer Schulen und Stadtteile" marschieren wollte. Weiter forderten die Nazis "Getrennte Schulklassen für deutsche und ausländische Schüler", und auf lange Sicht für alle Migranten die "Rückführung in ihre Heimatländer".

Über 500 stellten sich quer gegen einen Haufen von 30 Neonazis, die unter massivem Polizeischutz versuchten, ihre rassistischen Parolen zu verbreiten. Der Widerstand war breit und bunt. Jugendliche Besucher zweier Jugendhäuser und die Schülervertretung der Gustav-Heinemann-Gesamtschule organisierten eine Demonstration zum Kundgebungsplatz. Die christlichen Kirchen und die beiden Moscheen sprachen ein interreligiöses Friedensgebet. Bürgermeister und Bezirksbürgermeister fanden ebenso klare Worte wie die Bezirksschülervertretung, die Gewerkschaft GEW und der Vorsitzende des lokalen Werberings. In einer Interviewrunde bezogen Vertreter von CDU, SPD, Grünen, der Partei "Die Linke" und der DKP Stellung zu Problemen an den Schulen und machten gleichzeitig klar, dass Neonazis in Essen keinen Platz haben. Mehr dazu (24 KB)

 

Die Dunkelziffer liegt wahrscheinlich um einiges höher, aber es darf nicht sein, was nicht sein darf, nach meinen eigenen Beobachtungen.

26.11.2010 – WAZ - Soziales : Über 200 Jugendliche ohne Obdach

Soziales_ UEber 200 JugendliVon Peter Szymaniak - Armut in Essen: - Essen. Auf der Straße leben in Essen nach Beobachtung von Wohlfahrtsverbänden zunehmend mehr junge Menschen, die ohne feste Bleibe durch die Gegend ziehen.

„Der hohe Anteil von jungen wohnungslosen Männern und Frauen ist ein Alarmzeichen“, schreibt Antonius Holz von der Arbeitsgemeinschaft für „Wohnungslose“ in seinem jüngsten Bericht. Es bestehe dringend Handlungsbedarf, um in Essen zu verhindern, dass „eine wachsende Zahl von jungen Menschen dauerhaft in Wohnungslosigkeit, Sucht und Straffälligkeit abgleitet“. Das Problem sei, dass das Sozialnetz große Versorgungslücken für „obdachlose Jugendliche“ aufweise. Die Zahl der Betroffenen beziffert Holz auf rund 200.

„Wir begegnen in unserer Arbeit nahezu täglich junge Menschen, die sich in existenzbedrohenden Situationen befinden, die um Hilfe bitten, denen aber keine passenden Angebote offen stehen.“ Als Konsequenz reagierten ältere Jugendliche und junge Erwachsene zunehmend mit Lethargie, mit dem Rückzug ins Private, würden passiv oder gar aggressiv. Mehr dazu (36 KB)

 

11.11.2010 – jw - Ketchupattacke auf Duisburgs Bürgermeister

Unmut in Ruhrgebietsstadt: Abschlußbericht der Polizei über Loveparade-Katastrophe bleibt unter Verschluß. Linke fordert Untersuchungsausschuß

Von Markus Bernhardt - Noch immer sind die genauen Umstände, die am 24. Juli in Duisburg zur Loveparade-Katastrophe geführt haben und 21 jungen Menschen das Leben kosteten, nicht aufgeklärt. Die politisch Verantwortlichen wollen zur Tagesordnung übergehen. Doch in der Bevölkerung herrschen auch fast vier Monate nach dem Unglück noch Wut und Empörung.

Das bekam am Mittwoch auch Duisburgs Bürgermeister Adolf Sauerland (CDU) zu spüren. Als er im Stadtteil Reinhausen einen neuen Marktplatz einweihen wollte, wurde er mit Ketchup attackiert und von oben bis unten besudelt. Sauerland weigert sich bis heute, als Konsequenz aus der Tragödie zurückzutreten. Der CDU-Mann will auf eine Strafanzeige verzichten, da er dadurch Leuten öffentliche Aufmerksamkeit verschaffen würde, »die sonst keine haben«.

Nun bekommt die Unzufriedenheit neue Nahrung: Der Abschlußbericht über das Loveparade-Unglück, der von der Essener Polizei gefertigt wurde, soll angeblich aus ermittlungstaktischen Gründen unter Verschluß bleiben. Sogar den Mitgliedern des Innenausschußes des nordrhein-westfälischen Landtages soll das Papier vorenthalten werden. Die Essener Beamten hatten die Untersuchungen übernommen, um auszuschließen, daß den Duisburger Kollegen Vertuschung vorgeworfen werden könnte. Mehr dazu (16 KB)

 

09.11.2010 - german-foreign-policy - Wieder salonfähig

BERLIN/ESSEN (Eigener Bericht) - Warnungen vor einem weiteren Erstarken des Antisemitismus in Deutschland begleiten den heutigen 72. Jahrestag der Reichspogromnacht von 1938. Wie die aktuelle Debatte um Behauptungen des ehemaligen Bundesbank-Vorstandsmitglieds Thilo Sarrazin zeige, sei Antisemitismus "in der Mitte der Gesellschaft" wieder "salonfähig geworden", warnt der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland. Die Lage sei "bedrohlich". Neue Studien belegen hohe Zustimmungswerte zu antisemitischen Ansichten; so vertritt mehr als ein Sechstel der deutschen Bevölkerung die Meinung, "der Einfluss der Juden" sei "zu groß". Zivilgesellschaftliche Initiativen vermelden Dutzende antisemitische Übergriffe inklusive physischer Attacken auf Juden und Brandanschläge auf Synagogen; erst vor wenigen Tagen warfen Antisemiten einen Brandsatz auf die kurz zuvor eröffnete Synagoge in Mainz. Für den heutigen 9. November kündigen Neonazis eine öffentliche Kundgebung im nordrhein-westfälischen Essen an. Das Erstarken antisemitischer Ressentiments erfolgt zu einem Zeitpunkt, da im Berliner Establishment über ein mögliches Ende der EU sowie einen eventuellen nationalen Alleingang Deutschlands im weltweiten Machtkampf diskutiert wird. Mehr dazu (40 KB)

 

30.10.2010 – derwesten.de - Protest : Große Gegendemo bei NPD-Aufmarsch in Velbert

Grosse Gegendemo bei NPD-Aufmarsch in Velbert-kVon Harald Wiegand - Velbert-Neviges. Mit einer großen Gegendemo haben am Samstag mehrere Hundert Menschen in Velbert-Neviges auf eine Kundgebung der NPD reagiert. Die Polizei hatte die Innenstadt mit Straßensperren abgeriegelt und Ausschreitungen durch Autonome verhindert.

Es sollte ein rechter Aufmarsch gegen kriminelle Ausländer in Deutschland sein – es wurde ein buntes Volksfest gegen Intoleranz, Rassenhass und Ausländerfeindlichkeit, eine Demonstration gegen rechtes Gedankengut, gegen alte und junge Nazis: „Hand in Hand gegen Rassismus – Velbert ist bunt und nicht braun“ war am Samstag eindeutig die dominierende Veranstaltung in Neviges. Bunt, farbenfroh und mit einfallsreich gestalteten Transparenten nutzten etliche hundert Velberter aus allen Stadtteilen die Gelegenheit, ein eindeutiges Bekenntnis gegen Rechts abzulegen. Mehr dazu (64 KB)

28.09.2010 - Katernberg stellt sich quer

katernbergAm 27. November 2010 will die neonazistische NPD in Katernberg unter dem Motto: „Nein zur Überfremdung unserer Schulen“ aufmarschieren. In unseren Stadtteilen beweisen wir täglich, dass ein friedliches Zusammenleben zwischen verschiedenen Nationalitäten und Religionen möglich ist. Dieses Zusammenleben lassen wir uns nicht von braunen Banden zerstören. Sie fordern: „Getrennte Schulklassen für deutsche und ausländische Schüler, solange die schrittweise Rückführung noch nicht abgeschlossen ist.“ Sie verbreiten Rassismus und Intoleranz. Dem wollen wir uns entgegen stellen. Um darüber zu beraten, laden wir zu einer Bürgerversammlung am:

13. Oktober 2010, 19:00 Uhr im evangelischen Gemeindehaus am Katernberger Markt (über dem Kontakt)

Eingeladen sind alle Mitbürgerinnen und Mitbürger, die etwas gegen den geplanten NPD-Aufmarsch in unserem Stadtteil tun wollen. Das Flugblatt (16 KB)

 

19.08.2010 – WAZ - Nahverkehr : An der Rattenrampe aussteigen

An der Rattenrampe aussteigen-kVon Frank Hesselmann/Markus Fuhrmeister - Essener Nordwesten. Hier marode Stationen, die sofort komplett instand gesetzt oder mindestens aufgefrischt werden müssten, dort ambitionierte Neubau- und Sanierungsprojekte. Bahnfahrgäste klagen über Ratten auf der Plattform, defekte Aufzüge oder zugesprühte Fahrpläne auf kleinen Stationen nahe der Haustür.

Mitarbeiter der Deutschen Bahn AG kennen diese Kritik, ändern an S-Bahn-Haltepunkten aber wenig. Eher versenkt das Unternehmen Milliarden in den unnötigen Prestige-Neubau der Stuttgarter Citystation oder saniert den Essener Hauptbahnhof verspätet und mangelhaft. Einige S-Bahn-Kilometer entfernt, ist die schöne Bahnhofwelt am Ende. Abgefahren und trostlos sieht es vor Ort aus. Verspätungen kommen hinzu.

Dabei kassiert die Deutsche Bahn AG für jeden ihrer Bahnhöfe so genannte „Stationspreise“, für die das Unternehmen nach eigenen Angaben „ein verlässliches Leistungsbündel ohne Zusatzkosten und finanzielles Risiko“ anbietet. Soll heißen: Diese eingenommenen Stationspreise fließen in den Unterhalt der Bahnhöfe. Oder sollten dies zumindest tun. „Wenn der Aufzug in Gerschede wieder nicht funktioniert, dauert es stets Wochen, bis er repariert ist und ich wieder auf den Bahnsteig komme“, klagt eine Rollstuhlfahrerin.

Was tatsächlich in der Breite von den Pauschalen ankommt, davon können sich viele Fahrgäste täglich auf den Bahnsteigen vor Ort überzeugen. Beispiele gefällig? Die Züge, die im Auftrag des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) unterwegs sind, halten etwa am Bahnhof Gerschede in der Woche 275 Mal. Pro Zughalt der S-Bahn-Linie 9 zahlt der VRR drei Euro. Die Bahn kassiert also allein dort im Jahr 42.900 Euro. Mehr dazu (120 KB)

 

30.07.2010 – DKP-Ruhr-Westfalen - Zu den Vorfällen auf der Love Parade in Duisburg

Presseerklärung des DKP-Bezirksvorstandes Ruhr-Westfalen

Der Bezirksvorstand Ruhr-Westfalen der Deutschen Kommunistischen Partei trauert mit den Angehörigen der Toten während der Love Parade in Duisburg. Mindestens neunzehn Familien haben ihre Söhne und Töchter verloren, Menschen in der Blüte ihres Lebens. Hunderte Familien müssen um ihre Angehörigen bangen, die in Kliniken eingeliefert wurden, Tausende haben sich in der Nacht der Veranstaltung um ihre Kinder Sorgen gemacht.

Die DKP verlangt, dass die Geschehnisse, die zu diesen tragischen Ereignissen führten, schnellstens aufgeklärt werden, die dafür Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden und Duisburgs Oberbürgermeister Alfred Sauerland (CDU) seinen sofortigen Rücktritt erklärt. Mehr dazu (80 KB)

 

30.07.2010 - UZ - Gier statt Sicherheit

Die Duisburger Ratsfraktion der Partei "Die Linke" hat in einer ersten Presseerklärung nach dem Unglück bei der Love Parade darauf hingewiesen, dass die Veranstalter den Zugang durch den "Flaschenhals Karl-Lehr-Tunnel gewissermaßen als Ventil nutzen und weitere Besucherströme zurückhalten" wollten. In dieser verfehlten Taktik steckt die wesentliche Ursache für den Tod und die Verletzungen so vieler junger Menschen, darin werden aber auch die Haltung und die Motive der Veranstalter deutlich.

Zunächst zum Verlauf. Der alleinige Zu- und Abgang zum Gelände über Tunnel und Rampe blieb bis etwa 14.00 Uhr am vergangenen Samstag unter Kontrolle. Dann öffnete die Polizei aus bisher unbekannten Gründen bis zu zehn Sperren vor den beiden Tunnelenden und die BesucherInnen strömten nun nahezu ungehindert in den Tunnel. Am Fuß der Rampe wurden sie von einer Polizeisperre aufgehalten, kontrolliert und dann über die Rampe auf das Gelände gelassen. Die Situation wurde schwierig, als immer mehr Menschen vom Gelände zurückströmten. Mehr dazu (80 KB)

 

30.07.2010 – jw - »Sauerland muß weg«

sauerland muss weg-kDuisburg: Demonstranten und Politiker fordern nach Love-Parade-Katastrophe Rücktritt des Oberbürgermeisters. Ratsfraktion Die Linke legt Fragenkatalog vor

Von Claudia Wangerin - Auch am fünften Tag nach der Duisburger Love-Parade-Katastrophe hat niemand die Verantwortung für den Tod von 21 Menschen übernommen. Diese waren am Samstag auf dem Weg zum Partygelände auf dem alten Güterbahnhof zu Tode gequetscht worden oder später im Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen.

Das nordrhein-westfälische Innenministerium erhob am Donnerstag erneut schwere Vorwürfe gegen den Veranstalter Rainer Schaller. Dieser sei nach bisherigen Erkenntnissen für den Einlaß zum Gelände sowie die Sicherheit im Tunnel, der der einzige Zugang war, zuständig gewesen. Innenminister Ralf Jäger (SPD) plädierte allerdings auch für den Rückzug des Oberbürgermeisters Adolf Sauerland (CDU). Gegen den OB demonstrierten am Donnerstag morgen mehrere hundert Menschen vor dem Rathaus. Sie warfen ihm vor, alle Warnungen mißachtet zu haben. »Sauerland muß weg«, skandierte die Menge. »Keiner hier will Sie noch als Oberbürgermeister haben«, rief der Organisator der Kundgebung, Markus Schröder. Nach einer Schweigeminute zogen die Demonstranten durch die Innenstadt. Mehr dazu (76 KB)

 

28.07.2010 - derStandard.at - Veranstalter wird schwer belastet

Trauer Duisburg-kEingangsschleusen hätten gesperrt werden sollen - Weiteres Todesopfer in Duisburg

Duisburg/Düsseldorf - Nach der Katastrophe bei der Duisburger Loveparade mit 21 Toten erhebt die nordrhein-westfälische Polizei neue Vorwürfe gegen den Veranstalter.

Innenminister Ralf Jäger (SPD) verwies auf den Bericht des Duisburger Polizeipräsidiums, in dem es heißt, die Organisatoren rund um den Fitnessunternehmer Rainer Schaller hätten Absprachen nicht eingehalten.

Schleusen nicht gesperrt

Wie der nordrhein-westfälische Polizeiinspekteur Dieter Wehe auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Minister berichtete, sei wegen des großen Besucheransturms vereinbart worden, die Eingangsschleusen zu sperren. Dies sei jedoch nicht geschehen, so dass immer weitere Menschen in den engen Tunnel und auf die Rampe zum Festivalgelände drängten.

Diese Darstellung steht im krassen Gegensatz zu Schallers Schilderungen. Der Veranstalter hatte erklärt, die Einsatzleitung der Polizei habe die Anweisung gegeben, alle Schleusen vor einem der Tunneleingänge am späteren Unglücksort zu öffnen. Laut Polizei hatte sich der Druck auf Tunnel und Rampe zusätzlich verstärkt, als sich Menschen durch vorübergehende Lücken in Absperrzäunen zwängten. Mehr dazu (104 KB)

 

28.07.2010 – jw - Protokoll des Versagens

Protokoll des Versagens-kVon Claudia Wangerin - Nachdem sich die Zahl der Toten nach der Massenpanik bei der Love Parade in Duisburg am Montag auf 20 erhöht hatte, verdichteten sich am Dienstag die Erkenntnisse über Verantwortlichkeiten. Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) war offenbar schon über einen Monat vor der Tragödie über die Sicherheitsbedenken informiert. Das Bauordnungsamt hatte massive Einwände gegen das vorgelegte Sicherheitskonzept erhoben. Das geht aus dem Protokoll einer Besprechung mit dem Veranstalter »Lopavent«, der Feuerwehr, dem Ordnungsamt und dem Ordnungsdezernenten Wolfgang Rabe hervor, die am 18. Juni stattfand. Das Papier liegt dem Internetnachrichtenportal DerWesten.de vor, das am Dienstag Details veröffentlichte. Demnach gab es bei dem Treffen bereits einen Streit über Fluchtwege. Auf dem Verteiler sei handschriftlich das Kürzel »OB« wie »Oberbürgermeister« vermerkt. Sauerland hatte der Rheinischen Post (Dienstagausgabe) gesagt: Er habe vor der Love Parade keine Kenntnis von Sicherheitsbedenken gehabt. »Mir sind keine Warnungen bekannt«, sagte er wörtlich. Mehr dazu (72 KB)

27.07.2010 – NZZ - Loveparade-Opfer starben alle an Brustquetschungen

Loveparade-Opfer starben alle an Brustquetschungen-kStürze nicht Todesursache – Rücktrittsforderungen werden lauter

Die bei der Love-Parade in Duisburg zu Tode gekommenen Menschen wurden von den Menschenmassen erdrückt. Mit dieser Feststellung geht nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft in deutlicher Distanz zu den Veranstaltern.

(ddp) Die 20 Todesopfer der Loveparade in Duisburg sind alle an Brustquetschungen gestorben. Das gab die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft am Dienstag in Düsseldorf bekannt. Sie wies damit frühere Meldungen zurück, wonach die meisten Opfer zu Tode stürzten.

Die Ministerpräsidentin ging damit deutlich auf Distanz zu den örtlichen Verantwortlichen: «Wenn sie die Videosequenzen gesehen haben, ich zumindest habe dort niemanden stürzen sehen. Das hat mich schon etwas gewundert.» Offensichtlich sei keiner von der hohen Mauer gestürzt. «Das war ja die erste Aussage, die am Samstag kam.»

Kraft erklärte, die Menschen seien am Zugang zum Festgelände zu Tode gekommen. Hier hätten der Veranstalter und die Stadtverwaltung die Verantwortung gehabt. Mehr dazu (100 KB)

 

26.07.2010 – jw - Keiner hat schuld

keiner hat schuld-kVon Arnold Schölzel - Eine Mischung aus Unfähigkeit, Gleichgültigkeit und Gier nach kommerziellem Erfolg bestimmte offensichtlich die Planungen für die sogenannte Love Parade in Duisburg, bei der am Sonnabend 19 Menschen ums Leben kamen und mehr als 340 verletzt wurden. Eine Fortsetzung fand dieses Verhalten am Sonntag in einer Farce von Pressekonferenz mit Veranstaltern und Vertretern der Stadt – nun mit »Bestürzung« und »Entsetzen« ergänzt. Immerhin beschlagnahmte die Staatsanwaltschaft am Sonntag die Planungsunterlagen der kommunalen Verwaltung. Am Tag zuvor waren 16 Menschen nach einer Massenpanik an der einzigen Zugangsrampe zum Veranstaltungsort tot aufgefunden worden, drei Verletzte starben im Krankenhaus.

Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) kündigte am Sonntag eine lückenlose Aufklärung an, meinte aber, voreilige Schuldzuweisungen dürfe es nicht geben. Dafür bot er Floskeln an wie: »Ich hoffe, daß wir sehr schnell erfahren werden, ... wo Probleme aufgetreten sind, und wo unter Umständen auch Fehler begangen worden sind.« Er machte »individuelle Schwächen« für die Katastrophe verantwortlich. Mehr dazu (68 KB)

 

09.07.2010 - UZ - Kulturkampf in der Kulturhauptstadt

Kulturkampf in der KulturhauptstadtIn Essen erinnern rote Fahnen der Arbeiterklasse an die Abwehr des Kapp-Putsches vor 90 Jahren

Seit einigen Wochen wehen rote Fahnen am Wasserturm an der Steeler Straße in Essen. Dabei handelt es sich nicht – wie ja vermutet werden könnte – um eine Aktion der DKP, sondern um ein Projekt im Rahmen der „Kulturhauptstadt 2010“ mit dem Titel „B1/A40 – Die Schönheit der großen Straße“. Die „große Straße“ ist dabei der „Ruhrschnellweg“, eine der meistbefahrenen Verkehrsachsen des Ruhrgebietes.

In diesem Projekt stellen unterschiedliche Künstler Baudenkmäler und Kunstobjekte an dieser Verkehrsader heraus. Der Hamburger Künstler Christoph Schäfer erinnert mit der Dekoration des Wasserturms an die „Rote Ruhr Armee“, die am Wasserturm im Jahr 1920 eine Schlacht mit der Einwohnerwehr und der Sicherheitspolizei führte und auch an die Geschichte der Arbeiterbewegung im Ruhrgebiet.

„Normalerweise werden in Städten Herrschaftsarchitekturen angestrahlt. Meine Arbeit taucht den Wasserturm in der Steeler Straße in rotes Licht, um die mit diesem Ort verknüpfte und verdrängte Geschichte dem Vergessen zu entreißen. Parallel dazu werde ich mit den Anliegern Texte erarbeiten, die sich um folgende Fragen drehen könnten: Was bedeutet Internationalismus heute? Wie sieht es mit der sozialen Frage aus? Ist eine Revolution heute noch denkbar? Sind Migranten die Avantgarde von heute?“, äußert sich der Künstler auf der Internetseite des Kurators. Mehr dazu (2,16 MB) Die Vorgeschichte aus der Großbürgerlichen WAZ dazu:

22.06.2010 – Leserbrief WAZ - Verharmlosung eines Verbrechens?

Verharmlosung eines Verbrechen-kWenn jemand hier versucht die Geschichte zu verkitten, dann doch wohl die Herren/Frauen die diesen Artikel geboren haben.

Die „Rote Ruhrarmee“ war kein Trupp von Extremisten, sondern sie verteidigte unsere Heimat mit Ihrem Blute gegen dem Weißen Terror. Dieser Weiße Terror von Seiten der „Freikorps“ und deren Verbündeten (Reichswehr, Polizei und rechte Bürgerwehren) wütete über das gesamte Ruhrgebiet. Hätte es diesen Widerstand der Roten Ruhrarmee nicht gegeben, hätten die Vorläufer der Nazis, eben die Leute um den Kapp-Lüttwitz-Putsch das Sagen im Lande gehabt.

Die freiwillige „Rote Ruhrarmee“ setzte sich zusammen, aus USPD, SPD, KPD Mitglieder und vor allem aus parteilosen Berg- und Stahlarbeitern, die einfach die Schnauze voll hatten von 5 Jahren Hip-Hip-Hurra Krieg für Willi zwo. Als Quelle für unsere geschichtsunwissenden Journalisten empfehle ich folgende Literatur: http://www.nrw2000.de/weimar/rote_ruhrarmee.htm

Mit freundlichen Grüßen und der Bitte um Veröffentlichung

Karl-Heinz Sabelleck Der Leserbrief mit Artikel (1 MB) Der Artikel (312 KB)

 

02.-04.07.2010 - Kubanische Kultur im Salzlager des Weltkulturerbe “Zollverein”

Trotz Fußball-WM bei tropischer Hitze und dazugehörigen tropischen Gewitter am 2. Juli  war der Nachmittag auf Zollverein ein Genuss für alle Freunde der Karibik und des Kubanischen Volkes. Nachfolgend eine kleine Fotoserie zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken.

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23.06.2010 - german-foreign-policy - Meinung bilden (I)

(Streit um den WAZ-Konzern in Serbien)

BELGRAD/ESSEN - (Eigener Bericht) - Dubiose Geschäfte begleiten einen Expansionsversuch der deutschen WAZ Mediengruppe in Serbien. Der Essener Konzern, der vor beinahe neun Jahren mit einem 50-Prozent-Anteil bei einer der zwei bedeutendsten serbischen Tageszeitungen eingestiegen ist, bemüht sich schon lange, auch Anteile an der zweiten maßgeblichen Tageszeitung des Landes zu erwerben. Der Versuch, dies wegen rechtlicher Schwierigkeiten über einen Mittelsmann zu tun, droht gegenwärtig am serbischen Kartellamt zu scheitern. Bemühungen der WAZ, mit politischem und wirtschaftlichem Druck die Expansion auf dem serbischen Pressemarkt erzwingen zu können, haben bislang ebenfalls nicht zum Erfolg geführt. Das deutsche Unternehmen droht nun, es werde sich gänzlich aus Serbien zurückziehen - mit negativen Folgen für die Beziehungen Serbiens zum mächtigen Deutschland. Bei ihren Geschäften in Belgrad, die erst nach dem Sturz von Slobodan Milošević möglich wurden, ließ sich die WAZ vom einstigen Ministerpräsidenten Jugoslawiens, Zoran Djindjić, Geschäftskontakte zu zweifelhaften Kreisen vermitteln. Ein Geschäftsmann, der heute angibt, mit WAZ-Geschäftsführer Bodo Hombach (SPD) zwielichtige Deals diskutiert zu haben, wurde zum Zeitpunkt seiner Kontaktaufnahme zur WAZ in der deutschen Presse als ein "Kopf der Balkan-Mafia" bezeichnet. Mehr dazu (100 KB) Lesen dazu auch den folgenden zweiten Teil:

 

Meinung bilden (II) (Streit um Expansion der WAZ in Serbien) (104 KB)

 

22.06.2010 – Leserbrief WAZ - Verharmlosung eines Verbrechens?

Verharmlosung eines Verbrechen-kWenn jemand hier versucht die Geschichte zu verkitten, dann doch wohl die Herren/Frauen die diesen Artikel geboren haben.

Die „Rote Ruhrarmee“ war kein Trupp von Extremisten, sondern sie verteidigte unsere Heimat mit Ihrem Blute gegen dem Weißen Terror. Dieser Weiße Terror von Seiten der „Freikorps“ und deren Verbündeten (Reichswehr, Polizei und rechte Bürgerwehren) wütete über das gesamte Ruhrgebiet. Hätte es diesen Widerstand der Roten Ruhrarmee nicht gegeben, hätten die Vorläufer der Nazis, eben die Leute um den Kapp-Lüttwitz-Putsch das Sagen im Lande gehabt.

Die freiwillige „Rote Ruhrarmee“ setzte sich zusammen, aus USPD, SPD, KPD Mitglieder und vor allem aus parteilosen Berg- und Stahlarbeitern, die einfach die Schnauze voll hatten von 5 Jahren Hip-Hip-Hurra Krieg für Willi zwo. Als Quelle für unsere geschichtsunwissenden Journalisten empfehle ich folgende Literatur: http://www.nrw2000.de/weimar/rote_ruhrarmee.htm

Mit freundlichen Grüßen und der Bitte um Veröffentlichung

Karl-Heinz Sabelleck Der Leserbrief mit Artikel (1 MB) Der Artikel (312 KB)

 

04.06.2010 – UZ  - Schwarze Ballons über dem Revier

schwarze ballons-kStätten des Sozialabbaus auf Anregung der DKP gekennzeichnet

Vom 22. bis 30. Mai kennzeichneten große gelbe Ballons die Standorte ehemaliger Zechen im Ruhrgebiet, allein 35 in Dortmund. Das Erinnern an die Zechen, an die schwere schwarze Arbeit der Bergarbeiter, an das entbehrungsreiche Leben ihrer Familien, an die Verschmutzung der Atemluft im Revier wäre sicher eine gute Sache.

Aber das teure Spektakel hatte eine ganz andere Absicht: "Schachtzeichen ist die Idee, den Strukturwandel im Ruhrgebiet aufzuzeigen und ihn ´sinnlich erfahrbar´ zu machen ...", hieß es im Internet-Aufritt der Organisatoren.

Im Revier "sinnlich erfahrbar" ist heute Anderes: In den Städten werden die Etats für kulturelle und soziale Einrichtungen gekürzt, die von allen gebraucht werden. Bibliotheken und Sportstätten werden geschlossen, Zuschüsse für kulturelle Einrichtungen, für soziokulturelle Zentren, für Sprachförderung und Schulküchen werden gekürzt oder ganz gestrichen. Mehr dazu (80 KB)

Der 1.Mai 2010 in Essen

30.03.2010 – NRZ – Schachtzeichen : Schwarz-gelbe Schlacht am Schacht

Von Wolfgang Kintscher - DKP will die für Ende Mai geplante Kulturhauptstadts-Aktion mit den gasgefüllten gelben Ballons revierweit für ihren Protest gegen den Sparkurs der Städte nutzen.

Wer Zeichen setzen will, ein spektakuläres Bild erzeugen, der muss auch mit solchen Aktionen rechnen: Neben den bis zu 450 gasgefüllten Ballons, die Ende Mai für eine Kulturhauptstadtwoche lang vom Strukturwandel der Zechenregion Ruhrgebiet künden („Aktion Schachtzeichen“), wollen Aktivisten der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) einen Tag lang schwarze Ballons aufsteigen lassen – als Signale für „Stätten des Kahlschlags und des Sozialabbaus“, die von den aktuellen Sparplänen der verschiedenen Kommunen betroffen sind. Mehr dazu (88 KB)

 

29.03.2010 – Patrik Köbele - Aktion Schlachtzeichen

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Genosinnen und Genossen,

unsere Städte werden kaputtgespart, der soziale Kahlschlag trifft uns alle. Wir wollen zeigen, dass wir gerade in diesem Jahr, in dem sich unsere Region Kulturhauptstadt nennt, nicht bereit sind dies ohne Widerspruch hinzunehmen. Deshalb rufen wir auf zur Aktion "Schlachtzeichen". Auch, wenn dies eine Idee der DKP ist, so beanspruchen wir darauf kein Copyright. Wir freuen uns über Beteiligung, Mitmachen, Übernehmen und Nachahmen.

Am 29.Mai sollen schwarze Ballons den Protest zum Ausdruck bringen.

Wir hoffen und freuen uns auf eine breite Resonanz.

Viele Grüße

DKP Ruhr-Westfalen

Patrik Köbele

P.S.: Dieser Aufruf darf natürlich ungehemmt weiterverbreitet werden Der Aufruf (12 KB)

 

Keinen Fußbreit den Rassisten und Faschisten in Katernberg

Hier geht es zur Fotoseite vom 26.03.2010

29.03.2010 – jw – von Dirk Hein - Kreuzzug abgewehrt

Kreuzzug-Abgewehrt-kTausende haben am Sonntag in Duisburg gegen die rechte Bürgerbewegung »Pro NRW« und die neofaschistische NPD demonstriert. Nach Angaben von Veranstaltern und Lokalmedien nahmen mehr als 10000 Menschen an den friedlichen Protesten gegen zwei rechte Aufmärsche teil. Die Aufzüge von NPD und »Pro NRW« mit jeweils 200 Teilnehmern durch den Stadtteil Marxloh richteten sich gegen Muslime in Deutschland. Die Proteste der beiden Parteien waren Teil eines Aktionswochenendes gegen eine angebliche »Islamisierung« der BRD. Motto: »Abendland in Christenhand.« Ziel ihrer Aufmärsche war die Merkez-Moschee, die allerdings durch die massive Präsenz von Nazigegnern geschützt wurde.

NPD und »Pro NRW« treten neben verschiedenen christlich-fundamentalistischen Kleinstparteien zur nordrhein-westfälischen Landtagswahl am 9. Mai an und versuchen derzeit, mittels antiislamischer Hetzkampagnen bei potentiellen Wählern zu punkten. Mehr dazu (64 KB)

 

26.03.2010 – derwesten.de - Integrationspolitik: „Wir lassen uns keine Angst machen“

Katernberg-26-03-2010-kVon Kai Süselbeck - Katernberg war am Freitag der bestbewachte Stadtteil Essens. Ein Großaufgebot der Polizei trennte 32 Demonstranten der rechtspopulistischen „Pro NRW“ von 500 Gegendemonstranten und bewachte die Fatih-Moschee, der SPD-Parteichef Sigmar einen Besuch abstattete.

„Stellt euch vor, es ist Nazi-Demo - und keiner geht hin“, witzelten die Gegendemonstranten, als sie den Kundgebungsort erreichten. Vom Katernberger Markt aus waren sie zur Ecke Zollverein-/Katernberger Straße gezogen - immer dem Abrahamsrad hinterher, das den gemeinsamen Ursprung der christlichen, jüdischen und muslimischen Religion symbolisiert. Der Runde Tisch gegen Rassismus hatte zum Protest aufgerufen, unterstützt von den christlichen Kirchen, die auf das im Grundgesetz verankerte Recht auf Religionsfreiheit pochen. Die andere Straßenseite war für Demonstranten von „Pro NRW“ reserviert - doch sie blieb noch lange nach dem geplanten Kundgebungsbeginn um 14 Uhr leer. Mehr dazu (108 KB)

 

katernberg-26-03-2010Die rassistische Partei "Pro NRW" will am 26. März vor der Moschee in Katernberg demonstrieren. Mit ihrer "Minarett-Verbotsforderung" will sie unser friedliches Zusammenleben zerstören.

Wir sehen nicht ein, dass die Herkunft und Religion unserer Freunde, Nachbarn und Arbeitskollegen rassistisch missbraucht wird. Wir wehren uns gegen diese menschenverachtende Propaganda!

Wir appellieren an die Verantwortlichen in Polizei und Verwaltung, alle rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen, um diesen Aufmarsch zu verhindern.

Deshalb erklären wir: Fremdenhass ist bei uns unerwünscht!

Freitag, den 26. März:

vorab: Schülerdemonstration der Gustav-Heinemann-Gesamtschule zum Katernberger Markt

12.30:Katernberger Markt

Start vor ev. Kirche mit dem interreligiösen „Engel der Kulturen“, Zwischenhalt an der katholischen Kirche, dann

13.45:Kundgebung Zollvereinstr. /Katernberger Str., große Bühne mit Beiträgen.

Parallel ab 14.00 Uhr: „Engel der Kulturen“ und interreligiöses Friedensgebet auf dem Gelände der Fatih-Moschee

Mehr dazu (56 KB)

 

19.03-2010 –  UZ - In Dinslaken wurde der Kämpfer der Roten Ruhr Armee gedacht

Dinslaken-b-kMit einer Gedenkfeier und einer anschließenden Kranzniederlegung wurde am 14. März in Dinslaken der Kämpfer der Roten Ruhr Armee und der Opfer des Kapp-Putsches vor 90 Jahren gedacht. Über 80 Gäste folgten der Einladung des Kreisverbandes Wesel der Partei „Die Linke“, der DKP-Kreisorganisation Wesel, der VVN-BdA und des Duisburger Netzwerkes gegen rechts.

Nach der Begrüßung durch Rosemarie Stiffel (DKP) würdigte Katharina Schwabedissen (Landessprecherin der Partei „Die Linke“) die Kämpfer gegen den Kapp-Putsch: „Viele Hunderte von ihnen wurden in den Kämpfen getötet, Hunderte von Standgerichten der Reichswehr erschossen und unendlich viele dieser Genossinnen und Genossen wurden von den Nationalsozialisten brutal ermordet. “ Sie benannte den historischen Verdienst der kämpfenden Arbeiter: „Damals wie heute hat die Linke – kleingeschrieben und mehr als die Partei, die sich “Die Linke" nennt – die Demokratie gegen Rechts verteidigt." Katharina Schwabedissen erläuterte die Hintergründe des häufigen Verschweigens des Kampfes der Arbeiter 1920: „Es ist die Erinnerung, die genommen werden soll. … Die Kämpferinnen und Kämpfer der Ruhrarmee, ihre Gründe für den Kampf und ihre Hoffnungen sollen im Verschweigen versinken.  Mehr dazu (104 KB) - Redebeitrag von Katharina Schwabedissen, Landessprecherin DIE LINKE. NRW (24 KB) - Redebeitrag von  Heinz Stehr, Vorsitzender der DKP (40 KB)

 

14.03.2010 - Zum 90. Jahrestag der “Roten Ruhrarmee”

dinslaken-kHola compañeras y compañeros,

am 14. März findet in Dinslaken eine gemeinsame Veranstaltung der Partei der Linken und der DKP zum 90. Jahrestag der “Roten Ruhrarmee” statt. Es wäre schön, wenn sich viele von uns an diesen bedeutsamen Ort unserer gemeinsamen Geschichte treffen und austauschen könnten.

Mehr dazu in den Anhängen, einmal im JPG (428 KB) und PDF (348 KB)Format, inhaltlich beide gleich.

saludos solidarios

Kalle

 

Man erinnert sich spät im Rahmen der Kulturhauptstadt, aber immerhin man erinnert sich, dass es einst die Stahl- und Bergarbeiter an der Ruhr waren, die maßgeblich mit daran beteiligt waren, vor 90 Jahren eine Rechte Militärdiktatur im Lande zu verhindern.

Vor 90 Jahren – der „Kapp-Putsch“ und „Rote Ruhrarmee“

13. - 27. März 2010-- Zeche Carl-Essen - Wilhelm-Nieswandt-Allee 104:

Eine Ausstellungs- und Veranstaltungsreihe über Militärputsch, Generalstreik und den bewaffneten Widerstand im Ruhrgebiet durch die „Rote Ruhrarmee“ im März und April 1920

Eröffnungsveranstaltung zur Ausstellung : Revolutionäre Morgenröte – Bolschewistischer Terror – Weißer Terror oder Rückkehr von Ruhe und Ordnung? Mehr dazu (888 KB)

13. März  -15:00 Uhr - Zeche Carl ,Wilhelm-Nieswandt-Allee 104 – Eröffnung der Veranstaltungsreihe - Begrüßung durch Walter Wandtke, Koordinator der Veranstaltungsreihe

Mittwoch, 17. März. 19:00 Uhr: Vortrag von Dirk Hallenberger :

Die literarische Verarbeitung von Kapp-Putsch u. Märzrevolution 1920

Mittwoch, 24. März, 20:00 Uhr: Romanlesung, Sprecher: Walter Wandtke

Hans Marchwitza über den Autor (16 KB). “Sturm auf Essen” (424 KB)

Essen-Katernberg wehrt gegen Braunes Pack

gegen Pro-nrw-k26.02.2010 – Nordanzeiger - Kreativ gegen Pro NRW

Mit vielen Ideen und vor allem engagiertem Protest gehen Katernberger gegen die für den 26. März geplante Veranstaltung von Pro NRW vor der Fatih-Moschee an der Schalker Straße vor. Auf einer Bürgerversammlung wurden das Vorhaben diskutiert. Mehr in unserer Ausgabe vom 27. Februar.

03.02.2010 - WAZ - Proteste gegen rechte Kundgebung von Pro NRW in Essen

Katernberg. Im Rahmen ihrer Minaretten-Konferenz plant die rechte Gruppierung „Pro NRW“ vor der Katernberger Fatih-Moschee eine Kundgebung. Schon jetzt regt sich heftiger Protest - unter anderem ist in Zusammenarbeit mit dem Integrationsbeirat eine „Menschenkette“ geplant.

Die rechte Gruppierung „Pro NRW“ plant eine Kundgebung vor der Katernberger Fatih-Moschee. Das erklärte Gary Hauer, Pro NRW-Bezirksvorsteher für das Ruhrgebiet. Gegen die Kundgebung, zu der die rechte Gruppierung rund 60 Teilnehmer erwartet, regt sich breiter Protest. Die Bezirksvertretung IV arbeitet an einer Resolution gegen die Aktion, die Anmeldung einer „Menschenkette“ ist - in Zusammenarbeit mit dem Integrationsbeirat der Stadt Essen - geplant. Während der CDU Kreisverband Essen betont, sich mit Entschiedenheit gegen die „Pro NRW“- Kundgebung zu wenden, erklärt der Kreisverband Die Linke, „Pro NRW ist nicht erwünscht“. Mehr dazu (96 KB)

 

12.02.2010 – derwesten.de – von Anne Wohland - Aus für 109 städtische Auszubildende

Essen-Uebernahme-kEssen. Das große Sparprogramm, das die Stadt von der Bezirksregierung auferlegt bekommt, trifft die Azubis der Verwaltung besonders hart. Weil Überschuldung droht, hat Regierungspräsident Jürgen Büssow ein Übernahmeverbot für die 109 Auszubildenden verhängt.

Heute dafür büßen, was morgen vielleicht passiert: „Einige Azubis konnten das ‘Verbot der Übernahme’ gar nicht richtig glauben. Sie fangen erst an das Ganze zu realisieren“, berichtet Karl-Uwe Gaida, Personalrat der Stadt über die Azubiversammlung zum Thema Übernahme. Weil der Stadt die Überschuldung drohen kann, hatte Regierungspräsident Jürgen Büssow ein Übernahmeverbot für die 109 Auszubildenden der Stadt Essen aus Verwaltungs- und gewerblich-technischen Berufen verhängt Nicht betroffen sind die Azubis der städtischen Tochterunternehmen Allbau, Evag, Messe Essen, Entsorgungsbetriebe (EBE) und Stadtwerke. Das Besondere an der Verfügung ist, dass sie präventiv gilt. Der Haushalt hat noch gar nicht zur Prüfung vorgelegen.

„Wir hoffen darauf, dass der Regierungspräsident die Möglichkeit nutzt und seine Entscheidung revidiert“, sagt Kai-Uwe Gaida, Personalrat der Stadt Essen, „Die Situation ist bei uns schon anders, als bei Städten die definitiv überschuldet sind. Aber wir können nicht fordern, nur bitten.“ Bisher wurden 35 bis 40 Prozent eines Jahrgangs unbefristet übernommen, um 30 Prozent erhielten einen befristeten Arbeitsvertrag. Die unbefristeten Verträge gingen meist an die Verwaltungsazubis, die befristeten an die gewerblich-technischen. Mehr dazu (88 KB)

 

08.02.2010 - Ein Leserbrief an die NRZ (Neue Ruhr Zeitung) von Heinz-W. Hammer

Betreff: »Vom Umbau nichts merken«, NRZ vom 06.02.10 zur »Jobcenter«-Organisation in Essen

Der neue Essener »Jobcenter«-Geschäftsführer Torsten Withaker wird mit der Aussage zitiert, dass nach 80.000 Hartz IV-Bescheiden »eines Jahres« (also vermutlich 2009) 7.500 Widersprüche eingereicht worden seien. »Rund die Hälfte der 1.470 Klagen vor Sozialgerichten ging zum Nachteil der Behörde aus, so Whitaker: rund ein Prozent aller Beschwerden.« Rechnen wir kurz nach: »Rund die Hälfte der 1.470 Klagen« sind 735. Dies sind jedoch von der Zahl »aller Beschwerden« 7.500 nicht etwa »rund ein Prozent«, sondern tatsächlich rund 10%! Mehr dazu (48 KB)

03.02.2010 – FR - von Annika Joeres - Bankrott mit Ansage - Oberhausen ist pleite

Oberhausen ist pleite-kIn Oberhausen beginnt die Nacht schon um 21 Uhr. Weil die Verkehrsbetriebe namens Stoag sparen müssen, fahren die regulären Busse bald zwei Stunden kürzer und nicht mehr bis 23 Uhr. Ohnehin gibt es in den Ferien weniger Verbindungen und eine Schnellbuslinie wurde komplett eingestellt. Aber es reicht immer noch nicht. "Wir müssen noch viel mehr sparen", sagt Sabine Müller von der Stoag. Bald könnten noch ein paar Linien dran glauben.

Oberhausen ist nur einen Katzensprung von den Niederlanden entfernt und mit dem gläsernen Centro thront das größte Einkaufszentrum Europas auf seinem Grund. Aber die 200.000-Einwohner-Stadt ist pleite. Knapp zwei Milliarden Euro schuldet die Stadt den Banken, jedes Jahr kommen viele Millionen hinzu.

Die leere Stadtkasse soll auf bisweilen groteske Weise gefüllt werden. So hat die Kommune eine Steuer für Prostituierte eingeführt, die sie für den Freier-Raum bezahlen müssen. Grünflächen werden seltener gemäht. Bücherbusse fahren schon lange nicht mehr durch die Viertel, das Musiktheater ist schon seit 17 Jahren dicht. Und Schwimmbecken können die Bürger lange suchen: Vier von sieben Bädern wurden im Lauf der Jahre geschlossen. Mehr dazu (76 KB)

 

21.01.2010 – WAZ –von P. Szymaniak- Klammes Essen könnte Touristen bald zur Kasse bitten

Klammes Essen-kEssen. Die finanzielle Notlage der Stadt Essen wird immer dramatischer. Kämmerer Lars Martin Klieve will ein „Sparpaket von historisch einzigartiger Größe“ schnüren. Auch eine Kulturabgabe für Touristen könnte Geld in die klammen Kassen spülen.

Nach der dramatischen Verschärfung der finanziellen Notlage der Stadt Essen sieht sich Kämmerer Lars Martin Klieve gezwungen, ein „Sparpaket von historisch einzigartiger Größe“ zu schnüren: Allein im Haushaltsjahr 2010 müssten nach dem Gewerbesteuereinbruch 120 Millionen Euro dauerhaft eingespart werden, 2011 müssten noch einmal 50 Millionen Euro dauerhaft hinzukommen.

Angedachte Maßnahmen: Jede zweite freie Stelle von 9000 städtischen Bediensteten wird nicht mehr besetzt; der Sachetat wird jährlich um zwei Prozent gekürzt; die Einnahmen werden verbreitert - möglicherweise durch eine höhere Grundsteuer für Hauseigentümer und Mieter; oder zusätzlich durch die von Oberbürgermeister Reinhard Paß (SPD) bereits angesprochene neue Kulturabgabe für Touristen.

„Wir müssen jetzt in der Stadtverwaltung nach den ersten Gesprächen noch einmal eine zweite Sparrunde drehen“, sagte Klieve. Bisher hätten sich die Dezernenten und Chefs der Beteiligungsgesellschaften zwar kooperativ gezeigt, allerdings seien deren Einsparvorschläge oftmals noch nicht mit konkreten Maßnahmen unterfüttert. Mehr dazu (96 KB)

 

19.01.2010 - WAZ – von Frank Stenglein - SPD gerät durch Bäder-Debatte unter Druck

Oase-kEssen. Die Debatte um die Schließung von Bädern und Sportanlagen ist im zuständigen Ratsausschuss eskaliert und hat zu einem heftigen Schlagabtausch zwischen den Parteien geführt. Vor allem die SPD musste sich unangenehme Vorhaltungen gefallen lassen, und zwar ausgerechnet von den Grünen.

Durch die Bäder-Debatte gerät die SPD immer mehr unter Druck. Ausgerechnet die Grünen kritisieren die Sozialdemokraten heftig. Hintergrund: Als die SPD-geführte so genannte „Hesse“-Koalition, der noch Linke und FDP angehören, im November 2009 die lange geplante Schließung des Dellwiger Freibades zurücknahm, hatte sie versäumt, gleichzeitig Kompensation für diesen recht teuren Beschluss mitzuliefern - etwa ein ersatzweise zu schließendes Bad.

Wut in den Vereinen

Weil dieser Ersatz bis heute fehlt und Essen unter Haushaltsaufsicht steht, hat die Bezirksregierung 15 Millionen Euro Investitionsmittel für Sportanlagen und Bäder blockiert. Für die betroffenen Vereine und ihre in die Tausende gehende Mitgliedschaft heißt das: warten, warten, warten. Mit dem Sanierungsbedarf wächst die Wut, was der SPD im beginnenden Landtagswahlkampf kaum gelegen kommen kann. Mehr dazu (100 KB

 

23.12.2009 – WAZ – Haushaltsloch : Stadt Dortmund muss noch mehr sparen

Dortmund-kVon Rolf Maug - Dortmund. Eine wenig frohe Botschaft aus dem Arnsberger Wald hat die Stadt Dortmund im weihnachtlichen Betriebsurlaub kalt erwischt: Die Kommunalaufsicht bei der Bezirksregierung versagt dem Nachtragshaushalt für 2009 ihren Segen und verlangt für 2010 ein Haushaltssicherungskonzept.

Kurz vor Weihnachten klafft im Dortmunder Stadtsäckel ein zweites Haushaltsloch. Die Kommunalaufsicht der Arnsberger Bezirksregierung hat ihren Segen für den Nachtragshaushalt 2009 verweigert. Für das kommende Jahr müsse ein Haushaltssicherungskonzept her. Mehr dazu (96 KB)

 

22.12.2009 – WAZ – Von Kai Süselbeck - Stadt Essen schützt das Recht auf Betteln

Essen. Jetzt sind sie alle wieder da: Nie gibt es so viele Bettler und Musikanten in der Innenstadt wie vor Weihnachten. Beschwerden zeigen, dass sie durchaus als störend empfunden werden. Doch Ordnungsamtsleiter Günther Kraemer stellt klar: Es gibt ein Recht auf Betteln.

Die Stadt Essen schützt - trotz vermehrter Beschwerden gerade in der Vorweihnachtszeit - die Bettler. Die einschlägige Rechtsmeinung ist vergleichsweise einhellig: Betteln am Wegesrand gehört zum „kommunikativen Gemeingebrauch“ öffentlicher Flächen. Heißt in Kraemers Klartext: „Menschen dürfen die Straße in Anspruch nehmen, um auf ihre tatsächliche oder vermeintliche Notlage aufmerksam zu machen.“

Das Rechtsempfinden der Bürger ist in dieser Frage restriktiver. Im Rahmen einer repräsentativen Studie stimmten 2002 34,6 Prozent der Befragten der Aussage „Bettelnde Obdachlose sollten aus den Fußgängerzonen entfernt werden“ eher oder voll und ganz zu. Im Jahre 2004 betrug die entsprechende Zahl 38,4 Prozent. Mehr dazu (96 KB)

Ein Examensrepetitorium Öffentliches Recht zu einer „Bettel-Verordnung“ aus Stuttgart. Mehr dazu (72 KB)

12.11.2009 - Richter hilflos gegen Umweltvergifter im Essener Norden

WallutisVerhandlung vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen am 12.11.2009:

Die Eheleute Wallutis haben stellvertretend für die betroffenen Bürger Klage gegen die genehmigte Energetischen Verbrennungs-Anlage" (EVA) der Fa. Harmuth im Essener Stadthafengelände eingereicht. Nun müssen sie einen Rückzieher machen, um der Kostenfalle zu entgehen.

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10.11.2009 – WAZ – von Thomas Mader - Armenhäuser des Ruhrgebiets liegen im Norden

a40-kBochum. Die Situation abgehängter Stadtteile verfestigt sich. Denn schlechte Bildungschancen werden allzu oft vererbt. Der Bochumer Soziologe Klaus Peter Strohmeier hat die Verteilung der Armut im Ruhrgebiet untersucht. Die Armenhäuser des Ruhrgebiets liegen vor allem im Norden.

Es ist schlimm, wenn alle Vorurteile bestätigt werden, aber die Statistik ist gnadenlos: Professor Klaus Peter Strohmeier sagt, er brauche nur die Adresse eines Schulanfängers zu kennen, um seinen Gesundheitszustand einschätzen zu können. Im Essener oder Mülheimer Süden sind drei Viertel bei der Schuleingangsuntersuchung „ohne Befund”. In den nördlichen Stadtteilen ist weniger als ein Viertel vollkommen gesund. Der Bochumer Soziologe sagt: „Wo vor 55 Jahren das Wunder von Bern entstand, in den Arbeiterstadtteilen im Norden des Reviers, ist heute rund ein Drittel der Kinder stark übergewichtig und kann nicht mehr auf einem Bein stehen.” Also auch in Schalke. Mehr dazu (28 KB)

Riskante Geschäfte mit öffentlichem Eigentum

Was ist Cross Border Leasing? Nicht nur die Stadt Essen wurde an Kapital-Heuschrecken verschleudert. Mehr dazu

 

02.09.2009 – Essen - Wahlanfechtung durch DKP

Die DKP hat heute dem Oberbürgermeister und dem Wahlamt der Stadt Essen eine Anfechtung der Ratswahl übermittelt.

Anfechtung des vorläufigen Endergebnisses der Kommunalwahl 2009 in der Stadt Essen:

Zum Rat der Stadt Essen im Kommunalwahlbezirk 25 (Altenessen-Süd)

-Zum Rat der Stadt Essen in der Gesamtheit - Mehr dazu (52 KB)

 

Essen soll 2010 Kulturhauptstadt Europas werden

Nach dem Plan unserer "Stadtväter", wird dies eine grausame Vergewaltigung an der eigenen Bevölkerung. Was Momentan hier in Essen abgeht, ist Glitzersteine für die Schickimicki und kultureller Kahlschlag für die Masse der Stadtbevölkerung.

Auf der einen Seite wird das Alto-Theater mit Philamonika mit Millionen € jährlich finanziert, unser Weltkulturerbe "Zeche und Kokerei Zollverein", gelegen im ehemaligen Bergarbeiter Stadtteil wird mit ebenfalls Millionen € ausgebaut zum kulturellen Rummelplatz der Vermögenden.

Anderseits werden wirklich kulturelle Angelegenheiten der Masse unserer Bürger entweder gar nicht wahrgenommen oder radikal zusammengestrichen, wie zum Beispiel Frei- und Hallenbäder, Bibliotheken. Die Kinder von ALG II-Empfängern dürfen neuerdings ohne Schulbücher zur Schule, eine unserer Kulturellen Spitzen.

Ich möchte alle Bitten, helft uns mit, diese Scharlatane an unserer Stadtspitze loszuwerden.

 Essen ist heute eine Kinder- und Familienfeindliche Stadt

Ganz aktuell ist zur Kulturhauptstadt nach einer Studie, die im Auftrage des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erstellt wurde und unter dem Namen “Familienatlas 2007” bekannt ist, zu sagen: Essen ist nicht nur extrem Familien-, Jugend- und Kinderfeindlich, sondern unter den 40 größten Städten Deutschlands trägt es zusammen mit Wuppertal die Rote Laterne. Essen ist mehr eine sozial und kulturell sterbende Stadt, zu mindestens für die arbeitende oder zwangsweise arbeitslose Bevölkerung der Stadt. Eine Familien- und Kinderfreundliche Stadt sieht anders aus. Hier ein paar Details der Studie: Ein Vergleich der 40 größten Städte (56 KB), BRD-Karte aller Kreise (5 MB), Der Familienatlas 2007 (2,1 MB), weiter Infos unter  www.prognos.com/familienatlas

 

Bundeswehr-3-klNatürlich ist Essen nicht Geschichts- und Kulturlos, aber es gibt eine blutige nach Profit strebende Spur der Herrschenden Klasse, stellvertretend stehe hierfür der Krupp-Clan.

Die Geschichte der Firma und Familie Krupp verdient im Interesse der Allgemeinheit mal so richtig aufgearbeitet zu werden. Was auch so nach und nach auf der speziellen Krupp-Seite geschehen soll, dies ist um so wichtiger, da die ehemals Väterländische Anstalt nun als ThyssenKrupp AG, seine Heimkehr an die Ruhr kräftig feiern lässt. Zur Seite - Krupp - Profit ohne Skrupel

 

Daneben gibt es eine Kultur des “kleinen Mannes” bei seinen täglichen Kampf um Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit.

Essens kulturelle Größe

zollverein-klDabei hat Essen wirklich eine große kulturelle Blühte gehabt, nicht nur im Essener Norden. Aber bleiben wir mal hier. Seit der Industrialisierung vor 150 Jahren, war Essen und das gesamte Ruhrgebiet ein Schmelzziegel der Völker. Ich glaube, nirgendwo außerhalb Polens, blubbert soviel ehemals polnisches Blut, wie an der Ruhr, nicht nur in meinen Adern. Das hatte zur Folge, dass der Charakter der Menschen auf den richtigen Pfad kam, so wurde aus so manchen Stadtteil in Essen aus Kleinwarschau schnell Kleinmoskau, wegen der positiven Erkenntnis und Bekenntnis zur KPD. Unvergessen sind auch die großen Arbeitskämpfe an Rhein und Ruhr in den letzten 150 Jahren, oft mit dem Erfolg, daß die Arbeits- und Lebensbedingungen in ganz Deutschland sich  verbesserten. Besonders erwähnt sei der Kampf der “Roten Ruhrarmee”, der sich im Jahre 2010 zum 90. male jährt. Hier ein kleiner Text (11 KB) dazu, den ich mir bei “NRW2000” ausgeliehen habe.

Hier noch zwei Romane aus dieser Zeit von zwei Zeitzeugen. Für alle die sich über den Kampf der Ruhrarbeiter informieren wollen ein muss.

Einmal “Brennende Ruhr” (648 KB) von Karl Grünberg, über den Autor (20 KB). Der  zweite  Roman “Sturm auf Essen” (424 KB) von Hans Marchwitza, über den Autor (16 KB)

Als die Sogenannte, dann 1961 endlich ihre Grenzen sicherte, kamen dann Mustafa und Atilla um unseren Schlotbarone ihre Dividenden zusichern. Katernberg wird dann auch schon mal Kleinistanbul oder Kleinankara genannt.

Kulturell könnte man sich hier Wohlfühlen, wenn die Stadt sich nicht eben ganz von ihrer Daseinsfürsorge trennen würde.

Also, schaue ich morgens aus dem Küchenfenster (Süden) sehe ich ein Stück Weltkulturerbe, hier haben tausende Kumpels ihre Kohle durch Kohle verdient. ANZEIGEN

Sehe ich aus meinem Arbeitszimmer (Norden), schaue ich auf das Denkmal "Röckenstrasse 15". Dort steht immer noch in großen, schwarzen Lettern "Wählt Thälmann". Die braune Scheiße hat einmal VERSUCHT, so Anfang 1933 durch die Röckenstrasse zu marschieren, danach wagten sie es niemals wieder. Diese Strasse lag halt im Herzen von Kleinmoskau. Deswegen hat die wundervolle Inschrift bis heute überlebt. Auszug der Denkmalbehörde [39 KB] Bild der Inschrift

Das ist das Katernberg, was ich so liebe. Dies ist kulturelles Erbe, welches wir erhalten und in den Köpfen weiterreichen müssen.

Eine virtuelle Grubenfahrt

Wer mal sehen will, wie das heutzutage im Reste Bergbau aussieht und wie die Kohle von den Kumpels mit moderner Technik gefördert wird, kann ich nur die virtuelle Grubenfahrt empfehlen, die von der DSK,  auf deren Homepage gezeigt wird. Link zur virtuellen Grubenfahrt.

 

Zur Zwangsarbeit im Ruhrbergbau

Auch sie gehört zur Kultur im Ruhrgebiet und seiner herrschenden Klasse. Am schwarzen Gold klebt nicht nur das Blut von Bergleuten, sondern auch das hunderttausender Zwangsarbeiter, vor allem Kriegsgefangener Sowjetsoldaten. Mehr dazu in, “Zwangsarbeit im Ruhrbergbau während des Zweiten Weltkrieges” ( Spezialinventar der Quellen in nordrhein- westfälischen Archiven 456 KB).

 

Kumpel, Kämpfer, Kommunist (aus der WAZ vom 27.01.2007)

Die kleinen Leute und Ihr Kampf um soziale, kulturelle und somit gesellschaftliche Rechte gegenüber der herrschende Kultur ihrer Herrn. Der Artikel dazu (12 KB)

 

Auch das ist Kultur, Essener gegen Krieg

18.02.2003. Wie überall in Deutschland, bangen die Essener Bürger um den Frieden in der Welt. Die Essener haben verstanden, mögen sich die beiden ehemaligen Dicken Freunde, der Teufel aus Washington und der Teufel aus Bagdad sich auch so verfeindet haben, hier geht es eindeutig ums Öl. In Essen und Weltweit rufen die Menschen: "Kein Blut für Öl."

Mehr dazu [6 KB]

 

19. April 2007 - Aus für die Zeche Carl ?

Investoren gieren nach dem Kulturzentrum

Nach Informationen, die der DKP zugegangen sind, gibt es Pläne und bereits erste konkrete Verhandlungen zur Teilprivatisierung des sozio-kulturellen Zentrums Zeche Carl. Ein nicht näher genannter Investor soll die (Teil)- Privatisierung mit einem Betrag in 6-stelliger Höhe planen. Patrik Köbele, Ratsherr der DKP, sowie der Kreisvorstand der DKP sind empört. „3 Jahre vor Beginn des Kulturhauptstadtjahres 2010 droht hier der Verlust des im ganzen Ruhrgebiet bekannten Kultur- und Jugendzentrums. Mehr dazu (9 KB)