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Feinstaub ist keine feine Sache

BRD ist EU Dreckspatz Nummer eins

Feinstaub - keine feine Sache

Eine halbe Million Tote pro Jahr durch Feinstaub - Deutschland, Feindreckspatz der EU?

Anfang des Jahres 2005 trat die Feinstaub-Verordnung der Europäischen Union in Deutschland in Kraft. In kurzer Zeit hatten mehrere deutsche Städte das erlaubte Grenzwert-Maximum von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft an mehr als 35 Tagen pro Jahr überschritten. Bürger, die um ihre Gesundheit fürchten, klagen nun mit Unterstützung von Umweltverbänden, um Verkehrsbeschränkungen zu erreichen. In der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Science (1) fasst André E. Nel von der University of California (2) in Los Angeles den wissenschaftlichen Stand der Erkenntnis zur Gesundheitsgefährdung durch Feinstaub zusammen. Nach Studien der Weltgesundheitsorganisation ist die Luftverschmutzung mit den feinen Teilchen weltweit für 500.000 Todesfälle jährlich verantwortlich. Es gibt eine international steigende Tendenz von Erkrankungen der Luftwege und des Herzens, die durch das Einatmen von Feinstaub verursacht werden. Mehr dazu [300 KB]

 

01.08.2012 – idw - Luftverschmutzung wird weltweit zunehmen

Luftverschmutzung wird weltweit zunehmen-kDr. Susanne Benner - Presse- und Öffentlichkeitsarbeit - Max-Planck-Institut für Chemie

Atmosphärenmodell berechnet drastische Verschlechterung der Luftqualität in den kommenden Jahrzehnten

Heiße Sommertage sind in Großstädten oft kein Grund zur Freude. Zu schlecht ist die mit Auto- und Industrieabgasen belastete Luft. Ein Szenario, das nach den neuesten Berechnungen des Max-Planck-Wissenschaftlers Dr. Andrea Pozzer im Jahr 2050 keine Ausnahme, sondern die Regel sein könnte, wenn keine Gegenmaßnahmen getroffen werden. Vor allem China, Nord-Indien, der Mittlere Osten und Nord-Afrika müssen mit einer drastischen Verschlechterung der Luftqualität rechnen.

Im Jahr 2050 wird die Luft weltweit so schlecht sein, wie sie jetzt bereits in Ballungsgebieten Südostasiens ist. Das ist das Ergebnis einer Simulation der Atmosphäre von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Chemie, des Instituts für Physik der Atmosphäre und des Joint Research Centers der Europäischen Kommission. Das chemische Atmosphärenmodell EMAC, das die Forscher für ihre aktuelle Studie verwendet haben, bezieht erstmals alle fünf wichtigen gesundheitsschädlichen Luftschadstoffe mit ein: Stickstoff- und Schwefeldioxid, Ozon, Kohlenmonoxid sowie Feinstaubpartikel (PM 2.5), die kleiner sind als 2,5 Mikrometer und als besonders gesundheitsschädlich gelten.

Luftverschmutzung ist eines der großen gegenwärtigen Gesundheitsrisiken der Menschheit. Weltweit sterben nach Angaben der WHO (World Health Organisation) schätzungsweise 1,3 Millionen Menschen jährlich an den Folgen verschmutzter Stadtluft. Und diese Zahl wird in den nächsten Jahren steigen. Darum haben Andrea Pozzer und Kollegen in ihrer Studie den Einfluss anthropogener Emissionen auf die Luftqualität verschiedener Erdregionen miteinander verglichen. Sie zeigen in ihrer Studie, was passieren kann, wenn keine weiteren Maßnahmen zur Schadstoffreduzierung getroffen werden. Mehr dazu (104 KB)

 

21.05.2012 – derStandard.at - Die vererbte Schadstoffbelastung - Epigenetische Auswirkungen

Die vererbte Schadstoffbelastung-kWie der Kontakt mit einer chemischen Substanz das Verhalten über Generationen hinweg beeinflussen kann

Austin/Wien - Vor etwa 70 Jahren fing sie an: die "chemische Revolution", die tausende neue Substanzen hervorbrachte. Leider gelangten auch immer mehr davon in Umwelt, Trinkwasser und Nahrungskette. "Jedes menschliche Wesen auf dem Planeten trägt eine solche Last mit sich herum", betont der US-Biologe David Crews im Standard-Gespräch. Und am stärksten betroffen sind wohl die Bewohner der technisch hochentwickelten Industrienationen.

Crews, der an der University of Texas in Austin tätig ist, befasst sich mit einem besonderen Aspekt der chemischen Umweltbelastung. Er untersucht die epigenetischen Auswirkungen von Fremdstoffen. Einige Substanzen haben nämlich nicht nur direkten Störeinfluss, etwa auf den Hormonhaushalt, sie greifen auch das Erbgut an, und zwar ohne Mutationen auszulösen. Sie legen zum Beispiel ganze Gene lahm oder beeinflussen genetische Prozesse. Die Chemikalien ändern nicht das genetische Material selbst, sondern die Kontrollmechanismen, welche die Genom-Aktivität regulieren. Mit weitreichenden Folgen, denn die epigenetischen Modifikationen sind offenbar vererbbar.

Komplexer Einfluss früherer Belastungen

Wie komplex der Einfluss früherer Belastungen sein kann, haben Crews und sein Team zusammen mit Kollegen der Washington State University in einem Experiment nachgewiesen. Die Biologen brachten trächtige Rattenweibchen mit einem Fungizid in Kontakt und züchteten den kontaminierten Nachwuchs weiter. Männliche Tiere der dritten Generation wurden starkem Stress ausgesetzt und danach Verhaltenstests unterzogen. Anschließend analysierten die Forscher Gewebeproben aus dem Gehirn der Nager. Zur Kontrolle führte man dieselben Versuche mit unbelasteten Ratten durch. Mehr dazu (80 KB)

 

28.11.2011 – IDW – PM: Wirkung von Nanopartikeln auf Erbinformation untersucht

Jörg Feldmann – Pressestelle - Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

Dortmund – Bei der Suche nach Antworten, um Mechanismen schädlicher Wirkungen von Nanomaterialien besser zu verstehen, ist der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) ein weiterer Schritt gelungen. Mit einer speziellen Methode wurde die Wirkung von Stäuben in Nanogröße auf die Erbinformation von Lungenzellen untersucht. Bei allen untersuchten Stoffen konnten Veränderungen der Erbinformation in unterschiedlichem Ausmaß nachgewiesen werden. Der englischsprachige Bericht „Genotoxic mode of action of fine and ultrafine dusts in lungs“ (Gentoxischer Wirkmechanismus von Fein- und Ultrafeinstäuben in der Lunge) enthält alle Ergebnisse der Studie, die vom Fraunhofer Institut für Toxikologie und experimentelle Medizin durchgeführt wurde.

Dass Stäube wie Quarz, Carbon Black und amorphes Siliziumdioxid Tumore in der Lunge auslösen können, ist bereits länger bekannt. Bei der vorliegenden Studie wurden die Lungen von Ratten, drei Monate nachdem sie diesen Stäuben ausgesetzt waren, unter dem Mikroskop untersucht. Mit Hilfe von Antikörpern wurden dabei Schäden an der Erbsubstanz, der DNS, sichtbar gemacht. Durch diese immunhistochemischen Methoden ließen sich Schäden an der DNS nachweisen. Damit lässt sich Genotoxizität im Lungengewebe bereits nach dreimonatiger Wirkzeit nachweisen, wenn es den Stäuben in Mengen ausgesetzt ist, die Tumore auslösen können. Diese lokale Genotoxizität in der Lunge kann anzeigen, ob oder wie stark Partikel Krebs erzeugen können. Mehr dazu (92 KB) Der gesamte Bericht in englischer Sprache (2,83 MB)

 

28.11.2011 – IDW - DFG-Forschergruppe INTERNANO bewilligt - Nanopartikeln in Boden und Wasser auf der Spur

Bernd Hegen - Referat Öffentlichkeitsarbeit - Universität Koblenz-Landau

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Einrichtung der Forschergruppe „INTERNANO: Mobility, aging and functioning of engineered inorganic nanoparticles at the aquatic-terrestrial interface“ bewilligt. In den kommenden drei Jahren werden Wissenschaftler um die Umweltchemie-Professorin Dr. Gabriele Schaumann vom Institut für Umweltwissenschaften der Universität Koblenz-Landau die Wege von Nanopartikeln vom Wasser durch den Boden, ihre Wechselwirkungen mit dem Boden und ihre Wirkung auf Organismen untersuchen.

Nano ist derzeit in aller Munde, die Verheißungen der Werbung sind groß. So soll Nano Kleidung Schmutz abweisend, Sonnencremes noch wirksamer gegen Sonne und Autolacke robuster machen. Doch wie sich die Nanopartikel verhalten, wenn sie über Abwasser oder Badeseen in die Umwelt gelangen, darüber ist noch relativ wenig bekannt. Mehr dazu (96 KB)

 

27.10.2011 – idw - SOEP-Studie: Luftverschmutzung schädigt die Gesundheit von Kindern

Monika Wimmer – Pressestelle - Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung DIW Berlin

Vor allem eine verstärkte Kohlenmonoxid-Belastung sowie erhöhte Ozon-Werte schädigen die Gesundheit von Kindern. Das ist das Ergebnis einer jetzt im renommierten „Journal of Health Economics“ veröffentlichten Studie auf der Basis von Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP). „Eine verstärkte Belastung durch Kohlenmonoxid führt zu einem geringeren Geburtsgewicht von Babys“, sagt die Berliner Familien- und Bildungsökonomin C. Katharina Spieß, eine der Autorinnen. „Kleinkinder, die erhöhten Ozonwerten ausgesetzt sind, leiden häufiger unter Bronchitis oder Atemwegserkrankungen“.

C. Katharina Spieß vom Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) am DIW Berlin und Katja Coenus werteten außer den SOEP-Daten auch Messwerte zur Luftqualität aus, die das Umweltbundesamt (UBA) deutschlandweit erhebt. Die Studie der Forscherinnen zeigt: In Regionen, die mit hohen Kohlenmonoxid (CO)-Werten belastet sind, kommen häufiger Kinder mit einem relativ geringen Geburtsgewicht zur Welt. Im Durchschnitt sind diese Babys 289 Gramm leichter als andere Neugeborene. „Das ist ein klarer Hinweis darauf, wie sehr die Luftverschmutzung Kindern bereits im Mutterleib schaden kann“, sagt C. Katharina Spieß. Wenn Schwangere erhöhten Kohlenmonoxid-Konzentrationen ausgesetzt sind, verschlechtert sich die Versorgung der Babys mit Sauerstoff. Hohe Kohlenmonoxid-Werte kommen insbesondere in verkehrsreichen Regionen vor.

Die Gesundheit von zwei- bis dreijährigen Kleinkindern ist vor allem in Gebieten gefährdet, die besonders von Sommersmog betroffen sind. Als Sommersmog bezeichnet man die Belastung der bodennahen Luft durch eine hohe Ozonkonzentration, die besonders bei sonnigem Wetter entsteht. „Diese Kinder tragen ein messbar erhöhtes Risiko, an Bronchitis oder Atemwegserkrankungen zu erkranken“, sagt C. Katharina Spieß. Der Grund: Sie atmen mehr Sauerstoff ein als Erwachsene. Gleichzeitig ist ihr Immunsystem noch nicht voll ausgereift.

Insgesamt flossen SOEP-Daten zu etwa 2000 Kindern in die Studie ein. Diese Daten wurden zwischen 2002 und 2007 erhoben. Das Umweltbundesamt (UBA) misst stündlich die Belastungen der Luft durch Feinstaub, Kohlenmonoxid, Ozon, Schwefeldioxid und Stickstoffdioxid. Mehr dazu (92 KB)

 

19.09.2011 – IDW - Aussagekraft von In-vitro-Tests bei Nanomaterialien untersucht

Jörg Feldmann – Pressestelle - Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

Dortmund - Daten, die im „Reagenzglas“ gewonnen werden, eignen sich nicht, um sichere Aussagen über die krebserzeugende Wirkung von Nanomaterialien, Feinstäuben und Fasern beim Menschen zu machen. Zu diesem Ergebnis kommt der Forschungsbericht „Bedeutung von In-vitro-Methoden zur Beurteilung der chronischen Toxizität und Karzinogenität von Nanomaterialien, Feinstäuben und Fasern“, den die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) in Auftrag gegeben und jetzt veröffentlicht hat.

Gesundheitliche Risiken, die im Zusammenhang mit Nanomaterialien stehen, bekommen eine große öffentliche Aufmerksamkeit. Umso wichtiger sind gesicherte Erkenntnisse über mögliche Wirkungen der winzig kleinen Partikel, um eine entsprechende Vorsorge zu treffen. In den vergangenen Jahren wurden viele Versuche In-vitro oder im „Reagenzglas“ durchgeführt, um Aussagen über eine mögliche krebserzeugende Wirkung zu treffen. Im Rahmen einer umfangreichen Literaturauswertung wurde deshalb die Aussagekraft von In-vitro-Gentoxizitätstests in Relation zur Karzinogenität atembarer faserförmiger und granulärer Stäube gemäß Epidemiologie und Langzeit-Tierversuchen untersucht.

Insgesamt kommt der Bericht zu dem Schluss, dass sich über alle Studien und Stäube hinweg keine klare Korrelation zwischen der Wahrscheinlichkeit positiver Befunde der In-vitro-Versuche und den Befunden aus Langzeit-Tierversuchen und epidemiologischen Befunden finden lässt. Mehr dazu (96 KB)

Der gesamte Bericht: Bedeutung von In-vitro-Methoden zur Beurteilung der chronischen Toxizität und Karzinogenität von Nanomaterialien, Feinstäuben und Fasern. - Zum Bericht (2,34 MB)

 

02.08.2011 – jw - Giftcocktail für Kinder

Giftcocktail fuer Kinder-kNaturschützer beklagen drastische Belastung von Kitas mit hormonartig wirkendem Schadstoff Bisphenol A. Verbraucherschutzministerin Aigner bleibt auf Tauchstation

Von Ralf Wurzbacher - Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) wirft Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) Untätigkeit im Hinblick auf die Gefährdung von Kindern mit gefährlichen Schadstoffen vor. Nach den am Montag veröffentlichten Ergebnissen einer aktuellen Untersuchung läßt sich in der großen Mehrzahl der Kindertagesstätten in Deutschland die gesundheitsschädliche Chemikalie Bisphenol A (BPA) nachweisen. Die hormonell wirksame Substanz fand sich in den Staubproben von 92 der 107 von der Umweltorganisation getesteten Einrichtungen. Der Verband schlägt damit bereits zum wiederholten Male Alarm. Unlängst erst hatte er auf eine überdurchschnittliche Konzentration von Weichmachern in Kitas hingewiesen.

»Unsere Analysen zeigen, daß Kinder wahren Giftcocktails ausgesetzt sind«, kritisierte BUND-Chemikalienexpertin Sarah Häuser gestern in einer Stellungnahme. Die demonstrierte Gleichgültigkeit Aigners nannte sie einen »unhaltbaren Zustand«. Damit nehme die Ministerin in Kauf, »daß Kinder durch Chemikalien in ihrer Sexualentwicklung gestört werden, Verhaltensänderungen entwickeln oder im späteren Leben an Herz- und Kreislauferkrankungen leiden«. Bisphenol A ist ein Grundstoff zur Herstellung des Kunststoffes Polycarbonat, der in vielen Gegenständen des täglichen Gebrauchs enthalten ist, beispielsweise in Babyschnullern, Konservendosen, Plastikgeschirr oder dem für Kassenbons verwendeten Thermopapier. Seit 1. Juni ist die Verwendung des Stoffs in Babyflaschen EU-weit verboten. Mehr dazu (68 KB)

 

04.02.2011 – IDW - Biomasseverbrennung kann zur Feinstaubbelastung beitragen - iftSignalverbindungen für Abgase entdeckt

Leipzig. Das Verbrennen von Biomasse kann einen deutlichen Beitrag zur regionalen Feinstaubbelastung haben. Zu diesem Ergbniss kommt eine Studie des Leibniz-Instituts für Troposphärenforschung (IfT).

Die Forscher hatten einen Winter lang im Auftrag des Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) Feinstaubproben aus Seiffen ausgewertet und mit Experimenten im Labor verglichen. Dabei konnten sie in der Luft des Ortes im Erzgebirge, in dem tradionell stark mit Holz geheizt wird, neben dem bekannten Levoglucosan mehrere nitroaromatische Verbindungen identifizieren, die ebenfalls die Verbrennung von Biomasse zuverläßlich signalisieren, berichten die Forscher im Fachblatt Environmental Science & Technology.

Partikel aus der Verbrennung von Biomasse stehen im Verdacht, ein gesundheitliches Risiko zu sein, weil sie toxisch, erbgutverändernd und krebsauslösend wirken können. Um gesetzliche Auflagen für die Emissionen erlassen zu können, sind jedoch detaillierte Informationen über diese chemischen Verbindungen notwendig. Zur Gefährdung der menschlichen Gesundheit kommt ein potentielles Umweltrisiko: Nitrierte Phenole gelten als giftig für Pflanzen. Die Anreicherung im Schnee über den Winter und das Einsickern in den Boden beim Abschmelzen könnte daher die Entwicklung der Vegetation im Frühjahr bremsen. In den letzten Jahren hat die Anzahl von häuslichen Kleinfeuerungsanlagen und damit auch der Holzverbrauch stark zugenommen. Seit 2004 stoßen diese über 15 Millionen Öfen und Kamine bereits mehr Feinstaub aus als der Straßenverkehr. 2010 trat daher eine neue Kleinfeuerungsverordnung in Kraft, die Emissionsgrenzwerte vorschreibt und damit Modernisierungen anregt. Durch richtige Brennstoffe, sachgerechten Betrieb und das Nachrüsten von Filtern können auch Besitzer älteren Anlagen die Feinstaubemissionen deutlich senken. Mehr dazu (48 KB)

 

21.12.2010 - CBGnetwork – Nano-Risiken: Umweltverbände schreiben an Minister Remmel

„Grenzwerte willkürlich festgelegt“ / schärfere gesetzliche Regelungen gefordert / Gefahrenpotential weitgehend unbekannt

Der NRW-Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Coordination gegen BAYER-Gefahren verlangen in einem gemeinsamen Brief an den nordrhein-westfälischen Umweltminister Johannes Remmel einen besseren Schutz vor den Gefahren durch Nanopartikel. Die Umweltverbände fordern Remmel auf, sich auf Bundesebene für eine Überarbeitung des Bundesimmissionsschutz-Gesetzes und der Technischen Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft) einzusetzen, damit darin die spezifischen Risiken von Nanoteilchen berücksichtigt werden. Zudem müssten öffentliche Mittel für eine unabhängige Erforschung von Nano-Risiken bereitgestellt und eine Deklarationspflicht für Nanomaterialien in Konsumprodukten eingeführt werden.

Die Bayer AG hatte zu Beginn des Jahres in Leverkusen die nach eigenen Angaben weltgrößte Produktionsanlage für Carbon Nanotubes, winzige Röhrchen aus Kohlenstoff, eingeweiht. Die Firma vermarktet Nanotubes unter dem Handelsnamen Baytubes. Tierversuche haben gezeigt, dass bestimmte Nano-Röhrchen die Entstehung von Krebs ähnlich wie Asbestfasern begünstigen können. Die alte schwarz-gelbe Landesregierung hatte den von Bayer vorgeschlagenen Grenzwert von 0,05 mg Nanotubes pro Kubikmeter Raumluft in der Anlage akzeptiert. Mehr dazu (20 KB)

 

03.11.2010 - In der WAZ - war Heute zu lesen: An der Hauptverkehrsstrasse stirbt sich schneller

Auslöser hierzu war die Veröffentlichung einer Langzeitstudie des NRW-Umweltministers Johannes Remmel. Hier geht es zur Studie:

Die Rede des Ministers zur Luftreinhalteplanung (28 KB) - Die Luftreinhalteplanung – Handlungsbedarf (572 KB) - Gesundheitliche Wirkungen von Feinstaub (556 KB) - Kernaussagen im Fachgespräch über gesundheitliche Wirkungen von Luftschadstoffen (48 KB) Die Luftreinhalteplanung – Gesundheit (48 KB)

 

13.08.2010 – FR - „Feinstaub ist das Gefährliche“

Feinstaub ist das Gefaehrliche-kLungenversagen und akute Herzerkrankungen drohen den Einwohnern von Moskau, erklärt Lungenexperte Werner Seeger im FR-Interview.

Herr Professor Seeger, Würden Sie zurzeit zu einer Tagung nach Moskau fahren?

Nein, ohne Not würde ich das nicht tun. Und jeder, der nicht unbedingt muss, sollte es sich reiflich überlegen. Ganz besonders gilt dies für Menschen mit Lungen- und Herz-/Kreislauf- sowie Gefäßerkrankungen.

Seit gestern hat sich die Lage in Moskau etwas beruhigt, aber zuvor musste man sich schon fragen, wie man das überleben kann. Wie wirkt sich der Rauch aus?

Es ist ja nicht nur Rauch. Exakte Daten sind zwar nicht veröffentlicht, aber wir können davon ausgehen, dass die Mischung aus Luftverschmutzung und Rauch einen Smog erzeugt, der für viele gefährlich werden kann. Das belegen Untersuchungen.

Was genau ist das Gefährliche an der verschmutzten Luft?

Die brisanten Bestandteile sind Kohlenmonoxid, Reizgase und Feinstaub. Kohlenmonoxid bindet sich an das Blut und verdrängt den Sauerstoff. Das bedeutet, dass der Sauerstofftransport in wichtige Organe gefährdet ist. Gefährlich ist das vor allem für Patienten mit Herz-/Kreislauferkrankungen. Kohlenmonoxid kann bewirken, dass wichtige Organe nicht mehr gut durchblutet werden. Akute Herzerkrankungen können bei hohen Dosen die Folge sein. Mehr dazu (108 KB)

 

12.08.2010 – IDW - Wie gefährlich sind Kohlenstoff-Nanopartikel?

Wie gefaehrlich sind Kohlenstoff-Nanopartikel-kFraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin, Presse und Öffentlichkeitsarbeit Fraunhofer-Gesellschaft

Mit 2,5 Millionen Euro fördert das BMBF den Forschungsverbund „Carbon Black“, an dem auch das Fraunhofer ITEM in Hannover beteiligt ist. Hier werden in den kommenden drei Jahren die toxikologischen Wirkungen dieser Kohlenstoff-Nanopartikel getestet – an menschlichen Lungenzelllinien und Lungenschnitten sowie im Tierversuch. Carbon Black (Industrieruß) wird in großen Mengen in der Produktion von Autoreifen verwendet.

Carbon Black ist die englische Bezeichnung für Industrie-Ruß, ein Material, das weltweit in großen Mengen hergestellt wird. Es besteht aus kleinsten Nanopartikeln und wird beispielsweise in der Produktion von Autoreifen und anderen Kunststoffen verwendet. Ein Gesundheitsrisiko dieser Kohlenstoff-Nanopartikel (CBNP) kann bisher nicht ausgeschlossen werden, die Weltgesundheitsorganisation stuft die Partikel als potenziell krebsauslösend ein. Mit insgesamt 2,5 Millionen Euro fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) nun den Forschungsverbund „Prädiktion humantoxikologischer Wirkung synthetischer Carbon Black Nanopartikel“, um zu klären, inwieweit das Gefährdungspotenzial von den verschiedenen Eigenschaften der unterschiedlichen Carbon-Black-Sorten abhängt. Am Fraunhofer-Institut für Toxikologie und experimentelle Medizin (ITEM) in Hannover werden insbesondere die toxikologischen Wirkungen auf menschliche Lungenzelllinien und Lungenschnitte getestet und im Tiermodell überprüft. An dem Verbund beteiligt sind außerdem Arbeitsgruppen der Universität Lübeck, der technischen Universität Karlsruhe, der Uni Marburg sowie das Forschungszentrum Borstel, das die Aktivitäten koordiniert. Mehr dazu (104 KB)

Was bei uns mittlerweile wieder totgeschwiegen wird, gilt in Österreich als lebens- und gesundheitsgefährdend

11.05.2010 – derStandard.at - Gefahr aus der Luft

Der Standard-Hotspot-kForscher warnen vor neuen Schadstoff-Hot-Spots - Besonders nahe vielbefahrener Straßen kann sich ultrafeiner Staub ansammeln, der bei Messungen gar nicht erhoben wird

Wien - Auch wenn Anzeigetafeln für die Luftqualität die überwiegende Zeit des Jahres "ausgezeichnet" bzw. "grün" anzeigen - Experten warnen dennoch vor nach wie vor bestehenden und teilweise auch neuen Gefahren aus der Luft für die Gesundheit. Vor allem in unmittelbarer Umgebung von Straßen finden sich Hot Spots, an denen die Luftqualität alles andere als gesundheitsfördernd ist, erklärten Wissenschafter bei einem von der Kommission für Reinhaltung der Luft der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) organisierten Pressekonferenz in Wien.

An solchen Hot Spots können sich vom Straßenverkehr produzierte Schadstoffe ansammeln, dabei auch solche, die von den Messstellen turnusmäßig gar nicht erhoben werden. Ein solches Beispiel ist ultrafeiner Staub mit einer Partikelgröße von unter 0,1 Mikrometer (ein Mikrometer ist ein tausendstel Millimeter, Anm.). Erfasst werden lediglich Stäube mit Partikeln von unter 10 Mikrometern (PM10) bzw. unter 2,5 Mikrometern (PM2,5). Mehr dazu (28 KB) – Das österreichische Umweltbundesamt dazu (72 KB)

19.04.2010 – Goethe-Uni-Frankfurt - Vulkan-Asche kann längerfristiges Problem werden

Atmosphärenforscher Joachim Curtius schlägt vor: Flugzeuge mit Partikel-Messgeräten ausrüsten

FRANKFURT. Nach Ansicht des Atmosphärenforschers Prof. Joachim Curtius von der Goethe-Universität ist ein Verbot des Flugverkehrs aufgrund der derzeitigen Datenlage grundsätzlich gerechtfertigt. Damit die Ausbreitungsmodelle, mit denen die Verteilung der Aschewolke prognostiziert wird, korrekte Ergebnisse liefern könnten, müssten aber in Zukunft genaue Daten zur Menge und Größe der emittierten Partikel erhoben werden. Einen Teil dieser Messungen wird die Deutsche Luft- und Raumfahrtgesellschaft heute mit dem Messflugzeug Falcon ausführen. Aber es könnte durchaus sein, dass der isländische Vulkan Eyjafjallajökull – wie bei seinem letzten großen Ausbruch – über mehrere Monate aktiv bleibt. Für diesen Fall fordert Curtius ein längerfristiges Überwachungssystem: Erstens müssten Messgeräte in direkter Nähe des Vulkans die ausgestoßene Staubmenge und die Größe der Staubpartikel kontinuierlich messen und direkt für die Modellrechnungen verfügbar machen. Zweitens müssten regelmäßige Kontrollflüge die Ausbreitung des Staubs messen. „Längerfristig könnte es sich lohnen, auch Linienflugzeuge mit Partikel-Messgeräten auszurüsten“, so Curtius. Mehr dazu (16 KB)

 

01.02.2010 – IDW - Luftqualität in der Euregio könnte besser sein

Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen

Das Geographische Institut der RWTH Aachen hat gemeinsam mit in- und ausländischen Partnern mit dem Aufbau eines Informationssystems für Feinstaub begonnen. Dieses auf drei Jahre angesetzte INTERREG-IV-Projekt der EUREGIO Maas-Rhein konzentriert sich darauf, eine einheitliche Verfahrensweise für die grenzüberschreitende Feinstaubproblematik zu schaffen, und Verbesserungen bei der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, wie dem Austausch von Messdaten und -verfahren zwischen den beteiligten Instanzen und der Information der Öffentlichkeit, zu erzielen. Letztendlich sollen dadurch die Luftqualitätspläne und Verwaltungsmaßnahmen besser aufeinander abgestimmt werden.

Feinstaub in unserer Umgebung ist eine der wichtigsten Ursachen für die Entstehung oder Verschlechterung zahlreicher Erkrankungen der Atemwege und des Herz- und Gefäßsystems. Die Reduzierung der statistischen Lebenserwartung durch Feinstaub um derzeit ca. 10 Monate wird in der Euregio mit einer Bevölkerung von 3 Millionen Einwohnern für das Jahr 2010 schätzungsweise einen Verlust von 30.000 gesunden Lebensjahren zur Folge haben.

Wichtige Verursacher von Feinstaub sind Verkehr, Heizungsanlagen und Industrie. Die Europäische Union hat Grenzwerte festgelegt, die in der Euregio jedoch häufig überschritten werden. Vor allem der Grenzwert für die Anzahl von Tagen über dem maximal zulässigen Tagesdurchschnittswert kann an vielen Orten nicht eingehalten werden. Dies hat nicht nur Folgen für die Gesundheit, sondern auch für die Entwicklung neuer Infrastrukturprojekte, da zusätzliche Feinstaubquellen bei Grenzwertüberschreitungen kritisch sind. Mehr dazu (88 KB)

 

06.01.2010 – IDW - Wie Sozialstatus und Umweltbelastung zusammenhängen

Nicht alle atmen die gleiche Luft: Wer es sich leisten kann, zieht weg vom Dreck

Grosshochofen-kBei allen sozialen Unterschieden scheint doch eines klar: Wir atmen alle die gleiche Luft. Das stimmt aber nicht, zeigte eine Studie von Bochumer und Essener Umweltmedizinern und Epidemiologen. Sie stützt die These, dass Kinder aus Familien mit niedrigem Sozialstatus Umweltbelastungen stärker ausgesetzt sind als Kinder aus Familien mit hohem Sozialstatus. Prof. Dr. Michael Wilhelm (Abteilung für Hygiene, Sozial- und Umweltmedizin der RUB) und PD Dr. Barbara Hoffmann (Uniklinikum Essen) berichten in der aktuellen Ausgabe von RUBIN, dem Wissenschaftsmagazin der Ruhr-Universität Bochum.

Der Schmutz verteilt sich nicht

Grundlage für die Untersuchung war die sog. Hot-Spot-Studie, die RUB-Umweltmediziner im Auftrag des NRW-Umweltministeriums (MUNLV) durchgeführt hatten. Sie pickten sich im Jahr 2000 drei Standorte in NRW heraus, in denen wegen der Nähe zur Industrie Grenzwerte für Luftschadstoffe überschritten wurden. Messungen der Luftverschmutzung zeigten, dass sich die Verunreinigungen nicht, wie man annehmen könnte, schnell und gleichmäßig im Stadtteil verteilen. "In ein und demselben Stadtviertel kann man sowohl in hoch belasteten Gebieten wohnen als auch in Gebieten, in denen nur eine Hintergrundbelastung messbar ist", verdeutlicht Prof. Wilhelm. "Personen, die näher an Werken wohnen, sind natürlich auch stärker belastet." Allein im Stadtteil Bruckhausen in Duisburg Nord lag die Konzentration von Staub in der Luft zwischen weniger als 50 Mikrogramm und bis 100 Mikrogramm pro Kubikmeter. Zwischen diesen Extremwerten lagen mitunter nur wenige Hundert Meter. Mehr dazu (344  KB)

 

12.11.2009 - Richter hilflos gegen Umweltvergifter im Essener Norden

WallutisVerhandlung vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen am 12.11.2009:

Die Eheleute Wallutis haben stellvertretend für die betroffenen Bürger Klage gegen die genehmigte Energetischen Verbrennungs-Anlage" (EVA) der Fa. Harmuth im Essener Stadthafengelände eingereicht. Nun müssen sie einen Rückzieher machen, um der Kostenfalle zu entgehen.

Die Beklagten, Harmuth und die Bezirksregierung verzichten auf Kostenerstattung.

Es waren auch 20 betroffene Bürger aus den Essener Stadtteilen anwesend.

Lobesworte an engagierte Menschen, die sich für die Allgemeinheit einsetzen Peter Wallutis: „Wir fühlen uns nicht als Verlierer und lassen uns nichts mehr gefallen!“ Patrik Köbele, DKP: „Hier hilft nur der Druck von der Straße!“ Mehr dazu (52 KB)

 

04.07.2008 - IDW - Pressemitteilung - "Grüne Welle" auf den Straßen schont Umwelt und Gesundheit

Franz-Georg Elpers, Pressestelle - Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

Osnabrück. Den Städten droht der Verkehrsinfarkt! Wenn Autos vor Ampeln ständig anhalten und anfahren, stoßen sie Unmengen an Schadstoffen wie Feinstaub aus. Und das hat Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit. Doch wenn sich das, was jetzt in Hannover erfolgreich getestet wurde, zum Modell für Deutschland entwickeln sollte, könnten die hohen Feinstaubbelastungen in den Städten bald verringert werden. Das Münchner Verkehrsforschungsunternehmen TRANSVER und das Institut für Verkehrswirtschaft, Straßenwesen und Städtebau der Universität Hannover unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Bernhard Friedrich entwickeln eine Software, die die Stopps von Autos an Ampeln verringern und den Verkehrsfluss verbessern soll. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert die Software-Entwicklung mit rund 90.000 Euro. Friedrich stellte gestern Abend im Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK) der DBU die ersten Ergebnisse des Projektes vor. Mehr dazu (28 KB)

 

06.05.2008 - Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung  - Tilo Arnhold, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Ackerflächen können Luftqualität negativ beeinflussen - erstmals Agrarstaubwolke aus der Ukraine in Deutschland nachgewiesen

Leipzig. Brach liegende Ackerflächen und Versteppungsprozesse können die Luftqualität weltweit offenbar stärker beeinflussen als bisher angenommen. Das schlussfolgern Forscher aus der Untersuchung einer Staubwolke, die sich über ausgetrockneten Ackerflächen im Süden der Ukraine gebildet und zu extremen Feinstaubkonzentrationen in Mitteleuropa geführt hatte. Die Staubwolke verbreitete sich am 24. März 2007 über die Slowakei, Polen und die Tschechische Republik bis nach Deutschland. Dabei kam es kurzzeitig zu Spitzenkonzentrationen von PM10-Feinstaub zwischen 200 und 1400 Mikrogramm pro Kubikmeter. Zum Vergleich: Der EUGrenzwert für das Tagesmittel liegt bei 50 Mikrogramm pro Kubikmeter. Auch wenn solche Wetterlagen anscheinend relativ selten auftreten würden, so zeigten die unerwarteten Ausmaße, dass es nötig sei, die Prozesse besser zu verstehen, die zur Bildung und dem Transport solcher Staubmengen führen. Das gelte gerade vor dem Hintergrund der vom Menschen verursachten Wüstenausbreitung und des Klimawandels, schreiben Forscher des Leibniz-Institutes für Troposphärenforschung (IfT), der Freien Universität Berlin, des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und des Sächsischen Landesamtes für Umwelt und Geologie (LfUG) im Fachblatt "Atmospheric Chemistry and Physics". Bisher galt die Sahara als Hauptquelle für Staub, der über Ferntransport nach Mitteleuropa gelangt. Mit ihrer Publikation gelang es dem Forscherteam aus Leipzig, Berlin und Dresden erstmals, den Staubtransport aus der Ukraine zu dokumentieren. Mehr dazu (56 KB)

 

05.03.2008 - Profitiert unsere Gesundheit von Umweltzonen? - Michael van den Heuvel, Kommunikation

Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt

"Umweltzonen können für die menschliche Gesundheit weit mehr nützen, als sich aus den routinemäßigen Feinstaubmessungen ablesen lässt. Sie sind umso effektiver, je stringenter sie die Hauptübeltäter aus der Stadt heraus halten, und das sind Diesel-Pkws und Diesel-Lkws ohne Partikelfilter".

Zu diesem Ergebnis kommt Professor H. Erich Wichmann vom Helmholtz Zentrum München nach der Auswertung von Studien aus Deutschland und anderen europäischen Ländern.

Derzeit wird in Deutschland eine heftige Diskussion über den Sinn von Umweltzonen geführt. Diese Diskussion ist geprägt vom Blick auf die gemessenen Feinstaubkonzentrationen, übersieht aber völlig, dass Feinstaub eine komplexe Mischung von hoch toxischen bis hin zu harmlosen Komponenten ist. Die Reduktion der hoch toxischen Komponenten wäre in Hinblick auf die menschliche Gesundheit sehr relevant, während eine Reduktion der harmlosen Komponenten nichts bringt.

Verkehrslenkende Maßnahmen sind dann sinnvoll, so Wichmann, wenn dadurch die Exposition der Menschen reduziert wird. Bedenkt man, dass die Konzentration von Partikeln, die durch den Straßenverkehr erzeugt werden, 100 Meter von der Strasse entfernt bereits auf ein Drittel abnimmt, dann spielt es eine wichtige Rolle, ob der Verkehr durch enge Straßen in dicht besiedelten Innenstädten fließt oder über Umgehungsstraßen, die relativ weit von der Wohnbebauung entfernt sind. Der gesamte Artikel (20 KB); Der gesamte Statusbericht Umweltzonen (144 KB)

 

31.08.2007 - Studie zum wissenschaftlichen Erkenntnisstand über das Feinstaub-Filterungspotential (qualitativ und quantitativ) von Pflanzen

Literaturstudie des Instituts für Agrar- und Stadtökologische Projekte (IASP) an der Humboldt-Universität zu Berlin in Zusammenarbeit mit dem Geographischen Institut der Humboldt-Universität zu Berlin, Fachgebiet Klima- und Vegetationsgeographie, über die Informationsfülle der Untersuchungen zur Feinstaub-Filterleistung von Pflanzen und den wissenschaftlichen Erkenntnisstand über das qualitative und quantitatitative Feinstaub-Filterungspotential durch Pflanzungen in Städten.

Letzte Aktualisierung: 28.01.2008 - Ein muss für jeden Linken Kommunalpolitiker - Die Studie (2,5 MB)

 

28.01.2008 - IDW - Deutscher Forstwirtschaftsrat (DFWR) und Bundesamt für Naturschutz (BfN) geben gemeinsame Erklärung ab:

Franz August Emde, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Bundesamt für Naturschutz

Im Blickfeld stehen die Themen Jagd, Zerschneidung von Wäldern und Gentechnik

Bonn/Berlin, 28.Januar 2008: Die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, Frau Prof. Jessel und der Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates, MdB Georg Schirmbeck betonen auf einem ersten Treffen in Berlin, dass das Ökosystem Wald, das in Deutschland über 30 % der Gesamtfläche bedeckt, eine herausragende Bedeutung insbesondere für den Klimaschutz, die Biodiversität und die Grundwasserneubildung und -reinhaltung hat. über Zwei Millionen private und öffentliche Waldeigentümer bewirtschaften 10,7 Millionen Hektar Wald. Die gesamte Pressemitteilung (20 KB)