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Fidel Castro klartext bis 31.12.2010

Neueres von Fidel Castro, findet Ihr hier!

29.12.2010 - DIE HAUPTMOTIVATION UNSERER BEMÜHUNGEN

Die gestern in der Gesprächsrunde-Fernsehsendung „Mesa Redonda“ veröffentlichte Bildreportage der Journalistin Gladys Rubio über die Cholera-Epidemie in Haiti war so beeindruckend, dass ich entschieden habe, meine am Montag angekündigte Reflexion auf heute, Mittwoch, zu verschieben. Die Absicht derselben bestand in der von einem anderen Blickwinkel aus gesehenen Analyse der Auswirkungen des dramatischen Schlags jenes Erbebens vom 12. Januar dieses Jahres für das haitianische Volk, dem knapp zehn Monate später eine auf das ganze Land verbreitete Epidemie und ein Hurrikan folgten.  

Diese Ereignisse fanden in einem Land statt, das Opfer der Eroberer, des Kolonialismus und der Sklaverei gewesen war. Seine einheimische Bevölkerung war durch die Eroberung und die mit aller Gewalt durchgeführte Goldsuche vernichtet worden.

Die Wurzeln der haitianischen Nation sind die einigen hunderttausend Menschen, die Afrika durch die europäischen Sklavenhändler entrissen wurden und den die Sklaverei praktizierenden Landwirten in Haiti zur Produktion von Zucker, Kaffee und anderen tropischen Produkten verkauft wurden, mit denen jene die im Entstehen befindlichen kapitalistischen Märkte belieferten.

Das haitianische Volk hat Anfang des 19. Jahrhunderts die erste soziale Revolution der Geschichte dieser Hemisphäre angeführt. Es diente denjenigen als Vorbild, die die Heldentat vollbracht haben, Südamerika von der spanischen Beherrschung zu befreien, und hat diese mit Waffen unterstützt.

Unsere Solidarität mit dem haitianischen Volk gründet sich auf zweierlei Wurzeln: auf unsere Ideen aber auch auf unsere Geschichte. Mehr dazu (40 KB)

 

27.12.2010 - DER KAMPF GEGEN DIE CHOLERA

Ich mache eine kurze Pause inmitten vieler wichtiger Analysen, die mich in diesen Tagen beschäftigen, um über zwei Themen zu sprechen, die unser Volk kennen soll.

Die UNO, anstiftet von den Vereinigten Staaten, dem Verantwortlichen für die Armut und das Chaos in der haitianischen Republik, hatte beschlossen, ihrer Besatzungstruppe, d.h. die MINUSTAH (UN-Mission zur Stabilisierung Haitis), ins haitianischen Hoheitsgebiet zu senden, die, nebenbei bemerkt, die Choleraepidemie in diesem Land eingeführt hat.

Der Generalsekretär der OAS hat seinerseits Anfang 2009 entschieden, Ricardo Seitenfus, einen brasilianischen Intellektuellen und zu jener Zeit Mitarbeiter des Außenministeriums seines Landes, als seinen persönlichen Beauftragten in Haiti zu ernennen.   

Seitenfus hatte aufgrund der ernsten und offenen Art und Weise, mit der er die Probleme behandelte, ein verdientes Ansehen in den diplomatischen und Regierungskreisen der Hauptstadt von Haiti. Im Jahr 1993 hatte er ein Buch mit dem Titel „Haiti: die Souveränität der Diktatoren“ geschrieben. In jenem Jahr besuchte er Haiti zum ersten Mal.

Vor zwei Tage, am 25. Dezember, veröffentlichten die Informationsagenturen die Nachricht, dass der Sonderbeauftragte der OAS  plötzlich abgesetzt worden war.

Was hat diese drastische Maßnahme verursacht?

Bei einem Interview für die Zeitung Le Temps vor mehrere Tage in der Schweiz beantwortete Seitenfus mehrere Fragen dieser Zeitung und legte seine Standpunkte ehrlich dar.

Ganz kurz aber wortwörtlich werde ich anhand der Internetinformationen und der Übersetzung aus dem Französischen erklären, was geschehen war.

Die erste Frage von Le Temps war: „Zehntausend Blauhelme in Haiti sind Ihrer Meinung nach eine kontraproduktive Präsenz?“

Antwort von Ricardo Seitenfus: “Das Präventivsystem für Streitigkeiten im Rahmen des UNO-Systems passt nicht zum haitianischen Kontext. Haiti ist keine internationale Bedrohung. Wir befinden uns nicht in der Situation eines Bürgerkriegs. […] Der Sicherheitsrat […] hat im Jahr 2004 nach dem Abgang des Präsident Aristide die Blauhelme aufgezwungen. […] Für die UNO ging es darum, die Macht einzufrieren und die Haitianer zu Gefangene in ihrer eigenen Inseln zu machen.“ Mehr dazu (40 KB

 

16.12.2010 - CLINTONS LÜGEN

Es ist mir wirklich peinlich, ihn als Lügner bezeichnen zu müssen. Heute ist er einfach nur ein Mann, der den Anschein eines guten Menschen erweckt und sich dem historischen Erbe widmet, als ob die Geschichte des Imperiums, oder wichtiger noch, das Schicksal der Menschheit für mehr als einige Jahrzehnte garantiert wäre, ohne dass in Korea, im Iran oder an irgendeinem anderen konfliktgeladenen Ort ein Atomkrieg ausbrechen könnte.

Wie bekannt ist, hat ihn die Organisation der Vereinten Nationen zu ihrem „Sonderbeauftragten“ für Haïti ernannt.

Clinton - der übrigens nach George H. W. Bush und vor George W. Bush Präsident der Vereinigten Staaten war – verhinderte aus lächerlicher Eifersucht, dass der ehemalige Präsident Carter an den Migrationsverhandlungen mit Kuba teilnahm, förderte das Helms-Burton Gesetz und war Komplize der Aktionen der Kuba-Amerika-Stiftung (Cuban American Fundation) gegen unser Vaterland.

Es gibt hinreichend Beweise bezüglich jenes Verhaltens, aber nicht deshalb haben wir das zu ernst genommen und waren ihm ebenso wenig wegen seiner Aktivitäten in der oben genannten Mission feindlich gesinnt, die ihm aus offensichtlichen Gründen von der UNO übertragen worden war.

Seit Jahren arbeiten wir mit jenem Bruderland auf verschiedenen Gebieten zusammen, besonders in der Ausbildung von Medizinern und im Rahmen von Dienstleistungen für Bevölkerung. Clinton hat uns da in keiner Weise behindert. Wenn er gerne Erfolge vorweisen wollte, sahen wir keine Gründe dafür, unsere Kooperation in einem so sensiblen Bereich wie Haïti zu einzuschränken. Es kam dann unerwartet das Erdbeben, das so viel Tod und Zerstörung verursachte, und später die Epidemie.

Vor nur zwei Tagen, auf einem Zusammentreffen in der dominikanischen Hauptstadt zum Wiederaufbau von Haïti verkomplizierte sich die Sache. Ungefähr 80 Personen nahmen daran teil, darunter einige Botschafter, die die Spender von mehr als 100 Millionen Dollar vertraten, zahlreiche Mitglieder der Clinton-Stiftung, der Regierung der Vereinigten Staaten und der Regierung von Haïti. Mehr dazu (28 KB)

 

14.12.2010 - DAS IMPERIUM AUF DER ANKLAGEBANK

Julian Assange, ein Mann, den vor einigen Monaten nur wenige Personen auf der Welt kannten, zeigt, dass man dem mächtigsten Imperium, das je auf der Welt existierte,  trotzen kann.  

Die kühne Herausforderung kam nicht von einer rivalisierenden Großmacht; aus einem Staat mit mehr als hundert Atomwaffen; aus einem Land mit hunderten Millionen Einwohnern; aus einer Gruppe von Nationen mit enormen Naturressourcen, auf die die Vereinigten Staaten nicht verzichten könnten; oder von einer revolutionären Doktrin, die in der Lage wäre, das Fundament des auf Ausplünderung und Ausbeutung der Welt basierenden Imperiums gründlich zu erschüttern.

Er war nur eine einzige Person, von der in der Presse kaum die Rede war. Obwohl inzwischen berühmt, weiß man immer noch wenig über ihn, ausgenommen die vielfach veröffentlichte Beschuldigung über die Liebesbeziehungen zu zwei Damen ohne die  nötige Vorsicht in AIDS-Zeiten. Noch wurde kein Buch über seine Herkunft, seine Bildung oder seine philosophischen und politischen Ideen geschrieben.

Selbst die Motivation ist nicht bekannt, die ihn dazu brachte, diesen überzeugenden Schlag gegen das Imperium zu führen. Man weiß nur, dass er das Imperium moralisch in die Knie gezwungen hat.  

Die Nachrichtenagentur AFP informierte heute, dass der „Schöpfer von Wikileaks weiter im Gefängnis bleiben wird, obwohl er gegen Kaution freigelassen wurde. […] Er muss so lange hinter Gittern bleiben, bis die von Schweden eingelegte Berufung geklärt ist, da dieses Land die Auslieferung wegen seiner vermutlichen Sexualdelikte verlangt.“

„… die Rechtsanwältin, die den schwedischen Staat vertritt, […] verkündete ihre Absicht, gegen die Freilassungsentscheidung Berufung einzulegen.“

„…Richter Riddle setze als Bedingung die Bezahlung einer Kaution in Höhe von 380.000 US-Dollars, die Benutzung eines elektronischen Armreifs und die Einhaltung einer Ausgangssperre fest.“

Die Kanzlei selbst informierte, dass er im Fall einer Freilassung „in einem Privathaus von Vaughan Smith wohnen soll, sein Freund und Vorsitzender des Frontline Clubs, ein Journalistenclub in London, wo Wikileaks seit mehrere Wochen sein Hauptquartier eingerichtet hat …“  Mehr dazu (20 KB)

 

13.12.2010 – BOTSCHAFT AN DIE TEILNEHMER DER 17. WELTFESTSPIELE DER JUGEND UND STUDENTEN IN SÜDAFRIKA

Kameradinnen und Kameraden,

ich freue mich, und es ist für mich eine große Ehre, Ihrer Bitte nachzukommen, eine Botschaft anlässlich der 17. Weltfestspiele der Jugend und Studenten zu übermitteln, die im Heimatland von Nelson Mandela, einem lebenden Symbol des Kampfes gegen das gehasste Apartheid-System, stattfinden.  

Kuba war Austragungsort von  zwei Festspielen: die IX. im Jahr 1978 und die XIV. im Jahr 1997.

Zu jener Zeit war es das erste Mal, dass die Festspiele nicht in Europa stattfanden, sondern in einem Land dieser Hemisphäre.

Die Entscheidung wurde auf der IX. Versammlung des Weltbundes der Demokratischen Jugend in Varna, Bulgarien, Ende 1974 getroffen.

Es waren andere Zeiten: die Welt hat ernsten, aber weniger dramatischen Problemen gegenüber gestanden. Die fortschrittliche Jugend kämpfte für das Recht aller Menschen auf ein würdiges Leben. Das war der alte Traum der größten Denker der Menschheit, als es unverkennbar war, dass Wissenschaft, Technologie, Arbeitsproduktivität und die Entwicklung des Bewusstseins dies ermöglichten.

In einem kurzen Zeitraum hat sich die Globalisierung beschleunigt, das Kommunikationswesen hat ein unerwartet hohes Niveau erreicht, die Mittel zur Förderung des Bildungswesen, des Gesundheitswesens und der Kultur haben sich vervielfacht. Unsere Träume waren nicht unbegründet. In diesem Geiste fanden die IX. Weltfestspiele der Jugend und Studenten statt, an denen unser ganzes Volk teilgenommen hat. Mehr dazu (28 KB)

 

07.12.2010 - DIE MINUSTAH UND DIE EPIDEMIE

Vor circa drei Wochen wurden Nachrichten und Bilder darüber veröffentlicht, wie haitianische Bürger Steine auf die Streitkräfte der MINUSTAH warfen und entrüstet gegen diese protestierten, wobei sie diese beschuldigten, über einen nepalesischen Soldaten die Cholera ins Land gebracht zu haben.

Der erste Eindruck für den, der keine zusätzliche Information hat, bestand darin, dass es sich um ein aus der Abneigung gegen jegliche Besatzungsmacht hervorgegangenes Gerücht handele.

Wie könnte das bewiesen werden? Sehr wenige unter uns kannten die Anzeichen der Cholera und ihre Übertragungsweise. Nach wenigen Tagen hörten die Proteste in Haiti auf und es wurde nicht mehr über diese Angelegenheit gesprochen.

Die Epidemie nahm ihren unerbittlichen Verlauf und andere Probleme, wie die aus dem Wahlkampf abgeleiteten Risiken nahmen unsere Zeit in Anspruch. 

Heute trafen die glaubwürdigen und glaubhaften Nachrichten darüber ein, was nun wirklich geschehen war. Das haitianische Volk hatte Gründe in Hülle und Fülle, um seinen entrüsteten Protest zum Ausdruck zu bringen.

Die Nachrichtenagentur AFP berichtet wörtlich Folgendes: „Der renommierte französische Epidemiologe Renaud Piarroux leitete im vergangenen Monat eine Untersuchung in Haiti und kam zu der Schlussfolgerung, dass die Epidemie durch einen importierten Bakterienstamm hervorgerufen worden ist, und sich von der nepalesischen Base“ der MINUSTAH „ausgehend verbreitete“.

Eine weitere europäische Agentur, EFE, teilte ihrerseits mit: „Der Ursprung der Krankheit liegt im kleinen Ort Mirebalais, im Zentralteil des Landes, wo die nepalesischen Soldaten ihr Lager errichtet haben, und sie tauchte wenige Tage nach deren Ankunft auf, was den Ursprung der Epidemie beweist…“ Mehr dazu (20 KB)

 

05.12.2010 -- DIE PFLICHT UND DIE EPIDEMIE IN HAITI

Am vergangenen Freitag, dem 3. Dezember, hat die UNO beschlossen, eine Generalversammlung der Analyse der Cholera-Epidemie in jenem Bruderland zu widmen. Die Nachricht bezüglich dieser Entscheidung war viel versprechend. Dies würde sicherlich dazu dienen, um die öffentliche Meinung auf die Schwere des Ereignisses aufmerksam zu machen und ihre Unterstützung für das haitianische Volk zu mobilisieren. Schließlich besteht ihre Daseinsberechtigung darin, Probleme zu lösen und den Frieden zu fördern.

Die jetzige Situation von Haiti ist schlimm und die dringend erforderliche Hilfe ist gering. Unsere hektische Welt investiert jedes Jahr 1,5 Billionen Dollar in Waffen und Kriege. Das, was Haiti – ein Land, das vor knapp einem Jahr das brutale Erdbeben erlitten hat, welches 250.000 Tote, 300.000 Verletzte und eine enorme Zerstörung verursachte – für seinen Wiederaufbau und seine Entwicklung benötigt, beträgt Schätzungen von Experten zufolge 20 Milliarden, d.h. nur 1,3% dessen, was jährlich zu solchen Zwecken ausgegeben wird.

Aber es handelt sich jetzt nicht um das, was einfach einen Traum darstellen würde. Die UNO lässt nicht nur einen Appell für eine bescheidene wirtschaftliche Hilfe ergehen, die in wenigen Minuten gelöst werden könnte, sondern fordert ebenfalls 350 Ärzte und 2.000 Krankenschwestern an, über die die armen Länder nicht verfügen und welche die reichen Länder ihnen für gewöhnlich wegnehmen. Kuba hat sofort darauf geantwortet und 300 Ärzte und Krankenschwestern angeboten. Unsere Kubanische Medizinische Mission in Haiti behandelt knapp 40% der an Cholera Erkrankten. Schnell hat sie sich nach dem Aufruf der Internationalen Organisation der Aufgabe gewidmet, die konkreten Ursachen für die hohe Sterblichkeitsrate zu suchen. Die niedrige Rate bei den von ihnen behandelten Patienten, die unter 1% liegt – die sich vermindert und sich mit jedem Tag weiter vermindern wird – gegenüber den 3% der in den anderen Gesundheitseinrichtungen behandelten Personen, die im Land arbeiten.

Es ist offensichtlich, dass sich die Zahl der Verstorbenen nicht allein auf die gemeldeten über 1.800 Menschen beschränkt. In diesen Angaben sind diejenigen nicht enthalten, die ohne ärztliche Behandlung und ohne eine der vorhandenen Gesundheitseinrichtungen aufzusuchen versterben. Mehr dazu (24 KB)

 

30.11.2010 - NACHRICHTEN ÜBER DIE CHOLERA IN HAITI

Es gibt viele Gesprächsthemen, wenn die Vereinigten Staaten infolge der von Wikileaks veröffentlichten Dokumente, deren Authentizität – unabhängig von jeglicher anderer Absicht dieser Website - niemand anzweifelt, in einen kolossalen Skandal verwickelt sind.

Jedoch unser Land ist im Augenblick dabei, eine Schlacht zur Bekämpfung der Cholera in Haiti auszufechten, Epidemie, die ihrerseits zu einer Bedrohung für die anderen Völker von Lateinamerika und der Dritten Welt wird.

Inmitten der Folgen des Erdbebens, durch das über eine halbe Million Menschen getötet oder verletzt worden waren und das eine enorme Zerstörung hinterließ, entfesselte sich die Epidemie, die fast unmittelbar durch die Geißelung von einem Wirbelsturm verschlimmert wurde.

Gestern, am 29. November, betrug die Zahl der von der Krankheit betroffenen Personen 75.888, von denen die Kubanische Medizinische Brigade 27.015 behandelt hat, von denen 254 verstorben sind, d.h. 0,94%.

Die anderen Gesundheitseinrichtungen, d.h. die staatlichen, die der NGO und die privaten, haben 48.875 behandelt, von denen 1 467 verstorben sind, d.h.  3,0015 %.

Heute, am 30. November, hat die Kubanische Medizinische Brigade, zu der übrigens 201 Abgänger der Lateinamerikanischen Medizinschule (ELAM) gehören, 521 Cholerapatienten behandelt, sodass es jetzt insgesamt 27.536 sind.

Am Sonntag, dem 28. November, kamen im Cholerabehandlungszentrum des Bezugs-Gemeindekrankenhauses in der Gemeinde L’Estere des Departements Artibonite 18 Personen aus Plateau, einem der Gemeinde eingegliederten Ort,  in einem sehr kritischen Zustand an, und wurden unmittelbar von den dort tätigen 11 Ärzten und 12 Krankenschwestern der Kubanischen Medizinischen Brigade behandelt.  Glücklicherweise konnte das Überleben von allen erreicht werden. Mehr dazu (20 KB)

 

27.11.2010 - SIEBEN TAGE OHNE TODESFALL DURCH CHOLERA

Gestern habe ich erläutert, dass in Haiti infolge der Cholera 1.523 Menschen verstorben waren, und gleichzeitig über die von der Partei und der Regierung von Kuba getroffenen Maßnahmen gesprochen.

Ich hatte nicht vor, heute auch nur ein Wort über dieses Problem zu schreiben. Ich nehme jedoch von dieser Idee Abstand, um eine kurze Reflexion zum Thema zu verfassen.

Frau Doktor Lea Guido, Beauftragte der PHO-WHO in Kuba – im Augenblick Beauftragte beider Organisationen in beiden Ländern und mit einer großen Erfahrung – erklärte am heutigen Nachmittag, dass zu erwarten sei, dass unter den jetzigen Verhältnissen in Haiti 400.000 Menschen an dieser Epidemie erkranken werden.

Andererseits hatten der Vizeminister für Gesundheitswesen von Kuba und Leiter der Kubanischen Medizinischen Mission, der Botschafter unseres Landes in Haiti und andere Kollegen der Mission den ganzen Tag Unterredungen mit Präsident René Preval, Frau Doktor Lea Guido, dem haitianischen  Gesundheitsminister und anderen Beamten von Kuba und Haiti, in denen sie jene Maßnahmen erarbeiteten, die man mit Dringlichkeit ausführen wird. 

Die kubanische medizinische Mission betreut 37 Einrichtungen zur Bekämpfung der Epidemie, wo sie bis heute 26.040 Cholera-Kranke behandelt hat, zu denen jetzt sofort noch 12 Zentren (das sind dann insgesamt 49) von der Brigade „Henry Reeve“ hinzukommen werden. Diese werden über 1.100 Betten in solchen Spezialzelten verfügen, die zu diesem Zwecken in Norwegen und anderen Ländern entworfen und hergestellt wurden, und schon mit jenen Fonds zur Begegnung der Erdbebenfolgen erworben worden sind,  die Kuba von Venezuela zum Wiederaufbau des Gesundheitswesens in Haiti übergeben wurden.

Heute gegen Abend erreichte uns eine ermutigende Mitteilung von Doktor Somarriba: während der letzten 7 Tage gab es keinen einzigen Sterbefall durch Cholera in den von der kubanischen medizinischen Mission betreuten Einrichtungen. Es wäre unmöglich, jene Kennziffer beizubehalten, da andere Faktoren Einfluss auf dieses Ergebnis haben können, aber die gewonnene Erfahrung, die angebrachten Methoden und das Maß an Aufopferung, die erreicht wurden, vermitteln eine sehr Trost bringende Idee.

Es freut uns ebenfalls, dass Präsident René Preval, dessen Mandat am kommenden 16. Januar ausläuft, die Entscheidung getroffen hat, den Kampf gegen die Epidemie in die wichtigste Tätigkeit seines Lebens zu verwandeln, die er dem Volk von Haiti und der folgenden Regierung hinterlassen wird.

Fidel Castro Ruz – Diese Reflexion als PDF (10 KB)

 

26.11.2010 - HAITI - DIE UNTERENTWICKLUNG UND DER VÖLKERMORD

Vor wenigen Monaten, am 26. Juli 2010, hat mich Lucius Walker, Leiter der US-amerikanischen Organisation Pastors for Peace, bei einem Treffen mit kubanischen Intellektuellen und Künstlern gefragt, welches die Lösung für die Probleme von Haiti sein könnte.

Ohne eine Sekunde zu zögern, habe ich ihm geantwortet: „In der Welt von heute gibt es keine Lösung für das Land, Lucius; in der Zukunft, von der ich spreche, gibt es sie. Die Vereinigten Staaten sind ein großer Hersteller von Lebensmitteln, sie können 2 Milliarden Menschen versorgen, sie hätten die Fähigkeit, um erdbebenfeste Häuser zu bauen; das Problem besteht in der Art und Weise, wie die vorhandenen Mittel verteilt werden. In dem Gebiet von Haiti muss sogar bis auf die Wälder alles wiederhergestellt werden; aber in der jetzigen Weltordnung ist das nicht lösbar.“

Lucius bezog sich auf die Probleme jenes bergigen, überbevölkerten Landes, das bar an Bäumen, Brennstoffen zum Kochen, Nachrichtentechnik und Industrien ist und eine hohe Analphabetenrate hat, wo es Krankheiten wie HIV gibt und das von den UN-Truppen besetzt ist.

„Wenn sich diese Umstände ändern,“ – fügte ich hinzu – „werdet ihr selbst, Lucius, Lebensmittel aus den Vereinigten Staaten nach Haiti bringen können.“

Der gutmütige und humanitäre Führer der Pastors of Peace verstarb eineinhalb Monate später, am 7. September, im Alter von 80 Jahren, und hinterließ vielen US-Amerikanern den Keim seines Beispiels.

Die zusätzliche Tragödie war noch nicht aufgetaucht: die Cholera-Epidemie, die am 25. Oktober schon über 3.000 Fälle zu verzeichnen hatte.  Zu solch schlimmem Unheil kommt hinzu, dass am 5. November ein Hurrikan das Land heimsuchte und Überschwemmungen und Überflutungen der Flüsse verursachte. Mehr dazu (20 KB)

 

25.11.2010 - DIE REDE VON HUGO CHÁVEZ

Im Kapitol der Vereinigten Staaten hatte eine ungewöhnliche Zusammenkunft zwischen einer Gruppe von Parlamentariern der faschistischen Rechten jenes Landes und Führern der Oligarchie- und Putschisten-Rechten von Lateinamerika stattgefunden. Dort wurde über den Sturz der Regierungen von  Venezuela, Bolivien, Ecuador und Nicaragua gesprochen.

Dies ereignete sich wenige Tage vor dem Treffen der Verteidigungsminister der Länder dieser Hemisphäre in Santa Cruz, Bolivien, wo Präsident Evo Morales am 22. November in einer Rede seine energische Anklage vorbrachte.

Es handelte sich jedoch nicht um eine verleumderische Medienkampagne – etwas in der imperialistischen Politik Gewöhnliches -  sondern um eine konspirative Tätigkeit, die mit Sicherheit in Venezuela zu einem unvermeidbaren Blutvergießen führen würde. 

Aufgrund meiner langjährigen Erfahrung hege ich keinerlei Zweifel darüber, was in Venezuela geschehen würde, wenn Chávez ermordet würde. Es bräuchte nicht einmal von einem vorgefassten Plan ausgegangen werden; ein Geistesgestörter wäre ausreichend, oder ein Drogenabhängiger, bzw. die vom Rauschgifthandel in Lateinamerika entfesselte Gewalt, um in Venezuela ein äußerst schwerwiegendes Problem zu schaffen. Wenn man die Tatsache vom politischen Standpunkt aus analysiert, kann man sagen, dass die Aktivitäten und Gewohnheiten der reaktionären Oligarchie, die Besitzer mächtiger Pressemedien ist und von den Vereinigten Staaten ermuntert und finanziert wird, unvermeidlich zu blutigen Auseinandersetzungen auf den venezolanischen Straßen  führen würde, wie es klar Absicht der venezolanischen Opposition ist, die vor aller Augen Hass und Gewalthandlungen sät. Mehr dazu (56 KB)

 

24.11.2010 - DIE REDE VON EVO

Es gibt Augenblicke in der Geschichte, wo eine Rede erforderlich ist, auch wenn diese so kurz wäre, wie das „Alea jacta est“ von Julius Cäsar, als er den Rubikon überschritt. Er musste eben an jenem Tag überquert werden, als die Verteidigungsminister der souveränen Staaten der westlichen Hemisphäre in der Stadt Santa Cruz zusammengekommen waren, wo die Yankees den Sezessionismus und die Desintegration von Bolivien ermuntert haben.

Es war Montag, der 21., und die Agenturen widmeten sich voll und ganz der Nachrichtenübermittlung über die Zusammenkunft der NATO in Lissabon und Kommentaren hierzu, eine Versammlung, wo diese kriegerische Einrichtung in einer arroganten und plumpen Ausdrucksweise ihr Recht verkündete, in jeglichem Land der Welt zu intervenieren, wo sich ihre Interessen bedroht sähen. 

Das Schicksal von Milliarden Menschen wurde komplett ignoriert, ebenso die wirklichen Ursachen der Armut und Leiden der Mehrheit der Bewohner des Planeten.

Der Zynismus der NATO verdiente eine Antwort, und diese erfolgte durch einen Aimara-Indio von Bolivien, aus dem Herzen von Südamerika, wo eine humanistischere Kultur eine Blütezeit hatte, bevor die Eroberung, die Kolonialisierung, die kapitalistische Entwicklung und der Imperialismus die Herrschaft der rohen Gewalt aufzwangen, die sich auf die Macht der Waffen und die höher entwickelte Technologie gründete.

Evo Morales, Präsident jenes Landes, gewählt durch die riesige Mehrheit seines Volkes, hat der Politik, die historisch gesehen von der US-Regierung immer gegenüber den Völkern von Lateinamerika und der Karibik durchgeführt wurde, mit unwiderlegbaren Argumenten, Angaben und Tatsachen eine Antwort erteilt, vielleicht sogar ohne dass ihm das niederträchtige Dokument der NATO schon bekannt gewesen wäre. Mehr dazu (72 KB)

 

21.11.2010 - DIE NATO, WELTGENDARM

Vielen Menschen wird allein beim Hören dieses Namens übel.

Am Freitag, den 19. November 2010, haben die 28 Mitglieder jener kriegerischen, von den Vereinigten Staaten aus der Taufe gehobenen Einrichtung in Lissabon, Portugal, beschlossen, das zu schaffen, was sie zynisch als „neue NATO“ bezeichnen.

Diese entstand nach dem Zweiten Weltkrieg als Instrument des vom Imperialismus gegen die Sowjetunion entfesselten Kalten Krieges, d.h. gegen jenes Land, dem sein Sieg über den Nazismus Opfer in einer Größenordnung von zweistelliger Millionenhöhe und eine kolossale Zerstörung gekostet hatte.

Gegen die UdSSR mobilisierten die Vereinigten Staaten, außer einem ehrlichen Teil der europäischen Bevölkerung, die Äußerste Rechte und den gesamten nazifaschistischen Abschaum von Europa, der voller Hass war und bereit, die nach dem Tode von Lenin von den Führungspersönlichkeiten der UdSSR selbst begangenen Fehler bis aufs Letzte auszunutzen.

Das sowjetische Volk ist auf der Grundlage großer Opfer in der Lage gewesen, die atomare Parität aufrecht zu erhalten und den nationalen Befreiungskampf zahlreicher Völker gegen die Bemühungen der europäischen Staaten zur Beibehaltung des über Jahrhunderte mit Gewalt aufgezwungenen kolonialen Systems zu unterstützen; jener Staaten, die sich in der Nachkriegszeit mit dem Yankee-Imperium verbündeten, das die Befehlsgewalt der Konterrevolution auf der Welt übernahm.  

In nur 10 Tagen – weniger als zwei Wochen – hat die Weltöffentlichkeit drei bedeutende und unvergessliche Lektionen erteilt bekommen: G-20, APEC und NATO, in Seoul, Yokohama und Lissabon, sodass alle ehrlichen Menschen, die lesen und schreiben können, und deren Geist nicht durch die bedingten Reflexe des Medienapparats des Imperialismus verkrüppelt worden ist, eine reale Ideen jener Probleme haben können, die heute der Menschheit zu schaffen machen. Mehr dazu (28 KB)

 

17.11.2010 - LIEBE STUDENTEN UND ANDERE GÄSTE!

Ich bin sehr zufrieden über die Anwesenheit des Hochschulministers, der Rektoren der Universität und Hochschulen von Havanna und einer Vertretung des Kommunistischen Jugendbundes unter Vorsitz ihrer Ersten Sekretärin und der Provinz- und Landesleitung des Mittleren Reife-Schüler-Verbandes bei dieser Zusammenkunft.

Ich erinnere mich sehr gut an jenen 17. November 2005. Es war eine Gedenkfeier anlässlich des Internationalen Studententages. Ihr, d.h. die Universitätsstudenten, hattet beschlossen, dass ich an jenem Tag eine Rede halten sollte. Man hatte mir gesagt, dass 60 Jahre seit meiner Immatrikulation an der Universität Ende 1945 vergangen waren. Ich war damals etwas jünger als heute, ich war in eurem Alter. Aber wir haben eine Lebens-Etappe gemeinsam gelebt.

Ich dachte, dass jene Zusammenkunft von vor 5 Jahren an der Universität Havanna sich nicht wiederholen würde. Ich war schon 79 Jahre alt geworden. Aber vor knapp zwei Monaten, genauer gesagt, als ich am 10. September 2010 im Audimax das zweite Buch unseres revolutionären Befreiungskrieges „La contraofensiva estratégica“ (Die strategische Gegenoffensive) vorgestellt hatte, unterhielt ich mich anschließend mit vielen Veteranen jener Kämpfe und grüßte am Campusausgang eine enthusiastische Gruppe Universitätsstudentenführer, die dort warteten. Ich führte einen Austausch mit ihnen, sie erklärten mir, dass sie ungeduldig auf den 17. warten, damit ich zu ihnen über die Rede spreche. Mehr dazu (96 KB)

 

14.11.2010 - DIE G-20, DIE APEC UND DIE LETZTE ÖLUNG DER GLAUBWÜRDIGKEIT

Wenn ein Kranker schwer krank ist, dann wird gemäß der Liturgie der Katholischen Kirche nach der Beichte die Letzte Ölung vorgenommen. Das ist es, was mit der Glaubwürdigkeit der Vereinigten Staaten bei den fast gleichzeitig stattfindenden Gipfeltreffen der G-20 und der APEC geschehen ist. Es ist nicht bekannt, was von da an geschehen wird. Vielleicht wird man sie christlich zu Grabe tragen bzw. die Einäscherung der Reste jener absurden Illusion vornehmen, dass es möglich sei, ein Gesellschaftssystem aufrecht zu erhalten, das mit dem Leben unserer Menschheit, welche heute, am 14. November 2010, gemäß präzisen Berechnungen auf internationaler Ebene schon 6,884.307.685 Milliarden Erdeinwohner zählt, unvereinbar ist. Die Zahl derjenigen, die den Planeten bewohnen, nimmt jährlich um etwas mehr als 77 Millionen zu.

Bei Durchsicht der Liste der APEC-Mitgliedsländer nahm ich wahr, dass diese von den Vereinigten Staaten und von Japan angeführt wird, zwei der reichsten Länder der Welt; darauf folgen Kanada, Australien, Singapur und Südkorea, die in bedeutendem Maße industrialisiert sind. Sie schließt Russland ein, einen mächtigen Staat mit wichtigen natürlichen, wissenschaftlichen und technischen Ressourcen, und hier hinzu kommt eine Gruppe der wichtigsten Schwellenländer, wie China, Indonesien und andere von Südostasien, die an den Küsten des Pazifik liegen, womit die 21 Länder zusammenkommen, die fast gleichzeitig zur Zusammenkunft der G-20, am 13. und 14., am Treffen in Japan teilgenommen haben. Neun von ihnen sind auf dem Gipfel in Seoul anwesend gewesen, um die wichtigsten Probleme zu diskutieren. Alle Länder von beiden Foren sind kapitalistisch, ausgenommen China und Vietnam, bei denen die Vereinigten Staaten mit Feuer und Schwert ihre revolutionäre Veränderung zu verhindern versucht haben. Mehr dazu (40 KB)

 

12.11.2010 - RIESIGES TOHUWABOHU

In das hat sich der gestern in Seoul, in der Hauptstadt der Republik Korea, begonnene Gipfel der G-20 verwandelt.

Was bedeutet G-20?, werden sich viele, der Abkürzungen überdrüssige Leser fragen. Es ist eine weitere Ausgeburt des mächtigen Imperiums und seiner reichsten Verbündeten, die die G-7 - Vereinigte Staaten, Japan, Deutschland, Frankreich, Vereinigtes Königreich, Italien und Kanada - geschaffen haben. Später beschlossen sie, Russland in den Club aufzunehmen, der sich dann G-8 nannte.

Nachträglich geruhten sie, 5 wichtige Schwellenländer aufzunehmen: China, Indien, Brasilien, Mexiko und Südafrika. Die Gruppe wuchs anschließend durch die Aufnahme mehrerer Länder der OECD, eine weitere Abkürzung, die Organization for Economic Cooperation Development (Organisation für wirtschaftliche Entwicklungskooperation) bedeutet: Australien, die Republik Korea und die Türkei. Der Gruppe wurden Saudi Arabien, Argentinien und Indonesien hinzugefügt, womit es schon 19 waren. Das zwanzigste Mitglied war kein Geringerer als die Europäische Union. Ein Land, Spanien, führt seit dem Jahr 2010 den singulären Titel eines „ständigen Gastes“.

Ein weiteres wichtiges Treffen von hohem internationalem Rang findet fast gleichzeitig in Japan statt, der Gipfel der APEC. Wenn die geduldigen Leser bitte zur vorangegangenen Gruppe folgende Länder hinzufügen möchten: Malaysia, Brunei, Neuseeland, Philippinen, Singapur, Thailand, Hongkong, Taiwan, Papua-Neuguinea, Chile, Peru und Vietnam. Diese können auf einen bedeutenden Handelsaustausch untereinander verweisen und liegen alle an den Ufern des Pazifiks. Sie verfügen über das, was APEC genannt wird:  das Asia-Pacific Economic Cooperation-Forum (Forum für Asiatisch-Pazifische Wirtschaftliche Zusammenarbeit), das vollständige Puzzle. Sie würden nur eine Landkarte benötigen, was ein Laptop sehr gut liefern kann. Mehr dazu (36 KB)

 

31.10. & 01.11.2010 - DER AUFSTAND IN DER UNO - (ERSTER TEIL) & (ZWEITER TEIL)

Am letzten Dienstag, dem 26. Oktober, wurde die UNO-Vollversammlung, die angeblich die höchste politische Autorität des Planeten sein soll, mit dem so viele Male wiederholten und deshalb schon vertrauten Ziel: „Die Notwendigkeit, die Kuba von den USA auferlegte wirtschaftliche, kommerzielle und finanzielle Blockade zu beenden“ einberufen.

Es ist der meist diskutierte, meist bestätigte und nie umgesetzte Resolutionsentwurf in der Geschichte der Vereinten Nationen.

Wir alle wissen, dass im Fall, wenn solch eine Anschuldigung gegen Kuba oder gegen irgendein anderes  lateinamerikanisches oder karibisches Land gemacht und dieses Land sich nicht einmal betroffen fühlen würde, es dann über dieses Land Spitzenschienen wie aus Kübeln regnen würde. Diese abscheuliche Tat, die mit solcher Klarheit und Genauigkeit den „Vereinigten Staaten von Amerika“ zugeschrieben und deren Ende gefordert wird, ist im Völkerrecht als „Genozid“ gekennzeichnet.

Seit 1992 und schon zum 19. Mal wurde dieser Resolutionsentwurf von der Vollversammlung gebilligt und das Ende dieser missbräuchlichen und kriminellen Handlungsweise gefordert. Aber in dem Maße, wie die Anzahl der Wiederholungen und Billigungen der Resolution zunahm, erhöhte sich ebenfalls die Anzahl der Länder, die dieser ihre Unterstützung gegeben haben und verringerte sich die Anzahl derjenigen, die sich ihrer Stimmen enthalten haben, und die winzige Gruppe, die dagegen stimmte. Das letzte Mal waren es schon nur noch zwei, die sie zurückgewiesen haben und nur drei, die sich ihrer Stimme enthalten haben, deren Namen die von kleinen Staaten sind, die eigentlich koloniale Niederlassungen der Vereinigten Staaten sind. Mehr dazu (68 KB)

 

27.10.2010 - DAS IMPERIUM UND DAS RECHT AUF LEBEN DER MENSCHEN

Was für grausame Leute!, rief ich aus, als ich die Enthüllungen des berühmten Journalisten Seymour Hersh bis zur letzten Zeile las, die in Democracy Now  veröffentlicht und als eine der 25 in den Vereinigten Staaten am meisten zensurierten Nachrichten aufgenommen wurden.

Das Material unter dem Titel „Die Kriegsverbrechen des Generals der Vereinigten Staaten Stanley McChrystal” wurde in das Zensurprojekt eingeschlossen, das von einer Universität von Kalifornien ausgearbeitet worden war und die essentiellen Absätze jener Enthüllungen enthält.  

 „Der Generalleutnant Stanley McChrystal, von Obama im Mai 2009 zum mit dem Krieg in Afghanistan beauftragten Kommandeur ernannt, war vorher Oberkommandierender des Gemeinsamen Kommandos für Sonderoperationen (JSOC, englische Abkürzung),  das Dick Cheney unterstand [ehemaliger Vizepräsident unter George W. Bush]. Der größte Teil der 33 Jahre langen militärischen Karriere von McChrystal wird weiterhin als vertrauliche [also geheime] Information gehandhabt, einschließlich seiner Dienste zwischen 2003 und 2008 als Kommandeur des JSOC, einer so geheimen Eliteeinheit, dass der Pentagon sich über Jahre geweigert hat, seine Existenz anzuerkennen. Das JSOC ist eine Sondereinheit für ,dreckige Operationen’ [Morde] der Navy Seals (Spezialeinheiten der Kriegsmarine) und der Delta Force [Delta-Streitkraft, geheime Soldaten der Armee für Sonderoperationen, die sich formell, Delta-Truppeneinheit für Operationen der Sonderstreitkräfte (SFOD-D)] nennt, während der Pentagon diese als Gruppe für Kampfanwendungen [CAG] bezeichnet. Mehr dazu (24 KB)

 

15.10.2010 - Botschaft des Comandante en Jefe Fidel Castro Ruz gegen den Atomkrieg

Die Anwendung der Atomwaffen bei einem neuen Krieg würde das Ende der Menschheit bedeuten. So sah es der Wissenschaftler Albert Einstein voraus, der in der Lage war, deren Zerstörungskraft zu messen, die Millionen Grad Hitze erzeugt, die in einem weiten Umkreis alles verflüchtigt. Der geniale Forscher trieb die Entwicklung dieser Waffe voran, bevor das völkermörderische Naziregime über sie verfügt hätte.

Jegliche Regierung der Welt ist verpflichtet, das Recht auf Leben jeglicher Nation und der Gesamtheit aller Völker des Planeten zu achten.

Jetzt besteht eine imminente Gefahr eines Krieges unter Anwendung dieser Art Waffen und ich hege nicht den geringsten Zweifel, dass ein Angriff der Vereinigten Staaten und von Israel auf die Islamische Republik Iran unvermeidbar zu einem globalen Atomkrieg ausarten würde.

Den Völkern obliegt die Verpflichtung, von den politischen Führungskräften ihr Recht auf Leben zu fordern. Wenn das Leben der eigenen Gattung, des eigenen Volkes und der liebsten Angehörigen solche eine Gefahr laufen, kann sich niemand den Luxus leisten, gleichgültig zu bleiben oder auch nur eine Minute zu verlieren, um die Achtung dieses Rechts zu fordern. Morgen würde es zu spät sein.

Albert Einstein behauptete wörtlich Folgendes: Ich weiß nicht, welche Waffen man im Dritten Weltkrieg verwenden wird, aber im Vierten Weltkrieg werden es Knüppel und Steine sein”. Wir wissen, was er sagen wollte, und er hatte vollkommen Recht, nur dass es diejenigen schon nicht mehr geben wird, welche mit Knüppeln und Steinen hantieren könnten.

Es würde Nebenschäden geben, so sagen die US-amerikanischen politischen und militärischen Führungspersönlichkeiten immer, um den Tod von unschuldigen Menschen zu rechtfertigen.

Bei einem Atomkrieg würde der Nebenschaden das Leben der Menschheit sein.

Ich rufe alle dazu auf, den Mut zu haben, um zu verkünden, dass alle atomaren oder konventionellen Waffen, alles, was zum Kriegmachen dient, verschwinden müssen!

Fidel Castro Ruz

15. Oktober 2010 – Als PDF downloaden (12 KB)

 

10.-15.10.2010 - DAS IMPERIUM VON INNEN

(Erster bis Fünfter Teil)

Ich bin erstaunt über die allgemeine Unwissenheit bezüglich vitaler Probleme für die Existenz der Menschheit in einem Zeitalter, in dem dieser fabelhafte Massenmedien zur Verfügung stehen, die man sich vor 100 Jahren nicht einmal vorstellen konnte, und einige so neu wie das Internet.

Vor knapp drei Wochen wurde die Nachricht über die baldige Verbreitung eines spektakulären Buches von Bob Woodward, Journalist der The Washington Post, veröffentlicht, dessen zusammen mit Carl Bernstein vor 38 Jahren verfasste Artikel die Nixon-Regierung aufgrund von Spionageakten gegen die Demokratische Partei im Juni 1972 zum Bersten gebracht haben; letztere verursachten den Watergate-Skandal wegen jenen Gesetzesverletzungen, die zu ignorieren sich die US-amerikanische Gesellschaft nicht leisten konnte.

Ich habe mich mit unserem „Botschafter in Washington“ in Verbindung gesetzt, wie ich Jorge Bolaños, den Leiter der Interessenvertretung von Kuba in der Hauptstadt der Vereinigten Staaten bezeichne, und ihn gebeten, mir mindestens zwei Exemplare des angekündigten Buches zu schicken, sobald es in den Buchhandlungen erscheine. Bolaños hat vier Exemplare geschickt. Mehr dazu (216 KB)

 

30.09.2010 - Nicht zu glaubende Nachrichten

Gerade als ich die Reflexionen über die Absetzung der kolumbianischen Senatorin Piedad Córdoba beendete, kamen unglaubliche  Nachrichten aus Ekuador. Ich habe Stunden verbracht, sie zu hören. Im Laufe der Zeit ist die Erregung immer mehr gewachsen.

Um 17:12 Uhr kubanischer Zeit hat sich die Zahl der Verurteilungen des Staatsstreiches vervielfacht. Die  lateinamerikanischen Staatschefs mit dem höchsten Ansehen wie Chávez und Evo äußern ihren energischen Protest. Die OAS ist versammelt, aber noch ohne Alternativen. Ihre Mitgliedstaaten sind empört, und sogar Chinchilla protestiert; einschließlich der neue Präsident von Kolumbien hat gesagt, dass er Correa unterstützt.

Präsident Rafael Correa verhält sich standfest und unbeugsam. Das Volk ist viel besser organisiert. Meiner Meinung nach ist der Staatsstreich aussichtslos.

Selbst Obama und Clinton haben keine andere Wahl als ihn zu verurteilen.

Fidel Castro Ruz

30. September 2010

17:38 Uhr - Als PDF-Datei (8 KB)

 

24 bis 26.09.2010 - DAS DARF NIEMALS VERGESSEN WERDEN (Teil I, II & III)

Am vergangenen Dienstag, dem 21. September, habe ich mich um 9:00 Uhr mit über 600 Passagieren des Kreuzfahrtschiffs für den Frieden (Peace Boat) getroffen, fast alle japanischer Staatsangehörigkeit, zu denen eine Überlebende des Massenmords in der Stadt Hiroshima gehörte, die zum Zeitpunkt der Tat zwei Jahre alt war.  

Das kubanische Landesfernsehen hat das Treffen übertragen, aber die Übersetzung im Konferenzraum des Kongresspalasts erfolgte nicht simultan und die Stimmen der Dolmetscherinnen, die diese schwierige Aufgabe ausgeführt haben, überdeckten meine Worte. Deshalb habe ich mich entschlossen, eine Reflexion über das Thema zu verfassen.

Ich habe die Möglichkeit genutzt, um das von mir Gesagte zu kürzen und die übermittelten Ideen besser zu ordnen, wobei ich aber seinem Inhalt vollkommen treu geblieben bin.

Die Worte der anderen beteiligten Personen habe ich vollständig übertragen.

Trotz meiner Bemühungen war die Reflexion schließlich doch lang, da das Treffen zweieinhalb Stunden gedauert hat. Deshalb habe ich mich entschlossen, sie in drei Teile zu unterteilen, die man in aufeinander folgenden Tagen veröffentlichen wird. Mehr dazu (28 KB); Teil II (28 KB); Teil III (24 KB).

 

25.09.2010 - WENN ICH VENEZOLANER WÄRE

Morgen ist ein wichtiger Tag für Venezuela. Es sind Wahlen angesagt, um 165 Parlamentsabgeordnete zu bestimmen, und rund um dieses bedeutende Ereignis wird eine historische Schlacht ausgefochten.

Aber gleichzeitig sind die Nachrichten über das Wetter ungünstig. Das Gebiet, das Wiege von dem Befreier (Bolivar) war, wird von starken Regenfällen heimgesucht.

Der übermäßige Regen beeinträchtigt die Armen mehr als irgendjemanden anderes. Ihre Wohnungen sind bescheidener, sie leben in den historisch gesehen am meisten vernachlässigten Stadtvierteln, die schwer zugänglich sind, mit Straßen in schlechtem Zustand und mit geringerem Verkehr. Wenn das Wasser in ihre Heime eindringt, verlieren sie alles. Sie verfügen nicht über die bequemen und sicheren Wohnungen der Reichen und ihre breiten Alleen und zahlreichen Verkehrsmittel.

Es geht nicht um eine Präsidentschaftswahl. Zu den Wahlen, die ausschließlich Parlamentswahlen sind, mobilisiert sich die Bevölkerung weniger und misst diesen eine geringere Bedeutung bei. 

Im Allgemeinen ist es so, dass die Massen dort, wo der Imperialismus herrscht und die opportunistische Oligarchie einen Großteil der Güter und Dienstleistungen des Landes erhält, nichts zu gewinnen oder verlieren haben, und dem Imperialismus die Wahlen völlig schnuppe sind. In den Vereinigten Staaten nehmen nicht einmal an den Präsidentschaftswahlen mehr als 50% der Wahlberechtigten teil.

Warum werden im Gegensatz dazu dieses Mal seine enormen mediatischen Ressourcen gegen Venezuela aufgewendet und unterwerfen das Land einem unerbittlichen Bombardement an Lügen und Verleumdungen gegen die Revolutionäre Bolivarianische Regierung? Mehr dazu (12 KB)

 

21.09.2010 - DER NUKLEARE WINTER UND DER FRIEDEN

Über zwanzigtausend Atomwaffen befinden sich in den Händen von folgenden acht Ländern: Vereinigte Staaten, Russland, Frankreich, Großbritannien, China, Israel, Indien und Pakistan; mehrere von ihnen mit tief greifenden wirtschaftlichen, politischen und religiösen Differenzen untereinander.

Das neue, im April in Prag von den größten Atommächten unterzeichnete START-Abkommen enthält nichts weiter als Illusionen bezüglich des Problems, das die Menschheit bedroht.

Die Theorie des „nuklearen Winters“, die von dem eminenten Forscher und Professor der Rutgers-Universität von New Jersey Dr. Alan Robock entwickelt und auf den aktuellen Stand gebracht worden ist, - einem bescheidenen Wissenschaftler, der dazu neigt, die Verdienste seiner Kollegen in höherem Maße anzuerkennen als seine eigenen – hat ihre Richtigkeit bewiesen.

Die einzige Möglichkeit, die Anwendung der Atomwaffen zu verhindern, besteht für sie darin, diese zu beseitigen. Das US-amerikanische Volk, das sich an einem privilegierten Ort des Planeten befindet, was es ihm ermöglicht, trotz der unwahrscheinlichen Verschwendung von nicht erneuerbaren Ressourcen die höchsten Lebensniveaus und größten Reichtümer der Welt zu genießen, müsste am meisten an der Information interessiert sein, die ihm die Wissenschaftler bieten. Wie viel Raum widmen die Massenmedien dieser Aufgabe? Mehr dazu (16 KB)

 

12.09.2010 - Die grenzenlose Scheinheiligkeit des Westens

Auch wenn es vor dem 1. September 2010 und danach Artikel zum Thema gegeben hat, so war es doch an jenem Tag, als die Tageszeitung La Jornada von Mexiko einen unter dem Titel „Der Holocaust der ‚Zigeuner’: gestern und heute“ veröffentlicht hat, der einen großen Eindruck hinterlassen hat und eine echt dramatische Geschichte in Erinnerung ruft. Ohne der gebotenen Information ein einziges Wort  hinzuzufügen bzw. von ihr zu streichen habe ich die wörtlichen Zeilen seines Inhalt ausgewählt, die wirklich erschütternde Tatsachen widerspiegeln, über die der Westen und vor allem sein riesiger Medienapparat kein einziges Wort verlieren.  

„Jahr 1496 - Blütezeit der humanistischen Ideen: Die Roma-Völker (‚Zigeuner’) von Deutschland werden zu Verrätern der christlichen Länder erklärt, zu Spionen auf Bezahlung der Türken, zu Trägern der Pest, zu Hexenmeistern, Banditen und Kindesentführern.

1710 – das Jahrhundert der Aufklärung und der Vernunft: Ein Edikt ordnet an, dass die erwachsenen Zigeuner von Prag ohne Gerichtsprozess aufzuhängen sind. Die Jugendlichen und die Frauen werden verstümmelt.  In Böhmen wird ihnen das linke Ohr abgeschnitten. In Mähren das rechte Ohr. Mehr dazu (16 KB)

 

10.09.2010 - Dies ist ein außerordentlicher Augenblick der Menschheitsgeschichte

In diesen Tagen gehen die vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen erteilten Fristen zu Ende, damit der Iran die von den Vereinigten Staaten diktierten Forderungen erfülle, die sich auf die Kernkraft-Forschungen und die Urananreicherung zu medizinischen Zwecken und zur Stromerzeugung beziehen. 

Das ist das Einzige, was ihnen nachgewiesen werden kann.

Die Befürchtung, dass das Land eine Atomwaffenproduktion beabsichtigt, ist eine reine Mutmaßung.

Rund um dieses heikle Problem haben die Vereinigten Staaten und ihre westlichen Verbündeten, darunter zwei der fünf Atommächte mit Vetorecht, d.h. Frankreich und Großbritannien, unterstützt von den reichsten und industriell am weitesten entwickelten kapitalistischen Mächten der Welt, eine zunehmende Anzahl von Sanktionen gegen den Iran – ein reiches Erdölland muslimischer Religion – in die Wege geleitet. Jetzt schließen die Maßnahmen die Inspektion seiner Handelsschiffe ein und äußerst harte Wirtschaftssanktionen, die zur Erdrosselung seiner Volkswirtschaft führen. Mehr dazu (20 KB)

 

03.09.2010 - BOTSCHAFT AN DIE STUDENTEN VON KUBA

(Stenographische Version des Staatsrats)

Liebe Compañeros!

Ich habe euch darum gebeten, uns heute zeitig zu treffen, bevor die Sonne zu heiß brennt.

Diese Freitreppe, die ich niemals erneut zu betreten gedacht hatte, bewahrt unauslöschliche Erinnerungen jener Jahre, in denen ich mir unserer Zeitepoche und unserer Pflicht bewusst wurde. Man kann während des gesamten Lebens Kenntnisse und Bewusstsein erwerben,  aber zu keiner anderen Zeit ihrer Existenz wird eine Person erneut solch eine große Lauterkeit und Selbstlosigkeit besitzen, mit dem ein junger Mensch dem Leben begegnet. In jenem Alter habe ich mein wahres Schicksal entdeckt.

Deshalb ist es unvermeidbar, dass mich in diesem Augenblick die Erinnerungen an so viele Gefährten begleiten, die ich vor genau 65 Jahren kennen gelernt habe. Es war in der ersten Septemberwoche, als ich an dieser Universität, der einzigen des Landes dieser Zeit, immatrikulierte. Es ist besser, dass ich nicht einmal versuche, nach jedem von ihnen zu fragen, sondern die Erinnerungen an sie so bewahre, wie sie als junge und enthusiastische, und normalerweise selbstlose und makellose Menschen waren.

Mich ermutigt es außerordentlich, diejenigen vor mir zu haben, die heute so sind, wie wir es gestern waren, wenn auch unvergleichbar gebildeter, freier und bewusster.

Damals schlug auf diesen Universitätshügel die Macht der brutalen Gewalt ein und die Brutalität der Gewalt, der Verantwortungslosigkeit und der auf unser Volk angewandten Korruption. Mehr dazu (28 KB)

 

28.08.2010 - 238 GRÜNDE, UM BESORGT ZU SEIN - TEIL 2

21. Juni:          „(AFP).- Brasilien hat darauf verzichtet, - nach der Ablehnung des mit dem Iran und der Türkei im Mai unterzeichneten Austausch-Abkommens durch die Vereinigten Staaten und andere Mächte - weiter bezüglich des iranischen atomaren Themas zu vermitteln, so erklärte am Montag der brasilianische Außenminister Celso Amorim der Tageszeitung Financial Times.” 

 „(ANSA) – Shabtai Shavit, von 1989 bis 1996 Chef des Mossad, hat heute behauptet, dass Israel einen Präventivangriff gegen den Iran in Betracht ziehen sollte, um dessen Atomkraftwerke zu zerstören.“

22. Juni             „(AFP) – Die US-Regierung hat am Dienstag die Privatunternehmen gedrängt, über die offiziellen Sanktionen gegen den Iran hinauszugehen und ihre umstrittenen Beziehungen zu Teheran abzubauen, während Washington eine weitere Reihe von Sanktionen gegen die Islamische Republik vorbereitet.“ Mehr dazu (32 KB)

 

27.08.2010 - 238 Gründe, um besorgt zu sein – Teil 1

Wir erleben jetzt einen außerordentlichen Zeitpunkt der Menschheitsgeschichte. Ausgehend von einer Zeit, wo diese sich in Geschichte der Antike, Geschichte des Mittelalters, Moderne und Zeitgenössische Geschichte unterteilte. Nicht jene, die wir vor einem dreiviertel Jahrhundert in der Schule unterrichtet bekamen, sondern jene, die Karl Marx genial als die Vorgeschichte bezeichnet hat. Das würde Folge der außergewöhnlichen Entwicklung der Produktivkräfte sein, die Wissenschaft und Technik mit sich brachten,  und deren Auswirkung auf das Bewusstsein und das materielle Leben unserer Gattung.

Aber Wissenschaft und Technik haben ebenfalls ein unvorstellbares Zerstörungsvermögen hervorgebracht.

José Martí, unser Apostel und Nationalheld, sah in seinem Kampf gegen den spanischen Kolonialismus – der vor mehr als 500 Jahren die Insel seinem Land einverleibte, das sich tausende Meilen entfernt auf dem Alten Kontinent befand, ihre Bevölkerung ausrottete und ihr eine neue Kultur und Mestizisierung aufzwang – die Zukunft als Ergebnis der Entwicklung der Ideen und der Notwendigkeit von Gerechtigkeit und Gleichheit unter den Menschen.

Die großen Schöpfer und Schmiede unserer Träume, die diesen ihre Existenz gewidmet haben, welche außerdem die Eingeweide des imperialistischen Monsters kennen gelernt haben, und bezüglich der iberoamerikanischen Völker, den „Riesen mit den Siebenmeilenstiefeln“, fehlte nicht sehr viel, um die schreckliche Alternative zwischen der extremen Tragödie und der strahlenden Hoffnung zu erleben, die heute unseren globalisierten Planeten einhüllt.

Glücklicherweise hat unser Land eine Revolution durchgeführt. Jedermann hat lesen und schreiben gelernt, hat ausgezeichnete Dienstleistungen im Gesundheitswesen genossen und diese sogar mit anderen Völkern geteilt, hat es verstanden Patriot und gleichzeitig Internationalist zu sein; ist vorbereitet für eine Welt der Gerechtigkeit ohne Ausbeuter und Ausgebeutete, könnte einen Beitrag bei der Suche nach neuen Formeln leisten, die das menschliche Leben auf der Erde möglich machen werden. Mehr dazu (112 KB)

 

24.08.2010 - DAS HAUPTKAPITEL DES LETZTEN BUCHES

Nach Veröffentlichung der letzten beiden Reflexionen über das Buch des Schriftstellers Daniel Estulin unter dem Titel „Die wirkliche Geschichte des Bilderberg-Clubs“ hat der Autor eine Botschaft mit der Bitte um ein Treffen mit mir geschickt. Er wollte, dass ich vor dem Treffen ein wichtiges Kapitel seines neuen, kurz vor der Veröffentlichung stehenden Buches läse, das aus dem Englischen übersetzt werden musste.

Gestern hat man es mir schon, in Kuba übersetzt, übergeben. Sein Inhalt ist sensationell und verdient es, in seinen wichtigsten Aspekten analysiert zu werden. Indem ich Absätze dieses Materials auswähle, vermittle ich eine Idee über den Inhalt des Kapitels, das wichtige Angaben bietet, die für die Fachleute eine Herausforderung darstellen.

            Der Autor beginnt mit folgender Behauptung:

„Dies ist das seltsamste Kapitel, das Sie jemals in einem Buch finden können werden, sowohl in diesem, als auch in jeglichem anderen je verfassten […]. Die letzten Teile des Puzzles werden an ihren Platz gelegt werden, damit Sie das Bild jener Welt sehen können, in der wir leben. […] aus rein psychologischen Gründen wird es nicht so leicht sein zu erreichen, dass Sie daran glauben. Das könnte teilweise durch unsere eigene unterwürfige Mentalität bedingt sein, die die unmenschliche Propaganda, welche seit dem 19. Jahrhundert mit solch einer Gewalt auf und gegen die Menschheit gerichtet war, so sorgfältig in uns geschaffen hat.“ Mehr dazu (32 KB)

 

23.08.2010 - Der nukleare Winter

Ich schäme mich, das Thema nicht zu kennen, ich hatte es nicht einmal erwähnen gehört. Sonst hätte ich viel eher begriffen, dass die Gefahren eines Atomkrieges viel schlimmer sind, als ich es mir vorgestellt hatte. Ich hatte angenommen, dass der Planet die Explosion von hunderten von Atombomben aushalten können würde, als ich abschätzte, dass sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in der UdSSR über viele Jahre hinweg unzählige Versuche durchgeführt worden waren. Ich hatte dabei eine sehr einfache Realität nicht berücksichtigt: Es ist nicht dasselbe, 500 Atombomben in 1.000 Tagen explodieren zu lassen, als sie an einem Tag explodieren zu lassen.

Ich erfuhr dies, als ich bei mehreren Experten bezüglich dieses Themas Information anforderte. Ich versichere Ihnen, dass ich erstaunte, als mir bekannt wurde, dass kein Atomkrieg erforderlich sei, damit unsere Gattung aussterbe.

Eine atomare kriegerische Auseinandersetzung zwischen zwei von den schwächsten Atommächten, wie z.B. Indien und Pakistan, - die jedoch beide zusammen über 100 Waffen dieser Art haben -  wäre ausreichend,  damit die menschliche Gattung aussterben würde.

Ich werde einige Überlegungen anhand der mir von den Experten bezüglich des Themas zur Beurteilung gegebenen Grundkenntnisse anstellen, die dem entnommen wurde, was von den angesehensten Wissenschaftlern der Welt dargelegt worden ist.

Es gibt Dinge, die Obama ganz genau weiß:

„…ein Atomkrieg zwischen den USA und der Sowjetunion würde einen ‘nuklearen Winter’ hervorrufen.“ Mehr dazu (80 KB)

 

22.08.2010 - ICH BIN BEREIT, DIE DISKUSSION FORTZUSETZEN

Vor zwei Tagen habe ich Vanessa Davies in ihrem Programm “Contragolpe” des Fernsehkanals 8 von Venezolana de Televisión verfolgt. Sie sprach mit Basem Tajeldine, einem intelligenten und ehrbaren Venezolaner, dessen Antlitz Gutmütigkeit ausstrahlte. In dem Moment, als ich den Fernseher angeschaltet habe, ging es gerade um die von mir aufgestellte These, dass nur Obama das Desaster aufhalten könne. 

Sofort kam dem Historiker die Idee in den Sinn, dass jenem eine unermesslich große Macht zugeschrieben würde. Und so ist es, ohne Zweifel.  Aber wir denken an zwei verschiedene Arten der Macht.

Die reale politische Macht in den Vereinigten Staaten hat die mächtige Oligarchie der Multimillionäre inne, die nicht nur jenes Land sondern die Welt regiert:: die gigantische Macht des Club Bilderberg, den Daniel Estulin beschreibt, und der von den Rockefellers und der Trilateralen Kommission gegründet  wurde.

Der Militärapparat der Vereinigten Staaten mit seinen Sicherheitsbehörden ist viel mächtiger als Barack Obama, Präsident der Vereinigten Staaten. Er hat diesen Apparat nicht geschaffen, aber der Apparat hat ihn auch nicht geschaffen. Die außerordentlichen Umstände der Wirtschaftskrise und des Krieges waren die Hauptfaktoren, die einen Nachkommen des im höchsten Grade diskriminierten Sektors der Vereinigten Staaten, der gebildet und intelligent ist, in das Amt gebracht haben, das er einnimmt.

Worauf beruht die Macht von Obama zum jetzigen Zeitpunkt? Warum behaupte ich, dass die Frage Frieden oder Krieg von ihm abhängen wird? Hoffentlich hilft der Meinungsaustausch der Journalistin mit dem Historiker dazu, die Angelegenheit zu veranschaulichen. Mehr dazu (12 KB)

20.08.2010 - Ich bin auf vernünftiger Grundlage optimistisch

Die Tage vergehen. Einer nach dem anderen, äußerst schnell. Manche werden unruhig. Ich bin im Gegenteil ganz ruhig.

Ich teile mit unseren Werktätigen die Ergebnisse, die sie bei ihrer jeweiligen Arbeit erreichen, inmitten der Blockade und anderer  kumulierter Bedürfnisse.

Unser Land ist eines derjenigen, die am besten darauf vorbereitet sind, Hindernisse zu überwinden, und es hat nicht nur Beweise großer Selbstlosigkeit gegeben, sondern ebenfalls der Solidarität mit anderen Völkern, wie die vor dem Erdbeben in Haiti unternommenen Anstrengungen und die noch viel größeren danach. Vor wenigen Tagen hatte ich die Ehre, die Teilnehmer der heldenhaften Mission Moto Méndez zu empfangen, die die Arbeit der Kubanischen Medizinischen Brigade in Bolivien vervollständigte, welche über 40 Millionen Sprechstunden gegeben hat und bis gestern 543.629 Patienten Augenoperationen unterzogen hat. Sie überwinden die unangenehmen Überraschungen des Klimawechsels, wo die größte Hitze und die äußerste durchdringende Kälte sich gegenseitig ablösen. Mehr dazu (28 KB)

 

19.08.2010 - Übertreibe ich etwa?

Nachdem ich mich am 17. und 18. August auf das Buch von Daniel Estulin bezogen habe, der mit unwiderlegbaren Tatsachen die schreckliche Art und Weise wiedergibt, mit der unter bewusster Teilnahme der US-amerikanischen und englischen Geheimdienste der Verstand von jungen Menschen und Kindern der Vereinigten Staaten durch Drogen und die Massenmedien verformt wird, habe ich im letzten Teil der letzten Reflexion Folgendes gesagt: „Es ist schrecklich daran zu denken, dass die Intelligenz und die Gefühle von Kindern und Jugendlichen der Vereinigten Staaten auf jene Art und Weise verstümmelt werden.“

Gestern haben die Nachrichtenagenturen die aus einer von der Universität Beloit veröffentlichten Studie hervorgegangene  Information mitgeteilt, in der Geschehnisse wiedergegeben werden, die sich zum ersten Mal in der Geschichte der Vereinigten Staaten und der Welt ereigneten. Diese stehen im Zusammenhang mit den Kenntnissen und Gewohnheiten der US-amerikanischen Universitätsstudenten, die im Jahr 2014 ihre akademische Abschlussprüfung machen werden. Mehr dazu (8 KB)

 

17.08.2010 - DIE WELTREGIERUNG - ERSTER TEIL

In der kürzlich, d.h. vor zwei Tagen, am 15. August, verfassten Reflexion habe ich einen Artikel des kubanischen Journalisten Randy Alonso analysiert, unter dessen Leitung die Sendung „Mesa Redonda“ des Landesfernsehens steht, in dem er über eine im Hotel Dolce in Barcelona von der – wie er es bezeichnet - Weltregierung abgehaltene Versammlung berichtet. Ich schrieb Folgendes: “…Andere ehrbare Artikelverfasser waren wie er bemüht, jene Nachrichten zu verfolgen, die von dem seltsamen Treffen an die Außenwelt gelangen konnten. Jemand, der viel besser als sie informiert ist, hat diese Events schon seit vielen Jahren verfolgt.”

Ich bezog mich hierbei auf den Schriftsteller Daniel Estulin; 475 Seiten zu je 20 Zeilen warteten auf meine Überprüfung der phantastischen, von dem genannten Autor erzählten Geschichte, falls irgend jemand der  Teilnehmer an jener Versammlung fähig gewesen wäre, seine dortige Anwesenheit bzw. seine Teilnahme an dem, was sein Buch wiedergibt, zu verneinen. Mehr dazu (44 KB)

 

15.08.2010 - DIE UNO, DIE STRAFLOSIGKEIT UND DER KRIEG

Die Resolution 1929 des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen vom 9. Juni 2010 hat das Schicksal des Imperialismus besiegelt.

Ich weiß nicht, wer alles mitbekommen hat, dass unter anderem Ban Ki-moon, der Generalsekretär dieser Einrichtung, auf höheren Befehl den Unsinn begangen hat, Álvaro Uribe – knapp vor Beendigung seines Mandats – als Vizepräsidenten jener Kommission zu ernennen, die mit den Nachforschungen bezüglich des israelischen Angriffs auf die humanitäre Flottille beauftragt ist, welche Grundnahrungsmittel für die im Gazastreifen belagerte Bevölkerung beförderte.  Der Angriff erfolgte in internationalen Gewässern, in beachtlicher Entfernung von der Küste.

Die besagte Entscheidung erteilte Uribe, der wegen Kriegsverbrechen angeklagt ist, vollkommene Straflosigkeit, als ob ein Land voller Massengräber mit ermordeten Menschen, manche mit bis zu zweitausend Opfern, sieben Militärstützpunkte der Yankees und außerdem die Zur-Verfügung-Stellung aller anderen kolumbianischen Stützpunkte zu deren Diensten, nichts mit dem Terrorismus und dem Völkermord zu tun hätten.

Andererseits schrieb der kubanische Journalist Randy Alonso, unter dessen Leitung die Sendung „Mesa Redonda“ des Landesfernsehens steht, am 10. Juni 2010 auf der Website CubaDebate einen Artikel unter dem Titel „Die so genannte Weltregierung kam in Barcelona zusammen“, in dem er Folgendes aufzeigte:

„Sie kamen in das angenehme Hotel Dolce in Luxuswagen oder in Hubschraubern angereist.“ Mehr dazu (20 KB)

 

12.08.2010 – Teil 2 - Der Riese mit den Siebenmeilenstiefeln

Am 12. März 2004 erfuhren wir über INTERPOL, dass die Auslieferung eines Bürgers argentinischer Herkunft, eingebürgert in Mexiko, in einem Fall von Operationen illegalen Ursprungs verlangt wurde.

Die opportunen Nachforschungen ergaben, dass er am 27. Februar desselben Jahres zusammen mit einer anderen Person in einem Privatflugzeug ins Land eingereist war, und in einer offiziell registrierten Mietwohnung untergebracht war.

Er wurde am 30. desselben Monats März verhaftet.

Am 31. wurde vom mexikanischen Außenministerium ein Auslieferungsantrag für Carlos Ahumada Kurtz an das Außenministerium (MINREX) von Kuba gestellt, da ein Haftbefehl gegen ihn vorlag, wegen seiner wahrscheinlichen Teilnahme an einem Allgemeinbetrugs-Delikt. 

Fünf Tage später wurde im Ergebnis der Nachforschungen als vorbeugende Maßnahme Untersuchungshaft angeordnet.

Bei den Verhören erklärte er, dass er sich seit November 2003 mit führenden politischen Persönlichkeiten des PAN (Partei der Nationalen Aktion) und des PRI (Partei der Institutionalisierten Revolution), dem Senator Diego Fernández de Cevallos und dem ehemaligen Präsidenten Carlos Salinas de Gortari, geeinigt hatte, um die betrügerischen Handlungen von Beamten der Bundesdistriktsregierung, nahe Mitarbeiter von Andrés Manuel López Obrador, Gouverneur des PRD (Partei der Demokratischen Revolution), anzuprangern.  Auf von ihm bzw. von nahen Mitarbeitern von ihm gefilmten Videos sah man René Bejarano, den persönlichen Referenten des Gouverneurs, wie er tausende Dollar von Ahumada ausgehändigt bekam, sowie weitere Videos, auf denen Gustavo Ponce Meléndez, Staatssekretär für Finanzen des Bundesdistrikts, zu sehen ist, wie er hohe Summen an Bargeld in einem Casino in Las Vegas, in den Vereinigten Staaten, ausgibt. Dieses Material wurde vom mexikanischen Fernsehen veröffentlicht. Mehr dazu (24 KB)

11.08.2010 - Teil 1 - DER RIESE MIT DEN SIEBENMEILENSTIEFELN

Ich habe es von Aristoteles erfahren, dem berühmtesten Philosophen der Menschheitsgeschichte.

Der Mensch ist zu den wunderbarsten Handlungen fähig, oder auch zu den schlimmsten Niederträchtigkeiten.

Seine erstaunliche Intelligenz ist in der Lage, die unveränderlichen Gesetze der Natur zum Guten oder zum Schlechten auszunutzen.

Zu einem Zeitpunkt, an dem ich eine viel geringere Erfahrung als heute hatte, in jenen Tagen, als unser bewaffneter Kampf in den Bergen von Kuba vorbereitet wurde, dort, in der mexikanischen Nation – wo jeder Kubaner immer etwas Eigenes aufgefunden hat – haben wir einen flüchtigen aber unvergesslichen Zeitabschnitt gelebt, in dem alle Wunder sich in einem Winkel der Erde vereinten.

Ich würde weder die korrekte Art und Weise noch die richtigen Worte finden, um meine Eindrücke so zu beschreiben, wie es ein Mexikaner getan hat, der, nicht umsonst, die Person mit der größten Authorität ist, um über die Tragödie jenes Landes zu sprechen, da er als Gouverneur des äußerst wichtigen Wahlbezirks Mexiko-City, der Hauptstadt der Republik, gewählt worden ist, und  bei den vergangenen Wahlen von 2006 Kandidat der „Coalición por el bien de todos“ (Koalition zum Guten aller) war.

Er wurde für die Wahlen aufgestellt und gewann die Stimmenmehrheit gegenüber dem Kandidaten des PAN (Partei der Nationalen Einheit). Aber das Imperium hat es ihm nicht gestattet, die Macht zu übernehmen. Mehr dazu (36 KB)

 

10.08.2010 - ISRAEL WIRD NICHT ALS ERSTER ANGREIFEN

Die ehemaligen CIA-Offiziere Phil Giraldi und Larry Johnson; W. Patrick Lang, von den Special Forces der Defense Intelligence Agency, Ray McGovern der Navy Intelligence Agency und des CIA, und weitere langgediente ehemalige hohe Offiziere haben Recht, wenn sie Obama warnend darauf aufmerksam machen, dass der Premierminister von Israel einen Überraschungsangriff vorgesehen hat, und zwar mit der Absicht, die Vereinigten Staaten zum Krieg gegen den Iran zu zwingen.

Aber durch die Resolution 1929 des Sicherheitsrates hat Israel erreicht, dass die Vereinigten Staaten sich verpflichtet haben, als Erste anzugreifen.

Nach diesem Schritt wird Netanjahu es nicht wagen, es als Erster zu tun, da eine Aktion dieser Art ihn mit allen Atommächten konfrontieren würde und er ist kein Dummkopf.

Alle Feinde des Iran zusammen haben eine absurde Situation geschaffen. Obama würde keine andere Perspektive bleiben, als den Tod von hunderten von Millionen unschuldigen Menschen anzuordnen, und die Besatzungen ihrer Kriegsschiffe in der Nähe des Iran würden die Ersten sein, die umkommen, und er ist kein Mörder. Mehr dazu (8 KB)

 

03.08.2010 - APPELL AN DEN PRÄSIDENTEN DER VEREINIGTEN STAATEN

Vor einigen Tagen wurde ein Artikel veröffentlicht, der wirklich sehr viele Tatsachen bezüglich der vor 105 Tagen verursachten Ölpest enthielt.

Präsident Obama hatte diese Bohrung im Vertrauen auf die Leistungsfähigkeit der modernen Technologie zur Ölproduktion genehmigt, da er über Erdöl in Hülle und Fülle verfügen und damit die Vereinigten Staaten von der Abhängigkeit der ausländischen Lieferungen dieses für die jetzige Zivilisation vitalen Erzeugnisses befreien wollte. Dessen übermäßiger Verbrauch hatte schon den energischen Protest der Umweltschützer hervorgerufen.

Nicht einmal George W. Bush hatte sich getraut, diesen Schritt zu gehen, insbesondere nach den bitteren, in Alaska mit einem Tankschiff, das dort gefördertes Öl transportierte, gemachten Erfahrungen.

Der Unfall hatte sich bei der Suche nach jenem Produkt ereignet, das verzweifelt benötigt wird in der auf Konsum ausgerichteten Gesellschaft, welche die neuen Generationen von ihren Vorgängern geerbt haben; mit dem Unterschied, dass jetzt alles mit einer nie erahnten Geschwindigkeit vonstatten geht.

Wissenschaftler und Umweltschützer haben Theorien bezüglich jener Katastrophen dargelegt, die sich in hunderten von Millionen Jahren aufgrund der so genannten riesigen Methan-Blasen ereignet haben, welche gigantische Tsunamis verursachten, die einen Großteil des Planeten zerstört haben, und zwar mit Stürmen und Wellen, die die zweifache Schallgeschwindigkeit erreichten und Wellen von 1 500 Metern Höhe; diese haben 96 Prozent der lebenden Arten ausgerottet. Mehr dazu (28 KB)

 

27.07.2010 - Der strategische Sieg

In Kürze wird das Buch veröffentlicht werden, in dem ich unter dem Titel „Der strategische Sieg” den Kampf beschreibe, der die noch kleine Rebellenarmee vor der Vernichtung bewahrte.

Ich beginne es mit einer Einleitung, in der ich meine Überlegungen über den zu verwendenden Buchtitel darlege: „…ich zweifelte, ob ich ‘Batistas letzte Offensive’ oder ‘Wie 300 Mann 10 000 besiegten’“ gebrauchen sollte, was wie eine Science-Fiction -Geschichte klingen würde.

Es beinhaltet auch eine kurze Autobiographie: „Ich wollte nicht abwarten, bis eines Tages die Antworten auf unzählige mir bezüglich meiner Kindheit, dem Teenageralter und der Jugend gestellte Fragen veröffentlicht würden – Etappen in meinem Leben, die mich zu einem Revolutionär und bewaffneten Kämpfer gemacht haben.“

Ich habe mich schließlich für den Titel „Der strategische Sieg“ entschieden.

Das Buch ist in 25 Kapitel unterteilt, enthält zahlreiche Fotos von solch einer Qualität, die unter jenen Umständen möglich war, und die sachdienlichen Landkarten.

Schließlich werden schematische Darstellungen über die von beiden gegnerischen Seiten verwendeten Waffenarten eingefügt.

Auf den letzten Seiten von Kapitel 24 habe ich bei meiner Erzählung Behauptungen aufgestellt, die sich im Nachhinein als wahre Voraussage herausstellten. Mehr dazu (104 KB)

 

18.07.2010 - DIE ANDERE TRAGÖDIE

Während meinem Treffen am 13. Juli mit den Wirtschaftsfachleuten des Forschungsinstituts über die Weltwirtschaft CIEM habe ich diesen von dem ausgezeichneten Dokumentarfilm des französischen Regisseurs Yann Arthus-Bertrand erzählt, in dem die bewundernswertesten und am besten informierten internationalen Persönlichkeiten zu Worte kommen und der über eine weitere schreckliche Gefahr für die menschliche Gattung handelt, die vor unseren eigenen Augen abläuft: die Zerstörung der Umwelt.

Der Dokumentarfilm behauptet klipp und klar und kurz und bündig Folgendes:

„Bei dem großen Abenteuer des Lebens auf der Erde hat jede Art eine spezielle Rolle zu spielen, nimmt jede Art ihren Platz ein. Keine ist unnütz oder schädlich, alle tragen zum Gleichgewicht untereinander bei. Und hier ist es, wo du, Homo sapiens, intelligentes menschliches Wesen, in die Geschichte eintrittst. Dir kommt ein großartiges, von der Erde zur Verfügung gestelltes Erbe von 4 Milliarden Jahren zugute. Dich gibt es erst seit 200 000 Jahren, aber du hast schon das Angesicht der Welt verändert.“

„Die Erfindung der Landwirtschaft hat unsere Geschichte verändert. Das war vor knapp 10 000 Jahren.“ Mehr dazu (20 KB)

 

11.07.2010 - Der Ursprung der Kriege

Am 4. Juli habe ich behauptet, dass weder die Vereinigten Staaten noch Iran nachgeben würden; „die einen aus dem Stolz der Mächtigen heraus, und die anderen, im Geiste des Widerstands gegen das Joch und wegen der Fähigkeit zu kämpfen, wie es so oft in der Menschheitsgeschichte geschehen ist…“

Bei fast allen Kriegen ist es so, dass eine der Seiten ihn verhindern möchte, und manchmal beide. Dieses Mal wird er stattfinden, auch wenn eine der beiden Seiten dies nicht möchte, wie es in den zwei Weltkriegen von 1914 und 1939 geschehen ist, wo nur 25 Jahre zwischen dem Ausbruch des ersten und des zweiten lagen.

Die Gemetzel waren schrecklich, sie wären ohne vorangegangene Bewertungsirrtümer nicht entfesselt worden. Beide verteidigten imperialistische Interessen und glaubten, dass sie ihre Ziele erreichen würden, ohne dass sie solch schreckliche Folgelasten nach sich ziehen würden.

In dem Fall, mit dem wir uns befassen, vertritt eine Seite nationale, vollkommen gerechte Interessen. Die andere verfolgt schändliche und ordinäre materielle Interessen. Mehr dazu (24 KB)

 

04.07.2010 - DAS UNMÖGLICHE GLÜCK

Ich habe versprochen, dass ich „der glücklichste Mensch der Welt“ wäre, „falls ich mich im Irrtum befinden würde“, aber leider sollte mein Glück nur sehr kurz sein.

Der Fußballweltcup ist noch nicht zu Ende. Es sind noch sechs Tage bis zum Endspiel.

Was für eine außerordentliche Chance werden sich das Yankee-Imperium und der faschistische Staat Israel möglicherweise entgehen lassen, um den Verstand der riesigen Mehrheit der Erdbewohner weiterhin von ihren hauptsächlichen Problemen abzulenken!

Wem sind wohl die unheilvollen Pläne des Imperiums bezüglich Iran und seine plumpen Vorwände, um das Land anzugreifen, bewusst geworden?

Gleichzeitig frage ich mich Folgendes: Was haben die israelischen Kriegsschiffe zum ersten Mal auf den Meeren des Persischen Golfs, der Straße von Hormuz und in den Hoheitsgewässern des Irans zu suchen?

Ist es möglich sich vorzustellen, dass sich die atomaren Flugzeugträger der Yankees und die israelischen Kriegsschiffe mit eingezogenem Schwanz von dort zurückziehen werden, wenn die Voraussetzungen der vom Sicherheitsrat am 9. Juni 2010 verabschiedeten Resolution 1929 erfüllt werden, welche die Genehmigung zur Kontrolle der iranischen Schiffe und Flugzeuge aufrecht erhält, und das mit der Möglichkeit, dies im Gebiet von jeglichem Staat vorzunehmen, wobei die Genehmigung dieses Mal sogar einbegreift, dies auf hoher See zu tun? Mehr dazu (100 KB)

 

27.06.2010 - RECHTZEITIG DIE WAHRHEIT WISSEN

Während ich jede einzelne meiner vorhergehenden Reflexionen schrieb, bestand in dem Maße, in dem sich beschleunigt eine Katastrophe für die Menschheit näherte, meine größte Sorge darin, die elementare Pflicht zu erfüllen, unser Volk zu informieren.

Heute bin ich ruhiger als vor 26 Tagen. Da während der kurzen Wartezeit weiterhin Dinge geschehen, kann ich die Information für die nationale und internationale öffentliche Meinung wiederholen und bereichern.

Obama hat versprochen, am 2. Juli zum Viertelfinalspiel anwesend zu sein, wenn sein Land im Achtelfinale den Sieg erringen würde. Er müsste besser als jeder andere wissen, dass jene Viertelfinalspiele nicht durchgeführt werden können, da vorher schwerwiegende Dinge geschehen werden, oder zumindest sollte er es wissen.

Am vergangenen Freitag, dem 25. Juni, hat eine internationale Nachrichtenagentur, die für die Genauigkeit bei den Details der von ihr herausgegebenen Informationen bekannt ist, die Erklärungen von „...dem Befehlshaber der Streitkräfte des Elitekorps der Islamischen Revolutionsgarde, General Ali Fadavi...“ veröffentlicht, bei denen er warnend darauf hinwies „...dass in dem Fall, wenn die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten die iranischen Schiffe in internationalen Hoheitsgewässern einer Inspektion unterziehen, diese daraufhin 'eine Antwort im Persischen Golf und der Meeresenge von Hormuz erhalten werden'“. Mehr dazu (16 KB)

 

24.06.2010 - ICH WÄRE ÄUßERST FROH, WENN ICH MICH IM IRRTUM BEFINDEN WÜRDE

Wenn diese Zeilen am morgigen Freitag in der Zeitung Granma veröffentlicht werden, ist der 26. Juli, ein Datum, an dem wir uns immer mit Stolz der Ehre erinnern, den Schlägen des Imperiums  standgehalten zu haben, noch weit entfernt, wenn es auch nur noch 32 Tage bis dahin sind.

Diejenigen, die jeden Schritt des schlimmsten Feindes der Menschheit bestimmen, - d.h. des Imperialismus der Vereinigten Staaten, einer Mischung aus schäbigen materiellen Interessen, Verachtung und Unterschätzung aller anderen Erdbewohner – haben alles mit mathematischer Genauigkeit berechnet.

In der Reflexion vom 16. Juni habe ich folgendes geschrieben: „Zwischen einem Spiel und dem anderen des Fußballweltcups fließen die teuflischen Nachrichten nach und nach ein, so dass sich also niemand um sie kümmere.“

Jetzt hat die Phase der aufregendsten Augenblicke dieses berühmten Sportereignisses begonnen. 14 Tage lang haben die aus den besten Fußballern von 32 Ländern gebildeten Mannschaften darum gekämpft, das Achtelfinale zu erreichen; anschließend wird es nacheinander das Viertelfinale, das Halbfinale und das Finale des Wettkampfes geben. Mehr dazu (12 KB)

 

16.06.2010 - DER UNVERMEIDBARE KAMPF

Unlängst habe ich behauptet, dass die Welt schnell die Tragödie vergessen würde, die aufgrund jener Politik hereinzubrechen droht, die über mehr als zwei Jahrhunderte von der benachbarten Supermacht, den Vereinigten Staaten, verfolgt wird. 

Wir haben ihre heimtückische und durchtriebene Handlungsweise kennen gelernt; das gewaltige Wirtschaftswachstum, das ausgehend vom wissenschaftlich-technischen Fortschritt erreicht wurde; den enormen Reichtum, angehäuft auf Kosten der riesigen Mehrheit ihrer arbeitenden Bevölkerung und des Restes der Welt durch eine kärgliche Minderheit, welche in diesem Land und in den anderen über die Reichtümer ohne Grenzen verfügt und diese genießt. 

Wer ist es denn, der sich immer mehr beklagt, wenn nicht die Werktätigen, die Akademiker; diejenigen, die Dienstleistungen für die Bevölkerung ausführen; die Rentner; jene, die keine Beschäftigung haben; die auf der Straße lebenden Kinder; die Menschen, denen elementare Kenntnisse fehlen; die die riesige Mehrheit der knapp sieben Milliarden Erdbewohner darstellen, deren lebenswichtige Ressourcen sichtbar erschöpfen?

Wie werden sie von den so genannten Ordnungskräften behandelt, die sie beschützen müssten?

Wen schlagen die Polizisten, die mit allen möglichen Repressionsinstrumenten bewaffnet sind?

Ich brauche hier nicht Tatsachen zu beschreiben, welche die Völker überall, einschließlich in den Vereinigten Staaten, im Fernsehen, über Computer und in anderen Massenmedien beobachten. Mehr dazu (20 KB)

 

10.06.2010 - MIT DEM PRANKENHIEB AUF DER LAUER

Am Dienstag, den 8. Juni, habe ich in den Mittagsstunden die Reflexion „An der Schwelle zur Tragödie“ verfasst, später sah ich das Fernsehprogramm „Mesa Redonda“ (Podiumsgespräch) von Randy Alonso, das für gewöhnlich um 18:30 Uhr beginnt.

An jenem Tag haben hervorragende und angesehene kubanische Intellektuelle, die an dem Podiumsgespräch teilnahmen, auf die scharfsinnigen Fragen des Direktors mit beredten Worten geantwortet, dass sie meine Ansichten hoch schätzen, aber nicht der Meinung seien, dass es einen Grund dafür gäbe, dass Iran die mögliche – schon bekannte – Entscheidung zurückweisen würde, welche der Sicherheitsrat am Morgen des 9. Juni in New York annehmen würde – eine Entscheidung, die ohne Zweifel zwischen den Regierungschefs der fünf Mächte mit Vetorecht vereinbart worden ist: Vereinigte Staaten, England und Frankreich mit denen von Russland und China.

In jenem Augenblick sagte ich zu nahe stehenden Personen, die mich für gewöhnlich begleiten: „Wie ich es bedauere, meine Reflexion nicht mit den Worten beendet zu haben, dass niemand es mehr als ich wünschen würde, mich im Irrtum zu befinden!“ aber es war schon zu spät, ich konnte ihre Entsendung an die Website CubaDebate und die Tageszeitung Granma nicht mehr verzögern.

Am darauf folgenden Tag kam ich auf die Idee, um 10 Uhr - da mir bekannt war, dass dies die Uhrzeit der Versammlung war - CNN auf Spanisch einzustellen, da hier mit Sicherheit Nachrichten über die Sicherheitsrat-Debatte gebracht werden würden. So konnte ich die Worte hören, mit denen der Ratsvorsitzende einen Resolutionsentwurf präsentierte, der einige Tage vorher von den Vereinigten Staaten mit Unterstützung von Frankreich, Großbritannien und Deutschland eingebracht worden war. Mehr dazu (16 KB)

 

08.06.2010 - An der Schwelle zur Tragödie

Weder Obama noch der Präsident von Südkorea sind seit dem 26. März in der Lage gewesen zu erklären, was nun wirklich mit dem Flaggschiff der südkoreanischen Kriegsmarine, dem supermodernen Unterwasserjagdschiff Cheonan, geschehen ist, das im Westen der koreanischen Halbinsel, ganz in der Nähe der Grenze zwischen den beiden Republiken, an einem gemeinsamen Manöver mit der Kriegsflotte der Vereinigten Staaten teilnahm, wobei unter der Schiffsbesatzung 45 Tote und Dutzende Verletzte verursacht wurden.

Das Peinliche für das Imperium besteht darin, dass sein Verbündeter aus glaubwürdigen Quellen erfahren hat, dass das Schiff von den Vereinigten Staaten versenkt wurde. Es ist vollkommen unmöglich, diese Tatsache zu umgehen, die sie wie ein Schatten begleiten wird.

Anderswo auf  der Welt passen sich die Umstände ebenfalls noch viel gefährlicheren Ereignissen als im Osten Asiens an und sie sind unvermeidbar, ohne dass das übermächtige Imperium etwas tun kann, dies zu verhindern.

Israel würde nicht darauf verzichten, und das mit völliger Unabhängigkeit, das in jenem Land von den Vereinigten Staaten geschaffene Atompotential zu aktivieren und zu verwenden. Etwas Anderes zu glauben, würde bedeuten, die Realität zu ignorieren. Mehr dazu (12 KB)

03.06.2010 - DAS IMPERIUM UND DIE LÜGE

Ich hatte keine andere Wahl, als zwei Reflexionen über den Iran und über Korea zu schreiben, die die unmittelbare Gefahr des Krieges unter Atomwaffenanwendung erläutern. Meinerseits habe ich schon die Meinung geäußert, dass eine von ihnen beseitigt werden könnte, wenn China entscheiden würde, sein Veto gegen die Resolution einzulegen, welche die Vereinigten Staaten im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen durchzusetzen trachten. Die andere hängt von Faktoren ab, die sich jeglicher Kontrollmöglichkeit entziehen, und zwar aufgrund der fanatischen Haltung des Staates Israel, der durch die Vereinigten Staaten in seinen jetzigen Stand einer starken Atommacht gebracht wurde, die keinerlei Kontrolle der Supermacht akzeptiert.

Als im Juni 1953 die erste Intervention der Vereinigten Staaten stattfand, um in Verteidigung ihrer Interessen und derjenigen ihres engen Verbündeten, des Vereinigten Königreichs, die Islamische Revolution vernichtend zu schlagen, wodurch Mohammed Reza Pahlevi an die Macht kam, war Israel ein kleiner Staat, der sich noch nicht fast das gesamte palästinensische Gebiet, einen Teil von Syrien und einen nicht geringen Teil des benachbarten Jordaniens angeeignet hatte. Letzterer war bis dahin von der Arabischen Legion verteidigt worden, von der absolut nichts übrig blieb. Mehr dazu (20 KB)

 

01.06.2010 - DAS IMPERIUM UND DER KRIEG

Vor zwei Tagen habe ich mit wenigen Worten darauf hingewiesen, dass der Imperialismus nicht in der Lage sei, das schwerwiegende Problem des Drogenkonsums zu lösen, welches die Weltbevölkerung geißelt. Heute möchte ich ein weiteres Problem behandeln, das meines Erachtens von großer Tragweite ist.

Die jetzt vorhandene Gefahr, dass Nordkorea durch die Vereinigten Staaten angegriffen wird, und zwar ausgehend von dem Zwischenfall, der sich kürzlich in den Hoheitsgewässern jenes Landes ereignet hat, kann vielleicht verhindert werden, wenn sich der Präsident der Volksrepublik China entschließt, sein Vetorecht anzuwenden, ein Vorrecht, das dieses Land bei den Vereinbarungen, die im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen diskutiert werden, absolut ungern anwendet.

Es besteht ein zweites und noch ernsteres Problem, für das die Vereinigten Staaten keine mögliche Lösung haben: der rund um den Iran geschaffene Konflikt. Das ist etwas, was schon klar vorauszusehen war, seitdem Präsident Barack Obama am 4. Juni 2009 an der Islamischen Universität Al-Azhar in Kairo seine Rede hielt.

In einer damals von mir verfassten Reflexion, d.h. vier Tage später, als ich eine offizielle Kopie der Rede zur Verfügung hatte, habe ich zahlreiche Zitate verwendet, um die Bedeutung derselben zu analysieren. Ich werde einige von ihnen hier anführen. Mehr dazu (20 KB)

 

30.05.2010 - DAS IMPERIUM UND DIE DROGEN

Als ich in Mexiko von der Bundessicherheitspolizei festgenommen wurde, der rein durch Zufall einige unserer Handlungen verdächtig vorgekommen waren, trotzdem wir alles mit der größten Vorsicht unternahmen, um dem mörderischen Prankenhieb der Handlanger von Batista zu entkommen – wie es unter Machado in Mexiko geschah, als dessen Agenten am 10. Januar 1929 Julio Antonio Mella in der Hauptstadt jenes Landes ermordeten – war diese der Meinung, dass es sich um eine der Schmugglerorganisationen handele, die illegal an der Grenze jenes, in seinem Handelsaustausch mit der mächtigen, industriell entwickelten und reichen Nachbarmacht armen Landes auftraten.

In Mexiko war das Drogenproblem praktisch nicht existent. Dies entfesselte sich später vollkommen überwältigend mit seiner riesigen Belastung durch die nicht nur in jenem Land, sondern ebenfalls überall auf dem Kontinent verursachten Schäden.    

Die Länder von Mittel- und Südamerika investieren äußerst viel Energie in den Kampf gegen das Eindringen des Anbaus von Kokasträuchern zur Herstellung von Kokain, einer Substanz, die durch sehr aggressive chemische Bestandteile gewonnen wird und so schädlich für die körperliche und geistige Gesundheit des Menschen ist.

Die revolutionären Regierungen, wie jene der Bolivarianischen Republik Venezuela und von Bolivien unternehmen besonders große Anstrengungen, um ihr Vordringen zu stoppen, wie es zur gegebenen Zeit Kuba getan hat. Mehr dazu (20 KB)

 

18.05.2010 - DIE HISTORISCHE TRAGWEITE VON MARTÍS TOD

Unter Abstraktion der heute die menschliche Gattung mit Sorge erfüllenden Probleme kann man sagen, dass unser Vaterland das Privileg hatte, die Wiege eines der außerordentlichsten in dieser Hemisphäre geborenen Denker zu sein; sein Name: José Martí.

Morgen, am 19. Mai, jährt sich zum 115. Male der Tag seines ruhmreichen Todes.

Das Ausmaß seiner Größe und Würde könnte nicht bewertet werden, ohne dabei zu berücksichtigen, dass diejenigen, mit denen er zusammen das Drama seines Lebens schrieb, ebenfalls solche außerordentlichen Figuren waren wie zum Beispiel Antonio Maceo, immerwährendes Symbol der revolutionären Standhaftigkeit, welcher die Hauptrolle bei der Protesta de Baraguá (Protestaktion von Baraguá) inne hatte; und Máximo Gómez, dominikanischer Internationalist, Meister für die kubanischen Kämpfer während der zwei Unabhängigkeitskriege, an denen sie teilnahmen. Die Kubanische Revolution, die über ein halbes Jahrhundert lang den Schlägen des mächtigsten je vorhandenen Imperiums standgehalten hat, ist Ergebnis der Lehren jener Vorgänger.

Trotz der Tatsache, dass vier Seiten im Tagebuch von Martí nicht zu jenen den Historikern zur Verfügung stehenden Materialien gehören, ist das, was im übrigen Teil jenes persönlichen, bis auf das Genaueste verfassten  Tagebuchs und anderen seiner Dokumente aus jenen Tagen enthalten ist, mehr als ausreichend, um die Einzelheiten des Geschehenen zu erfahren. Wie bei den griechischen Tragödien, war es eine Meinungsverschiedenheit zwischen Giganten. Mehr dazu (28 KB)

 

07.05.2010 - DIE DER WELT AUFGEZWUNGENE VERHASSTE TYRANNEI

Unsere Zeit zeichnet sich durch eine nie da gewesene  Tatsache aus: die der Welt durch den Imperialismus aufgebürdete Bedrohung für das Überleben der menschlichen Gattung.

Diese traurige Wahrheit dürfte niemanden überraschen. In den letzten Jahrzehnten war zu beobachten, wie sich das beschleunigte und zwar in einem kaum vorauszusehenden Tempo.

Bedeutet das etwa, dass Obama ein Verantwortlicher bzw. Förderer jener Bedrohung ist? Nein! Das zeigt lediglich, dass er sich der Realität verschließt und diese weder überwinden will noch könnte. Er träumt viel mehr irreale Dinge in einer irrealen Welt. „Ideen ohne Worte, Worte ohne Sinn“, so drückte es ein hervorragender Dichter aus.

Auch wenn der US-amerikanische Schriftsteller Gay Talese, der als einer der wichtigsten Vertreter des neuen Journalismus angesehen wird, am 5. Mai versichert hat – wie eine europäische Nachrichtenagentur berichtete – dass Barack Obama das Beste der Geschichte der Vereinigten Staaten im letzten Jahrhundert verkörpert, dem in einigen Aspekten zugestimmt werden könnte, so verändert das absolut nicht die objektive Wirklichkeit des menschlichen Schicksals. Mehr dazu (32 KB)

 

25.04.2010 - DER WAHNSINN UNSERER ZEITEPOCHE

Es bleibt nichts anderes übrig, als die Dinge bei ihrem Namen zu nennen. Diejenigen, die noch ein Minimum an gesundem Menschenverstand behalten haben, können ohne große Anstrengungen beobachten, wie wenig Realismus in der heutigen Welt übrig geblieben ist.

Als Barack Obama, Präsident der Vereinigten Staaten, als Friedensnobelpreis nominiert wurde, hat Michael Moore gesagt: „Nun müssen Sie ihn sich verdienen!“ Der geistreiche Kommentar hat vielen Menschen aufgrund des Scharfsinns dieses Satzes gefallen, obwohl  Viele in der Entscheidung des norwegischen Komitees nichts Anderes als Demagogie und die Verherrlichung der scheinbar harmlosen Politisiererei des neuen Präsidenten der Vereinigten Staaten, eines afroamerikanischen Bürgers, guten Redners und intelligenten Politikers an der Spitze eines mächtigen, in tief greifende Wirtschaftskrise verwickelten Imperiums, sahen.

Als der Weltgipfel in Kopenhagen gerade bevorstand, erweckte Obama die Hoffnungen auf ein verbindliches Abkommen, bei dem die Vereinigten Staaten sich einem Weltkonsens anschließen würden, um die die menschliche Gattung bedrohende ökologische Katastrophe zu verhindern. Das dort Geschehene war enttäuschend, die Weltöffentlichkeit war Opfer eines traurigen Betrugs geworden.

Auf der kürzlich in Bolivien abgehaltenen Weltkonferenz der Völker über den Klimawechsel und die Rechte der Mutter Erde wurden Antworten voller Weißheit angeführt. Dies geschah seitens der ursprünglichen indigenen Nationalitäten, die von jenen europäischen Eroberern überfallen und praktisch zerstört worden waren, welche auf der Suche nach Gold und schneller Bereicherung über Jahrhunderte ihre jeweilige egoistische und mit den heiligsten Interessen der Menschheit unvereinbare Kultur aufgezwungen haben. Mehr dazu (28 KB)

 

18.04.2010 - DIE INNIGE FREUNDSCHAFT ZWISCHEN DER BOLIVARIANISCHEN REPUBLIK UND KUBA

Ich habe das Privileg genossen, mich am vergangenen Donnerstag, dem 15., drei Stunden lang mit  Hugo Chávez, dem Präsidenten der Bolivarianischen Republik Venezuela, unterhalten zu können, der so nett war, unserem Land erneut einen Besuch abzustatten, dieses Mal aus Nikaragua kommend.  

Sehr selten in meinem Leben, vielleicht niemals, hatte ich jemand kennen gelernt, der in der Lage gewesen wäre, eine echte und tief greifende Revolution über mehr als 10 Jahre anzuführen, und dies ohne einen einzigen Ruhetag, in einem Gebiet von weniger als einer Million Quadratkilometern, und in dieser Region, die von der iberischen Halbinsel kolonisiert worden war, welche über 300 Jahre über ein 20 Mal größeres Gebiet mit riesigen Reichtümern herrschte, wo deren Glauben, Sprache und Kultur aufgezwungen worden waren. Die Geschichte unserer Gattung auf diesem Planeten könnte heutzutage nicht geschrieben werden, ohne die Begebenheiten in dieser Hemisphäre zu berücksichtigen.

Bolívar seinerseits, hat nicht nur um Venezuela willen gekämpft. Die Gewässer und Ländereien waren damals reiner; es existierte größere Artenvielfalt und mehr Artenreichtum; und die in deren Gas und Erdöl enthaltene Energie war unbekannt. Vor zweihundert Jahren, als der Unabhängigkeitskampf in Venezuela begonnen wurde, tat er das nicht nur, um die Unabhängigkeit in jenem Land zu erreichen, er tat dies um aller noch dem Kolonialjoch unterliegenden Völker des Kontinents willen. Mehr dazu (24 KB)

 

24.03.2010 - Die US-Gesundheitsreform

Barack Obama glaubt mit Eifer an das der Welt durch die Vereinigten Staaten auferlegte kapitalistische System. „Gott segne die Vereinigten Staaten“ – so beendet er seine Reden.

Einige seiner Taten haben die Sensibilität der Weltöffentlichkeit verletzt, die den Sieg des  afroamerikanischen Bürgers gegenüber dem Kandidaten der Äußersten Rechten jenes Landes mit Sympathie verfolgt hatte. Gestützt auf eine der schlimmsten, je der Welt bekannten Wirtschaftskrisen und auf den Schmerz, der von den in den völkermörderischen Eroberungskriegen seines Vorgängers umgekommenen bzw. verletzten oder verstümmelten jungen US-Amerikanern ausging, erreichte er die Stimmenmehrheit jener 50% der US-Amerikaner, die in diesem so demokratischen Land zu wählen geruht haben.

Aus einem elementaren Ethikgefühl heraus hätte Obama darauf verzichten sollen, den Friedensnobelpreis anzunehmen, nachdem er schon beschlossen hatte, vierzigtausend Soldaten in einen absurden Krieg im Herzen von Asien zu schicken.

Die militaristische Politik, die Ausplünderung der Naturressourcen, der ungleiche Handel der jetzigen Regierung mit den armen Ländern der Dritten Welt – alles das unterscheidet sich in nichts von seinen Vorgängern des gesamten vergangenen Jahrhunderts, die fast alle, bis auf wenige Ausnahmen, der Äußersten Rechten angehörten. Mehr dazu (44 KB)

 

07.03.2010 - DIE GEFAHREN, DIE UNS DROHEN

Es handelt sich nicht um eine Frage der Ideologie in Bezug auf die unvermeidbare Hoffnung, dass eine bessere Welt möglich ist und möglich sein muss.

Es ist bekannt, dass es den Homo sapiens seit circa 200 000 Jahren gibt, was einem sehr kurzen Zeitabschnitt im Vergleich zu jenem Moment entspricht, zu dem vor ungefähr drei Millionen Jahren die ersten Formen eines elementaren Lebens auf unserem Planeten entstanden sind.

Die Antworten auf die unergründlichen Rätsel des Lebens und der Natur trugen vorwiegend religiösen Charakter. Es wäre sinnlos zu erwarten, dass es anders wäre, und ich bin überzeugt, dass es niemals aufhören wird, so zu sein. Je weiter die Wissenschaft in der Deutung des Universums, von Raum und Zeit, von Materie und Energie, in der Deutung der unendlichen Galaxien und der Theorien über den Ursprung der Sternbilder und Sterne, der Atome und Bestandteile derselben, die im Ursprung des Lebens standen und der Kürze desselben, und der Abermillionen Kombinationen pro Sekunde, die seine Existenz bestimmen, fortschreitet, desto mehr Fragen wird sich der Mensch auf der Suche nach Erklärungen stellen, die immer vielschichtiger und schwieriger sein werden.

Je mehr sich die Menschen darin vertiefen, Antworten auf so tiefgehende und komplexe, im Zusammenhang mit der Intelligenz stehende Aufgaben zu suchen, desto mehr  werden sich jene Bemühungen lohnen, sie aus ihrer kolossalen Ignoranz über die realen Möglichkeiten dessen, was unsere Gattung geschaffen hat und zu schaffen in der Lage ist, zu befreien. Zu leben und das zu ignorieren, das ist die totale Verneinung unseres menschlichen Naturells. Mehr dazu (60 KB)

 

01.03.2010 - DIE JÜNGSTE BEGEGNUNG MIT LULA

Ich habe ihn im Juli 1980, vor dreißig Jahren, in Managua kennen gelernt, während der Feierlichkeiten anlässlich des ersten Jahrestages der Sandinistischen Revolution. Dies geschah dank meiner Kontakte zu den Anhängern der Befreiungstheologie, die ich während meines Besuchs bei Präsident Salvador Allende im Jahr 1971 in Chile aufzunehmen begonnen hatte.

Durch Frei Betto wusste ich, wer Lula war – ein Arbeiterführer, in den die linken Christen frühzeitig große Hoffnungen setzten.

Es handelte sich um einen einfachen Arbeiter der Metallindustrie, der sich durch seine Intelligenz und sein Prestige innerhalb der Gewerkschaften in jener großen Nation auszeichnete, welche aus der Finsternis der von dem Yankee-Imperium in den 60er Jahren aufgezwungenen Militärdiktatur emporstieg.

Die Beziehungen zwischen Brasilien und Kuba waren ausgezeichnet gewesen, bis die in der Hemisphäre herrschende Macht sie zum Erliegen brachte. Seitdem sind Jahrzehnte vergangen, bis sie langsam wieder zu dem wurden, was sie heute sind.

Jedes Land hat seine eigene Geschichte erlebt. In seinem Kampf gegenüber den Aggressionen des mächtigsten je in der Geschichte vorhandenen Imperiums hat unser Vaterland in den außergewöhnlichen, seit 1959 erlebten Etappen unglaublichen Druck ausgehalten. Mehr dazu (56 KB)

 

07.02.2010 - DIE BOLIVARIANISCHE REVOLUTION UND DIE ANTILLEN

Wie fast alle Kinder mochte ich Geschichte. Ebenfalls die Kriege, da die Gesellschaft bei den Jungen jene Kultur verbreitete. Alle uns gebotenen Spielzeuge waren Waffen.

In meiner Kindheit wurde ich in eine Stadt geschickt, wo man niemals mit mir ins Kino ging. Damals gab es noch kein Fernsehen und in jenem Haus, wo ich lebte, gab es kein Radio. Ich musste meine Vorstellungskraft nutzen.

In der ersten Schule, in der ich als Internatsschüler lernte, las ich mit Verwunderung über die biblische Sintflut und die Arche Noah. Später zog ich in Betracht, dass dies eventuell eine Spur ist, welche die Menschheit von dem letzten Klimawechsel in der Geschichte unserer Gattung bewahrt. Es handelt sich möglicherweise um das Ende der letzten Eiszeit, von der anzunehmen ist, dass sie vor vielen tausend Jahren stattgefunden hat.

Wie zu vermuten ist, habe ich später mit Begierde die Geschichten über Alexander den Großen, Cäsar, Hannibal, Bonaparte und natürlich jedes Buch über Maceo, Gómez, Agramonte und die anderen großen Soldaten, die um unsere Unabhängigkeit gekämpft haben, gelesen, das in meine Hände fiel. Ich besaß nicht genügend Bildung, um zu verstehen, was im Hintergrund der Geschichte verborgen war. Mehr dazu (44 KB)

 

23.01.2010 - WIR SCHICKTEN  ÄRZTE UND NICHT SOLDATEN

In der am 14. Januar verfassten Reflexion - zwei Tage nach der Katastrophe von Haiti, die jenes benachbarte Bruderland zerstört hat - habe ich Folgendes geschrieben: „Im Gesundheitswesen und auf anderen Gebieten leistet Kuba – trotzdem es ein armes und unter Blockade stehendes Land ist - seit Jahren dem haitianischen Volk Hilfe. Circa 400 Ärzte und Fachleute im Gesundheitswesen leisten dem haitianischen Volk kostenlos Hilfe. In 127 der 137 Gemeinden des Landes arbeiten täglich unsere Ärzte. Andererseits wurden mindestens 400 junge Haitianer in unserem Vaterland zu Ärzten ausgebildet. Sie werden jetzt zusammen mit der gestern dorthin gereisten Verstärkung arbeiten, um in dieser so kritischen Situation Leben zu retten. Sodass bis zu eintausend Ärzte und Fachleute im Gesundheitswesen mobilisiert werden können, die schon fast alle dort und bereit sind, mit jeglichem anderen Staat zusammenzuarbeiten, der Leben von Haitianern retten und Verletzte rehabilitieren möchte.“

„Die Leiterin unserer Ärztebrigade hat informiert: ,Die Situation ist schwierig, aber wir haben schon begonnen, Leben zu retten.'“

Die Mitarbeiter des kubanischen Gesundheitswesens haben begonnen Stunde für Stunde, fortwährend und  ununterbrochen zu arbeiten, sowohl in den wenigen nicht zerstörten Einrichtungen als in Zelten oder in Parks und auf offenen Plätzen, da die Bevölkerung Angst vor neuen Erdbeben hatte. Mehr dazu (36 KB)

 

16.01.2010 - HAITI STELLT DIE KOOPERATIONSBEREITSCHAFT AUF PROBE

Durch die aus Haiti erhaltenen Nachrichten kann man sich ein Bild von dem großen Chaos machen, das in der außerordentlichen, durch die Katastrophe geschaffenen Situation zu erwarten war.

Überraschung, Erstaunen, Erschütterung in den ersten Augenblicken, der Wunsch zur sofortigen Hilfeleistung in den am weitesten abgelegenen Winkeln der Erde. Was sollte man schicken und wie sollte man dies aus China, Indien, Vietnam und anderen, zehntausende Kilometer entfernt liegenden Punkten an einen Ort der Karibik tun? Das Ausmaß des Erdbebens und die Armut des Landes rufen im ersten Moment Ideen von imaginären Bedürfnissen hervor, die zu allen möglichen Arten von Versprechen führen, die dann auf irgendeinem Weg zukommen zu lassen versucht wird.  

Wir Kubaner waren der Auffassung, dass Menschenleben zu retten das Wichtigste in jenem Augenblick war, worauf wir vorbereitet waren, und das nicht nur für den Fall von Katastrophen dieser Art, sondern ebenfalls für den Fall von anderen, die Gesundheit betreffenden Naturkatastrophen. Mehr dazu (20 KB)

 

14.01.2010 - WAS HAITI LEHRT

Vor zwei Tagen, ungefähr um 18 Uhr kubanischer Ortszeit - in Haiti aufgrund seiner geographischen Lage schon nachts - haben die Fernsehsender begonnen, Nachrichten darüber zu verbreiten, dass ein heftiges Erdbeben der Stärke 7,3 auf der Richterskala Porte-au-Prince heimgesucht und stark beschädigt hatte. Das seismische Phänomen hatte in einer im Meer gelegenen tektonischen Störung begonnen, nur 15 Kilometer von der haitianischen Hauptstadt entfernt, einer Stadt, wo 80% der Bevölkerung in schwächlichen, aus Luftziegeln und Ton erbauten Häusern lebt.

Die Nachrichten setzten sich fast ohne Unterbrechung stundenlang fort. Es gab keine Bilder, aber es wurde behauptet, dass viele öffentliche Gebäude, Krankenhäuser, Schulen und solider gebaute Einrichtungen als kollabiert gemeldet wurden. Ich habe gelesen, dass ein Erdbeben der Intensität 7,3 der freigesetzten Energie einer Explosion von 400 000 Tonnen TNT entspricht.

Tragische Beschreibungen wurden übermittelt. Die Verletzten auf den Straßen verlangten schreiend medizinische Hilfe, während sie von Ruinen umgeben waren, die Familien unter sich begraben hatten. Jedoch viele Stunden lang hatte niemand irgendein Bildmaterial übermitteln können.

Die Nachricht hat uns alle überrascht. Viele von uns hatten häufig Informationen über Hurrikans und große Überschwemmungen in Haiti gehört, aber wir wussten nicht, dass das Nachbarland Gefahr lief, ein großes Erdbeben zu erleiden. So kam jetzt zur Sprache, dass vor 200 Jahren in dieser Stadt, die damals sicherlich einige wenige tausend Einwohner zählte, ein großes Erdbeben stattgefunden hatte. Mehr dazu (36 KB)

 

03.01.2010 - DIE WELT FÜNFZIG JAHRE SPÄTER

Vor zwei Tagen, zum 51. Jahrestag des Siegs der Revolution, kamen in mein Gedächtnis die Erinnerungen an den 1. Januar 1959.  Keiner von uns hatte niemals die eigenartige Idee gehabt, dass wir uns nach einem halben Jahrhundert, das sehr schnell vergangen ist, daran erinnern würden, als wäre es gestern gewesen.

Während des Treffens am 28. Dezember 1958 in der Zuckerfabrik Oriente mit dem Oberbefehlshaber der feindlichen Truppe, deren Eliteeinheiten einkesselt und ohne Entkommensmöglichkeiten waren, erkannte dieser seine Niederlage an und berief sich auf unseren Edelmut, um eine ehrenvolle Lösung für den Rest der Truppe zu finden.  Er wusste, dass wir die Gefangenen und Verletzten ohne Ausnahme menschlich behandeln. Er akzeptierte die von mir vorgeschlagene Vereinbarung, obwohl ich ihn darauf hingewiesen hatte, dass wir die begonnenen Operationen fortsetzen würden. Aber er fuhr in die Hauptstadt und von der US-Botschaft angestiftet veranlasste er einen Staatsputsch.  

Wir bereiteten uns für die Schlachten an jenem 1. Januar vor, als wir in der Nacht die Nachricht von der Flucht des Tyrannen bekamen. Der Rebellenarmee wurde befohlen, den Waffenstillstand nicht zu akzeptieren und die Schlachten an allen Fronten weiterzuführen. Über Radio Rebelde wurden die Arbeiter zu einem revolutionären Generalstreik aufgerufen, der von der gesamten Nation unverzüglich unterstützt wurde. Der Staatsputschversuch wurde geschlagen und am Nachmittag des selben Tages marschierte unsere siegreiche Truppe in Santiago de Cuba. Mehr dazu (44KB

 

26.12.2006 - DAS RECHT DER MENSCHHEIT ZU LEBEN

Der Klimawandel verursacht schon erhebliche Schäden und Millionen Menschen erleiden die Folgen.

Die entwickeltsten Forschungszentren versichern, dass ganz wenig Zeit übrig bleibt, um eine irreversible Katastrophe zu verhindern. James Hansen vom Goddard Institut der NASA versichert, dass ein Kohlendioxid-Wert von 350 ppm immer noch tolerierbar ist; aber heutzutage übersteigt er 390 und erhöht sich jährlich um 2 ppm, er überschreitet die Werte von 600 Tausend Jahren vorher. Die letzten zwei Jahrzehnte waren, jedes Einzelne, die wärmsten nach allen bisher geführten Aufzeichnungen. Das erwähnte Gas wuchs 80 Teile ppm in den letzten 150 Jahren.

Das Eis des Nordpolarmeeres; die gewaltige, zwei Kilometer dicke Schicht, die Grönland bedeckt; die Gletscher von Südamerika, die ihre Hauptquellen mit Süßwasser versorgen; das riesiges Volumen, das die Antarktis bedeckt; die übrig gebliebene Schicht vom Kilimanjaro; das Eis, das den Himalaja bedeckt und die enorme Eismasse von Sibirien schmelzen ohne Zweifel.  Berühmte Wissenschaftler befürchten quantitative Sprünge dieser Naturerscheinungen, die Wandel verursachen.

Die Menschheit setzte große Hoffnung auf den Kopenhagen-Gipfel nach dem im Jahr 1997 unterschriebenen Kyoto-Protokoll, rechtskräftig seit 2005. Das geräuschvolle Scheitern des Gipfels führte zu peinlichen Ereignissen, die eine gebührende Erklärung benötigen. Mehr dazu (44 KB)

 

19.12.2009 - WAS WIRKLICH AUF DEM GIPFEL GESCHAH

Die jungen Menschen haben viel größeres Interesse an der Zukunft als alle anderen.

Bis vor kurzem wurde darüber diskutiert, in welcher Art von Gesellschaft wir leben würden. Jetzt wird diskutiert, ob die menschliche Gesellschaft überhaupt überleben wird.

Es handelt sich nicht um dramatisches Gerede. Man muss sich an die Fakten gewöhnen. Die Hoffnung ist das Letzte, was die Menschen verlieren dürfen. Mit der Wahrheit in der Hand haben Männer und Frauen jeden Alters, besonders die jungen Menschen, auf dem Gipfel einen beispielhaften Kampf ausgetragen und hiermit der Welt eine große Lehre erteilt.

Das Wichtigste besteht jetzt darin, dass die Begebenheiten auf dem Gipfel in Kuba und auf der Welt so weit als möglich bekannt werden. Die Wahrheit besitzt eine Kraft, die die mediatisierte und oftmals falsch informierte Intelligenz derjenigen übertrifft, welche die Geschicke der Welt in ihrer Hand haben. Mehr dazu (40 KB)

 

17.12.2009 - ES WIRD ERNST

Die Nachrichten, die uns aus der dänischen Hauptstadt erreichen, widerspiegeln Chaos. Nachdem die Gastgeber einen Event geplant haben, an dem circa 40 000 Personen teilnehmen würden, können sie ihr Wort auf keine Art und Weise halten.  Evo, der erste dort Angekommene der Präsidenten des Bündnisses ALBA, hat tiefgründige Wahrheiten zum Ausdruck gebracht, die aus der tausendjährigen Kultur seines Volks hervorgehen.

Gemäß den Nachrichtenagenturen versicherte er,  dass er einen Auftrag des bolivianischen Volkes besäße, jegliche Vereinbarung zu blockieren, wenn der Endtext die Alternativen nicht befriedige. Er erläuterte, dass der Klimawechsel nicht die Ursache sondern die Folge dafür sei, dass wir verpflichtet sind, die Rechte der Mutter Erde gegenüber einem Modell der kapitalistischen Entwicklung, und die Kultur des Lebens gegenüber der Kultur des Todes zu verteidigen. Er sprach von der Klima-Schuld, welche die reichen Länder den armen Ländern zu zahlen haben, und von der Rückgabe an diese der gewaltsam weggenommenen Atmosphäre. Mehr dazu (48 KB)

 

09.12.2009 - OBAMA WAR NICHT ZU EINEM ZYNISCHEN HANDELN GEZWUNGEN

Im letzten Abschnitt einer vor zwei Monaten, d. h. am 9. Oktober 2009, geschriebenen Reflexion unter dem Titel “Dem Dollar läuten die Glocken” habe ich mich auf die Problematik des Klimawechsels bezogen, zu dem der imperialistische Kapitalismus die Menschheit geführt hat.

„‘Die USA’ - so ließ ich in Bezug auf den Kohlenstoffausstoß verlauten - ‘unternehmen keine wirklichen Anstrengungen.  Sie akzeptieren nur 4% Reduzierung im Vergleich zu 1990.’“ Zu jenem Zeitpunkt verlangten die Wissenschaftler eine minimale Verminderung zwischen 25 und 40% für das Jahr 2020.

Ich fügte unmittelbar hinzu: „Am heutigen Vormittag, Freitag, den 9. 10., erwachte die Welt mit der Nachricht, dass „dem guten Obama“, dem Rätselhaften, wie ihn der bolivarianische Präsident Hugo Chávez in der UNO genannt hat, der Friedens-Nobel-Preis verliehen wurde. Nicht immer teile ich die Standpunkte dieser Institution, aber ich sehe mich veranlasst anzuerkennen, dass dies meines Erachtens in diesem Augenblick eine positive Entscheidung war. Sie gleicht den Schlag aus, den Obama in Kopenhagen erlitt, als Rio de Janeiro und nicht Chicago zum Sitz der Olympiade 2016 gewählt wurde, was zornige Angriffe seiner Gegner der extremen Rechten hervorrief.“ Mehr dazu (20 KB)

 

29.11.2009 Gibt es einen Spielraum für die Scheinheiligkeit und die Lüge?

Die Vereinigten Staaten  hatten in der Regierung von Venezuela ihren besten Verbündeten bei der Bekämpfung der kubanischen Revolution: den vorzüglichen Don Rómulo Betancourt Bello. Wir wussten das damals nicht. Er war am 7. Dezember 1958 zum Präsidenten gewählt worden und die Revolution in Kuba siegte noch bevor er sein Amt antrat, am 1. Januar 1959. Einige Wochen später kam mir das Privileg zu, von der provisorischen Regierung von Wolfgang Larrazábal eingeladen zu werden, um das Vaterland von Bolívar zu besuchen, das so solidarisch mit Kuba gewesen war.

Selten in meinem Leben habe ich mehr Herzlichkeit seitens der Bevölkerung erlebt. Die Filmaufnahmen sind erhalten. Ich fuhr von Maiquetía nach Caracas auf der breiten Autobahn, die den asphaltierten Pfad abgelöst hatte, auf dem mich 1948, bei meiner ersten Reise nach Venezuela, die waghaltigsten Kraftfahrer gefahren hatten, die ich jemals kennen gelernt habe. Mehr dazu (56 KB)

 

18.11.2009 - Die bolivarianische Revolution und der Frieden

Ich kenne Chávez sehr gut. Es gibt niemanden, der so sehr gegen ein Blutvergießen zwischen Venezolanern und Kolumbianern wäre wie er. Dies sind zwei so brüderlich verbundene Völker, wie jene Kubaner, die im Osten, im Zentralteil und im äußersten Westen unserer Insel leben. Ich verfüge über keine andere Art der Darstellung, um den Grad der zwischen Venezolanern und Kolumbianern bestehenden Brüderlichkeit zum Ausdruck zu bringen.

Die verleumderische Anschuldigung der Yankees, dass Chávez einen Krieg gegen das benachbarte Kolumbien plant, hat ein einflussreiches kolumbianisches Presseorgan dazu geführt, am vergangenen Sonntag, dem 15. November, unter dem Titel „Kriegstrommeln” einen beleidigenden und in einem abfälligen Ton gehaltenen Leitartikel gegen den venezolanischen Präsidenten zu veröffentlichen, wo unter anderem behauptet wird, dass „Kolumbien diese Bedrohung seiner Sicherheit sehr ernst nehmen muss, welche die schwerwiegendste in sieben Jahrzehnten darstellt, da sie von einem Präsidenten kommt, der außerdem militärische Erziehung und Ausbildung besitzt…“ Mehr dazu (84 KB)

 

11.11.2009 - Eine Science-Fiction - Story

Ich bedauere es sehr, Kritik an Obama ausüben zu müssen, wo mir doch bekannt ist, dass es in jenem Land andere mögliche Präsidenten gibt, die schlechter als er sind. Ich sehe ein, dass dieses Amt heutzutage ein großes Kopfzerbrechen bedeutet. Es gibt nichts, was dies besser erläutern kann, als jene gestrige Information der Zeitung Granma darüber, dass 237 US-Kongressmitglieder Millionäre sind, d.h. 44% der Gesamtzahl. Das bedeutet nicht, dass jeder von ihnen verpflichtet ist, ein unverbesserlicher Reaktionär zu sein, aber es ist kaum möglich, dass er wie irgendeiner der vielen Millionen US-Amerikaner denkt, die über keine Gesundheitsfürsorge verfügen, arbeitslos sind bzw. hart arbeiten müssen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Mehr dazu (32 KB)

 

06.11.2009 - Die Annexion von Kolumbien durch die Vereinigten Staaten

Jede einigermaßen informierte Person begreift sofort, dass der mit Honig versüßte, am 30. Oktober unterzeichnete „Zusatzvertrag über die Zusammenarbeit und technische Hilfe im Verteidigungs- und Sicherheitsbereich zwischen den Regierungen der Vereinigten Staaten und von Kolumbien”, der am Nachmittag des 2. November veröffentlicht wurde, einer Annexion von Kolumbien durch die Vereinigten Staaten gleichkommt.

Der Vertrag bringt die Theoretiker und Politiker in Verlegenheit. Es ist nicht ehrbar, jetzt zu schweigen und anschließend über Souveränität, Demokratie, Menschenrechte, Meinungsfreiheit und andere Feinheiten zu sprechen, wenn ein Land vom Imperium so einfach verschlungen wird, wie eine Fliege von einer Eidechse. Es handelt sich um das kolumbianische Volk, das opferbereit, arbeitsam und kämpferisch ist. Ich habe in dem langen Wälzer nach einer verdaulichen Rechtfertigung gesucht, und habe absolut keinen Grund gefunden. Mehr dazu (36 KB)

 

03.11.2009 - Die beste Ehrung für die Mutter eines heldenhaften Patrioten

Fidel CastroGestern ist Carmen Nordelo Tejera verstorben, die selbstlose Mutter des Helden der Republik Kuba Gerardo Hernández Nordelo, welcher zu Unrecht zu doppelter lebenslänglicher Freiheitsstrafe plus 15 Jahren Gefängnishaft verurteilt worden ist.

Dabei ist es unerhört, dass die Yankee-Justiz vor kaum 12 Tagen Santiago Álvarez Fernández-Magriñá freigelassen hat, bei dem Kriegswaffen, Handgranaten und andere Mittel, für die terroristischen Pläne gegen unser Volk bestimmte Mittel beschlagnahmt worden waren. Es handelte sich um Waffenposten, welcher bei diesem CIA-Agenten beschlagnahmt worden ist, der im Dienst der Regierung der Vereinigten Staaten einen Großteil seines Lebens dem Terrorismus gegen Kuba gewidmet hat.

Es wäre lohnenswert, dass die Berater von Barack Obama, die seine Reden so viel über das Fernsehen verbreiten, eine Videokopie des Cubavision-Fernsehprogramms Mesa Redonda anfordern und ihm vorführen würden, wo die Santiago Álvarez auferlegte lächerliche Strafe von vier Jahren in einem Gefängnis von niedriger Sicherheit wegen der bei ihm beschlagnahmten Waffen angeschnitten wurde, und das Schlimmste dabei war, dass die Strafe gekürzt wurde, nachdem der Staatsanwaltschaft eine weitere und noch größere Partie Waffen übergeben worden war. Das Subjekt hat außerdem eine Gruppe geschickt, die sich in Kuba einschleuste und die er unter anderem damit beauftragte, einen Sprengsatz im Nachtclub Tropicana zum Explodieren zu bringen, welcher immer voller Zuschauer ist. Über diese Anweisung ist der unwiderlegbare dokumentarische Beweis vorhanden. Mehr dazu (32 KB)

 

06.10.2009 - DIE GESCHICHTE KANN NICHT IGNORIERT WERDEN

Am vergangenen ersten Oktober wurde der 60. Jahrestag der Volksrepublik China begangen.

An jenem historischen Tag des Jahres 1949 leitete Mao Zedong  als Führer der Kommunistischen Partei Chinas auf dem Tiananmen-Platz die erste Parade der Volksarmee und der Bevölkerung von China. Die siegreichen Soldaten trugen die den Invasoren, Oligarchen und Vaterlandsverrätern im Kampf entrissenen Waffen.

Nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges besaßen die Vereinigten Staaten, eine jener Mächte, die im Krieg die geringsten materiellen Verluste erlitten hatten, das Monopol über die Atomwaffe und über mehr als 80 % des Goldes der Welt und verfügten über eine bedeutende industrielle und landwirtschaftliche Entwicklung.

Die siegreiche Revolution im Jahr 1949 in einem so riesigen Land wie China gab einer großen Anzahl von Ländern unter Kolonialherrschaft Hoffnung, viele von denen nicht lange danach das aufgezwungene Joch abschüttelten.

Lenin hatte die imperialistische Phase des entwickelten Kapitalismus vorausgesehen und die Rolle, die dem Kampf der Länder unter Kolonialherrschaft in der Weltgeschichte zukommen würde. Der Sieg der Chinesischen Revolution bestätigte jene Voraussage. Mehr dazu (24 KB)

 

13.09.2009 - ALMEIDA IST HEUTE GEGENWÄRTIGER DENN JE ZUVOR

Seit Stunden höre ich über das Fernsehen die Ehrung des ganzen Landes für den Comandante der Revolution Juan Almeida Bosque. Ich denke, dass er es ebenso als eine Pflicht angesehen hat, sich dem Tod zu stellen, wie er alle seine anderen Pflichten im Verlaufe seines Lebens erfüllt hat. Weder er noch wir konnten wissen, wie viel Traurigkeit uns die Nachricht seiner körperlichen Abwesenheit bringen würde.

Ich hatte das Privileg, ihn zu kennen: ein junger schwarzhäutiger Mensch, Arbeiter, Kämpfer, der aufeinander folgend Leiter einer revolutionären Zelle, Kämpfer der Moncada, Gefängnisgenosse, Befehlshaber eines Trupps während der Landung der Jacht Granma war, Offizier der Rebellenarmee, – der bei seinem Vormarsch während des heftigen Gefechts um die Garnison El Uvero durch einen Schuss in die Brust gestoppt wurde -  Befehlshaber einer Kolonne, die zur Schaffung der Dritten Ostfront  losmarschierte, und Kamerad, der Teil der Leitung unserer Kräfte in den letzten siegreichen Schlachten war, durch welche die Tyrannei gestürzt wurde.

Ich war ein privilegierter Zeuge seiner vorbildlichen  Haltung über mehr als ein halbes Jahrhundert heldenhaften und siegreichen Widerstands, im Kampf gegen Banditen, beim Gegenschlag von Girón (Schweinebucht), während der Raketenkrise, der internationalistischen Missionen und beim Widerstand gegen die imperialistische Blockade. 

Ich hörte mit Vergnügen einige seiner Lieder, besonders jenes inbrünstig gefühlvolle, in dem er sich angesichts des Kampfaufrufs des Vaterlands  zu „siegen oder zu fallen“ von menschlichen Träumen verabschiedete. Mir war nicht bekannt, dass er über 300 Lieder geschrieben hatte, die er seinem literarischen Werk hinzufügte, das eine Quelle der unterhaltsamen Lektüre und von geschichtlichen Geschehnissen ist. Er verteidigte Gerechtigkeitsgrundsätze, die man - solange es auf der Erde lebendige Menschen gibt - zu jeder Zeit  und jeglicher Zeitepoche verteidigen wird.   

Sagen wir nicht: Almeida ist verstorben. Er ist heute gegenwärtiger denn je!

Fidel Castro Ruz

13. September 2009 - 15:12 Uhr

 

10.09.2009 - EIN RUHIGES GEWISSEN

Mir wäre es lieber, wenn ich nicht eines jener Unternehmen hart kritisieren müsste, die sich der Herstellung von medizinischen Ausrüstungen widmen und deren Gewinne nicht aus der Fabrikation von zum Töten benutzten Waffen kommen, sondern die Krankheiten und Leiden bekämpfen und Todesfälle verhindern. Deshalb habe ich sie immer alle mit Hochachtung behandelt und mir gefiel es, einen Austausch mit ihnen über ihre wissenschaftlichen Fortschritte zu führen.

Etwas anderes ist es, wenn man mit Bitterkeit an solche Länder denkt, denen nicht dieserart Geräte zur Verfügung stehen, und noch trauriger ist es, dass ein Volk der Dritten Welt seine Bemühungen durch die stupide Maßnahme behindert sieht, welche ein reiches und mächtiges Land denen aufzwingt, die sie herstellen: die Einstellung der Ersatzteillieferungen für ihre Instandhaltung.

 In Venezuela und Kuba insgesamt gesehen verfügen die kubanischen Fachärzte für Kardiologie über 28 Echokardiographie-Geräte Marke Philips, ohne welche eine genaue und vollkommen sichere Diagnose nicht möglich ist. Bei Ausfall von jedem dieser Geräte können pro Monat 500 Patienten diese lebenswichtigen Dienste nicht erhalten. Mehr dazu (24 KB)

 

6. September 2009 - DER DOPPELTE PHILIPS-VERRAT

Die Vereinigten Staaten sind der größte Patentinhaber der Welt.  Sie haben Brain-Drain in allen Ländern verübt, sowohl in hoch entwickelten Ländern als auch in Entwicklungsländern, die in zahlreichen Bereichen Forschungen durchführen, von der Massenvernichtungswaffen-Produktion bis zur Produktion von Medikamenten- und medizinischen Geräte. Deswegen ist die wirtschaftliche und technologische Blockade nicht nur einen Vorwand, um das Imperium eigener Schwierigkeiten zu beschuldigen.

Das öffentliche Gesundheitswesen ist ein Bereich, wo unser Land die meisten Fortschritte erreicht hat, obwohl die Vereinigten Staaten fast 50 Prozent unserer Ärzte gestohlen haben, die an der einzigen Universität Kubas ihr Studium absolviert hatten. Es waren mehr als 5 000, viele von ihnen hatten keine Arbeit. Mehr dazu (28 KB)

 

2. September 2009 - DER ZWECK HEILIGT DIE MITTEL NICHT

Die  aus den Vereinigten Staaten kommenden Nachrichten lösen  Empörung und manchmal auch Abscheu aus.

Die Mehrheit von ihnen bezieht sich natürlich in der letzter Zeit auf die mit der schweren internationalen Wirtschaftskrise assoziierten Probleme und deren Folgen innerhalb  des Imperiums. Natürlich sind das nicht die einzigen über dieses mächtige Land. Jedes Blatt der großen Menge an Nachrichten aus einem Kontinent, einer Region oder einem Land der Welt  ist  in der Regel mit der US-Politik verbunden.  Es gibt keinen eingizen Ort auf der Welt, wo die überwältigende Gegenwart des Imperiums nicht zu spüren sei. 

Logischerweise haben die Nachrichten über seine brutalen Kriege knapp zehn Jahre lang einen wichtigsten Raum in der Presse eingenommen, und besonders während  der Präsidentenwahlen. Mehr dazu (16 KB)

 

27. August 2009 - DIE STUNDE DER ABRECHNUNG UND DES GEMEINSAMEN MARSCHES IST GEKOMMEN

Diese Reflexion ist nicht an die Regierungen sondern an die Brüdervölker von Lateinamerika gerichtet.

Am morgigen 28. August wird in Argentinien das UNASUR-Gipfeltreffen beginnen, dessen Transzendenz nicht ignoriert werden kann. Auf ihm soll die Konzession von sieben Militärstützpunkten auf kolumbianischem Hoheitsgebiet an die US-Supermacht  analysiert werden. Die vorausgegangenen Verhandlungen zwischen beiden Regierungen wurden streng geheim gehalten. Das Abkommen sollte der Welt als eine vollendete Tatsache vorgelegt werden.

In den frühen Morgenstunden des 1. März 2008 hatten die Streitkräfte von Kolumbien - ausgebildet und bewaffnet durch die Vereinigten Staaten - mit Präzisionsbomben eine Guerilla-Gruppe angegriffen, die in eine abgelegene Zone des ecuadorianischen Hoheitsgebiets eingedrungen war. In Hubschraubern transportierte Männer der kolumbianischen Elitetruppen besetzten im Morgengrauen das kleine Lager, töteten die Verletzten und bemächtigten sich des Leichnams des Guerillaführers Raúl Reyes, der scheinbar in jenen Tagen ein Treffen mit jungen Besuchern anderer Nationalitäten hatte, welche daran interessiert waren, die Erfahrungen der Guerilla  kennen zu lernen, die seit dem Tod des liberalen Führers Jorge Eliécer Gaitán vor mehr als 50 Jahren den bewaffneten Kampf bestreitet. Zu den Opfern gehörten Universitätsstudenten aus Mexiko und Ecuador, die keine Waffen trugen. Die Methode war brutal, im Stil der Yankees. Die Regierung von Ecuador hatte vor dem Angriff keinerlei Vorwarnung erhalten. Mehr dazu (27 KB)

 

24. August 2009 - HOFFENTLICH IRRE ICH MICH!

Ich habe mit Verwunderung die Agenturmeldungen vom Wochenende über die Innenpolitik der Vereinigten Staaten gelesen, aus denen ein systematischer Verschleiß von Präsident Barack Obamas Einfluss offensichtlich wird. Sein überraschender Wahlsieg wäre nicht ohne die schwere politische und wirtschaftliche Krise jenes Landes möglich gewesen. Die in Irak gefallenen bzw. verletzten US-amerikanischen Soldaten, der Skandal bezüglich der Foltern und geheimen Gefängnisse und die Wohnungs- und Arbeitsstellenverluste hatten die US-amerikanische Gesellschaft erschüttert.  Die Wirtschaftskrise erstreckte sich auf die ganze Welt und verschlimmerte die Armut und den Hunger in den Ländern der Dritten Welt. 

Solche Umstände ermöglichten die Aufstellung der Kandidatur von Obama und seine anschließende Wahl in einer traditionell rassistischen Gesellschaft. Mindestens 90% der schwarzen Bevölkerung, diskriminiert und arm, die Mehrheit der Wähler lateinamerikanischen Ursprungs und eine breite Minderheit der weißen Bevölkerung des Mittelstands und der Arbeiterklasse, besonders die jungen Menschen, haben für ihn gestimmt.

Es war logisch, dass unter den US-Amerikanern, die ihn unterstützten, viele Hoffnungen wach wurden. Nach acht Jahren abenteurerischer Unternehmen, Demagogie und Lügen, bei denen tausende US-Soldaten und knapp eine Million Iraker in einem Eroberungskrieg um das Erdöl jenes muslimischen Landes, das nichts mit dem schrecklichen Angriff auf die Zwillingstürme zu tun hatte, umgekommen sind, hatte es die US-Bevölkerung satt bekommen und war beschämt. Mehr dazu (30 KB)

 

19. August 2009 - DAS IMPERIUM UND DIE ROBOTER

Vor kurzem habe ich über jene Pläne der Vereinigten Staaten gesprochen, die absolute Überlegenheit ihrer Luftstreitkräfte als Instrument der Beherrschung dem Rest der Welt aufzuzwingen. Ich erwähnte ihr Projekt, für das Jahr 2020 über mehr als eintausend Bomber und Jäger    F-22 und F-35 der letzten Generation in ihrer Flotte von 2500 Militärflugzeugen zu verfügen. Weitere zwanzig Jahre danach werden alle ihre Kriegsflugzeuge von Automaten bedient werden.

Die Militärbudgets erhalten immer die Unterstützung der immensen Mehrheit der US-Abgeordneten. Es gibt kaum Bundesstaaten, wo die Beschäftigungslage nicht zum Teil von der Rüstungsindustrie abhängt. 

Auf Weltebene und mit einem konstanten Wert haben sich die Militärausgaben in den letzten zehn Jahren verdoppelt, als ob es keinerlei Gefahr einer Krise geben würde. Im Augenblick ist es die erfolgreichste Industrie des Planeten.

Schon 2008 wurden circa 1,5 Billionen Dollar für die Rüstungsbudgets aufgewendet. In diesem Bereich fielen 42% der Ausgaben der Welt, d.h. 607 Milliarden, auf die Vereinigten Staaten – ohne die Kriegskosten zu berücksichtigen – während die Anzahl der Hungrigen auf der Welt 1 Milliarde Menschen erreicht. Mehr dazu (16 KB)

 

12. August 2009 - EINE GERECHTE SACHE VERTEIDIGEN UND DIE HOFFNUNG ZUM WEITERMACHEN HABEN

Während der letzten Wochen war der jetzige Präsident der Vereinigten Staaten um den Beweis dafür bemüht, dass die Krise im Ergebnis seiner Anstrengungen zur Begegnung des schwerwiegenden, von den Vereinigten Staaten und der Welt von seinem Vorgänger ererbten Problems nachlässt.

Fast alle Wirtschaftsfachleute nehmen Bezug auf die im Oktober 1929 begonnene Wirtschaftskrise. Die vorhergehende hat Ende des 19. Jahrhunderts stattgefunden. Die unter den US-Politikern recht verbreitete Tendenz ist die zu glauben, dass alles in Richtung einer idyllischen, je erträumten Welt schreiten wird, sobald die Banken über genügend Dollar verfügen, um die Maschinerie des Produktionsapparats genügend einzuschmieren.

Unterschiede zwischen der so genannten Wirtschaftskrise der 30er Jahre und der jetzigen gibt es viele, aber ich werde mich auf einen der wichtigsten beschränken. Mehr dazu (24 KB)

 

09. August 2009 - DIE YANKEE-STÜTZPUNKTE UND DIE LATEINAMERIKAN- ISCHE SOUVERÄNITÄT

Der Begriff Nation ist aus der Summe solcher gemeinsamer Elementen wie der Geschichte, der Sprache, der Kultur, der Gebräuche, der Gesetze, der Institutionen und anderer, mit dem materiellen und geistigen Leben  zusammenhängender Faktoren der menschlichen Gemeinschaften entstanden. 

Die Völker jenes Amerika, um deren Freiheit Bolivar die großen Heldentaten ausführte, welche ihn zum El Libertador (Befreier) machten, wurden von ihm dazu aufgerufen zu schaffen, was er wie folgt bezeichnete: „die größte Nation der Welt, und das weniger aufgrund ihrer Ausdehnung und Reichtümer, als aufgrund ihrer Freiheit und ihres Ruhmes“.

Antonio José de Sucre lieferte sich in Ayacucho die letzte Schlacht mit jenem Imperium, welches während über 300 Jahren einen Großteil dieses Kontinents in Eigentum der Spanischen Krone verwandelt hatte. Mehr dazu (24 KB)

 

05. August 2009 - SIEBEN DOLCHE IM HERZ VON AMERIKA

Immerzu wieder lese ich die Angaben und Artikel, die von bekannten und weniger bekannten, intelligenten Persönlichkeiten verfasst wurden, die in verschiedenen Medien veröffentlichen und die Information solchen Quellen entnehmen, die von niemandem angezweifelt werden.

Die unseren Planeten bewohnenden Völker laufen überall auf der Welt aufgrund der Politik der Vereinigten Staaten wirtschaftliche, Umwelt- und Kriegsgefahren, aber in keiner anderen Region der Erde werden sie von solchen kritischen Problemen bedroht, wie deren Nachbarn, die Völker dieses Kontinents südlich von diesem hegemonischen Land.

Die Gegenwart solch eines mächtigen Imperiums, das auf allen Kontinenten und Ozeanen über Militärstützpunkte, Atom-Flugzeugträger und Atom-U-Boote, moderne Kriegsschiffe und hoch entwickelte Kampfflugzeuge und Träger für alle Arten von Waffen verfügt, und etliche hunderttausend Soldaten, für welche es absolute Straffreiheit fordert, stellt für jegliche Regierung das dar, was ihr die bedeutendsten Kopfschmerzen bereitet, unabhängig davon, ob sie links oder rechts orientiert ist oder der Mitte angehört, bzw. ob sie Verbündete der Vereinigten Staaten ist oder nicht. Mehr dazu (32 KB).

 

21. Juli 2009 - DER 30. JAHRESTAG DER SANDINISTISCHEN REVOLUTION UND DER VORSCHLAG VON SAN JOSÉ

Der von der extremen Rechten der Vereinigten Staaten – welche in Mittelamerika die von Bush geschaffene Struktur aufrecht erhielt – und vom State Department geförderte Putsch von Honduras entwickelte sich aufgrund des energischen Widerstands der Bevölkerung nachteilig.

Das kriminelle Abenteuer, das einstimmig von der Weltöffentlichkeit und den internationalen Organisationen verurteilt wurde, konnte sich nicht halten.

Die Erinnerung an die Gräueltaten, die in den gerade vergangenen Jahrzehnten von den durch die Vereinigten Staaten in unserer Hemisphäre geförderten, ausgebildeten und bewaffneten Tyranneien begangenen wurden, war noch recht frisch.

Die Bemühungen des Imperiums während der Clinton-Regierung und in den Folgejahren gingen dahin, zur Verwirklichung des Plans beizutragen, allen Ländern Lateinamerikas über die so genannten Gipfel von Amerika den Freihandelsvertrag aufzuzwingen. Mehr dazu (36 KB)

 

16. Juli 2009 - WAS VON DEN VEREINIGTEN STAATEN ZU FORDERN IST

Die Zusammenkunft in Costa Rica brachte keinen Frieden und konnte nicht zum Frieden führen. Die Bevölkerung von Honduras befindet sich nicht im Krieg, es ist nur so, dass die Putschisten die Waffen gegen sie anwenden. Von ihnen müsste die Einstellung ihres Krieges gegen das Volk gefordert werden. So eine Versammlung zwischen Zelaya und den Putschisten dient nur dazu, den verfassungsmäßigen Präsidenten zu demoralisieren und die Energien des honduranischen Volkes aufzubrauchen.

Der Weltöffentlichkeit ist das Geschehen in jenem Land durch das von internationalen Fernsehstationen verbreitete Bildmaterial bekannt, vor allem von Telesur, Sender, der ohne Zeit zu verlieren jedes einzelne der Ereignisse in Honduras getreu übertragen hat, außerdem die gehaltenen Reden und die einstimmigen Vereinbarungen der internationalen Organisationen gegen den Putsch.

Die Welt konnte die den Männern und Frauen versetzten Schläge verfolgen, die Unmengen von gegen die Menschenmasse geschleudertem Tränengas, die plumpen Gesten mit Kriegswaffen und die zur Einschüchterung der Bürger, oder um diese zu verletzen bzw. zu ermorden, abgegebenen Schüsse. Mehr dazu (20 KB)

 

10. Juli 2009 - TOD DEM PUTSCH, SONST WERDEN DIE VERFASSUNGEN ENDEN

Die Länder Lateinamerikas waren dabei, im Rahmen einer relativ verfassungsmäßigen Ordnung gegen die schlimmste Finanzkrise der Geschichte anzukämpfen.

Als Barack Obama, Präsident der Vereinigten Staaten in Moskau zu Besuch war, um dort vitale Themen bezüglich der Atomwaffen zu behandeln – erklärte, dass Manuel Zelaya der einzige verfassungsmäßige Präsident von Honduras sei, manövrierten die extreme Rechte und die Falken in Washington, damit jener den erniedrigenden Pardon für die ihm von den Putschisten zugeschriebenen Gesetzwidrigkeiten aushandele.

Es lag auf der Hand, dass vor den Seinigen und vor der Welt solch eine Handlung sein Verschwinden von der politischen Szene bedeuten würde.

Es ist bewiesen, dass Zelaya entschlossen war, sein Versprechen einzulösen, die brutale, von den Putschisten ausgeübte Repression gemeinsam mit seinem Volk zu begegnen, als er seine Rückkehr für den 5. Juli ankündigte. Mehr dazu (20 KB)

 

28. Juni 2009 - Ein selbstmörderischer Fehler

In der Reflexion, die ich vor drei Tagen, am Donnerstag, 25. Juni, geschrieben habe, sagte ich: „Wir wissen nicht, was in dieser Nacht oder morgen in Honduras geschehen wird, aber die mutige Haltung Zelayas wird in die Geschichte eingehen.“

Zwei Absätze zuvor hatte ich darauf hingewiesen: „Was dort vor sich geht, wird eine Prüfung für die OAS und für die gegenwärtige US-Administration sein.“

Die prähistorische interamerikanische Institution traf sich am folgenden Tag in Washington und versprach in einer glanzlosen und schüchternen Erklärung versprach sie, sofort die angemessenen Maßnahmen zu ergreifen, um zur Harmonie zwischen den beiden streitenden Seiten beizutragen. Das heißt, eine Verhandlung zwischen den Putschisten und dem verfassungsmäßigen Präsidenten von Honduras.

Der Kommandierende des Militärs, der die Befehlsgewalt über die honduranischen Streitkräfte behielt, gab öffentlich Erklärungen ab, die den Positionen des Präsidente widersprachen, während er nur formell dessen Autorität anerkannte. Mehr dazu (20 KB)

 

25. Juni 2009 - EINE UNVERGESSLICHE GESTE

Ich unterbreche die Arbeit über ein historisches Ereignis, die mich seit zwei Wochen beschäftigt, um mich mit dem verfassungsmäßigen Präsidenten von Honduras José Manuel Zelaya zu solidarisieren.

Es war beeindruckend, ihn in Telesur zu sehen, wie er durch eine Rede das honduranische Volk mitreißt. Er erhob energisch öffentlich Anklage gegen die plumpe Verweigerung der Reaktion einer wichtigen Volksbefragung. Das ist die vom Imperialismus verfochtene „Demokratie“. Zelaya hat auf keinerlei Art und Weise das Gesetz verletzt. Er hat keine Gewalt angewandt. Er ist der Präsident und Oberbefehlshaber der Streitkräfte von Honduras. Mit dem, was dort demnächst geschieht, werden die OAS und die jetzige Regierung der Vereinigten Staaten auf die Probe gestellt werden.

Gestern fand das ALBA-Treffen in Maracay, im venezolanischen Bundesstaat Aragua, statt. Die führenden lateinamerikanischen und karibischen Persönlichkeiten, die dort sprachen, glänzten sowohl durch ihre Beredsamkeit als auch durch ihre Würde. Mehr dazu (12 KB)

 

11. Juni 2009 - Goebbels wäre neidisch geworden

Ich habe gestern die Podiumsgespräch-Sendung gehört. Unter anderem wurde die Operation Peter Pan analysiert, eine der widerlichsten Handlungen der gegen unser Land durchgeführten moralischen Aggression. Das Thema elterliche Sorge ist äußerst empfindlich. Es war ein abstoßender Tiefschlag. In einem der Romane von Michael Scholochow, den ich Jahre später gelesen habe, wird diese Verleumdung erwähnt, die schon gegen die Oktoberrevolution von 1917 verwendet worden war.  

Der Urheber der Operation gegen Kuba war Monsignore Wals, ein dem Bischof von Miami unterstehender, US-amerikanischer katholischer Pfarrer.

Die Operation wurde im Verlaufe des Jahres 1960 begonnen. Wie bekannt, hatte unsere Revolution den Ausreisen aus dem Land keinerlei Hindernis in den Weg gelegt. Sie sollte das freiwillige Werk eines freien Volkes sein. Die imperialistische Antwort war, unter anderen schwerwiegenden Aggressionen, Peter Pan. Mehr dazu (16 KB)

 

08. Juni 2009 - OBAMAS REDE IN KAIRO

Am Donnerstag, den 4. Juni hat Obama an der Islamischen Universität Al-Azhar in Kairo eine Rede von besonderem Interesse für diejenigen unter uns gehalten, die seine politischen Handlungen aufgrund der enormen Macht der von ihm regierten Supermacht mit besonderem Interesse verfolgen. Ich werde seine eigenen Worte verwenden, um das aufzuzeigen, was meines Erachtens die von ihm zum Ausdruck gebrachten Grundideen waren und werde so, um Zeit zu sparen, seine Rede zusammengefasst wiedergeben. Wir sollten nicht nur wissen, was er gesagt hat, sondern auch worüber er gesprochen hat.

 „Wir sind in einem Augenblick der Spannung zwischen den Vereinigten Staaten und den Muslimen auf der ganzen Welt zusammengekommen…”

„Die Beziehung zwischen dem Islam und dem Westen schließt Jahrhunderte der Koexistenz und Zusammenarbeit ein, aber ebenfalls Konflikte und religiöse Kriege.” Mehr dazu (60 KB)

 

02. Juni 2009 - DAS TROJANISCHE PFERD

Rafael Correa, Präsident von Ecuador, zu Besuch in Honduras, erklärte kurz vor der Versammlung der OAS Folgendes: „Ich glaube, dass die OAS ihre Daseinsberechtigung verloren hat, vielleicht gab es nie eine Daseinsberechtigung für sie.” Die von ANSA übermittelte Nachricht fügt hinzu, dass Correa „,den Tod’ jener Organisation aufgrund ihrer vielen begangenen Fehler voraussagte”.

Er behauptete, „dass die Länder des amerikanischen Kontinents aufgrund geographischer Voraussetzungen nicht ,alle in den selben Topf’ geworfen werden können, und deshalb hat Ecuador vor mehreren Monaten die Schaffung der Organisation Lateinamerikanischer Staaten vorgeschlagen.

„,Es kann doch nicht sein, dass die Probleme der Region in Washington diskutiert werden. Bauen wir etwas Eigenes auf, ohne unserer Kultur und unseren Werten fremde Länder, wobei wir dabei offensichtlich Länder einschließen werden, die unerklärlicherweise vom interamerikanischen System getrennt wurden, und ich beziehe mich auf den konkreten Fall von Kuba… es war eine echte Schande und beweist die in den internationalen Beziehungen vorhandene Doppelmoral’”. Bei seiner Ankunft in Honduras erklärten sowohl Präsident Zelaya als er, dass die „OAS reformiert und Kuba erneut wieder eingegliedert werden muss, sonst müsse sie verschwinden”. Mehr dazu (24 KB)

 

30. Mai 2009 - RECHT BZW. GERECHTIGKEIT IN DEN VEREINIGTEN STAATEN

Wenn ich behaupten würde, dass in den Vereinigten Staaten das Chaos herrscht, würde man sagen, dass ich übertreibe, dass jenes Land eine Demokratie ist, wo es Recht und Gerechtigkeit gibt, Achtung der Menschenrechte und Gewaltenteilung, die auf den Prinzipien von Montesquieu und der Erklärung von Philadelphia begründet sind.

Natürlich spreche ich hier weder von der feurigen Verteidigung des Rechts zu foltern durch Cheney noch von der von Bush in Toronto gehaltenen Rede, während hunderte Demonstranten die Einleitung eines Kriegsverbrecher-Gerichtsverfahrens gegen ihn forderten.

Aber wenn Sie den Band mit den Agenturmeldungen öffnen, werden Sie staunen. Mehrere Agenturen berichten: „Ein Richter erteilte eine Entschädigung über mehr als 1 Milliarde Dollar als Schadenersatz seitens der Regierung wegen dem im Jahre 1959 begangenen Selbstmord des Vaters eines kubanisch-amerikanischen Bürgers, der in die Ergreifung und den Tod des Revolutionärs Ernesto ‘Che’ Guevara verwickelt ist.

Der Richter Peter Adrien des Gerichtsbezirks Miami-Dade sagte am Freitag, dass er dem kubanischen Volk eine Botschaft senden wolle. Mehr dazu (12 KB)

 

29. Mai 2009 - Ein unermüdlicher Erzieher

Chávez ist ein unermüdlicher Erzieher. Er zögert nicht zu beschreiben, was der Kapitalismus bedeutet. Er zerlegt nach und nach alle ihre Lügen. Er ist unerbittlich.

Er charakterisiert den Sinn jeder einzelnen der vom Sozialismus dem Volk gebrachten Maßnahmen.

Er weiß, wie sehr ein Mensch leidet, wenn er selbst, seine Frau, seine Kinder, seine Eltern und seine Nachbarn absolut nichts besitzen und einige Wenige alles besitzen.

Er zeigt den Egoismus der Reichen, die alles den blinden und unerbittlichen Gesetzen des Marktes unterwerfen, die jeglicher rationeller Nutzung der Produktivkräfte entgegenstehen. Er beweist das ständig mit dem Werk, das in Venezuela verwirklicht wird.

Chávez hat Venezuela mit Büchern überschüttet. Vorher hat er gefördert, dass alle Bürger Lesen und Schreiben erlernten. Er eröffnete Schulen für alle Kinder; ermöglichte mittlere  und fachliche Schulbildung für alle Teenager und Jugendlichen und die Chance auf eine Hochschulbildung für sie alle. Mehr dazu (12 KB)

 

27. Mai 2009 - FOLTERN IST IN KEINEM FALL ZULÄSSIG

Als ich am Sonntag der Reflexion über Haiti den letzten Schliff gab, hörte ich über das Fernsehen die Gedenkfeier der Schlacht von Pichincha, die vor 187 Jahren, am 24. Mai 1822, in Ecuador stattgefunden hat. Die zur Gestaltung der Veranstaltung verwendete Musik war sehr schön und ansprechend.

Ich betrachtete eine ganze Weile die prächtigen Uniformen jener Zeit und andere Details der Gedenkfeier.

Wie viele emotionsgeladene Erinnerungen es bezüglich der heldenhaften Schlacht gibt, welche die Unabhängigkeit von Ecuador entschied! Die Ideale und Träume jener Zeit waren bei jener Veranstaltung zu spüren. An der Seite des Präsidenten von Ecuador Rafael Correa waren als Ehrengäste Hugo Chávez und Evo Morales anwesend – die heute eine Neuausgabe des Verlangens nach Unabhängigkeit und Gerechtigkeit machen, für welche die lateinamerikanischen Patrioten kämpften und starben.  Sucre war der Hauptdarsteller jener unvergänglichen Heldentat, angetrieben von Bolivars Träumen.

Jener Kampf ist noch nicht zu Ende. Er lebt unter ganz anderen Bedingungen, von denen man damals vielleicht nicht einmal träumte, wieder auf. Mehr dazu (36 KB)

 

27. Mai 2009 - 10 Jahre Lehren und Lernen

„Aló Presidente“ hat seine Übertragungen am 23. Mai 1999 begonnen. Dieses Jahr war Chávez genau an jenem Tag anlässlich der Feierlichkeiten zum 187. Jahrestag der Pichincha-Schlacht in Ecuador. Morgen beginnen die Feierlichkeiten zum 10. Jubiläum des Programms.

Der Fall Hugo Chávez ist in der Politikgeschichte außergewöhnlich. Andere Persönlichkeiten sind dank der Printmedien, dank Rundfunk oder Fernsehen berühmt und gefeiert geworden. Aber nie zuvor hat eine revolutionäre Idee ein Massenmedium so wirksam genutzt. Im Fall des heroischen Kampfes der Bolivarianischen Revolution hätten der Imperialismus und die Oligarchie mit ihrer fast absoluten Kontrolle über die Massenmedien, mit ihren Verleumdungen und Lügen, die Revolution in Venezuela ohne dieses Programm zerstört.

Ich habe konservativ berechnet, dass in diesen 10 Jahren der Präsident Venezuelas, Hugo Chavez, 1 536 Nettostunden, d.h. das Äquivalent von 64 Tagen, einem Programm zur Information, Erziehung und Bildung der Nation gewidmet hat. Mehr dazu (12 KB)

 

24. Mai 2009 - NICHTS KANN IN HAITI IMPROVISIERT WERDEN

Vor fünf Tagen habe ich eine Agenturmeldung mit der Mitteilung gelesen, dass Ban Ki-moon voraussichtlich Bill Clinton als seinen Sonderbeauftragten für Haiti ernennen wird.

„Clinton begleitete im März dieses Jahres den Generalsekretär bei einem zweitägigen offiziellen Besuch in Haiti“ – so die Meldung – „um den von der Regierung von Port-au-Prince ausgearbeiteten Entwicklungsplan zu unterstützen, der darauf abzielt, die träge haitianische Wirtschaft anzukurbeln.

Der ehemalige Präsident hat über die Clinton-Global-Initiative eine bedeutende philanthropische Bindung zur Antillen-Nation aufrecht erhalten.

΄Es ist eine Ehre, die Einladung des Generalsekretärs, um als Sonderbeauftragter für Haiti tätig zu werden, anzunehmen“, erklärte das ehemalige Staatsoberhaupt.

„Clinton zeigte auf, dass das Volk und die Regierung von Haiti die Fähigkeit besitzen, die schweren  Schäden zu überwinden, die von den vier Unwettern zugefügt wurden, welche im vergangenen Jahr das Land heimgesucht haben.” Mehr dazu (28 KB)

 

14. Mai 2009 - Was die Zeitschrift Science berichtet hat

Als ich am Morgen die heute in den Landesnachrichten und in CubaDebate veröffentlichte Reflexion geschrieben habe, hatte ich noch nicht eine von Mark Stevenson und David Koop in Mexiko veröffentlichte Agenturmeldung gelesen, die von AP übermittelt wurde, der wichtigsten Nachrichtenagentur der Vereinigten Staaten. 

Natürlich bestand ganz und gar nicht die Absicht, mir Recht zu geben, denn sie wiederholte mehrmals, dass ich Mexiko beschuldigt hatte, die Epidemie bis zum Zeitpunkt nach Obamas Mexiko-Besuch verborgen zu haben.

Ich las die Meldung unbeirrt weiter, die mir dank der Mitteilungsblätter zur Verfügung stand, welche Nachrichten der internationalen Presse wiedergeben,  die nicht auf den 326 der gestern von in Kuba etablierten Agenturen veröffentlichten Seiten enthalten sind.

Es ist ein Artikel von AP, der in diesem Augenblick von besonderem Interesse ist. Was genau beinhaltet er?

„Der Besuch von Obama am 16. April fand eine Woche vor der Ankündigung der Verbreitung der Schweinegrippe durch die hohen Beamten des Gesundheitswesens statt, was zur vorübergehenden massiven Schließung führte, die praktisch viele Teile des Landes zum Erliegen brachte.” Mehr dazu (20 KB)

 

14. Mai 2009 - Eine weitere Nachricht, die die Welt erschüttert hat

Am 25. April 2009 veröffentlichte El Universal von Mexiko, dass „Francis Plummer, Wissenschaftler des Staatlichen Mikrobiologie-Labors von Kanada bestätigt hatte, dass die Grippe, welche die Mexikaner befallen hat, ein neues Virus nicht nur für die Menschen, sondern für die Welt überhaupt ist. Vor genau einer Woche… erhielt er einen Anruf, mit dem seine Hilfe bei der Untersuchung von aus Mexiko kommenden Proben gefordert wurde…”

„Die Untersuchungen, in denen wir dieses neue Virus entdeckten, wurden ausschließlich in dem von den mexikanischen Behörden gesendeten Probematerial durchgeführt, unterstrich er bezüglich der 16 Fälle von den 50 aus Mexiko kommenden, in deren Befund dieses Virus enthalten war…”

Zwei Tage später berichtet die Tageszeitung La Jornada, dass sie am 5. jenes Monats eine Mitteilung von Andrés Timoteo, ihrem Reporter aus Veracruz, erhalten hatte, der wörtlich übermittelte, dass „das Gesundheitsministerium den Ort La Gloria, Gemeinde Perote, unter Seuchenquarantäne gestellt hatte, da dessen Einwohner von einer eigenartigen akuten Atemwegsinfektion befallen sind…drei Kinder unter zwei Jahren waren verstorben und 60 Prozent der dreitausend Einwohner haben Atemwegsbeschwerden.” Mehr dazu (20 KB)

 

10. Mai 2009 - Der Kampf hat gerade erst begonnen

Die Regierungen können wechseln, aber die Instrumente, mit denen sie uns in Kolonien verwandelt haben, sind die gleichen geblieben.

Nach einem US-Präsidenten mit einem Ethik-Bewusstsein gab es in den Vereinigten Staaten in den darauf folgenden 28 Jahren drei, die Genozidien begingen und einen vierten, der die Blockade internationalisiert hat.

Die OAS war ein Instrument jener Verbrechen. Einzig und allein ihr kostspieliger bürokratischer Apparat nimmt die Vereinbarungen ihrer Interamerikanischen Menschenrechtskommission ernst. Unsere Nation war die letzte der spanischen Kolonien nach vier Jahrhunderten als besetztes Gebiet und die erste, welche sich nach über sechs Jahrzehnten von der Beherrschung durch die Vereinigten Staaten befreite.

„Die Freiheit ist sehr teuer, und es ist erforderlich, sich entweder damit abzufinden, ohne sie zu leben, oder sich zu entschließen, sie um ihren Preis zu erwerben“, so lehrte uns der Apostel unserer Unabhängigkeit. Mehr dazu (28 KB)

 

08. Mai 2009 - ERNEUT DIE VERFAULTE OAS

Die deutsche Nachrichtenagentur DPA verbreitete gestern die Mitteilung, dass die Interamerikanische Menschenrechtskommission (CIDH) der OAS einen Bericht gebilligt hat, indem aufgezeigt wird, dass Kuba „weiterhin“ gegen die wichtigsten Rechte „verstößt“, weil es die „Einschränkungen“ der politischen und bürgerlichen Rechte der Bevölkerung beibehält, und gleichzeitig weiterhin das „einzige“ Land der Region ist, wo es keinerlei Meinungsfreiheit gibt.

Gibt es etwa in dieser verfaulten Einrichtung eine Interamerikanische Menschenrechtskommission? Ja, es gibt sie, gebe ich mir selbst die Antwort. Und welche ist ihre Aufgabe? Die Situation der Menschenrechte in den Mitgliedsländern der OAS zu beurteilen. Sind die Vereinigten Staaten Mitglied dieser Einrichtung? Ja, eines ihrer ehrbarsten Mitglieder. Hat sie irgendwann einmal die Regierung der Vereinigten Staaten verurteilt? Nein, niemals. Nicht einmal die von Bush begangenen völkermörderischen Verbrechen, welche Millionen Menschenleben gekostet haben? Nein, niemals! - wie würde sie auch jene Ungerechtigkeit begehen. Nicht einmal die Folterprozeduren im Stützpunkt Guantánamo? Soweit uns bekannt ist, mit keinem einzigen Wort. Mehr dazu (20 KB)

 

04. Mai 2009 - ALLES VON SICH SELBST GEBEN

Am Ersten Mai, noch unter dem Eindruck der Demonstration, der Farben unserer Flagge, die heute in den Augen der Welt Symbol der Solidarität ist, und der jungen, intelligenten und enthusiastischen Gesichter unserer, den Marsch - jenen über seine Ufer getretenen Fluss - abschließenden Studenten und Schüler, tauchten in meinem Kopf erneut die an jenem Tag so oft wiederholten Worte des Poeten auf:

„Für diese Freiheit wird man alles geben müssen!“

Ich verspürte den Wunsch, mehr über das Leben von Fayad Jamís in Erfahrung zu bringen. Kaum zwei Stunden nach der Veröffentlichung jener Reflexion am Internationalen Feiertag der Werktätigen beschäftigte ich mich damit, einige Materialien zu lesen. Zufällig sah ich als Erstes eine Botschaft unserer lieben Freundin Stella Calloni. Durch sie sind uns die von Regierungen der Vereinigten Staaten als Förderer und Verbündeter der blutrünstigsten Tyranneien begangenen Verschwörungen und schrecklichen Verbrechen im Detail bekannt, welche die Völker dieses Kontinents erfahren haben. Aber in diesem konkreten Fall ging es darum, um uns über Fayad Jamís zu erzählen, Autor des Gedichts, und uns Eindrücke über manchmal bittere Realitäten zu vermitteln, ohne dass, trotz alledem, dies ihren Enthusiasmus bremsen kann. Mehr dazu (16 KB)

 

02. Mai 2009 - KUBA, EIN TERRORISTISCHES LAND?

Donnerstag, der 30. April, war ein Unglückstag für die Vereinigten Staaten. An diesem Tag fiel ihnen ein, Kuba ein weiteres Mal in die Liste der Länder aufzunehmen, die den Terrorismus unterstützen. So verwickelt, wie sie in ihren eigenen Verbrechen und Lügen sind, konnte sich vielleicht nicht einmal Obama selbst jener Intrige entledigen. Ein Mann, dessen Talent niemand bezweifelt, muss sich über diesen Lügenkult des Imperiums beschämt fühlen. Fünfzig Jahre Terrorismus gegen unser Vaterland kommen in einem einzigen Augenblick ans Tageslicht. Mehr dazu (16 KB)

 

1. Mai 2009 - Man muss alles geben

Gestern habe ich mich lange mit Miguel d´Escoto unterhalten, dem Präsidenten pro tempore der UN-Vollversammlung. Vorher hatte ich ihn am 17. April gehört, als er beim ALBA-Treffen in Cumaná sprach.

Mich beeindrucken seine wichtigen Aussagen. Ich lernte ihn nach dem Sieg der Revolution in Nicaragua und seiner Ernennung zum Außenminister durch Daniel Ortega kennen. dieses Amt übte er so lange aus, bis die schmutzigen Machenschaften von Reagan, die tausenden jungen, in jener Zeit umgekommenen Sandinisten und der zugefügte Wirtschaftsschaden zum Sieg der Konterrevolution in Nicaragua geführt haben.

Der dadurch verursachte, 17 Jahre dauernde Rückschritt und das wirtschaftliche und soziale Desaster, welche die „Demokratie“ der Vereinigten Staaten dem edlen Volk von Nicaragua auferlegten, führten erneut die Sandinisten an die Regierung des Landes; dieses Mal mit verfassungsrechtlichen Einschränkungen und großer Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten. Daniel hat das am 17. April auf dem Amerika-Gipfel in Port of Spain angeprangert, wo er mit so viel Würde die Blockade gegen Kuba verurteilte. Miguel d´Escoto seinerseits war aufgrund seines als Verantwortlicher für die internationalen Beziehungen Nicaraguas erreichten Prestiges, seines Talents und seiner Ideen im Jahr 2007 für zwei Jahre zum Präsidenten der UNO-Vollversammlung gewählt worden. Mehr dazu (20 KB)

 

30. April 2009 - Der Tag der Armen der Welt

Morgen ist der Internationale Tag der Arbeiter.

Karl Marx hat zur Einheit aufgerufen: „Proletarier aller Länder, vereinigt euch!”, obwohl viele Arme keine Proletarier waren. Lenin fasste es noch weiter und rief auch die Bauern und die kolonisierten Völker dazu auf, gemeinsam unter der Führung  des Proletariats zu kämpfen.

Das Datum für den Feiertag wurde zu Ehren der Märtyrer von Chicago gewählt, die am 1. Mai 1886 einen Streik begonnen hatten, und zwar in einem kapitalistischen Land, dessen arbeitende Mehrheit im Zusammenhang mit den Wirtschaftskrisen unter Arbeitslosigkeit und anderen Katastrophen litt, die untrennbarer Bestandteil des Systems sind. Ihre Rechte wurden nicht anerkannt und die Gewerkschaften wurden von der Bourgeoisie als Terrororganisationen angesehen, die Feinde des Volkes der Vereinigten Staaten Feind seien. Mehr dazu (12 KB)

 

24. April 2009 - Gesten, die beeindrucken

Ich gestehe, dass ich oft über die dramatische Lebensgeschichte von John F. Kennedy nachgedacht habe. Ich habe die Zeit erlebt, in der er der größte und gefährlichste Gegner der Revolution war. Es war etwas, was er nicht vorausberechnet hatte.  Er sah sich selbst als den Vertreter einer neuen Generation von US-Amerikanern, die sich mit der alten und schmutzigen Politik von Männern der Art Nixons konfrontiert sahen, und er hatte ihn mit übergroßem politischen Talent besiegt.

Für ihn bürgte sein Werdegang als Kämpfer im Pazifik und sein guter Schreibstil.

Er war von seinen Vorgängern in das Abenteuer der Schweinebucht hineingezogen worden, weil er zu vertrauensselig war, und nicht an ihrer beruflichen Erfahrung und Fähigkeit zweifelte. Sein Scheitern war bitter und unerwartet, kaum drei Monate nach seinem Amtsantritt. Obwohl er nahe daran war, die Insel direkt mit den mächtigen und hoch entwickelten Waffen seines Landes anzugreifen, tat er in jenem Augenblick nicht das, was Nixon getan hätte: die Jagdbomber einsetzen und die Marineinfanteristen landen. Es wären Ströme von Blut in unserem Vaterland geflossen, wo etliche hunderttausend Kämpfer zu sterben bereit waren. Er beherrschte sich und sagte in einer nicht leicht zu vergessenen kurzen und kanppen Weise: „Der Sieg hat viele Väter, die Niederlage ist ein Waisenkind.“ Mehr dazu (16 KB)

 

23. April 2009 - PONTIUS PILATUS HAT SEINE HÄNDE IN UNSCHULD GEWASCHEN

Der Druck gegen die von den Vereinigten Staaten gegen Kuba verhängte Blockade war so gross, dass an dem Tag, an dem Raúl kategorisch erklärte, dass unser Land nicht in die OAS eintreten werde, der Sekretär dieser wertlosen Einrichtung begann, das Terrain für die Teilnahme Kubas an einem eventuellen künftigen Amerika-Gipfel vorzubereiten. Sein Rezept ist, den Beschluss außer Kraft zu setzen, der die Ausweisung der Insel aus ideologischen Gründen festlegte. Solch ein Argument ist wirklich lächerlich, wenn wichtige Länder wie China und Vietnam, ohne die die heutige Welt nicht auskommen kann, von Kommunistischen Parteien geführt werden, die auf denselben ideologischen Grundlagen geschaffen wurden. 

Die geschichtlichen Ereignisse beweisen die hegemoniale Politik der Vereinigten Staaten in unserer Region und die abstoßende Rolle der OAS als verhasstes Instrument des mächtigen Landes.

Das Rezept von Insulza besteht darin, die kriminelle Übereinkunft verschwinden zu lassen. Raúl hat in Cumaná erklärt, dass Cuba niemals wieder in die OAS eintreten wird. Indem er kurz und bündig eine Aussage von Marti zitierte, sagte er, dass sich eher „das Südmeer und das Nordmeer vereinen und eine Schlange aus einem Adler-Ei geboren werden würde.“ Mehr dazu (16 KB)

 

23. April 2009 - VON DER VERGANGENHEIT FESTGEHALTEN

Der Beitrag von Daniel zum Podiumsgespräch des Landesfernsehens war so, wie erwartet. Er hat beredt gesprochen, war überzeugend, gelassen und unwiderlegbar.

Er hat kein anderes Land von Lateinamerika beleidigt und wollte dies auch nicht, hat sich aber jede Minute seines Erscheinens vor den Kameras fest an die Wahrheit gehalten: Venezuela, Bolivien und Nicaragua, haben als Sprecher der ALBA ausdrücklich die Idee zurückgewiesen, dass die Schlusserklärung als Konsensvereinbarung vorgelegt würde.

Von Daniel erfuhren wir, dass Obama selbst anerkannte, dass er jenes Dokument nicht einmal gelesen hatte, dass geschmuggelt als Offizielle Erklärung des Gipfels durchging. Telesur hat ebenfalls gleichzeitig sein Erscheinen übertragen.  Es wurde umfangreich verbreitet. Mehr dazu (16 KB)

 

22. April 2009 - DER GIPFEL UND DIE LÜGE

Einige der Dinge, die Daniel mir gesagt hat, wären kaum zu glauben, wenn nicht er der Erzähler wäre und wenn sie nicht auf einem Amerika-Gipfel passiert wären.

Das Außergewöhnlich ist, dass es keinen Konsens über die Abschlusserklärung gegeben hat. Die Gruppe der ALBA-Staaten hat sie nicht unterzeichnet; wie sie es beim letzten Austausch mit Obama in Anwesenheit von Manning und den anderen führenden Persönlichkeiten am Morgen des 19. April angekündigt hatte.

Bei dieser Sitzung haben Chávez, Evo und Daniel ganz klar zu dem Thema gesprochen.

Mir schien es, dass Daniel eine bittere Klage zum Ausdruck brachte, als er am Eröffnungstag des Gipfels in seiner Rede Folgendes sagte: „…Ich bin der Meinung, dass die Zeit, die ich mir nehme, viel geringer ist, als die, die ich mir zu nehmen gezwungen sah, als ich drei Stunden im Flugzeug auf dem Flughafen warten musste.”

Ich habe ihn gefragt, und er erzählte mir, dass sechs hochrangige Persönlichkeiten auf der Landebahn warten mussten: Lula, aus Brasilien; Harper, aus Kanada; Bachelet, aus Chile; Evo, ais Bolivien; Calderón, ais Mexiko und er selbst als sechster. Aus welchem Grund? Die Veranstalter haben es in einer kriecherischen Handlung so entschieden, um den Präsidenten der Vereinigten Staaten zu empfangen. Daniel blieb die drei Stunden im Flugzeug der LACSA sitzen, das dadurch, dass es auf dem Flughafen unter der strahlenden tropischen Sonne aufgehalten wurde, überhitzt war.

Er erläuterte mir das Verhalten der wichtigsten auf dem Gipfel anwesenden Führungspersönlichkeiten, die hauptsächlichen und spezifischen Probleme jedes einzelnen der Länder Lateinamerikas und der Karibik. Es sah nicht verärgert aus. Er war sicher, ruhig und verständnisvoll. Ich erinnerte mich an die Zeiten der schmutzigen Machenschaften von Reagan, die Tausenden von ihm gegen Nicaragua eingesetzten Waffen, die Toten in einer Größenordnung von mehreren Zehntausend, die Verminung der Häfen, der Gebrauch der Drogen durch die US-Regierung, um die Beschlüsse des Kongresses zu umgehen, der Fonds zur Finanzierung jenes zynischen Krieges verboten hatte. Mehr dazu (24 KB)

 

21. April 2009 - OBAMA UND DIE BLOCKADE

Gestern  habe ich mich auf den komischen Blickwinkel der „Verpflichtungserklärung von Port of Spain” bezogen.

Heute könnten wir uns auf den dramatischen Gesichtspunkt beziehen. Ich hoffe, dass unsere Freunde nicht beleidigt sein werden. Es gab Unterschiede zwischen dem Dokument, das als Erklärungsentwurf zur Vorlage von den Gastgebern des Gipfels eingebracht wurde und uns erreichte und demjenigen, das schließlich veröffentlicht wurde. Bei der Eile in letzter Minute war für nichts Zeit. Einige Punkte waren in langen Sitzungen in den Vorwochen des Events diskutiert worden. In letzter Minute erschwerten solche Vorschläge, wie der von der Delegation von Bolivien vorgelegte, das Bild noch mehr.  Er wurde als ein Vermerk in das Dokument aufgenommen und lautete wie folgt:

„Bolivien ist der Meinung, dass die Entwicklung von Politikrichtlinien und Zusammenarbeitsschemen, die zur Zielstellung die Expansion der Biokraftstoffe in der Westlichen Hemisphäre haben, die Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln beeinflussen und beeinträchtigen können und zur Erhöhung der Preise, zur vermehrten Entwaldung und zur Verdrängung der Bevölkerung aufgrund der Nachfrage an Ländereien führen können und sich infolgedessen in der Verschärfung der Nahrungsmittelkrise widerspiegeln werden, was direkt die Menschen mit niedrigem Einkommen und besonders die ärmsten Volkswirtschaften der Entwicklungsländer  negativ beeinflussen wird. Indem die bolivianische Regierung gleichzeitig die Notwendigkeit der Suche und Verwendung von alternativen Energiequellen anerkennt, die umweltfreundlich sind, wie zum Beispiel die geothermische Energie,  die Sonnen- und die Windenergie und die kleinen und mittleren Wasserkraftwerke, wirft sie die Frage einer alternativen Sichtweise auf, die sich darauf gründet, gut und im Einvernehmen mit der Natur zu leben, um öffentliche Richtlinien zu entwickeln, die auf eine Förderung von sicheren alternativen Energiequellen zielen, welche die Bewahrung des Planeten, unserer ‘Mutter Erde’, absichern.“ Mehr dazu (24 KB)

 

20. April 2009 - Wahnsinnige Träume

Ich konnte mir die Ursache der von einigen Teilnehmern des Gipfels von Port of Spain ausgedrückten Euphorie nicht erklären.

Unter großen Anstrengungen habe ich die berühmte, von diesem “Gipfel von Amerika” verabschiedete Verpflichtungserklärung gelesen. Ich hatte die Pressekonferenz unter Vorsitz von Patrick Manning, Premierminister von Trinidad und Tobago, und unter Teilnahme des erlauchten Stephen Harper, Premierminister von Kanada, und der Präsidenten von Mexiko y Panama, Felipe Calderón und Martín Torrijos, gehört. Es war - laut ihnen - der im höchsten Grade außerordentliche Gipfel, der je stattgefunden hat.

Irgend ein Wunder muss also geschehen sein, dachte ich. Der Stein der Weisen wurde gefunden. Warum sollte man sich eine einzige weitere Sekunde beunruhigen? Niemand soll denken, dass es ein Werk des Zufalls war. Können wir etwa nicht lesen und schreiben? Die OAS ist es, die uns alle gerettet hat. Das ist in 13 der 97 Rubriken der 67 Seiten der Abschlusserklärung festgehalten.

Ich werde nur sechs Seiten von den acht dieser Reflexion verwenden, um ebenfalls den Ruhm der OAS anzuerkennen: Mehr dazu (20 KB)

 

19. April 2009 - DER GEHEIME GIPFEL

Weder die auf dem Gipfel in Port of Spain Vertretenen noch die von ihm Exkommunizierten konnten bis jetzt in Erfahrung bringen, was dort diskutiert wurde. Uns allen wurden Hoffnungen gemacht, dass das Treffen nicht geheim sein würde, aber die Herren über das Schauspiel haben uns einer solch interessanten intellektuellen Übung beraubt. Wir werden das Wesentliche kennen lernen, aber nicht den Klang der Stimme, nicht die Augen oder das Gesicht, welche die Ideen, die Ethik und den Charakter der Personen so sehr widerspiegeln. Ein geheimer Gipfel ist schlimmer als ein Stummfilm. Im Fernsehen wurden wenige Minuten lang einige Ausschnitte gezeigt. Links von Obama war ein Herr, den ich nicht gut identifizieren konnte, wenn er die Hand so auf Obamas Schulter legte, als wenn es ein achtjähriger Schuljunge einem Mitschüler der ersten Reihe gegenüber tun würde. An seiner Seite stehend unterbrach ein weiterer des Gefolges den Präsidenten der Vereinigten Staaten, um ein Zwiegespräch mit ihm zu führen. In denen, die ihn belästigten, sah ich das Abbild einer Oligarchie, welche niemals den Hunger kennen gelernt hat, und die hoffen, in der mächtigen Nation von Obama das Schild zu besitzen, dass das System vor den gefürchteten sozialen Veränderungen schützt. Mehr dazu (52 KB)

 

15. April 2009 - MILITÄRS MIT TREFFSICHEREM URTEILSVERMÖGEN

Wer weiß, wie viele Menschen in den Vereinigten Staaten Obama schreiben und wie viele verschiedenartige Probleme sie dabei darlegen. Es ist klar, dass er nicht alle diese Briefe lesen und jede einzelne Angelegenheit behandeln kann, denn die 24 Stunden pro Tag und 365 Tage pro Jahr würden ihm dafür nicht ausreichen. Sicher ist aber, dass die Berater mit Unterstützung der Computer, der elektronischen Geräte und Handys alle Briefe beantworten. Ihr Inhalt wird registriert und die Antworten sind schon im Voraus vorhanden, und zwar gestützt auf die vielfachen Erklärungen des neuen Präsidenten während seiner Kampagne zur Wahlaufstellung und zur Wahl.

Jedenfalls haben die Briefe einen Einfluss und ein gewisses Gewicht in der Politik der Vereinigten Staaten, da es sich in diesem Fall nicht um einen korrupten, lügnerischen und ignoranten Politiker handelt, wie bei seinem Vorgänger, welcher die sozialen Fortschritte des New Deal hasste. Mehr dazu (29 KB)

 

13. April 2009 - ÜBER DIE BLOCKADE FIEL KEIN EINZIGES WORT

Die US-Regierung hat über CNN angekündigt, dass Obama diese Woche seiner Reise Mexiko einen Besuch abstatten wird, bevor er in Richtung Port of Spain in Trinidad und Tobago weiterreist, wo er in vier Tagen ankommen wird, um am Gipfel von Amerika teilzunehmen. Sie kündigte die Auflockerung einiger der verhassten Beschränkungen an, die von Bush den in den Vereinigten Staaten ansässigen Kubanern bezüglich der Besuchsmöglichkeiten ihrer Familienangehörigen in Kuba auferlegt wurden. Als nachgefragt wurde, ob solche Vergünstigungen auch anderen US-Bürgern zugute kämen, war die Antwort, dass diese keine Genehmigung hätten.

Die Blockade, welche die grausamste Maßnahme darstellt, wurde mit keinem einzigen Wort erwähnt. So wird frömmlerisch das bezeichnet, was eine völkermörderische Maßnahme darstellt. Der Schaden ist nicht nur an den wirtschaftlichen Auswirkungen zu ermessen. Sie kostet ständig Menschenleben und fügt unseren Bürgern schmerzhafte Leiden zu. Mehr dazu (16 KB)

 

12. April 2009 - Der unvermeidliche Sieg von Evo

Evo begann heute seinen vierten Tag eines rigorosen Hungerstreiks. Er sprach gestern Abend und gab heute Mittag Erklärungen ab. Seine Worte waren gelassen, überzeugend und schlagkräftig. Er bot ein „biometrisches Wahlverzeichnis“ an, welches noch besser ist, als das bis jetzt für die Wahlprozesse in seinem Land geltende, das von internationalen Einrichtungen als zuverlässig und von guter Qualität bezeichnet wurde.  

In seinen freien Augenblicken spielt er Schach.

Bei einem Fernsehinterview antwortete er auf die Frage eines Journalisten, wie er angesichts der Tricks der Oligarchie absichern würde, dass das Wahlverzeichnis bis zu den Wahlen im Dezember fertig gestellt sei, wie folgt: „Ich habe Vertrauen in das Volk“.

Es bezweifelt schon niemand mehr, dass er dabei ist, die Auseinandersetzung zu gewinnen, und das ohne Anwendung von Gewalt oder Machtmissbrauch.

Der Gegner kann seinem Feuer auf der ganzen Linie nicht standhalten. Möglicherweise wird am Montag bei Tagesanbruch die Vereinbarung bekannt gegeben werden, und zwar ohne auf das Dekret des Präsidenten zurückzugreifen, sondern - wie es Evo wollte - kraft eines vom Kongress verabschiedeten Gesetzes. Jede weitere verstreichende Stunde ohne jene Vereinbarung würde die Kraft und die nationale und internationale Unterstützung  für den indigenen Präsidenten von Bolivien vervielfachen.  

Es sind schon Oppositions-Parlamentarier zurückgekehrt und es wird verhandelt. Das ist eine gute Nachricht.

Fidel Castro Ruz

12. April 2009 - 21:35 Uhr

 

11. April 2009 - Die Revolution Boliviens und die Haltung Kubas

Mehrmals habe ich  daran gedacht, dass ich am nächsten Tag  nicht zu schreiben hätte und ich  einen Teil meiner Zeit  dem Lesen und Analysieren widmen  könnte, wie ich oftmals  getan habe.  Aber die wichtigen Ereignissen, die in den letzten Wochen  auf dem Gebiet der  Weltwirtschaft  und –politik stattgefunden haben und solche Ereignisse, wie jene, die in Bolivien stattfinden, habe es mir nicht erlaubt.

Um 10:41 Uhr habe ich mit dem Botschafter Dausá gesprochen. Ich wollte wissen, wie es Evo  und den anderen Führern Boliviens gesundheitlich geht, die sich heute den dritten Tag im Hungerstreik befinden. Heute Morgen ging es ihm gut, er war nur etwas geschwächt aufgrund der fehlenden Nahrungseinnahme. Die ihn beim Hungerstreik begleiten, stehen die Situation gut durch;  ihnen geht es gut und sie sind in guter Stimmung. Sie verlangen Bücher. Sie sagten dem Botschafter, dass sie Bücher über Marti, Che und die Revolution möchten. Heute  hat unser Botschafter  ihrer Bitte entsprochen und ihnen  „Leben und Werk von Marti”,  „Der Sozialismus und der Mensch in Kuba“ und weitere Bücher geschickt. Mehr dazu (20 KB)

 

10. April 2009 - Nachrichten über Chávez und Evo 

Am gestrigen Donnerstag, dem 9. April, hat die gespannte Situation in Bolivien unsere Aufmerksamkeit in Anspruch genommen.

Heute, am Freitag, kommt eine Tatsache von großem Interesse hinzu: die Ankunft von Hugo Chávez in Kuba, nach seiner erfolgreichen Reise nach China. Wenn es so ist, dass die Oligarchie in Bolivien auf einen ernsthaften und soliden Führer wie Evo Morales trifft, so werden in Venezuela die Gegner der Bolivarianischen Revolution - die alle ihre Hoffnungen in den Schlag gelegt hatten, den die Weltwirtschaftskrise diesem Lande zufügen würde – verstehen, dass der Kampf von Chávez für den Sozialismus in der Lage ist, jedes Hindernis zu überwinden. Er hat versprochen, die Errungenschaften und die großen sozialen Fortschritte zu erhalten und dass die Industrialisierung des Landes ihren Rhythmus beibehalten wird und Venezuela zu einem Beispiel eines industriell entwickelten Landes mit sozialer Gerechtigkeit werden wird, das der Dritten Welt als Eingebung und Beispiel dienen wird. 

Seine Reise nach China und Japan inmitten der alle Nationen der Welt geißelnden Krise ist ein echtes Beispiel politischer Strategie. Vorher hatte er am Gipfeltreffen der Südamerikaner und Araber teilgenommen, die zusammen riesige natürliche Ressourcen besitzen. Er hat in Japan als eines der Länder, die industriell am höchsten entwickelt sind und über das größte Wirtschaftspotential verfügen, einen wichtigen Markt für die venezolanischen Erzeugnisse gesehen. Vor allem schlussfolgerte er ganz klar, dass China mit seiner beschleunigten Entwicklung die größte Wirtschaftsmacht der Erde sein wird, eine unvermeidliche Bastion des Welthandels und Stütze für die Länder der Dritten Welt, welche von den reichsten kapitalistischen Mächten diskriminiert und ausgebeutet wurden. Mehr dazu (32 KB)

 

NACHRICHTEN AUS BOLIVIEN

Heute morgen, am Donnerstag, den 9. April, sind über einen bolivianischen Fernsehkanal frische Nachrichten über Bolivien eingetroffen, die die Spannungen im Land widerspiegeln.

Alles lief gut. Wichtige Veränderungen sind im Gange. Das Ansehen von Evo nimmt in Bolivien und weltweit zu. Er bekommt eine immer größere Unterstützung durch die Bevölkerung, und das, obwohl der Oligarchie  fast alle Medien unterstehen. Eine beispielhafte Alphabetisierungskampagne hat den Analphabetismus in Rekordzeit beseitigt; die medizinische Betreuung kommt jetzt der gesamten Bevölkerung zugute; wichtige historische Bedürfnisse des bolivianischen Volkes  werden sowohl mit traditionellen als auch mit neuen Methoden berücksichtigt. Die Wirtschaft und die Währungsreserven verzeichnen Wachstum. Das treibt die Oligarchie, die im Parlament die für Ende des Jahres vorgesehenen Wahlen blockiert, in den Wahnsinn.

Dieses Manöver hat Evo, die führende Partei und die Massen  zur Anwendung von Kampfmaßnahmen gezwungen, die sich durch die in ihnen enthaltene moralische Kraft auszeichnen. Mehr dazu (24 KB)

 

08. April 2009 - Die Widersprüche in der Außenpolitik der Vereinigten Staaten

Nach dem Gipfel der G-20, welcher die Aufmerksamkeit der Welt erregte, kamen über die Nachrichtenagenturen weiterhin Pressemeldungen über die fieberhafte Tätigkeit desjenigen an, der der Star von London war: der neue Präsident der Vereinigten Staaten, Barack Obama, der sich in der Phase seiner ersten 100 Tage Amtszeit befindet, wobei er aufmerksam von allen denen beobachtet wird, welche die internationale Politik aus der Nähe verfolgen.

Mit der Genauigkeit einer Digitaluhr geht er von einem Ort  zum anderen und unterhält Treffen mit führenden politischen Persönlichkeiten, begeht Jahrestage, empfängt Ehrungen, besucht Städte, gibt Pressekonferenzen, kündigt Pläne an, verkündet Botschaften und hält Reden.

Der „Überschall“-Gipfel der G-20 war gerade erst zu Ende, als er in das französische Strasbourg abflog, das an der Grenze zu Deutschland liegt. Dort traf er sich am 3. April mit einem Sarkozy, der glücklich darüber war, den Verhandlungstisch der G-20 in London nicht verlassen haben zu müssen. Sie behandelten zahlreiche Themen wie Iran, Afghanistan, Russland und den Nahen Osten und versprachen, „Hand in Hand“ arbeiten zu wollen, um eine neue Welt aufzubauen. „Ich bin überzeugt, dass die Vereinigten Staaten, Russland und Europa daran interessiert sind zu verhindern, dass Iran Atomwaffen besitzt. In vielen Fällen haben wir gemeinsame Interessen mit Russland, aber auch Meinungsunterschiede bei grundlegenden Themen“, sagt er. Mehr dazu (20 KB)

 

07. April 2009 - TREFFEN MIT BARBARA LEE UND ANDEREN MITGLIEDERN DES BLACK CAUCUS

Der Vormittag war recht stürmisch, feucht und kühl. Es wehte eine starke Brise und der Himmel war düster. Es war weder ein frühlingshafter noch ein warmer Tag.

Barbara wünschte die Lateinamerikanische Medizinschule ELAM zu besuchen, wo 114 junge US-Amerikaner sich dem Studium der Medizin widmen.

Das offizielle Flugzeug, in dem sie nach Kuba gekommen waren, hatte die Reise 24 Stunden vorverlegt; es würde am Dienstag um 14 Uhr abfliegen, anstelle am Mittwoch.

Ich habe nicht versucht, alle bei mir zu versammeln, da ich nicht über einen genügend großen Raum für sie alle sieben, die Dolmetscherin und den sie begleitenden Minister zur Verfügung habe. Ich bat sie, sie möchte mich mit zwei weiteren, von der Gruppe ausgewählten Parlamentariern besuchen.  So konnte ich mich ein weiteres Mal mit ihr treffen.

Bei der jetzigen Gelegenheit sind die Umstände ganz anders.  Der Black Caucus der Legislative stellt eine gewichtige Gruppierung in den Vereinigten Staaten dar.

Der langwierige Kampf um die Gleichheit und die soziale Gerechtigkeit wurde vom Leben und Beispiel Martin Luther Kings erleuchtet, dessen Ideengut und Werk heute Millionen Menschen auf der Welt fesselt und das ist es, was nach meinem Dafürhalten die Tatsache begründet, dass in einem Augenblick tiefer Krise ein schwarzer Bürger das Präsidentenamt der Vereinigten Staaten erreichte. Mehr dazu (20 KB)

 

06. April 2009 - DIE 7 KONGRESSABGEORDNETEN,  DIE UNS BESUCHEN

Eine bedeutende politische Delegation der Vereinigten Staaten befindet sich unter uns. Es handelt sich um die Kongressfraktion Congressional Black Caucus (CBC), die in der Praxis als ein Teil des am fortschrittlichsten eingestellten Flügels der Demokratischen Partei funktioniert hat.

Diese wurde im Januar 1969 von den zwölf US-afroamerikanischen Kongressabgeordneten gegründet, die zu jenem Zeitpunkt zum Kongress der Vereinigten Staaten gehörten. In den ersten 50 Jahren des 20. Jahrhunderts sind nur vier US-Afroamerikaner in den Kongress gewählt worden. Zurzeit und infolge ihres Kampfes verfügt die CBC über 42 Mitglieder. Mehrere ihrer Vertreter haben sehr aktive konstruktive Haltungen bei Themen im Zusammenhang mit Kuba beibehalten.

Die erste, bei uns zu Besuch weilende Delegation der Fraktion stand unter dem Vorsitz von Maxine Waters, das war im Februar 1999; die zweite kam im Januar 2000. Mehr dazu (24 KB)

 

04. April 2009 - Warum wird Kuba ausgeschlossen?

Gestern Mittag, also am Freitag, 3. April, hatte ich ein knapp zweistündiges Treffen mit Daniel Ortega und seiner Ehefrau Rosario Murillo.

Wie ich Daniel in einem am Nachmittag an ihn gesendeten Brief mitteilte, war ich von dem Treffen angenehm beeindruckt. Ich habe ihm für die Gelegenheit gedankt, Einzelheiten seines Kampfes in Nicaragua kennen lernen zu können.

Ich gab ihm meine Traurigkeit über jene Kader zu erkennen, die versagt haben, und erinnerte an Tomás Borge, Bayardo, Jaime Wheelock, Miguel D´Escoto und andere, die den Träumen von Sandino und den revolutionären Ideen treu geblieben sind, welche die Sandinistische Front nach Nicaragua gebracht hat.

Ich bat ihn, er möchte mir bitte so oft als möglich Nachrichten zukommen lassen, um über die Wechselfälle eines kleinen Landes der Dritten Welt gegenüber den unersättlichen Ambitionen der G-7 informiert zu sein. Mehr dazu (20 KB)

 

03. April 2009 - Obamas Lied

Der Präsident der Vereinigten Staaten erklärte auf einer Konferenz zum Abschluss des Gipfels der G-20 um 14:30 Uhr Ortszeit Kuba, dass die Arbeitslosigkeit in seinem Land ihren Höchstwert innerhalb der letzten 26 Jahre erreicht hat.

In der Vergangenheit hat die Welt gegenüber Krisen dieser Art nicht mit der notwendigen Schnelligkeit reagiert, sagte er. Wir haben jetzt die Geschichtslektionen gelernt. Manche Presseleute haben Zweifel über unsere Fähigkeit zur Erreichung eines Übereinkommens zum Ausdruck gebracht. Sie haben die ehrliche Debatte mit unvereinbaren Meinungsverschiedenheiten verwechselt, aber wir haben bewiesen, dass es möglich ist, Konsense zu erreichen.

Wir haben Maßnahmen zur Lösung der Situation vereinbart und zur Absicherung dessen, dass wir in der Zukunft nicht bis an diesen Punkt kommen werden. Wir haben eine Übereinkunft, um die Schaffung von Arbeitsplätzen zu fördern. Die Vereinigten Staaten werden ihre Finanzeinrichtungen von den toxischen Aktiva  säubern, um den Kredit für kleine und mittlere Unternehmen(KMU)erneut zu fördern. Die G-20 wird ähnliche Programme in Angriff nehmen. Mehr dazu (28 KB)

 

02. April 2009 - Der Beginn des Gipfels

Heute begann das G-20-Gipfeltreffen. Die Wirtschaftsexperten haben enorme Anstrengungen unternommen. Einige haben Erfahrung in der Ausübung wichtiger internationaler Ämter, andere als gelehrte Forscher. Das Thema ist komplex und die Sprache neu; eine Sprache, die verlangt, dass man sich mit den Begriffen, den ökonomischen Daten, den internationalen Organisationen und den bedeutendsten internationalen politischen Führungskräften auskennt. Deshalb bemühen wir uns, das, was in London geschieht, zu vereinfachen und auf verständliche Weise zu erklären, so, wie ich die Dinge sehe.

Es sollte niemanden wundern, dass Obama der Star des Londoner Treffens ist. Er vertritt das mächtigste und reichste Land der Welt. Ihm kommen besondere Umstände zugute. Bush, verlogen, zynisch, kriegslustig und  gehässig ist nicht anwesend. Auch der mittelmäβige und ignorante McCain nicht, eben dank des erstaunlichen Sieges von Obama, eines Schwarzen im Land der Rassendiskriminierung, wo eine Mehrheit der weiβen Wδhler fόr McCain stimmte, auch wenn es nicht ausreichte, um die Stimmen von mehr als 90% der US-amerikanischen Schwarzen und Mestize, der Staatsbόrger lateinischer Herkunft, der Armen und von der Krise Betroffenen auszugleichen. Obama ist gerade erst gewδhlt worden, wδhrend andere Fόhrer der G-20 fast am Ende ihrer Amtszeit stehen und er mφglicherweise in den nδchsten acht Jahren der Prδsident der Vereinigten Staaten sein wird. So ist es nicht verwunderlich, dass sich die Nachrichten aus London um ihn drehen. Mehr dazu (32 KB)

 

01. April 2009 - Ein weiteres großes Problem der Welt von heute

Die Finanzkrise ist nicht das einzige Problem, es gibt ein noch schlimmeres, da es nicht mit der Art und Weise von Produktion und Vertrieb zu tun hat, sondern mit der Existenz selbst. Ich meine den Klimawechsel. Beide sind sehr gegenwärtig und es wird über beide gleichzeitig diskutiert werden.

Am folgenden Sonntag, dem 5. April, werden in Bonn die Gespräche der UNO über den Klimawechsel wieder aufgenommen. Circa 190 Länder versuchen, ein Abkommen über die Verminderung der Treibhausgase für die Zeit nach 2012 zu erreichen, wenn das Kyoto-Protokoll abläuft.

Die Vereinigten Staaten haben dieses Protokoll nie ratifiziert. Der neue Präsident, dem dieses Problem von Bush hinterlassen wurde, hat am Samstag die Schaffung eines Forums „über die Energie und das Klima“ angekündigt, zu dem am 27. und 28. April  Vertreter von 17 wichtigen Volkswirtschaften der Welt zusammenkommen werden, darunter Brasilien, Mexiko, China und die Europäische Union.

Das Treffen in Bonn wird 11 Tage dauern und die Delegation der Vereinigten Staaten wird unter dem Vorsitz von Todd Stern stehen, der vorgesehen hat, ein Kommuniqué zu lesen.

Ivo de Boer, oberster Verantwortlicher der UNO, sagte bezüglich des Klimas: „ich hoffe, dass Stern die Richtlinien festlegen wird, von welchen die Vereinigten Staaten sich leiten lassen werden.”

Es bestehen heftige Widersprüche über den Beitrag der jeweiligen Volkswirtschaften.

Es wird über die den verschiedenen Ländern der Welt zu genehmigenden Grenzen des Kohlendioxids diskutiert werden, ein Gas, welches die Lebensbedingungen des Planeten ernsthaft bedroht.

Es bestehen starke Meinungsverschiedenheiten zwischen den Industrieländern und den Schwellenländern, wie China, Indien und Brasilien; diese sagen, dass sie erst sehen wollen, wie die reichen Länder sich zur Emissions-Verminderung des CO2 verpflichten..  Mehr dazu (25 KB)

 

01. April 2009 - Was Notimex nicht gesagt hat

Am Dienstag, dem 31. März, habe ich zeitig eine Notimex-Agenturmeldung vom 30. März mit folgendem Wortlaut gelesen:

„Alan García, Präsident von Peru, hat den Rückzug seines Landes aus dem unter der Schirmherrschaft der Regierungen von Venezuela und Kuba stehenden humanitären Programm ‘Misión Milagro’ zur Behandlung von Augenheilkunde-Patienten heute als ‘vernünftig’ bezeichnet.“

„Indem er die Effizienz der staatlichen Essalud bei Grauer Star-Operationen unterstrich, sagte das peruanische Staatsoberhaupt gegenüber den Journalisten, dass ‘es keinen Grund mehr für die Weiterführung der’ aus ausländischen Ärzten  bestehenden ‘Mission’ gäbe.“

„Der Staatschef teilte mit, dass in zwei Jahren über die ‘Misión Milagro’ insgesamt 1 500 Personen operiert wurden, während Essalud in einem Jahr in Peru 25 000 Patienten behandelt hat.“

Im weiteren Text fährt die Meldung fort, García andere ähnliche Argumente in den Mund zu legen. 

Erstens verstand ich nicht, warum Notimex Venezuela in diese Mission verwickelt hatte, die von Kuba im Juli 2004 nach dem starken Erdbeben begonnen wurde, das das Gebiet von Pisco in Peru heimgesucht hatte. Venezuela ist ein bewährter Freund von Kuba und hat unserem Volk gegenüber große Solidaritäts-Beweise gegeben, hat aber absolut nichts mit der Aktion unseres Landes in Peru zu tun, mit welcher wir eine Solidaritätstradition auf dem Gebiet der Gesundheitsdienste fortsetzen, welche im Jahr 1960 in Algerien begonnen wurde, als dessen Volk um die Unabhängigkeit vom französischen Kolonialismus kämpfte. Chávez wurde am 28. Juli 1954 geboren, d.h. er war zu jenem Zeitpunkt noch keine sechs Jahre alt.  Eine ähnliche Aktion der Solidarität mit Peru wurde 1970 ausgeführt, als ein anderes Erdbeben 70 000 Peruaner das Leben gekostet hat und nicht einmal diplomatische Beziehungen zwischen beiden Ländern bestanden. Unsere großzügige Bevölkerung lieferte zu jenem Anlass 100 000 Blutspenden. Mehr dazu (13 KB)

 

31. März 2009 - Der Auftakt

Beim Baseball Classic und dem Fußball füllen sich die Stadien und begeistern die Massen auf der ganzen Welt. Natürlich sind wir alle der Meinung, Experten auf diesem Gebiet zu sein – unter anderem ich selbst – und wir diskutieren heftig mit jedem.

Aber wenn es um die Wirtschaft geht, wo Dinge geschehen, die entscheidend für die gesamte Welt sind, kann man diejenigen an den Fingern abzählen, die sich für das Thema interessieren. Ich habe in unserer Presse das Ereignis gesucht und kein einziges Wort über das G-20-Treffen gefunden, das in zwei Tagen in London beginnen wird. Mehr dazu (20 KB)

 

29. März 2009 - China, die künftige Wirtschaftsgroßmacht

In diesen Tagen bringen viele Agenturmeldungen das Wirtschaftspotential Chinas zur Sprache.

Am gestrigen 28. März erkannte die wichtigste US-amerikanische Nachrichtenagentur an, dass „China als einzige bedeutende Volkswirtschaft auf der Welt weiterhin ein starkes Wachstum verzeichnet…“

„Nachdem zum zweiten Mal innerhalb einer Woche Vorwürfe gegen die die US-Führungsspitze erhoben wurden,“ – fährt die Meldung mit einem nicht sehr freundlich endenden Absatz  fort – „versicherte der chinesische Zentralbankpräsident Zhou Xiaochuan, dass die schnelle Reaktion Chinas auf die Rezessionsphase der internationalen Wirtschaft – einschließlich eines 586 Milliarden Dollar umfassenden Förderungspakets – die Überlegenheit seines politischen, autoritären und Einparteien-Systems  bewiesen hat.“ Mehr dazu (12 KB)

 

11. März 2009 - Die Beklemmungen des entwickelten Kapitalismus

Der vergangene Montag, d.h. der 9. März, war – wie alle anderen – ein wunderbarer Tag voller Widersprüche des entwickelten Kapitalismus inmitten seiner hoffnungslosen Krise.

Die britische Nachrichtenagentur Reuters, die ganz und gar nicht als Kapitalismus-feindlich verdächtigt werden kann, veröffentlichte an jenem Tag Folgendes: „Lateinamerika wird in diesem Jahr bedeutend weniger Wachstum aufweisen, da es nach Jahren des Wohlstands - gekennzeichnet durch ein Ansteigen der Rohstoffpreise - von einer starken Verlangsamung des Wirtschaftswachstums bzw. sogar von Rezessionen in einigen seiner wichtigsten Volkswirtschaften heimgesucht wird.“ Mehr dazu (20 KB)

 

08. März 2009 - Ein Treffen, das sich gelohnt hat.

Nach dem Abschluss des Treffens über Globalisierung und Entwicklung, zu dem mehr als 1500 Ökonomen, hervorragende Persönlichkeiten der Wissenschaften und Vertreter verschiedener internationaler Organisationen in Havanna zusammengekommen waren, bekam ich einen Brief und ein Dokument von Atilio Boron, Doktor der Politologie, Professor für Sozial- und Politiktheorie und Leiter des Lateinamerikanischen Programms für Fernstudium in Sozialwissenschaften (LPED), neben anderen wichtigen Ämtern in  Wissenschaft und Politik.

Atilio, standhafter und treuer Freund, nahm am letzten Donnerstag, den 6. März, zusammen mit anderen internationalen Experten, die bei der Konferenz über Globalisierung und Entwicklung anwesend waren, am Podiumsgespräch-Programm „Mesa Redonda“ des kubanischen Fernsehens teil.

Es war mir bekannt, dass er am Sonntag abreisen würde und so entschied ich, ihn zu einem Treffen am Vortag um 17:00 Uhr, also am Samstag, 7. März, einzuladen. Mehr dazu (48 KB)

 

13. Februar 2009 - Der Artikel von Chávez 

Es war im Jahr 2006. Ich war zwar schwer krank, aber mir zugleich sehr bewusst, was vor sich ging. Der 14. Gipfel der blockfreien Staaten, auf dem Kuba zum Vorsitzenden der Bewegung gewählt wurde, ging in jenen Tagen Mitte September zu Ende. Ich konnte mich kaum aufrichten und an einen Tisch setzen. In diesem Zustand empfing ich wichtige Staats- oder Regierungschefs. Der Premierminister Indiens war unter ihnen. Der hochrangigste Besucher, den ich in diesem Not-Zimmer des Präsidialpalasts empfing, war der Ghanaer Kofi Annan, Generalsekretär der Vereinten Nationen, der einige Wochen später sein Mandat beendete.

Abdelaziz Bouteflika, Präsident von Algerien, eine der Persönlichkeiten mit denen ich zusammenkam, sagte zu mir, während er mir fest in die Augen schaute: „Fidel, wenn du mein Blut brauchst, wirst du es haben”. Mehr dazu (16 KB)

 

13. Februar 2009 - Der Schwanengesang der Reichen

Die chilenischen Oligarchen sind empört über den Besuch von Präsidentin Michelle Bachelet in Kuba.

Alberto van Klaveren, Vize-Außenminister von Chile, erklärte, dass in der Reflexion vom 12. Februar rein persönliche Ideen geäußert wurden. Das ist völlig richtig, da nicht beabsichtigt war, ihnen einen anderen Charakter zu geben.

Ich habe die chilenische Staatschefin mit dem gebührenden Respekt empfangen und kein einziges Wort verlauten lassen, das den erlauchten Gast hätte beleidigen können. Sonst würde es mir am gesunden Menschenverstand mangeln. Ich sah es als eine elementare Pflicht an, auch wenn es für mich zusätzliche Anstrengungen, das heißt Stunden für die Unterhaltung und das anschließende Schreiben über das Treffen, bedeutete. Mehr dazu (12 KB)

 

12. Februar 2009 - Treffen mit Chiles Präsidentin Michelle Bachelet

Es spielt keine Rolle, was ich über das freundschaftliche Treffen sage, einige Presseagenturen und Publikationen werden die Information aufnehmen und von dem Greis, dem von einer schweren Krankheit Genesenden oder von irgendeiner anderen Bezeichnung sprechen, um den bescheidenen Wert dessen zu mindern, was ich zu meiner angesehenen Gesprächspartnerin sagte.

Michelle besitzt den Verdienst, durch die Stimmabgabe der Mehrheit für die Sozialistische Partei, die sie als Kandidatin aufgestellt hatte, als Präsidentin von Chile gewählt worden zu sein. In Lateinamerika war es das erste Mal in den letzten Jahren, dass eine linke Organisation solch einen Sieg errungen hatte - ohne Unterstützung durch Geld, die Waffen und den Publicity-Apparat der Yankees. Mehr dazu (16 KB)

 

08. Februar 2009 - Rahm Emanuel

Was für ein merkwürdiger Nachname! Er scheint spanisch und einfach auszusprechen zu sein, ist es aber nicht. Nie in meinem Leben habe ich unter den Zehntausenden den Namen eines Schülers oder Landsmannes getroffen oder gelesen, der diesen Namen getragen hat.

Woher kommt er? fragte ich mich. In meinem Kopf kam ich ein ums andere Mal auf den großartigsten deutschen Denker Immanuel Kant, der gemeinsam mit Aristoteles und Platon das Trio der Philosophen bildet, die am meisten das menschliche Denken beeinflusst haben. Wie ich später erfuhr war das nicht weit entfernt von der Philosophie des dem gegenwärtigen Präsidenten der Vereinigten Staaten, Barack Obama, am nächsten stehenden Mannes. Mehr dazu (16 KB)

 

05. Februar 2009 - Die unmittelbare Antwort

Nach wenigen Stunden erfolgte die Antwort. Der Kabinettschef des Weißen Hauses, Rahm Emanuel, gab Erklärungen ab. Es hat keinerlei Bedeutung, dass er es vermieden hat, meine bescheidene Reflexion zu erwähnen. Was wichtig ist, ist die Antwort.

Er erklärte den Journalisten, dass das Interesse von Präsident Obama in der kubanisch-amerikanischen Gemeinschaft liegt. Es war das erste Mal nach seinem Amtsantritt, dass er das Thema ansprach. Von den Kubanern, die aufgrund ihrer Herkunft das Wahlrecht besaßen, hatten diese im Staat Florida in einer Proportion von 3 zu 1 für den Kandidaten der Demokraten gestimmt. Die knapp 12 Millionen Kubaner, welche auf der Insel leben, interessieren ihn nicht.

Als man ihn fragte, welcher der dem Präsidenten am nächsten stehenden Personen in Kuba sein Kandidat sei, wollte er das Thema nicht tiefgründiger behandeln:  „Ich bin der Meinung, je weniger über Kuba gesagt wird, desto besser.“

Er wird die Reisen der US-Kubaner nach Kuba und die Geldüberweisungen genehmigen.“

Das Recht zu reisen der US-amerikanischen Bürger hat er nicht einmal erwähnt.

Dem Cuban Adjustment Act und der Blockade gebührten keinerlei Kommentare seinerseits.

Auf diese Art und Weise wird die Politik von Obama früher oder später ihre Unschuld verlieren.

Fidel Castro Ruz

5. Februar 2009

19:02 Uhr

 

04. Februar 2009 - DIE WIDERSPRÜCHE ZWISCHEN DER POLITIK VON OBAMA UND DER ETHIK

Ich habe vor mehreren Tagen einige Ideen von Obama angeführt, welche seine Rolle in einem System aufzeigen, das die Verneinung jeglichen gerechten Prinzips ist.

Manche sind empört, wenn irgendeine kritische Meinung zu dieser wichtigen Personalität geäußert wird, selbst wenn dies mit Anstand und Achtung erfolgt. Das wird immer von ausgeklügelten und weniger raffinierten Pfeilen derjenigen begleitet, welche die Mittel zu deren Verbreitung besitzen und so verwandeln sie diese in Bestandteile des den Völkern zur Aufrechterhaltung des Unhaltbaren aufgezwungenen Medienterrors.

Jegliche Kritik meinerseits wird ohne Ausnahme als Angriff, Anschuldigung und mit anderen ähnlichen Worten bezeichnet, welche Missachtung und Unhöflichkeit gegenüber der Person zum Ausdruck bringen, an die sie gerichtet sind. Mehr dazu (20 KB)

 

29. Januar 2009 - Die Gedanken des neuen US-Präsidenten entschlüsseln

Es ist nicht allzu schwierig. Nach seiner Amtsübernahme hat Barack Obama erklärt, dass bei der Rückgabe des vom Flottenstützpunkt Guantánamo besetzten Gebietes an seinen rechtmäßigen Besitzer in erster Linie abgewägt werden müsse, ob dies die Verteidigungsbereitschaft der Vereinigten Staaten beeinträchtige oder überhaupt keinen Einfluss auf sie habe.

Sofort fügte er hinzu, dass bezüglich der Rückgabe des von ihr besetzten Gebietes an Kuba berücksichtigt werden müsse, unter welchen Zugeständnissen die kubanische Seite jener Lösung zustimmen würde. Das kommt der Forderung nach einer Veränderung seines politischen Systems gleich, ein Preis, gegen den Kuba seit einem halben Jahrhundert kämpft. Mehr dazu (12 KB)

 

22. Januar 2009 - DER ELFTE PRÄSIDENT DER VEREINIGTEN STAATEN

Am letzten Dienstag, 20. Januar 2009, übernahm Barack Obama als elfter Präsident der Vereinigten Staaten seit dem Sieg der Kubanischen Revolution im Januar 1959 die Führung des Imperiums.

Niemand könnte die Aufrichtigkeit seiner Worte bezweifeln, wenn er ankündigt, dass er sein Land in ein Modell für Freiheit und Achtung der Menschenrechte in der Welt und für die Unabhängigkeit anderer Völker verwandeln wird. Das beleidigt natürlich fast niemanden außer den Menschenfeinden in allen Winkeln des Planeten. Er kündigte bereits gelassen an, dass das Gefängnis und die Folterungen im illegalen Stützpunkt von Guantánamo unverzüglich beendet werden, was Zweifel bei denjenigen hervorzurufen beginnt, die den Terror als unverzichtbares Instrument der Außenpolitik ihres Landes verehren. Mehr dazu (12 KB)

 

15. Dezember 2008 - Die nicht zu rechtfertigende Zerstörung der Umwelt

Kann die kapitalistische Gesellschaft sie verhindern? Die Nachrichten, die uns zu dem Thema erreichen, sind nicht ermutigend. In Poznań steht das Projekt zur Debatte, das im Dezember kommenden Jahres in Kopenhagen vorgestellt werden soll,  wo das Kyoto-Nachfolgeabkommen diskutiert und beschlossen wird.

Die mit der Ausarbeitung desselben beauftragte Kommission steht unter dem Vorsitz von Al Gore, dem ehemaligen Präsidentschaftskandidaten der Vereinigten Staaten, der bei den Wahlen von 2001 durch Betrug eine Niederlage gegenüber Bush erlitt. Diejenigen, die an der Ausarbeitung beteiligt sind, legen alle Hoffnung in Barack Obama, als ob dieser den Gang der Geschichte ändern könnte. Mehr dazu (24 KB)

 

04. Dezember 2008 - Schwimmen gegen den Strom

Nach der Ansprache Obamas am Abend des 23. Mai dieses Jahres vor der von Ronald Reagan gegründeten Cuban American National Foundation schrieb ich eine Reflexion unter dem Titel Die zynische Politik des Imperiums mit Datum vom 25. dieses Monats.

Darin habe ich seine Worte vor den Annexionisten Miamis wörtlich zitiert:

Wir werden zusammen die Freiheit Kubas suchen; das ist mein Versprechen; das ist meine Verpflichtung … Es ist an der Zeit, dass es das US-amerikanische Geld schafft, das kubanische Volk weniger abhängig von dem Regime Castros zu machen. Ich werde das Embargo beibehalten. Mehr dazu (32 KB)

 

30. November 2008 - Die grosse Krise der 30er Jahre

Obwohl es sehr einfach scheint, ist das ein schwierig zu erklärendes Thema. Das System der US-Federal Reserve wurde im Jahr 1913 im Ergebnis des sich in voller Entwicklung befindenden Kapitalismus gegründet. Zu dieser Zeit war Salvador Allende, an den wir uns alle als einen Mann unserer Zeit erinnern, ungefähr 15 Jahre alt.

Der Erste Weltkrieg begann im Jahr 1914, als der Kronprinz des im Herzen Mittel- und Südeuropas liegenden österreichisch-ungarischen Reiches in Sarajewo ermordet wurde. Kanada war noch eine Kolonie Großbritanniens. Das britische Pfund Sterling hatte das Privileg, die Währung des internationalen Zahlungsverkehrs zu sein. Seine metallische Grundlage war das Gold, wie es schon vor mehr als tausend Jahren in der Hauptstadt des Römischen Reiches des Ostens, Konstantinopel, gewesen war. Mehr dazu (28 KB)

 

14. November 2008 - Das Treffen in Washington

Einige Regierungen, die uns ihren Erklärungen zufolge unterstützen,     erwähnen immer in ihren Argumenten, dass sie das nur tun, um den Übergang in Kuba zu ermöglichen. Übergang, wohin? Zum Kapitalismus, dem einzigen System, an das sie  fest glauben? Mit keinem einzigen Wort  bringen sie zum Ausdruck, dass sie den Verdienst eines Volkes anerkennen, das, fast ein halbes Jahrhundert  wirtschaftlichen Sanktionen und Aggressionen ausgesetzt,  eine revolutionäre Sache verteidigt hat, die  ihm  samt seiner Moral und seinem Patriotismus die Kraft zum Durchhalten gegeben  hat.

Und sie vergessen, dass man Kuba den Kapitalismus nicht erneut am anderen Ufer anbieten kann, nachdem es so viele Menschenleben und Opfer gekostet hat, um seine Souveränität und Gerechtigkeit zu verteidigen.  Mehr dazu (16 KB)

 

07. November 2008 - DER DRITTE HURRIKAN

Er kann sich abschwächen, aber es hat bereits fast im ganzen Land zu regnen begonnen.  Der Regen fällt auf die landwirtschaftlichen Gebiete, die aufgrund der jüngsten Niederschläge gesättigt sind; und die Stauseen mit ihrem hohen Wasserspiegel infolge der Hurrikane Gustav und Ike werden das Wasser in die Täler und auf die angebauten Felder abgeben, so wie es Ende August und Anfang September passierte. Diesmal hat man diesem Hurrikan den heuchlerischen Namen Paloma (Taube) gegeben.

Es werden viele Feldkulturen, deren Erträgen bald zu erwarten waren, unzählige menschliche Arbeitstunden, Kraftstoff, Samen, Düngemittel, Unkrautvertilgungsmittel und Ergebnisse der genutzten  Arbeitsmittel zur vordringlichen Produktion von Nahrungsmitteln noch einmal verloren gehen. Mehr dazu (12 KB)

 

03. November 2008 - DIE WAHLEN VOM 4. NOVEMBER

Der morgige wird ein Tag von großer Bedeutung werden. Die Weltöffentlichkeit wird aufmerksam den Verlauf der Wahlen in den Vereinigten Staaten verfolgen.  Es geht um die mächtigste Nation der Welt.  Mit weniger als 5 % der Weltbevölkerung verbraucht dieses Land jährlich riesige Mengen Erdöl und -gas, Mineralien, Rohstoffe, Konsumgüter und importierte Produkte hoch entwickelter Technologie; viele davon, insbesondere die Kraftstoffe und Produkte, die aus Bergwerken gewonnen werden, sind nicht erneuerbar. 

Dieses Land ist der größte Waffenhersteller und -exporteur.  Die Rüstungsindustrie rechnet darüber hinaus mit einem unersättlichen Markt im eigenen Territorium.  Seine Luftwehr und seine Kriegsmarine konzentrieren sich in Dutzenden von Militärstützpunkten in anderen Ländern. Die strategischen Raketen der USA mit nuklearen Sprengköpfen können mit aller Präzision einen beliebigen Punkt der Welt treffen.

Viele der besten Intelligenzen des Planeten werden aus ihren Heimatländern gestohlen und dem System zur Verfügung gestellt. Es ist ein parasitäres und ausplünderndes Imperium. Mehr dazu (16 KB)

 

31. Oktober 2008 - Das Treffen mit Lula

In meiner Reflexion von gestern ging es nicht um die Kritik an der Geldspritze an die Entwicklungsländer, wie einige Agenturmeldungen interpretierten.

Al ich  Die schlimmste Variante geschrieben habe, bezug ich mich auf die Form und die Ziele der Geldspritze. Ich habe die Idee dargestellt, dass die Finanzkrise eine Folge der 1944 vom Bretton Woods erteilten Privilegien  an den entwickelten Kapitalismus an die Vereinigten Staaten ist, die sich mit enormer militärischen und ökonomischen Macht  kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges entwickelten. Das Phänomen tritt von Mal zu Mal häufiger auf.

In einem Brief an den Präsidenten Brasiliens, Lula da Silva, das ich ihm kurz nach seiner Ankunft in Kuba sandte – für seinen kurzen Besuch in unseren Land war kein Treffen mit mir geplant – schrieb ich wörtlich zu diesem Aspekt: Mehr dazu (12 KB)

 

30. Oktober 2008 - Die schlimmste Variante

Heute habe ich gelesen, dass die US-Notenbank eine neue Kreditlinie für die Zentralbanken von Mexiko, Brasilien, Südkorea und Singapur geschaffen hat.

In derselben Erklärung wird informiert, dass ähnliche Kredite den Zentralbanken von Australien, Kanada, Dänemark, Großbritannien, Japan, Neuseeland, der Schweiz und der Zentralbank Europas verliehen wurden.

Kraft dieser Vereinbarungen werden US-Dollar an die Zentralbanken gezahlt, gegen Devisenreserven der Länder, die aufgrund der Finanz- und Handelskrise beträchtliche Verluste erlitten haben. Mehr dazu (8 KB)

 

15. Oktober 2008 - Das Ungewöhnliche

Am Sonntag, den 12. Oktober haben die Länder der Eurozone auf Initiative von Sarkozy, dem Präsidenten von Frankreich, einen Aktionsplan gegen die Krise beschlossen. 

Am Montag, den 13. Oktober werden die Millionen und Abermillionen hohen Geldsummen genannt, mit denen die europäischen Länder den Finanzmarkt spritzen werden, um einen Kollaps zu vermeiden. Aufgrund dieser überraschenden Nachrichten sind die Aktienwerte wieder gestiegen. Laut der genannten Beschlüsse und anhand der Befragung haben sich Deutschland zu 480, Frankreich zu 360, die Niederlande zu 200, Österreich und Spanien zu je 100 Milliarden Euro verpflichtet, und so weiter, bis man einschließlich des Beitrages von Großbritannien auf eine Gesamtsumme von 1,7 Billiarden Euros kam. An diesem Tag entsprach diese Summe 2,2 US-Dollar -der Wechselkurs variiert ständig von einer zur anderen Währung- die zu den 700 Milliarden US-Dollar der Vereinigten Staaten von Amerika addiert werden. Mehr dazu (24 KB)

 

13. Oktober 2008 - Das Gespenst des Weißen Hauses

Vor drei Tagen, am 10. Oktober, war die Welt wegen des Einschlags der Finanzkrise an der Wall Street bestürzt. Man weißt gar nicht mehr, wie viele Millionen Dollar-Scheine die Federal Reserve in die Finanzwelt gepumpt hat, damit die Banken weiter funktionieren und die privaten Sparer ihr Geld nicht verlieren.

Die G7-Finanzminister haben in ihrem Treffen Folgendes vereinbart:

„Entscheidende Aktionen vorzunehmen und alle zur Verfügung stehenden Instrumente anzuwenden, um die für das System wichtigen Finanzinstitutionen zu unterstützen und deren Bankrott zu vermeiden.

    • „Alle wichtigen Schritte einzuleiten, um die Kredit- und Geldmärkte freizugeben und sicher zu stellen, dass die Banken und anderen Finanzinstitutionen breiten Zugang zu Liquidität und Fonds haben.“ 
    • „Zu sichern, dass die Banken und anderen größeren Finanzvermittler, gemäß ihrem Bedarf, aus öffentlichen und privaten Quellen in ausreichendem Umfang Kapital anhäufen können, um das Vertrauen wieder herzustellen und sie weiter Darlehen an die Familien und Geschäfte verleihen können.“ Mehr dazu (36 KB)

12. Oktober 2008 - Die Wahrheit im Kampfe und das Buch von Martin Blandino

(Zweiter Teil)

Die Intensität der Aktionen der reduzierten Gruppe der MiG-21-Piloten wird vom Autor in folgender Weise beschrieben:

“Trotz aller Diskretion, die von den Mitgliedern des Generalstabs und von den Gefechtsstäben verlangt wird, sickert immer etwas von einer Kriegshandlung durch, die über 8 Tage dauert und hunderte von Männern und Frauen auf beiden Seiten des Ozeans unter höchster Spannung gehalten hat.

„Wie kann man zum Beispiel den donnernden Lärm von 239 Abflügen und Landungen von Kampfflugzeugen όber 50 pro Tag ― verschleiern, obwohl diese hohe Anzahl von Einsδtzen nur von neun Piloten geflogen wurde, die im Durchschnitt zweieinhalb Stunden pro Kampftag in der Luft gewesen sind. Darunter ist ein Pilot, der fast vier Einsδtze tδglich gemacht hat. Das bedeutet, dass er 3 Stunden und 45 Minuten wδhrend dieser einzelnen spannungsvollen Tage geflogen ist.” Mehr dazu (36 KB)

 

11. Oktober 2008 - Das Recht des Stärkeren

Der Handel innerhalb einer Gesellschaft und zwischen den Ländern ist der Austausch von Gütern und Dienstleistungen, die der Mensch produziert. Die Eigentümer der Produktionsmittel eignen sich die Gewinne an. Sie führen als Schicht den kapitalistischen Staat und brüsten sich damit, die Antreiber der Entwicklung und des sozialen Wohlstandes zu sein, mit Hilfe des Marktes, dem wie einem unfehlbaren Gott gehuldigt wird.

Innerhalb jedes Land besteht eine Konkurrenz zwischen den Stärkeren  und den Schwächeren, zwischen denen, die physische Stärke  besitzen, die sich besser ernähren, die das Lesen und Schreiben gelernt haben, die zur Schule gegangen sind, die Erfahrungen gesammelt haben, die mehr soziale Beziehungen und Mittel haben, und denen, die über solche Vorteilen in der Gesellschaft nicht verfügen. Mehr dazu (24 KB)

 

09. Oktober 2008 - Die Wahrheit im Kampfe und das Buch von Martin Blandino

(Erster Teil)

In der gesamten internationalen Presse wird über den ökonomischen „Hurrikan“ gesprochen, der die ganze Welt erschüttert. Viele bezeichnen ihn als ein neues Phänomen. Für uns ist dies gar nicht neu, es war vorauszusehen. Ich möchte heute aber gern über ein anderes aktuelles Thema sprechen, das eine große Bedeutung für unser Volk hat.

Als ich die Reflexion über Cangamba niedergeschrieben habe, kannte ich das wunderbare Buch des Journalisten und Forschers, dessen Name in der Überschrift meiner heute veröffentlichten Reflexionen steht, noch nicht.  Ich hatte nur den Film Kangamba gesehen, der so bewegende Erinnerungen in mir hervorgerufen hat. Immer wieder habe ich mich an den Satz ‚Diejenigen, die in Cangamba gefallen sind, haben ihr Leben nicht vergeblich gegeben!’ erinnert. Mehr dazu (24 KB)

 

02. Oktober 2008 - DIE RUSSISCHE ORTHODOXE KIRCHE

 Sie ist eine spirituelle Macht.  In den kritischen Momenten der Geschichte Russlands hat sie eine wichtige Rolle gespielt.  Als nach dem verräterischen Naziangriff der Grosse Vaterländische Krieg begann, wendete sich Stalin zur Unterstützung der Arbeiter und Bauer, die die Oktoberrevolution zu Besitzern der Fabriken und des Landes gemacht hatte, an sie.

 Als die UdSSR zerfiel, wurde diese Kirche nicht zu einem Verbündeten des Imperialismus.  Aus diesem Grund, als im Jahr 2004 Seine Eminenz Wladimir Michailovich Gundjaew, Metropolit Kirill von Smolensk und Kaliningrad, unser Land  besuchte, schlug ich ihm vor, in der kubanischen Hauptstadt eine Kathedrale der Russischen Orthodoxen Kirche als Monument der russisch-kubanischen Freundschaft zu errichten. Mehr dazu (12 KB)

 

02. Oktober 2008 - EIN THEMA ZUM NACHDENKEN

Kuba ist ein Land, in dem 98 Prozent der Bevölkerung unter normalen Umständen direkt mit Strom versorgt werden, ein Land, in dem ein einheitliches Stromerzeugungs- und Stromversorgungssystem vorhanden ist, und wo unter allen Umständen über Stromaggregate die Versorgung der lebensnotwendigen Stellen abgesichert wird. Sobald die Stromleitungen wiederhergestellt sind, wird das erneut so sein. Mehr dazu (16 KB)

 

30. September 2008 - KANGAMBA

Kangamba gehört zu den ernsthaftesten und dramatischsten Filmen, die ich je gesehen habe. Ich habe ihn mittels eines DVD auf einem Fernsehbildschirm gesehen.  Vielleicht ist mein Urteil von Erinnerungen beeinflusst, die ich einfach nicht aus meinem Gedächtnis verbannen kann. Mehrere hunderttausende kubanische Mitbürger werden das Privileg haben, den Film auf dem Großbildschirm anschauen zu können.

Die Schauspieler haben ihre Rollen großartig gespielt. Ich hatte für einen Augenblick geglaubt, dass sie zur Verfilmung die Mithilfe von Dutzenden Angolanern benötigt hatten. Vom menschlichen Standpunkt aus gesehen kann man Szenen beobachten, welche die abwertende und rassistische Art und Weise zertrümmern, mit welcher der Imperialismus für gewöhnlich die afrikanischen Gebräuche und  die Kultur von Afrika betrachtet. Die Bilder der Häuser, die von jenen Geschossen in Brand gesetzt wurden, mit welchen die südafrikanischen Regierenden eine afrikanische Ethnie bewaffnet haben, damit diese sie gegen ihre angolanischen Brüder lancierte, können niemals vergessen werden.  Mehr dazu (36 KB)

 

26. September 2008 - DER DEMOKRATISCHE SOZIALISMUS

Ich wollte nicht noch eine dritte Reflexion hintereinander schreiben, aber ich kann sie nicht auf Montag verschieben.

Der „demokratische Kapitalismus” von Bush hat eine exakte Erwiderung: den demokratischen Sozialismus von Chávez. Es gäbe keine genauere Form, den großen Widerspruch zwischen dem Norden und dem Süden unserer Hemisphäre auszudrücken, zwischen den Ideen von Bolívar und denen von Monroe.

Das große Verdienst Bolívars ist es, sie entworfen zu haben, als es die modernen Kommunikationsmedien noch nicht gab und noch nicht einmal der Panama-Kanal. Der Imperialismus der Vereinigten Staaten existierte auch noch nicht; es waren einfach die dreizehn englischsprachigen Kolonien, die sich 1776 vereint und mit der Hilfe von Frankreich und Spanien unabhängig machten. Mehr dazu (16 KB)

 

20. September 2008 - DAS ECHTE UND DAS FALSCHE

Die Nachrichtenagenturen berichten, dass Chávez am morgigen Sonntag auf seiner Reise nach China, Russland, Belarus, Frankreich und Portugal bei einer Zwischenlandung Kuba besuchen wird.

Ich habe es gestern über Venezolana de Televisión erfahren: Er unterzeichnete gerade in Caracas Vereinbarungen über Investitionen im Energiesektor mit bedeutenden Geschäftsleuten von Unternehmen aus Japan, Russland, Malaysia, Italien, Argentinien, den Vereinigten Staaten, Katar und Portugal. Dies erfolgte mit dem Ziel, Gas aus den Vorkommen unter 500 000 Quadratkilometern Wasseroberfläche der Hoheitsgewässer zu gewinnen. Mehr dazu (24 KB)

 

10. September 2008 - SCHREIBEN DES GENOSSEN FIDEL AN RANDY ALONSO, DIREKTOR DES INFORMATIONS-PROGRAMMS „MESA REDONDA“ (PODIUMSGESPRÄCH)

Lieber Randy!

Das gestrige Podiumsgespräch war besonders interessant und die Information war sehr wertvoll. Wie schade, dass es um jene Uhrzeit praktisch auf der gesamten Insel, von der Ostspitze Punta Maisí bis zur Westspitze Cabo de San Antonio, keinen Strom gab. Nur einige Wohnhäuser des Stadtteils „Camilo Cienfuegos“, die starken Winden trotzen können, hatten Licht.  Bis dorthin reichte das unterirdisch verlaufende, an das Stromaggregat des Krankenhauses „Luis Díaz Soto“ angeschlossene Kabel.

Wenn diese vitale Energie unserer Zeit fehlt, fehlt alles und funktioniert nichts. Das führt dazu, dass wir den Tag herbeisehnen, an dem alle Wohngebäude, die in der Lage sind Hurrikans zu widerstehen, wie jene, über die ich vor einigen Tagen sprach, unterirdisch mit Strom versorgt werden.  Leider erfordert dies Zeit und sehr hohe Ausgaben. Mehr dazu (16 KB)

 

07. September 2008 - Von den Hurricans bestürmt

Wir hatten uns noch nicht vom emotionalen Eindruck und von den materiellen Schäden erholt, die vom Hurrikan Gustav durch außergewöhnlich starke Winde auf der Jugendinsel und in Pinar del Rio verursacht wurden, als uns die Nachrichten über die vom Wirbelsturm Hanna hervorgerufenen Meeresüberschwemmungen erreichten, und noch schlimmer, jene Mitteilungen, dass Ike, Hurrikan von hoher Intensität, aufgrund des vom nördlich von ihm befindlichen starken Hochdruckgebiets ausgeübten Drucks in Richtung Südosten auswich und über eintausend Kilometer über das gesamte Gebiet unseres Landes hinwegfegen wird.

Das bedeutet, dass schließlich das gesamte Land von den drei Hurrikans betroffen wird und an manchen Stellen doppelt. Mehr dazu ( 28 KB)

 

31. August 2008 - Der Wirbelsturm

Ich schrieb in meiner vorhergehenden Reflexion vom Dienstag, dem 26. August, die ich in den Nachmittagsstunden abzeichnete, als der Wirbelsturm Gustav sich unerwartet bildete und unser Territorium bedrohte, was mit der Ankunft unserer Olympiamannschaft zusammenfiel, Folgendes: „Zum Glück haben wir eine Revolution! Es ist abgesichert, dass niemand ins Vergessen gerät… Eine starke, energische und voraussehende Zivilverteidigung schützt unsere Bevölkerung… Die zunehmende Häufigkeit und Intensität dieser Naturphänomene zeigt, dass sich das Klima durch Verschulden des Menschen  ändert. Die heutige Zeit erfordert immer mehr Aufopferung, mehr Standhaftigkeit und mehr Bewusstsein. Es macht nichts, dass die Opportunisten und Vaterlandsverräter auch Nutzen daraus ziehen, ohne etwas zur Sicherheit und zum Wohlbefinden unseres Volkes beizutragen.“  

Ich weiß, welche ungeheuerlichen Anstrengungen die Revolution unternehmen muss, wenn Wirbelstürme das Hoheitsgebiet heimsuchen. Ich kann hinzusetzen, dass Kuba über scharfsinnige und beharrliche Wissenschaftler wie José Rubiera verfügt. Mehr dazu (20 KB)

 

11. August 2008 - KANONENFUTTER FÜR DEN MARKT

Vielleicht sind einigen Regierungen die genauen Angaben nicht bekannt, deshalb erschien uns die Botschaft von Raul sehr angebracht, in der er den Standpunkt von Kuba festhält. Ich werde zu einigen jener Aspekte tiefer gehende Ausführungen machen, die in einer kurzen und präzisen öffentlichen Erklärung nicht  behandelt werden können. 

 Die Regierung von Georgien hätte niemals ihre Streitkräfte im Morgengrauen des 8. August zu einem Angriff auf die Hauptstadt der Autonomen Republik Süd-Ossetien losgeschickt, um – wie sie es bezeichnet – die verfassungsmäßige Ordnung wiederherzustellen, wenn es nicht eine vorherige Absprache mit Bush gegeben hätte. Dieser versprach Präsident Saakaschwili im April dieses Jahres in Bukarest seine Unterstützung für den Eintritt von Georgien in die NATO, was einem geschärften Dolch entspricht, den man in das Herz von Russland zu stoßen versucht. Viele europäische Staaten, die dieser Militärorganisation angehören, sind ernsthaft über die unverantwortliche Manipulierung des Nationalitätenthemas besorgt, was große potentielle Konflikte in sich birgt und in Großbritannien selbst zur Desintegration des Vereinigten Königreichs führen kann. Jugoslawien wurde auf diesem Wege aufgelöst. Die Bemühungen von Tito, um dies zu verhindern, waren nutzlos nach seinem Tode. Mehr dazu (20 KB)

 

31. Juli 2008 - DIE BELAGERTE MANNSCHAFT - (entnommen aus: Cubadebate)

Die Olympischen Spiele in China stehen kurz vor ihrer Eröffnung. Vor wenigen Tagen habe ich über unsere Baseballmannschaft geschrieben. Ich erklärte, dass unseren Athleten eine sehr harte Probe bevorsteht und dass es nicht sie seien, welche die meiste Kritik verdient hätten, wenn etwas nicht gut ausgehen würde. Ich habe ihre Klasse und ihren Patriotismus anerkannt. Sie waren aufgrund der aus Kuba erhaltenen Kritiken deprimiert.

Mir wurde später bekannt, dass sie sich sehr heiter und froh zeigten. Sie hatten gelernt, die recht gewürzten koreanischen Nahrungsmittel auf Art und Weise des asiatischen Ostens mit Stäbchen zu essen. Sie schickten am 26. Juli eine mitreißende Botschaft. Ohne Zweifel werden sie sich der schwierigen Probe mit Ehren stellen. Mehr dazu (24 KB)

 

28. Juli 2008 - DIE BOTSCHAFT VON CHÁVEZ - (entnommen aus: CubaDebate)

Er ist am Freitag von seiner Europareise zurückgekommen. Er hat nur vier Tage dafür verwendet. Nach dem Westen fliegend ist er um 11 Uhr nachts in Caracas angekommen, als es am Abflugort, das heißt in Madrid, gerade Tag zu werden begann. Am Samstag kam zeitig ein Anruf aus Venezuela. Man teilte mir mit, dass er an jenem Tag ein Telefongespräch führen wollte. Ich antwortete, dass es um 13:45 Uhr sein würde.

Ich hatte Zeit, mehr als 25 Punkte jener Art zu notieren, die man bei einer Unterhaltung über eine internationale Telefonleitung behandeln kann, wenn man weiß, dass der Feind zuhört. Einige von ihnen waren vom venezolanischen Präsident selbst vor der Presse angesprochen worden.

Chávez war gelassen, besonnen und mit der Rundreise zufrieden. Wir führten einen Meinungsaustausch über Nahrungsmittel-, Erdöl- und Rohstoffpreise, erforderliche Investitionen, Dollarabwertung, Inflation, Rezession, imperialistischen Betrug und imperialistische Ausplünderung, Fehler des Gegners, Atomkriegsgefahren,  unlösbare Probleme des Systems und weitere, die keiner Geheimhaltung bedürfen. Aber trotzdem verwende ich diese Art und Weise der Kommunikation nur ausnahmsweise.  Mehr dazu (12 KB)

 

05. Juli 2008 - DER RÖMISCHE FRIEDEN

Die von mir verwendeten Angaben wurden vor allem den Erklärungen des Botschafters der Vereinigten Staaten in Kolumbien, William Brownfield, der Presse und dem Fernsehen jenes Landes, der internationalen Presse und anderen Quellen entnommen. Der verschwenderische Aufwand an  angewandter Technologie  und finanziellen Mitteln ist beeindruckend.

Während die hohen militärischen Befehlshaber von Kolumbien bemüht waren, darauf zu verweisen, dass die Operation zur Befreiung von Ingrid Betancourt eine vollkommen kolumbianische war, erklären die Regierungsvertreter der Vereinigten Staaten, dass  sie „das Ergebnis langjähriger intensiven militärischen Zusammenarbeit zwischen den Armeen von Kolumbien und von den Vereinigten Staaten war.”

„Es ist uns wirklich gelungen, auf eine Art und Weise im Einklang miteinander zu stehen, die wir selten in den Vereinigten Staaten erreicht haben, ausgenommen mit unseren alten Verbündeten, besonders mit denen der NATO’, verwies Brownfield, indem er sich auf die Beziehungen zu den kolumbianischen Sicherheitskräften bezog, die seit dem Jahr 2000 über 4 Milliarden Dollar Militärhilfe erhalten haben.” Mehr dazu (24 KB)

 

27. Juni 2008 -  Fidel Castro: Salvador Allende, ein bleibendes Beispiel

Er wurde vor einhundert Jahren, am 26. Juni 1908, in Valparaiso, im Süden von Chile, geboren. Sein Vater gehörte dem Mittelstand an, war Rechtsanwalt und Notar und Mitglied der chilenischen Radikalen Partei. Als ich geboren wurde, war Allende 18 Jahre alt. Seine Schulausbildung der mittleren Reife erfolgte in einem Gymnasium seiner Heimatstadt.

Während seiner Gymnasialjahre kommt er über einen alten Anarchisten, Juan Demarchi, mit den Büchern von Karl Marx in Berührung.

Er schließt die Schule als Bestschüler ab. Er mag und treibt Sport. Er tritt freiwillig in das Regiment Coraceros von Viña del Mar zum Militärdienst ein. Er bittet um Umsetzung in das Regiment Lanceros von Tacna, einer chilenischen Enklave im trockenen und halb wüstenartigen Norden, der später an Peru zurückgegeben wurde. Bei Abschluss seines Militärdienstes wird er zum Reserveoffizier der Armee. Dies tut er schon als ein Mensch mit sozialistischen und marxistischen Ideen. Es handelte sich nicht um einen weichlichen Jüngling ohne Charakter. Es war so, als ob er voraussehen würde, dass er eines Tages bis zum Tode kämpfen würde, um seine Überzeugungen zu verteidigen, die schon in seinem Kopf zu reifen begannen. Mehr dazu (56 KB)

 

18. Juni 2008 - DIE AMEISE UND DER ELEFANT

Man könnte glauben, dass es nach dem TV-Podiumsgespräch vom 12. Juni - welches die Neuausgabe eines vor 15 Jahren in Bolivien veröffentlichten Buches bekannt gab, das jetzt mit einem von mir verfassten Vorwort erscheint - kein Thema geben würde, dass einen Kommentar wert wäre ohne die geduldigen Leser zu ermüden. Während dieses Programms wurde eine später vom Präsidenten Evo Morales verfasste Einführung vorgelesen und eine Botschaft  der angesehenen argentinischen Schriftstellerin Stella Calloni, welche in die nächste Ausgabe aufgenommen werden. Ich habe die in jenem Vorwort verwendeten Angaben sorgsam ausgewählt.

Schon seit den ersten Jahren der Kubanischen Revolution entwickelte sich ein starker internationalistischer Geist, der seinen Ursprung in der zahlenmäßig großen Gruppe von Kubanern hatte, die am antifaschistischen Kampf des spanischen Volkes teilgenommen hat und die besten Traditionen der Arbeiterbewegung der Welt ihr eigen machte. Mehr dazu (28 KB)