[Home]
[Kuba]
[CHE Guevara]
[duo ad libitum]
[Fiesta Moncada 2010]
[FreeTheFive]
[Fidel Castro klartext]
[Fidel Castro klartext-bis 2011]
[TENDENCIA]
[Wirbelsturm IKE]

Ihre Meinung, ihre Kritik, ihre Fragen sind mir immer Willkommen: mailto:webmaster@ kalle-der-rote.de

Überlegungen des GENOSSEN FIDEL CASTRO

19.06.2012 - DAS WELTALL UND SEINE EXPANSION

Auch wenn ich keiner angehöre, so ehre ich doch alle Religionen. Die Menschen suchen nach einer Erklärung für ihre Existenz, von den im höchsten Grade Ungebildeten und Unwissenden bis zu den Gelehrtesten.

Die Wissenschaft versucht ständig, jene Gesetze zu deuten, die das Weltall regieren. Zum jetzigen Zeitpunkt sehen sie es expandieren, was vor circa 13,7 Milliarden Jahren begonnen hat. 

Fidel Castro Ruz

19. Juni 2012 - 15:50 Uhr

 

18.06.2012 - Das Unvorstellbare

Die Yogi vollführen Dinge mit dem menschlichen Körper, die unsere Vorstellung überschreiten. Diese sind dort, vor unseren eigenen Augen, mittels Bildmaterial, das wir über das Programm Pasaje a lo Desconocido (wörtlich etwa: Fahrkarte ins Unbekannte) augenblicklich über enorme Entfernungen erhalten.

Fidel Castro Ruz

18. Juni 2012 - 14:40 Uhr

 

17.06.2012 - DIE ERNÄHRUNG UND DIE HEILSAME BESCHÄFTIGUNG

Die Voraussetzungen sind geschaffen, dass das Land Moringa Oleífera und Maulbeerbäume in großem Maßstab zu produzieren beginnt, die außerdem unerschöpfliche Quellen von Fleisch, Eiern und Milch und handwerklich gesponnenen Seidenfäden sind und imstande, gut bezahlte Arbeit im Schatten zu beschaffen, unabhängig von Alter und Geschlecht.

Fidel Castro Ruz

17. Juni 2012 - 14:55  Uhr

 

16.06.2012 - Nicolás Guillén

Grüß dich, Guevara!

oder besser noch, aus der Tiefe von Amerika:

Warte auf uns. Wir werden dich begleiten. Wir wollen sterben, um so zu leben, wie du gestorben bist,

um so zu leben, wie du lebst,

Che Comandante und Freund.

Wunderschönes letztes Gedicht des Nationaldichters.

Fidel Castro Ruz

16.Juni 2012 - 15:05 Uhr

 

14.06.2012 - DENG XIAOPING

Er rühmte sich, ein weiser Mann zu sein, und ohne Zweifel war er das. Aber er beging einen kleinen Fehler.

„Kuba muss bestraft werden“, sagte er eines Tages. Unser Land hatte niemals auch nur seinen Namen ausgesprochen.  

Es war eine vollkommen ungerechtfertigte Beleidigung.

Fidel Castro Ruz

14. Juni 2012 - 13:40 Uhr

 

13.06.2012 - ALBERTO JUANTORENA

Sein Name als beispielhafter erfolgreicher kubanischer Sportler schießt in die Höhe. Sein Alter und sein Gesundheitszustand bieten ihn als idealen Prototyp an, dem Kubanischen Olympischen Komitee vorzusitzen.

Jene Prognosen scheinen richtig zu sein!

Fidel Castro Ruz

13. Juni 2012 - 13:55 Uhr

 

12.06.2012 - Teófilo Stevenson

Stevenson ist von uns gegangen. Gestern Nachmittag kurz nach vier Uhr erreichte uns die Nachricht. Kein anderer Amateurboxer in der Geschichte dieses Sports hat sich so sehr ausgezeichnet wie er. Er hätte zwei weitere olympische Titel erreichen können, wenn dies nicht aufgrund von Pflichten verhindert worden wäre, die die internationalistischen Prinzipien der Revolution auferlegten. Kein Geld der Welt hätte Stevenson bestechen können.

Ewiger Ruhm seinem Gedächtnis! 

Fidel Castro Ruz      

12. Juni 2012             15:15 Uhr

 

11.06.2012 - HALTUNGEN, DIE NICHT VERGESSEN WERDEN / HALTUNGEN, DIE MAN NICHT VERGISST

Der revolutionärste Deutsche, den ich je kennen gelernt habe, war Erich Honecker.

Jeder Mensch lebt in seiner Zeit und Epoche. Die jetzige ist unendlich wechselhaft, wenn man sie mit jeglicher vorheriger vergleicht. Ich hatte das Privileg, sein Verhalten zu beobachten, als er bitterlich die von jenem eingegangene Schuld abbezahlte, welcher seine Seele für einige wenige Milliliter Wodka dem Teufel verkauft hatte.

Ich bewahre Honecker gegenüber ein Gefühl der im höchsten Grade tiefgründigen Solidarität.

Fidel Castro Ruz

11. Juni 2012 - 15:17 Uhr

 

10.06.2012 - DIE FC - WAS IST DAS?

Diese stellen eine Methode dar, mittels der ich versuche, die bescheidenen, über viele Jahre erworbenen Kenntnisse zu vermitteln, die ich als nützlich für jene kubanischen Beamte und Funktionäre betrachte, die die Verantwortung für die Herstellung der für die Ernährung unserer Bevölkerung essentiellen Nahrungsmittel tragen, eine Aufgabe, die ich gern mit Talía González teile, eine uralte Freundin der Zeiten von Elían González.

Fidel Castro Ruz

10. Juni 2012 - 14:34  Uhr

 

09.06.2012 - SEHR UNGEWÖHNLICHE TAGE

Unter dem Titel „Der Chefmörder“ wurde am 7. Juni 2012 auf einer Website behauptet: „... Sie werden nicht nur einen US-Präsidenten wählen, gleichzeitig werden Sie damit einen Chefmörder wählen“.

„Dank einem langen Artikel von Jo Becker und Scott Shane in der New York Times, unter dem Titel ‚Secret ‚Kill List' Proves a Test of Obama’s Principles and Will’ (Geheime ‚Mordliste' - Beweis für die Prinzipien und den Willen von Obama), wissen wir jetzt, dass der Präsident überraschend viel Zeit zur Überwachung der „Nominierung" mutmaßlicher Terroristen verbracht hat, um diese anhand jenes Programms von Drohnen [ferngesteuerte unbemannte Flugzeuge] zu ermorden, das er von Präsident George W. Bush geerbt und exponentiell erweitert hat.“

„Die Ausdrucksweise des Artikels über unseren kriegerischen Präsidenten [...] konzentriert sich auf die Dilemmata eines Mannes, der, wie wir jetzt wissen, den Zuwachs eines auf einer „Mordliste“ basierten Ermordungsprogramms bewilligt und überwacht hat, dass bemerkenswert wirkungsvoll in Jemen, Somalia und Pakistan ist. Darüber hinaus hat er es regelmäßig getan, Zielobjekt für Zielobjekt, Name für Name [...] Laut Becker und Shane ist Präsident Obama auch in die Anwendung einer betrügerischen Methode bei der Auszählung der von den Drohnen Ermordeten verwickelt, welche die Opfer unter der Zivilbevölkerung unrealistisch minimiert.

Historisch gesehen, ist all dies ziemlich merkwürdig. Die Times bezeichnet Obamas Rolle in der Ermordungs-Maschinerie mittels Drohnen als ‚beispiellos in der Präsidentengeschichte’. Und so ist es.“

„‚Es handelt sich um das seltsamste der bürokratischen Rituale: Fast jede Woche treffen sich mehr als 100 Mitglieder des wachsenden nationalen Sicherheitsapparats der Regierung in einer sicheren Video-Konferenz, um eifrig die Biographien von mutmaßlichen Terroristen zu  studieren und dem Präsidenten zu empfehlen, wer als nächster zu  sterben hat. Dieses geheime ‚Nominierungs’-Verfahren ist eine Erfindung der Obama-Regierung, ein unheilvoller Diskussionskreis, der die PowerPoint-Diapositive mit den Namen, angenommenen Namen und Biographien mutmaßlicher Mitglieder der al-Qaeda-Filiale im Jemen oder ihrer Verbündeten in der Shabab-Miliz in Somalia analysiert. Die Nominierungen gehen ins Weiße Haus, wo Obama auf eigenen Nachdruck und beraten durch John O. Brennan, dem ‚Zar' der Terrorismusbekämpfung, jeden Namen genehmigen muss’.“ Mehr dazu (88 KB)

 

01.06.2012 - EINE EHRLICHE ERKLÄRUNG

Vor ein paar Tagen, am 28. Mai, wurde verdientermaßen der heftigen Schlacht in Uvero gedacht. Eine elementare Pflicht zwingt mich, die Ereignisse zu erklären.

In jenen Wochen veranlasste Manuel Piñeiro, „Barbarossa“ – genial und berühmt bis ins Grab, wie man sagt – dass ein Lkw mit Waffen nach Santiago de Cuba gebracht wurde, die irgendwie beim Angriff des Revolutionären Direktoriums auf den Präsidenten-Palast in seine Hände geraten waren. Frank País, landesweiter Gefechtsleiter unserer Bewegung „26. Juli“ hat einen wichtigen Teil dieser Ladung in das schwierige Gelände der Sierra Maestra weitergeschickt, wo unsere junge Rebellenarmee wie Phönix aus der Asche erstand.

Die „Lehrzeit“ ist extrem hart gewesen. Schritt für Schritt haben wir erste siegreiche Gefechte geliefert, ohne Verluste, wobei die Zahl an Männern und Waffen zunahm. Gleichzeitig waren wir gezwungen, dem gefährlichen Verrat von Eutimio Guerra gegenüber zu treten, der ein Rebellenbauer war, bis er den beträchtlichen Angeboten des Feindes erlag. Trotz der Hindernisse und dank der Unterstützung mit Männern und Mitteln, die Frank uns sandte, haben wir die erste Partisanenabteilung geschaffen: die Vorhut unter Camilos Führung; die Nachhut unter Efigenio Ameijeiras; den Kern mit kleinen Trupps und der Generalkommandantur. Es gab bereits eine Gruppe erfahrener Kämpfer, die hervorragend an das Gelände angepasst waren, als wir einen großen Teil der von „Barbarossa“ erbeuteten Waffen in Kanistern für zähflüssiges Fett bekommen haben.

War es vom militärischen und revolutionären Standpunkt aus richtig, die verschanzte und gut bewaffnete Garnison am Meeresufer anzugreifen, wo das aus diesem Gebiet gewonnene Holz verschifft wurde? Warum haben wir das getan?

Im diesen Moment, im Monat Mai, war die „Corynthia“ unter der Führung von Calixto Sánchez White gelandet. Ein starkes Solidaritätsgefühl veranlasste uns dazu, die Garnison von Uvero anzugreifen. Mehr dazu (12 KB)

 

14.05.2012 - DIE GRÄUEL, DIE UNS DAS IMPERIUM BIETET

Eine heutige Meldung aus Monterrey, Mexiko, von AP, der wichtigsten US-amerikanischen Nachrichtenagentur, erklärt es mit unumstößlicher Klarheit. Es ist weder die erste über eine Wirklichkeit, die den Haufen Lügen zunichte macht, mit dem die Vereinigten Staaten das unmenschliche Schicksal zu rechtfertigen suchen, das sie den Völkern Unseres Amerikas vorbehalten haben, noch wird es die letzte sein.

Was berichtet die Meldung?

„MONTERREY, Mexiko (AP) Neunundvierzig enthauptete und verstümmelte Leichen in einer Blutlache wurden an einer Landstraße verlassen aufgefunden, die den Norden der mexikanischen Bundeshauptstadt Monterrey mit der Grenze zu den Vereinigten Staaten verbindet, was der jüngste Schlag einer Eskalation des Einschüchterungskrieges zwischen Drogenhändlerbanden zu sein scheint.

Die Leichen von 43 Männern und 6 Frauen wurden am Sonntag um 4 Uhr morgens in der Nähe des Ortes San Juan aufgefunden, an einer Landstraße, an der keine Mautgebühr zu zahlen ist und die in Richtung der Grenzstadt Reynosa führt. Auf dem steinernen Tor, das die Besucher des Ortes empfängt, hat jemand mit Spray geschrieben: ‘100% Zeta’.“

„Der Regierungssprecher der Sicherheitsabteilung des nördlichen Bundesstaates Nuevo León, Jorge Domene, hat bei der Pressekonferenz gesagt, dass an der Seite der in Verwesung befindlichen Körper eine ‘Narco-Decke’ gefunden wurde, auf der die Gruppe Los Zetas sich das Gemetzel zuschrieb.

Die Körper könnten schon über 48 Stunden tot sein, weshalb die Behörden glauben, dass sie nicht an jenem Ort ermordet wurden. ‚An keinem einzigen ist ein Kopf und ihre oberen und unteren Gliedmaßen sind verstümmelt, was ihre Identifizierung erschwert’, sagte der Beamte.“ Mehr dazu (68 KB)

 

10.05.2012 - DER 67. JAHRESTAG DES SIEGES ÜBER DEN NAZI-FASCHISMUS

Kein politisches Ereignis kann losgetrennt von seiner Epoche und den Umständen, unter denen es stattgefunden hat, beurteilt werden. Niemand kennt auch nur ein einziges Prozent der fabelhaften Geschichte des Menschen; aber dank derselben sind uns Geschehnisse bekannt, die die Grenzen des Vorstellbaren überschreiten.

Das von mir genossene Privileg, Menschen kennen gelernt zu haben, und sogar Orte, an denen einige der mit der historischen Schlacht verbundene Ereignisse stattgefunden haben, erhöhte das Interesse, mit dem ich dieses Jahr die Gedenkfeierlichkeiten erwartete. 

Die kolossale Heldentat war Ergebnis des Heldentums einer Gesamtheit von Völkern, die die Revolution und der Sozialismus vereint und miteinander verflochten hatten, um der brutalen Ausbeutung ein Ende zu setzen, die die Welt über Jahrtausende erduldet hatte.  Die Russen waren immer stolz darauf, an der Spitze jener Revolution gestanden zu haben, und stolz darauf, mit welchen Opfern sie zur Durchführung derselben in der Lage gewesen sind. Mehr dazu (64 KB)

 

03.05.2012 - DER FRIEDENSNOBELPREISTRÄGER

Ich werde kaum über das kubanische Volk sprechen, das eines Tages, als das imperialistische System den Höhepunkt seiner Macht erreicht hatte, die Herrschaft der Vereinigten Staaten aus seinem Vaterland beseitigt hat.

Zum 1. Mai konnte man Männer und Frauen der verschiedensten Altersklassen zu den Demonstrationen auf den Plätzen mit der größten symbolischen Bedeutung aller Provinzen defilieren sehen.

Unsere Revolution entstand an dem am wenigsten vom Imperium erwarteten Ort, in einer Hemisphäre, wo es als absoluter Besitzer handelte.  

Kuba war das letzte Land, das sich vom spanischen Kolonialjoch befreite, und das erste, dass die verhasste imperialistische Vormundschaft abschüttelte.

Ich denke heute vor allem an die brüderliche Bolivarianische Republik Venezuela und ihren heldenhaften Kampf gegen die unbarmherzige Ausplünderung ihrer Ressourcen, mit denen die Natur dieses edle und selbstlose Volk ausgestattet hat, das eines Tages seine Soldaten in die entferntesten Orte dieses Kontinents schickte, um die spanische Militärmacht auf die Knie zu zwingen.

Kuba braucht nicht zu erläutern, warum wir uns als Land solidarisch gezeigt haben, und dies nicht nur mit den Ländern dieser Hemisphäre, sondern ebenfalls mit vielen von Afrika und anderen Regionen der Welt. Mehr dazu (16 KB)

 

27.04.2012 - WAS OBAMA WEISS

Der vernichtendste  Artikel, den ich momentan über Lateinamerika gelesen habe, wurde von Renán Vega Cantor, Professor der Nationalen Pädagogischen Universität Bogota geschrieben und vor drei Tage auf der Webseite Rebelión unter der Überschrift „Nachklänge des Amerika-Gipfels“ veröffentlicht.

Er ist kurz, und ich sollte keine zusätzlichen Versionen machen; die mit diesem Thema beschäftigten Fachleute können ihn auf der erwähnten Webseite finden.

Mehrfach habe ich über das niederträchtige Abkommen gesprochen, das die Vereinigten Staaten von Amerika den Ländern Lateinamerikas und der Karibik aufgezwungen haben, als sie die OAS während des in Bogotá im April 1948 stattgefundenen Außenminister-Treffens gründeten. Zufälligerweise war ich dort, um eine lateinamerikanische Studentenkonferenz zu fördern, deren Hauptziel im Kampf gegen die europäischen Kolonien und die grausamen, von den USA in dieser Hemisphäre eingesetzten Tyranneien bestand.

Einer der herausragenden politischen Führer Kolumbiens, Jorge Eliécer Gaitán, der die fortschriftlichsten Schichten Kolumbiens, die gegen den Yankee-Auswuchs waren, allmählich vereinigt hatte, und über dessen nächsten Wahlsieg es keine Zweifel gab, hat die Studentenkonferenz unterstützt. Er wurde heimtückisch ermordet. Sein Tod löste die Rebellion aus, die nun mehr als ein halbes Jahrhundert andauert.

Soziale Kämpfe sind seit Jahrtausenden an der Tagesordnung, seitdem die Menschen mittels eines Krieges über eine Überschussproduktion verfügt haben, um die Grundbedürfnisse des Lebens zu decken.

Wie bekannt ist, ging die physische Sklaverei, die brutalste Ausbeutungsform, in einigen Ländern erst vor etwas mehr als einem Jahrhundert zu Ende, wie das in unserem eigenen Vaterland in der Endphase der spanischen Kolonialmacht der Fall war. Mehr dazu (72 KB)

 

16.04.2012 - MIT OFFENEN AUGEN SCHLAFEN

Ich habe Obama auf dem berühmten “Gipfeltreffen” recht gut beobachtet. Die Müdigkeit überwältigte ihn manchmal, unbeabsichtigerweise fielen ihm die Augen zu, aber ab und zu schlief er mit offenen Augen.

In Cartagena versammelte sich nicht eine Gewerkschaft von schlecht informierten Präsidenten, sondern die offiziellen Vertreter von 33 Ländern dieser Hemisphäre, dessen große Mehrheit Antworten auf wirtschaftliche und soziale Problematiken von großer Tragweite fordern, die der Region mit der größten Ungleichheit der Welt bezüglich der Verteilung des Reichtums zu schaffen machen.

Ich möchte nicht den Meinungen von Millionen von Menschen zuvorkommen, die in der Lage sind, die Probleme von Lateinamerika, der Karibik und dem Rest einer globalisierten Welt tiefgründig und ruhigen Blutes zu analysieren, einer Welt, wo einige alles und die anderen nichts besitzen. Egal, wie man es bezeichnet, aber das vom Imperialismus auferlegte System ist in dieser Hemisphäre erschöpft und kann sich nicht mehr halten.

In nächster Zukunft wird die Menschheit unter anderen Problemen jenen, bezüglich des Klimawandels und der Sicherheit und Ernährung der zunehmenden Weltbevölkerung begegnen müssen. 

Der maßlose Regen sucht sowohl Kolumbien als auch Venezuela heim. Eine kürzlich vorgenommene Analyse enthüllt, dass die im März des laufenden Jahres in den Vereinigten Staaten aufgetretenen Temperaturen um 4,8 Grad Celsius höher lagen als der aufgezeichnete historische Durchschnitt. Die Folgen dieser Veränderungen, die in den Hauptstädten der wichtigsten europäischen Länder gut bekannt sind, führen zu katastrophalen Folgen für die Menschheit. 

Die Völker erwarten von den politischen Führungspersönlichkeiten klare Antworten zu jenen Fragen. Mehr dazu (76 KB)

 

14.04.2012 - BESCHÖNIGTE REALITÄTEN, DIE IN ENTFERNUNG RÜCKEN

Ich war heute erstaunt über die Rede von José Miguel Insulza in Cartagena. Ich dachte, das derjenige, der im Namen der OAS sprach, es zumindest übernehmen würde, die Achtung der Souveränität jener Länder dieser Hemisphäre zu verlangen, die während Jahrhunderten durch die Kolonialmächte kolonisiert und grausam ausgebeutet worden sind.

Warum hat er kein einziges Wort über die Malvinas (Falklandinseln) verloren und ebenfalls nicht die Achtung der souveränen Rechte der Brudernation Argentinien gefordert?

Das Gipfeltreffen von Cartagena hat Szenen zu verzeichnen, die nicht einfach zu vergessen sein werden. Es stimmt, dass dasselbe eine enorme Anstrengung erforderte. Trotz der seitdem schon vergangenen Stunden haben wir noch keine Ahnung darüber, was bei dem Mittagessen geschehen ist, mit dem Santos versuchte, den kolossalen Verbrauch an Energie der Teilnehmer wiederherzustellen, den diese bei diesem Treffen aufgewandt haben.

Für denjenigen, für den das unterhaltsam ist, wird es nicht oft in seinem Leben die Möglichkeit geben, die Gesichter von mehr als 30 politischen Führungspersönlichkeiten vor den Fernsehkameras zu sehen, und dies, sobald sie aus dem Auto stiegen, bis sie nach einer heroischen abschließenden Anstrengung, nach Bewältigung des langen und mit Teppichen belegten Gangs, die zehn oder zwölf Stufen bis zum Schauplatz hinaufstiegen, wo sie der Gastgeber lächelnd und glücklich erwartete. Da nützten weder Jugend noch Alter, Plattfüße, operierte Kniescheiben bzw. Gehbehinderungen in einem oder beiden Beinen.  Sie waren gezwungen, bis zum Gipfel weiterzugehen.  Sowohl Reiche als Arme mussten das Zeremoniell ausführen.

Sonderbarerweise war Obama der Einzige, der diese Strecke für ein Sporttraining nutzte. Da er alleine ging, war ihm dies leichter: er nahm eine sportliche Haltung an und bewältigte die Stufen im Dauerlauf. Mehr dazu (72 KB)

 

13.04.2012 - DAS GUAYABERA-GIPFELTREFFEN

Obama, als erster Farbiger in der Präsidentschaft der Vereinigten Staaten - ohne Zweifel intelligent, gut ausgebildet und die Kommunikation gut beherrschend -, ließ viele Leute glauben, dass er ein Nacheiferer von Abraham Lincoln und Martin Luther King sei.

Vor fünf Jahrhunderten und unter Anwendung der Konzepte jener Zeit teilte eine päpstliche Bulle zwei kleinen und kriegerischen Königreichen der Iberischen Halbinsel circa 40 Millionen Quadratkilometer Land, Binnengewässer und Küsten zu.    

Engländer, Franzosen, Holländer und andere bedeutende Feudalstaaten wurden von der Verteilung ausgeschlossen. So wurden bald unendliche Kriege ausgelöst, Millionen Afrikaner wurden während vier Jahrhunderten zu Sklaven gemacht und die autochthonen Kulturen, einige von diesen fortgeschrittener als die von Europa selbst,  wurden vernichtet. 

Vor 64 Jahren wurde die verwerfliche Organisation der Amerikanischen Staaten (OEA) gegründet.  Es ist nicht möglich, die groteske Rolle dieser Einrichtung zu übersehen. Eine erhebliche  Anzahl von Personen, insgesamt vielleicht einige Hunderttausende, wurden als Folge ihrer Vereinbarungen zur Rechtfertigung eines von der Central Intelligence Agency (CIA) der Yankees organisierten Putsches gegen die Reformen von Jacobo Árbenz in Guatemala  entführt, gefoltert und verschwinden lassen. Mittelamerika und die Karibik, einschließlich der kleinen Insel Grenada, sind Opfer der interventionistischen US-amerikanischen Wucht mittels der Organisation der Amerikanischen Staaten (OAS) geworden. Mehr dazu (52 KB)

 

09.04.2012 - DIE ILLUSIONEN VON STEPHEN HARPER

Ich glaube, ohne jemanden beleidigen zu möchten, dass der Premierminister von Kanada so heißt. Das schließe ich aus einer von einem Sprecher des Außenministeriums jenes Landes am Mittwoch der Osterwoche veröffentlichten Erklärung. Es sind knapp 200 Staaten - angeblich unabhängig -, welche zur Organisation der Vereinten Nationen gehören. Ständig wechseln sie bzw. werden gewechselt. Viele sind ehrbare Menschen und Freunde von Kuba, aber es ist unmöglich, die Details zu jedem von ihnen in Erinnerung zu behalten.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts hatte ich das Privileg, Jahre des intensiven Lernens zu durchlaufen, und wahrzunehmen, dass die Kanadier, ganz im Norden dieser Hemisphäre, sich immer respektvoll gegenüber unserem Land verhalten haben. Sie investierten in Bereichen, die für sie von Interesse waren und handelten mit Kuba, mischten sich aber nicht in innere Angelegenheiten unsers Landes ein.

Der am 1. Januar 1959 begonnene revolutionäre Prozess beinhaltete keine Maßnahmen, die ihre Interessen beeinträchtigten, diese wurden von der Revolution bei der Aufrechterhaltung von normalen, konstruktiven Beziehungen mit den Behörden jenes Landes berücksichtigt, in welchem intensive Anstrengungen für seine eigene Entwicklung unternommen wurden. Sie waren also nicht Komplizen der Wirtschaftsblockade, des Krieges und der Söldnerinvasion, die die Vereinigten Staaten gegen Kuba anwendeten. Mehr dazu (108 KB)

 

01.04.2012 - Die wunderbare Welt des Kapitalismus

Die Suche nach der politischen Wahrheit wird immer eine harte Aufgabe sein, selbst noch zur jetzigen Zeit, wo die Wissenschaft uns schon eine große Menge an Kenntnissen zur Verfügung gestellt hat. Eine der wichtigsten Erkenntnisse war, die fabelhafte Kraft der in der Materie gespeicherten Energie  kennen zu lernen und zu untersuchen.

Der Entdecker jener Energie und seiner möglichen Anwendung war ein friedfertiger und gutmütiger Mensch, der trotz seiner Ablehnung der Gewalt und des Krieges dessen Entwicklung bei den Vereinigten Staaten beantragte, die damals unter der Präsidentschaft von Franklin D. Roosevelt standen, dessen antifaschistische Haltung bekannt war. Dieser war eine Führungspersönlichkeit eines in einer tiefen Krise befindlichen kapitalistischen Landes,  zu dessen Rettung er durch harte Maßnahmen, die ihm den Hass der Extremen Rechten seiner eigenen Klasse eintrugen, beigetragen hat. Jetzt zwingt jener Staat der Welt die brutalste und gefährlichste Tyrannei auf, die je unsere zerbrechliche Gattung kennen gelernt hat.

Die aus den Vereinigten Staaten und von ihren Verbündeten der NATO eintreffenden Agenturmeldungen beziehen sich auf die von ihnen und ihren Komplizen begangenen Missetaten. Die bedeutendsten Städte der Vereinigten Staaten und von Europa widerspiegeln ständige Feldschlachten zwischen den Demonstranten und der gut ausgebildeten und ernährten Polizei, ausgerüstet mit Panzerfahrzeugen und Kampfanzügen, die Schläge, Fußtritte und Gase gegen Frauen und Männer anwendet, Arme und Hälse von jungen und alten Menschen verdreht, der Welt die feigen Aktionen zeigt, die gegen die Rechte und das Leben der Bürger ihrer eigenen Länder begangen werden. 

Bis wann können solche Grausamkeiten weitergehen?

Um nicht mich nicht über das Thema zu verbreiten, da man diese Tragödien immer öfter im Fernsehen und allgemein in der Presse zeigen wird, und diese zu dem täglichen Brot werden, das jeden Tag denjenigen verweigert wird, die am wenigsten haben, werde ich die heute erhaltene Agenturmeldung einer wichtigen westlichen Nachrichtenagentur zitieren:

„Den überprüften Berechnungen eines Regierungspaneels zufolge könnte ein Großteil der japanischen Küsten am Pazifik von einer Riesenwelle von mehr als 34 Metern (112 Fuß) Höhe überschwemmt werden, wenn sich ein mächtiges Erdbeben ereignen würde.

Jeglicher Tsunami, der von einem Erdbeben der Stärke 9 in der Senke von Nankai ausgelöst werden würde, die von der japanischen Hauptinsel Honschu bis zur südlichen Insel Kiuschu reicht, könnte 34 Meter Höhe erreichen, zeigt der Ausschuss auf. Mehr dazu (60 KB)

 

29.03.2012 - DIE NOTWENDIGKEIT, UNSERE KENNTNISSE ZU BEREICHERN

Die gefilmten Szenen des Gemetzels in Libyen, die nach und nach bekannt werden, empören aufgrund des vollkommenen Mangels an Humanismus und der plumpen Lügen, die zum Vorwand für die Invasion jenes Landes dienten und dafür, sich der Naturressourcen desselben zu bemächtigen.

Die Luftwaffe der NATO unterstützte das abscheuliche Verbrechen mit mehr als 25.000 Kampfeinsätzen.

Es wurde behauptet, dass die Regierung von Libyen Fonds im Ausland über mehr als 200 Milliarden Dollar besäße. Zum jetzigen Zeitpunkt weiß niemand, wo dieses Geld sich befindet und was aus ihm geworden ist.

Ein betrügerischer Wahlprozess sicherte den Raub der Präsidentschaft des mächtigsten Landes zugunsten von George W. Bush ab, einem Alkoholiker ohne medizinische Behandlung und ohne elementarste ethische Prinzipien, der den Abgängern von West Point anordnete, sich bereit zu halten, um überraschend und ohne vorherige Ankündigung 60 oder mehr der dunkelsten Winkel der Welt anzugreifen.

Solch ein Geistesgestörter konnte mittels eines Köfferchens über die Verwendung von tausenden von Atomwaffen entscheiden; mit einem geringen Prozentsatz von diesen hätte er dem menschlichen Leben auf dem Planeten ein Ende setzen können.

Es ist traurig, sich daran zu erinnern, dass auf der Gegenseite der US-Supermacht ein weiterer Geistesgestörter, mit drei Flaschen Wodka im Bauch, die Desintegration der UdSSR verkündete und außerdem den Abbau von mehr als 400 Atomraketenstellungen, in deren Reichweite sich alle, jenes Land bedrohenden Militärstützpunkte befanden. Mehr dazu (92 KB)

 

27.03.2012 - DIE SCHWIERIGEN ZEITEN FÜR DIE MENSCHHEIT

Die Welt ist in immer höherem Grade falsch informiert in dem Chaos von Ereignissen, die in einem auch nur jemals vermuteten Rhythmus aufeinander folgen.

Diejenigen, die wir schon ein paar Jahre länger leben und eine gewisse Begierde nach Information verspüren, können das Ausmaß an Unwissenheit bezeugen, mit dem wir den Ereignissen begegneten.

Während es einer zunehmenden Anzahl von Menschen auf dem Planeten an Wohnung, Brot, Wasser, Gesundheit, Bildung und Beschäftigung ermangelt, werden die Reichtümer der Erde für Waffen und endlose brüdermörderische Kriege verschwendet und vergeudet, was immer mehr zu einer zunehmenden und abscheulichen Praxis auf der Welt geworden ist – und sich immer mehr abspielt.

Unser ruhmreiches und heldenhaftes Volk hat trotz einer unmenschlichen Blockade, die schon mehr als ein halbes Jahrhundert andauert, niemals aufgegeben; hat gegen das unheilvolle Imperium gekämpft und wird weiter kämpfen. Das ist ein geringfügiger Verdienst von uns und unser bescheidener Beitrag.

Auf der Gegenseite unseres Planeten, wo Seoul, die Hauptstadt von Südkorea, gelegen ist, nimmt Barack Obama an einem Gipfeltreffen für nukleare Sicherheit teil, um Politikrichtlinien bezüglich der Verfügung über und Verwendung von Atomwaffen aufzuerlegen.

Es handelt sich ohne Zweifel um außergewöhnliche Ereignisse.

Mir persönlich wurden diese Realitäten nicht einfach nur zufällig bewusst. Sondern es war aufgrund der über mehr als 15 Jahre seit dem kubanischen Revolutionssieg erlebten Erfahrungen – nach der Schlacht an der Schweinebucht, der kriminellen US-Blockade, um uns mittels Hunger zum Aufgeben zu zwingen; den Piratenangriffen, den schmutzigen Machenschaften und der Atomraketenkrise im Oktober 1962, die die Welt an den Rand einer grausamen Hekatombe brachte –, dass ich zur Überzeugung gekommen bin, dass die aufrichtigen Marxisten und Christen, von denen ich viele kennen gelernt habe; unabhängig von ihrem jeweiligen politischen und religiösen Glauben um die Gerechtigkeit und den Frieden unter den Menschen kämpfen sollten und könnten. Mehr dazu (68 KB)

 

21.03.2012 - Die Wege, die zur Katastrophe führen

Diese Reflexion könnte heute, morgen oder an jeglichem anderen Tag verfasst werden, ohne Gefahr zu laufen, sich zu irren. Unsere Gattung muss neuen Problemstellungen die Stirn bieten. Als ich vor 20 Jahren auf der UN-Konferenz über Umwelt und Entwicklung von Rio de Janeiro sagte, dass eine Gattung vom Aussterben bedroht sei, hatte ich weniger Gründe als heute, um vor einer Gefahr zu warnen, die ich für eine Zeitspanne von vielleicht 100 Jahren voraussah. Damals wurde die Welt von einigen wenigen führenden Köpfen der mächtigsten Länder gelenkt. Sie applaudierten meinen Worten aus reiner Höflichkeit und fuhren in aller Gelassenheit fort, das Grab unserer Gattung zu schaufeln.

Es schien, dass auf unserem Planeten die Vernunft und die Ordnung herrschten. Seit langer Zeit schien die auf Technologie und Wissenschaft gestützte, wirtschaftliche Entwicklung das Alpha und das Omega der menschlichen Gesellschaft zu sein.

Jetzt ist alles viel klarer. Tiefgründige Wahrheiten haben sich nach und nach ihren Weg gebahnt. Knapp 200 Staaten, angeblich unabhängig, bilden die politische Organisation, der theoretisch zukommt, die Geschicke der Welt zu regieren.

Circa 25.000 Atomwaffen in Händen von verbündeten oder antagonistischen Kräften, bereit, die wechselhafte Ordnung aus Interesse oder Notwendigkeit zu verteidigen, reduzieren die Rechte von Milliarden Menschen virtuell auf Null.

Ich werde nicht in die Naivität verfallen, Russland oder China die Verantwortung für die Entwicklung dieser Art Waffen zu geben, nicht nach dem monströsen Gemetzel von Hiroshima und Nagasaki, das von Truman nach dem Tod von Roosevelt angeordnet worden ist.

Ich würde ebenfalls nicht dem Irrtum verfallen, den Holocaust zu verneinen, der  den Tod von Millionen Kindern und Erwachsenen, Männern oder Frauen, vor allem Juden, Zigeuner, Russen oder anderer Nationalitäten, bedeutete, die Opfer des Nazismus waren. Deshalb ist die infame Politik derjenigen, die dem palästinensischen Volk sein Existenzrecht verweigern,  abstoßend.

Glaubt vielleicht jemand, dass die Vereinigten Staaten in der Lage sein werden, mit jener Unabhängigkeit zu handeln, die sie vor der sie erwartenden, unvermeidlichen Katastrophe bewahren kann?   Mehr dazu (96 KB)

 

25.01.2012 - DIE GENIALITÄT VON CHÁVEZ

Präsident Chávez hat dem Parlament von Venezuela seinen Jahresbericht 2011 und das in diesem Jahr zu verwirklichende Programm vorgelegt. Nachdem er rigoros die für diese wichtige Handlung erforderlichen Formalitäten erfüllt hatte, sprach er im Parlament zu den Mitgliedern der offiziellen Staatsgewalt, den Parlamentariern aller Parteien und zu den Anhängern und Gegnern, die bei diesem so erhabenen Festakt des Landes zusammenkommen.

Der bolivarianische Regierungschef war, wie gewöhnlich, allen Anwesenden gegenüber liebenswürdig und respektvoll. Wenn irgendjemand sich zu irgendeiner Erläuterung zu Wort meldete, erteilte er es diesem sofort. Als eine Parlamentarierin, die ihn genau wie andere Gegner freundlich gegrüßt hatte, ums Wort bat, unterbrach er seinen Bericht und erteilte es ihr, in einer Geste von besonderer politischer Größe. Die äußerste Härte, mit der der Präsident gerügt wurde, mit Sätzen, die seine Höflichkeit und Kaltblütigkeit auf die Probe stellten, erregte meine Aufmerksamkeit. Jene Worte stellten unbestreitbar eine Beleidigung dar, selbst wenn dies nicht die Absicht der Parlamentarierin gewesen wäre. Allein er war in der Lage, mit Gelassenheit auf die beleidigende Bezeichnung „Dieb“ zu antworten, die sie verwendete, um das Verhalten des Präsidenten aufgrund der verabschiedeten Gesetze und getroffenen Maßnahmen zu beurteilen.

Nachdem er sich über das genau verwendete Wort vergewissert hatte, antwortete er auf den individuellen Antrag zur Debatte elegant und friedfertig mit einem Sprichwort „Águila no caza moscas“ (wörtlich: Ein Adler fängt keine Fliegen) und ohne noch ein Wort zu verlieren, führte er ruhig seine Darlegungen fort.

Das war ein unübertrefflicher Beweis eines regen Geistes und der Selbstbeherrschung. Eine andere Frau, unumstritten von einfacher Herkunft, brachte mit bewegten und tiefgründigen Worten ihr Erstaunen über das, was sie gesehen hatte, zum Ausdruck, wodurch der Beifall der großen Mehrheit der dort Anwesenden losbrach, und der war so stark, dass er von allen Freunden und von vielen der Gegner des Präsidenten zu kommen schien. Mehr dazu (108 KB)

 

24.01.2012 - DIE IHNEN NICHT IN DEN SCHOSS GEFALLENE FRUCHT

Kuba war gezwungen, gegenüber einer nur ein paar Meilen von seiner Küste entfernten expansionistischen Macht um seine Existenz zu kämpfen. Eine Macht, die die Annexion unserer Insel erklärt hatte, deren einziges Schicksal darin bestand, wie eine reife Frucht in ihren Schoß zu fallen. Wir waren dazu verdammt, nicht als Nation zu existieren.

In der glorreichen Schar von Patrioten, die in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts gegen den von Spanien über 300 Jahre aufgezwungenen, verhassten Kolonialismus gekämpft haben, war José Martí derjenige, der am deutlichsten solch dramatisches Schicksal wahrgenommen hat. So hat er dies in seinen letzten Zeilen festgehalten, als er, kurz vor dem geplanten Kampf gegen eine tapfere und gut bewaffnete spanische Kolonne, erklärte, dass das grundlegende Ziel seines Kampfes sei „...mit der Unabhängigkeit Kubas rechtzeitig zu verhindern, dass sich die Vereinigten Staaten über die Antillen ausbreiten und, mit dieser weiteren Kraft, über unsere Länder von Amerika herfallen. Was ich bis heute getan habe und tun werde, ist dafür."

Ohne diese tiefe Wahrheit zu verstehen, kann man heute weder Patriot noch Revolutionär sein.

Die Massenmedien, das Monopol über viele technische Ressourcen sowie die erheblichen Mittel, die der Massentäuschung und -verwirrung gewidmet werden, sind zweifellos große, aber nicht unüberwindbare Hindernisse.

Kuba hat gezeigt, dass es möglich war – sogar ausgehend von seiner Stellung als koloniale Faktorei der USA und außerdem  dem weit verbreiteten Analphabetismus und der allgemeinen Armut seines Volkes –, jenem Land die Stirn zu bieten, das mit der unwiderruflichen Absorption der kubanischen Nation drohte. Niemand kann auch nur behaupten, dass es eine gegen das Imperium gerichtete nationale Bourgeoisie gab, da letztere sich diesem so nahe stehend entwickelte, dass sie  kurz nach dem Sieg der Revolution sogar vierzehntausend Kinder ohne jeglichen Schutz in die Vereinigten Staaten geschickt hat, obwohl dieses Vorgehen mit der perfiden Lüge verbunden war, dass die elterliche Sorge entzogen werden würde. Diese Aktion ist in die Geschichte als Operation Peter Pan eingegangen und wurde als die größte, in der westlichen Hemisphäre verwirklichte Intrige zur Manipulation von Kindern zu politischen Zwecken bezeichnet. Mehr dazu (96 KB)

 

12.01.2012 - Der Weltfrieden hängt am seidenen Faden

Gestern habe ich die Freude genossen, mich in aller Gelassenheit mit Mahmoud Ahmadinejad unterhalten zu können. Ich hatte ihn seit September 2006 nicht mehr gesehen, d.h. seit mehr als fünf Jahren, als er unser Land besuchte, um am 14. Gipfeltreffen der Blockfreien Länder in Havanna teilzunehmen, wo Kuba zum zweiten Mal für die vorgesehene Frist von drei Jahren für die Präsidentschaft  dieser Organisation gewählt wurde.

Ich war am 26.Juli 2006, einen Monat vor demselben, schwer erkrankt , und konnte mich kaum im Bett aufrichten. Mehrere der am Event teilnehmenden hervorragendsten Führungspersönlichkeiten waren so freundlich, mich zu besuchen. Chávez und Evo mehrere Male. An einem Mittag kamen vier, an die ich mich immer erinnere: Kofi Annan, Generalsekretär der UNO; Abdelaziz Buteflika, ein alter Freund, Präsident von Algerien;   Mahmoud Ahmadinejad, Präsident des Iran; und ein stellvertretender Außenminister der chinesischen Regierung und jetzt Außenminister dieses Landes, Yang Jiechi, in Vertretung von Hu Jintao, Parteivorsitzender der Kommunistischen Partei und Präsident der Volksrepublik China. Das war wirklich ein bedeutender Augenblick für mich, der ich damals gerade unter großen Anstrengungen meine rechte Hand heilgymnastisch behandelte, die beim Unfall, d.h. beim Sturz in Santa Clara ernsthaft Schaden erlitten hatte.   

Mit den vier habe ich Aspekte jener Probleme kommentiert, welche die Welt zu jenem Zeitpunkt konfrontierte. Diese sind übrigens immer komplizierter und schwieriger geworden.

Beim gestrigen Treffen sah ich den iranischen Präsidenten völlig gelassen und ruhig, vollkommen gleichgültig gegenüber den Drohungen der USA, im kompletten Vertrauen auf die Fähigkeit seines Volkes, jeglicher Aggression zu begegnen, und auf die Wirksamkeit und Leistungsfähigkeit der Waffen - die sie zum Großteil selbst herstellen-, um den Aggressoren einen unbezahlbaren Preis abzuverlangen. Mehr dazu (104 KB)

 

08.01.2012 - DER BESTE PRÄSIDENT FÜR DIE VEREINIGTEN STAATEN

Eine bekannte europäische Nachrichtenagentur hat  gestern aus Sydney, Australien, Folgendes übermittelt: „Ein australisches Forscherteam der Universität von New South Wales hat die Erfindung eines Stromkabels angekündigt, das zehntausend Mal feiner als ein Haar und zur gleichen Stromübertragung wie ein traditionelles Kupferkabel fähig ist.“

„…Bent Weber, Leiter des an der australischen Universität verwirklichten Projekts,  erläuterte in einer in der Zeitschrift Science veröffentlichten Arbeit, dass ‘die Möglichkeit, Kabelverbindungen in diesem mikroskopischen Maßstab verwirklichen zu können, wesentlich für die Entwicklung der zukünftigen elektronischen Schaltkreise ist’“.

„Das Kabel wurde von australischen und US-amerikanischen Physikern mittels Phosphoratomketten in einem Siliziumkristall erschaffen: das Nanokabel hat eine Breite von nur vier Atomen und eine Höhe von einem.“

„Diese Entdeckung ist wesentlich im internationalen Wettlauf zur Entwicklung des ersten  ‘Quantencomputers’, superschnelle Automaten, die in der Lage sind, enorme Datenmengen in wenigen Sekunden zu verarbeiten – z. B. eine Berechnungsreihe, die mit den jetzigen Computern Jahre, oder sogar Jahrzehnte dauern würde.

In einem traditionellen Kupferkabel wird der Strom erzeugt, wenn die Kupferelektronen im gesamten Leiter fließen – aber je feiner das Kabel bzw. der Leiter, desto größer der Widerstand gegen den elektrischen Strom. Mehr dazu (88 KB)

 

04.01.2012 - SO WIRD IN DEN ABGRUND GERANNT

Es ist nicht eine Frage des Optimismus oder Pessimismus, ob man elementare Dinge weiß oder sie ignoriert, für die Ereignisse verantwortlich ist oder nicht. Diejenigen, die beanspruchen, sich für Politiker zu halten, sollten auf den Müllplatz der Geschichte geworfen werden, da sie doch in der Regel in dieser Tätigkeit alles oder fast alles nicht beachten, was mit ihr im Zusammenhang steht.

Ich spreche natürlich nicht über diejenigen, die über mehrere Jahrtausende die öffentlichen Angelegenheiten in Instrumente der Macht und des Reichtums für die privilegierten Klassen verwandelt haben, Tätigkeit, bei der Rekorde der Grausamkeit auferlegt wurden während der letzten acht- bis zehntausend Jahre, über die sichere Information über das soziale Verhalten unserer Gattung vorhanden ist, deren Existenz als denkende Wesen gemäß den Wissenschaftlern knapp 180.000 Jahre überschreitet.

Es ist nicht meine Absicht, mich in solche Themen zu versenken, die sicherlich fast hundert Prozent aller Menschen langweilen würden, welche ständig über die Medien mit Nachrichten bombardiert werden, angefangen beim geschriebenen Wort  bis hin zu dreidimensionalen Filmen, die man in teuren Kinos vorzuführen beginnt, und der Tag, wo diese auch bei den an sich schon fabelhaften Fernsehbildern überwiegen werden, ist nicht mehr fern.  Es ist kein Zufall, dass die so genannte Unterhaltungsindustrie ihren Sitz im Herzen des Imperiums hat, das uns alle tyrannisiert. Mehr dazu (164 KB)

 

13.11.2011 - Völkermord-Zynismus - (Zweiter und abschließender Teil)

Um das Potential der UdSSR in ihren Bestrebungen zu veranschaulichen, die Parität mit dem Vereinigten Staaten auf diesem Gebiet zu erhalten, genügt es darauf hinzuweisen, dass es bei ihrem Zerfall im Jahr 1991 in Weißrussland 81, in Kasachstan 1400 und in der Ukraine circa 5000 Atomsprengköpfe gab, die in den Besitz der Russischen Föderation übergangen sind, der einzige Staat, der in der Lage war, die hohen Kosten zu aufzubringen, um seine Unabhängigkeit zu erhalten.

Aufgrund der START- und SORT- Abkommen über die Reduzierung von Atomwaffen, die zwischen den beiden großen Kernmächten unterzeichnet wurden, hat sich deren Anzahl um mehrere Tausend verringert.

Ein neues Abkommen dieser Art wurde zwischen beiden Mächten 2010 unterzeichnet.

Seitdem wurden die größten Anstrengungen zur Perfektionierung der Mittel zur Lenkung, Reichweite, Präzision und Täuschung der gegnerischen Verteidigung unternommen. Immense Summen werden in den militärischen Bereich investiert.

Sehr wenige Menschen auf der Welt, außer einzelne Denker und Wissenschaftler, sind sich darüber bewusst und warnen, dass allein die Explosion von 100 strategischen Atomwaffen ausreichend wäre, um das menschliche Leben auf der Welt auszulöschen. Die große Mehrheit würde infolge des nuklearen Winters, der entstehen würde, ein so unerbittliches wie schreckliches Ende haben.

Es sind acht Länder, die zurzeit Atomwaffen besitzen, fünf davon sind Mitglieder des Sicherheitsrates: Die Vereinigten Staaten, Russland, das Vereinigte Königreich, Frankreich und China. Indien und Pakistan sind jeweils 1974 und 1998 in die Kategorie der Ländern eingereiht worden, die im Besitz von Atomwaffen sind. Diese sieben oben Genannten anerkennen diese Einstufung.

Im Gegensatz dazu hat Israel den Charakter als Kernwaffen besitzendes Land nie erkannt. Trotzdem wird eingeschätzt, dass dieses Land zwischen 200 und 500 Waffen dieser Art besitzt, ohne dass es sich betroffen fühlt, wenn die Öffentlichkeit über die schwerwiegenden Probleme beunruhigt ist, die die Auslösung eines Krieges in der Region verursachen würde, wo ein großer Teil der Energie erzeugt wird, die Industrie und Landwirtschaft der Erde in Bewegung halten. Mehr dazu (76 KB)

 

12.11.2011 - VÖLKERMORD-ZYNISMUS - (ERSTER TEIL)

Keine vernünftige Person, vor allem jene, die Zugang zu elementaren Kenntnissen der Grundschule hatte, wäre damit einverstanden, unserer Gattung, vor allem den heutigen Kindern, Teenagern oder Jugendlichen heute, morgen und für immer das Recht auf Leben abzuerkennen. Nie zuvor haben die Menschen, als mit Intelligenz ausgestatteten Wesen, in der Geschichte mit all ihren  Höhen und Tiefen so eine Erfahrung erlebt.

Ich fühle mich verpflichtet, all jenen, die sich die Mühe machen, diese Reflexionen zu lesen, meinen Standpunkt zu übermitteln, dass wir alle ohne Ausnahme die Pflicht haben, der Menschheit die Risiken bewusst zu machen, die aufgrund unverantwortlicher Entscheidungen von Politikern unerbittlich auf eine endgültige und totalen Katastrophe hinauslaufen; von Politikern, denen eher durch blinden Zufall und weniger durch ihre Begabung oder ihr Verdienst das Schicksal der Menschheit in die Hände gelegt wurde.  

Seien die Bürger ihres Landes Anhänger eines Glaubens oder nicht, kein zurechnungsfähiger Mensch würde damit einverstanden sein, dass seine Kinder oder nahe stehende Verwandte ganz plötzlich oder als Opfer unter grässlichen und qualvollen Leiden sterben.

Nach den verabscheuungswürdigen Verbrechen, die die Organisation des Nordatlantikpakts unter der Schirmherrschaft der Vereinigten Staaten und der reichsten Länder Europas immer häufiger begeht, hat sich die Aufmerksamkeit der Welt auf das Treffen des G-20 konzentriert, wo es galt, die tiefe Wirtschaftkrise zu analysieren, die heute alle Nationen betrifft. Die internationale Öffentlichkeit, und vor allem die europäische, warteten auf eine Antwort auf die tiefe Wirtschaftskrise, die mit ihren tiefgreifenden sozialen sowie klimatischen Auswirkungen alle Einwohner des Planeten bedroht. Bei diesem Treffen sollte entschieden werden, ob der Euro als einheitliche Währung für die Mehrheit Europas erhalten bleibt, aber auch,  ob einige Länder in der Gemeinschaft bleiben können oder nicht. Mehr dazu (76 KB)

 

09.11.2011 –DER ÜBERWÄLTIGENDE SIEG VON DANIEL UND DER FSLN

Vor 72 Stunden, am Sonntag dem 6. November, haben allgemeine Wahlen stattgefunden, bei denen Daniel Ortega und der FSLN (Sandinistische Nationale Befreiungsfront) von Nicaragua einen überwältigenden Sieg erreicht haben.

Der blinde Zufall wollte, dass am darauf folgenden Tag das 94. Jubiläum der ruhmreichen Sowjetischen Sozialistischen Revolution begangen wurde. Russische Arbeiter, Bauern und Soldaten haben unauslöschliche Seiten in der Geschichte geschrieben und der Name von Lenin wird sich für immer unter allen jenen Männern und Frauen auszeichnen, die von einem gerechten Schicksal für die Menschheit träumen.

Diese Themen sind immer komplizierter und nie werden die Bemühungen ausreichend genug sein, die in die Erziehung und Ausbildung   der neuen Generationen investiert werden. Deshalb widme ich heute diese Seiten, um dieses Ereignis zu kommentieren, inmitten von so vielen anderen, die täglich auf der Welt vorkommen und über die uns auf solch einer zunehmenden Anzahl von Wegen Nachrichten zukommen, die wir uns vor ein paar Jahrzehnten kaum vorstellen konnten.

Ich muss sagen, dass die Wahlen in Nicaragua auf traditionelle und bürgerliche Art durchgeführt wurden, die absolut nicht gerecht oder gleichmäßig ist, da in der Regel die oligarchischen, den nationalen Interessen feindlichen und proimperialistisch eingestellten Bevölkerungsgruppen das Monopol über die wirtschaftlichen Mittel und die Ressourcen der Werbung und Propaganda  besitzen, die im allgemeinen, und besonders in unserer Hemisphäre, im Dienst der politischen und militärischen Interessen des Imperiums stehen, weswegen das Ausmaß des sandinistischen Sieges noch höher einzuschätzen ist. Mehr dazu (80 KB)

 

02.11.2011 - DAS TREFFEN DER G-20

Morgen beginnt das Treffen der G-20, d.h., das Treffen einerseits der reichsten Länder des Planeten, mit dem höchsten Entwicklungsstand: die Vereinigten Staaten, Kanada, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und die Europäische Union als gesonderte Einrichtung mit Teilnahmerecht, die das grundsätzliche Bollwerk der NATO sind, in Verbindung mit ihren Verbündeten Japan, Südkorea, Australien und der Türkei, in ihrer doppelten Eigenschaft als Entwicklungsland und NATO-Mitglied, sowie Saudiarabien - ein riesiger Speicher von Leichtöl in den Händen der transnationalen Konzerne des Westens, die dort täglich 9,4 Mio. Barrels fördern, deren Wert zum gegenwärtigen Preis jeden Tag eine Milliarde US-Dollar beträgt. Diese auf einer Seite des Tisches und auf der anderen Seite eine Gruppe von Ländern mit zunehmendem wirtschaftlichen und politischen Gewicht, die in der Tat, aufgrund der Anzahl ihrer Bewohner und ihrer Naturressourcen, zu einem Ausdruck der Interessen der Mehrheit unserer leidenden und ausgeplünderten Welt werden: die Volksrepublik China, die Russische Föderation, Indien, Indonesien, Südafrika, Brasilien, Argentinien und Mexiko.

Spanien, auch ein Nato-Bündnispartner, ist nur „Land mit Gaststatus“.

Es handelt sich um ein Treffen zwischen den großen Produzenten von Maschinen, Ausrüstungen und Industrieerzeugnissen und den großen Rohstoff-Lieferanten, die während eines halben Millenniums nach der Eroberung europäische Kolonien waren und im letzten Jahrhundert die ehemaligen Metropolen mit landwirtschaftlichen und mineralischen Produkten und Energie-Trägern belieferten, wobei sie Opfer eines unbarmherzigen und  unfairen Austausches gewesen sind.

Diese dunkle Periode der Geschichte besteht, seitdem die Nachkommen der barbarischen Stämme, die Europa bewohnten, mit Schwertern, Armbrüsten und Arkebusen bewaffnet, diese Halbkugel „entdeckten“ und eroberten.

Die von der so genannten westlichen Welt dermaßen gerechtfertigten „Entdecker“ - als ob ein Teil der Menschheit nicht schon seit 40 000 Jahren auf diesem Kontinent leben würde -, hatten vor, nach einer kürzeren Route für den Handel mit China zu suchen. Mehr dazu (84 KB)

 

01.11.2011 - DIE NATO IN DER VÖLKERMORD-ROLLE (Fünfter Teil)

Am 9. März dieses Jahres habe ich unter dem Titel  „Die NATO, der Krieg, die Lüge und die Geschäfte“ eine neue Reflexion über die Rolle dieser kriegerischen Organisation veröffentlicht.

Hier nun die wichtigsten Abschnitte jener Reflexion:

„Wie einige wissen, hat Muammar al-Gaddhafi, ein arabisch-beduinischer Militär von eigentümlichem Charakter und von den Ideen des ägyptischen Führers Gamal Abdel Nasser inspiriert, im September 1969 eine Bewegung innerhalb der Streitkräfte gefördert, die König Idris I. von Libyen stürzte, ein Land, dessen Territorium fast vollkommen aus Wüste besteht, das wenig bevölkert ist und im Norden von Afrika, zwischen Tunesien und Ägypten liegt.“

„In einer beduinischen nomadischen Schäferfamilie in der Wüste der Region Tripolis geboren, war Gaddhafi ein großer Gegner des Kolonialismus.“

„…die Gegner von Gaddhafi versichern, dass er sich als Student durch seine Klugheit auszeichnete. Wegen seiner antimonarchischen Aktivitäten wurde er vom Lyzeum verwiesen. Es ist ihm gelungen, sich in einem anderen Lyzeum einzuschreiben und später, mit 21 Jahren, an der Universität von Bengasi sein Jurastudium abzuschließen. Danach tritt er in die Militärschule von Bengasi ein, in der er die so genannte Geheime Bewegung der Freien Offiziere gründete. Er beendete sein Studium an einer britischen Militärakademie.“

„Er hat sein politisches Leben mit unbestreitbar revolutionären Taten begonnen.

Im März 1970, nach massiven nationalistischen Demonstrationen, erreichte er den Abzug der britischen Soldaten aus seinem Land, und im Juni räumten die Vereinigten Staaten den großen Luftwaffenstützpunkt in der nähe von Tripolis und übergaben ihn Militärberatern aus Ägypten, einem mit Libyen verbündetem Land.

1970 sind einige westliche Öl- und Bankgesellschaften mit ausländischem Kapitalanteil durch die Revolution beeinträchtigt worden. Ende 1971 erlitt die gut bekannte British Petroleum das gleiche Schicksal. Im Agrarsektor wurden alle italienischen Güter beschlagnahmt und die Siedler und deren Angehörige aus Libyen verwiesen.“ Mehr dazu (128 KB)

 

30.10.2011 - DIE GROSSTAT VON GUADALAJARA

Ich unterbreche kurz meine politischen Analysen, um diesen Platz der Großtat der kubanischen Athleten bei den 16. Panamerikanischen Spielen zu widmen.

Die Olympischen Spiele und die mit ihnen im Zusammenhang stehenden internationalen Sportwettbewerbe, welche bei Milliarden Menschen so viel Interesse erwecken, haben eine wunderschöne Geschichte aufzuweisen, die trotz der ihnen zugefügten Schmach nicht vergessen werden sollte.

Der Beitrag des Schöpfers der Olympischen Spiele war besonders rein und klar, sogar noch mehr als der von Nobel, der zu einem bestimmten Zeitpunkt seines Lebens auf der Suche nach einem wirksamen Produktionsmittel den Sprengstoff erzeugt hat, mit dessen finanziellen Gewinn diejenigen, die zur Ausführung seines Willens zu Gunsten des Friedens auserwählt wurden, sowohl einen hervorragenden Wissenschaftler oder Schriftsteller prämiieren, als auch das Oberhaupt eines Imperiums, das den Mord eines Gegners in Anwesenheit seiner Familie, die Bombardierung eines Stamms in Zentralasien oder eines kleinen unabhängigen Landes in Nordafrika, sowie  die Ausrottung seiner Führungsorgane befiehlt. 

Baron Pierre de Coubertin war der Schöpfer der modernen Olympischen Spiele; von aristokratischer Herkunft und in Frankreich geboren, einem kapitalistischen Land, wo ein Bauer, ein Arbeiter oder ein Handwerker in jener Gesellschaft keinerlei Möglichkeit hatte, solch eine Aufgabe wie diese in Angriff zu nehmen.

Er ist den Wünschen seiner Familie nicht nachgekommen, wurde kein Armeeoffizier und hat nicht an der Militärakademie weiterstudiert sondern sich der Erziehungswissenschaft gewidmet. Sein Leben erinnert gewissermaßen an das von Darwin, dem Entdecker der Gesetze der natürlichen Evolutionstheorie. Coubertin wurde Jünger eines anglikanischen Pastors, gründete die erste, dem Sport gewidmete Zeitschrift und erreichte, dass die französische Regierung sie mit in die Weltausstellung von 1889 aufnahm.

Er begann davon zu träumen, Sportler aller Länder unter dem Prinzip der Einheit und der brüderlichen Freundschaft zu einem Wettkampf zu versammeln, Sportler, die nur von gemeinnützigen Zielen und dem  Wunsch beseelt sind, Ruhm zu erreichen.

Seine Ideen wurden am Anfang nicht ganz begriffen, aber er hat darauf beharrt. Er ist durch die Welt gereist und hat über Frieden und Einheit zwischen den Völkern und den Menschen gesprochen. Mehr dazu (68 KB)

 

28.10.2011 - DIE NATO IN DER VÖLKERMORD-ROLLE (Vierter Teil)

 Am 2. März habe ich unter dem Titel „Der unvermeidliche Krieg der NATO“ Folgendes geschrieben:

„Im Unterschied zu dem, was in Ägypten und Tunesien geschieht, nimmt Libyen den ersten Platz bei den Kennziffern der Humanentwicklung in Afrika ein und weist die höchste Lebenserwartung auf dem Kontinent auf. Dem Bildungs- und Gesundheitswesen widmet der Staat besondere Aufmerksamkeit. Das Bildungsniveau der Bevölkerung ist zweifellos höher. Die Probleme liegen auf anderer Ebene […] Das Land benötigte viele ausländische Arbeitskräfte, um die ehrgeizigen Pläne im produktiven und sozialen Bereich zu realisieren.“

„Es verfügte über enorme Einkommen und Reserven konvertierbarer Währungen auf den Banken der reichen Ländern, mit denen es Bedarfsgüter und sogar hoch entwickelte Waffen kaufte, die genau von denselben Ländern geliefert worden sind, die heute Libyen im Namen der Menschenrechte überfallen wollen.“

„Die riesige, von den Massenmedien entfesselte Lügenkampagne verursachte eine große Verwirrung in der Weltöffentlichkeit. Die Zeit wird vergehen, bevor man genau rekonstruieren kann, was wirklich in Libyen geschehen ist, und bevor man die echten von den falschen Ereignissen unterscheiden werden kann, die verbreitet wurden.“

„Die USA und ihre Hauptverbündeten haben höchst ausgeklügelte Mittel benutzt, um entstellte Informationen über die Ereignisse zu verbreiten, aus denen man die Wahrheit herausfinden musste.“

„Der Imperialismus und die NATO – ernsthaft über die  revolutionäre Welle besorgt, die die arabischen Länder erfasst hat, wo ein großer Teil des Erdöls erzeugt wird, das die konsumorientierten Wirtschaften der entwickelten und reichen Ländern  aufrecht erhält – versäumten es nicht, den inneren Konflikt in Libyen auszunutzen, um eine militärische Intervention voranzutreiben.“ Mehr dazu (84 KB)

 

26.10.2011 - DIE NATO IN DER VÖLKERMORD-ROLLE (Dritter Teil)

Am 23. Februar habe ich unter dem Titel „Totentanz des Zynismus“ Folgendes erklärt:

„Die von den Vereinigten Staaten und ihren Verbündeten der NATO aufgezwungene Ausplünderungspolitik im Mittleren Osten ist in Krise.“

„Wegen dem Verrat von Anwar El-Sadat  in Camp David hat der palästinensische Staat trotz der UNO-Abkommen vom November 1947 nie existieren können, und Israel hat sich zu einer starken, mit der US-Regierung und der NATO verbündeten Atommacht entwickelt.“

„Der militärische Industriekomplex der USA lieferte Israel, und selbst den von ihm unterworfenen und gedemütigten arabischen Ländern, zig Milliarden Dollar jährlich.“

„Der Geist ist aus der Flasche herausgekommen und die NATO weiß nicht, wie sie ihn kontrollieren kann.

Sie werden versuchen, den höchstmöglichen Nutzen aus den bedauerlichen Ereignissen in Libyen herauszuholen. Niemand könnte in diesem Moment wissen, was dort gerade geschieht. Alle Angaben und Versionen, bis hin zu den Unglaubwürdigsten, wurden durch das Imperium über die Massenmedien veröffentlicht und haben das Chaos und die Desinformation verbreitet.

Es ist offensichtlich, dass ein Bürgerkrieg in Libyen stattfindet. Warum und wie wurde derselbe entfesselt?  Wer wird die Folgen erleiden?  Die Agentur Reuter hat die Meinung einer bekannten Bank in Japan, der Nomura-Bank, weiterverbreitet und erklärt, dass der Erdölpreis jede Grenze überschreiten könnte.“

„ …Was wären die Folgen inmitten der  Nahrungskrise?

Die Führungskräfte der NATO sind exaltiert. Wie ANSA mitteilte, hat der britische Premierminister David Cameron ‚… in einer Rede in Kuwait zugegeben, dass sich die westlichen Länder geirrt hätten, als sie undemokratische Regierungen in der arabischen Welt unterstützt haben’.“

„Sein französischer Kollege Nicolás Sarkozy erklärte: ‚Die lang anhaltende brutale und blutige Unterdrückung der Zivilbevölkerung in Libyen ist abstoßend’.

Der italienische Außenminister Frattini erklärte die Zahl von tausend Toten in Tripolis als ‚glaubwürdig’ […] ‚diese tragische Ziffer ist ein Blutbad’.

Hillary Clinton erklärte: ‚…das ‚Blutbad’ ist ‚völlig inakzeptabel’ und ‚es muss aufhören’…“

Ban Ki-moon äußerte: ‚Die in diesem Land vorhandene Gewaltanwendung ist absolut inakzeptabel’. Mehr dazu (112 KB)

 

24.10.2011 - DIE NATO IN DER VÖLKERMORD-ROLLE (II)

Vor ungefähr acht Monaten, am 21. Februar dieses Jahres, habe ich voller Gewissheit Folgendes behauptet: „Der Plan der Nato besteht darin, Libyen zu besetzen“. Unter diesem Titel habe ich zum ersten Mal dieses Thema in einer Reflexion angeschnitten, deren Inhalt ein Produkt der Fantasie schien.

Jetzt wiederhole ich hier jene Einschätzungen, die mich zu jener Schlussfolgerung geführt haben.

„Das Erdöl wurde zum hauptsächlichen Reichtum in den Händen der großen transnationalen US-Unternehmen; mit dieser Energiequelle haben sie über ein Instrument verfügt, das ihre politische Macht auf der Welt deutlich erhöhte.“

„Auf der Grundlage dieser Energiequelle hat sich die heutige Zivilisation entwickelt. Venezuela war das Land in dieser Hemisphäre, das den höchsten Preis bezahlte. Die Vereinigten Staaten bemächtigten sich der enormen Vorkommen, mit denen dieses Bruderland von der Natur gesegnet worden ist.

Nach dem Ende des letzten Weltkriegs begann die Erdölförderung im Iran, in Saudi-Arabien, im Irak und in den umliegenden arabischen Ländern. Diese wurden zu den Hauptlieferanten. Der Weltverbrauch steigerte sich bis zu der fabulösen Menge von ungefähr 80 Millionen Barrels täglich, einschließlich der Fördermenge in den Vereinigten Staaten, zu der in jüngster Zeit noch Gas, Wasserkraft- und Kernenergie hinzukamen.“

„Die Verschwendung des Erdöls und des Erdgases sind mit einer der größten Tragödien der Menschheit verbunden, mit dem Klimawandel, einem absolut noch nicht gelösten Problem.“

„Im Dezember 1951 war Libyen das erste afrikanische Land, das nach dem Zweiten Weltkrieg seine Unabhängigkeit erreichte. In jenem Krieg war es Schauplatz bedeutender Schlachten zwischen deutschen und britischen Truppen gewesen…“ Mehr dazu (72 KB)

 

23.10.2011 - DIE NATO IN DER VÖLKERMORD-ROLLE

Jenes brutale Bündnis ist zum verräterischsten Repressionsinstrument geworden, das die Menschengeschichte je kennen gelernt hat.

Die NATO hat diese globale Unterdrückungsrolle übernommen, sobald die UdSSR, die den Vereinigten Staaten zu ihrer Gründung als Vorwand gedient hat, ihre Existenz aufgegeben hatte. Ihre kriminelle Absicht wurde schon in Serbien offensichtlich, einem Land slawischen Ursprungs, dessen Volk im Zweiten Weltkrieg so heroisch gegen die Nazi-Truppen gekämpft hat. 

Als die Länder jener unheilvollen Organisation im März 1999, in ihren Bemühungen zur Desintegration von Jugoslawien nach dem Tod von Josip Broz Tito, ihre Truppen zur Unterstützung der Sezessionisten von Kosovo entsandt haben, stießen sie auf starken Widerstand jener Nation, deren erfahrene Streitkräfte intakt waren.

Die Yankee-Regierung griff auf Anraten der rechtsgerichteten spanischen Regierung von José María Aznar die Fernsehsender von Serbien an, die Brücken über die Donau und Belgrad, die Hauptstadt jenes Landes. Die Botschaft der Volksrepublik China wurde durch die Bomben der Yankees zerstört, mehrere der Beamten kamen um, und ein Irrtum - wie von den Autoren behauptetet wurde – war unmöglich gewesen. Zahlreiche serbische Patrioten verloren ihr Leben.  Niedergedrückt durch die Macht der Aggressoren und die Auflösung der UdSSR kam Präsident Slobodan Miloševiс den Forderungen der NATO nach und lieЯ die Anwesenheit von Truppen jenes Bьndnisse innerhalb von Kosovo, unter dem Mandat der UNO, zu, was schlieЯlich zu seiner politischen Niederlage gefьhrt hat und seiner Aburteilung vor dem absolut nicht unparteiischen Gerichtshof von Den Haag. Er starb merkwьrdigerweise im Gefдngnis.  Wenn die serbische Fьhrungspersцnlichkeit einige wenige Tage mehr standgehalten hдtte, wдre die NATO in eine schwerwiegende Krise eingetreten, die beinahe ausgebrochen wдre. So verfьgte das Imperium ьber viel mehr Zeit, um den ihm immer mehr untertдnigen Mitgliedern jener Organisation seine Hegemonie aufzuzwingen.

In der Zeitspanne vom 21. Februar bis zum 27. April des laufenden Jahres habe ich auf der Website CubaDebate neun Reflexionen zum Thema veröffentlicht, in denen ich umfassend die Rolle der NATO in Libyen bzw. das, was meines Erachtens geschehen würde, behandelt habe. Mehr dazu (60 KB)

 

18.10.2011 - DIE ZWEI VENEZUELAS

Gestern sprach ich über jenes mit dem Imperium verbündete Venezuela, wo Posada Carriles und Orlando Bosch die brutale Explosion eines Flugzeuges von Cubana während des Flugs organisierten, die den Tod und das Verschwinden aller seiner Passagiere verursachte, einschließlich der Fecht-Jugendmannschaft, die bei der von jenem Land ausgetragenen Meisterschaft von Mittelamerika und der Karibik alle Goldmedaillen gewonnen hatte. Jetzt, während der Panamerikanischen Spiele in Guadalajara, kommt uns die Erinnerung an diese Jugendlichen und stimmt uns traurig.  

Es war nicht das Venezuela von Rómulo Gallegos und Andrés Eloy Blanco, sondern das vom abtrünnigen, verräterischen und  giftigen Rómulo Betancourt, neidisch auf die Kubanische Revolution, Verbündeter des Imperialismus, das so viel zu den Angriffen gegen unser Vaterland beigetragen hat. Nach Miami war jener Erdölbesitz der Vereinigten Staaten der hauptsächliche Mittelpunkt der Konterrevolution gegen Kuba; er ist in der Geschichte für einen wichtigen Teil des imperialistischen Abenteuers der Schweinebucht, der Wirtschaftsblockade und der Verbrechen gegen unser Land verantwortlich. So begann das dunkle Zeitalter, das an dem Tag endete, als Hugo Chávez den Amtseid auf jene „im Sterben liegende Verfassung“ leistete, die der ehemalige Präsident Rafael Caldera in seinen zittrigen Händen hielt.

40 Jahre waren seit dem Sieg der Kubanischen Revolution vergangen und über ein Jahrhundert der Ausplünderung durch die Yankees des Erdöls, der natürlichen Ressourcen und des Schweißes der Venezolaner.

Viele von ihnen sind in der Unwissenheit und dem Elend gestorben, welche von den Kanonenbooten der Vereinigten Staaten und Europa aufgezwungen wurden.

Es gibt glücklicherweise das andere Venezuela, das von Bolívar und Miranda, das von Sucre und einer Legion von hervorragenden Führungskräften und Denkern, die fähig gewesen sind, das große lateinamerikanische Vaterland zu entwerfen und zu planen, dem wir uns angehörig fühlen und in dessen Namen wir über ein halbes Jahrhundert von Angriffen und Blockaden widerstanden haben.

„… rechtzeitig durch die Unabhängigkeit von Kuba zu verhindern, dass sich die Vereinigten Staaten auf die Antillen ausbreiten und mit verstärkter Gewalt über unsere Länder von Amerika herfallen. Alles was ich bis heute getan habe, und noch tun werde, geschieht zu diesem Zweck”, eröffnete José Martí, der Apostel unserer Unabhängigkeit, einen Tag vor seinem Tod im Kampf.

Genau in diesen Tagen befindet sich unter uns Hugo Chávez, wie jemand, der ein Stück des großen, von Simón Bolivar geplanten, lateinamerikanischen und karibischen Vaterlandes besucht. Er versteht besser als irgend jemand den Grundsatz von Martí, dass das, „… was er nicht fertig gestellt hat, noch heute unbeendet ist:  denn Bolivar hat in Amerika noch viel zu tun.“

Wir haben uns gestern und heute lange unterhalten. Ich erklärte ihm,  mit wie viel Eifer ich die mir noch verbleibende Kraft  jenen Träumen von einer besseren und gerechteren Welt widme. Mehr dazu (64 KB)

 

17.10.2011 - Der stählerne Wille – Teil II

Als 1976 die schlimmsten Terrorismus-Akte gegen Kuba stattfanden, besonders die Zerstörung während des Flugs jenes kubanischen Flugzeuges, das in Barbados mit 73 Passagieren an Bord gestartet war - darunter Piloten, Stewardessen und Hilfspersonal, die ihre pflichtgemäßen Dienste bei dieser Fluggesellschaft leisteten; die gesamte Jugendmannschaft, die bei der Fechtmeisterschaft von Mittelamerika und der Karibik  alle Goldmedaillen gewonnen hatte; die Passagiere, sowohl die kubanischen als auch aus anderen Ländern, die vertrauensvoll in jenem Flugzeug reisten –, lösten diese Handlungen solche Empörung aus, dass zur Trauerfeier die größte außerordentliche und dicht gedrängte Kundgebung zusammenkam, die ich je gesehen habe und die bildlich festgehalten geblieben ist.  Die Szenen von Schmerz und Leiden waren und sind immer noch unauslöschlich. Möglicherweise hat keine der Führungspersönlichkeiten der USA diese je sehen können und viele andere auf der Welt ebenso nicht.  Es wäre anschaulich, dass solche Szenen durch die Medien verbreitet würden, damit die Motivationen unserer heldenhaften antiterroristischen Kämpfer gut begriffen werden.  

Bush Senior war bereits ein wichtiger Offizier des Geheimdienstes der Vereinigten Staaten, als dieser die Aufgabe erteilt bekam, die Konterrevolution in Kuba zu organisieren. Der CIA gründete in Florida seinen größten Stützpunkt für militärische Operationen der westlichen Hemisphäre. Diesem wurde die Verantwortung für alle subversiven Aktionen übertragen, die in Kuba durchgeführt wurden, einschließlich der versuchten Morde von den Revolutionsführen, und er wurde mit den Plänen und Berechnungen betraut, die - aufgrund der in der Schweinebucht bewiesenen Entschlossenheit unseres Volkes, bis zum letzten Blutstropfen zu kämpfen -, eine enorme Anzahl von Verlusten auf beiden Seiten gekostet hätten, wenn diese erfolgreich gewesen wären. Bush hat nie begriffen, dass der Sieg von Kuba viele Menschenleben gerettet hat, sowohl kubanische als auch US-amerikanische.  Mehr dazu (96 KB)

 

16.10.2011 - DER STÄHLERNE WILLE (erster Teil)

Granma und Juventud Rebelde, Presseorgane der Partei und der Jugendorganisation, haben vor zwei Tagen, d.h. am 14. Oktober, eine mutige und energische Botschaft von René Gonzalez, Heroe der Republik Kuba, an das kubanische Volk veröffentlicht, nachdem er die widerliche und gehässige, ungerechte Strafe von 13 Jahren abgesessen hat, und dies getrennt, wie die anderen vier Patrioten, die längere Strafen in Gefängnissen absitzen, die hunderte Meilen getrennt voneinander liegen. Die unerschütterliche Standhaftigkeit von jedem von ihnen hat keinen einzigen Augenblick gewankt, selbst dann nicht, als sie wiederholt in Einzelhaftzellen - echten Gräbern, ohne jegliche Bewegungsmöglichkeit -  waren, in die sie auf Beschluss der „Yankee-Justizgerechtigkeit“ gesteckt wurden, und dies ohne jeglichen Delikt oder Beweis.  In einem hat sich jene „Justizgerechtigkeit“ jedoch nicht geirrt – in der Auswahl der Art Männer, die sie bestrafte.

René wurde zusätzlich verboten, während drei Jahren in sein Heimatland, an die Seite seiner Familienangehörigen und seines Volkes, zurückzukehren. Er muss im Gebiet jenes Landes bleiben, das ihm solch ungerechte Strafe auferlegt hat.  

Für alle, und besonders für diejenigen, die wir kritische Jahre der Geschichte unseres Vaterlandes erlebt haben, sind uns die Worte von René sehr zu Herzen gegangen.

„Die Tatsache, dass ich jetzt aus dem Gefängnis heraus bin“ – sagte er -, „bedeutet nur, dass sich eine Allee des Missbrauchs erschöpft hat, der ich unterworfen worden war […] es sind noch vier Brüder zu befreien, die wir an unserer Seite haben müssen, an der Seite ihrer Familienangehörigen; die unter euch weilen müssen, um euch ihr Bestes zu geben…“ 

„ Für mich ist dies hier nur ein Schützengraben, ein neuer Ort, an dem ich weiter kämpfen werde, damit Gerechtigkeit walten lassen wird und wir Fünf an eure Seite zurückkehren können.“ Mehr dazu (92 KB)

 

28.09.2011 - DIE ÜBERWACHTE SCHANDE VON OBAMA

Ungeachtet ihrer Brutalität, Ungeschicktheit und dessen, dass es so zu erwarten war, empört doch die Nachricht, dass eine Richterin der Yankees vom Verwaltungsbezirk Süden der Florida dem antiterroristischen kubanischen Kämpfer René González das Recht zur Rückkehr in den Schoß seiner Familie in Kuba verweigert hat, nachdem er die ihm auferlegte ungerechte Strafe verbüßt hat.

Die US-Regierung – die solche Monster hervorgebracht hat wie Posada Carriles und Orlando Bosch, die als Agenten des CIA ein kubanisches Flugzeug voller Passagiere in der Luft gesprengt haben – zwingt René, nach dreizehn Jahren grausamer und unverdienter Gefängnisstrafe in jener Nation zu bleiben, wo er drei lange Jahre unter einem als überwachte „Freiheit“ bezeichneten Regime straflosen Mördern ausgeliefert sein wird. Weiterhin für viele Jahre ungerecht und rachsüchtig im Gefängnis eingeschlossen werden drei weitere kubanische Kämpfer bleiben, und ein weiterer zu doppelter lebenslänglicher Gefängnisstrafe verurteilt. So reagiert das Imperium auf die zunehmende Forderung zur Freilassung derselben auf der Welt.

Wenn dies nicht so wäre, dann würde das Imperium aufhören, Imperium zu sein; und Obama würde aufhören, den Dummen zu machen.

Die kubanischen Patrioten werden jedoch nicht ewig dort sein. Auf den Fundamenten des unübertrefflichen Beispiels an Würde und Standhaftigkeit wird die Solidarität auf der Welt und im Schoße des US-amerikanischen Volkes selbst zunehmen, die der stupiden und unhaltbaren Ungerechtigkeit ein Ende setzen wird.

Die ungeschickte Entscheidung wurde zu dem Zeitpunkt getroffen, wo in der Vollversammlung der Vereinten Nationen eine tiefgründige Debatte über die  Notwendigkeit der Umstrukturierung dieser Institution vonstatten geht. Nie jemals zuvor wurden solch nachdrückliche und energische Kritiken laut. 

Der bolivarianische Revolutionsführer Hugo Chávez eröffnete dies mit der ersten Botschaft an die Vollversammlung, die am Abend des 21. September veröffentlicht wurde. Das zweite Schreiben von Chávez, das mit energischem und kraftvollem Ton durch den Außenminister Nicolás Maduro übermittelt wurde, war kurz und bündig.  In dieser Botschaft prangerte er ebenfalls die kriminelle imperialistische Blockade gegen unser Land an und die beschämende und grausame Rache gegenüber den 5 antiterroristischen kubanischen Patrioten. Mehr dazu (98KB)

 

26.09.2011 - CHÁVEZ, EVO UND OBAMA (TEIL II)

Wenn unser Nobelpreisträger sich selbst etwas vormacht, etwas, was nachzuweisen wäre, dann würde das vielleicht die unglaublichen Widersprüche seiner Überlegungen und die unter seinen Zuhörern gesäte Verwirrung erklären.

Es ist nicht das Geringste an Ethik und nicht einmal an Politik an seinem Rechtfertigungsversuch für seine angekündigte Entscheidung, sein Veto gegen jegliche Resolution zugunsten der Anerkennung von Palästina als unabhängiger Staat und UNO-Mitglied einzulegen. Sogar Politiker, die eine sozialistische Denkweise absolut nicht teilen und an der Spitze von solchen Parteien stehen, die enge Verbündete von Augusto Pinochet waren, verkünden das Recht von Palästina, UNO-Mitglied zu sein.

Den Worten von Barack Obama über die wichtigste Angelegenheit, die heute in der Vollversammlung dieser Organisation debattiert wird, kann nur von den Kanonen, den Raketen und den Bombern der NATO applaudiert werden.

Der Rest seiner Rede sind leere Worte, denen moralische Authorität und Sinn fehlen. Verfolgen wir zum Beispiel, wie ideenlos sie waren, als Obama in einer hungrigen und von den transnationalen Unternehmen und dem übertriebenen Konsumverhalten der entwickelten kapitalistischen Länder ausgeplünderten Welt wie folgt verkündete:

„Um die Krankheiten zu überwinden, müssen die Gesundheitssysteme verbessert werden. Wir werden weiter gegen AIDS, Tuberkulose und Malaria kämpfen; wir werden die Gesundheit von Erwachsenen und Kindern in den Mittelpunkt stellen, und jegliche biologische Gefahr wie die H1N1 oder eine terroristische Gefahr oder eine Krankheit muss entdeckt und gegen sie gekämpft werden.“

„Die Aktionen bezüglich des Klimawandels: Wir müssen die beschränkten Mittel nutzen und die Arbeit fortsetzen, um auf der Grundlage des in Kopenhagen und Cancún Erreichten aufzubauen, damit die großen Volkswirtschaften ihren Verpflichtungen weiter nachkommen. Wir müssen weiter daran arbeiten, um die Energie umzuwandeln, die der Motor der Volkswirtschaften ist, und andere unterstützen, damit diese mit ihrer Wirtschaft vorankommen. Das ist die Verpflichtung für die kommenden Generationen, und um abzusichern, dass die jeweilige Gesellschaft ihre Möglichkeiten verwirklichen kann, müssen wir erlauben, dass die Bürger ebenfalls ihre Leistungsfähigkeiten erreichen können.“

Jedermann ist bekannt, dass die Vereinigten Staaten das Kyoto-Protokoll nicht unterzeichnet haben und dass sie alle Bemühungen boykottiert haben, um die Menschheit vor den schrecklichen Folgen des Klimawandels zu bewahren, trotzdem sie das Land sind, das einen bedeutenden und unverhältnismäßig großen Anteil des Kraftstoffs und der Ressourcen der Welt verbraucht. Mehr dazu (100 KB)

 

25.09.2011 - CHÁVEZ, EVO UND OBAMA  (ERSTER TEIL)

Ich unterbreche kurz jene Aufgaben, die meine Zeit in diesen Tagen vollkommen in Anspruch nehmen, um jener einzigartigen Möglichkeit einige Worte zu widmen, die die sechsundsechzigste Sitzungsperiode der Vollversammlung der Vereinten Nationen der Politikwissenschaft bieten.

Das jährliche Ereignis fordert eine ganz singuläre Anstrengung von denjenigen, die die höchste politische Verantwortung in vielen Ländern übernehmen. Für diese stellt es eine harte Probe dar. Für die Liebhaber dieser Kunst, deren Zahl nicht gering ist, da es alle als eine lebenswichtige Frage betrifft, ist es schwierig, sich der Versuchung zu entziehen, das unendliche aber lehrreiche Schauspiel zu verfolgen.

Erstens existieren unendlich viele schwierige und verzwickte Themen und Interessenkonflikte. Für viele der Teilnehmer ist es notwendig, eine Stellung zu solchen Tatsachen zu beziehen, die flagrante Verletzungen von Prinzipien darstellen. Zum Beispiel: Welche Position sollte man bezüglich des Genozids der NATO in Libyen einnehmen? Möchte irgendjemand etwa vermerkt lassen, dass die Regierung seines Landes unter seiner Führung das monströse Verbrechen unterstützt habe, das von den Vereinigten Staaten und ihren Verbündeten der NATO begangen wird, deren hoch entwickelte Kampfflugzeuge, bemannt oder unbemannt, über zwanzigtausend Angriffsmissionen gegen einen kleinen Staat der Dritten Welt von knapp sechs Millionen Einwohnern durchgeführt haben, und dabei die selben Gründe angeführt haben wie vorher, um Serbien, Irak und Afghanistan anzugreifen und zu besetzen und die jetzt drohen, dasselbe in Syrien oder in jeglichem anderen Land der Welt zu tun?

War es etwa nicht gerade die Regierung des Gastgeberlandes der UNO, welche das Blutbad von Vietnam, Laos und Kambodscha angeordnet hat, den Söldnerangriff auf die Schweinebucht in Kuba, die Invasion von Santo Domingo, die “schmutzigen Machenschaften” in Nicaragua, die Besetzung von Grenada und Panama durch US-Militär und das Massaker von Panamaern in El Chorrillo? Wer hat die Militärputsche und die Völkermorde in Chile, Argentinien und Uruguay ausgelöst, die zehntausende Tote und Verschwundene gekostet haben? Ich spreche nicht von solchen Dingen, die vor 500 Jahren geschehen sind, als die Spanier den Genozid in Amerika begonnen haben; oder vor 200 Jahren, als die Yankees in den Vereinigten Staaten Indianer ausrotteten oder Afrikaner versklavten, und dies trotzdem, dass „alle Menschen gleich und frei erschaffen wurden“, wie die Erklärung von Philadelphia verlautete. Ich spreche von Tatsachen, die sich in den letzten Jahrzehnten ereignet haben und die jetzt gerade geschehen. Mehr dazu (140 KB)

 

03.07.2011 - EINE HERVORRAGENDE UND MUTIGE ERKLÄRUNG

Da ich anderen, vorrangigen Angelegenheiten meine Aufmerksamkeit schenken musste, habe ich für eine gewisse Zeit nicht mit jener im Jahr 2010 üblichen Häufigkeit Reflexionen verfasst, jedoch die vom führenden Revolutionär Hugo Chávez Frías am vergangenen Donnerstag, dem 30. Juni, abgegebene Erklärung zwingt mich, diese Zeilen zu schreiben.

Der Präsident von Venezuela ist einer jener Männer, die am meisten für Gesundheit und Bildung seines Volkes getan haben. Da dies Themen sind, bei denen die kubanische Revolution die größten Erfahrungen gesammelt hat, arbeiten wir gern auf beiden Gebieten intensiv mit jenem Bruderland zusammen.

Es handelt sich absolut nicht darum, dass dieses Land keine Ärzte hätte, im Gegenteil, es besaß reichlich viele und darunter sogar angesehene Fachleute, wie in anderen Ländern Lateinamerikas. Es handelt sich um eine soziale Frage. Die besten Ärzte und die am höchsten entwickelten Geräte konnten, wie in allen kapitalistischen Ländern, im Dienst der privaten medizinischen Einrichtungen stehen. Manchmal nicht einmal das, denn in einem unterentwickelten Kapitalismus, wie dem, den es in Venezuela gegeben hat, verfügte die wohlhabende Klasse über ausreichend Mittel, um in die besten Krankenhäuser der Vereinigten Staaten bzw. von Europa zu gehen, etwas, was Brauch war und ist, ohne dass jemand das verneinen kann.

Schlimmer noch, die Vereinigten Staaten und Europa haben sich dadurch ausgezeichnet, die besten Fachleute jeglichen ausgebeuteten Landes der Dritten Welt dazu zu verführen, ihr Vaterland zu verlassen und in die Konsum-orientierten Gesellschaften zu emigrieren. Ärzte für diese Welt in den entwickelten Ländern auszubilden, bedeutet riesige Summen, die Millionen von armen Familien von Lateinamerika und der Karibik niemals zahlen könnten. In Kuba geschah das, bis die Revolution die Herausforderung annahm, nicht nur Ärzte auszubilden, die fähig sind, unserem Land zu dienen, sondern ebenfalls anderen Völkern von Lateinamerika und der Karibik bzw. der Welt.

Wir haben niemals anderen Völkern die intelligenten Köpfe geraubt. Stattdessen wurden in Kuba gratis zehntausende Ärzte und andere hoch qualifizierte Fachleute ausgebildet, um sie ihren eigenen Ländern zurückzusenden. Mehr dazu (24 KB)

 

25.05.2011 - GIRÓN – DIE SCHLACHT AN DER SCHWEINEBUCHT (Teil 2)

Es ist schwierig, über geschichtliche Ereignisse zu schreiben, wenn viele von deren wichtigsten zentralen Gestalten schon verstorben bzw. nicht in der Lage sind, über diese Ereignisse Zeugnis abzulegen.

Trotzdem ist es bemerkenswert, dass viele unserer Kameraden, die während der Schlacht an der Schweinebucht noch sehr jung waren – und dann als Soldaten oder Offiziere wertvolle Dienste in den Revolutionären Streitkräften geleistet haben, in patriotischen und internationalistischen Missionen –, sich noch erinnern und in der Lage sind, ihre Beteiligung an den Aktionen, die nicht in Notizen, Zeugnissen oder Büchern enthalten sind, klar zu beschreiben.

Auf der Suche nach genauen Angaben sah ich mich gezwungen, in Dokumenten, Memoiren und Büchern nachzuforschen; mit vielen verschiedenen Kameraden zu sprechen, die meine Erinnerungen bereichert haben und sogar Details und Tatsachen beigetragen haben, die mir unbekannt waren; aber vor allem hatte ich großes Vertrauen darauf, was ich selbst getan habe oder nicht, was ich gesagt habe und was nicht.

So werde ich in dieser Erzählung einige Ereignisse einschließen, die in keinem der gewissenhaft im Büro für Historische Ereignisse des Staatsrats angesammelten Dokumente bzw. Notizen enthalten sind, wo der unermüdliche Historiker Pedro Alvarez Tabio bis zu seinem Tode am 13. Juni 2009 alles gesammelt, aufgenommen, registriert, nachgeforscht und bewahrt hat.

Wie die Leser des ersten Teils dieser Reflexion sich erinnern werden, habe ich die nach der Landung bis um 10:00 Uhr des 17. April getroffenen Maßnahmen wiedergegeben. Zu diesem Zeitpunkt wurde der Bericht über die vom Punkt Eins aus erteilten Befehle unterbrochen, um sie ab 13:02 Uhr fortzusetzen - mit der Transkription meines Telefongesprächs mit dem Genossen Raúl in der Provinz Oriente -, da ich nicht über die in den dazwischen liegenden Stunden gegebenen Befehle verfügte, und ich war nicht einmal sicher, ob sie überhaupt aufbewahrt worden waren. Mehr dazu (136 KB)

14.0 4.2011 - Girón - Die Schlacht an der Schweinebucht (Teil I)

Mehr als ein Jahr vor dem 16. April 1961 hatte Präsident Dwight  Eisenhower nach rigoroser Analyse und Besprechungen beschlossen, die Kubanische Revolution zu zerstören.

Das Hauptinstrument des finsteren Plans war die Wirtschaftsblockade gegen Kuba, den die politische Schriften des Imperiums mit dem nichts sagenden und beinahe barmherzigen Begriff „Embargo“ bezeichnen.

Im geheimen Memorandum des damaligen Unterstaatssekretärs Lester Mallory werden die konkreten Zielstellungen des düsteren Plans wie folgt aufgeführt: „Die Mehrheit der Kubaner unterstützt Castro“ – so das Dokument – „[…] Es existiert keine wirksame politische Opposition […] Das einzig mögliche Mittel, ihr [der Regierung] die innere Unterstützung zu nehmen, besteht darin, Enttäuschung und Mutlosigkeit durch wirtschaftliche Unzufriedenheit und Bedürftigkeit hervorzurufen […] Es müssen schnellstens alle möglichen Mittel zur wirtschaftlichen Schwächung angewandt werden […] indem Kuba Geld und Zulieferungen verwehrt und damit die nominalen und realen Löhne und Gehälter vermindert werden, um Hunger, Verzweiflung und den Sturz der Regierung hervorzurufen.“

Die Gesamtheit der zu treffenden Maßnahmen wurde als „verdecktes Aktionsprogramm gegen die Castro-Regierung“ bezeichnet.

Jeder Beobachter, ob er nun mit solchen ekelhaften Methoden, die jeder Ethik entbehren,  einverstanden wäre oder nicht, müsste zugeben, dass das die Idee in sich birgt, ein Volk auf die Knie zu zwingen.  In diesem Fall handelte es sich um die Konfrontation zwischen der mächtigsten und reichsten Macht des Erdballs und einem kleinen Land von anderer Herkunft, Kultur und Geschichte.

Eisenhower war kein geborener Krimineller. Er schien, gemäß den Maßstäben jener Gesellschaft, in der er lebte, ein gebildeter Mensch von gutem Benehmen zu sein, vielleicht war er es sogar. Er war im Jahr 1890 im Schoße einer Familie von Landwirten aus einfachen Verhältnissen in Denison, Texas, geboren, erhielt eine religiöse Bildung und führte ein geordnetes Leben. Im Jahr 1911 trat er in die West Point Militärakademie ein, die er 1915 abschloss. Er nahm nicht am ersten Weltkrieg teil, und ihm wurden nur Verwaltungsaufgaben übertragen.  Mehr dazu (228 KB)

 

19.05.2011 - DIE UNHALTBARE POSITION DES IMPERIUMS

Niemand kann versichern, dass das Imperium in seiner Agonie nicht die Menschheit zur Katastrophe mitreißt.

Wie bekannt, hat jede Person die heilige Pflicht, optimistisch zu sein, solange das Leben unserer menschlichen Gattung fortbesteht. Ethisch wäre keine andere Haltung zulässig. Ich erinnere mich gut daran, dass ich an einem Tag vor knapp 20 Jahren gesagt habe, dass eine Gattung die Gefahr des Aussterbens laufe - der Mensch.

Vor einer erlesenen Gruppe von jenen dem Imperium schmeichelnden Regierenden der Bourgeoisie, darunter die immense, gut ernährte massige Gestalt des Deutschen Helmut Kohl und anderer Ähnlicher, die Bush Senior – nicht ganz so finster und geistesgestört wie sein eigener Sohn W. Bush – beipflichteten, konnte ich nicht umhin, jene Wahrheit mit der größten Aufrichtigkeit auszusprechen, die ich für sehr real ansah, wenn auch noch weiter entfernt als heute.

Als ich gegen circa 12:15 Uhr mittags den Fernseher eingeschaltet habe, weil irgendjemand mir gesagt hatte, dass Barack Obama gerade seine angekündigte Rede über Außenpolitik halten würde, schenkte ich seinen Worten Aufmerksamkeit. 

Ich weiß nicht, aber trotz der Berge von Agenturmeldungen und der täglich von mir gehörten Nachrichten habe ich nirgendwo gesehen, dass jene Person um diese Uhrzeit eine Rede halten würde. Ich kann den Lesern versichern, dass die Menge an Unfug und Lügen, die ich zusammen mit dramatischen Wahrheiten und Tatsachen aller Art täglich lese, höre und bildlich verfolge, nicht gering ist. Aber dieser Fall war etwas Besonderes. Was würde der Mann um jene Uhrzeit sagen, in jener von imperialen Verbrechen, Massakern bzw. tödliche Bomben abwerfenden, unbemannten Flugzeugen überhäuften und gebeugten Welt, die sich nicht einmal Obama – jetzt Herr über einige Entscheidungen über Leben oder Tod – vorstellen konnte, als er vor wenigen Jahrzehnten in Harvard studierte. Mehr dazu (16 KB)

 

06.05.2011 - DIE LÜGEN UND RÄTSEL BEIM TOD VON BIN LADEN

Diejenigen, die Bin Laden hingerichtet haben, handelten nicht auf eigene Faust – sie führten Befehle der US-Regierung aus. Sie waren genau ausgewählt und für Sonderoperationen ausgebildet worden. Es ist bekannt, dass der Präsident der Vereinigten Staaten sich sogar mit einem im Kampf befindlichen Soldat in Verbindung setzen kann.

Stunden nach der in der pakistanischen Stadt Abbottabad  durchgeführten Operation, einer Stadt, die Sitz der Militärakademie mit dem größten Ansehen jenes Landes und von wichtigen Kampfeinheiten ist, bot das Weiße Haus der Weltöffentlichkeit eine sorgfältig ausgearbeitete Version über den Tod des Al Qaeda-Chefs Osama Bin Laden.

Logischerweise konzentrierte sich die Aufmerksamkeit der Welt und der internationalen Presse auf das Thema, womit die anderen Nachrichten von öffentlichem Interesse verdrängt wurden.

Die US-Fernsehketten verbreiteten die tadellos ausgearbeitete Rede des Präsidenten und zeigten Bilder über die  Reaktion der Öffentlichkeit.

Es war offensichtlich, dass der Welt bewusst wurde, wie sensibel diese Angelegenheit ist, denn Pakistan ist ein Land mit 171,841 Millionen Einwohnern – [wo die Vereinigten Staaten und die NATO einen verheerenden Krieg führen, der schon zehn Jahre dauert] – besitzt Atomwaffen und ist ein traditioneller Verbündeter der Vereinigten Staaten.

Ohne Zweifel kann das muslimische Land nicht mit jenem blutigen Krieg einverstanden sein, den die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten gegen Afghanistan führen, ein weiteres muslimisches Land, mit dem sie eine komplexe gemeinsame Grenze in den Bergen haben, welche vom englischen Kolonialimperium gezogen wurde und wo dieselben Stämme auf beiden Seiten der Trennlinie leben. 

Die US-Presse selbst hat begriffen, dass der Präsident fast alles verborgen hat.

Die westlichen Nachrichtenagenturen ANSA, AFP, AP, Reuters und EFE, die Printmedien und wichtige Web-Sites haben interessante Informationen über das Ereignis gebracht. Mehr dazu (36 KB)

 

04.05.2011 - DER  MORD AN OSAMA BIN LADEN

Diejenigen, die sich mit diesen Themen beschäftigen, wissen, dass sich unser Volk am 11. September 2001 solidarisch mit dem Volk der USA erklärt und ihm einen bescheidenen Beitrag angeboten hat, den wir den Opfern der brutalen Anschläge auf die Zwillingstürme des New York World Trade Center auf dem Gebiet des Gesundheitswesens zu leisten gewillt waren.   

Wir stellten auch sofort die Rollbahnen unseres Landes für jene US-Flugzeuge zur Verfügung, denen wegen dem Chaos in den ersten Stunden nach dem Anschlag keine anderen Landebahnen zu Gebote standen. 

Die Haltung der kubanischen Revolution ist gut bekannt, sie war schon immer gegen jede Art von Aktionen gerichtet, die das Leben von Zivilisten in Gefahr brachten.

Wir waren entschlossene Anhänger des bewaffneten Kampfes gegen die Batista-Tyrannei, haben uns aber prinzipiell entschieden allen Terroranschlägen widersetzt, die zum Tode unschuldiger Personen führen. Solcherart Verhalten, das über 50 Jahre beibehalten worden ist, erteilt uns das Recht, einen Standpunkt zum heiklen Thema zum Ausdruck zu bringen.

Ich äußerte an jenem Tag während der öffentlichen Massenveranstaltung im Sportkomplex Ciudad Deportiva die Überzeugung, dass der internationale Terrorismus niemals mit Gewalt und Krieg beseitigt werden kann. 

Übrigens war Bin Laden jahrelang Freund der USA, die  ihn militärisch  ausgebildet hat, und Gegner der UdSSR und des Sozialismus; aber unabhängig davon, welche Terroranschläge ihm auch zugeschrieben werden, ist der Mord an einem waffenlosen, von Familienangehörigen umringten Menschen eine  abscheuliche Tat. Und das ist anscheinend das, was die Regierung der mächtigsten Nation getan hat, die es jemals gegeben hat. Mehr dazu (16 KB)

 

27.04.2011 - EIN FEUER, DAS ALLE VERBRENNEN KANN

Man kann mit den politischen Ideen von Gaddafi übereinstimmen oder nicht, aber niemand hat das Recht, die Existenz von Libyen als unabhängigen Staat und Mitglied der Vereinten Nationen in Frage zu ziehen.

Die Welt hat noch nicht das erreicht, was von meinem Gesichtspunkt aus gesehen eine elementare Frage des Überlebens unserer Gattung darstellt: den Zugang aller Völker zu den materiellen Ressourcen dieses Planeten. Unseren Kenntnissen zufolge gibt es keinen anderen im Sonnensystem, der die elementarsten Bedingungen für das Leben besitzt.

Die Vereinigten Staaten selbst waren immer bemüht, ein Schmelztiegel aller Rassen, aller Glaubensrichtungen und aller Nationen zu sein – Weiße, Schwarze, Gelbe, Indios und Mestizen – ohne andere Unterscheidungsmerkmale als Herren und Sklaven, Reiche und Arme. Aber alles das innerhalb ihrer Grenzen: im Norden, Kanada; im Süden, Mexiko; im Osten, der Atlantische Ozean und im Westen der Pazifische Ozean. Alaska, Puerto Rico und Hawaii stellten einfach historische Unfälle dar.

Die Kompliziertheit der Angelegenheit besteht nicht darin, dass es sich um einen edlen Wunsch derjenigen handelt, die um eine bessere Welt kämpfen, was so sehr Hochachtung verdient, wie der jeweilige religiöse Glauben der Völker. Ein paar radioaktive Isotope, abgegeben von jenem angereicherten Uran, das von den Atomkraftwerken in relativ kleinen Mengen verbraucht wird, können – da es sie in der Natur nicht gibt – der zarten Existenz unserer Gattung ein Ende setzen. Diese Abfälle in zunehmenden Mengen unter Stahlbetonsarkophagen aufzubewahren, stellt eine der größten technologischen Herausforderungen dar.

Ereignisse wie der Unfall von Tschernobyl und das Erdbeben von Japan haben die tödlichen Risiken offenbart.

Aber das ist nicht das Thema, was ich heute erörtern möchte, sondern das Erstaunen, mit dem ich gestern im venezolanischen Fernsehen über das Programm Dossier von Walter Martínez das Filmmaterial über das Treffen des Verteidigungsministers Robert Gates und von Liam Fox, Verteidigungsminister des Vereinigten Königreichs, verfolgt habe. Letzterer stattete den Vereinigten Staaten einen Besuch ab, um den von der NATO ausgelösten kriminellen Krieg gegen Libyen zu erörtern.  Es war kaum zu glauben, der englische Minister hat den „Oskar“ gewonnen; er war ein Nervenbündel, war angespannt, redete wie ein Verrückter, sodass man den Eindruck gewann, dass er die Worte ausspucken würde. Mehr dazu (20 KB)

 

23.04.2011 - DER IN AUFRUHR VERSETZTE UND BRUTALE NORDEN

Ich war damit beschäftigt, Materialien und Bücher in großem Umfang zu lesen, um mein Versprechen einzuhalten, die Reflexionen vom 14. April über die Schlacht an der Schweinebucht fortzusetzen, als ich einen Blick auf die neuesten gestrigen Nachrichten warf, die wie immer sehr umfangreich sind. Es können jede Woche Berge davon zusammenkommen, angefangen vom Erdbeben in Japan bis zum Sieg von Ollanta Humala über Keiko, die Tochter von Alberto Fujimori, dem ehemaligen Präsidenten von Peru. 

Peru ist ein bedeutender Exporteur von Silber, Kupfer, Zink, Zinn und anderen Mineralien; es verfügt über große Uranvorkommen, die mächtige transnationale Unternehmen auszubeuten trachten. Aus dem angereicherten Uran werden die schrecklichsten Waffen gewonnen, die die Menschheit je kennen gelernt hat, und der Brennstoff für die Atomkraftwerke, die in den Vereinigten Staaten, Europa und Japan trotz der Warnungen der Umweltschützer im beschleunigten Rhythmus gebaut wurden.

Es wäre natürlich nicht gerecht, Peru dafür die Schuld zu geben. Die Peruaner haben nicht den Kolonialismus, den Kapitalismus und den Imperialismus geschaffen. Auch dem Volk der Vereinigten Staaten kann dafür nicht die Schuld gegeben werden. Es ist ebenfalls Opfer jenes Systems, das dort die im höchsten Grade unbesonnenen Politiker hervorgebracht hat, die je die Erde kennen gelernt hat.

Am vergangenen 8. April haben die Herrscher über die Welt ihren gewöhnlichen Jahresbericht über die Verletzungen der “Menschenrechte” herausgegeben, der eine scharfsinnige Analyse auf der Website Rebelión hervorrief, die von dem Kubaner Manuel E. Yepe unterzeichnet ist und sich auf die vom Staatsrat von China gegebene Antwort stützt, bei der Tatsachen aufgezählt werden, welche die katastrophale Situation jener Rechte in den Vereinigten Staaten belegen.

„…die Vereinigten Staaten sind das Land, wo die Menschenrechte am meisten verletzt werden, sowohl innerhalb des eigenen Landes als auf der ganzen Welt. Sie sind eine jener Nationen, die am wenigsten das Leben, das Eigentum und die persönliche Sicherheit ihrer Bewohner absichert. Mehr dazu (24 KB)

 

18.04.2011 - MEINE ABWESENHEIT IM ZK

Ich kannte den Rechenschaftsbericht des Genossen Raúl an den 6. Parteitag.

Aus eigener Initiative hatte er ihn mir einige Tage vorher gezeigt, genauso wie er es anlässlich anderer Angelegenheiten gemacht hatte, ohne dass ich ihn darum gebeten hätte, weil ich, wie ich schon erklärt habe, durch den Appell vom 31. Juli 2006  alle meine Ämter in der Partei und im Staat übertragen hatte.

Das zu machen war eine Pflicht, die ich ohne Zögern erfüllte.

Ich wusste, dass mein Gesundheitszustand schlimm war, aber ich war ruhig: die Revolution würde weiter vorangehen; es war nicht ihre schlimmste Zeit nach der Auflösung der UdSSR und des Sozialistischen Lagers. Bush saβ auf dem Thron seit 2001 und hatte schon eine Regierung für Kuba ernannt. Aber ein weiteres Mal sind die Söldner und die Bourgeois mit ihren gepackten Koffern und Truhen in ihrem goldenen Exil geblieben.

Die Yankees hatten jetzt, auβer der von Kuba, in Venezuela eine weitere Revolution. Die enge Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern wird auch in die Geschichte Amerikas als Beispiel des groβen revolutionären Potenzials der Völker gleicher Herkunft, die eine gleiche Geschichte teilen, eingehen.

Unter den vielen im Projekt des Berichts an den 6. Parteitag behandelten Punkten, war einer derjenigen, die mich am meisten interessiert haben, der bezüglich der Macht. Wortwörtlich besagt er wie folgt: „…sind wir zu dem Schluss gekommen, dass es ratsam ist, die Ausübung der wichtigsten politischen und staatlichen Ämter maximal auf zwei aufeinander folgende Amtszeiten von fünf Jahren zu begrenzen. Dies ist möglich und notwendig unter den aktuellen Umständen, die ganz anders als jene der ersten Jahrzehnte der Revolution sind, als diese noch nicht konsolidiert und auch konstanten Bedrohungen und Angriffen unterworfen war.“ Mehr dazu (24 KB)

 

17.04.2011 - DIE PARTEITAGSDEBATTEN

Am heutigen Sonntag habe ich um 10 Uhr früh die Debatten der Abgeordneten zum Sechsten Parteitag gehört.

Da es so viele Ausschüsse sind, konnte ich logischerweise nicht alle hören, die gesprochen haben.

Sie waren in fünf Ausschüssen versammelt, um zahlreiche Themen zu debattieren. Natürlich habe ich auch die Pausen genutzt, um in aller Ruhe zu verschnaufen und irgendeinen Energieträger landwirtschaftlicher Herkunft zu verzehren. Sie haben das sicherlich aufgrund ihrer Arbeit und ihres Alters mit mehr Appetit getan.

Ich war erstaunt über die Vorbildung dieser neuen Generation, die ein so hohes Bildungsniveau hat; ganz anders als jene, die im Jahr 1961, gerade zu jenen Zeiten alphabetisiert wurde, als die Yankee-Bomber in Söldnerhänden unser Land angriffen. Die Mehrheit der Parteitagsabgeordneten waren damals Kinder bzw. noch nicht geboren.

Für mich war weniger wichtig, was sie sagten, als die Art und Weise, wie sie es ausdrückten. Sie waren so gut vorbereitet und hatten ein so reichhaltiges Vokabular, dass ich sie beinahe nicht verstanden habe. Sie haben jedes Wort diskutiert, und sogar, ob in dem behandelten Absatz ein Komma hingehört oder nicht. Mehr dazu (12 KB)

 

16.04.2011 - DIE MILITÄRPARADE ZUM 50. JAHRESTAG

Ich habe heute das Privileg genossen, die beeindruckende Parade und Demonstration zu verfolgen, mit denen unser Volk des 50. Jahrestages der Verkündung des sozialistischen Charakters der Revolution und des Sieges von Playa Girón (Schweinebucht) gedacht hat.

An diesem Tag hat ebenfalls der Sechste Kongress der Kommunistischen Partei von Kuba begonnen.

Ich habe die detaillierten Kommentare und die Musik, Gesten, Gesichter, Intelligenz und das martialische und kämpferische Wesen unserer Bevölkerung sehr genossen; Mabelita im Rollstuhl mit ihrem glücklichen Gesicht und die Kinder und Teenager der Theatergruppe „La Colmenita“ mehrfach vervielfacht.

Es hat sich zu leben gelohnt, um dieses heutige Ereignis mitzuerleben, und es ist nützlich, sich  immer derjenigen zu erinnern, die den Tod gefunden haben, um dies möglich zu machen.

Als heute Nachmittag der Sechste Kongress begonnen hat, konnte ich in den Worten von Raúl und in den Gesichtern der Delegierten zum höchsten Event unserer Partei dasselbe Gefühl von Stolz beobachten.

Ich hätte auf dem Platz sein können, vielleicht für eine Stunde bei jener Sonne und jener Wärme, aber nicht drei Stunden lang. Angezogen von der dort herrschenden menschlichen Wärme hätte ich dort ein Dilemma gehabt.  

Glaubt mir, ich habe Schmerz verspürt, als ich gesehen habe, dass einige von euch mich auf der Tribüne gesucht haben. Ich dachte, dass alle verstehen würden, dass ich schon nicht mehr das tun kann, was ich so oft getan habe.

Ich habe euch versprochen, ein Soldat der Ideen zu sein, und diese Pflicht kann ich noch erfüllen.

Fidel Castro Ruz - 16. April 2011 - 19:14 Uhr – Als PDF (12 KB)

 

14.0 4.2011 - Girón - Die Schlacht an der Schweinebucht (Teil I)

Mehr als ein Jahr vor dem 16. April 1961 hatte Präsident Dwight  Eisenhower nach rigoroser Analyse und Besprechungen beschlossen, die Kubanische Revolution zu zerstören.

Das Hauptinstrument des finsteren Plans war die Wirtschaftsblockade gegen Kuba, den die politische Schriften des Imperiums mit dem nichts sagenden und beinahe barmherzigen Begriff „Embargo“ bezeichnen.

Im geheimen Memorandum des damaligen Unterstaatssekretärs Lester Mallory werden die konkreten Zielstellungen des düsteren Plans wie folgt aufgeführt: „Die Mehrheit der Kubaner unterstützt Castro“ – so das Dokument – „[…] Es existiert keine wirksame politische Opposition […] Das einzig mögliche Mittel, ihr [der Regierung] die innere Unterstützung zu nehmen, besteht darin, Enttäuschung und Mutlosigkeit durch wirtschaftliche Unzufriedenheit und Bedürftigkeit hervorzurufen […] Es müssen schnellstens alle möglichen Mittel zur wirtschaftlichen Schwächung angewandt werden […] indem Kuba Geld und Zulieferungen verwehrt und damit die nominalen und realen Löhne und Gehälter vermindert werden, um Hunger, Verzweiflung und den Sturz der Regierung hervorzurufen.“

Die Gesamtheit der zu treffenden Maßnahmen wurde als „verdecktes Aktionsprogramm gegen die Castro-Regierung“ bezeichnet.

Jeder Beobachter, ob er nun mit solchen ekelhaften Methoden, die jeder Ethik entbehren,  einverstanden wäre oder nicht, müsste zugeben, dass das die Idee in sich birgt, ein Volk auf die Knie zu zwingen.  In diesem Fall handelte es sich um die Konfrontation zwischen der mächtigsten und reichsten Macht des Erdballs und einem kleinen Land von anderer Herkunft, Kultur und Geschichte.

Eisenhower war kein geborener Krimineller. Er schien, gemäß den Maßstäben jener Gesellschaft, in der er lebte, ein gebildeter Mensch von gutem Benehmen zu sein, vielleicht war er es sogar. Er war im Jahr 1890 im Schoße einer Familie von Landwirten aus einfachen Verhältnissen in Denison, Texas, geboren, erhielt eine religiöse Bildung und führte ein geordnetes Leben. Im Jahr 1911 trat er in die West Point Militärakademie ein, die er 1915 abschloss. Er nahm nicht am ersten Weltkrieg teil, und ihm wurden nur Verwaltungsaufgaben übertragen.  Mehr dazu (228 KB)

 

31.03.2011 - DAS BESTE UND INTELLIGENTESTE

Gestern habe ich aus Platz- und Zeitgründen kein einziges Wort über die von Barack Obama am Montag dem 28. über den Krieg in Libyen gehaltene Rede gesagt. Mir stand eine Kopie der offiziellen, von der US-Regierung der Presse übergebenen Version zur Verfügung. Ich hatte einige der von ihm behaupteten Dinge unterstrichen. Ich hatte sie erneut durchgesehen und war zur Schlussfolgerung gekommen, dass es nicht der Mühe wert war, zuviel Papier in dieser Angelegenheit  zu verbrauchen.

Ich habe mich daran erinnert, was mir Carter bei seinem Besuch im Jahr 2002 über den Anbau der Wälder in den Vereinigten Staaten erzählt hatte; denn er hat im Staat Atlanta einen in Familienbesitz. Bei diesem Besuch habe ich ihn erneut über jene Plantage befragt und er hat mir erneut gesagt, dass er die Kiefern so anbaut, dass 3 auf 2 Meter kommen, was 1.700 Bäumen pro Hektar entspricht, und dass sie nach 25 Jahren abgeerntet werden.

Vor vielen Jahren habe ich gelesen, dass The New York Times  für eine einzige Sonntagsausgabe soviel Papier verbraucht, wie aus dem Holzschlag von 40 Hektar Wald entnommen wird. So ist also meine Sorge um das Papiereinsparen begreiflich.

Natürlich versteht es Obama ausgezeichnet, Worte und Sätze abzufassen. Er könnte sich seinen Lebensunterhalt damit verdienen, Bildergeschichten für Kinder zu schreiben. Ich kenne seinen Stil, denn das Erste, was ich gelesen und unterstrichen habe, und das schon lange bevor er die Präsidentschaft übernommen hat, war ein Buch unter dem Titel „Dreams of my Father“ (Träume meines Vaters). Ich habe das mit Hochachtung getan und konnte zumindest feststellen, dass sein Verfasser es verstand, das genaue Wort und den angebrachten Satz zu wählen, um die Sympathie der Leser zu gewinnen. Mehr dazu (32 KB)

 

30.03.2011 - „DIE KATASTROPHE VON JAPAN UND DER BESUCH EINES FREUNDES“

Heute habe ich die Freude genossen, Jimmy Carter, Präsident der Vereinigten Staaten von 1977 bis 1981, zu begrüßen, welcher meinem Dafürhalten nach der einzige der US-Präsidenten gewesen ist, um das Thema der Beziehungen seines Landes zu Kuba mit genügend Gelassenheit und Mut anzugehen.

Carter hat getan, was er konnte, um die internationalen Spannungen zu vermindern und die Errichtung der Interessenvertretungen der Vereinigten Staaten und von Kuba zu fördern. Seine Regierung war die einzige, die einige Schritte unternommen hat, um die kriminelle, unserem Volk auferlegte Blockade abzuschwächen.

Die Umstände in unserer komplex gestalteten Welt waren gewiss nicht günstig. Die Existenz eines wirklich freien und souveränen Landes in unserer Hemisphäre war unvereinbar mit den Ideen der extremen faschistischen Rechten der Vereinigten Staaten, welche es fertig gebracht hat, jene Absichten von Präsident Carter zum Scheitern zu bringen, für die ihm der Friedensnobelpreis erteilt wurde. Niemand hat ihn umsonst damit beehrt.

Die Revolution hat seine mutige Geste immer zu schätzten gewusst. Sie hat ihn im Jahr 2002 herzlich willkommen geheißen. Jetzt hat sie ihre Achtungserweisung und Hochschätzung wiederholt.

Wird die jene Supermacht regierende Oligarchie wirklich jemals auf ihr unersättliches Streben, dem Rest der Welt ihren Willen aufzuzwingen, verzichten können? Wird ein System, dass mit zunehmender Häufigkeit solche Präsidenten wie Nixon, Reagan und W. Bush hervorbringt und eine immer größere zerstörerische Macht besitzt und weniger Achtung gegenüber der Souveränität der Völker hat, jener Absicht nachkommen können? Mehr dazu (20 KB)

 

.03.2011 - DER FASCHISTISCHE KRIEG DER NATO

Man braucht nicht Wahrsager zu sein, um das zu wissen, was ich mit äußerster Genauigkeit  in drei der auf der Website CubaDebate vom 21. Februar bis zum 3. März veröffentlichten Reflexionen voraussah: „Der Plan der NATO besteht darin, Libyen zu besetzen“, „Totentanz des Zynismus“, und „ Der unvermeidbare Krieg der NATO“.

Nicht einmal die faschistischen Führer von Deutschland und Italien haben sich als Folge des 1936 ausgelösten Spanischen Bürgerkrieges so äußerst dreist und unverhüllt verhalten, ein Ereignis, das vielleicht vielen in diesen Tagen in Erinnerung gekommen ist. 

Seitdem sind fast genau 75 Jahre vergangen; aber nichts ist so, dass es den Veränderungen gleichkommen kann, die während 75 Jahrhunderten, oder wenn Sie wollen, in 75 Jahrtausenden des menschlichen Lebens auf unserem Planeten stattgefunden haben.

Manchmal scheint es so, als ob wir, d.h. diejenigen, die ruhig und gelassen ihre Meinung über diese Themen verlautbaren, maßlos übertreiben würden. Ich wage zu sagen, dass wir eher naiv sind, wenn wir annehmen, dass die Hinterhältigkeit und Täuschung bzw. die kolossale Ignoranz, zu der die Menschheit mitgerissen worden ist,  allen bewusst sein müsste.

Im Jahr 1936 bestand eine intensive Konfrontation zwischen zwei Systemen und zwei Ideologien, die in ihrer militärischen Macht annähernd gleich waren. Mehr dazu (20 KB)

 

25.03.2011 - ZWISCHEN EMIGRATION UND VERBRECHEN

Die Lateinamerikaner sind weder geborene Kriminelle noch haben sie die Drogen erfunden.

Die Azteken und Mayas und andere präkolumbische Menschengruppen von Mexiko und Mittelamerika waren zum Beispiel ausgezeichnete Ackerbauern und ihnen war der Koka-Anbau nicht einmal bekannt.

Die Quechuas und Aimaras waren in der Lage, nahrhafte Lebensmittel auf perfekten Terrassen anzubauen, welche sich den Kurven der Berge anpassten. Auf Hochebenen von oft mehr als drei- oder viertausend Meter Höhe bauten sie den Gänsefuß, ein proteinreiches Getreide, und die Kartoffel an.

Ihnen war ebenfalls der Kokastrauch bekannt, den sie anbauten, und deren Blätter sie seit Urzeiten kauten, um die strengen Bedingungen aufgrund der Höhe zu mildern. Es handelte sich um einen tausendjährigen Brauch, den die Völker mit solchen Erzeugnissen wie dem Kaffee, dem Tabak, dem Likör und anderen pflegen.

Der Kokastrauch stammt von den schroffen Abhängen der Anden im Amazonasgebiet. Ihre Bewohner kannten ihn lange vor Entstehung des Inka-Reichs, dessen Territorium sich während seiner größten Blütezeit vom jetzigen Gebiet des kolumbianischen Südens, über ganz Ecuador, Peru, Bolivien, den Osten von Chile und den Nordwesten von Argentinien erstreckte und circa zwei Millionen Quadratkilometer betrug. Mehr dazu (24 KB)

 

22.03.2011 - WAS IN WIRKLICHKEIT MIT DER „GLEICHBERECHTIGTEN PARTNERSCHAFT“ BEABSICHTIGT WIRD

Der gestrige Tag war lang. Von Mittag an habe ich das Auf und Ab von Obama in Chile verfolgt, genauso wie ich es am Vortag mit seinen Abenteuern in der Metropole von Rio de Janeiro getan hatte. Jene Stadt hatte in einer glänzenden Herausforderung Chicago in seinem Streben, Austragungsort der Olympiade von 2016 zu werden, besiegt, als der neue Präsident der Vereinigten Staaten und Friedensnobelpreisträger ein Nachahmer von Martin Luther King schien.

Niemandem war bekannt, wann er in Santiago de Chile ankommen würde und was ein Präsident der Vereinigten Staaten dort tun würde, wo einer seiner Vorgänger das schmerzhafte Verbrechen begangen hatte, den Sturz und den Tod seines heroischen Präsidenten, schreckliche Folterungen und die Ermordung von Tausenden von Chilenen  auszulösen.

Ich versuchte meinerseits, gleichzeitig jene Nachrichten zu verfolgen, die über die Tragödie von Japan und den brutalen,  gegen Libyen ausgelösten Krieg eintrafen, während der illustre Besucher in jener Region der Welt, wo der Reichtum am schlechtesten verteilt ist, die “gleichberechtigte Partnerschaft“ verkündete. Mehr dazu (40 KB)

 

21.03.2011 - MEINE STIEFELCHEN DRÜCKEN MICH

Während in Japan die verunglückten Meiler radioaktive Gase abgeben und Flugzeuge von monströser Gestalt und Atom-U-Boote ferngesteuerte tödliche Geschosse auf Libyen, ein nordafrikanisches Land der Dritten Welt von knapp 6 Millionen Einwohnern, abwerfen, erzählte Barack Obama den Chilenen so eine Geschichte, wie ich sie als 4jähriger hörte: „Meine Stiefelchen drücken mich, meine Strümpfe lassen mich schwitzen; aber den Kuss, den du mir gegeben hast, den führe ich im Herzen mit mir“.

Einige seiner Zuhörer in jenem „Centro Cultural“ von Santiago de Chile blieben sprachlos.

Als der Präsident nach der Erwähnung des treulosen Kuba in Erwartung von stürmischem Applaus ungeduldig das Publikum anschaute, folgte ein eisiges Schweigen.  Hinter ihm – was für ein verflixter Zufall – befand sich, an der Seite der anderen lateinamerikanischen Flaggen, eben auch die von Kuba.

Wenn er eine Sekunde über seine rechte Schulter geschaut hätte, wäre ihm wie ein Schatten das Symbol jener Revolution auf der rebellischen Insel ins Auge gefallen, welche sein mächtiges Land zerstören wollte, aber nicht konnte. Mehr dazu (12 KB)

 

20.03.2011 - DIE GLEICHBERECHTIGTE PARTNERSCHAFT

Am anbrechenden Samstagabend des 19. März haben die NATO-Führer, nach einem üppigen Bankett, den Angriff auf Libyen angeordnet.

Natürlich konnte nichts geschehen, ohne dass die Vereinigten Staaten  ihre unverzichtbare Rolle als Oberkommandierender einfordern würden. Von der Befehlstelle dieser Institution in Europa aus verkündete ein hochrangiger Offizier, dass die „Odyssee der Morgenröte“ beginne.

Die Weltöffentlichkeit war durch die Tragödie von Japan erschüttert. Die Zahl der Opfer von Erdbeben, Tsunami und durch den nuklearen Unfall hat nicht aufgehört zuzunehmen. Es gibt bereits Zehntausende Toter, Vermisster oder strahlengeschädigter Menschen. Auch der Widerstand gegen die Nutzung der Kernenergie wird wesentlich wachsen.

Die Welt leidet gleichzeitig unter den Folgen des Klimawandels. Der Nahrungsmittelmangel und die Nahrungsmittelpreise sowie die Militärausgaben und die Verschwendung natürlicher und menschlicher Ressourcen haben steigende Tendenz. Ein Krieg ist das, was im höchsten Grade fehl am Platz ist zum jetzigen Augenblick.

Die Reise von Obama durch Lateinamerika ist in den Hintergrund getreten, kaum jemand spricht darüber. In Brasilien sind die Interessenwidersprüche zwischen den USA und diesem Bruderland offensichtlich geworden.

Man sollte nicht vergessen, dass Rio de Janeiro mit Chicago um den Austragungsort der Olympischen Spiele 2016 konkurriert hat. Mehr dazu (20 KB)

 

18.03.2011 - FÜHRUNGSZEUGNIS

In diesen bitteren Tagen konnten wir die Bilder eines Erdbebens verfolgen, das die Stärke 9 auf der Richterskala erreichte und hunderte Nachbeben verursachte, und eines Tsunamis von 10 Meter Höhe, in dessen dunklen Wellen zehntausende Menschen zwischen Autos und Lastwagen auf die drei- bis vierstöckigen Wohngebäude und Einrichtungen mitgerissen wurden.

Hoch entwickelte Massenmedien hatten unsere Köpfe mit Nachrichten über Gefahren von brudermörderischen Kriegen und Waffenhandel in Verbindung mit den Drogen, wodurch allein in Mexiko in  nur fünf Jahren über 35.000 Menschen getötet wurden, voll gestopft, außerdem über Klimawechsel in verschiedenen Ländern, erstickende Hitze, sich an den Polen auflösende Eisberge, sintflutartige Regenfälle, Mangel an Lebensmitteln und ansteigende Preise derselben. Wir brauchten wirklich Trost und dieser erreichte uns in Form jenes Rettungsengels unserer Gattung, des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen, und seiner kolossalen Erfindung, der Führungszeugnisse.

Selbstverständlich wussten wir schon durch die Europäische Presseagentur, dass die Anzahl der Toten durch das Erdbeben und den Tsunami „gemäß der letzten Bilanz“ 6.539 betrug, und die Vermissten 10.259.

Obwohl „der Aufenthaltsort von zehntausenden Menschen“ noch immer nicht bekannt ist, hat der Gouverneur einer Präfektur geraten, dass die Überlebenden in einen anderen Teil von Japan gebracht werden sollten. 

„Die beschädigten Flughäfen, Häfen und Straßen sind nach und nach repariert worden“, behauptet eine japanische Nachrichtenagentur.

Die englische Reuters war weniger optimistisch, als sie behauptete, dass eine „‘Lösung auf die Art von Tschernobil’ das letzte Mittel sein könnte“. Aber die Behörden sagen, dass „es noch zu früh sei, um über langfristige Maßnahmen zu sprechen, und dass zuerst versucht werden müsse, die sechs Atommeiler der Anlage und die Brennstofflagerbecken abzukühlen.“

Professor Murray Jennex von der kalifornischen Universität von San Diego erklärte Folgendes: „‘(Die Meiler) sind wie ein Schnellkochtopf. Wenn man ihn auf dem Feuer stehen lässt, kocht er und später bekommt er Risse …“. Mehr dazu (24 KB)

 

14.03.2011 - KATASTROPHEN, DIE DIE WELT BEDROHEN

Wenn es die Lichtgeschwindigkeit nicht gäbe; wenn der unserer Sonne am nächsten gelegene Stern nicht vier Lichtjahre von der Erde, dem einzigen bewohnten Planeten unseres Systems, entfernt wäre; wenn es die UFOs    wirklich gäbe, dann würden die imaginären Besucher des Planeten ihre Reise fortsetzen, ohne die Angelegenheiten unserer leidenden Menschheit zu verstehen. 

Vor knapp einigen Jahrhunderten der tausendjährigen Geschichte des Menschen war es noch so, dass niemand wusste, was auf der anderen Seite der Erdkugel geschah. Heute können wir es augenblicklich erfahren und manchmal sind es transzendente Begebenheiten, die negative Auswirkungen auf alle Völker der Welt haben.

Ohne weitere Erläuterungen beschränke ich mich auf die wichtigsten Nachrichten  der letzen Tagen.

„TeleSur (Fernsehen des Südens),  den 13. März 2011

Vulkanausbruch in Japan verursacht neue Unruhe

Die japanische Wetteragentur berichtete, dass der auf der Insel Kyushu, im Südwesten von Japan, gelegene Vulkan Shimoedake,  am letzten Sonntag erneut bis zu viertausend Meter hoch Asche und Steine ausgestoßen hat, was nach zwei Wochen relativer Ruhe geschah und zwei Tage nach dem verheerenden Erdbeben und dem Tsunami, die das Land erschütterten.“ 

„…der Vulkan wurde im diesjährigen Januar zum ersten Mal nach 52 Jahren aktiv…“

„Gemäß einem BBC-Bericht sollen Bauten im Umkreis von 4km beschädigt  worden und hunderte von Panik ergriffene Personen von dort geflohen sein.“   

„Die gemäß der japanischen Wetteragentur mit Stärke 9,0 auf der Richterskala bestimmte seismische Bewegung hatte schon Auswirkungen auf andere Vulkane…“

„Japan, am Boden zerstört durch Erdbeben, Tsunami und Explosionen in Atomkraftwerken

SENDAI, Japan, den 14. März 2011 (AFP) - Eine doppelte Explosion in dem Reaktor Nr. 3 des Atomkraftwerks von Fukushima 1 verstärkte letzten Montag die Furcht vor einer Atomkatastrophe in Japan, einem schon wegen einem Erdbeben und einem Tsunami, die über 10.000 Tote verursacht haben könnten, am Boden zerstörten Land. Mehr dazu (44 KB)

 

11.03.2011 - DIE BEIDEN ERDBEBEN

Ein starkes Erdbeben der Stärke 8,9 hat heute Japan  erschüttert. Was am meisten Besorgnis erregte, waren die ersten Nachrichten, die über tausende Tote und Vermisste sprachen, eine wahrhaft ungewöhnliche Zahl in einem entwickelten Land, wo man alles erdbebensicher baut.  Es wurde sogar über einen Kernraktor außer Kontrolle gesprochen. Einige Stunden später wurde informiert, dass die vier Kernkraftwerke, die dem betroffenen Gebiet am nächsten liegen, unter Kontrolle sind. Ebenso wurde über einen zehn Meter hohen Tsunami informiert, der Seebebenalarm im gesamtem Pazifik auslöste.

Das Erbeben ereignete sich in 24,4 km Tiefe und 100 km von der Küste entfernt. Wenn es weniger tief oder noch näher aufgetaucht wäre, dann würden die Folge noch schlimmer sein.

Es gab eine Verlagerung der Erdachse. Das war das dritte Phänomen hoher Intensität in weniger als zwei Jahren: Haiti, Chile und Japan. Für diese Tragödien kann man den Menschen nicht verantwortlich machen. Sicherlich wird jedes Land alles unternehmen, was in seinen Kräften steht, um diesem fleißigen Volk zu helfen, das unter den erstem sinnlosen und unmenschlichen Atombombenangriffen gelitten hat.

Dem Offiziellen Geologenkollegium Spaniens zufolge entspricht die vom Erbeben freigesetzte Energie 200 Millionen Tonnen Dynamit.

Den letzten Nachrichten von AFP zufolge hat die japanische Stromgesellschaft Tokyo Electric Power mitgeteilt, dass „gemäß Anweisungen der Regierung ein Teil des Dampfes freigesetzt wurde, der radioaktive Substanze enthält. Mehr dazu (12 KB)

 

09.03.2011 - DIE NATO, DER KRIEG, DIE LÜGE UND DIE GESCHÄFTE

Wie einige wissen, hat Muammar al-Gaddafi, ein arabisch-beduinischer  Militär von eigentümlichem Charakter und von den Ideen des ägyptischen Führers Gamal Abdel Nasser inspiriert, im September 1969 eine Bewegung innerhalb der Streitkräfte gefördert, die König Idris I. von Libyen stürzte, ein Land, dessen Territorium fast vollkommen aus Wüste besteht, wenig bevölkert ist und im Norden von Afrika, zwischen Tunesien und Ägypten liegt.

Die bedeutenden und wertvollen Energievorkommen Libyens sind nach und nach entdeckt worden.

In einer beduinischen nomadischen Schäferfamilie in der Wüste der Region Tripolis geboren, war Gaddafi ein großer Gegner des Kolonialismus. Man versichert, dass der Großvater väterlicherseits im Kampf gegen die italienische Invasionsarmee gefallen ist, als diese 1911 in Libyen  einmarschierte. Das Kolonialsystem und der Faschismus änderten das Leben von allen. Ebenfalls sagt man, dass der Vater schon inhaftiert wurde, bevor er sich sein Brot als Industriearbeiter verdienen konnte.

Sogar die Gegner von Gaddafi versichern, dass er sich als Student durch seine Klugheit auszeichnete. Wegen seiner antimonarchischen Aktivitäten wurde er vom Lyzeum verwiesen. Es ist ihm gelungen, sich in einem anderen Lyzeum einzuschreiben und später, mit 21 Jahren, an der Universität von Bengasi sein Jurastudium abzuschließen. Danach tritt er in die Militärschule von Bengasi ein, in der er die so genannte Geheime Bewegung der Freien Offiziere gründete. Er beendete sein Studium an einer britischen Militärakademie.

Diese Vorgeschichte erklärt den beachtlichen Einfluss, den er später in Libyen und auf andere politische Führer hatte, ob sie heute nun für oder gegen Gaddafi sind. Mehr dazu (40 KB)

 

03.03.2011 - Der unvermeidliche Krieg der NATO (zweiter und letzter Teil)

Als Gaddafi, Oberst der libyschen Armee, inspiriert von seinem ägyptischen Kollegen Abdel Nasser, im Jahr 1969 im Alter von 27 Jahrenc König Idris I. stürzte, setzte er wichtige revolutionäre Maßnahmen wie die Agrarreform und die Verstaatlichung des Erdöls durch. Das wachsende Einkommen wurden der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung, vor allem dem Bildungs- und Gesundheitswesen der zahlenmäßig kleinen libyschen Bevölkerung zugeführt, die in einem enormen Wüstengebiet mit ganz wenig kultivierbarer Erde lebt.

Unter dieser Wüste gab es ein weites und tiefes Meer aus fossilem Wasser. Als ich eine experimentelle Anbaufläche sah, hatte ich den Eindruck, dass in Zukunft dieses Wasser wertvoller als das Erdöl sein könnte.

Der religiöse Glaube, gepredigt mit der den muslimischen Völkern eigenen Frömmigkeit, hat teilweise geholfen, die in diesem arabischen Land immer noch bestehenden starken Stammesbeziehungen auszugleichen.

Die libyschen Revolutionäre haben ihre eigenen Ideen über die juristischen und politischen Einrichtungen ausgearbeitet und umgesetzt, die Kuba, wie üblich, respektierte.

Wir haben uns jeglicher Meinung über die Konzeptionen der libyschen Führung enthalten.

Wir sehen ganz klar, dass die Hauptsorge der Vereinigen Staaten und der NATO nicht Libyen ist, sondern die in der arabischen Welt ausgelöste revolutionäre Welle, die sie unbedingt verhindern wollen.

Es ist eine unwiderlegbare Tatsache, dass die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und ihren Verbündeten aus der NATO mit Libyen in den letzten Jahre hervorragend waren, bis es zu jener Rebellion in Ägypten und Tunesien kam. Mehr dazu (20 KB)

 

02.03.2011 - DER UNVERMEIDLICHE KRIEG DER NATO

Im Unterschied zu dem, was in Ägypten und Tunesien geschieht, nimmt Libyen den ersten Platz bei den Kennziffern der Humanentwicklung in Afrika ein und weist die höchste Lebenserwartung auf dem Kontinent auf. Dem Bildungs- und Gesundheitswesen widmet der Staat besondere Aufmerksamkeit. Das kulturelle Niveau der Bevölkerung ist zweifellos höher. Die Probleme liegen auf anderer Ebene. Der Bevölkerung mangelte es nicht an Lebensmitteln und unabdingbaren sozialen Dienstleistungen. Das Land benötigte viele ausländische Arbeitskräfte, um die ehrgeizigen Produktions- und Sozialpläne zu realisieren.

Deshalb gab Libyen hunderttausenden von Menschen aus Ägypten, Tunesien, China und anderen Ländern Arbeit. Es verfügte über enorme Einkommen und Reserven konvertierbarer Währungen auf den Banken der reichen Ländern, mit denen es Bedarfsgüter und sogar hoch entwickelte Waffen kaufte, die genau von denselben Ländern geliefert worden sind, die heute Libyen im Namen der Menschenrechte überfallen wollen.  

Die riesige von den Massenmedien entfesselte Lügenkampagne verursachte eine große Verwirrung in der Weltöffentlichkeit. Die Zeit wird vergehen, bevor man genau rekonstruieren kann, was wirklich in Libyen geschehen ist, und bevor man die echten von den falschen Ereignissen unterscheiden kann, die verbreitet wurden.

Verantwortungsbewusste und angesehene Radiosender wie Telesur sahen sich gezwungen, Reporter und Kameramänner zu den Veranstaltungen sowohl der einen als auch der anderen Seite zu senden, um informieren zu können, was tatsächlich geschah. Mehr dazu (28 KB)

 

23.02.2011 - TOTENTANZ DES ZYNISMUS

Die von der US-Regierung und ihren Verbündeten der NATO aufgezwungene Ausplünderungspolitik im Mittleren Osten ist in Krise. Diese entfesselte sich unvermeidlich aufgrund der hohen Getreidekosten, deren Auswirkungen in den arabischen Ländern besonders stark zu spüren sind, wo trotz ihrer enormen Erdölressourcen die Wasserknappheit, die Wüstenzonen und die allgemein gewordene Armut des Volkes im Gegensatz zu den enormen, vom Erdöl herleitenden Ressourcen stehen, über die die privilegierten  Sektoren verfügen.

Während die Preise der Nahrungsmittel sich verdreifachen, erhöhen sich das Immobilienvermögen und die Schätze der aristokratischen Minderheit auf Billionen Dollar.

Die arabische Welt von moslemischer Kultur und von überwiegend moslemischem Glauben wurde außerdem durch einen mit Feuer und Schwert auferlegten Staat demütigt, der nicht fähig war, die Grundpflichten zu erfüllen, die ihm Ursprung gaben, ausgehend von dem Kolonialsystem, das bis Ende des zweiten Weltkrieges existierte, woraufhin die siegreichen Mächte die UNO gründeten und den Welthandel und die Weltwirtschaft auferlegten.  

Wegen dem Verrat von Anwar El-Sadats  in Camp David hat der palästinensische Staat trotz der UNO-Abkommen in November 1947 nicht existieren können, und Israel hat sich zu einer starken, mit der US-Regierung und der NATO verbündeten Atommacht entwickelt.

Der Industrielle Militärkomplex der US-Regierung lieferte Israel und den von ihm unterworfenen und gedemütigten arabischen Ländern selbst jährlich zig Milliarden Dollar.

Der Geist ist aus der Flasche herausgekommen und die NATO weiß nicht, wie sie ihn kontrollieren kann. Mehr dazu (16 KB)

 

21.02.2011 - DIE NATO PLANT LIBYEN ZU BESETZEN

Das Erdöl wurde zum hauptsächlichen Reichtum in den Händen der großen US-Transnationalen; mit dieser Energiequelle haben sie über ein Instrument verfügt, die ihre politische Macht auf der Welt deutlich erhöhte. Das war ihre Hauptwaffe, als sie beschlossen, die Kubanische Revolution einfach zu liquidieren, sobald die ersten gerechten und souveränen Gesetze in unserem Vaterland verkündet wurden, d.h., uns das Erdöl wegzunehmen.

Auf der Grundlage dieser Energiequelle hat sich die heutige Zivilisation entwickelt. Venezuela war das Land in dieser Hemisphäre, das den höchsten Preis bezahlte. Die Vereinigten Staaten bemächtigten sich der enormen Vorkommen, mit denen dieses Bruderland von der Natur gesegnet worden ist.

Nach dem Ende des letzten Weltkriegs begann die Erdölförderung im Iran, in Saudi-Arabien, im Irak und in den umliegenden arabischen Ländern. Diese wurden zu den Hauptlieferanten. Der Weltverbrauch steigerte sich bis zu der fabulösen Menge von ungefähr 80 Millionen Barrels täglich, einschließlich der Fördermenge in den Vereinigten Staaten, zu der in jüngster Zeit noch Gas, Wasserkraft- und Kernenergie hinzu kamen. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts war Kohle die Hauptenergiequelle, die die industrielle Entwicklung ermöglichte, bevor man Milliarden von Autos und Motoren herstellte, die flüssigen Kraftstoff verbrauchen.  Die Verschwendung des Erdöls und des Gases sind mit einer der größten Tragödien der Menschheit verbunden, mit dem Klimawandel. Mehr dazu (16 KB)

 

13.02.2011 - DIE REVOLUTIONÄRE REBELLION IN ÄGYPTEN

Vor einigen Tagen sagte ich, dass das Schicksal von Mubarak besiegelt sei, und dass nicht einmal Obama ihn retten könne.

Die Welt weiß, was im Mittleren Osten geschieht. Die Nachrichten verbreiten sich unglaublich schnell. Kaum reicht den Politikern die Zeit, um die Nachrichten zu lesen, die stündlich eingehen. Alle sind sich der Bedeutung dessen bewusst, was sich dort ereignet.

Nach 18 Tagen harter Auseinandersetzungen hat das ägyptischen Volk ein wichtiges Ziel zu erreicht: den wichtigsten Verbündeten der USA innerhalb der arabischen Länder zu stürzen. Mubarak unterdrückte und plünderte sein eigenes Volk aus, war Feind der Palästinenser und Komplize Israels, ist die sechste Nuklearmacht des Erde, verbunden mit der kriegslüsternen Gruppe der NATO.

Die ägyptischen Streitkräfte haben unter dem Oberkommando von Gamal Abdel Nasser einen unterwürfigen König über Bord geworfen und die Republik gegründet, die mit Unterstützung der UdSSR das Vaterland 1956 gegen die französisch-britische und israelische Invasion verteidigte und den Besitz des Suez-Kanals sowie die Unabhängigkeit ihrer tausendjährigen Nation bewahrte. Mehr dazu (36 KB)

 

01.02.2011 - MUBARAKS SCHICKSAL IST SCHON ENTSCHIEDEN

Mubaraks Schicksal ist schon entschieden und nicht einmal die Unterstützung der Vereinigten Staaten kann seine Regierung retten. In Ägypten lebt ein intelligentes Volk mit einer ruhmreichen Geschichte, das seine Spuren in der menschlichen Zivilisation hinterlassen hat. „Von der Spitze dieser Pyramiden aus beobachten 40 Jahrhunderte Sie“, so rief Überlieferungen zufolge Bonaparte in einem Moment der Begeisterung aus, als die Revolution der Enzyklopädiker ihn zu diesem außerordentlichen Zivilisationsschnittpunkt gebracht hatte.

Am Ende des Zweiten Weltkriegs stand Ägypten unter der brillanten Leitung von Abdel Nasser, der neben Jawaharlal Nehru, Erbe von Mahatma Gandhi; den afrikanischen Führungspersönlichkeiten Kwame Nkrumah und Ahmed Sékou Touré,  und Sukarno, Präsident des zu jener Zeit gerade befreiten Indonesiens, die Bewegung der Blockfreien Ländern gründeten und dem Kampf um die Unabhängigkeit der ehemaligen Kolonien Impulse verliehen. Solche Völker des asiatischen Südostens, des Mittleren Ostens und von Afrika wie Ägypten, Algerien, Syrien, Libanon, Palästina, Westsahara, Kongo, Angola, Mozambique und andere, die sich im Kampf gegen den von den Vereinigten Staaten unterstützten französischen, englischen, belgischen und portugiesischen Kolonialismus befanden, kämpften mit der Unterstützung der UdSSR und von China um ihre Unabhängigkeit. Mehr dazu (40 KB)

 

30.01.2011 - DIE ERNSTE NAHRUNGSMITTELKRISE

Vor nur elf Tagen, am 19. Januar, schrieb ich unter dem Titel „Es ist an der Zeit, etwas zu unternehmen“, Folgendes:

„Das Schlimmste ist, dass die Lösungen zu einem großen Teil von den reichsten, am weitesten entwickelten Ländern abhängen werden, die dahin kommen werden, eine Situation konfrontieren zu müssen, der sie nicht ins Auge blicken können, ohne dass ihr Weltbild zusammenfällt, das sie sich […] zu formen versucht haben.“

„Ich spreche hier nicht nur von Kriegen, deren Gefahren und Folgen weise und brillante Leute, darunter viele US-Amerikaner, übermittelt haben.

Ich meine die Nahrungskrise, verursacht von wirtschaftlichen Tatsachen und dem Klimawandel, die infolge des menschlichen Handels scheinbar irreversibel sind, bezüglich denen aber der menschliche Geist trotzdem die Pflicht hat, ihnen schleunigst die Stirn zu bieten.“

„Die Probleme haben jetzt plötzlich Gestalt angenommen, durch Phänomene, die sich auf allen Kontinenten wiederholen: Hitzewellen, Waldbrände, Ernteverluste in Russland […]; Klimawechsel in China, […]; zunehmende Verluste an Wasservorrat im Himalaja-Gebirge, die Indien, China, Pakistan und andere Länder bedrohen; übermäßige Regenfälle in Australien, die fast eine Million Quadratkilometer überflutet haben; ungewöhnliche und saisongemäß verschobene Kältewellen in Europa […]; Dürreperioden in Kanada; ungewöhnliche Kältewellen in diesem Land und in den Vereinigten Staaten […]“

Ebenfalls habe ich die Regenfälle ohnegleichen in Kolumbien, Venezuela und Brasilien erwähnt. Mehr dazu (28 KB)

 

27.01.2011 - LAGEBERICHT ZUR UNION

Die Rede des Präsidenten zu diesem Thema wurde mit großem Interesse erwartet, besonders nach seinen Worten vom 12. Januar in der Universität Tucson von Arizona über das vier Tage vorher in jener Stadt stattgefundene Blutbad. Sechs Menschen starben und weitere 14 wurden verletzt, darunter die zum dritten Mal in den US-amerikanischen Kongress gewählte junge demokratische Abgeordnete Gabrielle Giffords, die sich gegen das Migrantenfeindliche Einwanderungsgesetz jenes Staates ausgesprochen hatte, der einst Teil jenes mexikanischen Territoriums gewesen ist, das Mexiko während des ungerechten Krieges von 1848 entrissen worden ist.

Die Tea Party, die faschistische Rechte der Republikanischen Partei, hatte einen beachtlichen Erfolg unter jenen Wähler erreicht, die sich in jenem Land  die Mühe machen, ihr Stimmrecht bei den Wahlen auszuüben.

Die Bevölkerung von Arizona hat genauso empört reagiert wie der Rest der Menschen in den Vereinigten Staaten. Ihr Verhalten war zweifelsfrei korrekt und so habe ich es auch zum Ausdruck gebracht.

Ich habe nie an den ethischen Faktoren gezweifelt, die - unabhängig von der Regierungspolitik - die Völker für gewöhnlich auszeichnen.

So nachlässig auch die Rede von Obama bezüglich des unglaublichen Ausdrucks eines primitiven Verhaltens war, der sich im verallgemeinerten und fast unbegrenzten Gebrauch von tödlichen Schusswaffen widerspiegelt, verdient der Lagebericht zur Union doch eine politische und ethische Analyse, denn die Vereinigten Staaten sind eine Supermacht, von der - unabhängig davon, wer der Präsident bzw. wer im Kongress ist - unter anderen wichtigen Faktoren das Schicksal der menschlichen Gattung abhängig ist.

Kein Land hat isoliert und für sich allein die Antwort auf alle die Probleme, denen heute die Welt gegenübersteht, und kann es auch nicht haben. Mehr dazu (60 KB)

 

19.01.2011 - ES IST AN DER ZEIT, ETWAS ZU UNTERNEHMEN

Ich werde ein bisschen aus der Geschichte erzählen.

Als die Spanier uns vor fünf Jahrhunderten „entdeckt haben”, lag die geschätzte Bevölkerungszahl der Insel bei knapp 200.000 Einwohnern, die in Ausgewogenheit mit der Natur lebten. Ihre Hauptnahrungsmittelquellen befanden sich in den an Protein reichen Flüssen, Seen und Meeren. Zusätzlich betrieben sie eine rudimentäre Landwirtschaft, die sie mit Kalorien, Vitaminen, Mineralsalzen und Ballaststoffen  versorgte. 

In einigen Gebieten Kubas hat man immer noch die Gewohnheit Tapiokafladen zu produzieren, das ist wie ein Brot aus Maniok. Bestimmte Früchte und kleine wilde Tieren ergänzten ihre Kost. Sie haben außerdem einige Getränke aus vergärten Produkten hergestellt und haben der Weltkultur die überhaupt nicht gesunde Gewohnheit des Rauchens überliefert.

Die jetzige Bevölkerungszahl Kubas ist möglicherweise 60 Mal größer als die damalige. Obwohl die Spanier sich mit der einheimischen Bevölkerung vermischten, haben sie diese doch durch die fast Sklavenarbeit auf dem Land und bei der Goldsuche im Fluss-Sand praktisch vernichtet.

Die einheimische Bevölkerung wurde durch den Import von mit Gewalt eingefangenen und versklavten Afrikanern ersetzt, eine grausame, über Jahrhunderte angewandte Methode.

Sehr wichtig für unser Leben waren die geschaffenen Ernährungsgewohnheiten. Wir wurden in Verbraucher von Schweine-, Rind- und Schaffleisch, sowie Milch, Käse und anderen Derivaten; Weizen, Hafer, Gerste, Reis, Kichererbsen, Bohnen, Erbsen und anderen Hülsenfrüchten verwandelt, die aus klimatisch andersartigen Zonen stammen. Mehr dazu (44 KB)

 

13.01.2011 - OBAMAS REDE IN ARIZONA

Ich habe ihm gestern zugehört, als er an der Universität Tucson gesprochen hat, wo eine Veranstaltung zu Ehren der bei dem Blutbad von Arizona  ermordeten 6 Personen und der 14 Verletzten, besonders der durch einen Kopfschuss schwer verletzten demokratischen Kongressabgeordneten für diesen Staat, stattgefunden hat.

Die Tat war Werk einer geistig gestörten, durch die in der US-Gesellschaft herrschende Hasspredigt vergifteten Person, einer Gesellschaft, wo die faschistische Gruppe Tea Party ihren Extremismus der Republikanischen Partei aufgezwungen hat, welche die Welt unter der Schirmherrschaft von George W. Bush dahin geführt hat, wo sie sich heute befindet, am Rande des Abgrunds.

Zur Katastrophe der Kriege ist die größte Wirtschaftskrise der Geschichte der Vereinigten Staaten hinzugekommen und eine Staatsschuld, die schon 100% des Bruttoinlandsprodukts beträgt, was zu einem monatlichen Defizit hinzukommt, das die 80 Milliarden Dollar übersteigt, und erneut zur Zunahme jener Wohnstätten, die durch Hypothekenschulden verloren gehen. Der Preis des Erdöls, der Metalle und der Lebensmittel steigt fortschreitend. Das Misstrauen in die Papierwährung erhöht den Ankauf von Gold und nicht Wenige versichern, dass sich der Preis dieses Metalls bis Ende des Jahres auf 2.000 Dollar je Feingold-Unze erhöhen wird.  Manche glauben, dass er sogar bis auf 2.500 steigen wird.

Die Klima-Phänomen haben sich verschärft, mit bedeutenden Ernte-Verlusten in der Russischen Föderation, in Europa, China, Australien, im Norden und Süden von Amerika und in anderen Gebieten, was die Lebensmittelversorgung von über 80 Ländern der Dritten Welt gefährdet und politische Instabilität in einer zunehmenden Anzahl von ihnen schafft. Mehr dazu (16 KB)

 

10.01.2011 - EIN WEITERER STAR DER TEA PARTY

Keine Geringere als Ileana Ros, die das Kind Elián in Miami entführt hielt und Anstifterin von Staatsstreichen, Verbrechen wie jenen von Posada Carriles und anderen Gewalttaten ist, wird in das benachbarte Haiti reisen, wo aufgrund des Erbebens 250.000 Menschen umgekommen sind und wo die Choleraepidemie, während der schon knapp 4.000 Menschen ihr Leben verloren haben, weiterhin Opfer fordert und eine Bedrohung für den ganzen Kontinent darstellt.

Eine Pressemeldung der Agentur DPA informierte wie folgt:  

„Die republikanische US-Abgeordnete Ileana Ros-Lehtinen wird am Dienstag Haiti besuchen. Das wird ihre erste Reise ins Ausland sein, seitdem sie zur Vorsitzenden des Außenpolitikausschusses des Repräsentantenhauses, jetzt in Händen der Republikaner, ernannt wurde, teilte heute ihr Büro in einem Kommuniqué mit. 

Die Abgeordnete kubanischer Herkunft sagte, dass sie erwarte, während ihres Aufenthalts in Port-au-Prince einen Bericht über ‘die Fortschritte’ beim Wiederaufbau in diesem verwüsteten Land zu erhalten, sowie über den ‘fortdauernden Wahlstreit’ nach der Präsidentenwahl vom 28. November. 

Es ist wichtig, dass ich nach Haiti reisen kann, ein für die Vereinigten Staaten sehr nahes und geliebtes Land’, erklärte die Kongressabgeordnete für Florida, ein Staat, wo eine bedeutende haitianische Bevölkerungsgruppe lebt. Mehr dazu (16 KB)

 

10.01.2011 - DAS VERBRECHEN GEGEN DIE DEMOKRATISCHE US-ABGEORDNETE

Wie bekannt, ist der Staat Arizona ein Mexiko von den Vereinigten Staaten neben vielen anderen Landstücken entrissenes Gebiet, ein Schauplatz schmerzhafter Ereignisse wegen der vielen hundert  Lateinamerikaner, die beim Versuch, in die Vereinigten Staaten zu emigrieren, ums Leben kommen. Ihr Ziel ist es, dort eine Arbeit zu finden, bzw. die Familienzusammenführung mit ihren Eltern, Ehegatten oder anderen engsten Familienangehörigen zu erreichen, die dort leben.

Sie sind es, die in diesem Land die härtesten Arbeiten ausführen und ständig unter der Angst vor Verhaftung und Zwangsdeportation leben. Trotz der drastischen Maßnahmen wächst Jahr für Jahr die Zahl der Personen, die beim Versuch sterben, und hunderttausende Menschen werden jährlich in ihre Herkunftsländer abgeschoben.

Eine ständig zunehmende Anzahl von US-Amerikanern wendet sich gegen diesen Missbrauch. Das ist der Fall derjenigen, die die junge Kongressabgeordnete Gabrielle Giffords unterstützt haben und sie zum dritten Mal gewählt haben.

Der Staat Arizona ist heutzutage einer der reichsten in den Vereinigten Staaten, dank der dort geförderten Mineralien, vor allem Kupfer und Molybdän; dank der umfangreichen Baumwoll- und Rindfleischproduktion, für welche sie ausgedehnte Ländereien nutzen; dank der wunderschönen Landschaften wie dem Grand Canyon vom Colorado River, als eines der schönsten des Planeten angesehen; und dank einer der drei großen eingeborenen Gemeinschaften. 30 Millionen einheimische und ausländische Touristen besuchen jährlich den Staat. Ungefähr 30% seiner Bevölkerung sind hispanoamerikanischer Herkunft. Mehr dazu (16 KB)

 

09.01.2011 - OHNE GEWALT UND OHNE DROGEN

Gestern habe ich die grauenhafte Gewalttat gegen die US-Abgeordnete Gabrielle Giffords analysiert, bei der 18 Menschen von den Gewehrkugeln erreicht worden sind, sechs starben und die  anderen 12 wurden verletzt, mehrere davon äußerst schwer, darunter die Abgeordnete durch einen Kopfschuss. Dem Ärzteteam blieb nur als Alternative, sie am Leben zu erhalten zu versuchen und die Folgeerscheinungen der kriminellen Tat möglichst zu vermeiden.  

Das hierbei ums Leben gekommene 9jährige Mädchen war am selben Tag der Zerstörung der Zwillingstürme geboren worden und in der Schule war es eine hervorragende Schülerin. Ihre Mutter erklärte, dass man soviel Hass ein Ende  setzen müsse.  

Ich erinnerte mich an eine schmerzhafte Realität, die sicherlich viele ehrliche, von den Lügen und dem Hass noch nicht vergiftete US-Amerikaner beunruhigen würde. Wie viele von ihnen wissen, dass Lateinamerika jene Weltregion ist, wo die größte Ungleichheit bei der Verteilung des Reichtums existiert? Wie viele von ihnen sind über die Säuglings-, Kinder- und Müttersterblichkeitsraten, die Lebenserwartung, die medizinische Betreuung, die Kinderarbeit, die Bildung und die überwiegende Armut in den anderen Ländern der Hemisphäre informiert worden?   

Ausgehend von dem abscheulichen Ereignis von gestern in Arizona werde ich allein die Gewaltrate aufzeigen.

Ich sagte schon, dass Jahr für Jahr hunderttausende von der Armut und der Unterentwicklung verfolgte lateinamerikanische und karibische Emigranten, die in die Vereinigten Staaten gehen, festgenommen und oftmals von ihren engsten Familienangehörigen getrennt und in ihre Herkunftsländer zurückgeschickt werden.

Ich wiederhole, das Geld und die Waren können die Grenze frei überqueren; die Menschen nicht. Jedoch die Drogen und die Waffen überqueren diese Linie in der einen und anderen Richtung unaufhörlich. Die Vereinigten Staaten sind der größte Rauschgiftverbraucher der Welt und gleichzeitig der größte Zulieferer von Waffen, symbolisiert mit dem auf der Website von Sarah Palin veröffentlichten Visier bzw. mit dem M-16-Gewehr auf den Wahlplakaten des ehemaligen Marineinfanteristen Jesse Kelly, mit der unterschwelligen Botschaft, das gesamte Magazin abzuschießen. Mehr dazu (20 KB)

 

08.01.2011 - EINE GRAUENHAFTE TAT

Am heutigen Nachmittag wurde aus den Vereinigten Staaten eine bedauerliche und beschämende Nachricht bekannt gegeben: die demokratische Kongressabgeordnete für Arizona, Gabrielle Giffords, war während ihrer Teilnahme an einer politischen Veranstaltung in ihrem Wahldistrikt Tucson Opfer eines kriminellen Attentats geworden. Auf der anderen Seite der Grenze liegt Mexiko, das lateinamerikanische Land, zu dem jenes Gebiet gehörte, als ihm in einem ungerechten Krieg über die Hälfte seines Territoriums entrissen wurde.

Über seine karge Oberfläche versuchen viele derjenigen zu emigrieren, die aus Mexiko, Mittelamerika und anderen lateinamerikanischen Ländern dem Hunger, der Armut und der Unterentwicklung zu entfliehen suchen, zu denen jene Völker von den Vereinigten Staaten geführt wurden. Das Geld und die Waren können diese Grenze frei überqueren; die Menschen nicht. Und das ohne die Drogen und die Waffen zu erwähnen, die diese Linie in der einen und anderen Richtung überqueren.

Hunderttausende Lateinamerikaner, die in jenem Land die härtesten und am schlechtesten bezahlten Arbeiten ausführen, werden Jahr für Jahr festgenommen und an ihre Ausgangspunkte zurückgeschickt, oftmals getrennt von ihren engsten Familienangehörigen. Sie erwarteten von der neuen Regierung eine Berichtigung dieser kriminellen und unmenschlichen Politik.

Gemäß den kürzlich erhaltenen Nachrichten sind 18 Menschen von den Gewehrkugeln erreicht worden und sechs starben, darunter ein Mädchen von 9 Jahren und der Bundesrichter John Roll.

Die Abgeordnete ist durch einen Kopfschuss schwer verletzt worden. Die Ärzte kämpfen darum, sie am Leben zu erhalten.

Sie ist mit Mark Kelly, Astronaut der NASA, verheiratet. Mit 36 Jahren wurde sie 2006 das erste Mal in den Kongress gewählt. „Sie ist Befürworterin der Migrationreform, der Forschung mit Embryonalzellen und der alternativen Energien“, Maßnahmen, welche die Äußerste Rechte verabscheut.

Sie war bei den letzten Wahlen als Vertreterin der Demokraten wieder gewählt worden.

Als ihr Vater von der Presse befragt wurde, ob sie Feinde habe, antwortete dieser: „die gesamte Tea Party“. Mehr dazu (16 KB)

 

06.01.2011 - WAS WÜRDE EINSTEIN DAZU SAGEN?

In einer am 25. August unter dem Titel „Die Meinung eines Experten“ veröffentlichten Reflexion habe ich eine wirklich ungewöhnliche Tätigkeit der Vereinigten Staaten und ihrer Verbündeten erwähnt, die meinem Dafürhalten nach die Gefahr eines Konflikts von atomarem Charakter unterstrich. Ich bezog mich auf einen langen Artikel des bekannten Journalisten Jeffrey Goldberg, der in der September-Ausgabe jenes Jahres der US-amerikanischen Zeitschrift The Atlantic unter dem Titel „Der Punkt, nach dem es kein Zurück gibt“ veröffentlicht wurde.

Goldberg war nicht Israel-feindlich, sondern im Gegenteil, Bewunderer von Israel, dessen Staatsbürgerschaft er neben der der Vereinigten Staaten innehat, und in jenem Land hat er seinen Militärdienst abgeleistet.

Im Anfangsteil seines Artikels schrieb er wörtlich Folgendes: „Es ist ebenso möglich, dass durch die  ‘Operationen der Vereitelung’, die von den Geheimdiensten von Israel, der Vereinigten Staaten, von Großbritannien und von anderen Westmächten durchgeführt werden (Programme, die dazu bestimmt sind, die iranischen Anstrengungen auf dem Gebiet der Atomkraft durch Sabotage und eventuell durch das sorgfältig koordinierte Verschwinden von Atomwissenschaftlern zu unterminieren) der Vormarsch von Iran in irgendeinem Maße bedeutend verlangsamt werden kann.“  

Das in Klammern Geschriebene im obigen Paragraphen ist ebenfalls von ihm.

Nach Erwähnung des geheimnisvollen Satzes fuhr ich mit der Analyse jenes gordischen Knotens der internationalen Politik fort, der zu jenem von Einstein so befürchteten Krieg führen konnte. Was würde er dazu sagen, wenn ihm die zur Beseitigung der fähigsten Atomwissenschaftler bestimmten „Operationen der Vereitelung“ bekannt geworden wären? Mehr dazu (28 KB)

 

Älteres von Fidel Castro, bis zum 31.12.2010 findet Ihr hier!