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Ihre Meinung, ihre Kritik, ihre Fragen sind mir immer Willkommen: mailto:webmaster@kalle-der-rote.de

„Solidarität ist unsere Zärtlichkeit“

Liebe Freunde,

der Kampf für Frieden, Freiheit und soziale Befreiung (ohne sie gibt es keine soziale Gerechtigkeit), ist ein Kampf der international geführt werden muss und letztendlich nur so die Menschheit von seinen schlimmsten gesellschaftlichen Geiseln befreien kann.

In den letzten Jahrzehnten gab es sehr viele Fortschritte und auch Rückschläge, im Bezug auf die Entwicklung eine Welt mit menschlichen Antlitz zu schaffen. Die Konterbanden des Kapitals schlugen oftmals blutig zurück, beim immerwährenden Kampf der Menschheit um ihre Befreiung. Angefangen bei der Pariser Kommune 1871, die blutig unter deutschen Waffen niederkatäscht wurde, über den Kriegszügen gegen das revolutionäre Russland in den 20`ziger Jahren des letzten Jahrhundert, zur gleichen Zeit die Konterrevolutionen im Deutschen Reich und anderswo. Aber die Menschen haben es geschafft, die Jahrhunderte langandauernde Kolonialherrschaft weltweit zu beseitigen, beispielhaft sei hier nur an den heldenhaften Kampf des Vietnamesischen Volkes erinnert und seinen 30 jährigen Kampf gegen den Französischen- und US-Imperialismus

Aber schlimmer als der territoriale Kolonialismus, ist die ökonomische Verknechtung durch den Imperialismus, diese globalisierte Weise der Ausbeutung durch das Kapital.

Für mich ist es besonders Wichtig, das die zarten Gewächse, wo das Kapital in seine Schranken verwiesen wurde, auch eine besondere Art der Solidarität verdienen. Denn der Zorn des Kapitals gegenüber diesen Ländern ist besonders groß und kann wie so oft in der Geschichte, wieder ein blutiges Finale finden, der Krieg gegen die 2. Spanische Republik, der Vietnamkrieg, Chile, sowie die nun bald 50zig jährige Blokade des US-Imperialismus gegen das kleine mutige cubanische Volk und viele andere Schlachtfelder mahnen. In diesem Sinne “Vorwärts und nie vergessen ...”

02.11.2012 – jw - Luftbrücke in die Karibik

Luftbruecke in die Karibik-kHaiti ruft nach Wirbelsturm Notstand aus. Hilfe aus Venezuela und Bolivien

Von André Scheer - Die Regierung von Haiti hat am Mittwoch (Ortszeit) wegen der durch den Wirbelsturm »Sandy« angerichteten Schäden landesweit den Notstand ausgerufen. Offiziellen Zahlen zufolge hatte der Hurrikan, der die bitterarme Karibikrepublik in der vergangenen Woche überquert hatte, dort 54 Todesopfer gefordert. 21 Menschen wurden am Donnerstag noch vermißt. Staatschef Michel Martelly erklärte nun, sein Land erhole sich zwar »nach und nach« von den Schäden, allerdings müßten besondere Maßnahmen ergriffen werden, um der betroffenen Bevölkerung schnell und effizient helfen zu können.

Der Wirbelsturm hatte auch Jamaika, Kuba und die Bahamas heimgesucht, doch Haiti wurde am schwersten getroffen, da das Land noch immer unter den Folgen des schweren Erdbebens vom Januar 2010 leidet. So wurde durch »Sandy« auch ein Flüchtlingslager zerstört, in dem noch immer 370000 Menschen unter erbärmlichen Bedingungen ausharren mußten. Mindestens 18000 Familien haben nun auch diese letzte Unterkunft verloren.

Die meisten Menschen sollen nach Angaben der Regierung jedoch zu Tode gekommen sein, als sie versuchten, die durch die starken Regenfälle angeschwollenen Flüsse zu überqueren. Befürchtet wird zudem ein erneuter Ausbruch der Choleraepidemie, die nach dem Erdbeben mehr als 600000 Menschen getroffen hatte. Wie der lateinamerikanische Fernsehsender TeleSur berichtete, wurden in den letzten Tagen wieder 200 Menschen unter dem Verdacht einer Choleraerkrankung in die Krankenhäuser eingeliefert, 20 Menschen seien bereits gestorben. Mehr dazu (68 KB)

 

22.08.2012 - Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek - Ein blutiges Massaker in Südafrika

Ein blutiges Massaker in Suedafrika-k... und seine Instrumentalisierung gegen Zuma, ANC und Dreierbündnis

Das Massaker an streikenden Bergarbeitern am 16. August im südafrikanischen Platinbergwerk Lonmin nahe der Stadt Marikana, etwa 70 Kilometer nordwestlich von Johannesburg, hat weltweit Entsetzen und Anteilnahme mit den Opfern und ihren Angehörigen ausgelöst. Es war wohl der blutigste Polizeieinsatz in Südafrika seit dem Ende der Apartheid 1994. Inzwischen wurde aber auch sichtbar, daß hinter dem Vorfall mehr steckt als ein lokaler Sozialkonflikt, der in blutige Gewalt eskaliert ist.

Staatspräsident Zuma hat seine Teilnahme am Wirtschaftsgipfel der Staaten des südlichen Afrika in Maputo (Moçambique) abgebrochen und sich »geschockt und bestürzt« über die »sinnlose Gewalt« geäußert. »Es gibt in unserem demokratischen System genug Raum, um Streitfragen per Dialog, ohne Gesetzesbruch und ohne Gewalt zu klären«, sagte er. Er setzte eine Untersuchungskommission ein und verkündete eine Woche nationaler Trauer.

Der unmittelbare Hergang läßt sich nach den derzeit verfügbaren Angaben mit aller Vorsicht etwa so rekonstruieren: Seit dem 10. August waren ca. 3.000 der insgesamt 26.000 Beschäftigten des Lonmin-Konzerns, der überwiegend in der Hand britischer Kapitalisten ist, in einen »wilden Streik« getreten. Als Initiator trat eine erst kürzlich vom bisher einheitlichen nationalen Gewerkschaftsbund der Minenarbeiter (NUM) abgespaltene »Association of Mineworkers and Construction Union« (»Vereinigung von Minenarbeitern und Bauleuten« – AMCU) auf. Sie forderte eine Verdreifachung des Lohns von 4.000 auf 12.500 Rand (von ca. 400 auf 1.220 Euro). Mehr dazu (92 KB)

 

04.05.2012 – UZ - Von Rückenschmerzen und anderem Leid

Von Günter Pohl - Henry Díaz ist kein Ukrainer. Daher wird sein Verschwinden am 18. April in Puerto Asís die Europäische Union zu keiner Stellungnahme bewegen.

Felipe Carranza wurde im Gefängnis "La Modelo" nicht behandelt; er starb 2008 nach zwei Monaten unterlassener Hilfeleistung. Auch kein Ukrainer. Und ohnehin tot.

Rodrigo Lodoño hat in der Sowjetunion herzmedizinische und in Jugoslawien militärische Kenntnisse erworben, bevor er sich vor dreißig Jahren aktiv gegen die Verhältnisse auflehnte, wegen derer in seinem Land Menschen wie Henry jedes Jahr zu Hunderten verschwinden und solche wie Felipe zu Tausenden ohne jeden Prozess im Knast sitzen. Seine Landsleute kennen ihn unter dem Kampfnamen Timoleón Jiménez oder auch "Timochenko". Ob er Rückenschmerzen hat, ist schwer zu ermitteln. Ukrainer ist er jedenfalls nicht, aber vielleicht war er mal dort.

Seine Namenskollegin Julia ist Ukrainerin. Wäre sie stattdessen Landarbeitergewerkschafterin wie Henry und hätte an dem Tag an der Spitze von 200 Menschen aus Valle del Guamuez im Departement Putumayo zur Gründung der politischen Bewegung "Marcha Patriótica" nach Bogotá aufbrechen wollen; Mehr dazu (60 KB)

 

27.09.2011 – Heideruh e.V. - FIR: Dänische Antifaschisten sind keine Terroristen!

Unser Gast und Kamerad Anton Nielsen muss am 4. Oktober für 6 Monate in das Gefängnis in das sein Vater 70 Jahre zuvor von deutschen Besatzern verschleppt wurde. Bodil von Hobbyclubben (diese Gruppe dänischer AntifaschistInnen aus Kopenhagen besucht Heideruh seit Jahren) schreibt uns: Die Geschichte wiederholt sich - leider, so haben wir jetzt - zum ersten Mal seit dem Krieg - wieder einen politischen Gefangenen in Dänemark, und dieses Mal sind wir im Krieg mit uns selbst, beschämend.“ Die 8000 € Geldstrafe sind in kurzer Zeit durch Solidaritätsveranstaltungen eingenommen worden. Heideruh erklärt sich solidarisch und protestiert aufs Schärfste.

Montag, den 20. Juni 2011 um 09:22 Uhr - Anton NielsenAnton Nielsen

Die Internationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) protestiert gegen ein von der Organisation als Skandalurteil bewertendes Ergebnis im politischen Prozess gegen den Vorsitzenden eines dänischen antifaschistischen Veteranenverbandes. »Mit großer Empörung musste die FIR erfahren, dass Mitte Juni 2011 der Vorsitzende der dänischen Horserød Stutthof Foreningen, der 72jährige Anton Nielsen, zu einer mehrmonatigen Haftstrafe wegen angeblicher Unterstützung terroristischer Vereinigungen verurteilt wurde«, heisst es in einer von der FIR verbreiteten Erklärung.

Schon im Januar 2011 hatte der internationale Zusammenschluss von Vereinigungen antifaschistischer Widerstandskämpfer gegen die Nazi-Diktatur in einem Schreiben an den dänischen Justizminister gegen die Anklage des dänischen Reichsanwaltes protestiert und deutlich gemacht, dass die Horserød Stutthof Foreningen, der Zusammenschluss der ehemaligen Häftlinge von Stutthoff und ihrer Angehörigen, keine terroristische Vereinigung ist und der Vorwurf der »Unterstützung des Terrorismus« nur eine böswillige Unterstellung darstellt. »Wir wiederholen noch einmal: Horserød Stutthof Foreningen unterstützt seit Jahrzehnten die historische Erinnerungsarbeit und tritt dafür ein, dass das politische Vermächtnis der Überlebenden: „Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln! Schaffung einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit!“ Wirklichkeit wird.« Mehr dazu (112 KB)

 

28.06.2011 – kommunisten.eu - Urbanisierung Chinas - Aspektes eines strategischen Urbanisierung Chinas - Aspektes eines strategischen Entwicklungsweges-kEntwicklungsweges

Trotz der großen Entwicklungserfolge der VR China in den letzten dreißig Jahren, bleibt das Land doch immer noch ein Entwicklungsland und auf dem Weg aus einem agrarwirtschaftlich dominiertes in ein industriell auf modernste Wissenschaft und Technik und Dienstleistungen orientiertes Land. Wie die geschichtliche Entwicklung anderer Länder zeigt, ist dabei die Urbanisierung (Verstädterung) der Gesellschaften ein gesetzmäßiger und notwendiger Weg. Zur Erläuterung der strategischen Orientierung Chinas auf diesem Weg äußerten sich nach den Anfang März abgehaltenen zentralen politischen Konferenzen des Nationalen Volkskongresses (NVK) und der Politischen Konsultativkonferenz des Chinesischen Volkes (PKKCV) Teilnehmer und Fachleute vor der Presse.

Im Tätigkeitsbericht der Regierung der VR China, den Ministerpräsident Wen Jiabao am 5. März 2011 auf der 4. Tagung des XI. Nationalen Volkskongresses in Peking vorgetragen hat, heißt es: "Die Urbanisierung soll aktiv und sicheren Schrittes vorangetrieben werden. Es soll daran festgehalten werden, den Weg der Urbanisierung chinesischer Prägung zu beschreiten. Es gilt, die Gesetzmäßigkeit der städtischen Entwicklung zu befolgen und die gesunde Entwicklung der Urbanisierung zu fördern."

Gemäß dem 12. Fünfjahresplan (2011-2015) für die Entwicklung der Volkswirtschaft und Gesellschaft, der auf der diesjährigen Tagung des Nationalen Volkskongresses Anfang März verabschiedet wurde, soll der Verstädterungsgrad in China von aktuell 47,5 Prozent bis zum Jahr 2015 auf 51,5 Prozent ansteigen. Im Weltdurchschnitt lag der Verstädterungsgrad im Jahr 2007 bei 50 Prozent.

"Urbanisierung ist eine schwierige Aufgabe in China, denn wir haben sehr ausgedehnte ländliche Gebiete und eine große Landbevölkerung", sagte Wang Jianlin, Delegierter beim 11. Landeskomitee PKKCV. Wang, der zugleich stellvertretender Vorsitzender der Gesamtchinesischen Vereinigung der Industriellen und Kaufleute ist, hob hervor, dass der Verstädterungsgrad Chinas derzeit eigentlich deutlich unter der im neuen Fünfjahresplan genannten Marke von 47,5 Prozent liegt: "Wenn man die rund 150 Millionen in der Statistik erfassten bäuerlichen Wanderarbeiter abzieht, kommt man auf einen Verstädterungsgrad von allenfalls 35 Prozent." Nur wenn es gelingt, die Wanderarbeiter durch feste Arbeitsplätze und Nachzug ihrer Familien in die städtische Gesellschaft zu integrieren, kann innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Quote von 45 Prozent und mehr erreicht werden. Mehr dazu (300 KB)

 

17.12.2010 – UZ - Für Frieden, Solidarität und sozialen Fortschritt

In Tshwane wurden 17. Weltfestspiele eröffnet

Am 13. Dezember fand im Moripe-Stadion in Atteridgeville, Tshwane (Pretoria) in Südafrika die Eröffnungsfeier der 17. Weltfestspiele der Jugend und Studenten als Auftakt für acht Tage Konferenzen, Workshops und Aktivitäten mit 20 000 TeilnehmerInnen statt. Umgeben von der begeisternden Ausgelassenheit der südafrikanischen Gastgeber und Helfer diskutieren Jugendliche aus allen Teilen der Welt unter dem Motto "Schlagt den Imperialismus - Für eine Welt des Friedens, der Solidarität und sozialer Umgestaltung" über aktuelle Einschätzungen und unterschiedliche Erfahrungen.

Die Stimmung bei der Vorstellung der einzelnen Delegationen aus 109 Ländern war fröhlich und kämpferisch. Nach einer Stadionrunde jeder Delegation wurde mit einer Militärparade das Eintreffen des südafrikanischen Präsidenten Jacob Zuma eingeleitet. Bevor der Generalsekretär und der Präsident des WBDJ als Ausrichterorganisation der Jugendweltfestspiele die Delegierten begrüßte, wurden Salutschüsse abgefeuert und die südafrikanische Luftwaffe bot eine Flugshow direkt über dem Stadion. In seiner anschließenden Rede legte der WBDJ-Präsident einen Schwerpunkt auf die Solidaritätsarbeit des WBDJ - früher mit Ländern wie Südafrika, heute mit GenossInnen aus Westsahara oder Palästina. Mehr dazu (16 KB)

 

14.12.2010 - Reflexionen des Genossen Fidel Castro - DAS IMPERIUM AUF DER ANKLAGEBANK

Julian Assange, ein Mann, den vor einigen Monaten nur wenige Personen auf der Welt kannten, zeigt, dass man dem mächtigsten Imperium, das je auf der Welt existierte,  trotzen kann.  

Die kühne Herausforderung kam nicht von einer rivalisierenden Großmacht; aus einem Staat mit mehr als hundert Atomwaffen; aus einem Land mit hunderten Millionen Einwohnern; aus einer Gruppe von Nationen mit enormen Naturressourcen, auf die die Vereinigten Staaten nicht verzichten könnten; oder von einer revolutionären Doktrin, die in der Lage wäre, das Fundament des auf Ausplünderung und Ausbeutung der Welt basierenden Imperiums gründlich zu erschüttern.

Er war nur eine einzige Person, von der in der Presse kaum die Rede war. Obwohl inzwischen berühmt, weiß man immer noch wenig über ihn, ausgenommen die vielfach veröffentlichte Beschuldigung über die Liebesbeziehungen zu zwei Damen ohne die  nötige Vorsicht in AIDS-Zeiten. Noch wurde kein Buch über seine Herkunft, seine Bildung oder seine philosophischen und politischen Ideen geschrieben.

Selbst die Motivation ist nicht bekannt, die ihn dazu brachte, diesen überzeugenden Schlag gegen das Imperium zu führen. Man weiß nur, dass er das Imperium moralisch in die Knie gezwungen hat.  

Die Nachrichtenagentur AFP informierte heute, dass der „Schöpfer von Wikileaks weiter im Gefängnis bleiben wird, obwohl er gegen Kaution freigelassen wurde. […] Er muss so lange hinter Gittern bleiben, bis die von Schweden eingelegte Berufung geklärt ist, da dieses Land die Auslieferung wegen seiner vermutlichen Sexualdelikte verlangt.“

„… die Rechtsanwältin, die den schwedischen Staat vertritt, […] verkündete ihre Absicht, gegen die Freilassungsentscheidung Berufung einzulegen.“

„…Richter Riddle setze als Bedingung die Bezahlung einer Kaution in Höhe von 380.000 US-Dollars, die Benutzung eines elektronischen Armreifs und die Einhaltung einer Ausgangssperre fest.“

Die Kanzlei selbst informierte, dass er im Fall einer Freilassung „in einem Privathaus von Vaughan Smith wohnen soll, sein Freund und Vorsitzender des Frontline Clubs, ein Journalistenclub in London, wo Wikileaks seit mehrere Wochen sein Hauptquartier eingerichtet hat …“  Mehr dazu (20 KB)

 

13.-21.12.2010 – kommunisten.de - Weltfestspiele der Jugend - Vorbereitungen laufen an

weltjugendZum ersten internationalen Vorbereitungstreffen für die 17. Weltfestspiele der Jugend und Studierenden, die vom 13. bis 21. Dezember 2010 in Südafrika stattfinden werden, sind in der venezolanischen Hauptstadt Caracas am Wochenende rund 100 Vertreter aus 22 Ländern zusammengekommen.

Im Rahmen des Treffens übergab Venezuelas Vizepräsident Elías Jaua als Vertreter des Gastgeberlandes der 16. Weltfestspiele 2005 die Festivalfahne an die südafrikanische Delegation. Dabei rief Jaua die Jugend der Welt auf, sich auf den Weltfestspielen »ohne jede Furcht, aber voller Stolz« für den Sozialismus einzusetzen, »denn die Banner des Sozialismus bedeuten geraden den Kampf für eine bessere Welt und den Sieg der Menschheit über die Barbarei«.. Mehr dazu (20 KB)

 

13.12.2010 – Fidel Castro - BOTSCHAFT AN DIE TEILNEHMER DER 17. WELTFESTSPIELE DER JUGEND UND STUDENTEN IN SÜDAFRIKA

Kameradinnen und Kameraden,

ich freue mich, und es ist für mich eine große Ehre, Ihrer Bitte nachzukommen, eine Botschaft anlässlich der 17. Weltfestspiele der Jugend und Studenten zu übermitteln, die im Heimatland von Nelson Mandela, einem lebenden Symbol des Kampfes gegen das gehasste Apartheid-System, stattfinden.  

Kuba war Austragungsort von  zwei Festspielen: die IX. im Jahr 1978 und die XIV. im Jahr 1997.

Zu jener Zeit war es das erste Mal, dass die Festspiele nicht in Europa stattfanden, sondern in einem Land dieser Hemisphäre.

Die Entscheidung wurde auf der IX. Versammlung des Weltbundes der Demokratischen Jugend in Varna, Bulgarien, Ende 1974 getroffen.

Es waren andere Zeiten: die Welt hat ernsten, aber weniger dramatischen Problemen gegenüber gestanden. Die fortschrittliche Jugend kämpfte für das Recht aller Menschen auf ein würdiges Leben. Das war der alte Traum der größten Denker der Menschheit, als es unverkennbar war, dass Wissenschaft, Technologie, Arbeitsproduktivität und die Entwicklung des Bewusstseins dies ermöglichten.

In einem kurzen Zeitraum hat sich die Globalisierung beschleunigt, das Kommunikationswesen hat ein unerwartet hohes Niveau erreicht, die Mittel zur Förderung des Bildungswesen, des Gesundheitswesens und der Kultur haben sich vervielfacht. Unsere Träume waren nicht unbegründet. In diesem Geiste fanden die IX. Weltfestspiele der Jugend und Studenten statt, an denen unser ganzes Volk teilgenommen hat. Mehr dazu (28 KB)

 

15.11.2010 – jw - Besatzer sperren aus

Besatzer sperren aus-kVon André Scheer - Marokko will keine Zeugen für sein Vorgehen gegen die Zivilbevölkerung in der besetzten Westsahara. Am Sonnabend verweigerten die Behörden des nordwestafrikanischen Landes der linken Bundestagsabgeordneten Sevim Dagdelen die Einreise nach Al-Aaiún, der Hauptstadt des seit 1975 von Rabat besetzten Landes. Die Parlamentarierin, die sich eine Woche nach dem brutalen Vorgehen der marokkanischen Sicherheitskräfte gegen ein Protestcamp von Sahrauis selbst ein Bild von der Lage machen wollte, wurde unter sexistischen Beschimpfungen zurück ins Flugzeug gezerrt und abgeschoben. »Ganz offensichtlich hat Marokko Angst vor der Wahrheit und will verhindern, daß die Öffentlichkeit von den Verfolgungen und Massakern an der sahrauischen Bevölkerung aus erster Hand erfährt«, erklärte die Abgeordnete gegenüber junge Welt. »Wenn Marokko bereits mit Parlamentariern, die diplomatischen Status genießen, so umgeht, kann man sich vorstellen, wie es die Machthaber mit den Menschenrechten der sahrauischen Bevölkerung halten.« Die Zahl der durch das Vorgehen der marokkanischen Truppen gegen die Zivilbevölkerung in der vergangenen Woche getöteten Menschen wird mittlerweile auf mindestens 60 geschätzt.

Dagdelen war am Sonnabend morgen über Casablanca nach Al-Aaiún geflogen. An der Paßkontrolle wurde Dagdelen von aggressiven Geheimdienstleuten und Grenzern aufgehalten. Obwohl die Abgeordnete in Casablanca den Transitbereich des Flughafens nicht verlassen hatte, bemängelten die Beamten das Fehlen eines marokkanischen Einreisestempels. Sie ließen sich auch von einem französischen Mitreisenden nicht umstimmen, der die Grenzer darauf hinwies, daß er ebenfalls noch keinen Stempel im Paß habe, weil er ja nun erst einreisen wolle. Statt dessen wurde Dagdelen mehrfach von den Beamten beleidigt und schließlich zurück in das Flugzeug gezerrt, das sie zurück nach Casablanca brachte. Auch die von ihr verständigte deutsche Botschaft in Rabat konnte ihr nicht helfen und legte ihr nahe, sich der Abschiebung zu fügen, da die marokkanischen Sicherheitskräfte »auch noch unangenehm werden« könnten. Mehr dazu (20 KB)

 

13.11.2010 – Vaterland.li - Protest in Madrid gegen Gewalt in der Westsahara

Protest in Madrid gegen Gewalt in der Westsahara-kNach den blutigen Unruhen in der Westsahara haben in Madrid mehrere Tausend Menschen gegen das Vorgehen Marokkos protestiert. Die Demonstranten warfen der Regierung des nordafrikanischen Landes massive Menschenrechtsverstösse in der ehemaligen spanischen Kolonie vor.

Madrid/Rabat. – Heftige Kritik übten die Teilnehmer auch an der Regierung in Madrid. Aus politischem und wirtschaftlichem Kalkül habe diese den Gewalttaten in dem von Marokko besetzten Gebiet tatenlos zugesehen.

Unter den Demonstranten waren auch Künstler und Intellektuelle wie der Schauspieler Javier Bardem. Der Oscar-Preisträger und Ehemann von Hollywood-Star Penélope Cruz rief die EU und die UNO auf, sich in den Konflikt einzuschalten.

Politiker mehrerer Parteien und die Vorsitzenden der beiden grössten Gewerkschaften Spaniens beteiligten sich ebenfalls an der Kundgebung. Zu dieser hatten mehrere Bürgerinitiativen aufgerufen, die die Unabhängigkeit der Westsahara unterstützen.

Bei den schwersten Unruhen seit Jahrzehnten waren am Montag in der Westsahara-Hauptstadt El-Aiún mehrere Menschen ums Leben gekommen. Die genaue Zahl der Opfer steht nicht fest. Marokkanische Sicherheitskräfte hatten eine Protest-Zeltstadt gestürmt, mit der rund 20'000 Saharauis wochenlang für bessere Lebensverhältnisse in dem Wüstengebiet demonstriert hatten. Mehr dazu (28 KB)

 

14.06.2010 – FR - Jean Ziegler über Haiti - Das verwundete Gedächtnis anerkennen

algerien 1954-kHaiti und die Folgen der Erdbebenkatastrophe: Der schweizer Soziologe Jean Ziegler im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau über die Völker des Südens und ihr neu erwachtes Selbstbewusstsein.

Herr Ziegler, so fürchterlich die Zerstörungen in Haiti sind – auch vorher haben die Haitianer gelitten, als zweitärmstes Land der Welt. Jetzt, endlich, versucht der Westen zu helfen ...

Der Westen kümmert sich viel zu spät um Haiti. Das Land war uns ja bisher praktisch egal. Aber genau das rächt sich jetzt, im Moment der Katastrophe. Wissen Sie, wie viele große Bulldozzer es gab, bevor die Amerikaner gekommen sind? Achtunddreißig! Für das gesamte Land. Die haitianische Regierung hat niemals Baunormen und erdbebensichernde Maßnahmen durchgesetzt – obwohl die Gefahr eines Erdbebens seit langem bekannt war und es Vorschläge gab, instabile Kanisterstädte wie die Cité du soleil zu evakuieren.

Und die Hilfe des Westens?

Wie viele Menschen wurden denn gerettet? Unter über 200000 Toten genau 137. Das ist nicht viel. Kuba hat einen Zivilschutz, genau so wie die Dominikanische Republik und viele andere. In Haiti gab es nichts davon. Hier wurde der Aufbau eines Nationalstaates verhindert. Es gab den haitianischen Staat aber eigentlich gar nicht mehr, trotz seiner neun Millionen Einwohner und 28000 Quadratkilometer. Mehr dazu (116 KB)

 

11.06.2010 – UZ – von Günther Wilke - Auf eine schöne Fußball-WM

Einen Monat lang, vom 11. Juni bis 11. Juli, wird die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika, erstmals auf diesem Kontinent stattfindend, hunderte Millionen Menschen in aller Welt in ihren Bann ziehen. Zu Recht sind die Menschen in Südafrika stolz, ein solches Fest ausrichten zu dürfen.

Erinnern wir uns: Was haben die herrschenden Medien in den großen Industrieländern nicht alles unternommen, um in rassistischer Verblendung Südafrika die Fähigkeit abzusprechen, eine Fußball-WM auszurichten. In unserem Land schwelgte man ja noch in Erinnerung an 2006, wo Deutschland Maßstäbe setzen konnte, die "natürlich" nicht zu überbieten sind, wie uns die Meinungsmacher weismachen wollten. "Ich habe mich sehr über die negativen Meldungen in Deutschland geärgert, die Südafrikaner könnten es technisch nicht, die schafften es nicht in der Zeit, die sind überhaupt mit der ganzen Weltmeisterschaft überfordert. Alles unbegründete Vorurteile", stellte der Hamburger Architekt Professor Marg fest. Er hat in Durban, Port Elizabeth und in Kapstadt drei WM-Stadien erbaut. Alle Sportstätten waren nach zwei Jahren Bauzeit fertig - ein halbes Jahr vor Turnierbeginn. Der Architekt war von der Kreativität, dem Fleiß und handwerklichen Können der Südafrikaner begeistert. Mehr dazu (64 KB)

 

25.05.2010 – jw - Mordechai Vanunu wieder hinter Gittern

Israelischer Atomforscher tritt dreimonatige Haft wegen »verbotener Kontakte« zu Ausländern an

Der israelische Atomforscher Mordechai Vanunu, der wegen Enthüllungen über das geheime israelische Atomprogramm 18 Jahre im Gefängnis saß, hat am Sonntag eine weitere dreimonatige Haftstrafe angetreten. Das verlautete aus israelischen Justizkreisen. Vanunu war im Dezember wegen verbotener Kontakte zu Ausländern zu drei Monaten Haft oder drei Monaten gemeinnütziger Arbeit in einem jüdischen Viertel verurteilt worden. Der ehemalige Atomtechniker wollte die gemeinnützige Arbeit im arabischen Teil Ostjerusalems verrichten, was ihm jedoch untersagt wurde. Mehr dazu (16 KB)

 

09.02.2010 – ND - von Harald Neuber - Hilfe für Kubas Helfer

Cuba-Haiti-Soli-kHavanna stockt seine medizinische Präsenz in Haiti auf und braucht dafür Unterstützung

Havanna hat fast 1000 Ärzte und medizinisches Personal in Haiti im Einsatz. Solidaritätsgruppen rufen zu Spenden für die Mission auf.

Auch vier Wochen nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti kann Carlos Alberto García nicht ausruhen. Während Einsatzkräfte aus aller Welt ihre Nothilfe abgeschlossen haben, beginnt für den kubanischen Arzt ein weiterer wichtiger Teil seiner Arbeit. »Für uns geht die Notversorgung weiter, wenn auch auf andere Art«, sagt García, der Teil des Koordinierungsteams ist. Bislang stand die Erstversorgung der Verletzten im Vordergrund. Rund 50 000 Patienten wurden von den kubanischen Helfern versorgt, 3400 chirurgische Eingriffe durchgeführt. Bei knapp 1100 Patienten mussten nach Garcías Angaben Amputationen durchgeführt werden. Nun beginne der Kampf gegen Folgekrankheiten, sagt García: Durchfall- und Atemerkrankungen, Wundinfektionen, Parasitenbefall, Malaria und Typhus.

In mehreren Schritten hat die kubanische Regierung seit dem Beben am 12. Januar die medizinische Präsenz in Haiti aufgestockt. Nach Angaben der staatlichen Tageszeitung Granma sind inzwischen 838 Ärzte und medizinische Helfer vor Ort, unter ihnen 380 haitianische Mediziner, die in Kuba ausgebildet wurden. Die sind in den drei Krankenhäusern der Hauptstadt Port-au-Prince tätig und haben zusätzlich vier Feldkrankenhäuser aufgebaut. Zusätzlich wurden neun Zentren zur Rehabilitation Verletzter aufgebaut – eine medizinische Innovation für das chronisch unterversorgte Haiti. Mehr dazu (136 KB)

 

06.02.2010 – jw – von Heike Schrader – Widerstand in Griechenland

Kommunistische Partei erläutert ihre Strategie gegen volksfeindliche Beschlüsse

Nach wochenlangen Berichten über die Schuldenkrise in Griechenland und angeblich notwendige »einschneidende Maßnahmen« scheint den westlichen Massenmedien inzwischen aufgegangen zu sein, daß letztere am massiven Widerstand der Bevölkerung scheitern könnten. Die seit drei Wochen andauernden Straßenblockaden der griechischen Bauern wurden von den Machern der öffentlichen Meinung noch weitgehend ignoriert. Der zweitägige Streik der Zoll- und Steuerbediensteten am Donnerstag und Freitag sowie die Aussicht auf einen landesweiten Streik im öffentlichen Dienst am Mittwoch nächster Woche und einen zwei Wochen später folgenden Generalstreik in der privaten Wirtschaft ließen jedoch in den Redaktionen bürgerlicher Zeitungen die Alarmglocken läuten. Wenn dabei der ebenfalls für nächsten Mittwoch geplante landesweite Streik der kommunistisch orientierten Gewerkschaftsfront PAME durchgängig verschwiegen wurde, zeigt dies nur, wo das Kapital die größte Gefahr für seine Interessen verortet. Mehr dazu (68 KB)

 

CNN dokumentiert den unglaublichen Einsatz der cubanischen Ärzte in Haiti

Der Link dazu

18.01.2010 - amerika21.de - Kuba stockt Ärztebrigade in Haiti auf

Havanna ist mit 447 Helfern im Katastrophengebiet vertreten. Verstärkte Hilfe auch aus Venezuela

Von Prensa Latina, Harald Neuber (Übersetzung)

Santo Domingo. Kuba stockt mit 32 Ärzten seine rund 400 Mitglieder starke Brigade in Haiti auf, die in dem Land seit dem Erdbeben mit einer Stärke von 7,3 auf der Richterskala am vergangenen Dienstag ihre Hilfsdienste anbietet. Das Personal traf am Samstag, dem 16. Januar, nach mehreren gescheiterten Versuchen auf dem überlasteten Flughafen von Port-au-Prince mit einer Tonne Hilfsgüter ein, darunter Notverpflegung, Nahrungsmittel, Wasser und Medikamente.

Nach Auskunft der Brigade "Henry Reeve", die auf die Betreuung von Opfern von Naturkatastrophen spezialisiert ist, leisten derzeit 447 Kubaner in der ärmsten Nation des Kontinents Hilfe.

Laut dem Epidemiologen Gonzálo Estévez, dem zweiten Verantwortlichen der Ärztebrigade, sehen sich die Helfer mit extrem schweren Bedingungen konfrontiert. Die Bevölkerung habe sich noch nicht von dem Schock durch das Erdbeben erholt. Solange sich die Betroffen aber nicht aufraffen, mit der Beseitigung der Trümmer zu beginnen und ihr Lebensumfeld zu ordnen, werden sie die Folgen der Katastrophe nicht verarbeiten können, führte der Mediziner aus. Mehr dazu (72 KB)

 

16.01.2010 - Reflexionen des Genossen Fidel Castro - HAITI STELLT DIE KOOPERATIONSBEREITSCHAFT AUF PROBE

Durch die aus Haiti erhaltenen Nachrichten kann man sich ein Bild von dem großen Chaos machen, das in der außerordentlichen, durch die Katastrophe geschaffenen Situation zu erwarten war.

Überraschung, Erstaunen, Erschütterung in den ersten Augenblicken, der Wunsch zur sofortigen Hilfeleistung in den am weitesten abgelegenen Winkeln der Erde. Was sollte man schicken und wie sollte man dies aus China, Indien, Vietnam und anderen, zehntausende Kilometer entfernt liegenden Punkten an einen Ort der Karibik tun? Das Ausmaß des Erdbebens und die Armut des Landes rufen im ersten Moment Ideen von imaginären Bedürfnissen hervor, die zu allen möglichen Arten von Versprechen führen, die dann auf irgendeinem Weg zukommen zu lassen versucht wird.  

Wir Kubaner waren der Auffassung, dass Menschenleben zu retten das Wichtigste in jenem Augenblick war, worauf wir vorbereitet waren, und das nicht nur für den Fall von Katastrophen dieser Art, sondern ebenfalls für den Fall von anderen, die Gesundheit betreffenden Naturkatastrophen. Mehr dazu (20 KB)

 

17.01.10: - Kommunisten.eu - Haiti und Afghanistan

leo meyer-kEs sind bedrückende Bilder und Nachrichten, die uns aus Haiti erreichen. Eines der ärmsten Länder der Welt ist von einer Naturkatastrophe unvorstellbaren Ausmaßes getroffen worden. Nein, das Erdbeben in Haiti hat nichts mit der Nato oder dem Krieg in Afghanistan zu tun. Aber die bittere Armut dort, die bereits vor dem Erdbeben zerfallene Infrastruktur, die das Überleben nach einer solchen Katastrophe noch schwerer machen als es ohnehin ist, sind das Produkt eines Systems, das für Kriege zwar bestens gerüstet ist, nicht aber für Katastrophen, wie wir sie derzeit erleben.

Für unseren Freund und Genossen, der mehrere Jahre Mitglied des Parteivorstandes der DKP war, Prof. Yves Dorestal von der Universität Port-au-Prince offenbart die Tragödie in Haiti auch eine gesellschaftliche und politische Katastrophe, die nicht Folge eines natürlichen Prozesses, sondern die logische Konsequenz aus der politischen Entwicklung ist, die mit der ersten Besetzung Haitis durch die USA 1915 eingeschlagen wurde. Mehr dazu (68 KB)

 

17.11.2009 – jw - Von Ingo Niebel und Santiago Baez - Liberale Putschisten

Umsturz in Nicaragua gefordert, Regime in Honduras hofiert

Nach der Ausweisung des Vorsitzenden der Liberalen Internationale (LI), Hans van Baalen, aus Nicaragua ist dieser in Tegucigalpa mit dem Chef des honduranischen Putschistenregimes, Roberto Micheletti, zusammengetroffen. Das berichtete am vergangenen Freitag die den Putschisten nahestehende Tageszeitung El Heraldo. Ebenfalls bei dem Treffen anwesend waren der Zentralamerika-Direktor des deutschen FDP-Ablegers Friedrich-Naumann-Stiftung, Christian Luth, und die Honduras-Direktorin dieser Stiftung, Rosalinda Sabillón. Damit setzen die deutschen und internationalen Liberalen ihre offene Unterstützung der Putschisten in Honduras fort. Offiziell manifestiert wurde dies bereits vor zwei Wochen beim Kongreß der LI in Ägypten, als ausgerechnet Micheletti zu einem Vizepräsidenten der Organisation gewählt wurde. Van Baalen erklärte in diesem Zusammenhang, er hoffe, daß Micheletti »nach seiner Zeit als Präsident von Honduras« eine aktivere Rolle in der LI übernehmen werde: »Wir glauben, daß er den Liberalismus Zentralamerikas der Welt nahebringen und die Demokratie in der Region stärken kann«.

»Mit seinem Mut hat er die demokratische Präsidentenwahl am 29. November ermöglicht«, lobte van Baalen den honduranischen Diktator und nannte den Putsch vom 28. Juni »einen enormen und mutigen Akt zugunsten der Demokratie«. Diese Art liberaler Demokratisierung soll seinen Vorstellungen zufolge auch in Nicaragua und den anderen Mitgliedsstaaten der Bolivarischen Allianz ALBA erfolgen. Mehr dazu (20 KB)

 

13. Juli 2009 - Honduras und eine nackte Frau in Venezuela - Medienpropaganda Made in USA

Von CHARLES HARDY, 13. Juli 2009

medienpropagandaVor ein paar Tagen kaufte ich ein Exemplar der venezolanischen Tageszeitung El Nacional und bat Gott um Verzeihung. Vor vielen Jahren war es hier meine Lieblingszeitung. Jetzt habe ich das Gefühl zu sündigen, wenn ich wieder ein paar Bolivars in deren Koffer werfe.

Ich wollte sehen, was in ihrem Blatt über die Situation in Honduras steht. Aber was ich sofort auf der dritten Seite entdeckte, war die Entblätterung einer Frau. In einer halbseitigen Anzeige, schwarz-weiß, gab es eine nackte Frau! Erregen Sie sich nicht. Es war kein französisches, italienisches oder venezolanisches Model. Sie könnte irgendeine gewöhnliche Mutter aus einem Barrio gewesen sein. Ihre Arme bedeckten ihre Brüste. Ihr Gesicht hatte einen traurigen Ausdruck. Sie sah beinahe aus, als wäre sie geschlagen worden.

Die weißen Worte, die das Schwarz durchdrangen, lauteten: ”Das soziale Eigentumsgesetz wird dir alles nehmen. NEIN zu dem kubanischen Gesetz.” Die Anzeige war von ”CEDICE” gesponsert.

Ich erwähnte die Anzeige einem Freund gegenüber, und er sagte, dass er sie auch gesehen hätte, ”aber Charlie, das war ein Mann, keine Frau”. Bin ich blind geworden? Nein, er sah eine ähnliche Anzeige in Ultimas Noticias. Ich fand sie. Diese hatte ein Foto von einem schwarzen Mann, auch nackt, mit denselben Worten.

Gegenüber der Anzeige in El Nacional stand ein Artikel, in dem es hieß, dass das Gesetz zum sozialen Eigentum, das in der Nationalversammlung diskutiert wird, nichts mit Privatbesitz zu tun hat. Es geht um das Management von Regierungsländereien. Aber das hat für CEDICE keine Bedeutung. Deren Ziel ist es, der venezolanischen Bevölkerung Angst zu machen.  Mehr dazu (72 KB

 

1. Mai 2009 - Tropischer Obstsalat - Der 1. Mai in San Salvador

Der Internationale Tag der Arbeiter und Arbeiterinnen – hier und anderswo und bis hinein in die sozialen Organisationen und linken Parteien zum Tag der Arbeit verunstaltet – ist in El Salvador noch ein Barometer für die politische Stimmung im Lande.

Dieses Jahr ganz besonders, fiel er doch zwischen den Wahlsieg von Mauricio Funes und der FMLN am 15.März, den auch die Friedrich Ebert Stiftung (FES) „einen Aufbruch in der Geschichte des Landes“ nennt, und die Amtsübernahme Funes’ am kommenden 1.Juni. Also trafen am 1.Mai auf den Straßen San Salvadors Traditionen und Demoregien als Ausdruck von politischen Strategien zusammen, Stolz darüber, endlich einen Sieg errungen und eine Wende eingeleitet zu haben, und Erwartungen, vor allem an die Leitfigur, Mauricio Funes. Skeptische Stimmen, Unkenrufe, die jetzt auch schon wieder seit Monaten ertönen und manchmal anmuten, als sehe man das Pferd bereits im Schlachthaus, bevor es noch aus dem Stall gekommen ist, haben bei einem solchen Massenaufmarsch allenfalls am Rande, wo man alte FreundInnen und Bekannte trifft, Platz.

Neben altbekannten Gesichtern in der Stunden dauernden Demo auch alte Traditionen. Streckenweise wird der Marsch als Gänsemarsch organisiert, eine Gewerkschaft ordentlich hinter der anderen, mit gewaltigen Transparenten, Plakaten an Stangen, T-shirts in den jeweiligen Farben. Mehr dazu (484 KB)

 

27.01.2009 - Attac Deutschland - Pressemitteilung - 9. Weltsozialforum mit 100.000 Teilnehmern in Amazonia eröffnet - Globaler Attac-Appell für Aktionstag am 28. März

Mit rund 100.000 Teilnehmern ist am Dienstag im brasilianischen Belém das neunte Weltsozialforum eröffnet worden. Fünf Tage lang werden in der Amazonasmetropole auf 2.600 Veranstaltungen die vielfältigen Probleme der wachsenden Armut, der andauernden Kriege und der drohenden Umwelt- und Klimakatastrophe thematisiert sowie Alternativen diskutiert.

1500 Amazonasindianer bildeten zum Auftakt mit ihren Körpern ein symbolisches SOS als einen Hilferuf ihrer bedrohten Heimat an die Völker der Welt.

Die Vertreter des globalen Attac-Netzwerks wandten sich nach einem Treffen am Vorabend mit einem Appell an die Teilnehmer des Weltsozialforums, den 28. März dieses Jahres zu einem globalen Aktionstag und Zeichen des Widerstands gegen die unsozialen Folgen des Krisenmanagements der Herrschenden zu erklären: Mehr dazu (12 KB)

 

21.-23.11.2008 - Sao Paulo - 10. Treffen kommunistischer und Arbeiterparteien

Diskussionsbeitrag von Heinz Stehr, Vorsitzender der DKP - (20 KB)

 

22.11.2008 - jw - von André Scheer - Bruch mit der Ordnung

Alternativen zum Kapitalismus: Kommunisten aus aller Welt beraten in São Paulo über engere internationale Zusammenarbeit

Vertreter von fast 70 kommunistischen Parteien kommen an diesem Wochenende im brasilianischen São Paulo zu ihrem zehnten internationalen Treffen zusammen. Zu den teilnehmenden Organisationen gehören die Regierungsparteien aus Kuba, China, Nordkorea, Vietnam und Laos, aber auch große und traditionsreiche Oppositionsparteien wie die aus Südafrika, Kolumbien, Spanien, Portugal, Griechenland, Frankreich, Chile und Argentinien. Besonders gespannt sind die Teilnehmer auf Aussagen der KP der USA zu Aussichten unter der neuen Regierung von Barack Obama.

Auswege der Krise

»Die Krise mit ihren sehr schweren Auswirkungen für die Arbeiter und die Armen der Welt stellt eine ganze Anklageschrift gegen den Kapitalismus dar und schafft ein besonderes Klima, um das kapitalistische System zu verurteilen und eine Alternative zu präsentieren«, hebt José Reinaldo Carvalho von der gastgebenden KP Brasiliens (PcdoB) hervor. Mehr dazu (16 KB)

 

31.07.2008 - jw -Von Wolfram Metzger - Die Ärzte vom Batallón 51

IFoto-APm Dschungel des venezolanischen Amazonasgebiet entsteht ein Netz von Gesundheitsposten. Die Mediziner wurden in Havanna ausgebildet

Sergio Malarov aus Uruguay und Guillermo Argueta Monterrosa aus El Salvador arbeiten seit einem Jahr als Ärzte im Dschungel des venezolanischen Amazonasgebiet. Sie gehören zum »Batallón 51«, das an der Escuela Latinoamericana de Medicina (ELAM) in Havanna ausgebildet wurde. Fidel Castro hatte die ersten Stipendien an Abiturienten aus lateinamerikanischen Ländern vergeben. Nach sechsjährigem Studium graduierten 51 der ersten hundert Studienanfänger aus dem Nachbarland Venezuela. Als sie zurückkehrten, prägte Hugo Chavez kurzerhand den Begriff »Batallón 51«. Mehr dazu (20 KB)

 

19.07.2008 - jw - Ordensempfängerin des Tages: Margot Honecker

Sie habe sich in Santiago de Chile »eingeigelt«, weiß der Berliner Kurier (18.7.), doch werde sich an diesem Wochenende »ihr verbittertes Gesicht aufhellen«. Dann nämlich nimmt Margot Honecker bei den Revolutionsfeiern in Nicaragua für ihren 1994 verstorbenen Ehemann Erich postum den Orden »Rubén Diario« aus der Hand von Exguerillero Daniel Ortega, dem jetzigen Staatschef, entgegen.

Die DDR sei eine der Hauptverbündeten der ersten sandinistischen Regierung in den 1980er Jahren gewesen, »solidarisch, freundlich«, hieß es zur Begründung aus Managua, wo auch die Tochter Ernesto »Che« Guevaras, Aleida Guevara March, erwartet wird. Am 19. Juli 1979 hatte die Befreiungsbewegung FSLN den Diktator, Multimillionär und US-Statthalter Anastasio Somoza vertrieben. Die DDR half bei dem Versuch, eine soziale und gerechte Gesellschaft aufzubauen – unter anderem durch Errichtung des Krankenhauses »Carlos Marx«.

Margot Honecker »eingeigelt«? Als Namibia 2005 den fünfzehnten Jahrestag seiner Unabhängigkeit feierte, saß die ehemalige DDR-Bildungsministerin in der ersten Reihe der Ehrengäste – als Vertreterin der untergegangenen DDR. Dort waren einst verwundete Freiheitskämpfer gepflegt worden, und die Befreiungsbewegung SWAPO, die seit 1990 in Windhoek regiert, hatte dem sozialistischen Land mehrere hundert der eigenen Kinder anvertraut, um sie zu erziehen, zu sozialisieren. »Das Gefühl gegenüber dem Osten ist immer noch anders als dem feindlichen kapitalistischen Westen gegenüber«, so SWAPO-Mitglied Henning Melber in einem jW-Interview.

Das Gefühl des Südens. Als in Chile die Generäle 1973 unter dem Faschisten und US-Freund Pinochet gegen Allendes Volksfront putschten, nahm die DDR Tausende Verfolgte auf. »Solidarisch, freundlich« – sie vergessen das nicht. (gs)

 

01.07.2008 - Granma International - Der belgische Außenminister Karel De Gucht hat erklärt:

dass sein Land die Forderung einer UN-Arbeitsgruppe aus dem Jahr 2005, wonach die Cuban Five sofort freizulassen sind, voll unterstütze.

Laut einer Erklärung von Katrien Demuynck, der Vorsitzenden des belgischen Komitees und Koordinatorin der europäischen Kampagne für die Befreiung der Fünf, sagte De Gucht, sein Land wolle die Abgeordneten der Europäischen Union über den Fall informieren.

In einem Interview mit der Abgeordneten Katrien Partyka wies der Außenminister darauf hin, dass er gut über den Fall Bescheid wisse, da er 2007 die Ehefrauen der Antiterroristen, die seit fast einem Jahrzehnt in den USA inhaftiert sind, empfangen habe. Mehr dazu (12 KB)

 

27.06.2008 - Berliner Zeitung - Die Wiedergeburt der Kanonenbootpolitik - von Hinnerk Berlekamp

Die neu formierte Vierte Flotte der USA ruft in Lateinamerika unangenehme Erinnerungen wach

Vor dreizehn Jahren, am 1. Juli 1995, vollzog die US-Kriegsmarine ihre bis dato größte Umstrukturierung seit der Nachkriegszeit. Aus dem Bestand der für die Meere rund um Asien zuständigen Siebten Flotte wurde als eigenständige Einheit die Fünfte Flotte herausgelöst, um die wirtschaftlichen und politischen Interessen der USA in der Golfregion militärisch abzusichern. Diese Fünfte Flotte wirkte mit am Angriff auf das Afghanistan der Taliban 2001 und am zweiten Irakkrieg 2003; ihre Schiffe bilden heute die Drohkulisse gegen den Iran. Dass die Formierung dieses Marineverbandes keine rein administrative, sondern eine eminent politisch-strategische Entscheidung war, liegt auf der Hand.

Umso bemerkenswerter ist es, in welcher Stille sich eine in ihrer Dimension durchaus vergleichbare Strukturreform derzeit vollzieht. Ohne dass die USA viel Aufhebens darum machten, wird am kommenden Dienstag eine weitere Flotte wiederbelebt: die Vierte Flotte, die 1950 aufgelöst worden war, nun aber wieder vor den Küsten Lateinamerikas und in der Karibik kreuzen soll. Über welche Stärke der neue Verband künftig verfügen wird, ist noch unklar. Die Tatsache allein, dass mit der "USS George Washington" einer der elf Flugzeugträger der USA als Flaggschiff fungieren soll, ist Indiz genug, dass diese Vierte Flotte vom Pentagon nicht wesentlich schlechter ausgestattet werden wird als die bestehenden fünf Flotten. Mehr dazu (36 KB)

 

26.06.2008 - Telepolis - Vorstoß in die Dritte Welt - Harald Neuber

Die US-Armee verstärkt wieder ihre Truppenpräsenz in Afrika und Lateinamerika

In den USA deutet nicht nur die im Präsidentschaftswahlkampf der USA forcierte Debatte um eine Exit-Strategie eine Neuorientierung der Washingtoner Außenpolitik an. Fast zeitgleich wurde in den vergangenen Wochen die Aufstockung des US-Militärs in Afrika und Lateinamerika publik. Aus beiden Regionen ist massiver Widerstand gegen die neue Militarisierung zu verzeichnen.

Afrika rückt mit einem neuen Oberkommando wieder ins Visier der US-amerikanischen Militärstrategen. Bisher war der Kontinent den US-Regionalkommandos für Europa, den Pazifik sowie dem Zentralkommando unterstellt. Mit dem Afrika-Kommando (AFRICOM (1)) wird am 1. Oktober eine neue Einheit ihre Arbeit aufnehmen. Unter dem Befehl von General William Ward (2) soll die militärische Präsenz mit zivilen Strukturmaßnahmen verbunden werden. Doch nicht nur der "schwarze Kontinent" findet wieder die Aufmerksamkeit der US-Militärstrategen. Mitte Mai hatte das Pentagon die Mobilisierung der Vierten Flotte bekannt gegeben. Der seit 1950 inaktive Marineverband wurde reaktiviert, um künftig in internationalen Gewässern vor Südamerika zu kreuzen. Mehr dazu (48 KB)

 

Die Arroganz der Macht

Natürlich muss man mal wieder den selbstzugeschriebenen Alleinvertretungsanspruch als „Amerika“  kritisch in Rechnung stellen: selbstverständlich muss es US-Amerika, die US-Amerikaner und US-amerikanisch heißen. Ansonsten sicherlich für diejenigen, die sich nicht schon näher mit dem Thema befasst haben, ein lesenswertes Buch!

Eine Buchvorstellung in der: - DIE ZEIT, 06.03.2008 Nr. 11

Die Arroganz der Macht

© DIE ZEIT, 06.03.2008 Nr. 11

Stephen Kinzer erzählt meisterlich die traurige Geschichte amerikanischer Interventionen

Von Thomas Speckmann

Wen haben sie nicht schon alles gestürzt? Vierzehn Mal haben sie es bisher getan. Aus ideologischen, aus politischen, aus ökonomischen Gründen. 1893 fing es an. Die Amerikaner wechselten das Regime auf Hawaii aus. 1898 folgte Kuba, Puerto Rico und die Philippinen, 1909 Nicaragua, 1911 Honduras, 1953 Iran, 1954 Guatemala, 1963 Südvietnam, 1973 Chile, 1983 Grenada, 1989 Panama, 2001 Afghanistan und schließlich 2003 Irak. All diese Fälle hat Pulitzerpreisträger Stephen Kinzer akribisch aufgelistet. Denn er weiß, wovon er spricht: Aus mehr als vierzig Ländern in vier Kontinenten hat er als Korrespondent berichtet, unter anderem für den Boston Globe aus Lateinamerika und als Leiter der Auslandsbüros der New York Times in der Türkei, in Deutschland und Nicaragua. Der gesamte Artikel (40 KB)