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Für den ThyssenKrupp-Clan gilt wohl das Zitat aus dem “Kapital” besonders:
Das Kapital hat einen Horror vor Abwesenheit von Profit oder sehr kleinem Profit, wie die Natur vor der Leere. Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens.
16.05.2012 – tagesspiegel.de – Thyssen-Krupp: Raus aus Amerika
Von Alfons Frese - Thyssen-Krupp will die neuen Stahlwerke in Brasilien und in den USA verkaufen. Rund zehn Milliarden Euro hat der Essener Konzern investiert - ein Milliardengrab.
Berlin - So sieht das also aus, wenn „die Talsohle durchschritten“ ist: Die Aktie verliert fünf Prozent und liegt am Ende der Dax-Tabelle. Die gut gemeinten Worte von Heinrich Hiesinger, Vorstandsvorsitzender des Thyssen-Krupp-Konzerns, wirkten am Dienstagmittag verheerend an der Börse. Dabei „blicken wir verhalten optimistisch auf die zweite Jahreshälfte“, hatte Hiesinger anlässlich der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen verlauten lassen. Ein paar Stunden später kam der Knaller: Der Konzern kündigte den Verkauf der beiden Stahlwerke in Übersee an – und der Aktienkurs drehte ins Positive.
Das Geschäftsjahr des größten deutschen Stahlkonzerns läuft vom 1. Oktober bis zum 30. September – und es läuft wieder einmal nicht rund. Mehr dazu (120 KB)
13.05.2011 – UZ - PR-Gau
Der IG-Metall-Vorsitzende hat auf der Mai-Veranstaltung in Nürnberg betont, dass "die Beschäftigten mit ihren Opfern in der Krise und mit ihrer Arbeit den gegenwärtigen Aufschwung erst möglich gemacht" hätten. Statt Dank würden nun viele dafür von den Arbeitgebern mit Lohndumping, Arbeitshetze und Erpressungsdruck belohnt. "Dank"?
Eine etwas spezielle Form dieser Belohnung hatte sich ThyssenKrupp-Chef Heinrich Hiesinger ausgedacht. 35 000 Kollegen weltweit sollen ihre Sachen packen. Allein in Deutschland 14 000. Thyssen möchte in Brasilien vom Boom der Schwellenländer profitieren und in den größten Markt der Welt, die USA, expandieren. Die Kosten der umstrittenen Werke in Rio und Mount Vernon/Alabama werden mit fast 11 Mrd. Euro beziffert. Dafür soll nun die Edelstahl-Sparte und wohl noch weiteres mehr verhökert werden. . Mehr dazu (16 KB)
Ganz aktuell (20.12.2007): Ich habe gerade erfahren, dass Krupp, also in diesem Falle die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung immer noch, wie zu Kaiser- und Nazizeit Sonderprivilegien im Staate geniesst. Die Stiftung hat quasi im Dezember 2007 die Macht im Gesamtkonzern übernommen und das Bundeskartellamt hat im Schnellverfahren nur mit dem Kopf genickt. Mehr dazu (12 KB)
Essen wird industrialisiert
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