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Hoyo Colorao der das Lied/Video “Di Que No”, das in Cuba jedes Kind kennt gesungen hat, hat ein weiteres geiles Video raus gebracht: Hoyo Colorao: ”Johnny La Mula unter”

Solidarität mit Kuba,

denn Kuba übt Solidarität in aller Welt

„Die Imperialisten schwimmen in einem Meer von Triumphalismus und reden wie die Herren der Welt. Die Herren der Welt können sie aber nicht sein, denn zumindest unsere Herren sind sie nicht.“ (Fidel Castro)

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Deutschsprachige Ausgabe der “Granma” Zeitung der PCC

20.12.2012 – jw - Ohne Havanna geht nichts mehr

Ohne Havanna geht nichts mehr-kJahresrückblick 2012. Heute: Kuba. Karibikinsel setzt Modernisierung ihrer Wirtschaft fort. Außenpolitisches Gewicht wächst

Von Volker Hermsdorf - Kuba konnte 2012 politisch und wirtschaftlich Erfolge verbuchen, die allerdings durch die Auswirkungen des verheerenden Hurrikans »Sandy« und der US-Blockade geschmälert wurden. Außenpolitisch hat das Land seine Position in Lateinamerika und der Welt weiter gefestigt, während seine Gegner isolierter als je zuvor dastehen. Innenpolitisch wurde der Modernisierungsprozeß vorangetrieben. Die Wirtschaft Kubas konnte für das zu Ende gehende Jahr ein Wachstum vermelden, das mit 3,1 Prozent zwar um 0,3 Punkte geringer ausfällt als erwartet, aber deutlich über dem europäischer Länder und der USA liegt.

Im Januar hatte die Kommunistische Partei auf einer Nationalen Konferenz die bisherigen Maßnahmen zur Aktualisierung der Wirtschafts- und Sozialpolitik analysiert und die weitere Umsetzung der im April 2011 auf dem sechsten Parteitag beschlossenen »Leitlinien« beraten. Zu den wichtigsten Ergebnissen gehören die im Oktober erlassenen neuen Reiseregelungen, die am 14. Januar 2013 in Kraft treten. Diesen zufolge brauchen kubanische Bürger für Auslandsreisen künftig nur noch ihren Reisepaß und ein Einreisevisum des Ziellandes. Zudem sind im nichstaatlichen Sektor bis Ende diesen Jahres knapp 400000 Arbeitsplätze entstanden. Im Jahr 2015 sollen es bis zu 1,8 Millionen sein und damit deutlich mehr, als in staatlichen Betrieben und Einrichtungen zur Disposition stehen. Neue Arbeitsmöglichkeiten gibt es vor allem für »Cuentapropistas«, den Arbeitern »auf eigene Rechnung«. Ein neues System der Besteuerung dieser »Selbstständigen« soll den Provinzen und Gemeinden neue Einnahmen bringen, die kommunale Investitionen, zum Beispiel für Gebäudesanierungen in Schulen, Kitas und Polikliniken sowie Straßenreparaturen, in eigener Regie ermöglichen. Der 2012 eingesetzte »Boom« bei der Renovierung privater Häuser und Wohnungen soll durch weitere staatliche Kredite und Preissenkungen für Baumaterial zusätzlich angekurbelt werden. Mehr dazu (28 KB)

 

14.12.2012 – jw - Seemacht Kuba

Parlament in Havanna berät über Millioneninvestitionen. Karibikinsel will eigene Handelsflotte wiederaufbauen

Von Volker Hermsdorf - Auf der Tagesordnung des kubanischen Parlaments standen am gestrigen Donnerstag bei seiner letzten Sitzung vor den Neuwahlen im Februar geplante Millioneninvestitionen in die maritime Wirtschaft des Landes. Die sozialistische Antilleninsel will die während der »Besonderen Periode« nach dem Untergang der Sowjetunion verlorenen Kapazitäten in den Bereichen Häfen, Werften und Schiffahrt zurückgewinnen. Auf einer Sitzung des Ministerrats hatte Wirtschaftsminister Adel Yzquierdo Rodríguez Anfang Dezember bereits für 2013 erste Ergebnisse in Aussicht gestellt.

Unter anderem will Kuba den Seetransport wieder mit eigenen Schiffen bewältigen. Als ehrgeiziges Ziel hatte der stellvertretende Transportminister Lázaro Gonzales Ende November auf einem internationalen maritimen Symposium in Havanna angekündigt, daß sein Land in drei Jahren wieder über eine Handelsflotte wie in den 80er Jahren verfügen werde. In China seien zehn jeweils 45000 Tonnen tragende Container- und Frachtschiffe für den weltweiten Einsatz bestellt worden, von denen vier bereits ausgeliefert wurden. In den kommenden Jahren sei darüber hinaus die Anschaffung von sieben Tank- sowie fünf Frachtschiffen für Routen in der Karibik und für die Küstenschiffahrt geplant. In Kuba selbst würden zur Zeit auf eigenen Werften 32 ältere Schiffe modernisiert. Die Reparatur weiterer 48 sei für das nächste Jahr geplant. Mit dem Wiederaufbau und der Modernisierung der Flotte wollen die kubanischen Politiker auch hohe Frachtkosten einsparen, um die knappen Devisen in lukrativen Bereichen, wie andere zukunftsweisende maritime Projekte, investieren zu können. Mehr dazu (24 KB)

 

19.11.2012 - latina-press.com - Hurrikan “Sandy” hat die Küste von Kuba verändert

Hurrikan Sandy hat die Kueste von Kuba veraendert-kDer verheerenden Hurrikan “Sandy” hat vor zwei Wochen den Osten der Karibikinsel Kuba überquert, mindestens elf Menschenleben gefordert und mehr als 200.000 Häuser zerstört oder schwer beschädigt. Der Wirbelsturm der Kategorie 2 auf der Saffir-Simpson-Hurrikan-Skala hinterließ Schäden in dreistelliger Millionenhöhe und hat die Geomorphologie der Küste von Santiago de Cuba verändert.

Hurrikan “Sandy” war der 18. tropische Wirbelsturm und der 10. Hurrikan der “Atlantischen Hurrikansaison 2012″. Der Sturm bildete sich im Karibischen Meer, zog dann nordwärts über Jamaika, Kuba und die Bahamas und gelangte schließlich in New Jersey über das Festland der Vereinigten Staaten. Auf seiner Zugbahn richtete Sandy erhebliche Schäden an. Dutzende von Personen wurden durch die Auswirkungen des Sturms getötet. Mit einem Durchmesser von fast 1.800 Kilometern ist das Sturmgebiet des Orkans das ausgedehnteste, welches jemals im Atlantik gemessen wurde. Mehr dazu (156 KB)

 

19.11.2012 - amerika21.de - Hilfsgüter aus Venezuela und Mexiko treffen in Kuba ein

Hilfsgueter aus Venezuela und Mexiko treffen in Kuba ein-kSantiago de Cuba. In der ostkubanischen Stadt Santiago de Cuba sind Mitte letzter Woche erneut Hilfsgüter aus Venezuela eingetroffen. Das Material ist für die Opfer des Hurrikans "Sandy" bestimmt, der in den Karibikstaat und im benachbarten Haiti schwere Schäden angerichtet hatte.

Nach Auskunft des kubanischen Staatsfernsehens wurden im Hafen von Santiago zwei venezolanische Lastschiffe mit mehr als 440 Tonnen Ladung gelöscht. Das Material sei vor allem für den Wiederaufbau von Häusern bestimmt, hieß es in den Berichten. Venezuela hatte Ende Oktober bereits eine Luftbrücke nach Kuba und Haiti eingerichtet.

Nach einem Kommuniqué des mexikanischen Außenministeriums lief auch aus dem Hafen von Veracruz ein Schiff mit 163 Tonnen Baustoffen aus. Das Lastschiff "Papaloapán" der mexikanischen Kriegsmarine habe vor allem Material für die Dachrekonstruktion an Bord.

Indes vermelden kubanische Medien eine Normalisierung der Lage. So ist ein Großteil Santiago de Cubas offenbar wieder an das Stromnetz angeschlossen, die Universitäten nahmen wieder den normalen Lehrbetrieb auf.

(hneu/efe/efe/pl) Den Artikel in PDF (92 KB)

 

28.10.2012 - Hurrikan Sandy über Kuba - Spendenaufrufe:

Spendenaufruf FG BRD/Kuba:

Hurrikan Sandy über Kuba

Schäden in Milliardenhöhe - Solidarität mit Cuba jetzt

Trotz aller Sicherheitsvorkehrungen, forderten die starken Winde und die heftigen Regenfälle neun Tote in Santiago und zwei in Guantánamo.

weiter: http://www.fgbrdkuba.de/fg/fgtxt/fg20121027-spendenaufruf-hurrikan-sandy.html

Spendenaufruf HCH-Bochum

Liebe CubafreundInnen

Wieder hat ein schwerer Wirbelsturm Teile von Cuba schwer verwüstet, vermutlich wieder Milliardenschäden und -schlimmer- trotz erheblicher Vorsorgemaßnahmen 11 Tote verursacht.

Die Solidaritätsbewegung für Cuba ruft dringend für Spenden auf. Es gibt verschiedene Soli-Konten. Wir würden Euch bitten, Eure Spende auf das Konto der Humanitären Cubahilfe (HCH) e.V. in Bochum zu überweisen mit dem Stichwort " Hurrikan Sandy". Mehr dazu (116 KB)

 

24.10.2012 - Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek - Breite Teilnahme des Volkes

Breite Teilnahme des Volkes-kIn Kuba begannen am Wochenende landesweite Kommunalwahlen

Mit landesweiten Kommunalwahlen wurde am vergangenen Sonntag in Kuba die Wahlperiode 2012/2013 eröffnet. Rund 8,5 Millionen Wahlberechtigte waren zur Abstimmung über die Zusammensetzung der 168 Kommunalparlamente (Asambleas Municipales) aufgerufen. Für die 14.577 zu vergebenden Mandate haben sich mehr als 32.000 Kandidatinnenen und Kandidaten beworben.

Bei Schließung der Wahllokale am Sonntagabend hatten sich mehr als 8,1 Millionen Menschen an den Abstimmungen beteiligt. Das entspricht 91,6 Prozent aller Wahlberechtigten.

Um gewählt zu werden, sind mindestens 50 Prozent der abgegebenen Stimmen erforderlich. In 410 Wahlbezirken, in denen kein Kandidat diese Hürde geschafft hat, findet am 28. Oktober eine Stichwahl statt. Wahlberechtigt und wählbar sind alle im Land lebenden Kubanerinnen und Kubaner ab 16 Jahre. In diesem Jahr können sich rund 200.000 Jungwähler zum ersten Mal an den Abstimmungen beteiligen. Bis zur Stichwahl, die aber nur zu geringfügigen Veränderungen führen kann, beträgt der Anteil der weiblichen Delegierten 33,5 Prozent. Mehr als 14 Prozent sind Jugendliche. Mehr dazu (52 KB)

 

11.09.2012 – kommunisten.de - Kuba baut seine Pharmaindustrie aus

Kuba baut seine Pharmaindustrie aus-kKuba ist nicht nur für seine gute inländische medizinische Versorgung und für den erfolgreichen Einsatz vieler seiner Ärzte im Ausland bekannt. Es kann sich auch auf eine leistungsfähige moderne Pharmaindustrie stützen. Eine dieser Stützen ist das Centro Nacional de Biopreparados (BioCen), das Nationale Zentrum für Bio-Arzneimittel, welches seit seiner Gründung vor fast 20 Jahren weit über 270 Millionen Dosierungen verschiedenster Impfstoffe produziert hat. Jetzt wurde vor kurzem eine neue Produktionsanlage in Betrieb genommen.

Die neue Anlage wird mehr als 20 parenterale (d.h. nicht über den Darm aufzunehmende und wirkende) Arzneimittel herstellen und in Impfampullen bereitstellen. 40 Millionen Impfstoffeinheiten pro Jahr wird die Firma BioCen für den Verkauf im In- und im Ausland produzieren. Die Arzneimittel wurden in Forschungszentren in Havanna entwickelt und nach internationalen Standards zertifiziert. Dazu gehören Mittel und Impfstoffe zur Diagnose und zur Behandlung von Allergien.

BioCen ist zusammen mit anderen bio-technologischen und pharmazeutischen Produktionsanlagen ein Teil des Wissenschaftskomplexes Havanna-West. Die neue Produktionsstätte von BioCen befindet sich in der Stadt Bejucal, Provinz Mayabeque, und ist das Ergebnis der bemerkenswerten Leistung einer jungen Generation von Technikern und Medizinern. Geplant, erbaut und zertifiziert wurde sie von kubanischen Experten verschiedener Institutionen. Sie ist ein weiteres Beispiel für die erfolgreiche Entwicklung und das hohe Niveau der kubanischen bio-technologischen Industrie. Viele nationale Auszeichnungen und hohe Verkaufszahlen sprechen für die sehr gute Qualität der Produkte von BioCen. Mehr dazu (264 KB)

 

13.08.2012 – jw - Martís Versprechen

Martís Versprechen-kKubas Ärzte sind die Guerilleros des 21. Jahrhunderts. ALBA ist ein Schlag gegen die Märkte. Fidel Castro zum 86. Geburtstag

Von Enrique Ubieta Gómez, Havanna - Fidel Castro Ruz – einfach Fidel für sein Volk, das die Revolution in seiner Mehrheit seit mehr als einem halben Jahrhundert unterstützt, und nur Castro für die Opposition und die transnationalen Medienkonzernen – wird 86 Jahre alt.

Seit dem Beginn des Unabhängigkeitskampfes 1868 hat die Geschichte Kubas die Revolutionäre, die Anhänger der Unabhängigkeit und der sozialen Gerechtigkeit, den an eine ausländische Macht geklammerten Reformisten unversöhnlich gegenübergestellt. Die kubanischen Autonomieanhänger des 19. Jahrhunderts setzten gegen den Kampf um die Unabhängigkeit ihren angeblichen Verstand, einen am Möglichen orientierten Realismus, ein verlogenes Konzept des Nützlichen.

Was bedeutete es für Kuba, Revolutionär zu sein? Es bedeutete, mit der Überzeugung, daß nur das Ethische nützlich sein kann, an die Wurzeln der sozialen Probleme zu gehen, an die Fähigkeiten des Volkes zu glauben, die verborgenen, unsichtbaren Möglichkeiten aufzudecken und möglich zu machen, was undurchführbar schien. Der erste Akt derjenigen, die sich 1868 mit Waffen für die Unabhängigkeit erhoben, war zur Herstellung von Gerechtigkeit unvermeidbar: Die Befreiung der Sklaven. Als es 1895 an José Martí war, den neuen Krieg zu organisieren und die Republik zu entwerfen sprach er nicht von der Nation, weil dieses Konzept von den Metropolen und rassischen Forderungen verdorben war, sondern vom Heimatland, das, wie er sagte, die Menschheit ist. Und er nannte seine Partei revolutionär. Die Intervention der Vereinigten Staaten im Spanisch-Kubanischen Krieg 1898 vereitelte Martís Projekt. Mehr dazu (68 KB)

 

30.07.2012 – amerika21 - Kuba und Russland verhandeln über russischen Stützpunkt

Kuba und Russland verhandeln ueber russischen Stuetzpunkt-kMoskau/Havanna. Der Oberbefehlshaber der russischen Marine, Vize-Admiral Viktor Tschirkow, hat bekannt gegeben, dass die Russische Föderation Möglichkeiten der Stationierung ihrer Seekriegsflotte in Kuba erwägt. Es sollen jedoch keine umfassenden Militärstützpunkte entstehen, sondern "Punkte der materiell-technischen Versorgung", sagte Tschirkow in einem Gespräch mit der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti. Zurzeit verfügt Russland über solch einen Versorgungspunkt im syrischen Tartus, die vietnamesische Regierung hat jüngst den Hafen von Cam Ranh zur Verfügung gestellt und Moskau strebt neben Kuba noch eine solche Basis auf den Seychellen an.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow bestätigte diese russische Absicht und sagte: "Mit unseren kubanischen Freunden haben wir diese Möglichkeit besprochen."

Ab 1967 unterhielt die Sowjetunion im nordkubanischen Lourdes eine Abhörstation, die eine Überwachung Nordamerikas ermöglichte. Russland übernahm nach dem Zerfall der Sowjetunion den Stützpunkt. Nach einer Bitte der Regierung George W. Bushs im Jahr 2001 beendete Moskau die Zusammenarbeit mit Kuba im "Radioelektronischen Zentrum von Lourdes" 2002 abrupt. Kubanische Regierungsvertreter zeigten sich damals unerfreut über die "Nachgiebigkeit" und "Feigheit" des russischen Präsidenten Wladimir Putin.

Mit der Stärkung einer eigenständigen Außenpolitik Russlands verbesserten sich auch die Beziehungen zu Kuba seit dem Jahr 2008 wieder. Für Aufregung in den USA sorgten damals Gerüchte, dass Russland strategische Bomber auf Kuba stationieren könnte. Die Regierung Castro hielt sich zu dem Thema bedeckt. Der gesamte Artikel als PDF (88 KB)

 

28.07.2012 - Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek - Kuba feiert den 26. Juli

Kuba feiert den 26 Juli-k»Wir werden unser Volk verteidigen!«

Mit der traditionellen Großkundgebung hat Kuba am Donnerstag an den 59. Jahrestag des Angriffs auf die Moncada-Kaserne in Santiago de Cuba erinnert. Bei der Veranstaltung, die in diesem Jahr in Guantánamo stattfand, richtete der kubanische Präsident Raúl Castro einen Appell an die USA. Diese halten nicht weit vom Kundgebungsort entfernt kubanisches Territorium besetzt und betreiben dort eine Marinebasis.

Kuba sei bereit, mit den USA über Presse- und Meinungsfreiheit »und all die anderen von ihnen erfundenen Märchen über die Menschenrechte« zu sprechen, allerdings nur unter gleichberechtigten Bedingungen. »Kuba ist die Marionette von niemandem«, unterstrich der Staatschef.

»Wenn sie eine Konfrontation wollen, dann sollte das nur im Sport sein, vorzugsweise im Baseball, nicht auf anderen Gebieten«, sagte Raúl Castro vor mehreren tausend Zuhörern, die sich auf dem Platz versammelt hatten. Er forderte zu gegenseitiger Verständigung auf, um die seit mehr als 50 Jahren andauernden Feindseligkeiten zu beenden, die vor allem in der Wirtschafts-, Handels und Finanzblockade der USA zu Ausdruck komme, die der Insel bisher Verluste in Höhe von mehr als 975 Milliarden Dollar verursacht habe. Mehr dazu (140 KB)

 

29.05.2012 – jw - Kuba ist immer schuld

Kuba ist immer schuld-kUN-Kommission gegen Folter berät in Genf über Lage in der Karibikrepublik. Delegation legt ausführlichen Bericht vor

Von André Scheer - In großen Lettern titelte der US-Auslandsrundfunk Voice of America in der vergangenen Woche auf seiner Homepage: »UNO verlangt von Kuba Rechenschaft über Repression«. Was der Staatssender unter den Tisch fallen ließ: Es ging um eine Routinesitzung des Komitees gegen Folter beim UN-Hochkommissar für Menschenrechte (UNHCHR), die am 7. Mai begann und noch bis zum 1. Juni dauert. Die Reihenfolge der untersuchten Länder ergibt sich aus der alphabetischen Ordnung ihrer Namen in englischer Sprache – vor Kuba mußte sich Kanada den Fragen des Komitees stellen, nach der Insel folgten die Tschechische Republik und Griechenland. Doch Menschenrechte und der Kampf gegen Folter sind für solche Medien nur dann ein Thema, wenn es um Kuba und andere »Schurkenstaaten« geht.

Am 14. Mai stellte taz-Redakteur Bernd Pickert im Café des Gebäudes gegenüber dem Springer-Verlag Manfred Nowaks Buch »Folter – Die Alltäglichkeit des Unfaßbaren« vor. Da der frühere UN-Sonderberichterstatter nicht aus seinem Werk lesen wollte, werde er selbst einen anderen Text vortragen, kündigte Pickert an und griff zu einem Text der kubanischen Regierungsgegnerin Yoani Sánchez, den sein Blatt im Juni 2010 gedruckt hatte. Darin schrieb die Dame über angebliche Foltermethoden in kubanischen Gefängnissen. Mehr dazu (68 KB)

 

22.05.2012 – amerika21.de - Kubas Agrarbranche gewinnt an Effizienz

Kubas Agrarbranche gewinnt an Effizienz-kRund 80 Prozent der im Land konsumierten Agrarprodukte werden in Kuba produziert. Agrarverband weist auf weiter bestehende Defizite hin

Von Steffen Niese, Havanna und Harald Neuber - Havanna. Kubas Bauern produzieren nach mehreren Reformen in der Agrarwirtschaft inzwischen 78 Prozent des nationalen Bedarfs. Die steigende Produktion von Agrarprodukten wie Zucker, Bohnen, Kaffee, Schweine- und Rindfleisch helfe dabei, die weiterhin schwierige Versorgungssituation zu verbessern, zitiert die mexikanische Agentur Notimex Orlando Lugo Fonte, den Präsidenten der Kubanischen Kleinbauernvereinigung ANAP.

Probleme gebe es nach wie vor bei der Produktion von Frischmilch, einer traditionellen Schwachstelle der kubanischen Landwirtschaft. Dabei habe es im vergangenen Jahr ein Produktionsdefizit von 39 Millionen Litern gegeben. Es seien dadurch 15 Millionen US-Dollar Kosten für Milchimporte entstanden.

Auch nach Angaben des Direktors des Nationalen Instituts für tropische Gemüse (Inivit), Sergio Rodríguez, steht die kubanische Landwirtschaft angesichts der Weltwirtschaftskrise und der Notwendigkeit der Ernährungssouveränität vor neuen Herausforderungen. Mehr dazu (96 KB)

 

17.05.2012 - amerika21.de - Eigene Kuba-Politik wird EU zur Last

Eigene Kuba-Politik wird EU zur Last-kDie Mehrheit der 27 Mitgliedsstaaten will einen Neuanfang mit Havanna. Die größte Hürde ist ein EU-Positionspapier aus dem Jahr 1996

Von Harald Neuber - Brüssel/Havanna. Die Europäische Union will ihre Beziehungen zu Kuba ungeachtet der systemkritischen Haltung einzelner Mitgliedsstaaten neu ordnen. Nach Informationen aus diplomatischen Kreisen in Brüssel setzten sich Vertreter der 27 EU-Mitgliedsstaaten vor wenigen Wochen im Rahmen der Lateinamerika-Arbeitsgruppe des Europäischen Rates (COLAT) in einer mehrstündigen Diskussion mit dem bilateralen Verhältnis auseinander. Dabei wurde auf der Basis einer Einschätzung des Europäischen Auswärtigen Dienstes (EAD) der Versuch unternommen, eine gemeinsame Linie zu finden, um das seit Jahren schwer belastete Verhältnis zur sozialistischen Regierung in Kuba zu verbessern.

Für Probleme sorgt seither vor allem der sogenannte Gemeinsame Standpunkt der EU, der seit seiner Verabschiedung 1996 auf einen Systemwechsel in Kuba drängt. Obwohl das von der damaligen rechtskonservativen Regierung Spaniens durchgesetzte Dokument inzwischen nur noch eine Minderheitenposition darstellt, blockieren einzelne EU-Staaten die Abschaffung: Eine Entscheidung kann indes nur im Konsens getroffen werden. Die ehemals sozialistischen Staaten Osteuropas aber – allen voran Tschechien und Polen – verhindern einen Neuanfang. Sie koordinieren ihre Kuba-Politik dabei offensichtlich mit den USA. Mehr dazu (104 KB)

 

28.03.2012 – jw - Viel Religion, wenig Politik

Viel Religion - wenig Politik-kPapstbesuch in Kuba enttäuscht bislang Hoffnungen der Konterrevolutionäre

Von André Scheer - Der am heutigen Mittwoch mit einer Messe auf der Plaza de la Revolución im Zentrum Havannas zu Ende gehende Besuch von Papst Benedikt XVI. in Kuba ist am Dienstag mit einem umfangreichen Programm fortgesetzt worden. Nach einem Besuch der Wallfahrtskirche für »Unsere Liebe Frau von der Barmherzigkeit« in El Cobre, dem berühmtesten Marienstandbild der Insel, wollte das Oberhaupt der katholischen Kirche nach Havanna weiterreisen, wo eine Unterredung mit dem kubanischen Präsidenten Raúl Castro auf dem Programm stand. Dieser hatte am Vorabend bereits zusammen mit rund 200000 Menschen an der Messe teilgenommen, die der Papst in Santiago de Cuba zelebrierte. Unklar blieb, ob Benedikt XVI. auch mit dem früheren Staatschef Fidel Castro zusammenkommen würde, während eine Audienz für den sich ebenfalls in Havanna aufhaltenden venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez dementiert wurde. Dieser habe ein solches Treffen auch gar nicht beantragt, sagte ein Kirchensprecher, aber er sei natürlich bei der Messe willkommen.

Entgegen der Hoffnungen westlicher Korrespondenten verzichtete der frühere Kardinal Joseph Ratzinger bei seinen Ansprachen bislang weitgehend auf politische Parolen und beschränkte sich auf religiöse Predigten. Bei seiner Ankunft am Montag hatte er allerdings an den Besuch seines Vorgängers Johannes Paul II. erinnert, der 1998 auf der Insel zu Gast war. Dessen Visite sei eine »angenehme Brise frischer Luft« gewesen, »die der Kirche in Kuba neue Kraft gegeben hat«, so Benedikt. Anschließend erklärte er: »Viele Teile der Welt durchleben heute eine Zeit besonderer wirtschaftlicher Schwierigkeiten. Nicht wenige stimmen darin überein, daß dem eine tiefe geistige und moralische Krise zugrunde liegt, die den Menschen ohne Werte zurückgelassen hat und ihn dem Ehrgeiz und Egoismus gewisser Mächte preisgibt, die das wahre Wohl der Menschen und der Familien nicht beachten.« Mehr dazu (68 KB)

 

03.03.2012 – kommunisten.eu - Revolution oder Reform in Kuba?

Revolution oder Reform in Kuba-kSeit über eineinhalb Jahren hat die kubanische Führung und insbesondere die Kommunistische Partei Kubas große gesellschaftliche und politische Reformen eingeleitet, über die wir in der Vergangenheit schon berichtet haben. Diese Veränderungen wurden nicht 'verordnet', sondern auf der Basis breiter geistiger Mobilisierung der Menschen des ganzen Landes und in allen Lebensbereichen schrittweise festgelegt, und ihre  Umsetzung wurde inzwischen entschlossen angegangen. Von dieser öffentlichen Debatte und der intensiven Auseinandersetzung mit den in der kubanischen Wirklichkeit existierenden alten und neuen Widersprüchen, zeugt auch die Buchmesse in Havanna.

Beispielhaft dafür sei die Ansicht des bekannten kubanischen Journalisten und Essayisten, Enrique Ubieta, angeführt, die er in seinem dort vorgestellten Buch 'Kuba - Revolution oder Reform?' darlegte. Das Buch wurde von Harald Neuber vom Lateinamerikaportal amerika21 so zusammen gefasst:

Anfang 2008 sorgte ein Konzert in Havanna für Aufsehen. Das Reggaeton-Event kostete die Gäste den stolzen Eintrittspreis von 100 Konvertiblen Peso (CUC), also 100 US-Dollar. Trotz des immensen Kartenpreises füllte sich der Rote Salon des Hotels Capri in der kubanischen Hauptstadt, nicht wenige Gäste fanden am Ende sogar keinen Einlass mehr. Als der Künstler dieses Abends der monatlich erscheinenden Debattenzeitung La Calle del Medio wenige Wochen später ein Interview gab, fand er eine erstaunliche Begründung: "Wenn wir nicht den Eintrittspreis von 100 CUC verlangt hätten (...), hätten uns viele Gäste nicht sehen können, an denen wir interessiert sind." Zu dieser Zielgruppe zählte er Künstler, Sportler und Maler, "das übliche VIP-Publikum, das man in allen Ecken der Welt antrifft". Mehr dazu (436 KB)

 

11.02.2012 – kommunisten.eu - Raul Castro auf der 1. Nationalkonferenz der KP

Raul Castro auf der 1 Nationalkonferenz der KPVor nicht ganz zwei Wochen tagte die Erste Nationale Konferenz der Kommunistischen Partei Kubas. Um über die allgemeinen Informationen zu den Inhalten und Ergebnissen dieser wichtigen Tagung hinaus (s. a. Anlage) einen vertiefenden Einblick zu ermöglichen, stellen wir hier den leicht gekürzten Text der abschließenden Rede des Ersten Sekretärs des Zentralkomitees der KP Kubas, Raúl Castro Ruz, in eigener Übersetzung aus der englischen Version zur Verfügung.

Genossinnen und Genossen,

Die 1. Nationale Konferenz der Partei, deren Sitzung heute zu Ende geht, war entsprechend dem Aufruf des 6. Parteitages dazu bestimmt, objektiv und kritisch die Arbeit der Partei zu bewerten und im Geiste der Erneuerung die notwendigen Veränderungen festzulegen, um sie auf das von den gegenwärtigen Umständen erforderliche Niveau anzuheben.

Es ist unsere Verantwortung, mehr Demokratie in unserer Gesellschaft zu fördern und das durch beispielhaftes Vorgehen in den Reihen unserer Partei zu beginnen. Lasst uns nicht vergessen, dass allein die Partei - als eine Institution, welche die revolutionäre Avantgarde zusammenführt und als sicherer Garant der Einheit der Kubaner zu allen Zeiten - ich wiederhole, nur die Partei kann das durch den Commandante en Jefe der kubanischen Revolution, Fidel Castro, im Volk verankerte Vertrauen würdig bewahren.

Ich will keine Zeit darauf verwenden, Einzelheiten von Teilnehmern im Diskussionsprozess des vorgeschlagenen Dokuments oder die daraus entstandenen vielfältigen Veränderungen zu behandeln. Denn das lag im Ergebnis im Bericht vor, den der Genosse José Ramón Machado Ventura bei der Eröffnungssitzung dieser Konferenz erstattete. Und dieser Diskussionsprozess, wie jedermann weiß, begann nicht gestern, sondern unmittelbar nach der Schlusssitzung des Parteitages [im November 2011]. Mehr dazu (360 KB)

 

29.01.2012 – amerika21 - Kommunistische Partei Kubas debattiert auf Kongress eigene Rolle

Havanna. Am gestrigen Samstag hat in der kubanischen Hauptstadt in Anwesenheit von 811 Delegierten die erste Nationalkonferenz der regierenden Kommunistischen Partei Kubas (PCC) begonnen. Ziel des zweitägigen Treffens ist es, "in aller Sachlichkeit und mit kritischem Verstand" eine Bilanz der Parteiarbeit zu ziehen, heißt es in einer Meldung der halbstaatlichen Nachrichtenagentur Prensa Latina.

Die Versammlung tagt bis zum heutigen Sonntag im Kongresszentrum von Havanna. Der PCC gehören derzeit landesweit 800.000 Mitglieder an.

Die Delegierten konzentrierten sich bei dem Kongress auf die "Möglichkeiten einer bewussten Mitwirkung der gesamten Bevölkerung an den aktuellen wirtschaftlichen Aufgaben des Landes", schreibt Prensa Latina. Mehr dazu (108 KB)

 

28.01.2012 – amerika21 - Kuba beginnt Förderung von Erdöl vor Küste

Kuba beginnt Foerderung von Erdoel vor Kueste-kVon Harald Neuber - Havanna. Kuba wird nach Informationen des staatlichen Energieunternehmens Cubapetróleo (CUPET) in den kommenden Tagen die Offshore-Förderung von Erdöl im Golf von Mexiko beginnen. Man sei derzeit noch mit der Installation der Förderplattform Skarabeo 9 befasst, die in China und Singapur gefertigt wurde und die Kuba in dieser Woche erreicht hatte.

Die Förderung von Erdöl am Meeresboden im Golf von Mexiko wird auf der Basis eines Abkommens zwischen Cupet und dem spanischen Repsol-Konzern durchgeführt. Kubanische Medien betonten die hohen Sicherheitsvorkehrungen bei dem Vorhaben. Eine Erdölkatastrophe wie vor wenigen Jahren vor der US-Küste sei daher auszuschließen, hieß es im staatlichen Fernsehen. Speziell ausgebildete Sicherheitsfachleute der Cupet hätten die Sicherheitsvorkehrungen überprüft, hieß es in der Meldung weiter. In die Tests seien auch Umwelt- und Hochseeexperten eingebunden gewesen.

Das erste konkrete Vorhaben in den Gewässern vor Kuba ist Teil der Erschließung eines Förderprojektes in einem Erdöl- und Gasfeld mit einer Ausdehnung von rund 112.000 Quadratkilometern, berichtet die halbstaatliche kubanischen Nachrichtenagentur Prensa Latina. Der Artikel als PDF (92 KB)

 

22.01.2012 – amerika21 - Gebt Guantánamo an Kuba zurück

Gebt Guantánamo an Kuba zurueck-kBeitrag zur historischen und völkerrechtlichen Situation der US-Militärbasis auf Kuba aus der New York Times

Von Jonathan M. Hansen (Übersetzung: Klaus E. Lehmann) - In den elf Jahren seit der Eröffnung des Internierungslager in Guantánamo hat die quälende Debatte darüber, ob die Einrichtung geschlossen werden oder dauerhaften Charakter erhalten soll, einen schwereren Fehler überschattet, der mehr als ein Jahrhundert zurück liegt und alle US-Amerikaner etwas angeht: unsere fortwährende Besetzung von Guantánamo selbst. Es ist höchste Zeit, diese imperialistische Enklave an Kuba zurück zu geben.

Von dem Moment an, als die Vereinigten Staaten Kuba im Juni 1901 dazu zwangen, uns die Marinebasis in der Bucht von Guantánamo zu verpachten, war die US-Präsenz dort mehr als ein Stachel im Fleisch Kubas. Sie hat dazu gedient, die Welt an die lange Geschichte von interventionistischem Militarismus der USA zu erinnern. Nur wenige Gesten hätten eine so heilsame Wirkung auf die lähmend verfahrene Situation in den US-kubanischen Beziehungen gehabt wie die Übergabe dieses begehrten Stück Landes.

Die Umstände, unter denen die Vereinigten Staaten dazu kamen, Guantánamo zu besetzen, sind genauso beunruhigend wie ihre dortigen Aktivitäten im vergangenen Jahrzehnt. Im April 1898 intervenierten US-amerikanische Truppen in den schon drei Jahre währenden Kampf Kubas um seine Unabhängigkeit, als dieser so gut wie gewonnen war, und verwandelten den kubanischen Unabhängigkeitskrieg auf diese Weise in das, was die US-Amerikaner bis heute "Spanisch-Amerikanischen Krieg" nennen. US-Amerikanische Funktionäre schlossen damals die kubanische Armee vom Waffenstillstand aus und verweigerten Kuba einen Sitz bei der Friedenskonferenz von Paris. "Es gibt so viel Wut und Schmerz auf der ganzen Insel", bemerkte der kubanische General Máximo Gómez, nachdem im Januar 1899 der Friedensvertrag unterzeichnet worden war, "dass die Leute nicht wirklich in der Lage sind, den Triumph des Endes der Macht ihrer früheren Beherrscher zu feiern." Mehr dazu (132 KB)

 

25.12.2011 – amerika21.de - Kuba kämpft weiter um wirtschaftliche Effizienz

Kuba kaempft weiter um wirtschaftliche Effizienz-kWeitere Maßnahmen für 2012 angekündigt. Amnestie zu Jahresende im Fokus der internationalen Presse. Debatte um Migrationspolitik

Von Harald Neuber - Havanna. Die wirtschaftspolitischen Reformen in Kuba zeigen nach Ansicht des Staats- und Regierungschefs Raúl Castro erste Ergebnisse. Trotz der andauernden Weltwirtschaftskrise seien Ende 2011 "akzeptable" Ergebnisse erreicht worden, sagte der 80-Jährige bei der Abschlusssitzung der Nationalversammlung (Parlament) in Havanna. Positive Ergebnisse seien vor allem in der Zuckerindustrie – einst das Herzstück der kubanischen Binnenökonomie – und in der Währungspolitik erreicht worden.

In Kuba wurde auf dem sechsten Parteitag der regierenden Kommunistischen Partei Mitte des Jahres ein wirtschaftspolitisches Reformprogramm verabschiedet. In dem Karibikstaat ist von einer "Aktualisierung des sozialistischen Systems" die Rede, um der im Ausland verbreiteten These von Systemreformen entgegenzutreten.

In seiner Ansprache drängte Castro nun vor allem auf einen weiteren Abbau der Ausgaben. Alleine der Import von Nahrungsmitteln werde im kommenden Jahre voraussichtlich 1,7 Milliarden US-Dollar beanspruchen, sagte er nach Angaben der kubanischen Nachrichtenagentur Prensa Latina. Weitere Maßnahmen seien notwendig, um mehr Effizienz zu erreichen. So werde die kubanische Wirtschaft im scheidenden Jahr zwar um 2,7 Prozent des Bruttoinlandproduktes (BIP) wachsen, dennoch bleibe dieser Wert unter den anvisierten drei Prozent des BIP. Bei gleichbleibenden Rahmenbedingungen erwartet Kuba 2012 ein Wachstum von 3,4 Prozent. Mehr dazu (120 KB)

 

09.12.2011 - Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek - Mit »Mongoose« gegen Fidel

Mit Mongoose gegen Fidel-kVor 50 Jahren befahl USA-Präsident John F. Kennedy die zweite Invasion Kubas (1)

Top Secret« und »Eyes Only« steht auf dem offenbar besonders geheimen Dokument, das USA-Präsident John F. Kennedy vor 50 Jahren – am 30. November 1961 – nur an einen kleinen Kreis von Regierungsmitgliedern und Militärs in Washington schickte. Der erste und wichtigste Satz des Papiers forderte, alles nur Mögliche zu tun, um das »kommunistische Regime« in Kuba zu stürzen. Die sieben Vertrauten Kennedys waren: Außenminister Dean Rusk, Kriegsminister Robert McNamara, CIA-Direktor Allen Dulles, Justizminister und Präsidentenbruder Robert Kennedy, die Generäle Maxwell Taylor und Edward Lansdale sowie Präsidentenberater Richard Goodwin. Das geht aus den vom USA-Außenministerium inzwischen veröffentlichten Dokumenten hervor, die allerdings selbst nach 50 Jahren immer noch geschwärzte Textpassagen enthalten.

An diesem 30. November 1961 gab Kennedy damit den offiziellen Startschuß für ein äußerst gefährliches militärisches Unternehmen, das den Codenamen »Mongoose« (Mungo) erhielt. Nach der zurückgeschlagenen Schweinebucht-Invasion vom April 1961 beschloß Washington also nur sechs Monate später einen zweiten Überfall auf Kuba unter Einbeziehung von Armee, Luftwaffe und Marine, der dann im Oktober 1962 direkt zur Raketenkrise führte.

Doch die Tatsache, daß der USA-Präsident Ende November 1961 grünes Licht für das »Cuba project« gab, bedeutete nicht, daß die USA-Regierung bis dahin untätig gewesen wäre. Im Gegenteil. Auch wenn man es kaum glauben möchte, aber das Kabinett Kennedy begann zusammen mit Pentagon und CIA bereits während der Schweinebucht-Invasion, nach Wegen und Möglichkeiten für einen erneuten Waffengang gegen die Karibikinsel zu suchen. Mehr dazu (180 KB)

 

26.10.2011 – kommunisten.eu - Kubas eigenständiger sozialistischer Weg

Georgina Alfonso Gonzales-kAn der zentralen Beratung der DKP mit AktivistInnen in den verschiedenen Bewegungen in der BRD hat auch Georgina Alfonso Gonzales, Professorin an der Philosophischen Fakultät der Universität Havanna auf Kuba teilgenommen. Sie ist auch Mitarbeiterin der Arbeitsgruppe soziale Bewegungen in Lateinamerika, und hat ihre Erfahrungen in die Diskussion eingebracht. Wir dokumentieren hier ihre Beiträge zur Situation in Kuba. Es waren freie Redebeiträge, die Klaus Lehmann übersetzt hat.

Ich will noch einiges über Kuba berichten, über die Perspektiven von Kuba, natürlich eingebettet in die Bewegungen von Lateinamerika. Kuba erlebt zurzeit einen Prozess tiefgehender, tiefgreifender Veränderungen.

Hauptsächlich wirtschaftlicher Art. Es sind neue Eigentumsformen ermöglicht worden, d.h. private Eigentumsformen im unmittelbaren persönlichen Bereich, z.B. auch, auf eigene Rechnung zu arbeiten. Dabei müssen wir vor allem den Blick auf den ländlichen Bereich richten: Das ist der Bereich, wo die tiefgehendsten Veränderungen stattfinden. Mit dem kooperativen Eigentum ist ein sehr starker Anstoß gegeben worden. Das ist insofern sehr wichtig und interessant, weil wir Kubaner schon nicht mehr daran gewöhnt waren, in dieser Form zu arbeiten. Das war ja eine der ersten Maßnahmen gewesen damals, als die Revolution die Landreform durchgeführt hatte, um ein Element zu schaffen, das die Wirtschaft dynamisiert, und das hat sich mehr oder weniger tief eingeprägt in das Leben der Kubaner. Aber die Leute sind immer noch daran gewöhnt, dass der Staat für ihren Unterhalt sorgt. Aber unser Staat war lange Zeit ein paternalistischer Staat gewesen. Mit dieser neuen Form der Dynamisierung wird auch der Arbeit ein neuer Wert verliehen. D.h. es geht darum, der gesellschaftlichen Produktion eine neue Dimension zu geben.

In Kuba gibt es sehr viele Knappheiten, d.h. die Ressourcenknappheit ist in vielen Fällen ein Hindernis für die ökonomische Dynamisierung. In unserem Wirtschaftsplan, den wir haben, ist das im Moment der größte Widerspruch. Es werden nun neue produktive Formen gefördert, aber die Mittel zur Umsetzung sind knapp. Und die Arbeitsformen bleiben gleichzeitig die traditionellen Formen. Diese Tatsache bremst den wirtschaftlichen Veränderungsprozess. Mehr dazu (88 KB)

 

16.09.2011 – cubanische Botschaft - Notwendigkeit der Beendigung der von den Vereinigten Staaten von Amerika gegen Kuba verhängten Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade

Wir schicken Ihnen hiermit den Kuba-Bericht über den Beschluß 65/6 der Generalversammlung der UNO: "Notwendigkeit der Beendigung der von den Vereinigten Staaten von Amerika gegen Kuba verhängten Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade", worüber in der Generalversammlung der UNO am nächsten 25. Oktober diskutiert und abgestimmt wird. Dieser Bericht wurde letzten Mittwoch, den 14. September im Sitz des kubanischen Außenministeriums vor der nationalen und ausländischen Presse vorgestellt.

Obwohl es das zweiundzwanzigste Mal in Folge ist, dass unser Land die Anklage erhebt, erhält die derzeitige US-Administration diese ungerechte Politik aufrecht , die internationale Abwertung des Dollar gegenüber dem Gold zwischen 1961 und 2010 berücksichtigend, die unserem Land 975 Milliarden Dollar gekostet hat.  

Diese Handels- und Finanzbelagerung, die die Vereignigten Staaten gegen Kuba hält, schadet nicht nur die multilaterale Zusammenarbeit der Insel sondern auch, unter anderen, die Gesundheit und die Ernährung der Bevölkerung sowie den akademischen wissenschaftlichen kulturellen und sportlerischen Ausstausch.  

Mit freundlichen Grüße,  

Diplomatische Vertretung von Kuba in Bonn – Zum Bericht (312 KB)

 

31.08.2011 – amerika21.de - Kuba baut das Internet aus

Kuba baut das Internet aus-kNeues Kabel soll nach Verzögerung bis Jahresende in Betrieb genommen werden. Wikileaks-Dokument enthüllt indes Programme der US-Botschaft

Von Harald Neuber - Havanna. In Kuba soll nach mehrmaliger Verzögerung bis Jahresende ein neues Glasfiberkabel in Betrieb genommen werden, das die Übertragungsgeschwindigkeit für das Internet erheblich verbessern kann. Das sagte der zuständige Vizeminister für Informatik und Kommunikation, Boris Moreno, nach Angaben des Internetportals cubasi.cu. Das insgesamt 1.600 Kilometer lange Kabel war vor wenigen Monaten von Venezuela aus nach Kuba verlegt worden und wird von dort aus nach Jamaika weitergeführt. Bislang ist Kuba über kostspielige und langsame Satellitenverbindungen mit dem Internet verbunden, weil die US-Blockade eine Anbindung an die bestehenden Unterseekabel verhindert.

Nach Inbetriebnahme des modernen Kabels aus Venezuela werde Kuba den "sozialen Zugang" zum Netz unterstützen, sagte Vizeminister Moreno nun. So würden wissenschaftliche Institutionen, kulturelle Einrichtungen, Bibliotheken, Krankenhäuser sowie Regierungs- und Verwaltungsstrukturen bei den modernen Anschlüssen mit Vorzug behandelt. Der Ausbau eines neuen Leitungsnetzes im Land selbst sei jedoch mit hohen Kosten verbunden und würde je nach bereitstehenden Mitteln vorangetrieben. Auch private Anschlüsse würden in dem Maße zur Verfügung gestellt, wie die Ressourcen es erlauben. Moreno verwies zugleich darauf, dass die US-Blockade den Zugang Kubas zu wichtigen Tools wie sogenannten Payment Gateways zur Online-Bezahlung verhindert. Mehr dazu (100 KB)

 

26.08.2011 – UZ - Kloaken-Journaille

Gastkolumne von Heinz-W. Hammer - Der kubanische Revolutionsführer und Jahrhundertpolitiker Fidel Castro konnte am 13. August seinen 85. Geburtstag begehen. In Kuba wurden aus diesem Anlass zahlreiche kulturelle und politische Veranstaltungen durchgeführt; aus aller Welt trafen anerkennende Glückwünsche in Havanna ein. Auf besondere Weise beteiligte sich hierzulande die führende Kloaken-Gazette: Am 20. August, also sieben Tage später, skandalisierte diese ein Glückwunschschreiben der "Linken"-Vorsitzenden Lötzsch und Ernst unter dem Titel "Bizarrer Schleim-Brief an Fidel Castro": "Dieser Brief macht fassungslos ... Kein Wort von politischen Gefangenen, von Folter und bitterster Armut auf Kuba ..." usw. Als Kronzeugen für die Verleumdungen wurden verdiente Menschenrechtskrieger ins Feld geführt: Erika Steinbach (CDU-"Menschenrechtsbeauftragte"), Volker Beck (Grüne), Elmar Brok (CDU-EMdP) und natürlich Hubertus Knabe (Gedenkstättenfuzzi). Mehr dazu (72 KB)

 

19.08.2011 – Kuba - Erklärung des Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten

Das State Department  hat am 18. August Kuba zum dreißigsten Mal in die unechte Liste der “Unterstützer des Internationalen Terrorismus” aufgenommen, mit dem alleinigen Zweck, unser Land  zu diskreditieren und weiterhin die grausame und verworfene Blockadepolitik gegen Kuba zu rechtfertigen.

Die US-Regierung, die historisch Staatsterrorismus, außergerichtliche Hinrichtungen, Menschenentführungen, Ermordungen mit unbemannten Flugzeugen, Foltern und illegale Inhaftierungen praktiziert hat, die Geheimgefängnisse errichtet hat, die für den Tod von Hunderttausenden von unschuldigen Zivilisten wegen ihren Besatzungs- und Eroberungskriege in Irak und Afghanistan verantwortlich ist, die systematisch souveräne Staaten wie Lybien bombardiert, hat nicht die geringste Moral oder Recht, Kuba zu urteilen, denn Kuba  führt einen makellosen Weg im Kampf gegen den Terrorismus und außerdem ist es systematisch ein Opfer dieser Geißel gewesen.

Die Regierung der Vereinigten Staaten handelt so als ob sie den geständigen Verbrecher Luis Posada Carriles nicht ständig geschützt hätte, den sie wegen Terrorismus nicht anklagen will, obwohl sie über genügend Beweise dafür verfügt. Posada Carriles, -sowie Orlando Bosch Ávila, der von einer Begnadigung durch den Präsidenten Georg Bush Vater profitiert hat,- ist Autor des entsetzlichen Attentates auf ein kubanisches Verkehrsflugzeugs während des Flugs, bei dem 73 unschuldigen Menschen ums Leben gekommen sind. Er ist auch für den Tod des italienischen Touristen Fabio Di Celmo während den Bombenanschlägen auf touristische kubanische Einrichtungen im Jahr 1997 direkt verantwortlich. Heute geht er straffrei durch die Straßen Miamis spazieren, nach dem er bei einer Farce in El Paso, Texas freigesprochen wurde.

Zur gleichen Zeit, als ein unwiderlegbarer Beweis für die Doppelmoral der US-Regierung, hält und bestraft sie unsere fünf Antiterrorkämpfer in ungerechter Haft,  weil diese das Leben von Bürgern aus Kuba, den USA und anderen Ländern geschützt haben.

Wegen den vom US-Gebiet aus organisierten, finanzierten und verübten terroristischen Aktivitäten, in vielen Fällen dank der Beihilfe der Regierung der Vereinigten Staaten sind 3 478 Kubaner gestorben und weitere 2 099 dauerhaft behindert.

Die politische Manipulation eines so sensiblen Themas, wie es der Kampf gegen den Terrorismus ist, beleidigt das Andenken an die Opfer der verbrecherischen Tat am 11. September 2001, eine Tat, die die Solidarität und das bedingungslose Hilfsangebot unserer Regierung und unseres Volkes hervorgerufen hat.

Kuba fordert die Regierung der Vereingigten Staaten auf, die heute im US-Gebiet ansässigen wirklichen Terroristen zu bestrafen, die Miami Five freizulassen und der Politik der Blockade und der Feindseligkeit gegen unser Land ein Ende zu setzen, welche die legitimen Interesse beider Völker bedroht. - Havanna, den 19. August 2011

 

31.07.2011 – amerika21 - Kuba: Mehr Baumaterialien für die Bevölkerung

Kuba- Mehr Baumaterialien fuer die Bevoelkerung-kHavanna. Die kubanische Regierung hat beschlossen, den freien Verkauf von Baumaterialien an die Bevölkerung zu ermöglichen. Wie die kubanische Presse berichtete, forderte die Vizeministerin für den Binnenhandel, Odalys Escandel, die Beseitigung von Defiziten im Handel mit Baustoffen. "Wir werden die Verteilung neu organisieren, damit der Bedarf der Bevölkerung möglichst gut gedeckt werden kann", so Escandal bei der Sitzung der Kommission für Industrie und Bauwesen im Rahmen der VII. Sitzungsperiode der Nationalversammlung (Parlament). Der freie Verkauf von Zement und Stahl bedeutet auch, dass die Bewohner selbst ihre Häuser bauen, reparieren und erhalten können.

In der Sitzung wurde auch auf die Klagen von Bürgern über zu hohe Preise berichtet. Um mehr Kubanerinnen und Kubanern den Zugang zu Baumaterialien zu ermöglichen, sind Kredite für den Kauf von Baumaterialien vorgesehen. Mehr dazu (108 KB)

 

30.07.2011 – amerika21 - Kuba: Raúl Castro fordert mehr wirtschaftliche Effizienz

Havanna. Kurz vor der kommenden Sitzung der Nationalversammlung in Kuba am Montag hat Staats- und Regierungschef Raúl Castro die Kabinettsmitglieder bei den laufenden wirtschaftlichen Reformmaßnahmen zu verstärkten Anstrengungen aufgerufen. Laut dem kubanischen Staatsfernsehen kritisierte Castro bei einer Tagung des Ministerrates am Samstag Fehlentscheidungen und Planungsmängel in verschiedenen Ressorts. Besonders hob er demnach Probleme im Agrarministerium hervor. Die Produktion von Rindfleisch, Milch und weiteren Agrargütern sei hinter dem Bedarf zurückgeblieben, hieß es in der Meldung, die in den Nachrichten verlesen wurde. Dadurch hätten die Importe der betroffenen Waren angehoben werden müssen. Mehr dazu (100 KB)

 

15.07.2011 – amerika21.de - Kritik nun auch an Kuba-Politik der FDP-Stiftung

Kritik nun auch an Kuba-Politik der FDP-Stiftung-kMitglieder der kubanischen Gemeinde weisen Kontakte der Naumann-Stiftung mit Dissidenten zurück. Präsenz auf Veranstaltungen angekündigt

Von Christian Kliver - Berlin. Neben der umstrittenen Haltung der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung gegenüber dem Putsch in Honduras vor zwei Jahren sorgt nun auch ihre Politik gegenüber Kuba für Kritik. Nach einer Konferenz mit Dissidenten und ultrarechten Funktionären des kubanischen Exils wollen Aktivisten der Kuba-Solidaritätsbewegung und kubanische Staatsbürger in Deutschland die Arbeit der Naumann-Stiftung (FNSt) nun genauer verfolgen.

Eingeladen hatte die FNSt in er zweiten Juliwoche zu einer Tagung mit dem Titel "Kuba: Zeitenwende ohne politische Freiheit?". Neben regierungskritischen Aktivisten aus Kuba und Europa war bei der FDP-nahen Organisation auch Carlos Alberto Montaner zu Gast. Der rechtsliberale Politiker und Buchautor war nach der Kubanischen Revolution Anfang der 1960er Jahre wegen der Mitgliedschaft in einer terroristischen Gruppierung festgenommen worden und später in die USA geflohen. Montaner sprach vor rund 20 Gästen, zehn Mitarbeitern der Stiftung und einem Dutzend Aktivisten der Kuba-Solidaritätsbewegung, die der Einladung der Stiftung gefolgt waren. Mehr dazu (36 KB)

 

11.06.2011 – amerika21.de - Kuba: Zahlreiche Urteile wegen Korruption

Havanna. In Kuba wurden binnen einer Woche gut zwei Dutzend hochrangige Funktionäre und Geschäftsleute wegen Korruption verurteilt. Die Prozesse und Gerichtsentscheide sind nach Angaben nationaler Medien Teil einer langfristigen Kampagne zur Bekämpfung der Korruption. Kubanische Medien berichteten daher auch ausführlich über die Urteile.

Zunächst wurde von Provinzgericht Havannas der ehemalige Vizeminister für die Nahrungsmittelproduktion, Celio Hernández, wegen Korruption zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Hernández und zehn weiteren Ministeriumsmitarbeiter sowie Angestellten des Mischunternehmens Río Zaza wurde nachgewiesen, Lieferpapiere und Rechnungen zum eigenen Vorteil gefälscht zu haben.

Ebenfalls in Havanna hat ein Gericht indes Funktionäre und führende Mitarbeiter der staatlichen Fluggesellschaft Cubana de Aviación sowie des kubanisch-chilenischen Tourismusunternehmens Sol y Son zu Haftstrafen von drei bis 15 Jahren verurteilt. Der chilenische Geschäftsmann und Vorsitzende von Sol y Son, Marcel Marambio, wurde in Abwesenheit mit der Höchststrafe belegt.

Staats- und Regierungschef Raúl Castro hatte die Korruption in dem Karibikstaat wiederholt als "Gefahr für den Sozialismus" bezeichnet. Vor zwei Jahren wurde von der Regierung eine eigene Behörde zur Kontrolle staatlicher Betriebe geschaffen. Artikel als PDF (20 KB)

 

10.06.2011 – derStandard.at - "Die Feindseligkeit gegen Kuba hat sich reduziert"

Die Feindseligkeit gegen Kuba hat sich reduziert-kEine leichte Verbesserung in den Beziehungen zu den USA konstatiert Dagoberto Rodríguez, der kubanische Vizeaußenminister. Über seinen Ärgerüber die EU, die Freilassung von Gefangenen und Kubas weit reichende wirtschaftlichen Reformpläne sprach er mit Erhard Stackl.

Standard: In Kuba sind beim KP-Parteitag starke Veränderungen beschlossen worden. Was betrachten Sie als die wichtigsten?

Rodríguez: Zuallererst ging es dabei um die Ausübung demokratischer Rechte in einem Ausmaß, wie das noch selten zu sehen war, fast die ganze Bevölkerung nahm an der Debatte teil. Es ging um die Aktualisierung der Art und Weise, wie wir wirtschaftliche und soziale Angelegenheiten steuern. Es haben an die neun Millionen der 11,2 Millionen Einwohner daran teilgenommen. Mehr als drei Millionen haben ihre Meinung dazu geäußert, es gab 300.000 Änderungsvorschläge am Papier der Regierung, von denen viele berücksichtigt wurden. Es geht darum, höhere Effizienz und Produktivität zu erreichen, damit die sozialen Errungenschaften erhalten werden können: Das Gesundheits- und Erziehungssystem, die Sozialversicherung für alle Bürger. Dafür müssen die staatlichen Ausgaben durch mehr Effizienz reduziert werden. Und jene Menschen, die nicht weiter für den Staat arbeiten, werden zu anderen Aktivitäten wechseln.

Standard: Es sollen mehr als eine halbe Millionen Staatsbedienstete entlassen werden?

Rodríguez: Wir sprechen nicht von Entlassungen. Es geht darum, die Arbeitskräfte in anderen Wirtschaftssektoren produktiv unterzubringen. Das ist ein langsamer Prozess mit staatlicher Unterstützung. Viele dieser Menschen wechseln aus Staatsbetrieben in den Genossenschaftssektor oder sie eröffnen ein eigenes Geschäft und arbeiten auf eigene Rechnung, wie wir in Kuba sagen. An die 300.000 haben dafür um Lizenzen angesucht. Ein anderer wichtiger Aspekt der Pläne für die Wirtschaft ist ein Programm von Anreizen, um die Landwirtschaft zu stärken. Eine der Folgen der Wanderung vom Land in die Städte war es, dass die Agrarproduktion zurückging und Kuba große Mengen an Lebensmitteln importieren muss. Und schließlich sollen die Kräfte des Landes auf die wichtigsten Wirtschaftssektoren, vor allem auf die Energiegewinnung, konzentriert werden. Im Tourismus wird ebenfalls eine Effizienzsteigerung angestrebt. Mehr dazu (60 KB)

 

29.04.2011 – UZ - Ändern, was zu ändern ist

Der VI. Parteitag der KP Kubas übt Selbstkritik und bekräftigt den leninistischen Charakter der Partei

Am Morgen des 19. April, genau 50 Jahre nach dem Sieg in der Schweinebucht, ging in Havanna der VI. Parteitag der Kommunistischen Partei Kubas (PCC) zu Ende.

Begonnen hatte er in genauer Symbolik 72 Stunden vorher, zum Jahrestag des Beginns des von der CIA organisierten Angriffs auf die Revolution im Jahr 1961.

Der Parteitag bestimmte den bislang kommissarisch amtierenden Raúl Castro erstmals zum Ersten Sekretär der PCC. Die Delegierten bestätigten einmütig die personellen Vorschläge der Parteiführung für das Politbüro, das Zentralkomitee sowie das dazugehörige Sekretariat. Von den drei angenommenen Anträgen bekräftigen zwei den gesellschaftlichen Aktualisierungsprozess, der Kuba aus der gegenwärtigen kritischen wirtschaftlichen Situation befreien soll. In diesem Sinne wurde für Januar 2012 eine Parteikonferenz einberufen, die mit weitreichender Befugnis ausgestattet, die PCC auf die neuen Anforderungen einstellen soll.

Personalentscheidungen

In den Wahlen zeigten sich die ersten Resultate der von Raúl Castro eingeforderten personellen Erneuerung der höchsten Gremien der Partei.

Die 986 Delegierten wählten ein von 24 auf 15 Mitglieder reduziertes Politbüro, dessen 2. Sekretär José Ramón Machado ist. Die Armee ist dort mit sechs Generälen vertreten, um der historischen Rolle der Streitkräfte in der kubanischen Revolution seit der Eröffnung des Guerillakrieges in der Sierra Maestra Genüge zu tun. Erstmals im Politbüro vertreten ist die Erste Sekretärin der PCC in Havanna, Mercedes López, um der Bedeutung der Hauptstadt Rechnung zu tragen. Die neugewählten Marino Murillo, Vizepräsident des Ministerrates, und Adel Yzquierdo, Minister für Wirtschaft und Planung, sollen den gesellschaftlichen Aktualisierungsprozess von höchster Ebene aus leiten. Mehr dazu (40 KB)

 

15.04.2011 – amerika21 - Parteitag in Kuba soll Weichen stellen

Logo des VI-Parteitages-kWirtschaftliche und soziale Reformen im Mittelpunkt beim VI. Parteitag der Kommunistischen Partei Kubas

Von Kerstin Sack – Havanna. Am morgigen Samstag beginnt in Kuba der inzwischen sechste Parteitag der regierenden kommunistischen Partei (PCC) inmitten einer wegweisenden Debatte über wirtschaftspolitische Reformen in dem Inselstaat. Vom 16. bis zum 19. April werden die 1.000 Delegierten Reformvorschläge diskutieren und beschließen. Zentrale Themen sind wirtschaftliche und soziale Neuerungen, die im vergangenen November in einem 32-seitigen Strategiepapier mit dem Titel "Proyecto de lineamientos de la Política Económica y Social" vorgestellt wurden.

Der Parteitag findet zeitgleich zum 50. Jahrestag des Sieges über die Invasion in der Schweinebucht statt. Im Zuge des militärischen Sieges wurde am 16. April 1961 von Revolutionsführer Fidel Castro der sozialistische Charakter der Kubanischen Revolution erklärt. Mehr dazu (32 KB)

 

01.04.2011 - Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek - Kuba für Dialog mit den USA

Kuba fuer Dialog mit den USA-kExpräsident Jimmy Carter besuchte Havanna

Die kubanische Regierung hat ihre Bereitschaft zu einem Dialog mit Washington »unter Gleichen« bekräftigt, berichteten kubanische Medien nach einem Treffen von Präsident Raúl Castro mit dem früheren USA-Präsidenten James Carter. Carter hielt sich seit Montag zu einem dreitägigen Besuch in »privater Mission« in Kuba auf. »Wir sind hier, um das kubanische Volk und die Repräsentanten der Regierung zu besuchen«, sagte der 86-Jährige am Dienstag bei einer Visite in der Altstadt Havannas. »Wir wollen die Beziehungen zwischen unseren Länder durch unsere Begegnungen hier verbessern.«

Carter wurde am Mittwoch von Raúl Castro auf dem Flughafen von Havanna verabschiedet. »Er war der beste von allen Präsidenten, die die USA jemals hatten«, sagte Raúl Castro vor Journalisten. Er gab bekannt, daß sein Gespräch mit Carter insgesamt sechs Stunden gedauert habe. Im Mittelpunkt des Treffens standen Fragen der aktuellen Entwicklungen in der Welt sowie der Beziehungen zwischen beiden Staaten. Mehr dazu (48 KB)

 

08.03.2011 – Mail - For Peace againts foreingn intervention in Lybia

-----Original-Nachricht-----

Subject: For Peace againts foreingn intervention in Lybia

Date: Tue, 08 Mar 2011 18:12:18 +0100

From: aliuska@albacultural.cult.cu

To: webmaster@kalle-der-rote.de

During the last two months a wave of popular protests has shaken vast regions of the Arab world, in the Middle East and northern Africa.

The oppressed people fair indignation has lead to revolutionary changes which the world hegemonic powers are trying to manipulate, opportunistically and with premeditation. The imperial interference has been particularly shamelessness regarding the complex  circumstances existing in Libya, while the great media corporations are competing to legitimate the already announced occupation.

The intellectuals, artists and social fighters of the network in defense of humankind declare that the difficult internal situation the Libya people is living today should be peacefully resolved with a strict respect for their self determination, with no foreign interference and guarantying their territorial integrity.

We support the unity and peace initiative of the political council of the alba-tcp to create an “international humanitarian commission for the peace and integrity of libya” proposed by the president of the > Venezuela bolivarian republic, Hugo Chávez. Die gesamte Mail (12 KB)

 

13.02.2011 – amerika21 - Warnung vor deutschen Stiftungen

Warnung vor deutschen Stiftungen-kDebatte auf Buchmesse in Havanna über Stiftungen von Union und FDP. Kubanischer Experte spricht von "Arbeitsteilung mit US-Institutionen"

Von Justo Cruz, Havanna. Experten aus Kuba und Deutschland haben zum Auftakt der Internationalen Buchmesse in einer Podiumsdiskussion in der kubanischen Hauptstadt Havanna die Arbeit der deutschen Parteistiftungen thematisiert.

Kritisiert wurde dabei die immer offenere Einflussnahme auf die politischen Prozesse in Lateinamerika durch die Stiftungen der Regierungsparteien CDU, CSU und FDP. Das von der Solidaritätsorganisation Cuba Si organisierte Podium traf bei kubanischen und lateinamerikanischen Medien auf großes Echo.

"Vor allem die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) und die FDP-nahe Friedrich-Naumann-Stiftung (FNS) fahren in den letzten Jahren einen immer aggressiveren Kurs gegen die anti-neoliberalen Staaten in Lateinamerika", leitete der amerika21.de-Redakteur und Deutschland-Korrespondent der kubanischen Nachrichtenagentur Prensa Latina, Harald Neuber, die Veranstaltung ein. Beispiele dafür seien die offene Unterstützung des Putsches in Honduras durch die FNS und Konferenzen mit antikubanischen Kräften und US-Regierungsfunktionären. Mehr dazu (44 KB)

 

PCC-ZK

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13.01.2011 – jw - Neuausrichtung mit Plan

Neuausrichtung mit Plan-kDokumentiert. »Leitlinien der Wirtschafts- und Sozialpolitik der Partei und der Revolution« in Vorbereitung auf den VI. Parteitag der KP Kubas

Die erfolgreiche Verteidigung gegen die Invasion CIA-finanzierter Söldner in der Schweinebucht am 17. April 1961 hat für Kuba bis heute nicht nur deshalb besondere Bedeutung, weil es sich dabei um »die erste militärische Niederlage des Imperialismus in Lateinamerika« handelte. Nur wenige Tage zuvor hatte Fidel Castro außerdem bei einer Massenkundgebung den »sozialistischen Charakter« der Revolution proklamiert, so daß der Widerstand gegen die Invasoren bereits ein Kampf zwischen entgegengesetzten Systemen war. Und so ist es kein Zufall, daß die Kommunistische Partei Kubas gerade den 50. Jahrestag des Sieges in der Schweinebucht als Datum für ihren VI.Parteitag ausgewählt hat, der am 16. April 2011 eröffnet werden soll.

Personalentscheidungen soll es bei diesem Kongreß nicht geben. Dazu soll eine nationale Parteikonferenz dienen, die ebenfalls noch für dieses Jahr angekündigt ist. Der Parteitag wird sich hingegen ausschließlich mit der wirtschaftlichen Lage der Insel beschäftigen. Die internationale Wirtschafts- und Finanzkrise haben Kuba ebenso in Mitleidenschaft gezogen wie schwere Wirbelstürme, die im Herbst 2008 weite Teile des Landes verwüsteten. Hinzu kommen noch immer die Folgen der seit mehr als einem halben Jahrhundert von den USA aufrechterhaltenen Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade, durch die sich Importe für Kuba drastisch verteuern, wichtige Maschinen und Waren gar nicht eingeführt werden können und auch Exporte erschwert werden. Schließlich sind weite Teile der kubanischen Wirtschaft noch immer von Strukturen geprägt, die zu Zeiten der Integration des Landes in das sozialistische Wirtschaftsbündnis RGW entstanden waren. Mehr dazu (64 KB)

 

04.01.2011 – jw - Rekord für das Leben

Rekord fuer das Leben-kVon André Scheer - Die Kindersterblichkeit auf Kuba ist im vergangenen Jahr auf einen historischen Tiefstand gesunken. Mit einer Rate von 4,5 auf 1000 Lebendgeburten, die das kubanische Gesundheitsministerium am Montag bekannt gab, blieb der Wert noch unter der bisherigen Rekordmarke von 2008 und liegt etwa gleichauf mit dem Durchschnitt der EU-Mitgliedsländer. Die USA liegen offiziellen Angaben zufolge bei 6,14, karibische Nachbarländer wie die Dominikanische Republik sogar bei 23,1 im ersten Lebensjahr gestorbenen Babys.

Der kubanische Gesundheitsminister Dr. Roberto Morales Ojeda feierte diesen Erfolg am Montag gegenüber der Tageszeitung Granma: »Dies haben die Arbeiter im Gesundheitswesen mit ihrem Einsatz bei der Arbeit, ihrer technischen Qualifikation, ihrer Liebe zum Volk und ihrer Verbundenheit mit unserer Revolution möglich gemacht.« Am geringsten war die Kindersterblichkeit im vergangenen Jahr demnach in der zentralkubanischen Provinz Villa Clara, wo sie bei 2,5 auf tausend Lebendgeburten lag. In 23 Regierungsbezirken betrug die Sterblichkeitsrate sogar Null. 1969 hatte sie landesweit noch bei 46,7 gelegen. Mehr dazu (20 KB)

 

31.12.2010 - Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek - »Wir kümmern uns um die Menschen«

Wir kuemmern uns um die Menschen-kKubas Ärzte sind das Rückgrat im Kampf gegen Cholera

Gerade in der Weihnachtszeit wird gebetsmühlenartig an die Bevölkerung appelliert, man solle an den Nachbarn in Not denken. Doch all die Spendenaufrufe täuschen nur über die Tatsache hinweg, daß gerade die reichen und mächtigsten Staaten am allerwenigsten gegen das Leid und Elend dieser Welt tun.

Nach der furchtbaren Erdbebenkatastrophe in Haiti im Januar und dem darauf folgenden Ausbruch der Cholera zeigten sich die Politiker der westlichen Länder zwar betroffen und versprachen Hilfe, doch schnell wurde deutlich, daß dabei gar nicht die Beseitigung des Elends im Vordergrund stand. So heißt es beispielsweise im Bericht »Profits Over People in Haiti«: Die USA, andere mächtige Staaten, die UNO sowie auch NGOs hätten sich zwar dazu verpflichtet, den Opfern des Bebens mit Geld und verschiedensten anderen Ressourcen beizustehen und die zerstörte Hauptstadt Port-au-Prince wieder aufzubauen, doch niemand habe dieses Versprechen gehalten. Aufgebaut wurde lediglich der ökonomische wie auch militärische Einfluß auf die Region. Die USA – so die Kritiker weiter – stehen dabei Gewehr bei Fuß an vorderster Front.. Mehr dazu (52 KB)

24.12.2010 – UZ - Von Möhren und Moral

Von Moehren und Moral-kWie eine Kooperative die Nahrungsmittelsicherheit Kubas verbessert

Von Günter Pohl - An der "Quinta", einer der großen Avenidas im Norden Havannas, steht eine Plakatwand mit dem Auszug einer Rede von Fidel Castro am 1. Mai 2000. Auf ihr ist zu lesen "REVOLUTION BEDEUTET: niemals zu lügen und keine ethischen Prinzipien zu verletzen".

Die Kubanische Revolution hat noch einige weitere Werte, und wie im richtigen Leben ist es um die einen besser, die anderen schlechter bestellt. Die Vielfalt der Schwierigkeiten ist heute etwas differenzierter zu benennen als es Che Guevara nach dem Triumph der Revolution auf die Frage einer Journalistin aus den USA tat, die - mit der kritischen Haltung, die der freie Journalist der freien Welt gern und vorwiegend gegenüber sozialistischen Modellen auffährt und für außerordentlich raffiniert hält - wissen wollte, was denn für die Kubaner die drängendsten Probleme seien. Die lakonische Antwort: "Unser größtes Problem ist der Imperialismus." Nach einer Pause: "Das nächste Problem ist der Imperialismus." Und nach neuem Nachdenken: "Das drittgrößte Problem ist der Imperialismus."  Mehr dazu (48 KB)

 

23.12.2010 – TAZ - Portrait Francisco Chávez Abarca - Der Bomber von Havanna

Der Bomber von Havanna-kEr arbeitete für den Castro-Feind Luis Posada Carriles und verübte mehrere Bombenanschläge auf Kuba. Nun wurde Francisco Chávez zu 30 Jahren Haft verurteilt.

VON TONI KEPPELER - Man nennt ihn "El Panzón", den Fettsack. Und Francisco Chávez Abarca ist tatsächlich ziemlich rund. Jetzt wird er für 30 Jahre auf Diät gesetzt. Diese Woche wurde der 38-jährige Salvadorianer in Kuba zu 30 Jahren Haft verurteilt. Er hatte 1997 und 1998 in Hotels in Havanna Bomben gelegt und zwei weitere Salvadorianer für solche Anschläge rekrutiert. Er gehörte zum kleinen Terror-Netzwerk des glühenden Castro-Feindes Luis Posada Carriles.

Posada Carriles, ein Exilkubaner, verfolgt den Máximo Lider schon seit 50 Jahren. Mal war er im Auftrag des US-Geheimdienstes CIA unterwegs, mal für die Kubanisch-Amerikanische Nationalstiftung aus Miami und oft auch auf eigene Rechnung. Unter anderem wird ihm ein Anschlag auf ein kubanisches Flugzeug vorgeworfen, bei dem 1976 alle 73 Insassen starben. Mehr dazu (296 KB)

 

20.12.2010 – jw - Es geht vor allem um Geld

Wie die USA kubanische »Dissidenten« sehen. Prozeß gegen Posada Carriles

Von André Scheer - Jonathan D. Farrar hat für die Regierungsgegner in Kuba nichts übrig. In einem Dokument, das dem Enthüllungsportal Wikileaks zugespielt wurde und das die spanische Tageszeitung El País in der vergangenen Woche veröffentlichte, zeichnet der Chef der US-Interessenvertretung in Havanna am 15. April 2009 ein verheerendes Bild der zersplitterten und untereinander zerstrittenen Dissidenten auf der Insel. Wenn man frage, »was die politische Opposition tut und welche Rolle sie in Zukunft spielen könnte«, sei die Antwort darauf »nicht viel und nichts«. Diese Gruppen seien von »Einzelpersonen mit starkem Ego« gesteuert. Obwohl ihre kaum konkreten politischen Vorstellungen nahe beieinander lägen, sei dadurch eine Zusammenarbeit zwischen ihnen kaum möglich.

Schwerer wiegt jedoch Farrars Feststellung, daß die Dissidenten »außerhalb des ausländischen diplomatischen und Pressekorps nicht sonderlich bekannt« seien. Selbst unter Kubanern, die in der Interessenvertretung vorstellig wurden, um Visa oder eine Anerkennung als politisch Verfolgte zu beantragen, seien die Dissidenten und ihre Vorstellungen weitgehend fremd gewesen. Hinzu komme, daß die »relativ alten« Regierungsgegner kaum Kontakt zu jüngeren Kubanern hätten, sondern sich in erster Linie darauf konzentrierten, genügend Geldmittel zusammenzubekommen, um damit ihre wichtigsten Unterstützer aushalten zu können. So sei der Vertreter einer »politischen Partei« in die Interessenvertretung gekommen und habe dort offen um Geld gebeten, damit er seinen Leuten Gehälter zahlen könne. »Neben der Suche nach Ressourcen, die ihre Hauptsorge ist, scheint die zweitwichtigste Angelegenheit zu sein, die Aktivitäten von früheren Verbündeten einzuschränken oder an den Rand zu drängen«, heißt es weiter. Insbesondere jüngere Aktivisten, die internationale Bekanntheit erreicht haben – wie die »Bloggerin« Yoani Sánchez – würden von den Älteren eifersüchtig als Konkurrenz betrachtet. So träfen die Oppositionellen auf wenig Resonanz in der Gesellschaft und »können keine politische Alternative zur Regierung Kubas darstellen«.

Heftige Spannungen sieht Farrar auch zwischen den Gruppen im Land selbst und den exilkubanischen Gemeinden in Miami und Madrid. Den Exilorganisationen werde vorgeworfen, die Zusammenschlüsse in Kuba zu schwächen, um selbst die Macht in Kuba übernehmen zu können, »wenn Castro abtritt«, notierte der Diplomat. So werde die US-Administration von diesen Gruppen auch falsch über die Realität auf Kuba informiert. Mehr dazu (20 KB)

 

11.12.2010 – jw - Harte Einschnitte

Harte Einschnitte-kVon Andreas Knobloch - Mit einer Mischung aus Fachkräfteexport und Sparmaßnahmen will die kubanische Regierung das Gesundheitswesen restrukturieren. Tausende Arbeitsplätze gefährdet

Kubas Gesundheitssystem soll restrukturiert werden. Dies geht aus einem im Internet veröffentlichten Strategiepapier (»Transformaciones necesarias en el Sistema Nacional de Salud cubano« –Notwendige Transformationen im kubanischen Gesundheitssystem) des Gesundheitsministeriums (Ministerio de Salud Pública – MINSAP) hervor. Ziel sei es, die öffentliche Gesundheitsfürsorge »zu reorganisieren, zu verdichten und zu regionalisieren«, um vor allem Kosten zu sparen. Zu diesem Zweck sollen Stellen gestrichen, Gesundheitszentren geschlossen und noch mehr Ärzte ins Ausland geschickt werden, um Deviseneinnahmen zu erwirtschaften. Der Bericht folgt den Grundzügen der von der Regierung Raúl Castro gestarteten Kampagne, die staatlichen Ausgaben inmitten der wirtschaftlichen Krise zu reduzieren.

Hohes Versorgungsniveau

Seit Jahrzehnten subventioniert der kubanische Staat massiv den öffentlichen Gesundheitssektor, auch wenn sich das System seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion und während der Spezialperiode in den neunziger Jahren verschlechtert und vor allem mit Versorgungsproblemen zu kämpfen hat. Doch noch immer gilt das Gesundheitswesen als eines der Prunkstücke der Revolution.

Die Veränderungen sollen zudem helfen, die Zufriedenheit der Bevölkerung mit der medizinischen Versorgung anzuheben, erklärte Gesundheitsminister Roberto Morales Ojeda in einer Rede vor Professoren der Nationalen Schule für Öffentliche Gesundheit (Escuela Nacional de Salud Pública – ENSAP) in Havanna Anfang Dezember. Er rief die Anwesenden dazu auf, mitzuhelfen, das Gesundheitssystem »effizienter und nachhaltiger« zu machen, wie die Parteizeitung Granma berichtet. Mehr dazu (24 KB)

 

14.11.2010 - Amerika21 - Kuba debattiert Wirtschafts- und Sozialpolitik

Kuba debattiert Wirtschafts und SozialpolitikKommunistische Partei Kubas veröffentlicht politischen Leitfaden für anstehenden Parteitag. Diskussionen bis Ende Februar 2011

Von Steffen Niese, Havanna - Havanna. In Kuba hat die Debatte über wirtschaftliche und sozialpolitische Reformen begonnen. Grundlage der Beratungen in Organisationen und staatlichen Institutionen ist ein 32-seitiges Dokument, in dem die Schwerpunkte der geplanten neuen Partei- und Regierungspolitik umrissen werden.

Das Papier war am vergangenen Montag im Rahmen der Feierlichkeiten anlässlich des zehnjährigen Bestehens eines Rahmenabkommens zwischen Venezuela und Kuba vom amtierenden Staatspräsidenten Raúl Castro vorgestellt worden. Demnach wird das zentrale Thema des für die zweite Aprilhälfte kommenden Jahres angesetzten 6. Parteitages der regierenden Kommunistischen Partei Kubas (PCC) ebenfalls die künftige Wirtschaft- und Sozialpolitik sein.

Das von einer Expertenkommission ausgearbeitete Strategiepapier über "die Umrisse der Wirtschafts- und Sozialpolitik" beinhaltet neben einer Analyse der gegenwärtigen wirtschaftlichen Situation des Landes vor allem Richtlinien und Vorschläge für die künftige Gestaltung der nationalen Ökonomie und der sozialen Sicherungssysteme.

Die Empfehlungen schließen dabei größtenteils an die bereits beschlossenen Maßnahmen zur Umstrukturierung des Wirtschaftssystems an. Mehr dazu (40 KB)

 

14.11.2010 - Amerika21 - "ALBA auf die übrige Region ausdehnen"

Rede von Raúl Castro zum 10. Jahrestag der Kooperationsabkommen mit Venezuela

Von Raúl Castro (Übersetzung: Klaus E. Lehmann)

Rede des Armeegenerals Raúl Castro Ruz, Zweiter Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas und Vorsitzender des Staats- und des Ministerrates, auf der Gedenkveranstaltung zum Zehnten Jahrestag der Unterzeichnung des Integralen Kooperationsabkommens zwischen Kuba und Venezuela, am 8. November 2010, "Jahr 52 der Revolution", im Kongresspalast von Havanna.

Lieber Genosse Hugo Chávez Frías, Präsident der Bolivarischen Republik Venezuela:

Genossen Minister und Mitglieder der venezolanischen Delegation:

Genossinnen und Genossen:

Zehn Jahre sind vergangen seit der Unterzeichnung des Integralen Kooperationsabkommens zwischen Kuba und Venezuela durch den Comandante Hugo Chávez Frías und den Comandante en Jefe Fidel Castro Ruz am 30. Oktober 2000 in Caracas. Alles, was wir seitdem erreicht haben, erweist sich als sehr bedeutungsvoll.

Dieses Abkommen hat bis heute die grundlegende Basis für die Festigung unserer Bindungen gelegt. Durch seine Umsetzung haben wir eine ganze Reihe von Aktionen von erhöhtem ökonomischem und sozialem Gewinn für beide Völker zur Ausführung gebracht.

Unter den bei diesen Programmen meist begünstigten Sektoren befinden sich Gesundheit, Bildung, Kultur, Sport, Landwirtschaft, Energieeinsparung, Bergbau, Informatik, Telekommunikation und integrale Kaderschulung unter anderen nicht weniger wichtigen.

Die sozialen Missionen, die wir gemeinsam in Venezuela entwickelt haben wie: Barrio Adentro I und II; die Bildungsmissionen, die Sportmission Barrio Adentro Deportivo; die Mission Milagro; die Mission Campo Adentro und das Ausbildungsprogramm für Ärzte, haben mit bedeutsamen Auswirkungen auf die Verbesserung der Lebensbedingungen der venezolanischen Bevölkerung, dabei vor allem ihres schutzlosesten Teils, die Grenzen des binationalen Austausches überschritten und erstrecken sich als Ausdruck des Internationalismus auch auf die Länder der Bolivarischen Allianz für die Völker Unseres Amerika (ALBA). Mehr dazu (48 KB)

 

12.11.2010 - blickpunkt-lateinamerika.de - Kuba empört über Video-Spiel aus den USA

Das äußerst brutale Videospiel "Call of Duty: Black Ops" aus den USA hat in Kuba für Verärgerung gesorgt. In dem Videospiel wird unter anderem ein Doppelgänger des ehemaligen kubanischen Revolutionsführers Fidel Castro ermordet. Das Attentat wird in allen Einzelheiten - sogar in Zeitlupe - gezeigt.

Das Videospiel, das zu den sogenannten umstrittenen Ego-Shootern gehört, beschert dem Hersteller Activisions offenbar riesige Einnahmen. Fachportale berichten von Rekordverkaufszahlen. Der vermeintliche Castro wird in dem Spiel als junger Revolutionär dargestellt, der sich bei einer Schießerei hinter einer Geisel versteckt. Der Video-Spieler erhält Sonderpunkte, wenn er „Castro“ mit einem gezielten Kopfschuss tötet.

Die staatlich kontrollierte kubanische Nachrichtenseite Cubadebate verurteilte das Spiel als "Unterhaltung für Psychopathen". "Was die Vereinigten Staaten in mehr als 50 Jahren nicht geschafft haben, versuchen sie nun, virtuell zu tun." Das Spiel könne "Kinder in Soziopathen zu verwandeln" heißt es in kubanischen Staatsmedien. (TK) - Quelle - http://www.blickpunkt-lateinamerika.de/

 

04.11.2010 – NZZ - Katholisches Priesterseminar in Kuba eröffnet

(sda/dpa) Die katholische Kirche hat nach 50 Jahren erstmals wieder eine neue Ausbildungsstätte für Priester in Kuba eröffnet. Der rund 17 Kilometer südöstlich Havannas gelegene Neubau wurde am Mittwoch im Beisein von Kubas Präsident Raúl Castro eingeweiht.

Der Komplex «San Carlos und San Ambrosio» verfügt über eine Aufnahmekapazität von 100 Seminaristen und besteht aus mehreren Gebäuden, in denen Theologie und Philosophie unterrichtet wird.

Der Grundstein für das Seminar wurde noch von Papst Johannes Paul II während seines Kuba-Besuches im Januar 1998 gesegnet. Havannas Erzbischof Jaime Ortega legte den Grundstein dann 2005. Die Bauarbeiten begannen 2006. Artikel als PDF runterladen (16 KB)

 

26.10.2010 – ND - UNO erteilt Kuba-Blockade der USA erneute Abfuhr

UNO erteilt Kuba-Blockade der USA erneute Abfuhr-k187 Staaten verurteilen Washingtons Embargopolitik

Von Harald Neuber - Zum 19. Mal verurteilte die UNO-Generalversammlung am Dienstag in New York die US-Blockade gegen Kuba. Washington stellt sich dennoch stur.

Als am Dienstagnachmittag in der UNO-Generalversammlung Tagesordnungspunkt 41 zu Debatte und Abstimmung stand, war das Ergebnis allen Beteiligten von vornherein klar. Zum inzwischen 19. Mal brachte die Länderdelegation Kubas einen Antrag zur Verurteilung der US-amerikanischen Blockade ein, die Washington unter John F. Kennedy 1962 gegen den sozialistischen Inselstaat verhängt hatte, nachdem schon seit 1960 Einschränkungen im Handel verfügt worden waren. Das Ergebnis hätte auch in diesem Jahr klarer nicht sein können. 187 Mitgliedstaaten der Weltorganisation votierten für den kubanischen Antrag und gegen die aggressive US-Politik. Nur die USA und ihr Alliierter Israel stimmten gegen das Papier aus Havanna. Drei Kleinstaaten – die Marshall-Inseln, Mikronesien und Palau – enthielten sich.

Bei der ersten Abstimmung am 24. November 1992 hatten noch 59 Länder für die kubanische Resolution gestimmt. Die Mehrheit der UNO-Mitgliedstaaten enthielt sich, drei wanden sich dagegen. Mit der zunehmenden Integration Kubas in die internationale Gemeinschaft hat sich das Stimmverhältnis fast vollständig zuungunsten der USA verändert. Selbst die Vertreter der deutschen Bundesregierung und anderer EU-Staaten, die noch am Vortrag bei einem EU-Treffen in Luxemburg für die Beibehaltung der antikubanischen »Gemeinsamen Position« der EU gestimmt hatten, wandten sich in New York unter dem Druck der Mehrheit gegen die US-Blockadepolitik. Mehr dazu (36 KB)

 

25.10.2010 – amerika21.de - Falsche Rezepte und verzerrte Realitäten

Anmerkungen zur deutschen Debatte um Reformen in Kuba

Von Rainer Schultz - Havanna. Empfehlungen westlicher Metropolen, wie man sich zu entwickeln habe, erhielten die Bewohner der Karibikinsel seit ihrer 'Entdeckung', die als Ouvertüre zur europäischen Kolonialisierung des amerikanischen Kontinents diente. Die spanische Krone versuchte - letztendlich vergebens - vier Jahrhunderte lang das politische Leben von Madrid aus zu regulieren. Trotz der grössten transatlantischen Truppenbewegung, welche die Welt bis dahin kannte, vermochte sie nicht zu verhindern, dass die Kubaner sich entkolonialisierten.

Statt erhoffter Selbstbestimmung folgte jedoch eine neue Form der Bevormundung: Die US-amerikanische Regierung übte hier erstmals 1898 ihre Rolle als militärische Besatzungsmacht aus und versuchte durch Reformen Demokratie und Marktwirtschaft nach ihrem Design zu schaffen. Obwohl sie sich mit dem Platt-Amendment 1901/2 ein Interventionsrecht auf Verfassungsniveau sicherten und von diesem zweimal Gebrauch machten, vermochten auch sie es letztendlich nicht, 'ihr Modell' auf der Insel durchzusetzen. Bis heute schreibt man deshalb in Washington und Miami eifrig an den Rezepten für ein 'neues Kuba'. 1933/34 war es eine von der Rockefeller-Stiftung einberufene Kommission, 1950 bemühte sich die Weltbank um Empfehlungen, US-Präsident Bush, jr. schaffte zuletzt seine eigene "Kommission zur Assistenz für ein freies Kuba". In ihr lässt sich sogar nachlesen, wie kubanische Kinder künftig zu impfen seien.

Die jüngsten Debatten in deutschen und europäischen Zeitungen zu den eingeleiteten Reformen in Kuba lassen vermuten, dass man sich auch in Berlin und Brüssel wieder um einen Platz an der karibischen Sonne bemüht. Auf allen Ebenen wird eifrig daran geschrieben, welche Maßnahmen die kubanische Regierung einleiten sollte, damit auch Europa wieder 'normale Beziehungen' führen kann und nicht mehr eine 'gemeinsame Position' oder Menschenrechtspreise für Gefangene - immerhin den dritten in zehn Jahren - auffahren muss, um deutlich zu machen, dass man es gerne anders hätte. Beim letzten grossen Versuch aus Berlin, mehr jedoch aus Moskau, den Entwicklungsweg in Havanna zu bestimmen, bezeichnete der damalige Industrieminister Ernesto Guevara die verantwortlichen Herren einmal als "Komplizen des Imperialismus." Er meinte damit die Vorgaben des Kreml, die Kuba innerhalb der sozialistischen Weltwirtschaft einen subordinierten Platz zuwiesen und Entwicklungshilfe nur zu zinsähnlichen, also quasi-kapitalistischen Konditionen vergab. Mehr dazu (36 KB)

 

24.09.2010 – ICAP - Ein Artikel über Terrorakte gegen Cuba und Venezuela

----- Original Message -----

From: Grupo Europa Centro ICAP

Sent: Friday, September 24, 2010 6:31 PM

Subject: Wichtig. ICAP

Liebe Freunde,

anbei einen wichtigen Artikel über Terrorakte gegen Cuba und Venezuela zum Lesen und Bekanntgeben.

Wir freuen uns auf Eure Lesebestätigung.

Beste Grüsse,

Maikel

Der Artikel auf DeutschDer Artikel in Spanisch (72 KB) - Der Artikel in Englisch (72 KB)

 

27.08.2010 – amerika21 - Kuba: Chávez trifft Fidel und Raúl Castro

Chávez trifft Fidel-kHavanna. Venezuelas Staatschef Hugo Chávez hat dem kubanischen Revolutionsführer Fidel Castro und dessen Bruder und Staatschef Raúl Castro am Mittwoch einen Kurzbesuch abgestattet. Während des fünfstündigen Aufenthalts sprach Chávez mit Raúl Castro über die Beziehungen der beiden verbündeten Regierungen, wie das kubanische Staatsfernsehen am Mittwoch mitteilte. In dem Gespräch mit dem 84jährigen Fidel Castro ging es den Angaben zufolge unter anderem um die Gefahren eines Atomkriegs, falls die USA den Iran angriffen.

(AFP/jW)

Solidarität mit den Opfern der Flutkatastrophe in Pakistan

Ein Fünftel Pakistans ist überflutet, 20 Millionen Menschen sind unmittelbar betroffen. Viele davon haben bis jetzt noch keinerlei Hilfe erhalten. Kuba hilft mit Ärzten, medizinischem Personal und Medikamenten.

Helft Kuba helfen!

Spenden unter:

Kto.-Nr. 253 525-502, BLZ 370 100 50

Postbank Köln, Stichwort "Pakistan"

27.08.2010 – UZ - Land unter

Von Manfred Idler - UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon ist geschockt. Nach einem Besuch in den Überschwemmungsgebieten Pakistans spricht er von einer Katastrophe unvergleichbaren Ausmaßes. Die Zahlen sprechen dieselbe Sprache: Ein Fünftel der Fläche Pakistans ist überflutet, 20 Millionen Menschen sind unmittelbar betroffen. Viele davon haben bis jetzt noch keinerlei Hilfe erhalten.

Die von der UNO von den Staaten der Welt erbetenen 460 Millionen Dollar Soforthilfe sind zwar zugesagt, doch muss das nicht viel heißen. Dafür steht das Beispiel Haiti, wo sich über ein halbes Jahr nach dem gewaltigen Erdbeben zwar das Karussell der Konferenzen dreht, die Menschen aber noch nicht einmal ausreichend mit Notunterkünften versorgt sind. Mehr dazu (76 KB)

 

25.08.2010 – amerika21 - Zur Rolle Fidel Castros

Politischer Essay aus der mexikanischen Tageszeitung La Jornada

Von Gilbert López y Rivas (Übersetzung: Klaus E. Lehmann)

Am vergangenen 13. August wurde ein einzigartiger Mensch 84 Jahre alt. Ebenso geliebt von den Völkern wie gehasst von den Ausbeutern und Unterdrückern, ist Fidel Castro der lateinamerikanische Revolutionär mit der größten Bedeutung im Kampf gegen die US-amerikanische Vorherrschaft; der Staatsmann, der mehr als 50 Jahre lang diese imperialistische Macht herausgefordert hat, indem er die nationale Volkssouveränität Kubas und im weiteren Sinne auch die Würde der Lateinamerikaner verteidigt hat. Fidel ist der Intellektuelle des Sozialismus und des stimmigen Internationalismus angesichts des Debakels des Sozialismus in der UdSSR, Osteuropa und nun auch in China, das einen heftigen und barbarischen Staatskapitalismus erlebt.

Fidel ist ein ideologischer und politischer Kompass, jedoch nicht nach Art des “Großen Steuermanns”, oder der “Geliebten Führer”, die in Nordkorea geradezu religiös verehrt werden, sondern als Pädagoge der siegreichen Revolution, des Antiimperialismus, der Rettung der Nation von Seiten des Volkes, vom marxistischen Humanismus aus. Da das kubanische Volk von 1959 bis zum heutigen Zeitpunkt der Haupturheber seiner eigenen revolutionären Heldengeschichte gewesen ist und ausgehend von der Annahme, dass es keine Notwendigkeit dafür gibt, warum es “Leitvölker” und noch viel weniger “Leitmenschen” geben sollte, und dass man statt dessen Leitideen benötigt, ist es erforderlich, die Rolle anzuerkennen, die Fidel eingenommen hat. Er beweist, dass es Führer und Regierende von anderem moralischen Format geben kann, als wir sie gewohnt sind. Mehr dazu (96 KB)

 

13.08.2010 – jw - Fidel Castro Happy Birthday!

Mit Konzerten, Buchvorstellungen, Wandbildern und Diskussionsveranstaltungen haben die Kubaner am gestrigen Freitag den 84. Geburtstag ihres früheren Präsidenten Fidel Castro begangen. Das kubanische Fernsehen strahlte einen Dokumentarfilm über die Beziehungen zwischen dem Comandante und dem vietnamesischen Revolutionär Ho Chi Minh aus, der von einer Diskussionsrunde mit dem vietnamesischen Botschafter in Havanna und Kubas diplomatischem Vertreter in Hanoi begleitet war. Die Tageszeitung Juventud Rebelde berichtete über eine Botschaft des kubanischen Studierendenverbandes FEU an Castro, in dem die Jugendlichen ihm mitteilen, daß sie ihm das kommende Studienjahr widmen wollen. Anlaß dafür sei, daß sich demnächst der Beginn von Fidels Studium zum 65. Mal jährt.

Auch in anderen Ländern wurde das Datum genutzt, um auf das Lebenswerk des Comandante en Jefe aufmerksam zu machen. So präsentierte das Amerikanische Sozialforum in Asunción, der Hauptstadt Paraguays, eine Fotoausstellung unter dem Motto »Mit Fidel und für den Frieden«. Die venezolanische Regierung veröffentlichte in den Zeitungen des Landes ganzseitige Anzeigen mit einer Zeichnung Fidels und einem roten Stern sowie der Losung »84 Jahre Leben für eine Zukunft des Friedens – Nein zum Krieg!«

Fidel Castro wurde am 13. August 1926 in Birán bei Mayarí in der kubanischen Provinz Oriente als unehelicher Sohn eines Großgrundbesitzers und einer Bediensteten geboren. Mit dem Angriff auf die Moncada-Kaserne am 26. Juli 1953 in Santiago de Cuba begann unter seiner Führung der bewaffnete Kampf gegen die Batista-Diktatur, die am 1. Januar 1959 siegreich endete. Seither war Fidel unbestritten der oberste Comandante des revolutionären Kuba. Auch nach seinem gesundheitsbedingten Rücktritt vom Amt des Präsidenten 2008 gilt er den meisten Kubanern nach wie vor als »Comandante en Jefe« und nimmt u.a. durch seine regelmäßigen »Reflexionen« Einfluß auf die kubanische und internationale Politik. (PL/jW)

junge Welt, 14. August 2010

 

07.08.2010 – jw - Lügen gegen Kuba

Luegen gegen Kuba-kVon André Scheer - Der diesjährige Schirmherr des Christopher Street Day (CSD) in Hamburg, Corny Littmann, hat sich eine prominente Begleiterin für den am heutigen Samstag stattfindenden Umzug für die Rechte der Schwulen und Lesben eingeladen. Gast des früheren Präsidenten des Fußball-Bundesligisten FC St. Pauli und Chefs des Schmidt-Theaters an der Reeperbahn, ist die Direktorin des Nationalen Zentrums für Sexualerziehung (CENESEX) in Havanna, einer international anerkannten wissenschaftlichen Einrichtung. Sie kümmert sich in Kuba um Aufklärung, Sexualkunde und AIDS-Prävention und setzt sich für den Abbau von Vorurteilen gegenüber sexuellen Minderheiten ein. Auch die CENESEX-Chefin Mariela Castro Espín ist weit über die Grenzen Kubas hinaus als fachkundige Expertin bekannt. Doch einige Medien der Hansestadt machen aus ihrer Teilnahme einen Skandal, denn sie ist die Tochter des kubanischen Präsidenten Raúl Castro. »Mariela Castro sollte den CSD nicht anführen«, fordert beispielsweise »Hamburgs schwules Stadtmagazin« Hinnerk in einem Kommentar auf seiner Homepage. Mariela Castro habe schließlich gesagt, sie wolle mit dem CSD »nichts zu tun haben«. Von jW dazu am Donnerstag abend befragt, dementierte sie, so etwas je gesagt zu haben und zeigte sich überrascht, daß die Hinnerk-Journalisten sie nicht selbst darauf angesprochen haben. Schließlich sei sie von diesen erst wenige Tage zuvor interviewt worden. Dabei sei die nun geäußerte Kritik kein Thema gewesen. »Das Magazin reproduziert so die Diskriminierung, gegen die es sich eigentlich wehren will. Sie diskriminieren mich wegen meiner politischen Überzeugung«, so Mariela Castro. Mehr dazu (68 KB)

 

07.08.2010 – jw - »Sozialismus ist kein Kunstwerk«

Sozialismus ist kein Kunstwerk-kDie Leiterin des kubanischen Zentrums für Sexualerziehung nimmt heute am Christopher Street Day in Hamburg teil. Vorher besuchte sie die jW-Redaktion. Gespräch mit Mariela Castro Espín - Interview: André Scheer

Mariela Castro Espín leitet das Nationale Zentrum für Sexualerziehung (CENESEX) in Havanna. Sie ist die Tochter des kubanischen Präsidenten Raúl Castro und der 2007 verstorbenen Präsidentin des Kubanischen Frauenverbandes, Vilma Espín

Sie sind zu Besuch in Deutschland, um am Samstag am Christopher Street Day in Hamburg teilzunehmen. Wie ist es dazu gekommen?

Vor mehr als zwei Jahren hat Corny Littmann, der damalige Präsident des FC St. Pauli, das Zentrum für Sexualerziehung in Havanna besucht, um unsere Arbeit kennenzulernen. In unserem Gespräch hat sich dann herausgestellt, daß es sehr schön wäre, nach Deutschland zu kommen. Nicht nur, um am Christopher Street Day teilzunehmen, sondern auch um mich mit Einrichtungen und Fachleuten aus dem Bereich, in dem ich arbeite, auszutauschen. Corny Littmann ist Schirmherr des diesjährigen CSD als Anerkennung für das, was er in Hamburg für die LGBT (engl. Abkürzung für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender) erreicht hat. Er hat natürlich das Recht, sich Leute einzuladen, und so hat Herr Littmann mich gebeten, ihn zu begleiten. Mehr dazu (96 KB)

 

28.07.2010 – ND - Meeting mit Fidel Castro

Meeting mit Fidel Castro-kRevolutionsführer diskutierte in Havanna mit Intellektuellen

Der frühere kubanische Staatschef Fidel Castro hat sich anlässlich des Nationalfeiertags auf dem Platz der Revolution in Havanna gezeigt.

Havanna (AFP/dpa/ND). Fidel Castro legte am Denkmal für den Nationalhelden José Marti Blumen nieder und unterhielt sich mit Intellektuellen. Der Revolutionsführer, der im August 84 Jahre alt wird, trat zum siebenten Mal innerhalb eines Monats öffentlich auf. Der in seine olivgrüne Uniform gekleidete Máximo Líder traf sich in einem Raum im Inneren des Denkmals auf dem Platz der Revolution mit kubanischen Intellektuellen, Künstlern und Journalisten, meldeten Medien.

Castro kritisierte bei dem Treffen erneut die USA wegen deren Politik in Lateinamerika an der Seite Kolumbiens, aber auch im Nahen und Mittleren Osten, wo Washington dabei sei, einen Atomkrieg anzuzetteln. Zu diesem Thema habe er eine Sondersitzung des kubanischen Parlaments beantragt, sagte er. Mehr dazu (140 KB)

 

21.07.2010 - Offener Brief an das ND

Hola compañeras y compañeros,

ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich diesen offenen Brief an das ND verfassen soll und bin zu der Meinung gekommen, dass man den Artikel von Uwe Stolzmann vom 03.07.2010 nicht durchgehen lassen darf.

Offener Brief an das ND

Zum Artikel von Uwe Stolzmann: Ein Universum – dann leider nur ein Weltbild.

Am 03.07.2010 veröffentlichte das „Neue Deutschland“ im Feuilleton eine Rezension von Uwe Stolzmann über ein Buch von Eduardo Galeano, in dem jener den ehemaligen kubanischen Präsidenten Fidel Castro als „Diktator“ und Ernesto „Che“ Guevara als „Henkersknecht“ bezeichnete. Mehr dazu (8 KB)

saludos solidarios

Kalle

 

12.07.2010 – Kommunisten.eu - Kubas Bauern auf neuen Wegen

Kubas Bauern-kNach dem Zusammenbruch der sozialistischen Staatenwelt in Osteuropa und der Restauration des kapitalistischen Systems in diesen Staaten um 1990, brachen auch die Wirtschaftsbeziehungen dieser Staaten zu Kuba massiv ein. Die Auswirkungen in der Landwirtschaft Kubas waren dramatisch, die einseitige Ausrichtung auf die Zulieferung landwirtschaftlicher Güter (vor allem Rohrzucker) rächte sich. Offen gesteht die Regierung Kubas ein, dass die Landwirtschaft bis heute noch nicht den Bedürfnissen des Volkes gerecht wird. Bereits früher angekündigt und eingeleitet, gab die Regierung unter Raul Castro Ende Juni den Stand der massiven Veränderungen zur Ankurbelung der Landwirtschaft bekannt.

Eines der ganz großen Probleme von Kuba bzgl. der Landwirtschaft war der große Umfang des nicht landwirtschaftlich genutzten, aber zu bewirtschaftenden Bodens. Nach Angaben der kubanischen zentralen Statistikbehörden von 2008 waren 6,6 Mio. ha Ackerland in Staatsbesitz, aber knapp 2 Mio. ha davon waren ungenutzt. 1 Mio. ha des ungenutzten Landes wurden nun bereits an 110.000 private Landwirte und 1.715 Kooperativen zur Bewirtschaftung verteilt. Dies gab der Direktor der 'Behörde für Landkontrolle' Ende Juni bekannt. Der Rest des ungenutzten staatlichen Ackerlandes soll ebenfalls noch in gleicher Art verteilt und einer Nutzung zugeführt werden. Einen lebendigen Einblick in diese Umbruchsituation auf der Insel gibt folgender Bericht von Sébastien Madau in der französischen Tageszeitung 'La Marseillaise': Mehr dazu (332 KB)

 

09.07.2010 – jw - Vorurteile pflegen - Kuba läßt 52 Gefangene frei

Von André Scheer - Die kubanische Regierung läßt innerhalb der nächsten Monate insgesamt 52 Gefangene frei, die anschließend nach Spanien ausreisen dürfen. Das Brimborium, das die meisten Medien nun um diese Entscheidung veranstalten, spiegelt vor allem ihre Vorurteile gegenüber dem Inselstaat wider. So behauptet die Agentur AFP: »Über die Identität der 52 Häftlinge wurde zunächst nichts bekannt. Auch, ob Fariñas unter ihnen sein sollte, blieb zunächst unklar.« Zum einen handelt es sich um die noch im Gefängnis sitzenden Personen, die 2003 bei einem Schlag gegen von den USA ausgehaltene Gruppen verhaftet wurden. Deren Namenslisten wurden seither von unzähligen »Menschenrechtsorganisationen« weltweit verbreitet. Zum anderen kann Guillermo Fariñas, der für die Freilassung der »politischen Gefangenen« seit Ende Februar einen Hungerstreik durchführt, gar nicht entlassen werden, weil er nicht im Gefängnis sitzt und auch vor Beginn seiner Nahrungsverweigerung nicht saß. Mehr dazu (68 KB)

 

25.06.2010 – jw - »Konkurrenz zwischen Raúl und Fidel ist eine Erfindung«

Kubas Kommunisten wollen den Sozialismus verändern, um ihn zu stärken, nicht, um ihn zu zerstören. Ein Gespräch mit Joaquín Suárez - Interview: André Scheer

Joaquín Suárez ist Funktionär der ideologischen Abteilung des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas

Ursprünglich sollte bereits im vergangenen Jahr der Parteitag der Kommunistischen Partei Kubas stattfinden, er wurde jedoch verschoben. Wie entwickelt sich die Debatte derzeit?

Mit dem Kongreß der KP Kubas werden große Erwartungen verknüpft. Der Erste Sekretär der Partei, Genosse Raúl Castro, hat öffentlich erklärt, daß wir Schritt für Schritt vorgehen, um den kubanischen Sozialismus zu aktualisieren. Das erfordert eine Reihe von Maßnahmen, von strukturellen Veränderungen. Deshalb müssen wir auf dem Parteitag eine klare Perspektive haben, was geändert werden muß. Mehr dazu (88 KB)

 

20.06.2010 - amerika21.de - Von Steffen Niese, Havanna - Gemeinsam gegen die Ölpest

Kuba und Venezuela intensivieren Kooperation im Kampf gegen das Erdöl im Golf von Mexiko

Havanna/Caracas. Angesichts des fortgesetzten Austritts von Erdöl im Golf von Mexiko wächst auch für das südlich des Unglücksortes gelegene Kuba die Gefahr einer Ölpest. Seit der Explosion einer Ölplattform des britischen Konzerns BP am 22. April fließen täglich nach wie vor mehr als 800.000 Liter des Rohöls aus der Bohrstelle. Das Öl ist inzwischen bedrohlich nahe an die Nordküste der karibischen Insel herangekommen. Erste Ölteppiche wurden nur 160 Kilometer entfernt in nordwestlicher Richtung ausgemacht. Nun haben die kubanischen Behörden zu verstärkter Wachsamkeit und präventiven Maßnahmen aufgerufen. Mehr dazu (64 KB)

 

16.06.2010 - Das erste Seminar für den Frieden und die Abschaffung der ausländischen Militärbasen in Guantánamo. - Das Bulettin_Nr._3, dazu (284 KB)

 

24.05.2010 – granma - Kuba markiert den Unterschied im Gesundheitstourismus

Gesundheit-kVon Lilliam Riera - SOLIDARITÄT, Gastfreundschaft, Humanismus, ein anerkanntes wissenschaftliches Niveau und die Ethik seiner Fachkräfte markieren den Unterschied im Gesundheitstourismus, den Kuba all jenen bietet, die eine Option hoher Medizin von Qualität und niedrigeren Preisen suchen, stellte Dr. Gelacio Aday fest. Er ist stellvertretender Direktor des Unternehmens Turismo y Salud S.A. der Hotelkette Cubanacán beim Ministerium für Tourismus.

Kuba weltweit als Reiseziel für Gesundheitstourismus bekannt, sagte Dr. Aday zu Granma und erinnerte daran, dass dieses Prestige auf dem Entwicklungsniveau beruht, das die kubanische Medizin und das Gesundheitssystem des Landes erreicht haben, die immer mit der Unterstützung und dem politischen Willen der revolutionären Regierung rechnen konnten. Mehr dazu (48 KB)

Zum Gedenken an Maria Luz

21.05.2010 - amerika21.de - Kuba will Importe verringern

Kuba-importe-kBauernverband ANAP diskutierte in Havanna Steigerung der Produktion eigener Nahrungsmittel - Von Steffen Niese, Havanna

Havanna. Unter dem Motto "Eigenproduktion statt Importabhängigkeit" fand am vergangenen Wochenende unter großer Beachtung der kubanischen Medien der zehnte Kongress der Vereinigung für Kleinbauern (Asociación Nacional de Agricultores Pequeños - ANAP) in Havanna statt. Bei der zweitätigen Beratung im Westen der Hauptstadt nahmen mehr als 1000 Delegierte aus allen 14 Provinzen teil, um über die aktuellen Probleme und Herausforderungen, vor denen die kubanische Landwirtschaft steht, zu diskutieren.

Im Vordergrund der Debatten stand dabei die Frage, wie es künftig besser gelingen kann, die bisherige Importabhängigkeit von Ausland zu verringern und dem Land durch verstärkte Eigenproduktion im landwirtschaftlichen Sektor Einsparungen von Devisen in Millionenhöhe zu bescheren. Hintergrund dabei ist die Tatsache, dass das karibische Land trotz intensivierter Bemühungen nach wie vor bis zu 80 Prozent seiner benötigen Nahrungsmittel aus dem Ausland importieren muss und somit dem Staatshaushalt große Summen für dringend benötigte Investitionen in anderen Sektoren nicht zur Verfügung stehen. Mehr dazu (24 KB)

 

07.05.2010 – jw - Saft weg für Propagandasender

US-Senat kritisiert antikubanisches »Radio Martí« wegen Geldverschwendung und Lügenpropaganda

Von Jim Lobe, Washington (IPS) - Ein am Montag in Washington veröffentlichter Bericht des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten des US-Senats läßt kein gutes Haar an den antikubanischen Propagandasendern der eigenen Regierung. Das Radio- und Fernsehprogramm, das von den Betreibern auf den Namen des kubanischen Nationalhelden José Martí getauft wurde und Washington sich in den letzten 25 Jahren mehr als eine halbe Milliarde US-Dollar kosten ließ, stößt mit seinen Sendungen in spanischer Sprache auf der Karibikinsel bis heute auf taube Ohren, konstatiert der Ausschuß. »Radio und TV Martí ist es nicht gelungen, erkennbare Spuren in der kubanischen Gesellschaft zu hinterlassen oder die kubanische Regierung zu beeinflussen«, heißt es in der Untersuchung. So würden sich keine zwei Prozent aller Kubaner das auf Kurz- und Mittelwelle ausgestrahlte 24stündige Radioprogramm anhören. Noch schlechter sei es um die Resonanz auf die viereinhalb Stunden laufenden Sendungen von TV Martí bestellt. Dem 15seitigen Bericht des Senatsausschusses zufolge hat Kuba selbst, was die Qualität seiner Fernsehprogramme angeht, enorme Fortschritte gemacht. Dem eigenen Personal wirft die Studie hingegen vor, »substanzlose Berichte aus Kuba als seriöse Nachrichten zu verbreiten« und sich einer »beleidigenden und aufwieglerischen Sprache« zu bedienen. Bemängelt wird ferner, daß Vorwürfe der Vetternwirtschaft und gesetzwidriger Verhaltensweisen fortbestünden. Mehr dazu (20 KB)

 

8.4.2010 veröffentlichter Leitartikel der Tageszeitung Granma, dem offiziellen Organ der kommunistischen Partei Kubas.

WIR WERDEN DIE WAHRHEIT MIT UNSERER MORAL UND UNSEREN PRINZIPIEN VERTEIDIGEN

Mit der Absicht, Kuba zu verteufeln, haben das Imperium und seine Verbündeten einen neuen Kreuzzug begonnen. Ihre mächtige Politik- und Medien-Maschinerie hat eine kolossale betrügerische Operation eingeleitet, um den revolutionären Prozess in Verruf zu bringen, das Land zu destabilisieren und die Voraussetzungen zur Zerstörung unseres Gesellschaftssystems zu schaffen.

In ihrer übereifrigen Kampagne verwenden sie ihre Söldner, wie es ihnen gefällt. Um beschämende politische Dividende zu erreichen, schicken sie jene in den Tod, ohne dass dieselben ihnen auch nur im Geringsten etwas bedeuten; ebenso wenig, wie ihnen der Tod von über 3 000  Kubanern durch von den Vereinigten Staaten organisierte und finanzierte Terrorakte von Bedeutung war, oder das Schicksal von über 2 000  unserer Mitbürger, die durch solche Aktionen verstümmelt wurden, bzw. jener Bürger, die in der Floridastraße umgekommen sind, als sie sich dem Sirenengesang des Cuban Adjustment Act-Gesetzes folgend in unheilvolle Abenteuer stürzten.

Sie berufen sich zynisch auf die Menschenrechte, welche sie mit den Füßen getreten haben und jetzt weiterhin in verschiedenen Gebieten der Welt ungestraft mit den Füßen treten. Sie beschuldigen die Revolution scheinheilig des Todes einer Person, eines gemeinen Häftlings, den sie dank ihrer Kuba-feindlichen Kampagnen und der zahlreichen hierfür aufgewendeten Mittel zu einem politischen Gefangenen machten. Sie haben ihn geopfert, um ihn als Schwertspitze zu nutzen, und zwar bei ihrem Versuch, jene Nation in Verruf zu bringen, die auf der Welt mehr Anstrengungen als irgend jemand unternommen hat, um Menschenleben zu retten, indem sie zehntausende ihrer selbstlosen Mitarbeiter des Gesundheitswesens zur Entwicklungshilfe in mehr als hundert Länder und dort an die  schwierigsten Orte geschickt hat; der Revolution, die keine Sekunde gezögert hat, ihre Ärzte nach dem zerstörerischen Hurrikan Katrina zur Katastrophenhilfe für die US-Bürger in New Orleans und in anderen Städten des Südens anzubieten; welche jungen Menschen ein Hochschulstudium bietet, die ein solches in ihren Ländern nicht hätten abschließen können, davon mehreren aus den USA; welche der internationalen Gemeinschaft eine neuartige Alphabetisierungsmethode zur Verfügung gestellt hat, die es Millionen Menschen in verschiedenen Ländern  von Lateinamerika und der Karibik, von Europa, Afrika und von Ozeanien ermöglicht hat, Zugang zum heiligen Recht des Menschen auf Bildung und Kenntnisse zu bekommen. Mehr dazu (40 KB)

März 2010 - Netzwerk zur Verteidigung der Menschheit - Zur Verteidigung Kubas

Initiative des Netzwerkes zur Verteidigung der Menschheit, das die Einmischung des europäischen Parlaments in die inneren Angelegenheiten Kubas verurteilt

Hinsichtlich der Resolution des Europäischen Parlaments vom 11. März zu Kuba erklären wir, Intellektuelle, Akademiker, soziale Kämpfer, kritische Denker und Künstler des Netzwerkes zur Verteidigung der Menschheit: Mehr dazu (28 KB)

 

30.03.2010 – *Stoppt die  Kampagne Gegen die Kubanische Revolution!*

Resolution der DKP zur Entschließung des EU-Parlaments gegen Kuba

Am Wochenende (27./28.03.2010) verabschiedete der DKP-Parteivorstand auf seiner Tagung anhängende Resolution.

Vorab erstmal der Scann des geschriebenen Wortes in PDF. (768 KB)

 

11.03.2010 - amerika21.de Von Harald Neuber - EU-Offensive gegen Kuba

Kuba-EU-kEuropäisches Parlament fordert erstmals offen eine aktive Unterstützung regierungsfeindlicher Gruppen in dem Inselstaat

Havanna. Die Europäische Union verschärft den Ton gegen Kuba. In einem gemeinsamen Entschließungsantrag wandten sich sechs Fraktionen des EU-Parlaments am heutigen Donnerstag entschieden gegen die sozialistische Regierung in Havanna. Auslöser für den Vorstoß rechter Parlamentarier war der Tod eines kubanischen Gefängnisinsassen im Hungerstreik Ende Februar. 509 Parlamentsmitglieder stimmten für einen Antrag der konservativen Fraktion (PPE), der von der EU erstmals die aktive Unterstützung von Regierungsgegnern in Kuba fordert. 30 Abgeordnete stimmten gegen das fünfseitige Papier, 14 enthielten sich.

In einer ersten Version hatte die Linksfraktion GUE/NGL noch Änderungsanträge eingebracht, die auf eine Normalisierung des bilateralen Verhältnisses abzielten. Die Vorschläge wurden jedoch abgelehnt. Stattdessen fordert das Parlament die Außenpolitiker der EU nun auf, "unverzüglich in einen strukturierten Dialog mit (…) denjenigen einzutreten, die einen friedlichen Übergang auf der Insel unterstützen". Zudem solle die EU bei der Unterstützung von Regimegegnern "auf die gemeinschaftlichen Mechanismen der Entwicklungszusammenarbeit, insbesondere die Europäische Initiative für Demokratie und Menschenrechte, zurückzugreifen". Beides sind auch finanzielle Instrumente der EU-Außenpolitik. Mehr dazu (76 KB)

 

08.03.2010 - Rede des Außenministers der Republik Kuba, Herrn Bruno Rodríguez Parrilla, auf höchster Ebene der 13. Sitzung des Menschenrechtsrates in Genf, am 3. März 2010 - Die Rede (48 KB)

 

04.03.2010 – jw - Von André Scheer - Wem nützt Zapatas Tod?

Internationale Kampagne gegen die Regierung in Havanna

Der Tod eines kubanischen Häftlings nach einem 85 Tage dauernden Hungerstreik hat eine internationale Kampagne gegen die Regierung in Havanna ausgelöst. Der Sprecher des State Departments in Washington, Philip J. Crowley, erklärte postwendend, der Tod von Orlando Zapata Tamayo unterstreiche »das Unrecht Kubas«. Für die deutsche Konrad-Adenauer-Stiftung paßt »der Tod Zapatas (...) zur insgesamt tristen Situation der Menschenrechte auf Kuba«. Amnesty International sprach unter Berufung auf kubanische Regierungsgegner von »vorsätzlichem Mord«.

Ohne näheres Hinsehen zählten diese Kommentatoren Orlando Zapata zu 75 Regierungsgegnern, die im März 2003 von den kubanischen Behörden als US-Söldner verhaftet wurden. Allerdings war Zapata bereits ein Jahr zuvor wegen zahlreicher Delikte verurteilt worden, die er seit 1998 begangen hatte, und die keinen politischen Hintergrund erkennen ließen, darunter Hausfriedensbruch und illegaler Waffenbesitz. Am 7. März 2003 wurde er freigelassen, jedoch bereits 13 Tage später nach erneuten Gesetzesverstößen wieder verhaftet und aufgrund seiner Vorstrafen nun zu drei Jahren Haft verurteilt. Im Gefängnis fiel Zapata dann Behördenangaben zufolge mehrfach wegen Störungen und aggressiven Verhaltens auf, die zu weiteren Verurteilungen führten. In den von kubanischen »Dissidenten« und der UN-Menschenrechtskommission verbreiteten Listen der 75 im März verhafteten Konterrevolutionäre sucht man den Namen Zapatas allerdings vergeblich, die Regierungsgegner zählten Zapata offenbar nicht zu ihren Leuten. Auch später blieb Zapata in Oppositionskreisen isoliert, die ihn noch Jahre nach seiner Verhaftung nicht als »politischen Gefangenen« anerkannten. Lediglich Amnesty International stufte ihn ab 2004 als einen solchen ein. Mehr dazu (72 KB)

 

09.02.2010 – HCH - Cubas unglaubliche Entwicklungshilfe

Die Lateinamerikanische Medizinische Schule (ELAM) in Havana

Vor mehr als 10 Jahren, genau am 15.11.1999, wurde in Havana die Lateinamerikanische Medizinische Schule (ELAM) eingeweiht. Ehemals eine Militäreinrichtung, die Marineakademie Granma, sollte sie sozial engagierten jungen Menschen aus armen Ländern und einfachen Verhältnissen die Möglichkeit eines kostenlosen Medizinstudiums geben, das sie befähigt, anschließend in sozialen Brennpunkten ihrer Heimatländer ihr medizinisches Wissen anzuwenden. Allein in Lateinamerika und der Karibik sterben jährlich 1 Millionen Menschen- die Hälfte davon sind Kinder- an vermeidbaren und voraussehbaren Krankheiten. Bisher konnten 7256 junge Menschen aus 45 Ländern an der ELAM ihren Abschluss machen, allein 543 kamen aus Haiti. Derzeit studieren dort mehr als 9000 Medizinstudenten – wie gesagt- kostenlos. Im ganzen Land sind es inzwischen sogar 26.000 aus 106 Ländern. Multipliziert man diese Zahl mit 300.000 Dollar, der Summe also, die ein Medizinstudium etwa in den reichen Ländern kostet, sieht man die materielle Dimension dieser enormen cubanischen humanitären Hilfe, es ist ein mehrfaches Milliardengeschenk. Mehr dazu (368 KB)

 

09.02.2010 – ND - von Harald Neuber - Hilfe für Kubas Helfer

Cuba-Haiti-Soli-kHavanna stockt seine medizinische Präsenz in Haiti auf und braucht dafür Unterstützung

Havanna hat fast 1000 Ärzte und medizinisches Personal in Haiti im Einsatz. Solidaritätsgruppen rufen zu Spenden für die Mission auf.

Auch vier Wochen nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti kann Carlos Alberto García nicht ausruhen. Während Einsatzkräfte aus aller Welt ihre Nothilfe abgeschlossen haben, beginnt für den kubanischen Arzt ein weiterer wichtiger Teil seiner Arbeit. »Für uns geht die Notversorgung weiter, wenn auch auf andere Art«, sagt García, der Teil des Koordinierungsteams ist. Bislang stand die Erstversorgung der Verletzten im Vordergrund. Rund 50 000 Patienten wurden von den kubanischen Helfern versorgt, 3400 chirurgische Eingriffe durchgeführt. Bei knapp 1100 Patienten mussten nach Garcías Angaben Amputationen durchgeführt werden. Nun beginne der Kampf gegen Folgekrankheiten, sagt García: Durchfall- und Atemerkrankungen, Wundinfektionen, Parasitenbefall, Malaria und Typhus.

In mehreren Schritten hat die kubanische Regierung seit dem Beben am 12. Januar die medizinische Präsenz in Haiti aufgestockt. Nach Angaben der staatlichen Tageszeitung Granma sind inzwischen 838 Ärzte und medizinische Helfer vor Ort, unter ihnen 380 haitianische Mediziner, die in Kuba ausgebildet wurden. Die sind in den drei Krankenhäusern der Hauptstadt Port-au-Prince tätig und haben zusätzlich vier Feldkrankenhäuser aufgebaut. Zusätzlich wurden neun Zentren zur Rehabilitation Verletzter aufgebaut – eine medizinische Innovation für das chronisch unterversorgte Haiti. Mehr dazu (136 KB)

 

04.02.2010 - amerika21.de - von Harald Neuber - Kuba berät Venezuela wegen Energiekrise

Ramiro Valdés-kMinister und Vizepräsident Ramiro Valdés in Caracas eingetroffen. Kubaner nimmt an Expertenkommission teil. Opposition läuft Sturm

Caracas. Kubas Vizepräsident Ramiro Valdés ist am Mittwoch in der venezolanischen Hauptstadt Caracas angekommen, um die Regierung des südamerikanischen Landes bei der Neuordnung des Energiesystems zu beraten. Der 78-jährige Politiker und Minister für Informatik und Telekommunikation soll in Venezuela einer technischen Expertenkommission angehören, die Pläne zur Überwindung der aktuellen Energiekrise finden soll.

In Venezuela ist es in den vergangenen Monaten verstärkt zu Versorgungsengpässen gekommen. Als Grund führen die Behörden eine ungewöhnlich lange Trockenperiode an, die auf das Klimaphänomen El Niño zurückgeführt wird. Für das südamerikanische Land ist dies trotz der Erdölreserven ein erhebliches Problem: Rund drei Viertel der Elektrizität in Venezuela wird von drei Wasserkraftwerken am Guri-Stausee produziert, der seit Monaten Rekordtiefstände verzeichnet. Mehr dazu (72 KB)

CNN dokumentiert den unglaublichen Einsatz der cubanischen Ärzte in Haiti

Der Link dazu

26.01.2010 – jw - »Helft Kuba helfen«

helft kuba helfen-kNorwegen unterstützt kubanische Ärzte in Haiti

Die Mitgliedsstaaten der Bolivarischen Allianz für die Völker Unseres Amerikas (ALBA) wollen mit einer gemeinsamen Strategie zum mittel- und langfristigen Wiederaufbau Haitis beitragen. Dazu gehöre der Bau von Krankenhäusern und Anlagen zur Trinkwassergewinnung, kündigte Venezuelas Präsident Hugo Chávez am Rande einer Konferenz der ALBA-Außenminister am Sonntag in Caracas an. Zugleich kritisierte er noch einmal das Vorgehen der USA in Haiti. So könnten Schiffe aus Venezuela mit Hilfslieferungen für Haiti nicht entladen werden, weil ihnen die US-Truppen das Anlegen verweigerten. Mit Blick auf das vor Haiti ankernde US-Krankenhausschiff berichtete Chávez, Ärzte auf dem Schiff hätten sich bereits beschwert, weil keine Patienten zu ihnen gelangten. »Das passiert, weil die US-Ärzte nicht wie die Kubaner und Venezolaner in die Armenviertel und zerstörten Gebieten gehen, sondern auf ihrem Schiff darauf warten, daß die Patienten zu ihnen gebracht werden«, kritisierte der Staatschef. Mehr dazu (64 KB)

Spenden bitte unter dem Stichwort "Ärztebrigade in Haiti" auf das Spendenkonto

bei der Postbank Köln - http://www.fgbrdkuba.de/fg/fgtxt/fg20100122-erdbeben-in-haiti.html

Konto 307 984 507 - BLZ 370 100 50

Abzugsfähige Spendenquittungen sind über unsere Geschäftsstelle erhältlich:

Maybachstr. 159 - 50670 Köln - Tel. 0221-2405120, Fax 0221-6060080.

Flugblatt: Ärztebrigade "Henry Reeve" in Haiti (408 KB)

 

18.01.2010 - amerika21.de - Kuba stockt Ärztebrigade in Haiti auf

Havanna ist mit 447 Helfern im Katastrophengebiet vertreten. Verstärkte Hilfe auch aus Venezuela

Von Prensa Latina, Harald Neuber (Übersetzung)

Santo Domingo. Kuba stockt mit 32 Ärzten seine rund 400 Mitglieder starke Brigade in Haiti auf, die in dem Land seit dem Erdbeben mit einer Stärke von 7,3 auf der Richterskala am vergangenen Dienstag ihre Hilfsdienste anbietet. Das Personal traf am Samstag, dem 16. Januar, nach mehreren gescheiterten Versuchen auf dem überlasteten Flughafen von Port-au-Prince mit einer Tonne Hilfsgüter ein, darunter Notverpflegung, Nahrungsmittel, Wasser und Medikamente.

Nach Auskunft der Brigade "Henry Reeve", die auf die Betreuung von Opfern von Naturkatastrophen spezialisiert ist, leisten derzeit 447 Kubaner in der ärmsten Nation des Kontinents Hilfe.

Laut dem Epidemiologen Gonzálo Estévez, dem zweiten Verantwortlichen der Ärztebrigade, sehen sich die Helfer mit extrem schweren Bedingungen konfrontiert. Die Bevölkerung habe sich noch nicht von dem Schock durch das Erdbeben erholt. Solange sich die Betroffen aber nicht aufraffen, mit der Beseitigung der Trümmer zu beginnen und ihr Lebensumfeld zu ordnen, werden sie die Folgen der Katastrophe nicht verarbeiten können, führte der Mediziner aus. Mehr dazu (72 KB)

 

07.01.2010 – Kuba - Erklärung des Kubanischen Außenministeriums

Am Montag, dem 4. Januar, zeigten Presseberichte an, dass das US-Amt für die Sicherheit des Transportwesens ab diesem Tag auf allen Flughäfen der Welt für jeden Passagier mit einem Pass aus Ländern, die das US-Außenministerium auf der Liste der "Unterstützer des internationalen Terrorismus" führt, neue Sicherheitsmaßnahmen einführe. Unter den Ländern, die unfairerweise und willkürlich in diese Liste aufgenommen wurden, sind Kuba, der Iran, Syrien und der Sudan sowie andere Länder "von Interesse" wie Afghanistan, Algerien, Irak, Libanon, Libyen, Nigeria, Pakistan, Saudi Arabien, Somalia und der Jemen. Die Maßnahmen sollen auch auf alle Personen angewandt werden, die einen Zwischenaufenthalt in einem der 14 Länder einlegen.

Es wurde berichtet, dass der Beschluss dieser neuen Maßnahmen am vergangenen 25. Dezember, nach einem versuchten Terroranschlag auf eine Maschine der American Northwest Airlines mit Zielort Detroit angenommen wurde.

Laut den Erklärungen nicht namentlich genannter amerikanischer Beamter gegenüber der Presse werden Passagiere, die diesen Kategorien entsprechen, unter Anwendung ausgeklügelter Sprengstoffuntersuchungstechniken oder Bildscannern einer Leibesvisitation und einer gründlichen Untersuchung ihres Handgepäcks unterzogen. Mehr dazu (40 KB)

03.01.2009 – M-E-S – Einladung zum Cuba-Gespräch

Enrique Ubieta Gomez, führender Funktionär der Kommunistischen Partei Cubas für ideologische Fragen, Literaturwissenschaftler und profunder Kenner der gesellschaftlichen Entwicklungen in Mittel- und Südamerika wird anlässlich seiner Teilnahme an der Rosa-Luxemburg-Konferenz der Tageszeitung junge welt in Berlin auch die Marx-Engels-Stiftung in Wuppertal besuchen. Es wird hier die Möglichkeit zu aktueller Information und zu intensiver Beratung strategischer Fragen der Politik- und Ideologie-Entwicklung in Cuba und zur Sicht der PCC auf Chancen und Probleme der Veränderungen in den Ländern Südamerikas und zu sozialistisch orientierten Politiken in diesen Ländern geben. Dazu lädt die Stiftung interessierte Mitglieder und Freunde ein.

Zu dem Gespräch mit Enrique Ubieta Gomez

wird für Dienstag, den 12. Januar 2010, um 17 Uhr

in das Marx-Engels-Zentrum in Wuppertal eingeladen.

Prof. Wolfgang Richter

Mitglied des Vorstands der Marx-Engels-Stiftung

Es wird um Anmeldung an die o.a. Adressen gebetenDie Einladung (28 KB)

 

17.12.2009 - Hiermit übermitteln wir Ihnen die Rede (auf Englisch) des Vizepräsidenten des Staatsrates der Republik Kuba, Esteban Lazo Hernández, anlässlich des Klima-Gipfeltreffen der Vereinten Nationen in Kopenhagen, Dänemark, am 17. Dezember 2009.

Mit freundlichen Grüßen,

Botschaft der Republik Kuba - Zur Rede (32 KB)

 

15.12.2009 – jw -Von Havanna nach Kopenhagen

Havanna-Kopenhagen-kHavanna. In der kubanischen Hauptstadt ist am Montag das achte Gipfeltreffen der Bolivarischen Allianz für die Völker Unseres Amerikas (ALBA) zu Ende gegangen. Im Mittelpunkt der Beratungen, an denen u. a. die Präsidenten von Venezuela, Kuba und Bolivien – Hugo Chávez, Raúl Castro und Evo Morales (Foto) – teilnahmen, standen eine Bilanz der Erfolge des vor fünf Jahren gegründeten Bündnisses, die Krise in Honduras und der Klimawandel. Die Mitgliedsstaaten wollen mit einer gemeinsamen Position in die Beratungen des UN-Klimagipfels in Kopenhagen eingreifen. Als Vertreter der ALBA-Staaten haben Hugo Chávez und Evo Morales ihre Teilnahme an dem Treffen angekündigt. Einen Durchbruch erwarten die Staatschefs dort jedoch nicht. »Man weiß doch schon, daß es kein Abkommen geben wird«, erklärte Raúl Castro in Havanna.. Mehr dazu (68 KB)

 

30.11.2009 – ND - Von Leo Burghardt, Havanna - Universität der Solidarität hilft Lateinamerika

Ungewöhnliche Hochschuleinrichtung in Kuba begeht ihr zehnjähriges Jubiläum

An einem Novembertag 1999 wurde die ehemalige Akademie der kubanischen Kriegsmarine - direkt am Meer zwischen den beiden hauptstädtischen Vororten Santa Fé und Playa Baracoa gelegen - völlig in den Dienst ziviler Obliegenheiten gestellt. Die Lateinamerikanische Universität für medizinische Wissenschaften (ELAM) nahm dort ihren Betrieb auf.

Kuba wagte vor zehn Jahren wieder einmal etwas Einzigartiges für Lateinamerika und die Karibik: Es bot mittellosen jungen Menschen des Kontinents Amerika die Möglichkeit, gratis Allgemeinmedizin, Gynäkologie, Augenheilkunde und drei weitere Disziplinen zu studieren. Unter der Voraussetzung, dass sie nach ihrem Examen wieder dorthin zurückkehren, woher sie gekommen waren, wo sie absolut kein Luxus erwartete.

1998 hatte der Hurrikan »Mitch« Mittelamerika umgepflügt, die Katen weggeschwemmt, den Mais, die Hirse, die Bohnen entwurzelt. 28 000 Tote wurde gefunden, wie viele in den folgenden Jahren an den Nachwirkungen des Hurrikans starben, weiß niemand genau zu sagen. Konservative Beobachter und die Kirche gehen von 40 000 aus. Mehr dazu (76 KB)

 

29.11.2009 - Vier Millionen üben Verteidigung

Großmanöver der kubanischen Armee gegen drohende US-Invasion

Am Sonntag begeht Kuba den »Nationalen Tag der Verteidigung«. Bis zu vier Millionen Menschen, die den Reserveeinheiten und den Milizen der kubanischen Streitkräfte angehören, werden sich an diesen Übungen beteiligen, bei denen »Aktivitäten zum Schutz der Bevölkerung und der Wirtschaft« geprobt werden sollen, wie hochrangige Generäle der kubanischen Streitkräfte gegenüber der Agentur Prensa Latina erläuterten. Mehr dazu (20 KB)

 

21.11.2009- DKP-Cuba-AG - Beratung der Cuba-AG

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe companeras, companeros,

liebe Genossinnen  und Genossen,

S.E. Raul Becerra Egana, Botschafter der Republik Kuba, wird an der Beratung der DKP Cuba AG am 21. November 2009 zu einigen aktuellen Fragen der politischen Entwicklung Cuba und zu den Erwartungen an die Solidaritätsbewegung in der BRD referieren.

Dazu möchten wir Dich Euch herzlich einladen. Die Zusammenkunft der Cuba AG findet statt  Mehr dazu (20 KB) Um Teilnahmeanmeldung wird gebeten.

 

13.11.2009 – jw - Von André Scheer - Eine merkwürdige Verfolgte

Yoani Sánchez genießt ungewöhnliche Aufmerksamkeit, auch von deutschen Unternehmen

Seit 1995 erscheint in Kuba die Zeitschrift Temas. Entsprechend ihres Untertitels »Kultur, Ideologie, Gesellschaft« erarbeitete sie sich seither einen Ruf als diskussionsfreudiges Blatt, in dem über die unterschiedlichen Themen des Lebens in Kuba und darüber hinaus gestritten wird. Zu diesem Ruf haben auch die öffentlichen Diskussionsveranstaltungen beigetragen, die das Blatt monatlich durchführt, wie Ende Oktober in den Räumen eines Kulturzentrums, als die Rolle des Internets auf der Insel diskutiert wurde.

Anwesend war unter anderen ein gutes Dutzend »Blogger«, also Internet-Nutzer, die im Netz ihre eigenen »Tagebücher« führen und dort alles notieren, was sie der Welt mitteilen möchten. Auch in Kuba erfreut sich diese Form der Kommunikation wachsender Beliebtheit. Die im Ausland wohl bekannteste Bloggerin Kubas ist wohl die 1975 geborene Yoani Sánchez. Sie erschien zu der Veranstaltung in Havanna verkleidet mit einer blonden Perücke. Trotzdem erkannten sie die meisten, was sie nicht an ihrem Auftritt hinderte. Mit ausladender Geste zog sie sich die Perücke vom Kopf und erhob anklagend die Stimme: »So muß ich hierher kommen, um der Absperrung meiner Wohnung durch die Polizei zu entgehen.«

»Was für eine merkwürdige Verfolgte, die ihren Blog von noblen Zimmern in Fünf-Sterne-Hotels aus pflegt«, kommentierte der Blogger M. H. Lagarde diesen Vorfall auf seiner eigenen Seite. Mehr dazu (20 KB)

 

30.10.2009 - Bericht Kubas zur Resolution 63/7 der UNO-Vollversammlung

„Die Notwendigkeit, die Kuba von den VEREINIGTEN STAATEN auferlegte wirtschaftliche, kommerzielle und finanzielle Blockade zu beenden“ Havanna, Kuba

1. EINLEITUNG

Die Kuba seitens der Vereinigten Staaten seit 50 Jahren auferlegte wirtschaftliche, kommerzielle und finanzielle Blockade ist der höchste Ausdruck einer grausamen und unmenschlichen Politik, die gesetzlos und ohne Legitimität mit der Absicht konzipiert wurde, Hunger, Krankheiten und Verzweiflung in der kubanischen Bevölkerung zu verursachen. Ausgenommen eine Verschärfung dieser Politik hat sich im Verlauf von zehn aufeinander folgenden US-amerikanischen Regierungen nichts verändert. Seit der Amtsübernahme der neuen US-amerikanischen Regierung im Januar 2009 hat sich ebenfalls nichts Wesentliches geändert.

Die am 29. Oktober 2008 von der UNO-Vollversammlung mit 185 Jastimmen und nur 3 Neinstimmen verabschiedete Resolution 63/7 absolut missachtend hat die US-Regierung -statt die wirtschaftliche, kommerzielle und finanzielle Blockade gegen die Republik Kuba einzustellen- jene Gesetze, Verfügungen und Praktiken weiter in Kraft belassen, auf die sich die Blockade stützt. Die politischen, Verwaltungs- und Repressions-Mechanismen zu deren noch wirksamerer und wohl überlegter Instrumentierung sind weiter verstärkt worden. Mehr dazu (224 KB)

 

30.10.2009 – jw - Von Santiago Baez - Fast alle für Kuba

UN-Blockade187 Staaten stimmen in der UNO für die Aufhebung der Blockade. Nur USA, Israel und Palau dagegen. Washington will Forderung der Weltgemeinschaft erneut ignorieren

Die Welt verurteilt nahezu einstimmig die Blockade der USA gegen Kuba. Mit einem erneuten Rekordergebnis hat die UN-Vollversammlung in New York am Mittwoch zum achtzehnten Mal in Folge eine von der kubanischen Regierung eingebrachte Resolution verabschiedet, in der die sofortige Aufhebung des Handels- und Wirtschaftsembargos gegen die Insel gefordert wird. 187 der 192 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen stimmten für den Antrag, zwei mehr als vor einem Jahr. Daß El Salvador nach der Regierungsübernahme durch die Kuba verbundene frühere Befreiungsbewegung FMLN erstmals gegen die Blockade stimmen würde, war erwartet worden, aber daß sich auch der Irak mit seiner Stimme gegen die Besatzungsmacht USA stellte, darf als Überraschung gelten. Gegen die kubanische Resolution und damit für die Aufrechterhaltung des Embargos stimmten nur die üblichen Verdächtigen: neben den Vereinigten Staaten selbst Israel und die gut 20000 Einwohner zählende Pazifikrepublik Palau. Die Marshall-Inseln und Mikronesien enthielten sich. Mehr dazu (20 KB)

 

29.10.2009 - Financial Times Deutschland - Laut – WHO: Castro ist quietschfidel

Chan auf Kuba-kKubas Revolutionsführer erfreut sich offenbar bester Gesundheit. Davon überzeugte sich jetzt die Chefin der Weltgesundheitsorgansation. Beim Besuch in Havanna lobte sie auch das Gesundheitssystem der Insel.

Da sie Ärztin sei und keine Erlaubnis von "Herrn Fidel Castro" habe, über die Gesundheit des 83-Jährigen zu sprechen, nannte die Generaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation keine Details: Sie wisse, wie wichtig Vertraulichkeit sei.

Nur so viel: "Ich habe ihn sehr stark erlebt. Vergessen Sie nicht, dass ich viel jünger bin als er, und ich fühlte mich müde, und er nicht. Dios mío. (Mein Gott)", sagte Magret Chan. Castro, der angeblich unter Darmkrebs leidet, habe sie beim Treffen am Dienstag auch außerhalb seines Hauses begleitet. Er sei "großartig", sagte die 62-Jährige.

Bei einer Pressekonferenz in Havanna würdigte Chan auch das Fachwissen Castros über das Gesundheitswesen. "In meiner Arbeit habe ich das Privileg gehabt, zahlreiche Präsidenten und Ministerpräsidenten zu treffen. Ich muss sagen, dass das Verständnis von Herrn Fidel Castro über die Bedeutung der Gesundheit, besonders der öffentlichen Gesundheit, beeindruckend ist." Mehr dazu (16 KB)

 

28.10.2009 – ND - Wo ist der Wandel unter Obama?

Kubas Botschafter Raúl Becerra Egaña über die USA-Blockade gegen die Karibikinsel

ND: Herr Botschafter, bei der Abstimmung der UNO-Vollversammg über die Blockade der USA gegen Kuba wird auch ein Bericht Ihrer Regierung über die Schäden dieser Politik im vergangenen Jahr debattiert. ... Mehr dazu (12 KB)

 

10.10.2009 – jw - Von Jürgen Heiser - Washingtons Terrorpate

Luis Posada Carriles und die CIA: Jetzt veröffentlichte Geheimdokumente belegen Verbindungen zum US-Geheimdienst und Tätigkeiten in militanten exilkubanischen Gruppen

Auf den Tag genau 33 Jahre nach dem verheerenden Bombenanschlag auf eine DC-8 der kubanischen Fluggesellschaft TerrorpateCubana de Aviación am 6. Oktober 1976 veröffentlichte das unabhängige National Security Archive an der George Washington University in Washington D. C. bislang unter Verschluß gehaltene Dokumente über Luis Posada Carriles. Er ist einer der beiden Hauptverantwortlichen für das Attentat. Die Dokumente enthalten neue Beweise für dessen »Verbindungen zur Firma«, zum US-Geheimdienst CIA, und seine Rolle als Agent im Kreis militanter exilkubanischer Gruppierungen. Die bisher geheimen Akten offenbaren den Namen seines CIA-Führungsoffiziers Grover T. Lythcott, enthüllen seinen Decknamen AMCLEVE-15 und werfen ein Licht auf seine Zusammenarbeit mit Jorge Más Canosa, bis zu seinem Tod im Jahr 1997 einer der führenden exilkubanischen Contras in Miami. Más Canosa nahm 1961 an der Invasion in der Schweinebucht, dem gescheiterten militärischenAngriff auf das revolutionäre Kuba, teil und absolvierte anschließend eine Offiziersausbildung bei der US-Armee in Fort Benning, Georgia. Er war Vorsitzender zahlreicher Wirtschaftsverbände, Honorarkonsul von Tel Aviv und Chefberater des US-Propagandasenders Radio Martí. Mehr dazu (24 KB)

 

19.09.2009 – ND - Havanna freut sich auf Juanes

Megakonzert »Frieden ohne Grenzen« auf dem Platz der Revolution

Havanna freut sich auf JuanesVon Leo Burghardt, Havanna - Havanna fiebert dem Open-Air-Ereignis mit dem Titel »Frieden ohne Grenzen« entgegen. 15 in- und ausländische Bands treten unentgeltlich auf dem Platz der Revolution auf, darunter der kolumbianische Rockstar Juanes und der spanische Popsänger Miguel Bosé.

Seit Mitte der Woche steht die Bühne, sind die Kabel installiert, die Standorte für Lautsprecher und die Riesenleinwand skizziert – das Mega-Konzert für den »Frieden ohne Grenzen« kann beginnen. Auf der Bühne: der 37-jährige kolumbianische Popsänger, Komponist und zwölfmalige Grammy-Gewinner Juanes (Juan Esteban Aristizabal) und seine 14 Kollegen aus Kuba, Spanien, Ecuador, Italien und Puerto Rico. Ab 14 Uhr Ortszeit werden sie am Sonntag vor einem Auditorium von 600 000 auf Anregung Juanes weißgekleideten Kubanerinnen und Kubanern aufspielen. Die Menschenwerden sich um die Tribüne am Platz der Revolution scharen wie 1998, als Papst Johannes Paul II. am selben Ort predigte und den historischen Satz prägte: »Die Welt möge sich Kuba öffnen und Kuba der Welt.« Mehr dazu (28 KB)

 

18.09.2009 – jw - Von André Scheer - Obama blockiert Kuba

USA_KUBAÜber 96 Milliarden Dollar kostete Kuba vorsichtigen Schätzungen zufolge die seit 50 Jahren anhaltende US-Wirtschafts- und Handelsblockade gegen die Insel. Legt man dieser Rechnung heutige Preise zugrunde, belaufen sich die Verluste sogar auf mehr als 236 Milliarden Dollar. Das geht aus einem Bericht der kubanischen Regierung an die UN-Vollversammlung hervor, den Kubas Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla am Mittwoch (Ortszeit) in Havanna vorstellte. Die Vereinten Nationen werden voraussichtlich am 28. Oktober zum dann 18. Mal in Folge über eine Resolution abstimmen, mit der die Blockade verurteilt und ihre Aufhebung gefordert wird. Im vergangenen Jahr hatten dem von Kuba vorgelegten Text 185 Staaten zugestimmt, nur drei Regierungen votierten dagegen.

Der Bericht gewinne noch dadurch an Bedeutung, so Rodríguez Parrilla, daß Barack Obama erst am Montag die Blockade gegen Kuba um ein Jahr verlängert hat. Der US-Präsident hatte erklärt, das »nationale Interesse« der Vereinigten Staaten erfordere die erneute Verlängerung des »Gesetzes über Handel mit dem Feind«. Die ursprünglich 1917, während des Ersten Weltkrieges, erlassene Verordnung beschränkt die Handelsbeziehungen mit als »feindlich« eingestuften Staaten. Heute ist nur noch Kuba von den Bestimmungen dieses Gesetzes betroffen, die durch zahlreiche weitere Verordnungen ergänzt und verschärft werden. Mehr dazu (20 KB)

 

13.09.2009 - ALMEIDA IST HEUTE GEGENWÄRTIGER DENN JE ZUVOR

Seit Stunden höre ich über das Fernsehen die Ehrung des ganzen Landes für den Comandante der Revolution Juan Almeida Bosque. Ich denke, dass er es ebenso als eine Pflicht angesehen hat, sich dem Tod zu stellen, wie er alle seine anderen Pflichten im Verlaufe seines Lebens erfüllt hat. Weder er noch wir konnten wissen, wie viel Traurigkeit uns die Nachricht seiner körperlichen Abwesenheit bringen würde.

Ich hatte das Privileg, ihn zu kennen: ein junger schwarzhäutiger Mensch, Arbeiter, Kämpfer, der aufeinander folgend Leiter einer revolutionären Zelle, Kämpfer der Moncada, Gefängnisgenosse, Befehlshaber eines Trupps während der Landung der Jacht Granma war, Offizier der Rebellenarmee, – der bei seinem Vormarsch während des heftigen Gefechts um die Garnison El Uvero durch einen Schuss in die Brust gestoppt wurde -  Befehlshaber einer Kolonne, die zur Schaffung der Dritten Ostfront  losmarschierte, und Kamerad, der Teil der Leitung unserer Kräfte in den letzten siegreichen Schlachten war, durch welche die Tyrannei gestürzt wurde.

Ich war ein privilegierter Zeuge seiner vorbildlichen  Haltung über mehr als ein halbes Jahrhundert heldenhaften und siegreichen Widerstands, im Kampf gegen Banditen, beim Gegenschlag von Girón (Schweinebucht), während der Raketenkrise, der internationalistischen Missionen und beim Widerstand gegen die imperialistische Blockade. 

Ich hörte mit Vergnügen einige seiner Lieder, besonders jenes inbrünstig gefühlvolle, in dem er sich angesichts des Kampfaufrufs des Vaterlands  zu „siegen oder zu fallen“ von menschlichen Träumen verabschiedete. Mir war nicht bekannt, dass er über 300 Lieder geschrieben hatte, die er seinem literarischen Werk hinzufügte, das eine Quelle der unterhaltsamen Lektüre und von geschichtlichen Geschehnissen ist. Er verteidigte Gerechtigkeitsgrundsätze, die man - solange es auf der Erde lebendige Menschen gibt - zu jeder Zeit  und jeglicher Zeitepoche verteidigen wird.   

Sagen wir nicht: Almeida ist verstorben. Er ist heute gegenwärtiger denn je!

Fidel Castro Ruz

13. September 2009 - 15:12 Uhr

 

17.08.2009 – jw - Von André Scheer - Arbeitstreffen am 83. Geburtstag

CastroHugo Chávez gratuliert Fidel Castro. Glückwünsche auch aus dem US-Knast

Wie die Tageszeitung Granma am Wochenende meldete, hat der frühere kubanische Präsident Fidel Castro zu seinem 83. Geburtstag am Donnerstag Besuch vom venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez erhalten. Chávez, der bis Freitag abend auf der Insel blieb, überreichte seinem Freund zwei Gemälde des venezolanischen Künstlers Edgar Álvarez Estrada, die den kubanischen Nationalhelden José Martí und den venezolanischen Freiheitskämpfer Francisco de Miranda zeigen.

Der Geburtstagsbesuch verwandelte sich Granma zufolge in ein Arbeitstreffen mit zwei »langen Sitzungen«, an denen auch der kubanische Präsident Raúl Castro teilnahm. »Die fruchtbaren Kontakte waren Ausdruck der Übereinstimmung in den analysierten Angelegenheiten, der herzlichen Beziehungen zwischen unseren Völkern und Regierungen und der ehrlichen Freundschaft, die zwischen den Führungen beider Länder besteht«, endet die im Kommuniqué-Stil gehaltene Meldung der Granma. Mehr dazu (16 KB)

 

03.08.2009 – jw - Von Santiago Baez - Ohne Zeitdruck

KP Kuba will Parteitag gründlich vorbereiten. Raúl Castro korrigiert Wirtschaftswachstum nach untenVor dem kubanischen Parlament redete Raúl Castro am Samstag Klartext. Er sehe sich gewungen, so der Kubas Präsident, »Frau Clinton und nebenbei auch denjenigen in der Europäischen Union zu antworten, die von uns einseitige Gesten in Richtung auf eine Aufweichung unserer politischen und gesellschaftlichen Ordnung fordern«. An deren Adresse gerichtet erklärte er: »Ich bin nicht zum Präsidenten gewählt worden, um den Kapitalismus in Kuba zu restaurieren oder die Revolution aufzugeben. Ich bin gewählt worden, um den Sozialismus zu verteidigen, zu bewahren und ihn weiter zu perfektionieren, nicht um ihn zu zerstören.« Mehr dazu (20 KB)

 

28.07.2009 - Tagelspiegel.de - Laufschrift mit Menschenrechtstexten abgeschaltet

Die USA haben an ihrer Vertretung ein zum Wahrzeichen gewordenes Schrift-Laufband stillgelegt - aber nicht aus gutem Willen.

Seit 2006 waren in Höhe der fünften Etage der US-Vertretung am Küstenboulevard Malecón Nachrichten und vor allem die Menschenrechte zu lesen gewesen. Jetzt wurde die rot leuchtende Laufschrift entfernt. Der Sprecher des US-Außenministeriums, Ian Kelly, teilte in Washington mit, dass die Laufschrift bereits im vergangenen Monat abgeschaltet worden sei. Dabei habe es sich aber nicht um einen Akt des guten Willens gehandelt. Vielmehr sei die Leuchtschrift nicht effektiv gewesen, sagte er. Mehr dazu (16 KB)

 

25.07.2009 - amerika21.de - Kubanische Nachrichtenagentur eröffnet Büro in Berlin

Prensa Latina kehrt nach 20 Jahren nach Deutschland zurück. Amerika21-Mitbegründer Harald Neuber leitet die Außenstelle

Berlin/Havanna. 20 Jahre nach dem Systemwechsel in den ehemals sozialistischen Staaten Europas kehrt die kubanische Nachrichtenagentur Prensa Latina nach Deutschland zurück. Die Eröffnung dieser Zweigstelle ist auch dank eines Kooperationsvertrages mit der sozialistischen Tageszeitung Neues Deutschland (ND) möglich. Mehr dazu (8 KB)

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Kuba mitten im Ruhrgebiet

25.07.2009 - Fiesta Moncada

15:00 - 20:00 Uhr, Bürgerhaus Oststadt, Schultenweg 37- 41, 45279 Essen

Die 17. Fiesta Moncada, in Würdigung des cubanischen Nationalfeiertags, der am 26 Juli in Erinnerung an den Sturm auf die Moncada-Kaserne weltweit gefeiert wird, findet die diesjährige Fiesta erstmals in Essen statt. Programm und mehr dazu: Das Plakat (328 KB)

Im Laufe des Nachmittags wird es eine Podiumsdiskussion mit hochrangigen cubanischen und deutschen Teilnehmer/innen geben. Das Flugblatt (324 KB) - Der Anfahrtsplan (376 KB)

 

vom 19.-21.06. 2009 In Dortmund auf dem UZ-Pressefest in der CASA-CUBA (Mehr dazu)

 

Hier gibt es Bilder zum Autocorso im Ruhrgebiet am 5. & 6. Juni 2009

 

03. Juni 2009 - Handelsblatt - OAS - Amerikanische Staaten nähern sich Kuba an

Die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) hat Kuba nach fast einem halben Jahrhundert die Rückkehr in den Staatenverbund angeboten.

Die OAS-Vertreter einigten sich am Mittwoch in letzter Minute bei ihrer Jahreskonferenz in der honduranischen Stadt San Pedro Sula auf eine Resolution, mit der die am 31. Januar 1962 ausgesprochene Suspendierung aufgehoben wurde.

HB TEGUCIGALPA. Der Text der Resolution wurde von Honduras' Außenministerin Patricia Rodas verlesen. Allerdings hatte die kubanische Regierung erst kürzlich unmissverständlich betont, dass eine Rückkehr in die OAS für sie nicht in Frage kommt. Mehr dazu (64 KB)

 

27. April 2009 - jw - CIA-Kritiker des Tages: Hernando Calvo Ospina

Der Schriftsteller und Journalist Hernando Calvo Ospina, der unter anderem für die französische Monatszeitschrift Le Monde Diplomatique arbeitet und wiederholt über revolutionäre Bewegungen in Kuba und Kolumbien berichtet hat, wurde von den US-Behörden auf eine »no-fly list« gesetzt. Der linke Publizist erfuhr davon durch Zufall: Als er kürzlich mit dem Flug 438 der Air France von Paris aus nach Mexiko unterwegs war, wurde der Maschine das Überfliegen des US-amerikanischen Territoriums untersagt. Der Pilot mußte einen Umweg über die Karibikinsel Martinique fliegen und landete mit vierstündiger Verspätung. In Mexiko wurde Ospina von den Behörden kurz verhört, er durfte dann zum eigentlichen Ziel Nicaragua weiterreisen. Für gefährlich wurde er offensichtlich nicht gehalten. Mehr dazu (16 KB)

 

Embargo-Ende?

27. April 2009 - Mittelland Zeitung - US-Firmen für Embargo-Ende

Auf Drängen amerikanischer Konzerne lockerte Barack Obama das Embargo gegen das kommunistische Kuba. Riesige Ölfunde vor Havanna beschleunigen den Prozess. Von Peter Hossli

mittellandThomas Herzfeld glaubt zu wissen, wann das amerikanische Wirtschaftsembargo gegen Kuba fällt. «Wenn in den nächsten Monaten die politischen Gefangenen Kubas freikommen, ist das Embargo weg», sagt der in Miami lebende New Yorker. Er betreibt einen an der Nasdaq gehandelten Fund, der Investitionen in der Karibik tätigt. Das selbstredende Tickersymbol: CUBA. «Amerikanische Firmen drängen Präsident Barack Obama auf eine rasche Öffnung», sagt Herzfeld. «Sie wollen in Kuba endlich wieder Geschäfte machen.»

Die waren einst beträchtlich. Achtzig Prozent der Investitionen aus dem Ausland stammten vor der 1962 eingeführten Blockade aus den USA. «Amerika ist der natürliche Handelspartner Kubas», sagt Herzfeld. Nur 90 Meilen karibische Gewässer trennen die Länder voneinander.

«Abkehr von der alten Politik»

Bereits im Wahlkampf deutete Obama eine offenere Kuba-Politik an – und holte in Florida trotz Anti-Castro-Lobby die Mehrheit der Stimmen. Vorletzte Woche beendete der US-Präsident Restriktionen für amerikanische Kubaner, die in ihre einstige Heimat reisen wollen. Ebenso erlaubt er rund 1,5 Millionen Amerikanern, kubanischen Verwandten unbeschränkt Geld zu schicken. US-Kommunikationskonzerne dürfen Kabel- und Satellitenverbindungen nach Kuba legen und Fernsehsignale senden. Mehr dazu (40 KB)

 

13. März 2009 - FAZ - Von Josef Oehrlein, Buenos Aires - Fidel Castro

Das Rentnerleben eines Revolutionsführers

Fidel-rentnerImmer auf dem Laufenden: Fidel Castro hier mit Bruder Raúl und Honduras Präsident Zelaya

Wo sich Fidel Castro, der Revolutionsführer a.D. aufhält und was er tagaus, tagein so treibt, war bislang ein Staatsgeheimnis. Jetzt wissen wir einiges mehr, weil einer der Besucher, die Castro in jüngster Zeit ihre Aufwartung machten, ausgeplaudert hat, was er von und über Fidel in Erfahrung gebracht hat.

Der argentinische Politologe und Soziologe Atilio Boron, der Castro kürzlich besuchte, hat der in Buenos Aires erscheinenden Zeitung „Clarín“ viele bislang unbekannte Einzelheiten über das Leben des Rekonvaleszenten in einem Privathaus in irgendeinem Stadtviertel von Havanna offenbart. Anlass der Einladung Borons und Thema des Gesprächs war die Weltwirtschaftskrise, von der Castro denkt, dass sie noch lange nicht ihren Höhepunkt erreicht hat. Mehr dazu (36 KB)

 

05. März 2009 - jw - Kommentar: Fidels Kritik - Von André Scheer

In seiner jüngsten »Reflexion« begrüßt der frühere kubanische Präsident die Umstrukturierung der Regierung, die gestern vom Staatsrat in einer offiziellen Note angekündigt wurde. Während in der offiziellen Regierungsmitteilung keine Angaben zu den Gründen für die Abberufung einiger Minister gemacht werden, übernimmt Castro wieder einmal die Aufgabe, die Hintergründe zu erläutern. Mehr dazu (16 KB)

 

03. März 2009 - amerika21.de - Von Maxim Graubner - Weitere Umstrukturierung auf Kuba

Staatsführung setzt umfangreiche Regierungsumbildung fort  Die kubanische Staatsführung um Präsident Raúl Castro hat am Montag

(Ortszeit) weitgehende personelle und organisatorische Änderungen im Kabinett bekannt gegeben. Demnach müssen unter anderem der bekannte Außenminister Felipe Pérez Roque und der westliche Hoffnungsträger, Vizepräsident Carlos Lage, Posten räumen. Lage verliert allerdings nur sein Amt als Sekretär des Ministerrates. Der General José Amado Ricardo Guerra soll diese Funktion zukünftig einnehmen. Pérez Roque wird als Außenminister durch seinen Stellvertreter Bruno Rodríguez abgelöst. Mehr dazu (12 KB)

 

25. Februar 2009 - jw - Volksfest und Volksuni

Am Sonntag schloß die internationale Buchmesse Havanna ihre Tore.

Das nächste Gastland heißt Russland - Von Peter Steiniger, Havanna

Die Linke weltweit träumt von Kuba, Kuba träumt von der Welt. Die literarische war vom 12. bis 22. Februar auf der 18. »Feria Internacional del libro« zu Gast und löste wieder eine Völkerwanderung zum Veranstaltungsort, der historischen Hafenfestung La Cabaña, aus. Eine halbe Million Besucherinnen und Besucher wurde gezählt. Für drei Peso der Moneda Nacional, der regulären Landeswährung im Schatten des Dollar-Äquivalents CUC  erhielt man Zutritt zu den Messeständen, Buchhandlungen, Lesungen, Filmvorführungen, Konzerten – und zu einem beachtlichen kulinarischen Angebot, das größtenteils ebenfalls für den alten Peso erhältlich war. Mehr dazu (24 KB)

 

22. Februar 2009 - amerika21.de - Chávez in Cuba - Chávez trifft die Castros

Venezuelas Präsident macht Stippvisite in Kuba Von Ingo Niebel Havanna. Eine Woche nach dem erfolgreichen Verfassungsreferendum reiste Venezuelas Präsident Hugo Chávez am Samstag zu einem eintätigen Arbeitsbesuch nach Kuba. In der Nacht von Samstag auf Sonntag verabschiedete Raúl Castro seinen venezolanischen Amtskollegen am Flughafen der kubanischen Hauptstadt. Beide Staatsoberhäupter, die auch Oberkommandierende ihrer jeweilige Streitkräfte sind, trugen Uniformen.

Unmittelbar nach seiner Ankunft hatte Chávez den Comandante der kubanischen Revolution, Fidel Castro, besucht. Vor seiner Abreise besuchte er den greisen Revolutionär noch einmal im Beisein dessen Bruders Raúl. Laut offiziellen Angaben sprachen Chávez und die Castro-Brüder über die bilateralen Beziehungen, die Weltwirtschaftskrise und deren Folgen für Lateinamerika und die Karibik. Mehr dazu (12 KB)

 

21. Februar 2009 - amerika21.de - Von Ingo Niebel - Kuba reorganisiert sich

Raúl Castro baut Regierung um

Havanna. Ein Jahr nach seinem Amtsantritt hat Kubas Präsident, Raúl Castro, begonnen, sein Kabinett in wesentlichen Bereichen umzubauen. Dazu ernannte er einflussreiche politische und militärische Führungspersonen seines Vertrauens zu Vizepräsidenten und Ministern.

Zu den wesentlichen Veränderungen zählt, dass Castro drei Minister, die zugleich dem Politbüro der Kommunistischen Partei Kubas angehören, zu Vizepräsidenten machte. Dabei handelt es sich um den Comandante Ramiro Valdés, der das Kommunikationsministerium leitet, den Landwirtschaftsminister General Ulises Rosales und den Verantwortlichen für das Transportwesen Jorge Luis Sierra. Laut einem Kommuniqué, das die Granma, die offizielle Zeitung der KP Kubas, veröffentlichte, haben die Ernennungen „zum Ziel auf eine effektivere Art, die Beachtung, Kontrolle und Koordination der Organe der zentralen Staatsverwaltung zu verteilen.“ Die Kabinettsumbildung erfolgt wenige Tage vor dem einjährigen Amtsjubiläum.

Am 24. Februar 2008 wurde Raúl Castro offiziell zu Präsidenten gewählt, nachdem er seinen Bruder Fidel nach dessen Erkrankung im Sommer 2006 an der Spitze von Staat und Partei vertreten hatte. Die Regierungsumbildung kam nicht überraschend, da Raúl Castro sie schon vor längerem angekündigt hatte. Mehr dazu (12 KB)

 

19. Februar 2009 - jw - Kuba: Guatemala entschuldigt sich

Havanna. Fast ein halbes Jahrhundert nach der Invasion in der Schweinebucht hat sich Guatemala bei Kuba für seine damalige Unterstützung der USA entschuldigt. »Ich möchte mich bei Kuba dafür entschuldigen, daß wir unser Land und unser Gebiet für die Vorbereitung der Invasion Kubas zur Verfügung stellten«, sagte Guatemalas Präsident Alvaro Colom am Dienstag (Ortszeit) bei einer Rede in Havanna. Guatemala bemüht sich derzeit um eine Annäherung an Kuba, vor allem um den beiderseitigen Handel zu stärken.

Am 17. April 1961 hatten 1400 Exilkubaner mit finanzieller Hilfe der USA eine Invasion ihrer Heimat versucht. Das Vorhaben schlug fehl. (AFP/jW)

 

30. Januar 2009 - jw - Raúl Castro in Rußland:

Raul castro-MoskauErster Moskau-Besuch nach Ende der Sowjetunion Moskau. Erstmals seit Ende der Sowjetunion besucht ein kubanisches Staatsoberhaupt Moskau. Am Freitag begannen die offiziellen Gespräche von Präsident Raúl Castro mit seinem russischen Amtskollegen Dmitri Medwedew.

Dieser hatte seinen Gast bereits tags zuvor mit Brot und Speck zu einer ersten informellen Begegnung in seinem Landhaus in Zawidowo bei Moskau empfangen und bei der Gelegenheit – per Dokumentarfilm – an die Reise Fidel Castros 1986 zum 27. Parteitag der KPdSU erinnert. Raúl Castro, der Anfang

2008 zum Präsidenten gewählt wurde, war zum letzten Mal 1984 zur Beisetzung des damaligen Staats- und Parteichefs Konstantin Tschernenko in Moskau gewesen. Mehr dazu (12 KB)

 

30. Januar 2009 - jw - Kuba fordert Rückgabe von Guantánamo

Havanna. Kuba hat von den USA nach der angekündigten Schließung des Gefangenenlagers Guantánamo die Rückgabe dieses Territoriums im Osten der Karibikinsel gefordert. Außenminister Felipe Perez Roque sagte am Mittwoch (Ortszeit), die Entscheidung des neuen US-Präsidenten Barack Obama zur Schließung des Gefangenenlagers innerhalb eines Jahres sei gut, aber unzureichend. Die Regierung in Havanna erwarte, daß auf die Entscheidung zur Schließung des Gefangenenlagers eine »Entscheidung zur Schließung der Militärbasis und zur Rückgabe des Territoriums an die Kubaner« folge, so Perez Roque. Zugleich sagte der Politiker, die Regierung in Havanna werde in den kommenden Tagen die UN-Konvention gegen das gewaltsame Verschwindenlassen von Menschen ratifizieren. (AFP/jW) – 30.01.2009

 

01. Januar 2009 Die Revolution hat Geburtstag - 50. Jahre Freies Kuba - Die Wette läuft (16 KB)  oder Das Glückwünsche-Buch zum 50. Jahrestag der kubanischen Revolution ist ab Weihnachten auf der Homepage www.roter-reporter.de

 

18. Dezember 2008 - Schaffhauser Nachrichten - Raúl Castro tritt ins Rampenlicht

von susanne kreutzmann. Castros erste offizielle Reise wird zum Erfolg. Die Teilnehmer am latein-amerikanischen Gipfel verlangen die Aufhebung des US-Embargos gegen Kuba.

Sao Paulo - Die herzliche Begrüssung zwischen dem brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva und Kubas Staatschef Raul Castro war mehr als symbolisch. Seine erste offizielle Auslandreise führt Castro zum wichtigsten Gipfeltreffen der lateinamerikanischen Länder in den brasilianischen Badeort Costa de Sauipe. Drei Tage beraten dort 33 lateinamerikanische Staats- und Regierungschefs. Gemeinsam besiegelten sie das Ende der politischen Isolation der kommunistischen Karibikinsel. In einer Erklärung bitten sie den neugewählten amerikanischen Präsidenten Barack Obama, die seit 1962 bestehende Embargopolitik gegen Kuba zu beenden. Im Sommer hatte bereits die Europäische Union die Aufhebung der Sanktionen gegen den sozialistischen Inselstaat beschlossen. Mehr dazu (12  KB)

 

15. Dezember 2008 - jw - Im Schulterschluß

SchulterschlussRaúl Castros erste Auslandsreise als Präsident Kubas führte nach Caracas Von André Scheer Auf seiner ersten Auslandsreise seit Übernahme der Amtsgeschäfte vor zehn Monaten ist der kubanische Präsident Raúl Castro am Sonnabend in Caracas eingetroffen. Auf dem internationalen Flughafen von Maiquetia wurde er von seinem venezolanischen Amtskollegen Hugo Chávez erwartet und herzlich begrüßt. »Ich überbringe allen Venezolanern die Grüße und Umarmungen des kubanischen Volkes und des Chefs der Revolution, Fidel Castro Ruz«, sagte der jüngere Bruder des langjährigen Präsidenten. Chávez hieß ihn in seiner Antwort als »eine der treibenden Kräfte dieser großen Revolution« willkommen  »Es ist für uns eine große Ehre. Raúl, wir empfangen dich, und mit dir empfangen wir Fidel, das kubanische Volk, die Guerilleros der Sierra Maestra und den 50. Jahrestag der kubanischen Revolution, dem Beispiel für alle Völker dieses Kontinents.« Unmittelbar nach seiner Ankunft legte Raúl dann an der letzten Ruhestätte Simón Bolívars im Pantheon einen Kranz für den Befreier Südamerikas von der spanischen Kolonialherrschaft nieder. Anschließend wurden beide auf der Plaza Bolívar, dem historischen Zentrum der Stadt, von der dort versammelten Menge gefeiert. Mehr dazu (16 KB)

 

13./14. Dezember 2008 - 50 Jahre kubanische Revolution -Beschluss des Parteivorstandes der DKP

Zur Jahreswende 1958/59 siegte die Revolution auf Kuba. Das reaktionäre Batista-Regime war besiegt. Es begann eine neue historische Entwicklungsstufe für die kubanische Bevölkerung. Kuba ging unter der Führung von Fidel Castro, Che Guevara, Raoul Castro und anderen den Weg hin zu einer sozialistischen Gesellschaftsordnung auf der Grundlage der eigenen Geschichte, Kultur und der spezifischen Bedingungen der Karibikinsel. Die Revolution musste tausendfach Aggression, Krieg, Blockade, Attentaten, politische Denunziationen, Verfolgung aller Art widerstehen. Der Überfall der Invasoren in der Schweinebucht legte den revolutionären Willen der Bevölkerung genauso wenig lahm wie die Schwierigkeiten der Periode Especial nach dem Wegfall der Unterstützung Kubas durch die sozialistischen Staaten Europas.Probleme wurden überwunden. Mehr dazu (12 KB)

 

13. Dezember 2008 - Exilkubaner gegen Kuba – ein Terrorkampf seit Jahrzehnten.

Tagesspiegel - Mit Barack Obama kommt nun auch die Hoffnung auf Besserung

Von Volker Skierka - Sie werden die „Osama bin Ladens des Westens“ genannt. Luis Posada Carriles und Orlando Bosch zählen zu den gefährlichsten Terroristen der Welt. Unter den Veteranen von ihnen mitbegründeter exilkubanischer Terrornetzwerke wie „Alpha 66“, „Omega 7“, „CORU“, „El Condor“ und „Comando L“ genießen die beiden einen zweifelhaften Helden- und Kultstatus. In jenen Kreisen gelten sie als „gute“ Terroristen, weil sie über Jahrzehnte von Florida und Mittelamerika aus – immer wieder auch als feste wie freie Mitarbeiter der CIA – das Kuba der Brüder Fidel und Raúl Castro und von deren Freunden bekriegt haben. In die Hunderte geht die Zahl der im letzten halben Jahrhundert von ihnen und ihren Gesinnungsgenossen in zahlreichen Ländern, aber auch innerhalb der USA verübten, verantworteten oder zugeschriebenen Bombenanschläge, Attentate und Sabotageakte mit Explosiv- und biologischen Kampfstoffen sowie die Anzahl der menschlichen Kollateralschäden an Toten, Verletzten und Invaliden. Selten nur wurden die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen, und wenn, fanden sich oft Gründe für eine vorzeitige Entlassung, Schmiergelder und Helfer für eine Flucht oder zum Untertauchen. Skrupel waren und sind diesen Kreisen fremd. Mehr dazu (32 KB)

 

09. Dezember 2008 - jw - Peter Wolter - Kuba ist ein sozialistischer Rechtsstaat

Havanna braucht sich in Sachen Menschenrechte vor keinem anderen Land zu verstecken. Noch sind aber nicht alle Ungleichheiten aus jahrhundertelanger Kolonialzeit beseitigt. Ein Gespräch mit Gerardo Pealver Portal

Interview: Peter Wolter

Gerardo Pealver Portal ist Botschafter der sozialistischen Republik Kuba in Berlin

Westliche Politiker und Medienkonzerne nehmen den Tag der Menschenrechte am 10. Dezember gerne zum Anlaß, mit spitzem Finger auf Staaten zu zeigen, die diese Rechte angeblich mit Füßen treten. Zu den verdächtigten Ländern gehört regelmäßig auch Kuba. Ein Komitee zum Schutz von Journalisten hat Ihre Regierung jetzt beschuldigt, 21 Medienvertreter inhaftiert zu haben. Stimmt das?

Die kubanische Revolution ist 50 Jahre alt, und wir sind stolz darauf, gerade bei den Menschenrechten Enormes geleistet zu haben. Wir sind ein sozialistischer Rechtsstaat: In meinem Land wird niemand verhaftet oder drangsaliert, weil er eine andere Meinung als die der Regierung äußert. Es gibt nicht viele Kubanerinnen und Kubaner, die gegen die Revolution sind – aber auch die dürfen unbehelligt ihre Meinung äußern. Wie es auch in Europa üblich ist, wird bei uns nur derjenige bestraft, der gegen Gesetze verstößt. Mehr dazu (348 KB)

 

13. November 2008 - jw - André Scheer - Optimistisch für Kuba

Pérez Roque im Kreml. Moskau und Havanna intensivieren ihre Beziehungen

Kuba und Russland bauen ihre Beziehungen weiter aus. »Die Insel war und ist für uns ein entscheidender Partner in Lateinamerika«, betonte der russische Präsident Dmitri Medwedew, nachdem er am Dienstag in Moskau mit dem kubanischen Außenminister Felipe Pérez Roque zusammengekommen war. Der Staatschef sprach sich für einen weiteren Ausbau der wirtschaftlichen und Handelsbeziehungen zwischen beiden Ländern aus, die trotz positiver Entwicklungen noch viel zu wünschen übrig ließen. Im vergangenen Jahrzehnt habe es eine »Pause« in den bilateralen Beziehungen gegeben, aber Russland und Kuba hätten diese Phase hinter sich gelassen und unterhielten nun »intensive freundschaftliche Kontakte«. Auf internationaler Ebene teilten beide Länder in den meisten Fragen übereinstimmende Positionen, hob Medwedew hervor. Nachdem er dem kubanischen Commandante Fidel Castro Grüße ausgerichtet und ihm Gesundheit gewünscht hatte, kündigte Medwedew für das kommende Jahr einen Russland-Besuch des kubanischen Präsidenten Raúl Castro an. Mehr dazu (16 KB)

 

07. November 2008 - DER DRITTE HURRIKAN

Er kann sich abschwächen, aber es hat bereits fast im ganzen Land zu regnen begonnen.  Der Regen fällt auf die landwirtschaftlichen Gebiete, die aufgrund der jüngsten Niederschläge gesättigt sind; und die Stauseen mit ihrem hohen Wasserspiegel infolge der Hurrikane Gustav und Ike werden das Wasser in die Täler und auf die angebauten Felder abgeben, so wie es Ende August und Anfang September passierte. Diesmal hat man diesem Hurrikan den heuchlerischen Namen Paloma (Taube) gegeben. Mehr dazu (12 KB)

 

04.11.2008 - DKP empfängt Gast aus Kuba - Zahlreiche Veranstaltungen mit Yosvany Sánchez Robaina

Auf Einladung der DKP wird  sich Dr. Yosvany Sánchez Robaina im November 2008 in Deutschland aufhalten. Er ist Repräsentant der Asamblea Poder Popular (Landtag) der Provinz Matanzas. Auf zwölf Veranstaltungen wird er Antworten auf Fragen geben, die Freundinnen und Freunde Kubas bewegen:

Wie geht es weiter?

Wer sind die Miami-5?

Wird Kuba der 51. Staat der USA?

Wieso ist das kubanische Gesundheitswesen das Beste der Dritten Welt?

Wie wird Kuba mit den Hurrikanschäden fertig?

Folgende Veranstaltungen sind geplant: (vom 09. bis 22. November 2008) Mehr dazu (12 KB) Der Flyer (84 KB)

 

24.10.2008 - jw - Auf Normalisierungskurs

EU-Kommissar zu Besuch in Havanna. Abkommen zur Zusammenarbeit vor Abschluß Von André Scheer

Die Europäische Union (EU) will ihre Beziehungen zu Kuba normalisieren. Das demonstriert der derzeitige Aufenthalt ihres Kommissars für Entwicklung und humanitäre Hilfe in Havanna. Louis Michel traf am Mittwoch abend zum ersten offiziellen Besuch eines EU-Vertreters seit der Verhängung der Sanktionen. Diese waren im Jahr 2003 wegen »Menschenrechtsverletzungen« gegen die Insel erlassen worden. 2005 wurden sie zunächst suspendiert und dann im vergangenen Juni offiziell aufgehoben. Vor einer Woche hatten sich schließlich in Paris der kubanische Außenminister Felipe Pérez Roque mit seinen Amtskollegen aus Frankreich und Tschechien sowie dem EU-Kommissar getroffen. Mehr dazu (16 KB)

 

19.09.2008 - Es ist nicht erlaubt Niederlagen hinzunehmen

UZ-Interview mit Dr. Aleida Guevara March

Die Tochter von "Che" Guevara, 1960 in Havanna geboren, hielt am 19. September auf Einladung der DKP-Gruppe Berlin-Mitte und der Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba einen Vortrag: "Kubas Kinder sind gesünder". Die Kinderärztin arbeitet hauptberuflich im William-Soler-Kinderspital der kubanischen Hauptstadt. Zum Interview (52 KB)

 

15.09.2008 - Informationen der kubanischen Regierung vom 15. September 2008 über das Ausmaß der Schäden nach den Hurrikanen Gustav und Ike (Zusammenfassende Arbeitsübersetzung) (20 KB)

 

11.09.2008 - Offener Brief an die Bundesregierung - Solidarität mit dem sozialistischen Kuba jetzt!

Bitte unterstützt den offenen Brief an unserer Bundesregierung mit euerer Unterschrift, um der Forderung nach Soforthilfe für Kuba nach der verheerenden Hurrikan-Katastrophe Nachdruck zu verleihen. Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker. Der Offene Brief (75 KB)

 

01.09.2008 - Wirbelstürme Ike & Gustav - Informationen und Spendenaufruf

Hilfe für Cuba  - Bilder nach Ike

Diese Welt braucht Kuba - jetzt braucht Kuba die Welt

Ein Aufruf von Tobias Kriele - Anfang September 2008 wurde Kuba von zwei Naturkatastrophen innerhalb von zehn Tagen getroffen. Als die Aufbauarbeiten nach den Verwüstungen, die der Hurrikan "Gustav" für die Provinz Pinar del Rio gebracht hatte, gerade in vollem Gang liefen, durchquerte ein zweiter Wirbelsturm, "Ike", die Insel fast vollständig von Ost nach West und brachte heftigste Regenfälle mit sich. Winde, Wassermassen und Springflut verursachten schwerste Schäden und rissen nicht nur das eben Aufgebaute im westlichen Teil Kubas erneut nieder, sondern versetzten praktisch die gesamte Insel in einen Zustand des Notstands. Mehr dazu (52 KB)

 

Cuba wird kämpfen und überleben, aber jetzt braucht es unsere sofortige materielle Solidarität

Postbank Köln - Konto Nr.253525502 - BLZ 370 100 50

Solidaritätsfond der DKP-Cuba AG

Aus der jw - Kuba war auf den Hurrikan gut vorbereitet

Umfassende Maßnahmen zum Zivilschutz garantierten den Menschen auf der Karibikinsel Schutz

Von Deisy Francis Mexidor, Havanna

Rund 48 Stunden früher als erwartet traf der Hurrikan Gustav am Samstag (Ortszeit) Kuba. Die Bevölkerung verfolgte den Verlauf des Wirbelsturm minütlich. Zumal sich Gustav, der zunächst als einfacher tropischer Sturm klassifiziert war, sich über der Karibik zum Hurrikan der Stufe vier auswuchs. Lange bevor er Kuba erreichte, wurden Tausende Menschen in betroffenen Regionen und aus gefährdeten Gebäuden evakuiert. Durch die frühzeitige Hilfe konnten sie alle in Ruhe ihre Habe in Sicherheit bringen. Diese Schutzmassnahmen sind das Ergebnis einen umfassenden Zivilschutzprogramms, das in Kuba jedes Jahr zur Hurrikan-Saison aktiviert wird. Mehr dazu (20 KB)

Überlegungen von Genossen Fidel Castro dazu Im Wortlaut (32 KB)

Die Netzzeitung dazu: Kubas schrecklichster Hurrikan seit 50 Jahren

Mit mehr als 240 Stundenkilometern ist der Tropensturm über die Insel hinweggezogen und hat große Schäden hinterlassen. Das ausgeklügelte Notfallsystem dürfte vielen Menschen das Leben gerettet haben.Vor rund einer Woche begannen die Kubaner, sich für den herannahenden Wirbelsturm zu wappnen. Das in aller Welt anerkannte kubanische System der Hurrikan-Vorbereitung sieht vor allem eines vor: Die Rettung von Menschenleben. Das ist an diesem Wochenende wohl auch gelungen, als Gustav mit mehr als 240 Stundenkilometern zunchst die Insel Isla Juventud und dann die westlichen Provinzen Pinar del Rio, die Hauptstadt Havanna und Matanzas erreichte. Es gab zunächst keine Meldungen über Tote, aber zahlreiche Menschen erlitten leichte Verletzungen - und die Schäden sind groß. Mehr dazu (48 KB)

 

Zum Spendenaufruf der Freundschaftsgesellschaft  BRD - Kuba  Der Aufruf (60 KB)

 

28.08.2008 - Der gefährliche Tropensturm "Gustav" nimmt auf seinem Zug durch die Karibik Kurs auf Jamaika und Kuba.

HurrikanZehntausend Kubaner werden evakuiert

In Kuba und Jamaika liefen die Vorbereitungen auf den Sturm am Donnerstag weiter auf Hochtouren. Die kubanische Regierung ordnete die Evakuierung gefährdeter Gebiete an. Bis zum Mittwochabend waren zehntausende Menschen, darunter auch ausländische Touristen, in Sicherheit gebracht worden.  Mehr dazu (28 KB)

 

10.08.2008 - IM ANHANG ÜBERMITTELN WIR IHNEN DIE ÖFFENTLICHE ERKLÄRUNG DER KUBANISCHEN REGIERUNG.

MIT FREUNDLICHEN GRÜßEN,

BOTSCHAFT KUBA

Öffentliche Erklärung der kubanischen Regierung

Kuba verteidigt den Frieden als unabdingbare Voraussetzung zur Entwicklung aller Völker der Welt.

Unser Volk ist während über einem halben Jahrhundert Opfer der Aggressionen der Regierungen der Vereinigten Staaten gewesen, wodurch es sich gezwungen sah, unendlich viel Ressourcen und Energie aufzuwenden. Es war standhaft und beharrlich bei der Verteidigung der Souveränität  des Landes und unterstützt die Bemühungen der UNO und deren Kampf für den Frieden.

Ein Teil unseres Gebiets ist seit über 100 Jahren gewaltsam  besetzt und Kuba hat weder jemals versucht, zu seiner Rückgewinnung Gewalt anzuwenden, noch wird es dies je tun. Seine Außenpolitik ist der internationalen Völkergemeinschaft bekannt und wird von ihr anerkannt.

Im Augenblick ist eine Krise am Entstehen, welche die Völker beunruhigt und die durch die Nachrichten über die im Kaukasus, an der Südgrenze von Russland, ausgebrochenen Kämpfe verursacht wird. Die gesamte Erklärung (8 KB)

 

01.08.2008 - Russland und Kuba beschließen Wiederaufbau der Wirtschaftsbeziehungen

Russland-Cuba-kMEXIKO-STADT, 01. August (RIA Novosti). Der russische Vizepremier Igor Setschin hat am Donnerstag bei seinem Arbeitsbesuch in Kuba mit dem Vorsitzenden des Staatsrates von Kuba Raul Castro über den Wiederaufbau und Ausbau der Handels- und Wirtschaftskontakte verhandelt.

Wie die kubanische Agentur AIN mitteilte, wohnte dem Treffen auch der russische Sicherheitsratschef Nikolai Patruschew bei. Die Gesprächspartner haben auch internationale Fragen angeschnitten.

"Die Verhandlungen verliefen in einer freundschaftlichen, herzlichen Atmosphäre, was den politischen Willen beider Regierungen zeigt, die Beziehungen zu vertiefen", heißt es in der Pressemitteilung von AIN. Mehr dazu (40 KB)

 

31.07.2008 - jw -Von Wolfram Metzger - Die Ärzte vom Batallón 51

Foto-APIm Dschungel des venezolanischen Amazonasgebiet entsteht ein Netz von Gesundheitsposten. Die Mediziner wurden in Havanna ausgebildet

Sergio Malarov aus Uruguay und Guillermo Argueta Monterrosa aus El Salvador arbeiten seit einem Jahr als Ärzte im Dschungel des venezolanischen Amazonasgebiet. Sie gehören zum »Batallón 51«, das an der Escuela Latinoamericana de Medicina (ELAM) in Havanna ausgebildet wurde. Fidel Castro hatte die ersten Stipendien an Abiturienten aus lateinamerikanischen Ländern vergeben. Nach sechsjährigem Studium graduierten 51 der ersten hundert Studienanfänger aus dem Nachbarland Venezuela. Als sie zurückkehrten, prägte Hugo Chavez kurzerhand den Begriff »Batallón 51«. Mehr dazu (20 KB)

 

31. Juli 2008 - Neues Deutschland - »Fidel und Raúl haben ihre Rollen verändert«

Von Martin Ling - Kubas Vizeagrarminister Alcides López Labrada sieht seinen Sektor vor großer Herausforderung

Exakt vor zwei Jahren ließ Fidel Castro eine Erklärung verlesen: Aus gesundheitlichen Gründen übergebe er seine Ämter »vorübergehend« an seinen Bruder Raúl. Seit diesem Frühjahr ist Raúl Castro offiziell Fidels Nachfolger. Sein Hauptaugenmerk gilt derzeit der Revitalisierung des Agrarsektors.

»Wer hat gesagt, dass Fidel sich in die zweite Reihe zurückgezogen hat?« Was hierzulande als eine selbstverständliche Einschätzung gilt, stellt sich aus kubanischer Sicht anders dar. »Klar, er war krank, aber längst ist er wieder als ›Soldat der Ideen‹ aktiv, arbeitet, liest, studiert und ist in alle wichtigen Entscheidungen eingebunden«, betont Alcides López Labrada gegenüber ND. »Fidel steht mit Raúl gemeinsam in der ersten Reihe, sie kämpfen zusammen wie bisher, nur mit veränderten Rollen«, schildert Kubas Vizeminister für Landwirtschaft seine Sicht der Dinge. Er ist gerade auf Einladung von Cuba Sí in Deutschland unterwegs und nahm am Sonnabend im Stadtpark Berlin-Lichtenberg an der alljährlichen »Fiesta de Solidaridad« teil, die 2008 auf den Jahrestag des Sturms auf die Moncada-Kaserne fiel: den 26. Juli 1953, Ausgangspunkt der Revolution am 1. Januar 1959. Mehr dazu (36 KB)

 

26. Juli 2008 - Moncada-Fest in Canada

Liebe Freunde des cubanischen Volkes, es folgen drei Fotos von dem diesjährigen Moncada - Fest in Canada. Zum vergrößern bitte auf das Foto klicken.

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18. Juli 2008 - 16.816 Zuschauer verfolgen das Freundschaftsduell 1. FC St. Pauli gegen die cubanische Nationalelf

Bei Nieselregen und Karibik-Klängen siegte beim Freundschaftsspiel, der 1.FC St. Pauli gegen die cubanische Nationalmannschaft mit 7:0. Zum Schluß gab es nur noch Feiern, Feiern und Feiern. Mehr dazu (64 KB)

 

10. Juli 2008 - junge Welt - Von Patricia Grogg/IPS - Hasta la vista, Microsoft

Von der Verbesserung der Welt als Kampf gegen schlechte Gewohnheiten: Die Computer an der Universität von Havanna werden aufs Linux-Betriebssystem umgestellt.

Es hat gedauert, bis die Befreiung der Universität von Havanna vom US-amerikanischen Software-Monopolisten Microsoft beschlußfähig war. Inzwischen ist sie nicht mehr aufzuhalten. Mit Zustimmung des Universitätsrates wird das Computernetzwerk der Hochschule Schritt für Schritt umgerüstet. Zunächst werden Professoren und technisches Personal umgeschult. 2009 will die Universität dann auf breiter Front das Open-Source-Betriebssystem GNP/Linux installieren.

»Das Vorhaben ist langfristig angelegt«, erklärte Yudivin Almeida, Professorin für Mathematik und Computerwissenschaft an der Universität der kubanischen Hauptstadt. »Man will Konflikte vermeiden, die Umstellung von Microsoft auf Linux keinesfalls abrupt vornehmen.« Mehr dazu (20 KB)

 

28. Juni 2008 - Havanna - Der kubanische Parlamentspräsident sprach die Begrüßungsworte auf der Feier zum Internationalen Tag der Unterstützung von Opfern der Folter

(Juventud Rebelde - Radio Havana Cuba) Der Präsident des kubanischen Parlaments Ricardo Alarcón de Quesada sprach am Freitag auf einer Feier, die von der Kubanischen Gesellschaft der Vereinten Nationen (ACNU) aus Anlass des Internationalen Tages der Unterstützung von Opfern der Folter veranstaltet wurde, und auf der die Misshandlungen, denen Ramón Labañino, Antonio Guerrero, René González, Fernando González und Gerardo Hernández ausgesetzt sind, angeprangert wurden. Mehr dazu (8 KB)

 

25. Juni 2008 - Kuba kündigt therapeutischen Impfstoff gegen Lungenkrebs an

Havanna – Kubanische Wissenschaftler haben nach eigenen Angaben den weltweit ersten therapeutischen Impfstoff gegen Lungenkrebs entwickelt. Gisela González, der Leiterin des Forschungsteams am Zentrum für molekulare Immunologie in Havanna, zufolge hat die Forschung an dem Präparat 1992 begonnen.

Der erste klinische Test stamme aus dem Jahr 1995. Das aus zwei Proteinen bestehende Serum löse eine Immunreaktion des menschlichen Organismus gegen die Krankheit aus und sei mit keinen Nebenwirkungen verbunden.

In der derzeitigen dritten Testphase wird der Impfstoff den Angaben zufolge an 579 Lungenkrebspatienten in 18 kubanischen Krankenhäusern erprobt. Andere Tests erfolgten demnach in Kanada und Großbritannien.

Dem Team zufolge ermöglicht das Präparat Cimavax EGF eine Verlängerung der Lebenszeit um bis zu fünf Monate.

© afp/aerzteblatt.de - Deutsches Ärzteblatt / Deutscher Ärzte-Verlag

 

23. Juni 2008 - Berliner Zeitung - Windräder für Kuba

Deutsche Firmen könnten von Aufhebung der EU-Sanktionen profitieren

Von Klaus Ehringfeld - MEXIKO-STADT.

Die Aufhebung der EU-Sanktionen gegen Cuba wird nach Meinung von Experten vor allem die politische Annäherung und die Entwicklungszusammenarbeit Europas mit der Karibikinsel befördern. Wirtschaftlich hingegen seien die Auswirkungen weniger deutlich zu spüren. Zum einen hätten deutsche und europäische Unternehmen auch schon während der vergangenen Jahre trotz der Sanktionen weiter Geschäfte auf der Insel gemacht. Zum anderen sei Kuba ein „kleines armes Land, das zwar aus politischen Gründen immer im Fokus steht, aber kaum Geld hat", betont Ullrich Umann, Kuba-Experte der Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai).

Die Angebote europäischer Firmen zur Zusammenarbeit würden war steigen, aber das devisenschwache Land könne schlicht nicht alle annehmen. Hinzu kommt, dass die Regierung in Havanna während der fünf Sanktionsjahre die Zusammenarbeit mit Europa zurückgefahren und die mit befreundeten Staaten ausgebaut hat. Noch 2003 war die EU der größte Auslandsinvestor in Kuba. Heute sind Venezuela und China und seit neustem auch Brasilien die wichtigsten Handels- und Wirtschaftspartner der Karibikinsel und haben weitgehend den Wiederaufbau der bachliegenden Industrie und maroden Infrastruktur übernommen. Allein mit dem befreundeten Venezuela erreichte der Handelsaustausch vergangenes Jahr sieben Milliarden Dollar, wobei die Lieferung von täglich 100000 Barrel Öl zum Freundschaftspreis rund sechs Milliarden Dollar ausmachte. Mehr dazu (36 KB)

 

19. Juni 2008 - jw - Treffen unter Freunden: Hugo Chávez bei Fidel und Raúl Castro - Timo Berger

treffenunterfreunden-klHavanna. In seinem geliebten Jogginganzug und sichtlich schlanker war Fidel Castro am Dienstag abend (Ortszeit) im kubanischen Staatsfernsehen zu sehen. Ein tonloses Video zeigte den früheren Staatschef am Dienstag morgen mit seinem Bruder Raúl Castro und dem venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez in einem Garten sitzen und sich angeregt miteinander unterhalten (Foto). Es sind die ersten Aufnahmen von Fidel Castro seit sechs Monaten – zuletzt war er im Januar nach einem Besuch des brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio »Lula« da Silva im Fernsehen zu sehen gewesen. Mehr dazu (16 KB)

 

31. Mai 2008 - ND - Schwierige Prognosen

M-26-7Kuba bereitet sich auf Hurrikan-Saison vor - Von Leo Burghardt, Havanna

In Kuba ist einen knappen Monat vor Beginn der Hurrikan-Saison das Anti-Katastrophenmanöver »Meteoro« angelaufen. Mit dem Tropensturm »Alma«, der einen Fischer das Leben kostete, zog in den vergangenen Tagen bereits ein erster Vorbote über Nicaragua hinweg.

Abertausende Frauen und Männer der kubanischen Streitkräfte, der Zivilverteidigung, des Innenministeriums und der Komitees zur Verteidigung der Revolution sind wie schon in den Vorjahren mitunter Tag und Nacht auf den Beinen, um nicht unvorbereitet einem Ernstfall ausgesetzt zu sein. Minutiös und bis ins kleinste Detail werden die potenziellen Hilfskräfte trainiert. Mehr dazu (24 KB)

 

22. Mai 2008 - Pressekonferenz des kubanischen Ministers für Auswärtige Angelegenheiten Felipe Pérez Roque vor der inländischen und ausländischen Presse am 22. Mai 2008 im Außenministerium. - Die Pressekonferenz auf Deutsch (68 KB)

 

21. Mai 2008 - junge Welt - Von Timo Berger - Diplomatischer Terror

Am heutigen Mittwoch will der scheidende US-Präsident George W. Bush seine Solidarität mit Kuba erklären. Der Beistand wird aber nicht der Regierung in Havanna gelten, sondern selbsternannten Menschenrechtsgruppen auf der Insel. Bereits am Montag enthüllte die kubanische Staatsführung, wer sich nach Bushs Auffassung für »Menschenrechte« in dem Karibikstaat einsetzt. Benannt wurden mehrere US-finanzierte Organisationen, die von Kuba für Sabotageakte und Umsturzversuche auf der Insel verantwortlich gemacht werden.

Im Internationalen Pressezentrum des Außenministeriums in Havanna wurden Video- und Tonaufnahmen sowie E-Mail-Korrespondenzen präsentiert, die laut Einschätzung der Kubaner die Verbindungen zwischen »Menschenrechtsgruppen« auf der Insel und dem Terroristen Santiago Álvarez Fernández Magriñá in Miami aufzeigen. US-Diplomaten hätten bei dem Aufbau des Netzwerks offenbar eine Mittlerrolle gespielt.

Das vorgestellte Material sei »Teil einer laufenden Untersuchung«, erklärte Manuel Hevia Frasquieri, Leiter des Zentrums für Historische Forschungen der Staatssicherheit (Centro de Investigaciones Históricas de la Seguridad del Estado). Demnach haben US-Diplomaten unter Leitung des Chefs der US-Interessenvertretung auf Kuba (SINA), Michael Parmly, dabei geholfen, Gelder von rechtsgerichteten Aktivisten in Miami an ihnen nahestehende Gruppen auf der Insel zu transferieren. Mehr dazu (16 KB)

 

16. Mai 2008 - UZ - Zeitung der DKP - Es gibt keine Spaltung in Kubas Führung

Óscar Martínez sprach in Bonn mit Kubas Soli-Bewegung

Óscar Martínez, stellvertretender Leiter der Abteilung für Internationale Beziehungen des ZK der KP Kubas, stellte sich am 9. Mai in der Außenstelle der Botschaft der Republik Kuba den Fragen und Anregungen der Aktiven der Kuba-Solidaritätsgruppen.

Gut fünfzig Frauen und Männer aus vielen Teilen Deutschlands nahmen die Einladung durch den Leiter der Außenstelle, José Carlos Rodríguez, an. Anwesend war auch der Botschafter Kubas, Gerardo Peñalver. José Carlos Rodríguez verwies in seinen einleitenden Worten auf die Notwendigkeit einer Gegenöffentlichkeit hin, was die Kampagnen gegen die Blockade und die Befreiung der "Miami 5" angeht. Einiges sei getan worden, wie auch die Aktionen gegen die IGFM-Provokation am 18. April (siehe UZ vom 25.04.), aber weit mehr sei nötig.

Óscar Martínez, früher selbst Botschafter Kubas in Deutschlands, erklärte den sehr wichtigen historischen Moment, in dem sich Kuba nach dem Wechsel in der Führung befindet. Dabei machte er deutlich, dass es sich um eine Spaltungskampagne durch die US-Regierung handelt, wenn immer wieder auch von hiesigen Medien auf einen angeblichen Bruch oder Differenzen zwischen Fidel und Raúl Castro oder anderen Mitgliedern von Partei und Regierung hingewiesen werde. Mehr dazu (20 KB)

 

9. Mai 2008 - unsere zeit - Zeitung der DKP – Reformator Castro

Als hätte Raúl Castro 95 Thesen an die Kathedrale von Havanna genagelt, macht die bürgerliche Presse erstaunlicherweise einen "Reformkurs auf Kuba" aus. Dabei werden nicht mehr und nicht weniger als die jeweils für einen günstigen Moment vorgesehenen Maßnahmen durchgeführt.

Einer dieser Momente ist nun da: mehr als 2,1 Millionen Kubaner/innen bekommen ab Mai höhere Renten, wobei die unteren Gruppen bevorzugt werden. Die Mindestrente erhöht sich um 22 Prozent auf 200 Pesos, die mittleren Renten (bisher zwischen 202 und 360 Pesos) steigen um jeweils 40 Pesos, die Höchstrenten (zwischen 361 bis 399 Pesos) steigen auf einheitliche 400 Pesos. Außerdem wurden die Sozialhilfesätze um 25 auf 147 Pesos erhöht. Auch fast 10 000 Justizangestellte erhalten mehr Lohn. Der kubanische Staat ist damit einen erheblichen Schritt gegangen: die Gesamtkosten belaufen sich auf 837 Millionen Pesos jährlich. Dabei "plagen" Kuba Sorgen, die sonst nur Industriegesellschaften haben: durch die vorzügliche Gesundheitsversorgung liegt die Lebenserwartung bei 77 Jahren und ist weiter im Steigen begriffen.

"Wir müssen unser noch nicht perfektes, aber gerechtes Gesellschaftssystem weiter verbessern", sagte Raúl Castro beim 6. Plenum des Zentralkomitees der KP Kubas, das er stellvertretend für dessen Ersten Sekretär Fidel Castro leitete. Die Ankündigung, für die zweite Hälfte 2009 den 6. Parteitag der 1965 gegründeten PCC einzuberufen, führte bei den Nachrichtenagenturen in aller Welt darüber hinaus zu Spekulationen über "weitere Reformen". Bis dahin wird jede Lohn- oder Rentenerhöhung, obwohl es die natürlich seit jeher gibt, genauso wie eine einfache Verlängerung des Moratoriums für die Anwendung der Todesstrafe als "Castros neuer Kurs" gefeiert. Aber wenn so der Begriff "Reform" ungewollt seine ursprüngliche Positivbedeutung wiedererlangt und das oberflächliche und auflagenorientierte Geschreibe am Ende gar zu mehr Kenntnissen über Kubas sozialistisches Gesellschaftssystem führt, kann es ja nur nutzen. - Günter Pohl

 

09.05.2008 - Einladung zum Meinungsaustausch

Aus Anlass des Besuches von Genossen Oscar Martínez in der BRD, Stellvertretender Leiter der Abteilung für Internationale Beziehungen des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas (PCC), hat uns alle der Genosse José Carlos Rodríguez Ruiz, Gesandter Kubas und Leiter der Außenstelle Bonn der kubanischen Botschaft, herzlichst eingeladen zu einem Treffen zum Meinungsaustausch mit dem Genosse Oscar Martínez. Daran teilnehmen wird auch der Botschafter der Republik Kuba Gerardo Peñalver. Die Einladung der DKP-Kuba-AG dazu (20 KB). Die Einladung der kubanischen Botschaft dazu (20 KB)

 

Umwelt- und Nachhaltigkeitspolitik in Kuba (in Englisch)

Sustainable Development in Cuba: Overview and critical appraisal of policies

Dr. Edgar Göll - Berlin/Germany, April 2008 - Zum Bericht (Englisch 1,16 MB)

 

24.04.2008 - GRANMA INTERNACIONAL - Erklärung DES MINISTERIUMS FÜR AUSWÄRTIGE BEZIEHUNGEN

Cuba klagt die Regierung der USA an, konterrevolutionäre Provokationen zu erzeugen und zu fördern

Am vergangenen 22. April gab die Regierung der Vereinigten Staaten eine Presseerklärung heraus, die über ihre Interessenvertretung in Havanna verbreitet wurde und in der sie die sofortige und spontane Zurückweisung "beklagt", mit der am Vortag unsere Bevölkerung auf den Versuch einer begrenzten Anzahl von konterrevolutionären Elementen reagierte, in der Umgebung der Plaza de la Revolución eine plumpe und unverschämte Provokation zu starten.

In der Machart eines unwiderlegbaren Beweises für die Komplizenschaft der nordamerikanischen Regierung bei der Ermunterung der Subversion in unserem Land, beschuldigt die betreffende Verlautbarung die Regierung von Cuba der "gewaltsamen Vertreibung" einer Gruppe von Frauen, die den so genannten "Damen in Weiß" angehören und wiederholt gleichzeitig die Solidarität der US-Regierung mit den Söldnern, die im Dienst der imperialen Supermacht stehen. Mehr dazu (24 KB)

 

18.04.2008 Ein kurzer Bericht vom compañero Heinz-W. Hammer zur IGFM-Provokation in Bonn, vor der bonner Aussenstelle der kubanischen Botschaft. Der Bericht (38 KB)

 

12.03.2008 - jw - Das chinesische Modell ist kein Weg für Kuba

Ein Kongress von Wirtschaftswissenschaftlern diskutierte in Havanna über Alternativen zur neoliberalen Globalisierung. Ein Gespräch mit Elmar Altvater geführt mit Kerstin Sack, Havanna

Elmar Altvater ist emeritierter Professor für Politikwissenschaft. Er nahm vom 3. bis 7. März am internationalen Kongress »Globalisierung und Entwicklung« in Havanna teil, den 1 200 Wissenschaftler aus 55 Ländern besuchten. Darunter waren drei Nobelpreisträger.

Sie haben in Havanna am Kongress »Globalisierung und Entwicklung« teilgenommen. Welche Erkenntnisse haben Sie gewonnen?

Für mich war der atmosphärische Aspekt wichtig. In Europa stünden bei einem solchen Kongress neoliberale Positionen im Vordergrund, und das in einer relativ autistischen Sprache. Hier in Havanna hingegen fanden die Diskussionen sehr offen und in einer Sprache statt, die auch Nichtökonomen verstehen. Für mich war überraschend, dass schon beim Eröffnungsplenum Themen wie Nachhaltigkeit und Solidarität in der Ökonomie angesprochen wurden. Anders als in Europa waren die Beiträge nicht von Stichworten wie Effizienz, Wachstum und Konkurrenzfähigkeit bestimmt – vielmehr wurde betont, dass Lateinamerika eine solidarische Ökonomie braucht. Solche Begriffe erwartet unsereins eher bei einem Treffen von Nichtregierungsorganisationen, nicht aber bei einem Kongress von Wirtschaftswissenschaftlern. Das gesamte Interview (20 KB)

 

Am Freitag, den 29.02.2008 verstarb unser cubanischer Genosse Sergio Corrieri, Leiter des ICAP. Hier geht es zum Condolenzbrief - Der Brief in Spanisch, in Deutsch

 

03.03.2008 - ND - Nachhaltige Wirtschaft in Kuba

Studie: Akzeptable Entwicklung ohne großen ökologischen Fußabdruck - Von Knut Henkel

Ökologisches Wirtschaften ist alles andere als einfach. Das belegen vielfältige Beispiele aus aller Welt. Eine neue Studie in der Fachzeitschrift Ecological Economics kommt allerdings zu dem überraschenden Ergebnis, dass es einzig Kuba gelang, neben einem zufriedenstellenden Entwicklungs- auch ein vertretbares Umweltbelastungsniveau zu erreichen.

Im zentralen Busterminal für den Überlandverkehr an Havannas Platz der Revolution sind die Busfahrer mächtig stolz auf ihre neuen Gefährte der Marke Yutong. Weniger Benzin verbrauchen sie und bieten mehr Komfort, so der Tenor. Damit liegen die Busse voll im Trend. Der heißt Energiesparen, und dazu wird allerorten nicht erst seit 2005 gemahnt, als Fidel Castro die Energetische Revolution ausrief. Neue Busse, neue Loks und Haushaltsgeräte made in China sollen die Energiebilanz der Insel spürbar verbessern und sich so quasi selbst finanzieren. Ob das aufgeht, wissen nur die Regierungsmitglieder. Doch der Pro-Kopf-Konsum an Energie ist tatsächlich rückläufig und das hält Ecological Economics für zukunftsweisend. Der gesamte Artikel (24 KB)

 

Wirtschaftsblatt.at 28.02.2008 - Kubas Öldorado lockt USA

28.02.2008 | 19:20 | Hans Weitmayr (Wirtschaftsblatt)

Nach dem Rücktritt Fidel Castros könnten die USA trotz gegenteiliger Beteuerungen ein Ende des Handelsembargos überlegen. Grund: massive Ölvorkommen vor der kubanischen Küste.

Die berühmten Cohibas. Postrevolutionäre Slogans wie „No pasarán“. Oder warholeske Che Guevara T-Shirts. Alles Exportgüter, für die Kuba berühmt ist – für die sich die ehemalige Zuckerinsel jedoch - wenig kaufen kann. Vor allem kein Ende des im Jahr 1962 verhängten US-Handelsembargos, das durch enge Bündnisse mit der UdSSR und später mit Venezuela umgangen wurde.

Die Blockade ist die am längsten bestehende der Welt – daran hat auch der Rücktritt Fidel Castros von allen politischen Positionen nichts verändert. Dazu Washington: „Der einzige Unterschied ist, dass es mit Raúl Castro einen neuen Führer gibt.“

Dennoch: das Embargo könnte schneller fallen als derzeit angenommen wird. Und die Währung, mit der sich Havanna freikaufen könnte, heisst Erdöl. Im Norden Kubas, nur 80 Kilometer südlich der Florida Keys, verbergen sich laut US Geological Survey 4,6 bis 9,3 Milliarden Barrel Öl. Zum Vergleich: Erzfeind USA verfügt über erwiesene Ölreserven von etwas mehr als 20 Milliarden Barrel. Ausgewiesen wurden diese Ölfelder im Jahr 2006. Das Problem der US-Amerikaner: aufgrund ihres Embargos bleiben US-Firmen diese Öllagerstätten versagt. Der gesamte Artikel (16 KB)

 

25. Januar 2008 - DerStandard.at - Mumia Abu-Jamal - Der Aufstand der Schwachen

Fidel Castros Rückzug aus der aktiven Politik und die tiefen Wirkungen der kubanischen Revolution

Als sich das Presseamt des Weißen Hauses mit der Meldung an die Öffentlichkeit wandte, der kubanische Staatspräsident Fidel Castro habe erklärt, er werde sich für seine bisherigen Ämter nicht mehr zur Wahl stellen, brachen in Miami, Florida – auch »Klein Havanna« genannt – Freudenfeiern unter den Exilkubanern aus. Wie schon knapp zwei Jahre zuvor, als Commandante Fidels kritischer Gesundheitszustand bekannt wurde, hofften die Jubelnden auch jetzt, Castros Ende sei nah. Miami ist die heimliche Hauptstadt der militant-rechten Castro-Gegner in den USA, die seit fünfzig Jahren darauf hoffen, das sozialistische Gesellschaftssystem der Karibikinsel wieder beseitigen zu können.

Aber Fidels Position an der Spitze des revolutionären Kuba, die er fast fünf Jahrzehnte innehatte, hat bedeutsame Auswirkungen gehabt, die weit über die Insel hinausreichen und in Lateinamerika und weiten Teilen der Welt ihre Spuren hinterließen. Der gesamte Artikel (16 KB)

 

25. Januar 2008 14:53 DerStandard.at - Kuba müsste man sein

cubaKuba ist das einzige Land der Welt, das die Kriterien einer "nachhaltigen Entwicklung" erfüllt, während Österreich mit seinem "ökologischen Fußabdruck" weit hinterherhinkt - Von Daniel Hausknost

Eine kürzlich in der Fachzeitschrift Ecological Economics (Nr. 64/2008) erschienene Studie ergab, dass es in den vergangenen dreißig Jahren nur ein (zumal nicht westliches) Land geschafft hat, ein zufriedenstellendes Entwicklungsniveau mit einem vertretbaren Umweltbelastungsniveau ("ökologischer Fußabdruck") zu vereinen: Kuba! Grundlage der Studie mit dem Titel "Measuring Sustainable Development – Nation by Nation" war eine Gegenüberstellung von offiziellen Entwicklungsdaten der UNO – auf Basis des Human Development Index (HDI) – und eigenen Berechnungen zum "ökologischen Fußabdruck" des jeweiligen Landes. Der gesamte Artikel (36 KB)

 

Am Sonntag, den 20.01.2008 waren Parlamentswahlen in Kuba. Hier ein NRZ-Artikel (WAZ-Konzern) zum seltsamen Demokratieverständnis einiger Journalisten in unserem Lande dazu und ein Leserbrief dem ich mich anschliessen möchte. Der Artikel (128 KB); Der Leserbrief (16 KB)

 

Der deutsche Bundestag ist weiterhin eine Heimstätte der KALTEN KRIEGER, zumindest alles was Cuba betrifft

Debatte: Kuba in Berlin

junge Welt, 19. Januar 2008 - von Harald Neuber

Zweimal hat die Fraktion Die Linke Kuba in dieser Woche im Bundestag auf die Agenda gesetzt. In einer aktuellen Fragestunde am Mittwoch ging es dabei zunächst um den Prozeß gegen die »Cuban Five«. Die fünf Männer waren Ende der neunziger Jahre in den USA unter dem Vorwurf der Spionage inhaftiert worden.

Weil die »Arbeitsgruppe für willkürliche Inhaftierungen« der Vereinten Nationen im Mai 2005 die Festsetzung von Gerardo Hernández, Antonio Guerrero, Ramón Labañino, Fernando González und René González als »Verstoß gegen den Internationalen Pakt für Zivile und Politische Rechte« bezeichnet hatte, wandten sich die Linksparteiabgeordneten Monika Knoche, Wolfgang Gehrcke und Diether Dehm nun direkt an die Bundesregierung. Der gesamte Artikel (8 KB)

Die Bundestagsprotokolle dazu: BT-Protokoll Cuba-17-01-08 (45 KB); BT-Protokoll Cuba-17-01-08-Anlage Drucksache 16-5115 (60 KB); BT - Cuba-Drucksache 16-4715-Anwort BReg (92 KB); BT-Protokoll Cuba-17-01-08- Anlage Beschlußempfehlung-Drucksache 16-5675 (72 KB); M 5 Bundestag Fragestunde 16 01 08.pdf (24 KB)

 

19.01.2008 / Schwerpunkt / Seite 3 Junge Welt - Harald Neuber - Kuba hat die Wahl

Abstimmung über Nationalversammlung und 16 Provinzparlamente am Sonntag. Erkrankter Fidel Castro erneut nominiert

Besucher Kubas haben in den vergangenen Wochen und Monaten kaum etwas vom Wahlkampf in dem Karibikstaat mitbekommen. Obwohl an diesem Sonntag gut acht Millionen Wählerinnen und Wähler aufgefordert sind, die Abgeordneten von Nationalversammlung und 16 Provinzparlamenten zu bestimmen, ist von der Kampagne im Straßenbild kaum etwas zu sehen. Diese Unscheinbarkeit hat Prinzip. Denn während in den nahen USA die Akquise von millionenschweren Wahlkampffonds über den Machtwechsel zwischen zwei Parteien, Demokraten und Republikanern, entscheidet, ist Wahlwerbung in Kuba verboten. Lediglich A-4-Blätter sieht man bisweilen in den Fensterscheiben öffentlicher Gebäude. Darauf sind Paßbilder der Kandidaten zu sehen und ihre Biographien. Der gesamte Artikel (12 KB)

 

16.01.2008 - Süddeutsche Zeitung - Lula kündigt Castros Rückkehr an

Fidel Castro scheint sich wieder zu erholen - nach einem Treffen in Havanna sagte Brasiliens Präsident Lula da Silva, dieser sei bereit, "seine politische Rolle in Kuba und seine Rolle in der Geschichte wieder einzunehmen“.

Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat sich nach einem Treffen mit Fidel Castro positiv über den Gesundheitszustand des kubanischen Staatschefs geäußert. Fidel Castro sei bei klarem Verstand und bereit, "seine politische Rolle in Kuba und seine Rolle in der Geschichte wieder einzunehmen“. Mehr dazu (8 KB)

 

15.01.2008 - Lula zur Unterzeichnung mehrerer Abkommen in Havanna

Brasilien will Kuba bei Suche nach Ölvorkommen helfen

*Havanna* - Der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva ist zu seinem ersten Staatsbesuch in Kuba seit 2003 eingetroffen. Zunächst war ein Treffen mit dem kubanischen Parlamentspräsidenten Ricardo Alarcón und anschließend mit Übergangsstaatschef Raúl Castro vorgesehen. Während des Besuchs sollten mehrere Abkommen unterzeichnet werden, unter anderem in den Bereichen Öl, Handel, Gesundheit und Bildung. Vor seiner Reise nach Havanna hatte Lula erklärt, Brasilien wolle Kuba bei der Suche nach möglichen Ölvorkommen vor der Küste des Karibikstaates helfen. Mehr dazu (8 KB)

 

SEHR GEEHRTE DAMEN UND HERREN,

IM ANHANG ÜBERMITTELN WIR IHNEN DIE BOTSCHAFT VON GEN. FIDEL CASTRO  AN DIE NATIONALVERSAMMLUNG DER VOLKSMACHT KUBAS, VERÖFFENTLICHT IN DER TAGESZEITUNG GRANMA.

MIT FREUNDLICHEN GRÜSSEN,

BOTSCHAFT  VON KUBA      Die Botschaft von Fidel Castro (25 KB)

 

ERKLAERUNG DER BOTSCHAFT DER REPUBLIK KUBA

Berlin, den  26 November 2007

Am heutigen Tag wurde die Pressemitteilung: „Kuba: Journalist und Bürgerrechtler in akuter Lebensgefahr“ von der E-mail Adresse : prensa: botschaftkuba11@gmx.de  bekannt.

Die Mitteilung,  nutzte den Betrug und die Täuschung als Mittel, in dem sie den Namen einer Vertreterin  der kubanischen Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland als Unterzeichnerin  vorgab, um  die Aufmerksamkeit der Pressemedien und die Kontakte der diplomatischen Mission in Berlin  zu gewinnen. 

Die Botschaft der Republik Kuba in der Bundesrepublik Deutschland  verurteilt und verachtet   diese unehrliche  Haltung  und möchte auf diesem Weg alle Empfänger aufmerksam machen, dass die E-mail  Adresse botschaftkuba11@gmx.de, keine E-mail der  Presseabteilung der diplomatischen Mission Kubas ist.

Die Botschaft der Republik Kuba distanziert sich von dieser Mitteilung und der Verwendung des Namens einer leitenden Mitarbeiterin der Botschaft.

Die Botschaft der Republik Kuba benutzt diesen Anlass Sie erneut ihrer ausgezeichneten Hochachtung zu versichern.

Botschaft Kuba

 

Fidel Castro will in Altersteilzeit

Revolutionsführer kündigt Rückzug aus der aktiven Politik an. Nun wird er »Erfahrungen und Ideen« einbringen

18. Dezember 2007 - jw - Von Harald Neuber

Nach 47 Jahren nimmt Kubas Staats- und Regierungschef Fidel Castro offenbar Abschied von der aktiven Politik. Am Ende eines offenen Briefes, in dem es eigentlich um das Thema Klimaschutz ging, erklärte sich der 81jährige bereit zum Rückzug. Schon Ende Juli 2006 hatte der langjährige Revolutionsführer die Regierungsgeschäfte an seinen gesetzlichen Stellvertreter und Bruder Raúl Castro übergeben. In der Stellungnahme an die politische Diskussionssendung »Runder Tisch« schrieb Castro am Montag, es sei nicht seine Pflicht, sich »an Ämter zu klammern, und noch viel weniger möchte ich Jüngeren den Weg versperren«. Auch nach seinem Abschied aus der aktiven Politik würde er aber weiterhin bereitstehen, um »Erfahrungen und Ideen beizutragen, deren bescheidener Wert aus einer außerordentlichen Epoche stammt, in der ich gelebt habe. Der gesamte Artikel (10 KB)

 

Kundgebung

Solidarität mit Kuba!

Montag, 10.12.2007, 10:00 Uhr - vor dem Konsulat der Republik Kuba - Gotlandstr. 15, 10439 Berlin

Contras planen an diesem Tag eine antikubanische - Kundgebung vor der Botschaft der Republik Kuba.

Die Kuba-Solidaritätsbewegung ruft auf:

Verteidigt das sozialistische Kuba! - ¡No pasaran!

 

Fidel kandidiert wieder - Nominiert in Santiago de Cuba

Sonntag, 2. Dezember 2007

Der kubanische Präsident Fidel Castro wurde heute von der Bezirksversammlung der Volksmacht (Poder Popular) in Santiago de Cuba als Kandidat für die Wahlen zur Nationalversammlung aufgestellt, die am 20. Januar auf der roten Insel abgehalten werden. Die 309 Delegierten des Bezirksparlaments stimmten einstimmig der Nominierung des Comandante en Jefe im Distrikt 7 der Stadt zu, einem der bevölkerungsreichsten mit 67.000 Einwohnern.

Neben Fidel wurden Misael Enamorado, erster Sekretär der Kommunistischen Partei Cubas in der Provinz, und Gudelis Vinent, Vizedirektorin der Sozialarbeiterschule, nominiert. Weitere 50 Kandidatinnen und Kandidaten wurden für die Provinzversammlung und 22 Vertreter für die Nationalversammlung aufgestellt. In ganz Cuba wurden heute die Kandidaten für die Wahlen nominiert. Mit der Aufstellung Fidels enden Spekulationen darüber, ob der Comandante angesichts seiner Erkrankung noch einmal antreten würde.

Quelle: Prensa Latina / RedGlobe

 

BlokadeDie Blockade-Front gegen Kuba bröckelt weiter.

Abstimmungen in der UNO gegen die US-Blockade gegen Cuba von 1992 bis 2007 (Ausgangszahl 192 UNO- Mitgliedsländer). Die Tabelle dazu (120 KB)

 

An alle unsere Brüder, Gestern, 24. Oktober, hat Präsident  Bush eine neue ausführliche Aussage über Kuba gemacht. In Wirklichkeit was wieder das (ewig) Gleiche: der gleiche Hass, die gleiche  Arroganz und Präpotenz. (Er kündigt an) mehr Geld für seine Söldner hier in Kuba und für die kubanische Mafia in Miami. Neu ist vielleicht, dass er die neue Strategie gegenICAPüber Kuba  nicht als Stabilität, sondern als Freiheit b ez ei chnet. Er ist nicht klar, ob er sich darauf bezieht, dass wir  Kubaner einen friedlichen Übergang zur Freiheit beschreiten, wie sie sie verstehen, oder ob die nordamerikansichen Truppen uns diese Freiheit mit Waffengewalt bescheren. Auf jeden Fall ist diese Äusserung eine Drohung und rückt  die Möglichkeiten  eines Dialoges in weite Ferne.

Sie verstehen Kuba nach wie vor nicht. Sie sagen, wir seien schon in der Übergangsphase (zum Kapitalismus natürlich) und dieser Prozess sei nicht aufzuhalten.

Kuba ist ein Dampfkessel, das stimmt schon, ein Dampfkessel von Ideen, von  Analysen über unser Sozialprojekt, nicht um den Sozialismus zu demontieren, sondern ihn zu verbessern und zu stärken. Kuba erlebt heute eine massive Übung in  Demokratie und wahrer  Freiheit.

Hoffentlich begehen sie in ihrer Verzweiflung keine Wahnsinnstaten, denn dieses (unser) Volk ist für alles gerüstet, um  seine Unabhängigkeit zu bewahren. Unsere  Freunde, seid wachsam, denn verwundete Bestien  sind unberechenbar!

Kubanisches Institut der Völkerfreundschaft. Das Schreiben in PDF (12 KB))

 

Reuters, 26-09-07 - Kubanische Delegation verlässt wegen Bush UN-Versammlung

New York (Reuters) - Die kubanische UN-Delegation hat am Dienstag aus Protest gegen eine Rede von US-Präsident George W. Bush den Saal der UN-Vollversammlung verlassen.

Außenminister Felipe Perez Roque stand auf, nachdem Bush in einer Rede gesagt hatte, "die lange Herrschaft eines brutalen Diktators geht zu Ende". Damit bezog er sich offensichtlich auf die Erkrankung des kubanischen Staatschefs Fidel Castro. Die Vereinten Nationen müssten auf Meinungsfreiheit und freie Wahlen in Kuba bestehen, sagte Bush.

Die Vertretung der sozialistischen Karibikrepublik verurteilte Bushs Rede im New Yorker UN-Hauptquartier als "arrogant und niveaulos". Der Präsident sei verantwortlich für den Mord an mehr als 600.000 Zivilisten im Irak, habe die Folter von Gefangenen im US-Lager Guantanamo autorisiert und stehe hinter Entführungen auf Geheimflügen. "Er ist ein Krimineller und hat keine moralische Autorität oder Glaubwürdigkeit, über ein anderes Land zu urteilen", hieß es.

Nicaragua unterstützte Kuba. Präsident Daniel Ortega von den Sandinisten warf Bush vor, "völlig respektlos" über die Karibikrepublik gesprochen zu habe.

 

18. September 2007 - Kuba will sich bald endgültig von Windows "befreien"

Cuba-Pinguinvon nim für WinFuture.de (Windows Online Magazin) Der Inselstaat Kuba will sich im Rahmen seiner Bemühungen um Unabhängigkeit von westlichen Unternehmen schon seit langem von Microsoft und seinen Produkten "befreien". Nun stehen die Vorbereitungen für einen Wechsel auf das freie Betriebssystem Linux und andere Open-Source-Produkte offenbar vor dem Abschluss.

Laut Berichten örtlicher Medien hat man bereits über 3800 Techniker ausgebildet, die den Wechsel auf freie Software durchführen sollen. Die Techniker wurden innerhalb von viermonatigen Intensivkursen dafür geschult, Microsofts Windows durch Linux zu ersetzen.

Die Vorbereitungen begannen schon Ende 2005. Als Gründe für den Umstieg nennen die Behörden den Wunsch, die Abhängigkeit von Produkten von US-Unternehmen wie Microsoft zu beenden. Außerdem will man sich vor möglichen Patentansprüchen schützen. Zu den Vorteilen von Linux als Alternative zählt man unter anderem die Kompatibilität mit vorhandenen Systemen und die Immunität gegen die meisten Viren. Mehr dazu (28 KB)

 

01. September 2007 - Die Menschenrechtsfrage wird wichtigtuerisch instrumentalisiert

Die Linke zu Besuch in Havanna: Debatten um Sozialismus, Kubas Kritiker und die Perspektive einer internationalen Zusammenarbeit. Ein Gespräch mit Oskar Lafontaine. Das Interview (10 KB) - Reuters, 26-09-07

 

01. September 2007 - jw - Freiheit durch oder Freiheit trotz Sozialismus

Von Resolutionen und Reisen: Die Linke und ihr gespanntes Verhältnis zu Kuba - Von Harald Neuber

Als der EU-Abgeordnete André Brie vom Nachrichtenmagazin Der Spiegel Ende Juli zum Wesen einer »modernen Linken« befragt wurde, charakterisierte er sie als proeuropäisch und ökologisch. »Platte Rufe nach Systemüberwindung« stünden ihr schlecht an, auch dürfe sie Kuba nicht als »leuchtendes Beispiel« feiern. Letzteres hat Brie in der Tat nie getan. Als ultrarechte Abgeordnete der spanischen Volkspartei im vergangenen Jahr eine antikubanische Resolution verabschiedeten, gehörte er zu den Unterstützern. Brie lieferte damit den Beweis, daß sich die »moderne Linke« selbst rechts überholen kann. Mehr dazu  (6 KB)

 

05. August 2007 - Blick Online - Die internationale Sportmafia dopt nicht nur Reihenweise fast alle Teilnehmer der TOUR DE FRANCE und anderswo, denn das Sportgeschäft ist ein riesiges Werbegeschäft, wo Millionen € verschoben werben. Da werden auch schon mal Kubanische Spitzensportler auf mafiöse Art und Weise entführt. Mehr dazu im Blick Online - (Schweiz) (6 KB) - und eine Stellungnahme von Fidel Castro dazu. (8 KB)

 

30. Juli 2007 – j w - Von Deisy Francis Mexidor, Havanna - In Lauerstellung

Eine Fotoschau in Miami will Exilkubanern helfen, enteigneten Haus- und Grundbesitz in Havanna wiederzuerlangen

Die Fotoausstellung in Miami wäre eigentlich nur eine kleine Nachricht Wert gewesen. Seit Ende Mai werden in der Küstenstadt Aufnahmen der kubanischen Hauptstadt Havanna gezeigt, die von der US-Bundesbehörde für Luft- und Raumfahrt, der NASA, aufgenommen worden waren. Das »Miami Dade College« präsentiert Weltraumbilder, wie sie heute von jedem noch so entlegenen Winkel der Erde im Internet verfügbar sind. Politisch wurde die Schau erst durch eine Meldung der spanischen Nachrichtenagentur EFE. Unter Berufung auf die Kuratoren hieß es in dem Bericht, die Bilder sollten dem bevorstehenden »Wideraufbau von Havanna« dienen. Mehr dazu (38 KB)

 

25. Juli 2007 – jw - Von Julius Kaiser - Lafontaine reist nach Kuba

Der Partei- und Fraktionschef der Linken führt wahrscheinlich Anfang September politische Gespräche auf der Karibikinsel

Oskar Lafontaine wird aller Voraussicht nach Anfang September an der Spitze einer Linkspartei-Delegation zu offiziellen Gesprächen nach Kuba reisen. Der Partei- und Fraktionschef der Linken werde von den Bundestagsabgeordneten Klaus Ernst und Nele Hirsch begleitet, erfuhr junge Welt am Dienstag weiter aus Fraktionskreisen. Eine Mitarbeiterin Lafontaines bestätigte lediglich, er wolle auf Kuba mit einer kleinen Delegation noch in diesem Jahr »politische Gespräche« führen. Inhalte und Zeitpunkt seien allerdings noch nicht bekannt. Der gesamte Artikel (8 KB)

 

06. Juli 2007 – ND - Von Gerold Schmidt, Mexiko-Stadt - Mexiko und Kuba kommen sich näher

Parlamentariertreffen spart Konfliktthemen aus

Bei dem am Donnerstag in Havanna eröffneten 9. mexikanisch-kubanischen Parlamentariertreffen stehen die Signale auf beschleunigte Annäherung zwischen beiden Ländern.

Die frühere mexikanische Außenministerin ..... Mehr dazu

 

03. Juli 2007 - Erst hatte ich ja gedacht, ich hätte mich verlesen, aber beim wiederholten nachlesen, stellte ich fest, der Artikel stand wirklich so in der taz. Na ja, bei der Bevölkerungsstatistik haben sie sich verhauen, aber so ein Artikel hätte ich denen gar nicht zugetraut. - taz, die tageszeitung Kuba

Die glücklichen Kinder der Revolution

Es gibt eine Insel, deren Bewohner ohne Leistungsangst leben - und auf der die Zeitung wichtiger ist als das Fernsehen: Auf Kuba hat das Gute gesiegt. VON JOACHIM LOTTMANN - Der gesamte Artikel

 

28. Juni 2007 – WAZ - CIA gesteht politische Mordanschläge, in Zusammenarbeit mit der Mafia. Der USA - Staatsterrorismus lässt seine Fratze fallen.

CIA wollte Castro töten - Von Markus Günther

Washington. Die Aktensprache klingt nüchtern: "Ziel der Mission ist Fidel Castro. Wegen der besonderen Sensibilität weiß nur eine kleine Gruppe von diesem Projekt. Der Direktor ist informiert und hat zugestimmt." Hier erstatten Bürokraten Bericht. Doch hinter der Sprache des Vermerks verbirgt sich ein Mordkomplott. Castro sollte vergiftet werden - im Auftrag des US-Geheimdienstes CIA. Mehr dazu

 

unsere Zeit - Zeitung der DKP - 17. Febuar 2006 - Kuba hilft Bolivien

Anhaltende Regenfälle im Norden und Osten des Landes haben in Bolivien zu Dutzenden Toten und Zehntausenden Obdachlosen geführt. Auf Bitte von Präsident Morales hat Kuba drei Kontingente von insgesamt 140 Ärzten der Hilfsbrigade "Henry Reeve" geschickt.

Zum Start einer 30-monatigen Alphabetisierungskampagne hat Kuba außerdem 26 Spezialisten entsandt, die 33 000 Ortskräfte in ihrem von der UNESCO als vorbildlich bezeichneten Programm "Yo, s puedo" (Ja, ich kann es) ausbilden sollen.

30. September 2005 - Lernen von Kuba

Zwei Arten, mit Katastrophen umzugehen -Am Beispiel der Hurrikans "Dennis" und "Katrina".

Im Jahre 2005 wurde Cuba und der Südosten der USA wie alle Jahre wieder von verheerenden Wirbelstürmen heimgesucht. Doch gab es gravierende Unterschiede bei der Bewältigung der Katastrophen in beiden Ländern. Mehr dazu (28 KB)