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Mafia in Weiss

Seine Niere - Deine Niere - aber nur gegen Bakschisch für Herrn Professor

27.11.2012 – jw - Operation Cash-flow

Operation Cash-flow-kSachsen-Anhalt: Sechs Ärzte werfen Altmark-Klinikum Gardelegen medizinisch unnötige Eingriffe vor. Krankenkassen erstatten Anzeige, die Staatsanwaltschaft ermittelt

Von Susan Bonath - Im Gardelegener Klinikum hat ein leitender Arzt 62 Patienten offenbar ohne medizinische Indikation operiert, um Umsatz und Gewinn zu steigern und dabei auch in die eigene Tasche zu wirtschaften. Aufgedeckt hatte dies Anfang November das ARD-Magazin »Fakt«. Jetzt haben mehrere Krankenkassen, darunter die Barmer/GEK und die AOK, Anzeige erstattet, wie die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Stendal, Birte Iliev, am Montag junge Welt informierte. Die Kassen berufen sich dabei auf eine Liste mit den Namen der Operierten. »Wir ermitteln wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung nunmehr gegen einen leitenden Mediziner im Wirbelsäulenzentrum (Anm. d. Red.: Dr. Michail T.)«, sagte Iliev.

Im März dieses Jahres war ein 64jähriger Patient, der über Rückenschmerzen geklagt hatte, nach einem vermutlich unnötigen Eingriff verstorben. Daraufhin hatten sich sechs Ärzte mit einem Brief an Klinikleiter Matthias Hahn und den Aufsichtsrat gewandt (liegt jW vor). Dessen Vorsitzender ist Landrat Michael Ziche. Die Ärzte meldeten in ihrem Schreiben »erhebliche Bedenken an der Rechtmäßigkeit« bei den aufgeführten 62 Wirbelsäulenoperationen an. Mehr dazu (24 KB)

 

12.07.2012 – IDW - Studie: Arbeitsverdichtung auf der Intensivstation kann schwerwiegende Folgen haben

Prof. Dr. Michael Isfort – Öffentlichkeitsarbeit - Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung e.V.

Zwischenfälle wären bei besserer Personalausstattung vermeidbar

Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (dip) hat heute die Ergebnisse des Pflege-Thermometers 2012 vorgestellt. Insgesamt wurden im Rahmen der Studie 535 Leitungskräfte von Intensivstationen zur Personalausstattung, Patientenversorgung, Patientensicherheit und zum Aufgabenbereich der Intensivpflege in ganz Deutschland befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass dort, wo ein besonderer Pflegepersonalmangel besteht, die Risiken für die Patienten auch besonders hoch sind. Sichtbar wird aber auch, dass es inzwischen üblich ist, dass Pflege und Medizin in der Intensivtherapie auf Augenhöhe arbeiten und wichtige Entscheidungen gemeinsam treffen. Die Studie wurde von der B. Braun-Stiftung gefördert.

Projektleiter Prof. Michael Isfort vom dip brachte die Untersuchungsergebnisse hinsichtlich der Patientensicherheit auf folgenden Punkt: „Wir waren schon überrascht, wie häufig kritische Zwischenfälle beschrieben worden sind. Das Ausmaß ist erschreckend. Wir haben flächendeckend Probleme identifiziert, die vermeidbar erscheinen. Dazu aber müssten die Empfehlungen der Fachgesellschaften zur Ausstattung mit Fachpersonal und technischem Gerät konsequent umgesetzt werden“. Mehr dazu (32 KB)

 

25.06.2012 – kommunisten.de - Damp/Helios: Willkommen im Kellergewölbe des Kapitalismus

Willkommen im Kellergewoelbe des Kapitalismus-kSchock bei den 1.000 Mitarbeitern der Damp/Helios-Kliniken in Norddeutschland. Einen Tag nach ihrem Streik haben die Küchen-, Reinigungs- und Servicekräfte am Freitag ihre Kündigung erhalten. Im Tarifkonflikt mit dem norddeutschen Klinikkonzern Damp versucht der Arbeitgeber nun, mit offensichtlich rechtswidrigen Kündigungen, den Streik der Beschäftigten zu unterlaufen. Rund 1.000 Beschäftigte der Zentralen Service-Gesellschaft (ZSG) der zum Krankenhauskonzern Helios gehörenden Damp AG erhielten Freitag völlig überraschend die Kündigung.

In den laufenden Tarifverhandlungen für die rund 5.600 Beschäftigten der Damp AG, die über Helios Teil des börsennotierten Gesundheitskonzerns Fresenius ist, war ver.di dem Arbeitgeber in der letzten Runde am vorigen Mittwoch deutlich entgegengekommen. Die Arbeitgeber wollen allerdings insbesondere den Beschäftigten der Rehakliniken und der Servicegesellschaft die üblichen tariflichen Standards bei Entgelt und Jahressonderzahlung sowie bei der Eingruppierung der Fachpflege vorenthalten. Vor diesem Hintergrund hatten sich in einer Urabstimmung mehr als 86 Prozent der Damp-Beschäftigten für einen unbefristeten Streik ausgesprochen und hatten mit den Arbeitskampfmaßnahmen begonnen. Daraufhin hatte die Damp-Gruppe die Verträge mit der ZSG gekündigt, die dann wiederum ihren Beschäftigten kündigten.  Der Geschäftsführer der ZSG hatte die Kündigungen Freitagmorgen in einem Schreiben an die Betriebsräte damit begründet, dass die ZSG durch die Streiks nicht mehr in der Lage sei, „ihre vertraglich vereinbarten Leistungen zu erbringen“.

„Die Begründung ist an den Haaren herbeigezogen“, so Oliver Dilcher, Verhandlungsführer der Gewerkschaft ver.di. Zum einen gebe es mit Damp seit langem für Arbeitskämpfe eine Notdienstvereinbarung mit einer Ankündigungsfrist von 48 Stunden, wodurch die Akut- und Notfallversorgung jederzeit sichergestellt sei. „Mit offenkundig unwahren Aussagen sollen die Beschäftigten der Service-Gesellschaft dazu gedrängt werden, auf ihr grundgesetzlich garantiertes Streikrecht zu verzichten. Das ist skandalös, inakzeptabel und wird weder von den Kolleginnen und Kollegen, noch von ver.di hingenommen“, betonte Dilcher. „Die Kündigungen zielen ausschließlich darauf, von den Beschäftigten einen Streikverzicht zu erpressen.“ Und er fährt in einem Interview in den "Kieler Nachrichten" vom 23.6.12 fort: "Sie erwischen einen geschockten Gewerkschaftssekretär. So eine schändliche Reaktion habe ich in über 20 Jahren Gewerkschaftsarbeit nicht erlebt“. Mehr dazu (288 KB)

 

09.06.2012 – jw - »Das kommt hier in Essen gar nicht gut an«

Das kommt hier in Essen gar nicht gut an-kIm Alfried-Krupp-Krankenhaus wurden mal eben 36 Küchen-Beschäftigte »freigestellt«. Ein Gespräch mit Tobias Michel

Interview: Ralf Wurzbacher - Tobias Michel ist ver.di-Betriebsrat im Alfried-Krupp-Krankenhaus in Essen, ein gemeinnütziges Unternehmen im Besitz einer privaten Stiftung

Vergangene Woche wurde das 36köpfige Küchenteam des Kruppschen Krankenhauses Rüttenscheid in Essen schlagartig von der Arbeit freigestellt – die Weiterbeschäftigung an anderer Stelle ist fraglich. Seither liefert ein Caterer für den Konzern. Wie begründet die Geschäftsführung das Vorgehen?

Den Küchenbetrieb auszulagern war augenscheinlich von langer Hand geplant. Belegschaft und Betriebsrat wurden davon aber mit keinem Sterbenswörtchen informiert. Das Personal traf die Maßnahme aus dem Nichts heraus. Den Leuten wurde verkündet: Ihr werdet nicht mehr gebraucht, ihr könnt gehen, basta. Nicht minder schockierend ist, wie die Manager ihr Vorgehen rechtfertigen: Hätte man die Beteiligten vorab entsprechend den Regularien der Betriebsverfassung über die Pläne zur – zumindest befristeten – Stillegung der Küche informiert, wäre mit Gegenaktionen des Betriebsrats zu rechnen gewesen. Das hätte die Versorgung von 600 Patienten gefährdet. Deshalb habe man alles streng geheim eingefädelt.

Der Vorwurf lautet also, die Beschäftigten hätten sich wehren können. Wäre es denn so gekommen? Mehr dazu (80 KB)

 

30.09.2011 – WAZ - Star-Chirurg: Der tiefe Fall des Prof. Dr. Broelsch

Der tiefe Fall des Prof Dr Broelsch-kVon Stefan Wette - Essen. Vom Gott in Weiß in die Unterwelt deutscher Gefängnisse: Professor Dr. med. Dr. hc. mult. Broelsch wird bald in Bielefeld-Senne vor dem Tor der Justizvollzugsanstalt stehen und den Weg in seine Zelle antreten. Der einst gefeierte Essener Chef-Chirurg erlebte einen steilen Abstieg.

Viereinhalb Jahre – so lange dauerte für Christoph Broelsch, den ehemals renommierten Chef-Chirurgen des Essener Universitätsklinikums, der Abstieg vom Olymp der Halbgötter in Weiß in die Unterwelt deutscher Gefängnisse. Voraussichtlich am Mittwoch, 19. Oktober, wird der in Düsseldorf wohnende Professor Dr. med. Dr. hc. mult. in Bielefeld-Senne mit seiner persönlichen Habe vor dem Tor der Justizvollzugsanstalt stehen und den Weg in seine Zelle antreten.

Was für ein Abstieg. „Leber-Papst“ wurde er genannt. Rühmte sich, Leibarzt und Skatbruder des damaligen Bundespräsidenten und NRW-Ministerpräsidenten Johannes Rau (SPD) gewesen zu sein. Und als die Staatsanwaltschaft im Sommer 2007 gegen ihn ermittelte und er wenige Monate später vom Dienst in Essen suspendiert wurde, setzte sich sogar der damalige Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) bei NRW-Hochschulminister Andreas Pinkwart (FDP) „aus einer jahrelangen Bekanntschaft“ für den Mediziner als „eine überaus integre, überragende medizinische Kapazität“ ein.

Doch als das Landgericht Essen Broelsch am 12. März 2010 wegen Bestechlichkeit, Steuerhinterziehung, Nötigung und Betruges zu drei Jahren Haft verurteilte, brach die Fassade des ehrenwerten Spitzenmediziners zusammen. Von Raffgier zeugten seine Taten: Lebensbedrohlich erkrankten Patienten verlangte der Sohn eines evangelischen Pfarrers, der immer wieder seine christlichen Grundsätze betonte, bis zu 7500 Euro „Spenden“ ab, wenn er sie persönlich operieren sollte. „Bar und in kleinen Scheinen“ sollten sie zahlen – diesen Ausspruch des Arztes erwähnte sogar der Bundesgerichtshof (BGH) in einer Pressemitteilung über das Verfahren.

Anklage auf Karl-May-Niveau - Vollmundig und arrogant hatte der Mediziner zum Prozessauftakt der Staatsanwaltschaft eine Anklage „auf Karl-May-Niveau“ attestiert. Zum Schluss sprach der Essener Richter Wolfgang Schmidt im Urteil von einem „absolut unerträglichen Verhalten“ des Arztes, und der BGH machte ein Jahr später den Deckel zu: rechtskräftig.

Jetzt sein Abstieg: Operieren darf er nicht mehr, nicht einmal mehr einen Patienten wegen Bauchschmerzen behandeln. „Der Herr hat keine Approbation mehr“, teilt die Sprecherin der Bezirksregierung auf Anfrage dieser Zeitung mit. Weitere Auskünfte gibt sie nicht. Da die Behörde aber erst wenige Wochen zuvor ein Verfahren eingeleitet hatte, um Broelsch die ärztliche Zulassung zu entziehen, dürfte er die Approbation selbst zurückgegeben haben. Mehr dazu (108 KB)

 

22.07.2011 – WAZ - Revision: Ex-Starchirurg Broelsch muss ins Gefängnis

Von Stefan Wette - Essen. Der ehemalige Starchirurg am Essener Klinikum Christoph Broelsch muss ins Gefängnis. Der Bundesgerichtshof verwarf die Revision des 66-Jährigen gegen ein Urteil des Landgerichts Essen.

Christoph Broelsch, der ehemalige Star-Chirurg und „Leberpapst“ am Essener Universitätsklinikum, muss für drei Jahre ins Gefängnis. Der Bundesgerichtshof verwarf in dieser Woche die Revision des 66 Jahre alten Düsseldorfer Mediziners gegen ein Urteil des Essener Landgerichtes. In Kürze wird er seine Strafe verbüßen müssen.

Als „Zumutung“ und „diskreditierend“ hatte Broelsch zum Prozessauftakt im September 2009 die Anklage von Staatsanwalt Hans-Joachim Koch zurückgewiesen und ihr „das Niveau von Karl-May-Geschichten“ bescheinigt. Aber offenbar hatte sie ziemlich genau das menschenverachtende Geschäftsgebaren des früher angesehenen Hochschulprofessors aufgelistet.

Im März 2010 in Essen verurteilt - Todkranken Krebspatienten hatte er eine kurzfristige und lebensrettende Operation durch ihn persönlich versprochen, wenn sie bis zu 20.000 Euro auf ein Spendenkonto einzahlten, auf das er Zugriff hatte. Mit lockeren Sprüchen nahm er Geld der verzweifelten Patienten an („Bar und in kleinen Scheinen!“). Die Ermittlungen der „EK Klinik“ unter dem Kripobeamten Ralf Steffen brachten außerdem ans Licht, dass der Chefarzt Operationen persönlich abrechnete, obwohl er gar nicht am OP-Tisch stand. Viele der Gelder versteuerte er auch nicht.

Als die XXI. Essener Strafkammer ihn im März 2010 zu drei Jahren Haft wegen Bestechlichkeit, Betruges und Steuerhinterziehung verurteilte, wirkte Broelsch schon kleinlauter. Richter Wolfgang Schmidt machte klar, was die Kammer von den finanziellen Begierden des Mediziners hielt: „Er wusste genau, dass die Bevorzugung von Patienten gegen Geld strafbar ist.“

Anwälte hatten Freispruch gefordert - 15 Monate später hält jetzt auch der Bundesgerichtshof wenig von Milde für den Ex-Star-Chirurgen. Er verwarf die Revision seiner Anwälte, die für den Großteil der Anklagepunkte Freispruch gefordert hatten. Wenn Christoph Broelsch die Strafe antreten wird, muss er zunächst in die Justizvollzugsanstalt Hagen. Nach drei Monaten wird dann entschieden, für welchen Strafvollzug er geeignet ist.

Vermutlich wird der zuvor nicht vorbestrafte Pensionär seine Strafe danach im offenen Vollzug, vermutlich in Castrop-Rauxel oder in Bielefeld absitzen dürfen. Das heißt, dass er tagsüber das Gefängnis verlassen darf. Die Nacht muss er aber dort verbringen. Auch keine schöne Perspektive für einen 66-Jährigen, der sich eigentlich als „Leberpapst“ hätte feiern können. Der Artikel als PDF (36 KB)-  Mehrere Artikel zu diesem Fall stehen auf noch auf dieser Seite

 

18.02.2011 – jw - Privatisierung gestoppt

Privatisierung gestopptBundesverfassungsgericht sieht Verstoß gegen Beschäftigtenrechte bei Verkauf von Universitätskliniken in Hessen. Land kündigt Neuregelung an

Von Ralf Wurzbacher - Die Linkspartei in Hessen nennt das Urteil eine »Ohrfeige für Schwarz-Gelb«. Tatsächlich dürfte die jüngste Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Privatisierung der Unikliniken Gießen und Marburg der hessischen Landesregierung einige Kopfschmerzen bereiten. Die Karlsruher Richter hatten am Mittwoch entschieden, daß bei der Veräußerung der beiden Krankenhäuser im Jahr 2006 gegen das Grundgesetz verstoßen wurde, weil die Beschäftigten kein Widerspruchsrecht beim Übergang ihres Arbeitsverhältnisses hätten geltend machen können. Der Landesregierung von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) trugen die Verfassungswächter auf, bis 31. Dezember 2011 eine Neuregelung zu finden.

Das Land werde das Urteil prüfen und das rechtliche Problem bis zum Jahresende lösen, kündigte Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) am Donnerstag an. Zugleich sagte sie, das Gericht habe die Privatisierung nicht also solche in Frage gestellt. Gleichwohl könnte die Entscheidung es der Politik künftig erheblich erschweren, öffentliches Eigentum zu verhökern. Mehr dazu (20 KB)

 

16.12.2010 - german-foreign-policy - Teil des Westens geworden: Organhandel im Kosovo

PRISTINA/BERLIN (Eigener Bericht) - Zum wiederholten Male werden schwerste Vorwürfe gegen das von Berlin unterstützte Sezessionsregime im Kosovo laut. Wie der Sonderberichterstatter der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, Dick Marty, in einer soeben veröffentlichten Untersuchung schreibt, ist der gegenwärtige Premierminister des Kosovo, Hashim Thaçi, nicht nur seit über zehn Jahren an führender Stelle in den Schmuggel von Waffen und Rauschgift involviert. Thaçi steht laut Marty darüber hinaus im Verdacht, am Handel mit menschlichen Organen beteiligt zu sein. Zu den Empfängern der Organe sollen auch Deutsche gehört haben. Als Verdächtiger wird zudem der Arzt Shaip Muja benannt, ein enger Berater von Thaçi. Beide waren bereits im Frühjahr 1999 gemeinsam in der Führung der UÇK-Miliz aktiv, als diese während des NATO-Überfalls auf Jugoslawien als Bodentruppe des westlichen Kriegsbündnisses operierte. Martys Bericht wirft nicht nur ein grelles Licht auf die inzwischen mehr als elfjährige Protektoratsherrschaft des Westens über das Kosovo, bei der Berlin eine zentrale Stellung innehat. Peinlich für die Bundesregierung ist auch, dass der Sonderberichterstatter sich auf ausführliche Quellen stützen kann, die ihr schon seit Jahren bekannt sind, ohne dass Konsequenzen gezogen worden wären – detaillierte Berichte der deutschen Auslandsspionage. Mehr dazu (44 KB)

 

16.11.2010 – WAZ - Leiharbeit : Das Ende der Billiglöhne am Klinikum in Essen

Klinikum-leiharbeit-kVon Peter Szymaniak - Essen. Auf Druck des NRW-Arbeitsministers Guntram Schneider hin hat sich die Leitung des Universitätsklinikums in Essen beim Thema billiger Leiharbeit bewegt. Ab sofort soll keine Kraft mehr zu Dumpinglöhnen arbeiten.

Wenn am heutigen Mittwoch NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider (SPD) die Personalversammlung des Uniklinikums besucht, dann bringt er frohe Kunde mit: Auch auf seinen Druck hin hat sich die Leitung des Universitätsklinikums nach jahrelangem Festhalten an billiger Leiharbeit bewegt - und will ab sofort keine Kraft mehr über die eigene Leiharbeitsagentur PSG zu Dumpinglöhnen beschäftigen.

Prof. Eckhard Nagel, Vorstandschef und Ärztlicher Direktor des Uniklinikums, begründete diese Entscheidung am gestrigen Dienstag damit, dass am Ende die Leiharbeits-Maßnahme der Uniklinik mehr Probleme machte als sie an Gewinn einbrachte. „Diese Regelung war zwar legal, hat aber zu Spannungen innerhalb unseres Betriebes geführt und war auch nicht dem Image der Uniklinik als attraktiver Arbeitgeber förderlich“, sagte Nagel.

„Unanständiger Arbeitgeber“

Schneider hatte die Klinik indirekt im Wahlkampf „unanständiger Arbeitgeber“ genannt und ihr als Arbeitsminister vorgeworfen, die Absicht des Leiharbeiter-Gesetzes zu missbrauchen, indem sie Stammbelegschaften systematisch ersetze. Mehr dazu (48 KB) - Ein Video vom WDR dazu: “Uniklinikum Essen - Leiharbeit am Ende”

 

22.07.2010 – jw - Grüne Lifestyle-Eugenik

Anfang Juli fällte der Bundesgerichtshof ein Urteil zur Präimplantationsdiagnostik. Es stürzt vor allem die Grünen in ein Dilemma

Von Uwe-Jürgen Ness - Ende der 90er Jahre gab es hierzulande erste Debatten darüber, daß Embryonen bei der künstlichen Befruchtung in Großbritannien auf Genmutationen untersucht wurden. Vor der Implantation in die Gebärmutter wurden sie u.a. auf FAP gescreent, eine Darmkrebsart, an der die Träger erst im Erwachsenenalter erkranken und für die es vermittels Früherkennung und Operation gute Heilungschancen gibt. In Deutschland wurde diese Präimplantationsdiagnostik (PID) damals fast unisono abgelehnt. Aber es gab bereits Frauen und Reproduktionsmediziner wie Klaus Diedrich, die klar die Absicht äußerten, die Methode anwenden zu wollen. Sie sei durch das 1990 verabschiedete Embryonenschutzgesetz (ESchG) verboten, beschwichtigte die rot-grüne Regierung. Das Gesundheitsministerium plane zudem ein Fortpflanzungsmedizingesetz, welches die PID ausschließen werde. Irgendwie war die Koalition sieben lange Jahre offenbar zu sehr mit Kriegführen und Sozialabbau beschäftigt. Es kam jedenfalls nicht zu einem Fortpflanzungsmedizingesetz, sondern nur zu einer Novelle des EschG, das allerdings die PID bis heute nicht ausdrücklich verbietet, was die Rechtslage eindeutig klären würde. Mehr dazu (80 KB)

 

15.07.2010 – Süddeutsche - München: Klinik-Skandal Schimmel am Duschvorhang - Hygienemängel in Schwabing

Schimmel am Duschvorhang-kVon S. Handel u. D. Hutter - Nach Bogenhausen und Neuperlach gerät nun ein weiteres Münchner Krankenhaus in den Strudel des Hygiene-Skandals. In Schwabing war ausgerechnet die Kinderonkologie betroffen.

Bogenhausen, Neuperlach - das waren bislang die "Tatorte", wenn es um Hygienemängel am Städtischen Klinikum ging. Doch nun sind Vorwürfe gegen das Krankenhaus Schwabing aufgetaucht: Bei einer Überprüfung durch das Gesundheitsreferat (RGU) wurden zahlreiche Mängel in der kinderonkologischen Station festgestellt. Das geht aus dem Prüfbericht des RGU hervor, der der Süddeutschen Zeitung vorliegt.

Zweimal, am 23. Oktober und am 17.Dezember 2009, inspizierten die Prüfer des RGU die Station, nachdem sich die Mutter eines Patienten über die hygienischen Verhältnisse dort beschwert hatte. In der Kinderonkologie werden Krebserkrankte behandelt - ihre Erkrankung geht oft einher mit einer so genannten Immunsupression, das heißt: Ihr Immunsystem ist extrem geschwächt. Deshalb ist Hygiene und Keimfreiheit außerordentlich wichtig. Mehr dazu (140 KB)

 

13.07.2010 - Fraktion DIE LINKE NRW: Keine Schlecker-Methoden am Uni-Klinikum Essen!

Baerbel Beuermann-kBärbel Beuermann - Die Fraktion DIE LINKE will im NRW-Landtag einen Beschluss gegen das Lohndumping am Uni-Klinikum Essen.

Am Uni-Klinikum Essen werden Beschäftigte in zahlreichen für den Betrieb des Klinikums unverzichtbaren Bereichen, wie der Sterilisation, dem Transport- und Fahrdienst, dem Wach- und Pfortendienst nicht zu den Tarifen des öffentlichen Dienstes, sondern über die hauseigene Leiharbeitstochter PSG als Zeitarbeiterinnen und Zeitarbeiter zu Dumpinglöhnen von 7,15 Euro eingestellt. Sie bleiben ohne Zugang zur betrieblichen Altersvorsorge, haben einen Urlaubsanspruch von nur 24 Tagen und sind verpflichtet, 70 Überstunden ohne Bezahlung für ein Arbeitszeitkonto vorzuleisten. Mehr dazu (72 KB)

 

09.07.2010 – Süddeutsche - Klinik-Skandal in München: Saubere Skalpelle dringend gesucht

Saubere Skalpelle dringend gesuchtVon Agnes Fazekas und Dominik Hutter - "Blutprodukte und Knochenreste": In der Münchner Klinik Bogenhausen weiß niemand, wann wieder operiert werden darf - die Patienten wirken gefasst.

Ein bisschen gewundert haben sie sich schon, die beiden Diabetes-Patienten in ihren Bademänteln: Am Freitagmorgen gab es keine Gratis-Zeitung im Bogenhausener Klinikum. Dabei liegen sonst jeden Tag die Ausgaben der Abendzeitung in den Krankenhausfluren aus. Das Boulevard-Blatt hatte am Freitag groß getitelt mit dem "Hygiene-Skandal an Münchner Kliniken", darunter Bogenhausen. Wegen unzureichender Sterilisierung der OP-Bestecke werden derzeit nur Notfälle behandelt, die nicht in andere Krankenhäuser verlegt werden können. Den zwei Diabetikern ist das mittags noch vollkommen neu. "Uns betrifft das ja nicht", sagt der eine. "Aber ich kann mir vorstellen, dass sich manche jetzt große Sorgen machen. Man weiß ja nichts Genaues."

Der Mini-Markt im Klinikum führt viele Zeitungen, aber diese eine sei ihr heute aus den Händen gerissen worden, berichtet die Verkäuferin. Patienten, die sie auf die Schlagzeile ansprechen, sagt sie: "Ich bin doch nicht die Presse oder die Klinikleitung." Auch der Mann an der Information gibt keine Auskunft und verweist nur auf das "Patienten-Telefon", falls man sich Sorgen mache. Mehr dazu (104 KB)

 

01.07.2010 – FR – Medikamentenversuche - Tod nach Arzneitest

Tod nach Arzneitest-kDer weltgrößte Pharmakonzern Pfizer muss wegen Medikamententests mit Kindern in Nigeria vor ein US-Gericht. Pfizer soll die Versuche ohne Zustimmung der Eltern durchgeführt haben.

Von Marie-Sophie Adeoso - Nigerianische Familien, die den weltgrößten Pharmakonzern Pfizer wegen illegaler Medikamententests an ihren Kindern vor Gericht bringen wollen, haben einen Erfolg errungen. Der Oberste Gerichtshof der USA lehnte am Dienstag (Ortszeit) einen Einspruch des US-Pharmariesen ab, der einen Prozess verhindern sollte. Damit bleibt das Urteil eines New Yorker Berufungsgerichts in Kraft, das den Nigerianern eine Klage unter dem sogenannten Alien Tort Statute ermöglicht. Das Gesetz erlaubt Ausländern, Verstöße gegen das Völkerrecht vor US-Gerichten zu verhandeln.

Die Vorwürfe gegen Pfizer wiegen schwer. Wie die Washington Post im Jahr 2000 erstmals berichtete, soll der Pharmakonzern 1996 während einer Meningitis-Epidemie illegale Medikamententests an nigerianischen Kindern durchgeführt haben. 200 Kinder im nordnigerianischen Bundesstaat Kano bekamen das umstrittene Pfizer-Antibiotikum Trovan oder ein Vergleichsmedikament verabreicht. Laut der Anklageschrift starben elf Kinder in der Folge des Medikamententests, zahlreiche weitere trugen bleibende Behinderungen wie Hirnschäden oder Lähmungen davon, erblindeten oder verloren ihr Gehör. Mehr dazu (32 KB)

26.05.2010 – jw - Vorstoß sorgt für Unmut

Vorstoss sorgt fuer Unmut-kVer.di startet Aktionen gegen geplante Privatisierung des Uniklinikums Schleswig-Holstein. CDU-FDP-Regierung beruft sich auf »Schuldenbremse«

Von Mirko Knoche - Mehrere hundert Beschäftigte und Studenten des Uniklinikums Schleswig-Holstein haben am Dienstag nachmittag in Lübeck gegen die befürchtete Privatisierung des größten Krankenhauses im hohen Norden der Republik demonstriert. Die Angestellten trafen sich vor der Klinik, während die Studierenden eine Vollversammlung im Audimax abhielten. Gemeinsam zogen sie dann in die Innenstadt. Am heutigen Mittwoch wollen sich die Kollegen des Kieler Standortes vor dem Gebäude der Chirurgie zu einer Protestkundgebung versammeln.

Die Angestellten und Studenten befürchten, daß die schwarz-gelbe Landesregierung bei der heutigen Vorstellung ihres Sparpakets den Verkauf des Universitätsklinikums ankündigen könnte. Die Uniklinik Schleswig-Holstein (UK S-H) ist mit über 10000 Beschäftigten der größte Arbeitgeber in Deutschlands nördlichstem Bundesland und gleichzeitig der einzige dort verbliebene Maximalversorger – also ein Krankenhaus, das alle medizinischen Disziplinen unter einem Dach vereint. Mehr dazu (20 KB)

19.04.2010 – jw - Operationen und Therapien nach Kassenlage

Verbandschef beklagt wirtschaftlichen Druck auf Ärzte in den Krankenhäusern

Deutsche Chirurgen haben gravierende Mißstände bei der Behandlung von Krankenhauspatienten angeprangert. Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie, Reiner Gradinger, sprach in einem Interview mit dem Focus von unnötigen Operationen, die nur aus Kostengründen durchgeführt würden. Dagegen werde auf notwendige Therapien verzichtet, weil sie zu teuer seien, meldete das Nachrichtenmagazin am Sonntag vorab aus dem Gespräch mit dem Verbandschef. »Wir leiden unter einer zunehmenden Kommerzialisierung der Medizin: Das heißt, es werden unnötige Eingriffe vorgenommen, weil sie Kliniken oder auch Praxen Geld bringen«, wird Gradinger zitiert. Krankenhäuser und Praxen verkämen »zum Marktplatz, wenn wir das so weiter laufenlassen«, kritisierte der ärztliche Direktor des Klinikums rechts der Isar in München. So würden beispielsweise bei Patienten mit Rückenschmerzen gewinnbringende, aber wissenschaftlich nicht fundierte Therapien angewandt. Gleichzeitig werde etwa bei Hüftprothesen für ältere Patienten gespart. Mehr dazu (16 KB)

 

Am Puls April-2010-k15.04.2010 -  Ver.di - Am Puls - Sie ist wieder da

Klinikum Essen. Nach sehr langer Zeit ist die erste Ausgabe von unserer gewerkschaftlichen Betriebszeitung "Am Puls" fertig. Die schon länger am Klinikum beschäftigten kennen sie sicher noch von früher.

Bitte helft mit sie im Klinikum in euren Bereichen zu verteilen. Und wer Lust, Anregungen, Kritiken usw. hat, darf sich gerne melden und auch bei der nächsten Ausgabe mitarbeiten. Zur Ausgabe des 1. Am Puls 2010 (180 KB)

 

Zur Zwei-Klassen-Medizin sollte ganz klar gesagt werden: Diese 1. Klasse sollte dann auch Ihre Infrastruktur selbst bezahlen, einschließlich Ärzteausbildung, Geräteanschaffung, Krankenhausbau und deren Unterhaltung. Wer diese Sachen quasi von uns der Masse in Anspruch nimmt, sollte nicht durch die Zahlungen von ein paar Äppel und Eier, die WIR uns nicht mehr leisten können, in den Genuss von Sonderleistungen kommen, während wir alle seine Grundlasten tragen. Dann schon 1. Klasse für ALLE von HartzIV bis Ackermann. Wo Milliarden Euros vergeudet werden um Banken künstlich am Leben zu erhalten, sollten Euros genug da sein, um uns alle erstklassig Gesund zuhalten.

08.03.2010 – WAZ – Was Erste-Klasse-Patienten von ihrem Krankenhaus erwarten können

DREI_BETTZIMMER-kVon Martin Tochtrop - Essen. Etliche Krankenhäuser werden mehr und mehr zum Luxus-Hotel. Denn seit einem BGH-Urteil muss sich die Qualität für Erste-Klasse-Patienten deutlich sichtbar von denen der Normalpatienten unterscheiden. Und so erinnert manch ein Krankenzimmer ans Hotel - mit Schreibtisch, Internetanschluss und Minibar.

Margret Lengeling ist nervös. Morgen wird sie am Knie operiert. Der übliche Horror vor dem Krankenhaus. Doch die 78-Jährige hat vorgesorgt, jahrelang. Ihre Zusatzversicherung bezahlt das luxuriöse Einzelzimmer im Herner St. Anna-Hospital, großzügig mit Echtholzparkett ausgestattet, mit einem noblen Badezimmer, dezenter Beleuchtung und einem Balkon auf der Sonnenseite.

Das angenehme Ambiente hat Margret Lengeling sich etwas kosten lassen. Es schrumpft ihre Krankenhausallergie auf ein erträgliches Maß. Geschätzte zwölf Prozent aller Patienten buchen laut Krankenhausgesellschaft NRW die erste Klasse. Kranken-Stationen wie im St. Anna in Herne, in denen Granit statt schnöder Tapete an den Flurwänden klebt, liegen im Trend, seitdem ein Urteil des erste-klasse-kBundesgerichtshofes im Jahr 2000 ein deutlich besseres Angebot für Wahlleistungspatienten vorschreibt. In Herne lassen sich sogar rund 20 Prozent der Kunden mit Luxus verwöhnen.

Ganze Trakte sind fein herausgeputzt

Kritiker bemängeln, dass die Richter den Weg für eine Zweiklassengesellschaft in Krankenhäusern geebnet hätten. Befürworter sagen: Die Zweiklassengesellschaft gibt es sowieso, warum sollte sie vor den Krankenhauspforten halt machen? Mehr dazu (120 KB)

 

23.02.2010 – RP – Krefeld: Streit um Klinik-Patienten

VON ANDREAS REINERS UND MARTIN RÖSE

Krefeld (RP) Wirbt das Helios-Klinikum mit unlauteren Methoden um Patienten aus dem Umland? Das werfen drei Viersener Krankenhaus-Chefs dem privaten Klinik-Betreiber vor. Stein des Anstoßes ist die neue Chest-Pain-Unit.

Alle niedergelassenen Ärzte im Kreis Viersen haben einen Brief mit identischem Inhalt bekommen. Der Inhalt ist brisant: Sie werden in dem anderthalbseitigen Schreiben, das unserer Zeitung vorliegt, vor "unlauterer Werbung des Helios-Klinikums Krefeld" gewarnt. Absender des Briefes sind Chefärzte von drei Krankenhäusern aus dem Kreis Viersen.

Stein des Anstoßes ist die vor drei Wochen eröffnete Chest-Pain-Unit (CPU) am Helios-Klinikum. Dabei handelt es sich um ein regionales Infarkt-Netzwerk, das unverzügliche Hilfe bei unklarem Brustschmerz bietet. Patienten sollten sich bei solchen Schmerzen am besten gar nicht erst zum Hausarzt begeben, sondern direkt die CPU in Krefeld ansteuern, erklärten die Mediziner bei einer Pressekonferenz Ende vergangenen Monats. In einem Zeitungsinterview riet einer der Krefelder Ärzte auch Patienten außerhalb Krefelds, auf eine Einlieferung in das neue Zentrum im Helios-Krankenhaus Krefeld zu dringen. Mehr dazu (68 KB)

23.02.2010 – WAZ - Andrea Kleemann - Gesundheit : Laumann kritisiert Uniklinikum

Essen-Klinikum-kAls großes Problem“ sieht Karl-Josef Laumann, NRW-Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales, die vom Universitätsklinikum Essen (UK) eingesetzte Personalservice GmbH . „Hier werden dauerhaft Stammarbeitsplätze ersetzt“, so der Minister nach einem Gespräch mit dem Personalrat des UK.

Gemäß dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz sei das Verfahren der Klinik zwar rechtens. „Aber Zeitarbeit sollte dafür da sein, Spitzen von Arbeitsbelastung und -aufkommen auszugleichen“, so Laumann. NRW-weit sei das UK das einzige Universitätsklinikum, das Mitarbeiter zu niedrigeren Tarifen in einer hauseigenen Tochterfirma beschäftige. Mehr dazu (104 KB)

 

22.02.2010 – WAZ – von Stefan Wette - Prozess : Staatsanwalt fordert Haft für Broelsch

Essen. Vier Jahre Haft und gleichzeitig drei Jahren Berufsverbot fordert die Staatsanwaltschaft für den ehemaligen Essener Chirurgen Chrisstoph Broelsch. Ankläger Hans-Joachim Koch bescheinigte ihm fehlende Einsicht und eine "Abzocker"-Mentalität.

Koch begann das vermutlich den gesamten Tag dauernde Plädoyer mit der "Spendenpraxis" des Mediziners. Lebensgefährlich erkrankte Patienten, die in Broelsch den "letzten Strohhalm" gesehen hätten, seien für eine schnelle Operation "erpresst" worden, eine Spende in Höhe von rund 7500 Euro zu zahlen. Weigerten sie sich, hätte ihnen ein um Monate aufgeschobener Termin gedroht. Diese Aufforderung hätten die Patienten als Erpressung angesehen, sagte Koch. Sie hätten sich "ihr Leben erkaufen müssen". Mehr dazu (88 KB)

 

11.02.2010 – WAZ - Prozesse : OP-Protokolle mit Variationen

IOp-protokolle-km Prozess gegen den ehemaligen Essener Starchirurgen Christoph Broelsch (65) ist für ihn kein Durchbruch in Sicht. Auch die indirekt auf Anträge seiner Verteidiger geladenen Zeugen stärken seinen Standpunkt nicht.

Was wieder einmal deutlich wird, dürfte sich für ihn eher negativ auswirken: Die OP-Protokolle seiner Abteilung, auf denen die Teilnahme der Mediziner an einem chirurgischen Eingriff vermerkt wurden, sind das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben wurden. Variationen über Variationen. Nur keine Klarheit, ob Professor Broelsch wirklich selbst anwesend war. wenn er drin stand.

Der auch wegen Abrechnungsbetruges angeklagte Mediziner erinnert oft an seine Rechtsauffassung,  eine persönliche Anwesenheit sei gar nicht notwendig, um eine OP als Chefarzt abzurechnen. Dieser Standpunkt ist wichtig bei einer Betrugstat, weil zur Verurteilung der Vorsatz gehört. Hat Broelsch sich im Verbotsirrtum befunden, wäre er freizusprechen. Aber wenn er wirklich den Gedanken hatte, rechtmäßig zu handeln - warum taucht dann sein Name in Protokollen auf, auch wenn er in fernen Ländern weilte?

Gleichzeitig in Essen und New York

Eine Frage, die sich für Staatsanwältin Angelika Matthiesen vor sechs Jahren nicht klären ließ. Sie hatte gegen Broelsch wegen Abrechnungsbetrugs ermittelt und das Verfahren aus Mangel an Beweisen eingestellt. Die OP-Protokolle waren ihr aufgefallen. Gleichzeitig in Essen am OP-Tisch und in New York, das ging nicht. Allerdings hatte sie sich damit zufriedengegeben, dass Broelsch durch einen „diensthabenden Operateur“ vertreten wurde. Sonst hat sie wenig Erinnerung. Mehr dazu (104 KB)

 

07.02.2009 – FR-online.de - Pharmakritiker Sawicki - (Interview: Wolfgang Wagner, Jutta Maier)

sawicki-kDas Rezept der Profiteure

Betrügen, bestechen, Studien unterschlagen: Der geschasste Pharmakritiker Peter Sawicki spricht im FR-Interview über seine Erfahrungen mit einer mächtigen Lobby, die Gründe seiner Ablösung und das Versagen der Unternehmen.

Professor Sawicki, Ihr Vertrag als oberster Arzneiprüfer wird gegen Ihren eigenen Wunsch nicht verlängert. Sind Sie ein Opfer der Pharma-Mafia?

Ich bin kein Opfer. Ich hätte gerne weiter gemacht. Wenn bestimmte Politiker meinen, dass die Position anders besetzt werden soll, um mehr Akzeptanz auch bei der Industrie zu erreichen, dann ist das ihr gutes Recht.

Ihnen wurden fehlerhafte Abrechnungen von Dienstwagen und Spesen vorgeworfen. Haben Sie sich angreifbar gemacht?

Wenn man einen Hund schlagen will, findet man immer einen Stock. Hätte es diesen Stock nicht gegeben, hätte es einen anderen gegeben. Es ist der Solidargemeinschaft durch mein Verhalten kein Schaden entstanden.

Die Gründe sind vorgeschoben?

Das meiste stimmt nicht, was in den Zeitungen steht. Ich darf nur nicht über Interna reden, weil dies mein Vertrag so vorsieht.

Welche Erfahrungen haben sie mit der Pharmaindustrie gemacht?

Für die Unternehmen ist es in Deutschland paradiesisch: Alle Präparate werden sofort nach der Zulassung verordnet - zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung zu dem Preis, den die Industrie festlegt. Unser Institut ist nun für die Industrie eine Hürde im unkontrollierten Zugang zum Markt, weil wir den Nutzen neuer Arzneimittel bewerten. Die Pharmafirmen wollen dieses Institut nicht, schon gar nicht so, wie es unter meiner Leitung ausgerichtet ist. Es ist ihnen im Weg. Mehr dazu (108 KB)

Wir sind angekommen – Klassenkampf im Krankenhaus

Die hohen Grundkosten des Gesundheitswesens tragen wir, die Sozialversicherten (die 2. Klasse). Die gut Betuchten (1. Klasse) begleichen, dann aus Ihrer Portokasse ihr Wohlfühl-Krankenhaus. Dies passt so schön zum immer größer werdenden Billig-Lohn-Sektor für das Personal.

15.01.2010 - WAZ – Gesundheit: Kliniken bieten Luxus wie im 5-Sterne-Hotel

Essen. Die Krankenhäuser rüsten im knallharten Wettbewerb um gut betuchte Patienten auf: Viele Essener Kliniken stellen nun Komfort-Zimmer bereit - 5-Sterne-Hotelambiente für Kranke, die es sich leisten können.

„Darf’s noch ein Saft mehr sein?“, fragt die Service-Kraft, auf dem Flachbildschirm läuft die neueste Hollywood-Komödie, eine Menü-Karte offeriert neun besondere Speisen, die Bettlaken werden täglich gewechselt, im Bad stehen teure Kosmetika und hängen flauschige Handtücher — mit aufwendigen Einzel- oder Zweibett-Zimmern im 5-Sterne-Hotelstil und Sonderdienstleistungen rüsten Essens Krankenhäuser im Wettbewerb um gut betuchte Kunden auf.

„Immer mehr Leute sind gerne bereit, sich zusätzlichen Komfort im Krankenhaus einzukaufen“, beschreibt Thomas Kipp von den Katholischen Kliniken Nord-West den Trend, sich in der Klinik verwöhnen zu lassen. „Wenn ich schon krank bin, dann gönne ich mir etwas Besonderes, denken zunehmend mehr Leute“, fasst Annette Ehrke-Schön die Erfahrungen des Krupp-Krankenhauses zusammen. Mehr dazu (92 KB)

 

14.01.2010 – DERWESTEN – von Christina Wandt - Leiharbeit :

Schlecker-Verhältnisse am Essener Uniklinikum?

Essen. Der Vorwurf wiegt schwer: Das Uniklinikum Essen arbeite mit Methoden wie die Drogeriemarkt-Kette Schlecker, kritisiert Verdi-Chef Frank Bsirske. Schlecker soll Tausende Mitarbeiterinnen entlassen haben, um sie als Leiharbeiterinnen weiter zu beschäftigen — mit erheblichen Lohneinbußen.

Nach heftiger Kritik hat Schlecker angekündigt, keine neuen Verträge mit der Leiharbeitsfirma mehr abzuschließen. Vorgänge wie bei Schlecker gebe es auch in anderen Branchen, sagte Verdi-Chef Frank Bsirske der Agentur Reuters und nannte als Beispiel die Uniklinik. In der vom Klinikum gegründeten Leiharbeitsfirma lägen die Verdienste zwischen 200 und 400 Euro unter dem Tariflohn, Weihnachts- und Urlaubsgeld gebe es dort sowenig wie eine betriebliche Altersvorsorge.

Offiziell ist die Personalservice GmbH (PSG) im Jahr 2005 zur „Sicherung von Beschäftigung und Qualität” gegründet worden, tatsächlich ist die Schlechterstellung ihrer Beschäftigten gewollt. „Nur so können wir mit einem gedeckelten Budget wirtschaftlich arbeiten und die Qualität unserer Arbeit sicherstellen”, erklärte der ärztliche Direktor des Uniklinikums, Gerald Holtmann, als die WAZ im August 2009 über das Thema berichtete. Techniker, Labor- und Reinigungskräfte werde man künftig grundsätzlich über die PSG beschäftigen. Mehr dazu (340 KB)

 

28.12.2009 – jw - Reibach mit »Schweinegrippe«

Die Pharmaindustrie hat die Krankheit »katastrophenmäßig aufgebauscht«

Transparency International hat wegen der Schweinegrippe-Impfung schwere Vorwürfe gegen die Pharmaindustrie erhoben. Die Krankheit sei »katastrophenmäßig aufgebauscht« worden und habe sich als »Papiertiger entpuppt«, sagte Anke Martiny, Vorstandsmitglied der Antikorruptionsorganisation der Nachrichtenagentur APD. Mehr dazu (72 KB)

20.11.2009 – Tagesspiegel.de - Pharmafirma muss Vioxx-Akten offenlegen

Vioxx-Akten-kDer US-Pharmakonzern Merck & Co. hat im Fall Vioxx in Deutschland eine juristische Niederlage erlitten. In Berlin klagt ein Mann, dessen Frau nach Einnahme des Medikaments verstorben war. Sein Anwalt spricht von Durchbruch.

Berlin - Das Oberlandesgericht Brandenburg hat die deutsche Merck-Tochter MSD Sharp & Dohme verpflichtet, alle internen Unterlagen über Nebenwirkungen des Schmerzmittels herauszugeben. Das teilte eine Gerichtssprecherin mit.

Kläger war ein Berliner Witwer, dessen Ehefrau 2004 an einem Herzinfarkt gestorben war, nachdem sie viereinhalb Jahre lang Vioxx eingenommen hatte. Im selben Jahr hat Merck den Vertrieb von Vioxx gestoppt. Der Witwer vermutet indes, dass Merck schon lange vorher Hinweise auf ein erhöhtes Risiko durch Vioxx hatte.

Der Berliner Anwalt des Klägers, Jörg Heynemann, spricht von einem Durchbruch auch für die anderen anhängigen Klagen gegen MSD. Deren Zahl schätzt er in Deutschland auf 200 bis 250. Darunter befänden sich auch einige Krankenkassen, die sich das Geld für Nachfolgebehandlungen zurückholen wollen. Der Streitwert aller Prozesse liege insgesamt unter zehn Millionen Euro. Mehr dazu (32 KB)

 

13.11.2009 – UZ – von Hans-Peter Brenner - Mit Bangen und Zittern

Gewiss, es ist den fast 47 Millionen nicht krankenversicherten US-Bürgern nur zu gönnen, dass das knappe Abstimmungsergebnis von 220:215 im Repräsentantenhaus für die Einführung der von Barack Obama mit Nachdruck vertretenen staatlichen Krankenversicherung Bestand hat. Es ist in ihrem Sinne, zu hoffen, dass der Gesetzentwurf nicht an der nächsten Hürde, dem Senat, scheitern wird. Es geht sicherlich auch um viel Prestige für die Demokratische Partei und ihre Regierung, deren Lack schneller abgeblättert ist, als viele Obama-Skeptiker wohl gedacht haben. Es geht aber vor allem um die Gesundheit vieler Millionen Angehöriger der Arbeiterklasse. Mehr dazu (16 KB)

 

13.11.2009 – WAZ – von Stefan Wette – Gerne auch Bares

gerne gegen baresBargeld in Umschlägen, Patientengelder ohne Rechnung. Der Broelsch-Prozess vor dem Landgericht Essen offenbart neue Einblicke in die Buchhaltung einer deutschen Klinik-Abteilung.

Überall hätte man es erwartet. Aber nicht an einem Universitätsklinikum mit seinen vielen Landesbeamten. Doch im Broelsch-Prozess vor der XXI. Wirtschaftsstrafkammer geht es um 30 000 Euro Bargeld unbekannter Herkunft und um 100 000 Euro auf einem Sparkassenkonto, die niemand so recht behalten will. Nur Universitaetsklinikum-keines ist sicher: Es handelt sich zum Großteil um Patientengelder.

Unüberschaubar ist das Finanzgeflecht, das Professor Christoph Broelsch (65) als Chefarzt an der Hufelandstraße in Holsterhausen aufbaute. Im internationalen Wettbewerb habe er die Uniklinik positionieren wollen, erzählt er, und dafür warb der als „Leberpapst” gerühmte Chirurg ausländische Patienten vor allem aus dem Nahen Osten an.

Vorkasse erbeten

Eine schwierige Klientel muss das sein, denn nach geglückter Operation zurück in der Heimat soll die Zahlungsbereitschaft wenig ausgeprägt sein. Broelsch schuf ein System, das Abhilfe versprach: Eine Mitarbeiterin war Anlaufstelle für die Ausländer. Sie bat um Vorkasse. 216 zahlten auf ein Sparkassenkonto ein, im Schnitt um die 100 000 Euro. Gerne auch Bares. Rechnungen gab es aber nur über 50 Einzahlungen, so dass die Kontobewegungen nicht leicht nachzuvollziehen sind. Mehr dazu (48 KB)

 

06.11.2006 - Mexikanische Gedanken zur Schweinegrippe

Pandemie der Profitg(e)ier - Quelle: Mexikanische Tageszeitung "La Jornada"

Auf der Erde sterben jedes Jahr 2 Mio. Menschen an der Malaria, die  ganz einfach durch ein Moskitonetz geschützt werden könnten. Und den Nachrichten ist es keine Zeile wert.

Auf der Erde sterben jedes Jahr 2 Mio. Mädchen und Jungen an  Durchfallerkrankungen, die mit einer isotonischen Salzlösung im Wert  von ca. 25 Cent behandelt werden könnten. Und den Nachrichten ist es keine Zeile wert.

 Die Masern, Lungenentzündungen und andere, mit relativ preiswerten  Impfstoffen heilbare Krankheiten rufen jedes Jahr bei fast 10 Mio. Menschen den Tod hervor. Und den Nachrichten ist es keine Zeile wert.

Aber als vor einigen Jahren die famose "Vogelgrippe" ausbrach, überfluteten uns die globalen Informationssysteme mit Nachrichten. Menge an Tinte wurden verbraucht und beängstigende Alarmsignale  ausgegeben. Mehr dazu (14 KB)

Ein offener Brief zur Schweinegrippe-Impfung

Offener Brief des Internisten Dr. med. Jürgen Seefeldt / Paderborn, gegen die Ärztin Dr. Stöcker vom Paul-Ehrlich-Institut in Langen. Der Brief (20 KB)

 

16.10.2009 – UZ – Charité im Fadenkreuz

Debatte um die Berliner Krankenhauslandschaft neu entbrannt

Vorstand und Aufsichtsrat der Charité haben Anfang Juni als Ersatz für das "alte" Bettenhochhaus einen Klinikneubau in Berlin-Mitte beschlossen - am Standort Mitte auf dem Klinik-Gelände gegenüber dem Bettenhochhaus. Kosten: 347 Millionen Euro.

Der Senat will aber nur 330 Millionen für die gesamte Charité lockermachen - seitdem ist die Debatte um diese Klinik und die Berliner Krankenhauslandschaft insgesamt neu entbrannt.

Finanzsenator Nussbaum vermisst ein Gesamtkonzept ebenso wie Vorschläge für Einsparungen und Standortschließungen. Wissenschaftssenator Zöller (SPD) hingegen ist für den Neubau. Die in Berlin mitregierende Linkspartei ist offenbar gespalten. Das Geld für einen Neubau könnte letztlich fehlen.

"Einsparungen" allerdings würde es vorwiegend auf Kosten des Personals geben, was immer noch einen großen Teil des Gesamtetats ausmacht. Dieser Aspekt kommt in der gegenwärtigen Diskussion um weitere Privatisierungen, Standorte und Investitionen jedoch nicht vor. Im Mittelpunkt stehen stattdessen Wirtschaftlichkeit, Finanzen und wissenschaftlicher Ruf. Es blieb bisher lediglich ver.di vorbehalten, eine zukunftsfähige Versorgung zu fordern sowie ein Konzept, das Forschung und Lehre integriert. Mehr dazu (20 KB)

 

25.09.2009 – WAZ - Stefan Wette – Medizinerprozess – Broelsch hat "Spenden" nicht immer Broelsch-2009-kversteuert

Essen. Am zweiten Tag im Prozess gegen den Essener Starchirurgen Christoph Broelsch sind dessen Spendensammel-Methoden in den Mittelpunkt gerückt. Broelsch räumte ein, Gelder nicht immer versteuert zu haben. Zudem war er, trotz zugesicherter Chefarzt-Behandlung, bei manchen OPs nur kurz anwesend.

Zumutung, Karl-May-Geschichten, tendenziöse Ermittlungen: Zum Prozessauftakt hatten der Essener Starchirurg Christoph Broelsch und seine Verteidigung mit Kritik an der Polizei nicht gespart. Am Freitag wehrte sich Ralf Steffen, Leiter der „EK Klinik”, dagegen: „Wir konnten das nicht glauben und wurden bei den Ermittlungen überrollt. Es ging immer nur ums Geld. Unglaublich.” Tatsächlich ergibt sich am zweiten Prozesstag vor dem Landgericht Essen das Bild eines Mediziners, für den Geld im Patientengespräch keine Nebenrolle spielte. Am Uniklinikum vorbei kassierte er Geld von Kassenpatienten. Mehr dazu (48 KB) Lesenswert dazu ist auch der WAZ-Artikel vom 21.09.2009. Starchirurg Broelsch: "Anklage ist eine Zumutung" Mehr dazu (52 KB)

 

10. Juli 2009 - Mir stellt sich die Frage, im nachfolgenden Fall, ob hier jemand REINGEWASCHEN werden soll!  WAZ - von Kai Süselbeck - Der Fall Broelsch und die Folgen

Fast zwei Jahre nach der Suspendierung von Prof. Christoph Broelsch, dem Top-Transplantationschirurgen, werden die Vorwürfe gegen ihn vor der Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichtes verhandelt werden. Unabhängig von der rechtlichen Bewertung sehen sich Patienten als die Opfer des Verfahrens.

 Ihre bittere Klage: Menschen sterben nicht nur in Essen, weil kein Mediziner mehr das von Broelsch wesentlich mit entwickelte Verfahren der Leber-Lebendspende anwenden kann - oder will. Mehr dazu (28 KB)

 

12. Januar 2009 - Die Monopolisierung und Privatisierung der Krankenhäuser

Zur Beschlussfassung im Bundestag bzgl. Krankenhausfinanzierung - Fachzeitschrift - 1/2009 Das Krankenhaus (108 KB) 

 

Dezember - 2008 - Die Mafia in Bremen

Informationen der DKP-Bremen aus dem Gesundheitswesen (844 KB)

 

22. Dezember 2008 - Die Monopolisierung und Privatisierung im Gesundheitswesen

Gesundheitswirtschaft: Klinik-Konzerne größte Arbeitgeber. Privatisiert und Monopolisiert werden die Beschäftigten krank und die Kranken abgezockt. Eine Pressemitteilung des RWI (16 KB). Ein Beitrag in der Zeitschrift Die Gesundheitswirtschaft. - Ausgabe - Dezember 2008-Januar 2009 (5,5 MB)

 

17. November 2008 - Krankenhausfinanzierungsreformgesetz - KHRG

Stellungsnahme von Ver.di dazu (400 KB)

 

Oktober 2008 - Ver.di - Kampagne-Deckel-muss-weg

Präsentation (2,92 MB)

 

Arbeitsplatzkiller vom Essener Uni-Klinikum ist auch in Berlin berühmt berüchtigt

Mehr über ihn, den “Sparcula” aus Essen und unsere Mafia vom Uni-Klinikum im Berliner “Schrittmacher” (716 KB) auf Seite 4.

 

Polit-Thriller im Essener Uni-Klinikum (dritter Teil)

DER SPIEGEL (5/2008) - 28.01.2008

MEDI Z I N E R

Billigkräfte am Skalpell?

Vorige Woche durchsuchten Fahnder erneut die Essener Uni-Klinik.

Dort sollen Ärzte ohne Berufserlaubnis operieren. Und wieder scheint der Star-Transplanteur Christoph Broelsch beteiligt.

Die Fachleute der Bezirksregierung in Düsseldorf sind allerhand gewohnt, wenn sie die Zulassung ausländischer Mediziner überprüfen. Sie schlagen sich mit unleserlichen Dokumenten in vielen Sprachen herum, sie erleben freche Bestechungsversuche und enttarnen plump gefälschte Zeugnisse. Der gesamte Artikel (24 KB) und ein Video der “AK” des WDR dazu:

http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/aks.xml?datum=2008-01-24&offset=84&autoPlay=true

 

Uni-Studie: Kassenpatient wartet länger auf Organe

WAZ - Im Westen, 14.12.2007, Von Martin Tochtrop

Privatpatienten werden bevorzugt

Essen. Kassenpatienten ziehen bei der Transplantation von Organen gegenüber Privatpatienten den Kürzeren. Zu diesem Schluss kommt eine Kölner Studie. Das Institut für Gesundheitsökonomie der Universität Köln hat die Berichte aller 46 deutschen Transplantationenzentren untersucht.  Mehr dazu (10 KB)

 

Leid, verpackt in Umzugskisten

wazStaatsanwaltschaft und Polizei durchsuchten Wohnung und Büro des Essener Chefarztes Christoph Broelsch. Die Fahnder ermitteln seit Monaten, weil der Chirurg gegen Spenden bevorzugt operiert haben soll

Essen. Sie kamen morgens in der Früh und sie kamen in Mannschaftsstärke. Nicht weniger als drei Staatsanwälte und 64 Polizisten waren gestern beteiligt, als im Skandal um die angebliche Erpressung von Krebspatienten im Essener Universitätsklinikum ein neues Kapitel aufgeschlagen wurde. Hausdurchsuchung beim renommierten Chefarzt Prof. Christoph Broelsch. Die Ermittler verließen dessen Wohnung in Düsseldorf und sein Klinikbüro mit zig Umzugskartons voller Akten, sicherten noch bis in den Nachmittag hinein elektronische Patientenkarteien.

Schon seit Monaten beschäftigen die Vorwürfe gegen den auch - Mehr dazu (24 KB)

 

Essener Polit-Thriller beschäftigt nun auch den Landtag von NRW!!!

Operation nur gegen Spende? Landtag beschäftigt sich mit Vorkommnissen am Uniklinikum Essen

Landtag intern, 38. Jahrgang, Ausgabe 7 vom 13.06.2007, S. 13

Der Sitzungssaal im Düsseldorfer Landtag platzte buchstäblich aus allen Nähten, als es im Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales (Vorsitz Günter Garbrecht, SPD) um die Vorkommnisse am Universitätsklinikum Essen ging. Mitte Mai war der Vorwurf an die Öffentlichkeit gedrungen, der Leiter des Transplantationszentrums Professor Christoph Broelsch habe von einer kranken Kassenpatientin als "Gegenleistung" für eine vorgezogenen Operationstermin eine Spende in Höhe von 5.000 Euro auf ein Klinikkonto verlangt. Die Staatsanwaltschaft Essen hat daraufhin ein Ermittlungsverfahren gegen den Arzt eingeleitet. Die Abgeordneten sahen jedoch weiteren Klärungsbedarf: Handelt es sich tatsächlich nur um einen Einzelfall?

Zum derzeitigen Erkenntnisstand im Essener Fall führte Innovations - Staatssekretär Dr. Michael Stückradt aus: Der gesamte Artikel (152 KB)

 

Polit-Thriller im Essener Uni-Klinikum (zweiter Teil)

Im Essener Klinikum scheint es den berühmten Stich ins Wespen gegeben zu haben. Nicht nur, dass nur gegen Bakschisch lebensnotwendig operiert wurde, sondern auch ein florierender Organschwarzhandel soll dort betrieben worden sein. Ich nehme mal an, dass dies in unserer korrupten Republik eher die Regel als die Ausnahme ist und das Chefarzt Prof. Broelsch sich hat erwischen lassen, weil er das 11. Gebot missachtet hat die Ausnahme ist. Mehr dazu in einer kleinen Artikelsammlung aus der WAZ. (644 KB)

 

Neuer Polit-Thriller im Essener Uni-Klinikum, zahle Bares oder Sterbe! Wenn du arm bist, musst du halt sterben

Zumindest in der angehenden Kulturhauptstadt Essen steht fest, Kassenpatient und arm, dann musst du halt sterben. Operiert wird dort manchmal nur, wenn auch noch ein paar tausend Euros als Spende abgedrückt werden.  Mehr dazu in der WAZ vom 17.05.07     und im Focos vom 16.05.07