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Wie entstehen “Risikoanleihen“? Mehr dazu (28 KB)
Wirtschafts-, Finanzkrise 2008/09 oder Supergau des Kapitalismus!?!
Sie wissen nicht, was sie tun sollen. Im Kaffeesatz lesen, Kartenlegen, das Orakel befragen, Merkel, Westerwelle, Steinmeier und CO wissen nur, zum Kapitalismus ihrer Brötchengeber darf es keine Alternative geben. Das Volk, die Völker sollen mal wieder die Suppe auslöffeln, die das Kapital uns eingebrockt hat. Dabei bräuchte man nur bei Marx und Engels nachlesen, was dringend zutun ist
17.01.2012 - Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek - Keine Rettung für den Euro
Die Krisenszenarien, die in diesen Tagen durch die Medien geistern, sind so unübersichtlich wie die nicht enden wollenden Rettungsversuche für die schwindsüchtige Währung – und damit des krisengeschüttelten Kapitalismus. Zuweilen scheint es, daß selbst die Hauptakteure in diesem Trauerspiel nicht mehr so richtig wissen, worum es geht und was sie eigentlich wollen. Aktionismus steht im Vordergrund, nach dem Prinzip »Ich tue etwas, also bin ich«… Der Satz eines früheren deutschen Großkanzlers »Entscheidend ist, was hinten rauskommt« spielt schon keine Rolle mehr.
Während unser Premierminister immer noch tapfer seine Visionen vom Licht am Ende des Tunnels verteidigt, erklärte ein gewisser Carlo Thelen am vergangenen Donnerstag auf einer Konferenz in Luxemburg genau das Gegenteil: »Wir sehen noch lange nicht das Licht am Ende des Tunnels«. Der Mann weiß, wovon er spricht, denn er ist der Chefvolkswirt der Handelskammer. Die Konferenz sollte vor allem die Frage klären, ob das Jahr 2012 ebenfalls ein Krisenjahr wird.
Nach den Ereignissen der ersten zwei Wochen dieses Jahres kann man diese Frage mit einem eindeutigen JA beantworten. Allein die paukenschlagartige Degradierung von neun Euro-Ländern zum Wochenende deutet einige weitere Tiefschläge an, die da kommen werden.
Man mag über Ratingagenturen denken wie man will, man kann auch über Sinn und Unsinn von deren Ratings verschiedener Meinung sein – aber sie sind nun mal eine der Schöpfungen des Kapitalismus. Sie gehören zum System wie Börsen, Banken und Abzocker. Jahrelang konnten Spekulanten und Börsengurus gut mit den Urteilen der Agenturen leben, aber nun plötzlich sind einige Herrschaften entsetzt über die Zweifel an der Glaubwürdigkeit gewisser Staaten. Wieder werden Rufe laut, man möge den Einfluß der Agenturen bändigen, und man müsse ihnen eine eigene, eine »europäische« Ratingagentur entgegensetzen. Was soll die tun? Die Eurostaaten nach politischem Wunschdenken bewerten? Der Wall Street den Krieg erklären? Mehr dazu (116 KB)
06.01.2012 – UZ – Unsere Agenda 2012
Von einem neuen Jobwunder berichten die bürgerlichen Zeitungen zum Jahresanfang. Der Jobaufbau werde auch 2012 weitergehen, erklärte der Chefvolkswirt des Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Alexander Schumann, der "Süddeutschen Zeitung". Die Nachrichtenticker melden "Beschäftigung in Deutschland erreicht in 2011 Rekordhöhe". Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden teilt mit, dass im vergangenen Jahr 41,04 Millionen Menschen erwerbstätig waren. Offensichtlich soll die Bevölkerung beruhigt werden, bevor das Sturmtief der Krise auch in Deutschland losbricht.
Erst kürzlich listete das Handelsblatt eine Reihe von Konzernen auf, die einen Abbau ihrer Belegschaften planen und sich so "auf den Abschwung vorbereiten" (siehe auch www.kommunisten.de): Nokia Siemens Network (NSN) will 17 000 Arbeitsplätzen bis Ende 2013 vernichten. Eon-Boss Theyssen kündigte an, 6 500 Stellen in Deutschland zu streichen. Die Commerzbank will bis 2013 noch weitere 1 350 Stellen streichen. Die Deutsche Telekom plant bis 2015 den Abbau von 1 400 Arbeitsplätzen. Der Versicherungskonzern AXA streicht in Deutschland 1 600 Vollzeitstellen. Die WestLB wird wohl 4 000 der noch 4 800 Beschäftigten abbauen. Bei der Unicredit-Tochter Hypo-Vereinsbank werden noch einmal 1 000 Jobs gestrichen. Die Landesbank HSH will weitere 900 Stellen streichen. Bei der Talanx Versicherungsgruppe sind 1 200 Arbeitsplätze bedroht. Bei Opel drohen neue Einschnitte und der Druckmaschinenbauer manroland plant wegen Insolvenz 6 600 Arbeitsplätze zu vernichten. Dies sind nur einige der bekannten Schrumpfungsprogramme der Konzerne. Mehr dazu (80 KB)
Älteres zur Wirtschaftskrise bis 31.12.2011 - Findet Ihr hier
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